TREPPEN HAUS GEMEINSCHAFT Herzlich Willkommen! MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 1
GEMEINSCHAFTSELEMENTE Balkone Gemeinschaftsräume Holztragwerk Eine gewöhnliche Treppe erschließt die Wohnungen auf platzsparende Weise. Freiflächen WOHNEN Konzeptdiagramm GEMEINSCHAFT WOHNEN Gemeinschaftselemente werden an die Treppenanlage angefügt: - Gemeinschaftsräume orientieren sich zur Straße und die Erker erlauben einen 1 Grad Ausblick. Diese können von allen Bewohnern genutzt oder hausintern temporär angemietet werden. - Balkone werden an die Zwischenpodeste hofseitig angefügt. Eine normalerweise reine Verkehrsfläche wird so um eine gemeinsame Aussenfläche erweitert. - Ein Holztragwerk schließt an die Balkone an und kann von den Bewohnern selbst in unterschiedlichster Art und Weise aus- und umgebaut werden. Das Treppenhaus wird so wieder zum Ort der Begegnung; es ist hell und schließt an die Gemeinschaftsräume und Freiflächen auf beiden Seiten an. Der dadurch entstehende Geschoßversatz, auch Split level genannt, stellt interessante Blickbeziehungen im Treppenhaus und zwischen den Geschossen her. MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 2
TREPPENHAUSGEMEINSCHAFT zusammen den Sonnenuntergang genießen sich im Treppenhaus begrüßen sonnenbaden oder im Schatten dösen einfach mal gemütlich mit dem Nachbarn Tee trinken im Gartenhaus auf neue Ideen kommen eine Frischluftpause machen das eigene Gemüse anbauen die Kinder spielen lassen vom letzten Urlaub erzählen zusammenarbeiten und Projekte voranbringen zum zehnten Mal die tolle Rutsche benutzen eine Grillparty veranstalten im selbstgebauten Baumhaus spielen Option: Vertikaler Garten zur Selbstversorgung Option: Gartenhäuser zum Nachdenken, Arbeiten, Werken, Spielen und Feiern Veranstaltungen bekanntgeben und Dinge tauschen Die Treppenhausgemeinschaft erlaubt eine Vielfalt von Aktivitäten rund um die Treppe und bringt die Bewohner näher zusammen. Das Holztragwerk im Hof kann auf unterschiedlichste Weise benutzt und umgebaut werden. MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 3
VERBINDUNG VON DRAUSSEN UND DRINNEN VERBINDUNG MIT DER STADT N Lageplan 1:500 Die übliche klare Trennung von öffentlichem Straßenraum und privatem Hof...... wird durch gemeinschaftlich genutzte Einschnitte aufgehoben, bzw. unterbrochen...... und entlang des gesamten Treppenhauses zu einem vertikalen Gemeinschaftelement ausgebaut und im Straßenraum sichtbar gemacht. Lageplan 1:1000 MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 4
= + + FLEXIBLES SYSTEM BASISRASTER + + = = + Das Tragwerkssystem besteht aus tragenden Wänden und Stützen Eine zentrale Positionierung der Versorgungsschächte erlaubt maximale Flexibilität Der Ausbau durch Leichtbauwände macht einen einfachen Umbau möglich Es entsteht ein modulares Raster, das utnerschiedliche Grundrisse ermöglicht ANPASSUNGSFÄHIGKEIT 20 20 100 100 AUSTAUSCHBARKEIT 20 4 Zimmer-Wohnung 2-3 Zimmer-Wohnung 1-2 Zimmer-Wohnung Studio-Wohnung Gästezimmer Wohngemeinschaft Loft Atelierwohnung Büro Zimmer für Betreuer Büro Büro Büro Arbeitsraum MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 5
KOMBINATION DER MIETEINHEITEN KOMBINATIONEN TREPPE TREPPE 12: 2 m 2 8: 1 m 2 7: 1 m 2 6: m 2 4: m 2 3: m 2 2: m 2 Beispiele für mögliche Kombinationen Auswahl von Mieteinheiten Legende Einheiten : Fläche MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 6
GRUNDRISSBEISPIELE m 2 3 Zi. Wohnung m 2 Büro 100m 2 4 Zi. Wohnung m 2 Senioren- 20 m Studio-Wohnung m 1-2 Zi. Wohnung Zimmer für Betreuer Wohngemeinschaft 2 2 m 2 12: 2 m 2 12: 2 m 2 12: 2 m 2 12: 2 m 2 8: 1 m 2 8: 1 m 2 8: 1 m 2 8: 1 m 2 7: 1 m 2 7: 1 m 2 7: 1 m 2 7: 1 m 2 6: m 2 6: m 2 6: m 2 6: m 2 4: m 2 4: m 2 4: m 2 4: m 2 3: m 2 3: m 2 3: m 2 3: m 2 2: m 2 2: m 2 2: m 2 2: m 2 Regelgeschoss M 1:200 MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 7
TREPPEN HAUS GEMEINSCHAFT Unser Entwurf nimmt als erstes das gewöhnliche Treppenhaus eines Mietshauses unter die Lupe. Wir schlagen vor, diese zweckoptimierte, oftmals dunkle und vernachlässigte Verkehrsfläche für das tägliche Rein- und Rausgehen in einen hellen, offenen und aktiven Bereich zu verwandeln. Dafür werden Gemeinschaftsräume an die Treppenpodeste zur Straße hin und Balkone sowie ein Holztragwerk zum Hof hin angebracht. Das Treppenhaus wird so zum elementaren Bestandteil der Hausgemeinschaft und wieder zu einem Ort der Begegnung. Die übliche klare Trennung von öffentlichem Straßenraum und privatem Hof wird durch gemeinschaftlich genutzte Einschnitte aufgehoben, bzw. unterbrochen und entlang des gesamten Treppenhauses zu einem vertikalen Gemeinschaftelement ausgebaut. Gemeinschaft ist dabei nicht zwingend, sondern optional und inspirierend. Als zweites untersucht unser Entwurf die Möglichkeit, mit einfachsten Mitteln Flexibilität in der Nutzung des Gebäudes zu erlauben. Dabei soll es möglich sein, nicht nur kurzfristig auf Bedarfsänderungen zu reagieren, sonder auch langfristig eine sich verändernde Nutzungsmischung von Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Zentral positionierte Versorgungsschächte werden mit einem Stützentragwerk kombiniert, das weitestgehend auf tragende Wände verzichtet. Dadurch lassen sich durch einfache Durchbrüche oder das Umsetzen von Leichtbauwänden kostengünstig Räume zuschalten oder abspalten. Die Fassade wird in einem Elementsystem entwickelt, in dem geschlossene und offene, verglaste Elemente flexibel positioniert werden können. Das Gebäude ist robust gedacht und kann an sich verändernden Mieterstrukturen angepasst werden. MATTER Büro für Architektur und Städtebau Dipl.-Ing. André Schmidt Freier Architekt Perleberger Str. 39, Aufgang II 10559 Berlin T: +49 (0)30 50579770 W: www.matter-matters.com MATTER - Büro für Architektur und Städtebau - Seite 8