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Transkript:

allensbacher berichte Institut für Demoskopie Allensbach 001 / Nr. 7 DAS VERTRAUEN IN DEN EURO SINKT Auch die Hoffnung auf einen langfristigen Nutzen der gemeinsamen Europawährung schwindet dahin Allensbach am Bodensee, Mitte März 001 - Als der EURO Anfang 1999 als gemeinsame europäische Währung in den internationalen Devisenhandel eingeführt wurde, sah es im ersten Augenblick so aus, als hätte die Masse der EURO-Skeptiker unrecht. Im Vergleich zum Dollar als Leitwährung wirkte er stark und prächtig, und die Bevölkerung versuchte, Vertrauen zu fassen in das neue Geld. Anders als in den Jahren vorher sagten in einer ersten Allensbacher Umfrage nach der Einführung des EURO im Januar 1999 immerhin 37 Prozent der Deutschen, sie hätten "großes", einige davon sogar, sie hätten "sehr großes Vertrauen". Von da an jedoch ging es bergab, sowohl mit dem Wert des EURO im Vergleich zum Dollar als auch mit dem Vertrauen, das die Bevölkerung dem EURO entgegenbringt. In einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die jetzt im März 001 abgeschlossen wurde, sprechen nur noch 0 Prozent von Vertrauen. 73 Prozent haben dagegen wenig oder gar kein Vertrauen in den Euro. Belege an INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH, 7847 Allensbach am Bodensee

Wenig Vertrauen in den EURO FRAGE: "Einmal ganz allgemein gefragt: Wieviel Vertrauen haben Sie zu der gemeinsamen europäischen Währung?* Würden Sie sagen...?" Sehr großes Vertrauen Weniger Vertrauen Unentschieden Großes Vertrauen Kaum, gar kein Vertrauen 4 0 15 17 19 18 9 1 8 33 8 7 13 49 4 47 33 4 6 4 17 9 6 Okt.1995 April 1996 Juni 1997 Jan. 1999 Mai/Juni 000 Feb./März 001 * Bis 1997: "...hätten Sie zu einer gemeinsamen europäischen Währung?..." QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfragen, zuletzt 7004 Egal, von welcher Seite man mit demoskopischen Fragen das Thema EURO inzwischen beleuchtet, die Bevölkerung antwortet in ihrer Mehrheit nur noch negativ. Auf die Frage: "Glauben Sie, es war eine gute Entscheidung, daß der EURO eingeführt wurde, oder war es keine gute Entscheidung?" sagen 60 Prozent: "Das war keine gute Entscheidung." "Gute Entscheidung" antworten 3 Prozent. Im Osten (69 Prozent) ist die Einstellung zum EURO noch negativer als im Westen (58 Prozent). - -

Einführung des EURO - Keine gute Entscheidung Tabelle 1 Gesamtdeutschland Bevölkerung ab 16 Jahre FRAGE: "Glauben Sie, es war eine gute Entscheidung, daß der EURO eingeführt wurde, oder war es keine gute Entscheidung?" insges. West Ost % % % Gute Entscheidung...3 4... 16 Keine gute Entscheidung... 60 58... 69 Unentschieden... 17 18... 15 100 100 100 QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 7004, Februar/März 001 Auch die Hoffnung, daß die gemeinsame europäische Währung wenigstens auf lange Sicht von Nutzen sein könnte, schwindet dahin. Diese Hoffnung war in der Vorbereitungsphase zum EURO allmählich gewachsen. Im April 1997 erwarteten Prozent der Westdeutschen und 34 Prozent der Ostdeutschen einen langfristigen Nutzen, im August 1998 im Westen sogar fast jeder zweite (48 Prozent), im Osten 35 Prozent. Inzwischen hat die Bevölkerung diese langfristig positive Einschätzung der Europawährung wieder aufgegeben. Nur noch Prozent im Westen und Prozent im Osten sind überzeugt, daß auf längere Sicht der Nutzen des EURO überwiegt. Besonders skeptisch sind in dieser Hinsicht Befragte aus Ostdeutschland (49 Prozent) und ältere Menschen (48 Prozent). Zu den wenigen gesellschaftlichen Gruppen, die auch heute noch den EURO unter Langzeit-Voraussetzungen eher optimistisch sehen, gehören die Anhänger der Grünen (51 Prozent), Befragte aus dem Berufskreis der Leitenden Angestellten und Beamten ( Prozent) und junge Leute ( Prozent). - 3 -

EURO: Überwiegt langfristig der Nutzen? FRAGE: "Kürzlich sagte uns jemand zum EURO: 'Bei der Einführung des EURO wird es kurzfristig vielleicht viele Umstellungsprobleme geben, aber langfristig wird der Nutzen überwiegen.' Glauben Sie das, oder glauben Sie das nicht?" Glaube ich Glaube ich nicht 36 44 48 4 0 10 Westdeutsche Bevölkerung 0 April 1997 Nov./Dez. 1997 Aug. 1998 Feb./März 001 49 41 34 34 4 35 0 10 0 Ostdeutsche Bevölkerung April 1997 Nov./Dez. 1997 Aug. 1998 Feb./März 001 QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfragen, zuletzt 7004 TECHNISCHE DATEN FÜR DIE REDAKTION Anzahl der Befragten: 094 Repräsentanz: Gesamtdeutschland, Bevölkerung ab 16 Jahre Zeitraum der Befragung:. Februar bis 6. März 001 Archiv-Nummer der Umfrage: 7004 Bei dieser Umfrage waren insgesamt 51 Interviewer eingesetzt. - 4 -

EURO: Nur wenige sehen langfristig den Nutzen FRAGE: "Kürzlich sagte uns jemand zum EURO: 'Bei der Einführung des EURO wird es kurzfristig vielleicht viele Umstellungsprobleme geben, aber langfristig wird der Nutzen überwiegen.' - Glauben Sie das, oder glauben Sie das nicht?" in Prozent Bevölkerung-West Bevölkerung-West Bevölkerung-Ost Bevölkerung-Ost Nutzen überwiegt nicht -49-4 Nutzen überwiegt Junge Leute (unter Jahre) Ältere Menschen (60 Jahre Ältere Menschen (60 Jahre u.älter) u.älter) -48-36 Selbständige/Freiberufler Leitende Angestellte/Beamte Angrestellte/Beamte Einfache Angestellte/Beamte Facharbeiter Facharbeiter Angelernte Angelernte Arbeiter Arbeiter -4-34 -41-51 -49 41 8 Anhänger Anhänger der CDU/CSU der CDU/CSU der SPD der SPD der Grünen der Grünen der FDP der FDP der PDS der PDS -47-41 - -43-48 36 51 31 QUELLE: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 7004, Februar/März 001-5 -