Digitalisiert und dann?



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Transkript:

Digitalisiert und dann? Der Aufbau eines Workflows zur Verwaltung und Online-Stellung digitaler Reproduktionen des Landesarchivs Baden-Württembergs Made digital Wege und Ziele Koblenz, 26. November 2014 Wolfgang Krauth

Digitalisiert und dann? komplexer Prozess der Digitalisierung: Auswahl Rechte Metadaten Scantechnik weitere wichtige Aufgaben im Anschluss: Speicherung und Sicherung Datenmanagement: Organisation und Verwaltung der Daten Workflow für Zugriff auf und Online-Stellung der Daten Reproduktionenverwaltung 2

Speicherung und Sicherung Massendigitalisierung : Speicherung und Sicherung großer Datenmengen Speicherplatz Dauer des Backups Angebot des Steinbuch Centre for Computing (SSC) am KIT Karlsruhe für verschiedene Forschungseinrichtungen des Landes Baden-Württemberg: Speicherung und Sicherung von Daten auf der sog. Large Scale Data Facility (LSDF) Nutzung auch durch das LABW zukünftig insbesondere für die zentrale Speicherung und Sicherung der Masterdateien aus seinen Digitalisierungsmaßnahmen (bislang: dezentral in den Häusern des LABW) 3

Projekt zur Reproduktionenverwaltung Konzeption und Umsetzung einer Reproduktionenverwaltung Projektpartner: Steinbuch Centre for Computing (SSC) am KIT Karlsruhe seit Oktober 2014, Laufzeit: 14 Monate Finanzierung durch Sondermittel des Landes 4

Ausgangslage dezentrale Digitalisierungsinfrastruktur Digitalisierungsstellen mit professionellen Aufsichtscannern in den sechs Archivabteilungen des LABW (verteilt im Bundesland) Mikrofilmscanner am Institut für Erhaltung von Archivund Bibliotheksgut in Ludwigsburg Online-Bereitstellung der Digitalisate (Präsentationsfassung) zentral über Web-Server beim Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) in Konstanz zentrales Online- Informationssystem des LABW (OLF) zentrale Erschließungsdatenbank auf Servern beim Landeszentrum für Datenverarbeitung (LZfD) Transferierung der Erschließungsdaten über eine Schnittstelle in das Online-Informationssystem (OLF) 5

Geplanter Workflow I in den dezentralen Digitalisierungsstellen des LABW: Scannen erste Aufbereitung und Benennung der Scans (Bilddateien) Pufferspeicherung auf lokalen File-Servern nur temporäre Bildablage kleinere Dimensionierung der Server Lieferung der vorbereiteten Bilddaten von den dezentralen Standorten zur LSDF im KIT-SCC über gesicherte VPN-Verbindungen Importierung der archivischen Erschließungsinformationen via VPN-Verbindung von den Servern des Landeszentrums für Datenverarbeitung (LZfD) ins KIT-SCC 6

Geplanter Workflow II weitere Verarbeitung der Digitalisate auf virtuellen Servern im KIT- SCC ( Verbindung zur LSDF über ein File-System-Protokoll) Zuordnung der Bilder zu den archivischen Erschließungsinformationen Vergabe von Seitenbezeichnungen Upload der niedriger aufgelösten Präsentationsfassungen für die Online-Präsention auf die Internetserver des Bibliotheksservice-Zentrums (BSZ) in Konstanz hierfür: OLF (Intranetvariante) und BildCMS auf die virtuellen Server Zugriff der zuständigen Mitarbeiter des LABW über eine VPN- Verbindung auf die zentralisierten Anwendungen und Daten endgültige Ablage der Master-Digitalisate im Filesystem der LSDF und Einbindung ins Backup 7

Geplanter Workflow knappes Schema 8

Arbeitspakete des Projekts Detaillierte Konzeption des Workflows (u.a. Beschreibung der notwendigen Schnittstellen, des Datentransfers und genaue Spezifizierung der notwendigen Dienstleistungen) Programmierung der Schnittstellen und Anpassung der Anwendungen für das Zusammenspiel zwischen dezentralem und zentralem Serverbetrieb Prototypische Implementierung v.a. der notwendigen Anwendungen auf den Servern (bzw. den virtuellen Maschinen) im SCC: Online-Findmittel-System (Intranetvariante) Content-Management-System für Bilder (BildCMS) Vorstellung der erzielten Projektergebnisse in einem Workshop für andere Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg (v.a. für Archive, Bibliotheken, Museen) 9

Für ein Fazit ist es noch zu früh, aber Trennung in Master und Präsentationsfassung was wie speichern und sichern? exaktes und eindeutiges System zur Benennung und Kennzeichnung (IDs) der Digitalisate großer Schwerpunkt auf Konzeptionierung des Workflows weniger Player sind mehr gute und(!) sichere Netzanbindungen das und dann grundsätzlich nicht vernachlässigen! 10

Vielen Dank! Wolfgang Krauth Landesarchiv Baden-Württemberg wolfgang.krauth@la-bw.de 11