Entwicklungschecks in Kindertagesstätten

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Transkript:

Entwicklungschecks in tagesstätten SEEM 0-6 Seesener Entwicklungsscreening und Elternarbeit für Eltern mit Je frühzeitiger Entwicklungsauffälligkeiten von n erkannt und Eltern motiviert werden, ihre angemessen zu fördern, umso besser lassen sich Entwicklungsverläufe von n positiv beeinflussen. Diesem Ziel verpflichtet ist es gelungen, in Seesen ein landesfinanziertes Projekt in tagesstätten durchzuführen, dass allen Eltern einen Entwicklungscheck Ihrer anbietet. Eine wesentliche Intention bestand weiterhin darin, insbesondere Eltern mit dieses Angebot zu unterbreiten, da Eltern oftmals Beratungs- und Hilfeangebote nicht gut annehmen. Um eine Stigmatisierung dieser Elterngruppe zu vermeiden, wurde allen Eltern dieses Angebot gemacht. Die Auswertung erfolgt dann getrennt nach den Elterngruppen mit und ohne. Eine andere Absicht, die mit dem Projekt verfolgt wurde, bestand darin, Eltern einen niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten der Erziehungsberatung zu ermöglichen. In dem Projekt SEEM 0-6 haben wir Informationen über den Entwicklungsstand der bzgl. der motorischen, sprachlichen, kognitiven und sozialen Entwicklungen erhoben. Das benutzte Verfahren war das Dortmunder-Entwicklungs-Screening für den garten (DESK 3-6). Das DESK 3-6 ist ein Verfahren zur Früherkennung von Entwicklungsgefährdungen im Vorschulalter (3 bis 6 Jahre). Durch seine wissenschaftliche Standardisierung kann dieses Verfahren zwischen entwicklungsunauffälligen und entwicklungsauffälligen n unterscheiden und es erkennt mit einem besonderen Förderbedarf z.b. im Bereich Sprache und Kognition oder in den Bereichen Fein- und Grobmotorik. Im DESK erhalten wir Kennwerte für einzelne Entwicklungsbereiche sowie einen Gesamtwert zur Beurteilung der Auffälligkeit/Unauffälligkeit der gesamten Entwicklung. Um einen unauffälligen Gesamtwert zu erhalten, müssen die insgesamt die Hälfte der

2 Aufgaben erfolgreich ausführen. Bei n der Eltern werden die sprachlichen Leistungen nicht für die Beurteilung des Gesamtwertes herangezogen. Aufbau des DESK: Sprache und Kognition ohne Bewertung für den Gesamtwert Grobmotorik Feinmotorik Soziale Entwicklung Gesamtwert ohne Sprache und Kognition Grobmotorik Feinmotorik Soziale Entwicklung Gesamtwert In Bereichen zur motorischen Entwicklung müssen die Aufgaben durchführen, wie z.b. eine Jacke auf- und zuknöpfen oder eine senkrechte und waagerechte Linie zeichnen, sie sollen für 5 Sekunden auf einem Bein stehen oder sollen eine Flüssigkeit von einem Becher in den anderen Becher schüttern, ohne etwas zu vergießen. In den anderen Entwicklungsbereichen basieren die Informationen überwiegend auf Beobachtungen der gärtnerinnen (Sprache, kognitive und soziale Entwicklung). Wir haben unser Projekt SEEM 0-6 in den drei städtischen tagesstätten durchgeführt mit den Standorten St.-Annen, Am Schulplatz und Am Spottberg. Bis zum 15.12.2011 beteiligten sich insgesamt 97, das waren über 79 % aller drei- bis vierjährigen, die es in den drei tagesstätten gab. Bei den nicht beteiligten n gab es keine großen Unterschiede zwischen der Elterngruppe mit und ohne. Die Stichprobe der beteiligten hat folgende Merkmale: Alter ohne % 3 Jahre 30 18 37,5 % 4 Jahre 33 16 32,7 %

3 In unserer Stichprobe haben ca. 30 bis 40 % aller Eltern. Die Verteilung der (mit und ohne ) auf die drei Standorte ist sehr verschieden. Kita ohne % St. Annen 22 8 27 % Schulplatz 19 22 54 % Spottberg 22 4 15 % Die Kita Am Schulplatz hat den mit Abstand höchsten Anteil von n mit. Auffällige Befunde im Dortmunder-Entwicklungs-Screening Unser Entwicklungsbogen ergibt in jedem der vier untersuchten Bereiche einen normierten Wert zwischen 1 und 9. Dazu kommt noch ein Ergebnis für den Gesamttest. Für die folgende Ergebnisdarstellung haben wir alle Ergebnisse ausgewählt, die in den Bereichen Sprache/Kognition, Sozialverhalten, Fein- und Grobmotorik dem Wert 1 (auffällig) oder 2 (fraglich unauffällig) entsprachen. Da es bei einem Kind Auffälligkeiten in mehr als einem Bereich geben kann, ist die Gesamtzahl der auffälligen Befunde höher, als die Gesamtzahl der auffälligen. Anzahl der mit unauffälligen Befunden: Kita ohne St. Annen 13 2 Schulplatz 10 8 ohne Sprachauffälligkeiten durchschnittlich 56 % Spottberg 18 3 Gesamt 41/65% 13/38% Auf dem ersten Blick sieht es so aus, dass es bei den n ohne ca. 2/3 unauffällige Befunde gibt (65 %) und bei den n nur

4 ca. 40% unauffällige Befunde. Betrachtet man aber die Werte ohne Berücksichtigung der reinen Sprachauffälligkeiten, so unterscheiden sich beide Gruppen kaum noch (9 %). Darstellung der Ergebnisse in den einzelnen Entwicklungsbereichen (Sprachliche Probleme, Probleme in der sozialen Entwicklung und motorische Auffälligkeiten) Im Dortmunder-Entwicklungs-Screening basieren die Ergebnisse in den ersten beiden Bereichen auf den Beurteilungen der Erzieherinnen. Im sprachlich / kognitiven Bereich gibt es auch einige Fragen, die die Erzieherinnen direkt bei den n überprüfen können, z.b. Farbenkenntnisse, Beachtung der Reihenfolge bei drei Aufforderungen oder die Benennung von Gegensätzen. Natürlich gibt es in diesem Bereich auch Fragen zur richtigen Aussprache und zum grammatikalisch richtigen Sprachgebrauch. Im Bereich soziale Entwicklung sollen die Erzieherinnen Fragen nach der Selbstständigkeit, des sozialen Kontaktverhaltens gegenüber anderen n, der Spielfertigkeit und des Umgangs mit Konflikten beurteilen. Befund DESK 3 6 mit unauffälligen Befunden Sprache/ Kognition Sozialverhalten Motorik mit ohne 34 63 11 19 12 5 41 15 15 6 Bei den n gibt es einen Schwerpunkt bei den Sprachauffälligkeiten (53%). Bei den n ohne verteilen sich die Auffälligkeiten in der sprachlichen und sozialen Entwicklung gleich stark (42%). Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung kommen in beiden gruppen deutlich seltener vor (ca.15%). mit auffälligen Befunden mit dem Schwerpunkt in der Feinmotorik sind sehr oft motorisch unruhig. Dies scheint auf jeden Fall kein besonderes Problem von n zu sein.

5 Ergebnis der Beratung Beratung/ weitere Diagnostik im ZEF Fördermaßnahmen keine Empfehlung weitere Entwickl. beobachten mit ohne 11 6 5 13 12 3 Während es bei den n wegen der Sprachauffälligkeiten einen höheren diagnostischen Bedarf (50%) vor der Empfehlung konkreter Fördermaßnahmen gab, hielten sich in der anderen gruppe Beratungsempfehlungen und Empfehlungen für Fördermaßnahmen die Waage (ca. 45%). Bei ca. 15% aller mit auffälligen Befunden kamen wir im Auswertungsgespräch gemeinsam mit den Erzieherinnen zu der Entscheidung die weitere Entwicklung zunächst abzuwarten und beobachten zu wollen. Befunde und Empfehlungen Da unsere Befunde auf der Grundlage eines Screeningverfahrens erhoben wurden, liegt es nahe, den Eltern bei auffälligen Befunden zunächst eine weitere Diagnostik vorzuschlagen, um diesen Befund entweder durch eine ausführlichere Testung zu untermauern oder zu relativieren. Diese Vorgehensweise haben wir insbesondere bei den Sprachauffälligkeiten der gewählt. Falls ein Befund untermauert wurde und z.b. eine Sprachentwicklungsstörung festgestellt wurde, bekamen die Eltern einen Befundbericht, den sie beim arzt vorlegen konnten. Erst nach diesen ausführlicheren Testungen ergaben sich im Einzelfall auch Ansatzpunkte für eine weitere Beratung, da hier die einzelne Problematik des Kindes vor dem familiären Hintergrund mehr gewürdigt werden konnte. mit Auffälligkeiten in der gesamten Entwicklung Gesamtwert 1 oder 2 4 ohne 9 Bei den n geht der Wert für den Bereich sprachliche und kognitive Entwicklung nicht in die Berechnung des Gesamtwertes ein.

6 Die Ergebnisse besagen, dass sich die Anzahl der entwicklungsauffälligen in den drei Seesener Kitas auch bei den n nicht von der Normierungsstichprobe (4 bis 11 %) unterscheidet. Das bedeutet bei 100 untersuchten n kann man mit 11 auffälligen Entwicklungsverläufen rechnen, in unserer Stichprobe waren es 13. Umgang mit Empfehlungen Die folgenden Ergebnisse durch die Rückfragen bei den Erzieherinnen von Kita 1 und 2 erhalten. Empfehlung umgesetzt Empfehlung nicht umgesetzt 12 4 ohne 11 8 Die überwiegende Zustimmung zu unseren Empfehlungen ist ein Zeichen dafür, dass es uns in der Mehrzahl der Elterngespräche, die gemeinsam mit den Erzieherinnen durchgeführt wurden, gelungen ist, die Eltern für die Entwicklungsprobleme ihrer zu sensibilisieren und sie für weitere Beratungstermine oder für die Einleitung von Fördermaßnahmen zu motivieren. Entgegen der bisherigen Erfahrung war die Umsetzung unserer Empfehlungen der Eltern von n (75 %) sogar höher als bei den Eltern ohne (58 %). Zusammenfassung Viele Eltern (79%), auch unabhängig vom, waren sehr daran interessiert, den angebotenen Entwicklungscheck zu nutzen. Ein solches Angebot an tagesstätten zu unterbreiten, scheint ein guter Zugang zu sein, der eine hohe Beteiligung der Eltern sicherstellt. Mit dem standardisierten Verfahren lässt sich eine hohe Anzahl von n identifizieren, (insgesamt 43/97, 44 %) die Auffälligkeiten in Entwicklungsbereichen aufweisen.

7 Eine differenzierte Betrachtung der Art der Auffälligkeiten hat ergeben, dass mit insbesondere eine erhöhte Auffälligkeitsquote im Bereich Sprache aufweisen, während es bei der Motorik und dem Sozialverhalten diese deutlichen Unterschiede nicht gibt. In 85 % der Beratungen mit Eltern von auffälligen n wurden gezielte Maßnahmen empfohlen. Eine erste Nachbefragung der Erzieherinnen hat ergeben, dass ca. 2/3 der Eltern die Empfehlungen nach cirka 6 Monaten bereits umgesetzt hatten, wobei die Umsetzungsrate bei den Eltern mit 75 % sogar deutlich höher lag als bei den Eltern ohne (58 %). Entwicklungschecks in der beschriebenen Einbettung in eine tagesstätte durch eine Erziehungsberatungsstelle scheint eine sehr gute Möglichkeit zu sein, viele Eltern zu erreichen und möglichst frühzeitig Hilfen für mit Entwicklungsproblemen zu initiieren. Das Projekt zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass über diesen Weg Eltern mit genauso gut wie Eltern ohne erreicht werden. Eine dauerhafte Installierung eines solchen Angebots wäre sehr vielversprechend, um nachhaltig Entwicklungsauffälligkeiten von n frühzeitig zu erkennen und geeignete Hilfen früh einsetzen zu lassen.