Lehrerinformation 1/6 Arbeitsauftrag Ziel Einführung in die Problematik SuS diskutieren SuS schauen Statistiken an und beantworten Fragen zu Abfallmengen in der Schweiz Erfassen, wie und wo Abfall entsteht SuS erfahren mehr über die Abfallmengen in der Schweiz Material Arbeitsblätter Sozialform EA, GA Zeit 45 Zusätzliche Informationen: Einstieg in die Thematik: LP leert im Klassenzimmer den Kübel aus, gemeinsam wird sortiert und die Frage Wie entsteht Abfall? diskutiert. Als Alternative könnte jeder SuS drei Tage lang seinen Abfall sammeln und in die Schule mitnehmen.
Arbeitsblatt 2/6 Haushaltsabfall Aufgabe 1: Nenne mindestens drei Gründe, weshalb Abfall entsteht: Aufgabe 2: Welche Abfälle aus dem Haushalt soll oder darf man nicht einfach in den Abfallkübel werfen? Wähle aus und erkläre, warum nicht: Bananenschale Batterien verwelkter Blumenstrauss Zeitung alter Putzlappen gebrauchtes Haushaltspapier Zellophan Öl gebrauchte Windeln Karton Glas PET-Flasche Aufgabe 3: Was geschieht mit dem Abfall im Kübel? Erkläre kurz, was damit geschieht?
Arbeitsblatt 3/6 Abfallmengen Aufgabe: Studiert die aktuelle Abfallstatistik des Bundesamtes für Umwelt. Die Zahlen sind öffentlich zugänglich, ihr findet sie auf dem Internet unter: www.bafu.admin.ch/abfall/14017/index.html?lang=de Beantwortet folgende Fragen: 1. Wie viele Tonnen Glas landeten im letzten Jahr im Abfall? 2. Wie viele Tonnen Altpapier produzierten wir und wie viel macht das pro Einwohner? 3. Jeder Mensch, der in der Schweiz lebt, produziert sechs Kilogramm textile Abfälle pro Jahr und 300 Gramm Batterieabfälle pro Jahr, wie viele Tonnen sind das für die Gesamtbevölkerung insgesamt? 4. Welcher Abfall wird in der Schweiz am stärksten recycelt und mit wie viel Prozentanteil? 5. Wie viele Tonnen Motorenöle, also Maschinen-, Getriebe- und Schmieröl, sind letztes Jahr als Sonderabfall in der Schweiz zusammengekommen?
Arbeitsblatt 4/6 6. Aus welchen Stoffen setzt sich die Kategorie explosive Abfälle zusammen? 7. Wie viele Tonnen Altmedikamente kamen im letzten Jahr in den Sondermüll? 8. Wie viele Tonnen Elektrogeräte und elektronische Teile werden pro Jahr produziert? 9. Was passiert mit dem Sonderabfall aus stark belastetem Bodenaushub? 10. Welcher Anteil wurde verbrannt, welcher deponiert, welcher in den Recyclingkreislauf verbracht und welcher Anteil wurde biologisch behandelt?
Lösungen 5/6 Lösung: Haushaltsabfall Aufgabe 1: 1. unbrauchbare Teile an Gemüse 2. Verpackungen 3. schlecht gewordene Nahrungsmittel 4. Geräte, Gegenstände, die kaputt gehen 5. gelesene Zeitungen und Zeitschriften 6. Flaschen, Büchsen, Tetra-Packungen 7. gebrauchte Gegenstände, vom Möbel bis zum Velo, wenn wir Neues kaufen 8. Kleider, weil sie uns nicht mehr gefallen oder passen Aufgabe 2: Bananenschalen, können eigentlich auf den Kompost, aber häufig mit Insektiziden belastet Batterien, müssen zwingend wegen dem hohen Schwermetallgehalt in die Batteriesammelstelle verwelkter Blumenstrauss, kommt wegen den vielen Insektiziden in den Abfallkübel Zeitung, kommt zum Altpapier alter Putzlappen, in den Abfallkübel, da verunreinigt gebrauchtes Haushaltspapier, in den Abfallkübel, da verunreinigt Zellophan, in den Abfallkübel, da die Kunststoffzusammensetzung nicht bekannt ist Öl, muss zum Altöl gebrauchte Windeln, müssen in den Abfall Karton, muss je nach kantonaler/gemeindevorschrift zum Altkarton oder Altpapier Glas, kommt zur Glassammelstelle PET-Flasche, geht zur PET-Flaschensammlung Aufgabe 3: Der Abfall landet im Kübelsack, dann kommt der Sack in die Mülltonne, einmal pro Woche/evtl. alle 14 Tage werden die Mülltonnen von der Kehrichtabfuhr geleert. Der gesammelte Abfall kommt in die Verbrennungsanlage, daraus gewinnt man Wärme, welche in Energie umgewandelt werden kann. Die Schlacke wird in eine Deponie verbracht. (Oft sind das stillgelegte Gruben im Ausland.) Das aus der Verbrennung entstehende CO 2 wird gefiltert und was nicht gefiltert werden kann, gelangt in die Atmosphäre. Glascontainer werden ebenfalls abgeholt und von Spezialfirmen wieder zu neuem Glas aufbereitet, ähnlich geht es mit PET-Flaschen, Zeitungen, Karton, Batterien, Alu- und Blechbüchsen, Elektroschrott. Altöl, Bauschutt und giftige Chemikalien werden gesondert gesammelt und entsorgt. Siehe auch Kapitel Gefahrenstoffe und Gefahrengüter. Der Küchenabfall gelangt meist auf den Kompost und wird zu neuer Erde. Grünabfälle werden von der Gemeinde eingesammelt oder können im Grünabfallcontainer abgegeben werden. Grünabfall wird kompostiert oder zu Biogas verarbeitet.
Lösungen 6/6 Lösung: Abfallmengen 1. 2014: 357 568 Tonnen Glas (43.4 kg / Einwohner); Stand Einwohner am 31.12.2014: 8 236 573 2. 2014: 1 360 046 Tonnen Altpapier gesamt, 165 kg / Einwohner 3. 47 453 Tonnen + 2 374 Tonnen = 49 827 Tonnen 4. Glas 96% (gefolgt von Alu-Dosen 92%, Altpapier 91%) 5. 2014: 34'282 Tonnen Motorenöle 6. Munition, Feuerwerkskörperabfälle, andere Explosivabfälle 7. 2014: 4977 Tonnen Altmedikamente 8. 2014: 126 600 Tonnen Elektronik 9. 2014: Total 544 453 Tonnen Sonderabfall mit stark belastetem Bodenaushub 262 058 Tonnen Deponien 103 535 Tonnen Verbrennung 35 585 Tonnen biologische Behandlung 143 275 Tonnen Recycling