Zur Sache: Die Steinzeit http://www.tibs.at/schuledeslesens Steinzeit Der Begriff Steinzeit kommt daher, dass in dieser Epoche hauptsächlich Steinwerkzeuge verwendet wurden. Natürlich waren damals auch Materialien wie Knochen oder Holz in Gebrauch. Die Steinzeit wird in drei Abschnitte geteilt. Vor etwa fünf Millionen Jahren begann die Altsteinzeit. Die Menschen nutzten erstmals das Feuer. Die Mittelsteinzeit begann vor 10.000 Jahren. Die Jungsteinzeit schließlich dauerte bei uns von etwa 5.500 bis 2.000 v. Chr. Ackerbau und Viehzucht wurden zur Lebensgrundlage der Menschen.
Altsteinzeit In der Altsteinzeit waren die Menschen Jäger und Sammler. Aus Holz und Stein machten sie Waffen und gingen auf die Jagd. Dabei mussten sie den Tierherden nachziehen. Damals entstanden bereits die ersten Kunstwerke. Heute noch staunen wir über Höhlenmalereien aus der Steinzeit. Die Menschen glaubten auch schon an ein Leben nach dem Tod. Die Menschen wurden in der Erde bestattet. Grabbeigaben sollten das Leben im Jenseits erleichtern. Jungsteinzeit In der Jungsteinzeit änderte sich die Lebensweise der Menschen völlig. Sie wurden sesshaft und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Verschiedene Getreidesorten wurden angebaut, Haustiere gehalten. Die Menschen begannen sogar, Metall zu bearbeiten. Aus der Jungsteinzeit ist Schmuck aus Gold, Silber oder Kupfer erhalten. Ein berühmter Vertreter der Jungsteinzeit ist Ötzi. Sein Körper wurde 1991 in den Ötztaler Alpen vom Eis freigegeben. Auch er hatte bereits ein Beil mit einer Kupferklinge in seiner Ausrüstung.
Nahrung Die Menschen lebten urprünglich vom Jagen und Sammeln. Tierische Produkte bildeten die Grundlage ihrer Nahrung. Sie aßen unter anderem Fleisch, Fisch und Eier. Auch Honig sammelten sie. Als die Eiszeit endete, veränderte sich auch das Klima. So war in der Jungsteinzeit Ackerbau möglich. Verschiedene Getreidesorten wurden angebaut. In der Alststeinzeit jagten die Menschen noch Tiere wie das Mammut. Die Haltung von Haustieren in der Jungsteinzeit ermöglichte einen bequemen Zugang zu Fleisch- und Milchprodukten. Wohnen Die ersten Behausungen der Menschen waren Höhlen, in denen sie Schutz vor Wind und Wetter suchten. Mit der Zeit errichteten die Menschen primitive Hütten, die sie nur vorübergehend während der Jagd bewohnten. In der Altsteinzeit hatten die Mammutjäger sogenannte Jurten: Mit Holzstangen, Stoßzähnen oder Knochen bauten sie eine Art Zelt. Als Wände dienten die Felle erbeuteter Tiere. In der Mitte einer Jurte sorgte die Feuerstelle für Wärme. In der Jungsteinzeit lebten die Menschen in Wohnhäusern aus Holz, Stein oder Lehm. Diese Wohnungen wurden dauerhaft genützt.
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Methoden: Die Expertenrunde Die Methode Expertenrunde (Gruppenpuzzle nach Klippert) ist eine beliebte Methode, die von verschiedenen Autor/innen aufgegriffen und adaptiert wurde. Sie vereint Einzelarbeit, arbeitsteilige und arbeitsgleiche Gruppenarbeit sowie Podiumsdiskussion miteinander. Voraussetzung: Man braucht ebenso viele Texte wie Gruppen gebildet werden. Die Texte sind oben rechts mit einem Symbol und einem Farbpunkt markiert. Zu jedem Text gibt es außerdem ein Arbeitsblatt, das verschiedene Lesestrategien und Anleitungen enthält. Umsetzung: 1. Jede/r Schüler/in bekommt ein Textblatt. Bei zb fünf Gruppen sind die Texte A bis E in Verwendung. Zunächst liest jede/r seinen Text in Einzelarbeit. 2. Dann bilden sich arbeitsgleiche Gruppen, d.h. alle mit Text A, alle mit Text B usw. finden sich zusammen. Jede Gruppe bekommt ein Arbeitsblatt mit Anleitungen und Lesestrategien. So erarbeiten die Schüler/innen einer Gruppe gemeinsam den Inhalt des Textes. Ziel ist es, dass jede/r aus der Gruppe über den Text Bescheid weiß und andere informieren kann. 3. Da jeder Text A, Text B, Text C usw. zwar dasselbe Symbol hat, aber unterschiedliche Farbpunkte, werden nun farbgleiche Gruppen gebildet. In diesen Gruppen kommt jeder Text einmal vor. Die Schüler/innen informieren nun die anderen über ihr Thema. 4. Zuletzt wird aus jeder Gruppe ein/e Schüler/in für das Podium bestimmt, sodass jeder Text dort vertreten ist. Die Lehrperson moderiert nun ein Gespräch, in dem alle Aspekte des Themas zur Sprache kommen. Das Publikum kann ergänzend Informationen liefern. Die Moderation könnte auch von (leistungsstarken) Schüler/innen geleitet werden. In diesem Fall bereiten sie sich während der Gruppenphasen mit allen Texten auf die Leitung des abschließenden Gesprächs vor. Methoden: Geben und Nehmen Die Methode Geben und Nehmen ist eine beliebte Methode, die von verschiedenen Autor/innen aufgegriffen und adaptiert wurde. Sie konfrontiert die Schüler/innen mit einem Text, den sie in einer arbeitsgleichen Gruppe so gut erschließen müssen, damit sie ihn anschließend anderen verständlich erklären können. Voraussetzung: Die Klasse wird in 4 Gruppen geteilt. Für jede Gruppe braucht es einen eigenen Text, der für jedes Gruppenmitglied kopiert wird. Umsetzung: 1. Jeder der vier Ecken in einer Klasse wird ein Thema in Form eines Textes zugeteilt. Die Schüler/innen verteilen sich gleichmäßig auf die vier Ecken der Klasse. Die Texte der einzelnen Gruppen sollten auf Papier unterschiedlicher Farben gedruckt sein. 2. Jede/r Schüler/in liest seinen Text aufmerksam durch, markiert und macht sich Notizen. In der Gruppe wird der Text besprochen und für die Weitergabe vorbereitet. 3. Nun begeben sich die Schüler/innen auf die Suche nach einer Person mit einem andersfarbigen Text. Sie setzen sich an einem Tisch zusammen und erklären sich gegenseitig den Inhalt ihrer Texte. Es sollte bei der Aufnahme neuer Texte mitnotiert werden. 4. Es wird so oft gewechselt, bis jede Person über alle vier Themen Bescheid weiß. 5. Die Teilnehmer/innen gehen wieder in ihre ursprüngliche Ecke. Nun bekommen sie ein Thema zugeteilt, das nicht ihrem Ausgangstext entspricht. Gemeinsam gestalten sie zu dem Thema ein Plakat, um es den anderen zu präsentieren.