www.pwc.de Inventur im Zeichen der Digitalisierung
Grundlegendes zur Inventur Inventurarten und -verfahren Inventurarten Inventurverfahren Stichtagsinventur Ausgeweitete Stichtagsinventur Vor- oder nachgelagerte Inventur Permanente Inventur Einlagerungsinventur Systemgestützte Werkstattinventur (Festbewertung über drei Jahre) Körperliche Inventur Buchmäßige Inventur Vollaufnahmeinventur Stichprobeninventur 2
Grundlegendes zur Inventur 241 HGB Absatz 2: Bei der Aufstellung des Inventars für den Schluss eines Geschäftsjahrs bedarf es einer körperlichen Bestandsaufnahme der Vermögensgegenstände für diesen Zeitpunkt nicht, soweit durch Anwendung eines den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechenden anderen Verfahrens gesichert ist, dass der Bestand der Vermögensgegenstände nach Art, Menge und Wert auch ohne die körperliche Bestandsaufnahme für diesen Zeitpunkt festgestellt werden kann. 3
Grundlegendes zur Inventur Grundsätzliche Gestaltungsmöglichkeiten Stichprobenverfahren prozessorientierte Inventurarten Scanner Vor- und nachgelagerte Inventur Stichprobeninventur Sequenzialtest RFID Tablets Permanente Inventur Einlagerungsinventur Systemgestützte Werkstattinventur (SWI) Festwertverfahren Lagerplatz vs. Artikelbezogen 4
Systemgestützte Werkstattinventur (SWI) 5
Systemgestützte Werkstattinventur Grundlegende Herausforderungen Ausgangslage Im Bereich der Produktions-/Fertigungslinien befindliche physische Lagerbereiche (Produktionslagerbereiche) werden bisher mittels klassischer Inventurarten/-verfahren inventarisiert. Auswirkungen Die physische Inventarisierung der Produktionslagerbereiche führt zu wesentlichen Beeinträchtigungen der Fließfertigung. Nicht selten ist ein Anhalten der Produktion für die Durchführung der Inventurzählung notwendig, was zu einer erheblichen Kostenbelastung führt. 6
Systemgestützte Werkstattinventur Zielsetzung Inhalt HFA 1/1990 Gutachten zur Inventur Die Fertigung wird systemgestützt mit sogenannten Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen gesteuert. Über definierte Rückmeldepunkte wird der Anarbeitungsgrad der Produkte systemseitig verfolgt und edv-technisch dokumentiert. Zum Inventurstichtag gibt der Datenbestand den Anarbeitungsgrad der Fertigungsprodukte wieder. Ziel ist die Feststellung des Fertigstellungsgrads. Wesentlicher Effizienzgewinn Ziel der systemgestützten Werkstattinventur Hochautomatisierte Fertigungsbereiche (Einsatz PPS- Systeme) mit laufenden Rückmeldungen liefern alle inventurrelevanten Daten. Eine gesonderte Bestandsaufnahme allein für Inventurzwecke ist nicht notwendig. Die bei einer Rückmeldung abgelieferten Teilmengen werden mengenmäßig gemeldet und somit physisch inventarisiert. Ausweiten der SWI auf physische Produktionslagerbereiche (Zwischenlager, Milkruns, KANBAN-Lager, ) 7
RFID gestützte Bestandsführung/ Inventur 8
RFID gestützte Bestandsführung/ Inventur RFID-Technologie Radio Frequency Identification: Verfahren zur automatischen Identifizierung von Objekten über Funk Wesentliche Merkmale: Elektronische Identifikation: Eindeutige Kennzeichnung von Objekten durch elektronisch gespeicherte Daten. Kontaktlose Datenübertragung: Daten können zur Identifikation des Objektes drahtlos über ein Funkfrequenzkanal ausgelesen werden. Senden auf Abruf: Ein Objekt sendet seine Daten nur dann, wenn ein dafür vorgesehenes Lesegerät diesen Vorgang abruft Ziel: Wunsch nach optimalen Prozessen und Überwindung von Ineffizienzen und Intransparenzen 9
RFID gestützte Bestandsführung/ Inventur Barcodeinventur Ausgangslage Oft werden die Lagerpositionen manuell mittels mobiler Lesegeräte (Scanner, Handheld) durch Scannen von Barcodes inventarisiert. Auswirkungen Der Einsatz von mobilen Lesegeräten verbessert die Inventuraufnahmen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit. Durch die manuellen Scannvorgänge werden Effizienzen jedoch nur in geringem Maße realisiert. 10
RFID gestützte Bestandsführung/ Inventur RFID Inventur Ausgangslage Jeder Artikel verfügt über einen funktionsfähigen RFID-Chip. Über RFID-Lesegeräte (Scanner, Roboter) erfolgen automatisierte Bestandsaufnahmen der RFID geführten Bestände. Auswirkungen Moderne Lesegeräte (Leseroboter) erreichen ein Aufnahmevolumen von mehr als 10 Tsd. Lagerpositionen pro Stunde. Enorme Effizienzgewinne bei gleichzeitig steigender Aufnahmequalität sind realisierbar. Risikofelder (z.b. Artikel mit fehlenden RFID-Chips oder mit mehreren RFID-Chips, ) sind zu analysieren und geeignete Kontrollmaßnahmen abzuleiten. 11
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