ANBAU AUF DEM ACKERLAND

Ähnliche Dokumente
Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung (UBB): Zuordnung der Kulturen betreffend die Fruchtfolgauflagen auf Ackerflächen

Name und Anschrift des Betriebsinhabers. Rechtsform des Betriebes

Getreideernte Pressekonferenz 2015

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Richtlinien für die Ernteerhebung FELDFRÜCHTE und Dauerwiesen

Erträge des österreichischen Biolandbaus im Vergleich zu konventioneller Produktion

Was ist Original-Saatgut?

Antragsverfahren zur Förderung von Ökolandbau und Vielfältigen Kulturen im Ackerbau läuft bis zum

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Statistische Berichte Bodennutzung in Nordrhein-Westfalen 2014

Tabelle 2: Ernte ausgewählter Feldfrüchte in den Regierungsbezirken Baden-Württembergs 2015

I N F O R M A T I O N

Ernte- und Betriebsberichterstattung

Herzlich willkommen! Ackerbautag Risikovorsorge im Ackerbau. Wels, Ing. Wolfgang Winkler

Bundesanstalt für Bergbauernfragen

Wirksamkeit von verschiedenen organischen Düngern und Bodenverbesserungsmitteln

HANDBUCH QUALITÄTSSICHERUNG

Düngung von Spurenelementen im Ackerbau

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Bei Wertprüfungen und Sortenversuchen genügt die Eintragung der Vorfrüchte.

Schweizerische Brotinformation SBI Postfach Bern

Fruchtfolgegrundsätze

Der Getreidebau in Osttirol, seine Ausbreitung, die Anbauund Erntezeiten und die Frachtfolgen

Qualitätsbestimmungen für Getreide, Öl- und Eiweißfrüchten aus biologischer Landwirtschaft Bio-Ernte 2015

Berechnung 2: N Zu-/Abgang aufgrund von Übernahme/Abgabe von Wirtschaftsdüngern

LANDWIRTSCHAFT IN NRW

NOTORIETE. Herausforderung Sojavermehrung in Deutschland

Klimawandel, Energiewende und Greening - welche Konsequenzen für die Fruchtfolge ziehen?

Leistungsarten: 1. Absatz und Innenumsatz 1.1. Pflanzenproduktion. Anlage 2

Jahre Biotechnologie

ÜBERSICHT: FELDSTÜCKNUTZUNGSARTEN; SCHLAGNUTZUNGSARTEN; CODES; BEGRÜNUNGSVARIANTEN

Sonnenblumen mit Express SX - Toleranz

Pflanzenbau in Oberösterreich ein Überblick. Dipl.-Ing. Christian Krumphuber

Getreide, Ölsaaten und Körnerleguminosen Schätzung Anbauflächen und Ernteprognose

Teller, Trog, Tank Eine Mengenbetrachtung. Christian Gessl

Vermarktung von Leguminosen

Das Ökofeld Roda als Experimentierbasis für den Ökologischen Landbau. 22. Juni 2011 Dr. Hartmut Kolbe 1

Qualitätskriterien für inländische Ackerfrüchte aus biologischem Anbau. Vertrags- speise- hafer. gerste Futter- hafer 2,5% (10%) 2,0% 2,5% (10%)

Welche Nischenkulturen machen Sinn?

Getreide, Ölsaaten und Körnerleguminosen Schätzung Anbauflächen und Ernteprognose von Wintergetreide und Raps

Substratalternativen für die Biogaserzeugung Frerich Wilken, LWK Niedersachsen

Landwirtschaftliche Nutzung in Österreich

Biopark-Tagung am 19. Februar 2015 an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau in Bernburg-Strenzfeld. Leguminosen?

Reform der EU-Zuckermarktordnung

1. Grundlagen was Sie über Roggen wissen müssen

der Agrarmarkt Austria, Dresdner Straße 70, 1200 Wien

Regionale Nährstoffbilanzen in Österreich für NUTS 3-Gebiete

Anbau von Sonnenblumen auf Ökobetrieben Chance und Herausforderung

Landwirtschaftskammer Hannover Hannover, Referat: Boden, Düngung, Beregnung Ekkehard Fricke Tel.: 0511/ Fax: 0511/

ÖSTERREICHISCHE BESCHREIBENDE SORTENLISTE 2016 Landwirtschaftliche Pflanzenarten. Republik Österreich

Weltagrarhandel am Beispiel Soja

Pflanzenbau in Oberösterreich ein Überblick. DI Christian Krumphuber

Kartoffeln in Sachsen-Anhalt Anbau und Wirtschaftlichkeit

Land- und forstwirtschaftliche Gesamtrechnung 2014

Optimale Saatzeiten und Saatstärken des Sommergetreides

Wie betroffen ist die ukrainische Landwirtschaft vom Klimawandel?

Hülsenfrüchte-Quiz selbst gemacht

Mindest- und Höchsthektarwerte für Bodenerzeugnisse 2015

ACKERSTATUSERHALT UND DAUERGRÜNLANDWERDUNG (AB 2015)

Ernte der Feldfrüchte und des Grünlandes in Bayern 2014

Getreidehandelstag am 21./22. Juni 2016

Die Kennzahlen des Getreidemarktes Weltweite Gersten-, Weizen-, Maisflächen 2014 ~ 454,6 Mio. ha

Roggen - die Energiepflanze für magere Böden

Vermarktung von Öko- Felderzeugnissen. Erfahrungsbericht vom Biolandhof Engemann

Sehr geehrte Damen und Herren,

Erfolgreich Ackerbohnen anbauen

Thüringer Landesanstalt. für Landwirtschaft, Schwefelmangel bei Kulturpflanzen erkennen! Autor: Dr. W. Zorn. April Das Thüringer Ministerium

Wie sauer ist der Boden?

Österreichische Weichweizen-Ernte 2014

Grünlandbewirtschaftung in Österreich

Fruchtfolgen und Pflanzenschutz Chancen und Risiken für Feld, Betrieb und Region

Endgültiges Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung. C I - ur/10 C

Qualitätsbestimmungen für Getreide, Öl- und Eiweißfrüchten aus biologischer sowie aus Umstellung auf biologische Landwirtschaft Ernte 2012

Deckungsbeiträge und Vollkostenrechnung

Pflanzenbauliche Ergebnisse zum vielfältigen Energiepflanzenanbau auf dem sommertrockenen Lössstandort Bernburg in Sachsen-Anhalt

Merkblatt N-Düngeberechnung

МИНИСТЕРСТВО СЕЛЬСКОГО ХОЗЯЙСТВА И ПРОДОВОЛЬСТВИЯ РЕСПУБЛИКИ БЕЛАРУСЬ ГЛАВНОЕ УПРАВЛЕНИЕ ОБРАЗОВАНИЯ, НАУКИ И КАДРОВ

Tab. 1: Gräser-, Klee- und Hülsenfruchtgemenge für den Zwischenfruchtanbau. Juli bis 10. August bzw. bis Mitte September für Winterzwischenfr.

Nutzungscodeliste zum Sammelantrag 2016 für die Anträge AUK, TWN und UM

Statistische Berichte Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Erzeugung von Biomasse vom Grünland und im Ackerbau

3. Leguminosentag Greening eine Chance für Leguminosen?

Die Zukunft der GAP nach 2013 : Copa-Cogecas Vorschläge zum Greening und zu grünem Wachstum

Bodenbearbeitung nach der Ernte von spät räumenden Kulturen

Umsetzung der Nitratrichtlinie in Flandern/Belgien (BE), Dänemark (DK) und den Niederlanden (NL)

6-10 KONSUM GETREIDE SACH INFORMATION

Transkript:

ANBAU AUF DEM ACKERLAND - 229 - Österreichische Beschreibende Sortenliste 2014 Die Kartogramme, denen die Agrarstrukturdaten des Jahres 2008 zugrunde liegen, erlauben eine rasche Information über Bedeutung und regionale Anbauschwerpunkte wichtiger Pflanzenarten. Die Hauptursachen der rückläufigen Ackerfläche seit 1959 um ungefähr 290.000 ha sind die etwa bis zum Jahr 1970 anhaltende Umwandlung in Dauergrünland (insbesondere im Berggebiet) sowie der Verlust infolge von Straßenbau und Siedlungstätigkeit (in den Niederungen). Hauptsächlich befindet sich das Ackerland im Nord- und Südöstlichen Flach- und Hügelland, im Alpenvorland, im Mühl- und Waldviertel sowie im Kärntner Becken, weiters im Drau-, Mur-, Inn- und Rheintal. Auf etwa einem Fünftel der Ackerfläche wird Weichweizen erzeugt, zu mehr als 98 % handelt es sich um die Winterform. Sandige Lehm- bis lehmige Tonböden sind typische Weizenböden, für hohe Erträge ist eine kontinuierliche Wasserversorgung wesentlich. Saure nährstoff- und basenarme lehmige Sande sind hingegen nicht geeignet. Das pannonische Trockengebiet hat eine besondere Bedeutung für die Produktion von Qualitätsweizen, in den übrigen Regionen sind Mahlweizensorten zumeist wesentlicher. Beginnend mit der Ernte 2008 wird Weizen zur großtechnischen Produktion von Ethanol und seit 2013 auch zur Erzeugung von Stärke benötigt. Infolge geänderter Verzehrgewohnheiten, der beschränkten Absatzmöglichkeiten von Roggen sowie der Konkurrenz durch Triticale als Futtergetreide ist die Anbaufläche von 218.000 ha im Jahr 1959 auf 40.000 bis 56.000 ha zurückgegangen. Roggen übersteht Sommertrockenheit besser als Winterweizen, hat ein gutes Aneignungsvermögen für Nährstoffe und kann auf weniger leistungsfähigen Standorten und sauren Böden noch mit Erfolg kultiviert werden. Der Hauptanbau findet sich demnach auf Böden geringerer Bonität in Ostösterreich sowie im Mühl- und Waldviertel. In der Saison 2005/06 winterte mehr als ein Drittel des Roggens infolge von Schneeschimmel aus. Wintertriticale ist in der landwirtschaftlichen Praxis Österreichs seit Mitte der 1980er Jahre bekannt, der Anbauschwerpunkt liegt im Mühl- und Waldviertel, im Alpenvorland, am Alpenostrand und im Kärntner Becken. Gegen lang anhaltende Schneebedeckung ist Triticale ebenso empfindlich wie Roggen. Manche Sorten werden auch von Kahlfrösten geschädigt. Durch Züchtung standfester Sorten wurde der Anbau auf tiefgründige Böden des Alpenvorlandes und der Steiermark ausgeweitet und ersetzt teilweise den Futterweizen. Zusätzlichen Stellenwert erhält diese Getreideart durch die Nutzung als Ethanoltriticale. Sommertriticale nimmt nur kleine Flächen ein. Dank verbesserter Sorten (Standfestigkeit, Ertragspotenzial, Kornqualität) hat sich der Anbau von Wintergerste von knapp 20.000 ha im Jahre 1959 auf etwa 106.000 ha in den Jahren 1993 und 1994 verfünffacht. Aufgrund von außerhalb der Tierhaltungsregionen teils zu geringer Erlöse (der Futtergerste) wurde die Fläche in den letzten Jahren etwas eingeschränkt. Der Anbauschwerpunkt liegt im Alpenvorland. Winterbraugerste wird neuerdings im Pannonikum produziert. Verglichen mit Sommergetreide und Winterweizen ist die Wintergerste in Ostösterreich weniger von der Niederschlagsverteilung abhängig, hier nimmt sie zumeist die schwächeren Böden ein. Für stark saure Böden und höhere bzw. schneereiche Lagen scheidet die Wintergerste aus. Bereits seit 1959 und verstärkt ab 1963 wird Sommerdurum (Hartweizen) kultiviert. Ideal sind Gebiete mit frühzeitiger Anbaumöglichkeit, einer sicheren Wasserversorgung während der vegetativen Entwicklung sowie Wärme und Trockenheit in der Abreifephase. Diese Bedingungen sind am ehesten auf fruchtbaren Weizenböden des Pannonikums erfüllt. Winterdurum ist weniger frosthart als die meisten Winterweizensorten. Dennoch hat er seit dem Jahr 1999 eine gewisse Bedeutung erlangt. Sommergerste hat eine kurze Vegetationszeit, die Ertrags- und Qualitätsbildung ist daher stärker witterungsabhängig. Sommergerste wird im gesamten Ackerbaugebiet gesät, den Höchststand von knapp 326.000 ha gab es im Jahr 1979. Die Braugerstenerzeugung beschränkt sich im Wesentlichen auf das pannonische Klimagebiet, das Waldviertel und Kärnten. Die zuletzt stark rückläufige Gerstenfläche ist teilweise in höheren Erlösen bei Konkurrenzfrüchten wie Winterweizen oder Mais begründet. An bindige und sich nur langsam erwärmende Böden im Alpenvorland ist die Sommergerste im Gegensatz zur Winterform nicht ausreichend adaptiert. Der Bedarf an Futterhafer hat im Zuge der Mechanisierung der Landwirtschaft stetig abgenommen. Im Jahr 1959 wurden noch 163.000 ha Sommerhafer angebaut. Weiters wurde Hafer teilweise durch das leistungsfähigere Triticale ersetzt. Hafer stellt nur geringe Ansprüche an den Boden. Reichliche Niederschläge während der Vegetationszeit und kühlere Temperaturen in der Einkörnungsphase wirken sich günstig auf die Ertragsbildung aus. Im Mühl- und Waldviertel, in den Randlagen des Alpenvorlandes, am Alpenostrand, im Mittel- und Südburgenland sowie in Kärnten treffen diese Bedingungen am ehesten zu. Winterhafer nimmt nur kleine Flächen ein. Der Anbau von Getreidegemengen trägt zur Verringerung des Anbaurisikos bei. Bei Sommermenggetreide handelt es sich zumeist um Gerste-Hafer-Gemenge, seltener um Gemenge aus Gerste und Sommerweichweizen. Wintermenggetreide hat eine geringere Bedeutung, zumeist ist es ein Weizen- Roggen-Gemenge, seltener ein Weizen-Triticale- oder Roggen-Triticale-Gemenge. Durch die Verdrängung der Kartoffel aus der Schweinemast und den geringeren Speisekartoffelverbrauch wurden die Flächen vor allem in den 1960er und 1970er Jahren stark eingeschränkt. Für den Anbau sind gut

siebbare sandige Lehm- und lehmige Sandböden am besten geeignet; schwere Lehm- und Tonböden sowie steinige Standorte scheiden aus. Der Frühkartoffelanbau ist in der Nähe größerer Städte (Umgebung von Wien, Grazer Feld, Eferdinger Becken usw.) konzentriert. Speise-, Verarbeitungs- und Stärkekartoffel werden im Wiener Becken, Marchfeld, im Weinviertel sowie im Mühl- und Waldviertel erzeugt. Der Anbau der Zuckerrübe erfolgt in Kontrakten und ist durch ein Quotensystem geregelt. Die Zuckerrübe stellt hohe Ansprüche an die Bodengüte, vorteilhaft sind rasch erwärmbare, tiefgründige Böden mit guter Wasserspeicherkapazität und schwach saurer bis neutraler Reaktion. Die Hauptanbaugebiete befinden sich im Nordöstlichen Flach- und Hügelland und in Teilen des Alpenvorlandes. In Ostösterreich wird Zuckerrübe auf Böden geringerer Bonität auch beregnet. Begrenzende Faktoren im Maisanbau sind eine zu geringe Temperatursumme und knappe Niederschläge in den Sommermonaten. Mit den Fortschritten der Hybridzüchtung (z.b. Frühreife, Ertragspotenzial) stieg die Fläche von insgesamt 73.000 ha (1959) auf 336.000 ha (1986), derzeit sind es 202.000 ha Körnermais (einschließlich Mais für Corn-Cob-Mix) und 111.000 ha Silomais (einschließlich Grünmais). Körnermais dominiert in Gebieten mit großen Schweinebeständen. Die höchste Anbaukonzentration gibt es in der Oststeiermark und im Alpenvorland. In Oberösterreich stieg der Körnermaisanbau (einschließlich CCM-Mais) von 42 ha (1959) auf 45.000 ha (2013) an. Im Pannonikum nimmt Körnermais hauptsächlich die tiefgründigen Standorte ein. Silomais (einschließlich Grünmais) benötigt wegen der frühzeitigeren Ernte eine geringere Temperatursumme und gedeiht auch noch in kühleren Regionen (z.b. Mühl- und Waldviertel, inneralpine Tallagen). Silomais wird von rinderhaltenden Betrieben angebaut, insbesondere die Stiermast erfolgt vorwiegend auf Basis von Maissilage. Eine zentrale Rolle hat Mais in Biogasfruchtfolgen. Infolge des höheren Wasserbedarfs bevorzugt die Ackerbohne mittelschwere und tiefgründige Böden in kühleren und klimafeuchten Regionen. Solche Standorte sind hauptsächlich im Alpenvorland, im Südburgenland und im Oststeirischen Hügelland zu finden. Wegen des Krankheitsbefalls und erheblicher Ertragsschwankungen konnte sich die Ackerbohne nicht in dem Maße etablieren. In den Jahren 1991 und 1992 wurden noch 14.000 ha angebaut. Die Körnererbse hat eine kürzere Vegetationsdauer als die Acker- und Sojabohne, stellt weniger Ansprüche an die Bodenfeuchte und ist in Ostösterreich, im Alpenvorland, im Waldviertel und im Kärntner Becken verbreitet. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Anbau stark reduziert. Am besten gedeiht die Sojabohne in warmen Gebieten mit reichlicher Wasserversorgung vor allem während der Kornbildung. Der Anbau stieg von 9.000 ha (1990) auf 54.000 ha (1993) und liegt nun bei 42.000 ha. Die Ursache des Rückgangs nach 1993 ist im Wegfall der nationalen Förderung nach dem EU-Beitritt Österreichs zu sehen. Sojabohne wird hauptsächlich im oberösterreichischen Zentralraum und Innviertel, im Mittel- und Südburgenland, in der Oststeiermark und im Kärntner Becken kultiviert. In Ostösterreich ist die Sojabohne ohne Möglichkeit zur Beregnung ertragsunsicher. Günstig für den Körnerrapsanbau sind mittelschwere, mittel- bis tiefgründige Böden mit ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung. Die Anbauregion erstreckt sich über das gesamte Alpenvorland, Teile des Waldviertels, das Nordöstliche Flach- und Hügelland und reicht bis ins Südburgenland. Durch Züchtungserfolge (z.b. 00-Qualität, Ertragspotenzial) und agrarpolitische Maßnahmen hat sich der Rapsanbau seit 1985 (6.000 ha) vervielfacht. Der wichtigste Standortfaktor bei Sonnenblume ist eine hohe Temperatursumme während der Vegetationszeit. Eine sonnige und nebelfreie Witterung insbesondere zur Reife ist in Hinblick auf einen geringen Krankheitsbefall (Botrytis) vorteilhaft. Daher konzentriert sich der Anbau auf das pannonisch geprägte Klimagebiet, etwa 500 ha standen 2013 in Oberösterreich. Der Ölkürbis stellt im Spätsommer und Herbst hohe Temperaturansprüche zur Kernausreife. Der Anbau hat von etwa 1.900 ha im Jahr 1959 auf derzeit etwa 18.000 ha zugenommen. Der Schwerpunkt liegt traditionell in der Oststeiermark und im Südburgenland. Seit Anfang der 1980er Jahre wird auch in Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten Ölkürbis kultiviert. Luzerne wünscht eine warme, mäßig trockene bis mäßig feuchte Witterung und kalkhaltige Böden, diese günstigen Bedingungen finden sich in Ostösterreich. Rotklee ist eine wichtige Kleeart feuchter Klimate, mittlere bis mittelschwere Böden werden bevorzugt. Hauptsächlich wird Rotklee von rinderhaltenden Betrieben im Alpenvorland, Mühl- und Waldviertel und Burgenland genutzt. Die Bedeutung des Reinanbaus hat zugunsten des Kleegrases stark abgenommen. Neben Rotkleegras werden auch Luzerne- und Weißklee-Grasmischungen sowie einsömmerige Kleegrasgemenge verwendet. Der Umfang der Grünbracheflächen (einschließlich Sonstiges Ackerland) ist seit 1990 (15.000 ha) infolge von nationalen Fördermaßnahmen und der Leitlinien der Gemeinsamen Agrarpolitik stark angestiegen (1995: 124.000 ha), wurde in der Folge jedoch wieder eingeschränkt. - 230 -

ANBAU AUF DEM ACKERLAND 2013 Feldfrüchte Hektar Feldfrüchte Hektar Winterweichweizen 273.106 Futterrübe, Kohlrübe und Futtermöhre 168 Dinkel 8.279 Winterraps zur Ölgewinnung 58.404 Sommerweichweizen 3.550 Sommerraps und Rübsen 153 Winterdurumweizen 3.701 Sonnenblume 21.808 Sommerdurumweizen 8.650 Mohn 1.510 Roggen (Körnerroggen) 56.108 Ölkürbis 17.884 Triticale 44.996 Öllein 601 Wintergerste 78.519 Hanf 566 Sommergerste 64.054 Sonstige Ölfrüchte (Saflor, Senf usw.) 1.911 Hafer 23.165 Rotklee und sonstige Kleearten 9.208 Wintermenggetreide 3.290 Luzerne 13.454 Sommermenggetreide 3.935 Kleegras 61.873 Sorghum 1.941 Sonstiges Feldfutter (Mischling, Sonstiges Getreide (Einkorn, Emmer, Futtergräser, Grünroggen usw.) 17.326 Rispenhirse, Buchweizen usw.) 8.792 Wechselgrünland (Ackerwiese, Egart) 60.087 Körnermais (inkl. Corn-Cob-Mix) 201.917 Hopfen 249 Silomais und Grünmais 110.818 Energiegräser (Miscanthus, Sudangras) 1.179 Körnererbse 7.248 Flachs (Faserlein) 2 Ackerbohne 6.194 Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen Süßlupinen 91 (Mariendistel, Kümmel und andere) 2.883 Linsen, Kichererbsen und Wicken 1.431 Erdbeere 1.183 Andere Hülsenfrüchte (Platterbse, Gemüse im Freiland: Feldanbau Erbsen-Getreide-Gemenge usw.) 2.841 (exkl. Folientunnel) 12.360 Sojabohne 42.027 Gemüse im Freiland: Gartenbau 265 Frühe und mittelfrühe Speisekartoffel 12.538 Gemüse unter Glas bzw. Folie 427 Spätkartoffel 8.590 Bracheflächen 38.575 Zuckerrübe (ohne Saatgutproduktion) 50.849 Sonstige Kulturen auf dem Ackerland 4.207 Ackerland insgesamt 1.353.967 Quelle: Statistik Austria 2003: 1.379.879 ha 2004: 1.379.069 ha 2005: 1.380.481 ha 2006: 1.377.251 ha 2007: 1.376.043 ha 2008: 1.369.021 ha 2009: 1.366.570 ha 2010: 1.363.789 ha 2011: 1.359.686 ha 2012: 1.355.115 ha 2013: 1.353.967 ha - 231 -

2003: 255.275 ha 2004: 272.508 ha 2005: 273.500 ha 2006: 268.687 ha 2007: 277.558 ha 2008: 278.902 ha 2009: 292.170 ha 2010: 285.348 ha 2011: 289.019 ha 2012: 293.932 ha 2013: 284.935 ha 2003: 40.003 ha 2004: 45.664 ha 2005: 42.847 ha 2006: 26.924 ha 2007: 46.702 ha 2008: 53.171 ha 2009: 48.528 ha 2010: 45.699 ha 2011: 45.943 ha 2012: 48.525 ha 2013: 56.108 ha - 232 -

2003: 40.652 ha 2004: 43.082 ha 2005: 39.452 ha 2006: 23.648 ha 2007: 38.852 ha 2008: 46.309 ha 2009: 50.640 ha 2010: 47.795 ha 2011: 45.589 ha 2012: 43.746 ha 2013: 44.996 ha 2003: 73.603 ha 2004: 79.836 ha 2005: 73.072 ha 2006: 63.879 ha 2007: 74.271 ha 2008: 84.746 ha 2009: 87.320 ha 2010: 85.549 ha 2011: 78.475 ha 2012: 77.875 ha 2013: 78.519 ha - 233 -

2003: 16.725 ha 2004: 17.666 ha 2005: 15.460 ha 2006: 15.891 ha 2007: 15.481 ha 2008: 17.874 ha 2009: 16.865 ha 2010: 17.503 ha 2011: 15.315 ha 2012: 14.249 ha 2013: 12.351 ha 2003: 138.705 ha 2004: 111.497 ha 2005: 118.668 ha 2006: 142.564 ha 2007: 119.061 ha 2008: 101.111 ha 2009: 94.205 ha 2010: 83.343 ha 2011: 74.810 ha 2012: 72.701 ha 2013: 64.054 ha - 234 -

2003: 34.387 ha 2004: 30.284 ha 2005: 30.218 ha 2006: 35.151 ha 2007: 31.125 ha 2008: 26.571 ha 2009: 27.600 ha 2010: 26.576 ha 2011: 25.029 ha 2012: 24.815 ha 2013: 23.165 ha 2003: 7.358 ha 2004: 6.437 ha 2005: 6.392 ha 2006: 11.588 ha 2007: 5.855 ha 2008: 4.904 ha 2009: 4.861 ha 2010: 6.210 ha 2011: 4.816 ha 2012: 4.441 ha 2013: 3.935 ha - 235 -

2003: 196.409 ha 2004: 201.451 ha 2005: 189.637 ha 2006: 181.196 ha 2007: 193.419 ha 2008: 216.353 ha 2009: 200.275 ha 2010: 201.136 ha 2011: 217.100 ha 2012: 219.702 ha 2013: 201.917 ha 2003: 72.309 ha 2004: 75.614 ha 2005: 76.987 ha 2006: 78.578 ha 2007: 80.330 ha 2008: 81.078 ha 2009: 80.336 ha 2010: 81.239 ha 2011: 81.443 ha 2012: 82.375 ha 2013: 110.818 ha - 236 -

2003: 21.121 ha 2004: 21.924 ha 2005: 22.186 ha 2006: 21.920 ha 2007: 22.675 ha 2008: 22.800 ha 2009: 22.222 ha 2010: 21.973 ha 2011: 22.851 ha 2012: 21.782 ha 2013: 21.128 ha 2003: 43.267 ha 2004: 45.099 ha 2005: 44.690 ha 2006: 39.075 ha 2007: 42.270 ha 2008: 43.032 ha 2009: 43.860 ha 2010: 44.841 ha 2011: 46.580 ha 2012: 49.263 ha 2013: 50.849 ha - 237 -

2003: 3.465 ha 2004: 2.835 ha 2005: 3.549 ha 2006: 4.555 ha 2007: 4.479 ha 2008: 3.695 ha 2009: 2.819 ha 2010: 4.154 ha 2011: 6.028 ha 2012: 6.852 ha 2013: 6.194 ha 2003: 42.097 ha 2004: 39.320 ha 2005: 36.037 ha 2006: 32.652 ha 2007: 28.111 ha 2008: 22.306 ha 2009: 15.168 ha 2010: 13.562 ha 2011: 11.715 ha 2012: 10.704 ha 2013: 7.248 ha - 238 -

2003: 15.463 ha 2004: 17.864 ha 2005: 21.429 ha 2006: 25.013 ha 2007: 20.183 ha 2008: 18.419 ha 2009: 25.321 ha 2010: 34.378 ha 2011: 38.123 ha 2012: 37.126 ha 2013: 42.027 ha 2003: 43.370 ha 2004: 35.008 ha 2005: 35.022 ha 2006: 42.301 ha 2007: 48.509 ha 2008: 56.056 ha 2009: 56.933 ha 2010: 53.804 ha 2011: 53.636 ha 2012: 55.821 ha 2013: 58.557 ha - 239 -

2003: 25.748 ha 2004: 28.988 ha 2005: 30.179 ha 2006: 34.621 ha 2007: 26.446 ha 2008: 26.787 ha 2009: 25.870 ha 2010: 25.411 ha 2011: 26.049 ha 2012: 23.362 ha 2013: 21.808 ha 2003: 15.450 ha 2004: 12.502 ha 2005: 16.271 ha 2006: 18.151 ha 2007: 17.888 ha 2008: 16.299 ha 2009: 19.685 ha 2010: 26.464 ha 2011: 26.119 ha 2012: 22.741 ha 2013: 17.884 ha - 240 -

2003: 8.861 ha 2004: 10.716 ha 2005: 12.425 ha 2006: 13.308 ha 2007: 12.764 ha 2008: 12.657 ha 2009: 13.139 ha 2010: 15.045 ha 2011: 14.693 ha 2012: 13.644 ha 2013: 13.454 ha 2003: 7.031 ha 2004: 7.356 ha 2005: 8.594 ha 2006: 10.539 ha 2007: 10.577 ha 2008: 9.690 ha 2009: 10.418 ha 2010: 11.516 ha 2011: 10.971 ha 2012: 10.047 ha 2013: 9.208 ha - 241 -

2003: 55.289 ha 2004: 57.183 ha 2005: 58.770 ha 2006: 63.415 ha 2007: 65.725 ha 2008: 62.263 ha 2009: 61.958 ha 2010: 62.994 ha 2011: 61.975 ha 2012: 63.071 ha 2013: 61.873 ha 2003: 103.089 ha 2004: 91.669 ha 2005: 95.266 ha 2006: 93.203 ha 2007: 75.565 ha 2008: 47.786 ha 2009: 45.076 ha 2010: 41.765 ha 2011: 40.836 ha 2012: 38.655 ha 2013: 38.575 ha - 242 -