RIAG Pass 093. Schwarzpassivierung

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Postfach 169 CH-9545 Wängi TG 19.08.2009 RIAG Pass 093 Schwarzpassivierung RIAG Pass 093 ist eine sechswertige Schwarzpassivierung, welche auf Zink-Überzügen gleichmässig schwarze, glänzende Schichten verursacht. Das so erhaltene Schichtsystem verfügt über einen hohen Korrosionsschutz. Die RIAG Pass 093 Lösungen werden als einfach zu handhabende, flüssige Konzentrate geliefert. Badansatz Bereich Optimum RIAG Pass 093 Teil A (Dichte = 1.44 g/ml) 50 80 ml/l 60 ml/l RIAG Pass 093 Teil 2 (Dichte = 1.08 g/ml) 18 22 ml/l 20 ml/l Essigsäure 99% (Dichte = 1.05 g/ml) 10 50 ml/l 40 ml/l ph 0.8 3.0 2.2 2.6 Gestell 1.8 Trommel 2.4 Ansatz von 100 Litern Passivierung Im Prozesstank werden 80 L DI Wasser vorgelegt. Nach der Zugabe von 6 L RIAG Pass 093 Teil A, gut rühren. Dann werden 2 L RIAG Pass 093 Teil 2 und zuletzt 4 L Essigsäure 98% hinzugefügt. Füllen Sie mit DI Wasser auf das Endvolumen auf, rühren gut um und senken den ph Wert mit verdünnter Schwefelsäure oder erhöhen ihn mit einer 10 % Natronlauge (Natriumhydroxidlösung) auf den gewünschten ph Wert. Die Passivierung ist einsatzbereit. Seite 1 / 5

Arbeitsbedingungen Temperatur: Zeit: ph-wert: Bewegung: Absaugung: Prozesswanne: Heizung: Voraktivierung: (Aufhellung) Nachbehandlung 15 35 C, Optimum 20 C (abhängig von Anlage, Teilen) 30 300 sec. (abhängig von ph-wert, Temperatur, Konzentration) 0.8 3.0 (Optimum ist abhängig von der Anlage, Teilen, ph-wert, Temperatur, Konzentration). Regelmässige Kontrolle notwendig. Luft- oder mechanische Bewegung Empfohlen Stahlwanne mit säurefester Kunststoffauskleidung (z.b. Polypropylen-Inliner) Glas oder Teflon Heizungen (normalerweise nicht notwendig) Verbessert die Haftung und die Korrosionsbeständigkeit und verlängert die mögliche Einsatzdauer der RIAG Pass 093. Die Ansatzkonzentration beträgt 0.3 1.0 % Salpetersäure. Regelmässige Neuansätze erhöhen die Prozesssicherheit. Wir empfehlen unsere AIMT RIAG Nachbehandlungen für einen maximalen Korrosionsschutz. Prozessfolge 1. Zink (sauer, cyanidisch oder alkalisch cyanfrei) 2. Wasserspüle 3. Wasserspüle 4. Voraktivierung (0.3 1.0 % Salpetersäure) 5. VE-Wasserspüle 6. RIAG Pass 093 7. Standspüle 5% RIAG Pass 093 in VE-Wasser 8. DI Wasserspüle 9. DI Wasserspüle 10. RIAG Seal 444 11. Trocknen Um möglichst einheitlich gleichbleibend glänzende schwarze Schichten zu erhalten, ist es wichtig einen möglichst hohen Glanzgrad beim Verzinken zu erhalten. Daher müssen die Betriebsparameter auch dort im Optimum liegen. Desto höher die Konzentration und Temperatur der Passivierung, desto kürzer die notwendige Eintauchzeit. Sicherheitshinweise Bitte beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt und die allgemeinen Anweisungen für den Umgang mit Chemikalien. Chemikalien dürfen nicht unter 10 C gelagert werden. Eisessig (konz. Essigsäure) wird unterhalb von 17 C fest. RIAG Pass 093 Seite 2 / 5

Ergänzung und Instandhaltung Die Konzentration an RIAG Pass 093 Teil A wird titrimetrisch als RIAG Pass 093 Teil 1 bestimmt. Normalerweise werden Ergänzungen anhand dieser Analyse oder Erfahrungswerten vorgenommen. Das Ergänzungsverhältnis zwischen RIAG Pass 093 Teil 1und RIAG Pass 093 Teil 2 sollte ca. 3.0 : 1.0 betragen. Ein übermässiger Verbrauch an RIAG Pass 093 Teil 2 deutet auf eine Einschleppung von Chlorid hin. Die Konzentration an RIAG Pass 093 Teil 2 kann per AAS oder ICP bestimmt werden. Verjüngungen Ab einer Konzentration von 20 g/l Zink empfehlen wir Verjüngungen von 20 30 % vorzunehmen. Das verworfene Volumen wird nach folgendem Verhältnis ergänzt: 75 ml/l RIAG Pass 093 Teil 1 : 20 ml/l RIAG Pass 093 Teil 2 : 30 ml/l Essigsäure Abwasserhinweis Die RIAG Pass 093 Passivierung enthält 6-wertige Chromverbindungen, aber keinerlei Komplexbildner. Die Abwässer sind den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend aufzubereiten, bevor sie in die Kanalisation gelangen. Beim Arbeiten mit Passivierungen sind die empfohlenen Arbeitsschutzmassnahmen zu beachten. Gewährleistung Diese Betriebsanleitung beruht auf Labor- und Erfahrungswerten aus der Praxis. Auf eine vorschriftsmässige Anwendung unserer Produkte haben wir jedoch keinen Einfluss. Mit den in dieser Betriebsanleitung aufgeführten technischen Angaben und Daten können wir lediglich beraten, aber keine Haftung übernehmen, da das Arbeiten mit unseren Produkten den örtlichen Verhältnissen angepasst werden muss. Durch technischen Fortschritt bedingte Änderungen behalten wir uns vor. Es gelten unsere Verkaufs- und Lieferbedingungen. Murgstrasse 19a CH- 9545 Wängi Tel. + 41 (0) 52 / 369 70 70 Fax + 41 (0) 52 / 369 70 79 www.ahc-surface.com info.waengi@ahc-surface.com RIAG Pass 093 Seite 3 / 5

Titrimetrische Konzentrationsbestimmung Reagenzien Durchführung Salzsäure konz. Kaliumjodid Natriumthiosulfatlösung 0,1 N Stärkelösung 1 % Man pipettiert 2 ml Passivierung in einen 250 ml Erlenmeyerkolben, füge 100 ml DI-Wasser und 10 ml Salzsäure zu, fügt 1 g Kaliumjodid zu und titriere mit Natriumthiosulfatlösung 0,1 N, bis die Lösung nur noch schwach gelb gefärbt ist. Dann werden 0,5 ml Stärkelösung zugeben und weiter bis zur vollständigen Entfärbung titriert. Berechnung ml/l RIAG Pass 093 Teil 1= Verbrauch in ml x 4.4 Ergänzung RIAG Pass 093 Teil 1 wird auf den Sollbereich von 60 90 ml/l ergänzt. RIAG Pass 093 Seite 4 / 5

Fehlertabelle mögliche Ursachen und deren Behebung Fehler mögliche Ursache Abhilfe Teile sind nicht schwarz (irisierend, grau, braun) RIAG Pass 093 Teil 1 und RIAG Pass 093 Teil 2 Konzentration zu tief RIAG Pass 093 Teil 1 zu tief Tauchzeit zu kurz Temperatur der Passivierung zu tief ph der Aktivierung zu hoch ph der RIAG Pass 093 zu hoch Analysiere RIAG Pass 093 Teil 1 und korrigiere die Konzentration von RIAG Pass 093 Teil 1 / RIAG Pass 093 Teil 2 im korrekten Verhältnis 3 : 1 Füge RIAG Pass 093 Teil 1 in 10 20 ml/l Schritten zu Tauchzeit verlängern Temperatur auf Sollwert anheben ph mit Salpetersäure einstellen ph mit Schwefelsäure einstellen Teile sind nicht oder zuwenig glänzend Temperatur der Passivierung zu hoch Temperatur der 1. Spülung zu hoch Kalkhaltiges Wasser in der 1. Spülung VE-Wasser einsetzen Korrosionsschutz ungenügend Temperatur zu hoch Schicht zu dick Temperatur der 1. Spülung zu hoch Chromatschicht ist schlecht haftend oder weich Konzentration zu hoch Temperatur zu hoch Tauchzeit zu lang ph der RIAG Pass 093 zu tief Verdünnen mit VE-Wasser ph erhöhen mit Natronlauge RIAG Pass 093 Seite 5 / 5