Der Verein Die Anfänge Im März 1994 schloss sich eine kleine Gruppe von interessierten Eltern, Erziehern und Lehrern zusammen, um den Verein Montessori Tuttlingen e.v. zu gründen. Das Ziel des Vereins war und ist es, der Montessori Pädagogik einen festen Platz im pädagogischen Angebot Tuttlingens zu sichern: Mit einem Montessori Kinderhaus etwa, in dem auch behinderte Kinder integriert sind Oder mit Schulklassen, in denen nach der Pädagogik Montessoris gearbeitet wird Maria Montessori hat unsere Aufmerksamkeit auf eine Reihe von grundlegenden Bedingungen und Voraussetzungen gelenkt, die für die gesunde Entwicklung unserer Kinder von grundlegender Bedeutung sind, besonders vor dem Hintergrund der Anforderungen und Erwartungen, wie sie an unsere Kinder in der heutigen Zeit gerichtet werden. Diese Rahmenbedingungen für unsere Kinder zu schaffen, die eine individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes nach seiner Begabung ermöglichen, ist daher die Aufgabe unseres Vereins.
Grundgedanken der Montessori-Pädagogik Die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1879-1952) entwickelte ein Erziehungsmodell, das sich unmittelbar am Kind orientiert und seine Bedürfnisse in den Vordergrund stellt. Hilf mir, es selbst zu tun! so beschreibt Maria Montessori die Erwartung des Kindes an den Erwachsenen. Dieses Selbsttun ist Grundlage ihrer Pädagogik. Maria Montessori erkannte schon früh, dass das Kind nur dann seine Persönlichkeit entwickeln kann, wenn ihm Raum zur Selbsttätigkeit gegeben wird. Die sensiblen Phasen Aufgrund ihrer Beobachtungsgabe, entdeckte sie, dass die Entwicklung von Kindern in Perioden verläuft. Diese nannte sie sensible Phasen - Zeitabschnitte von begrenzter Dauer im Sinne besonderer Empfänglichkeit für bestimmte Dinge und Phänomene. Zu diesen sensiblen Phasen im Leben eines Kindes gehören unter anderem Phase der körperlichen Entwicklung und Koordination des Laufens Phase des Spracherwerbs Phase für den Erwerb der sozialen Kompetenz Phase der Ordnung und Orientierung
Polarisation der Aufmerksamkeit Maßgebend für die Entwicklung Ihrer Methode war auch ein Erlebnis in ihrem ersten Kinderhaus in Rom. Sie beobachtete ein kleines Kind, das in tiefer Konzentration mit einem Gegenstand beschäftigt war und sich auch nicht durch Störungen aus der Ruhe bringen ließ. Diese Konzentration des Kindes, die Maria Montessori nachfolgend an vielen Kindern beobachtete, nennt sie Polarisation der Aufmerksamkeit. Während dieser tiefen Konzentration baut das Kind seine Persönlichkeit auf, es ordnet das Chaos der Welt, in das es hineingeboren ist. Nach einer solchen Konzentration, die dem Kind eine innerliche Befriedigung gibt, wirkt das Kind freundlich und aufgeschlossen. Aufgrund dieses Schlüsselerlebnisses entwickelte Maria Montessori didaktische Materialien, die dem Kind ermöglichen, zu dieser Polarisation der Aufmerksamkeit zu gelangen. Die vorbereitete Umgebung Diese didaktischen Materialien sprechen sehr stark die Sinne an. Das Kind lernt durch das Tun. Es begreift die Dinge der Welt. Hier hat der Erzieher die Aufgabe, dem Kind ein breites Spektrum an Möglichkeiten anzubieten. Die Umgebung in der das Kind sich bewegt, muss dem Kind entsprechend gestaltet sein. Maria Montessori nennt diese Umgebung vorbereitete Umgebung. Sie beinhaltet nicht nur, dass Möbel in entsprechender Größe vorhanden sind, sonder auch das Angebot, das die Kinder zur Selbständigkeit anregt. Hierzu gehört das didaktische Material, Möglichkeiten zu den Übungen des täglichen Lebens (z.b. Wasser gießen, Schöpf-Spiele, Fußboden kehren...), die Sinnesmaterialien, das Sprachmaterial, die Mathematischen Materialien und Materialien zur Biologie, Geographie usw.. Natürlich gehören auch Angebote wie Malen, Schneiden, Werken, Kneten, Rollenspiele in ein Montessori Kinderhaus. Diese vom Erzieher vorbereitete Umgebung hilft dem Kind, zu einer inneren Ordnung zu finden.
Der vorbereitete Erzieher Dem Erzieher kommt dabei eine besondere Stellung zu. Nicht er steht im Vordergrund, sondern das Kind. Der Erzieher gibt dem Kind Hilfe zur Selbsthilfe. Seine Aufgabe besteht darin, das Kind in den Gebrauch der Materialien einzuführen, wenn das Kind von sich aus Interesse zeigt. Er tut das langsam und für das Kind nachvollziehbar in kleinen Schritten. Das heißt zum Beispiel beim Schleifenrahmen (Rahmen zum Erlernen des Schleifenbindens), dass der Erzieher im Zeitlupentempo dem Kind jeden Schritt ohne viele, unnötige Worte zeigt. Maria Montessori nennt dies Analyse der Bewegungen. Der Erzieher muss bei der Begegnung mit den Kindern sehr viel Geduld und innerlich Ruhe und Zurücknahme aufbringen, was sich auf die Kinder überträgt. Sie werden selbst ruhiger und ausgeglichener. Erfolge in vielen Ländern, weltweite Beobachtungen und Erfahrungen bestätigen, dass gerade heute, in einer Zeit, in der die Kinder der Reizüberflutung ausgesetzt sind, der Erziehungsansatz Maria Montessoris wichtige Perspektiven eröffnet.
Der Verein Seine Arbeit und Aktivitäten 1. Seit Juni 1994 kann der Verein Spielgruppen in Räumen anbieten, die uns im Evangelischen Kinder- und Jugenddorf zur Verfügung gestellt wurden. Die Renovierung der Räume und Anschaffung von Montessori-Materialien, hat es ermöglicht, dass in der Zwischenzeit seit Februar 2003 Spielgruppen für Kinder im Alter von 20 Monaten bis 3 Jahren stattfinden. (9.00 Uhr bis 12.00 Uhr). 2. Seit 1996 unterstützt der Verein den städtischen Kindergarten in der Bergstraße durch Geld und Sachspenden. Zuerst konnte mit unserer Hilfe eine Gruppe mit den Montessori Materialien ausgestattet werden. In der Zwischenzeit arbeiten dank unserer Unterstützung alle 3 Gruppen nach dieser Methode. 3. Seit 1998 wird auch der städtische Kindergarten in Nendingen, der städtische Kindergarten Möhringer Vorstadt. In dieser Einrichtung arbeiten alle Gruppen nach der Montessori Pädagogik. 4. In vielen Schulen gibt es interessierte Pädagogen, die ebenfalls unsere Hilfe brauchen. Schon seit einigen Jahren arbeiten mehrere Lehrer an der GHS Nendingen im Grundschulbereich nach den Prinzipien Maria Montessoris. Seit dem Schuljahr 2006/2007 wird die gesamte GHS Nendingen im Rahmen eines 5 Jahre dauernden Projektes in eine Montessori Einrichtung umgebaut. Wir unterstützen diese Arbeit der GHS Nendingen. Das Immanuel-Kant-Gymnasium und das Otto-HahnGymnasium in Tuttlingen arbeiten in der Unterstufe nach der Pädagogik Maria Montessoris und bieten Freiarbeit an. Diese hoffnungsvollen Anfänge werden von unserem Verein mitgetragen. 5. Durch verschiedene Vortragsveranstaltungen pro Jahr versuchen wir die Montessori-Pädagogik einer breiteren Bevölkerungsschicht nahezubringen. 6. Die Teilnahme am Tuttlinger Stadtfest ist auch ein wichtiger Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit.
Unterstützung und Mitgliedschaft Helfen auch Sie mit, für unsere Kinder Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes nach seiner Begabung zu gewährleisten. Werden Sie Mitglied in unserem Verein Mitgliedsbeitrag pro Jahr: 45,00 Helfen Sie durch Ihre tätige Mitarbeit Durch Teilnahme an unseren Vorträgen Durch Mithilfe beim Stadtfest und dem Tuttlinger Weihnachtsmarkt Durch Besuch unserer Spielgruppen Unterstützen Sie unsere Arbeit durch Ihre Spende Der Verein Montessori Tuttlingen e.v. ist nach dem letzten ihm zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamts Tuttlingen, Steuernummer 2110505291, als gemeinnütziger Verein anerkannt und berechtigt, entsprechende Spendenbestätigungen für steuerliche Zwecke auszustellen. Die Mitgliedsbeiträge sind nach 10 b ESTG und 9 Nr. 3 KStG wie Spenden abziehbar. Kontaktadressen: Regina Storz-Irion 78576 Emmingen- Liptingen Montessori Spielgruppe Im Steinigen Tal 10/12 07461 / 900 6285 montetut@gmail.com
Vom Verein unterstützte Einrichtungen Städtischer Kindergarten Bergstraße Bergstraße 60 Städtischer Kindergarten Nendingen Kindergartenweg 2 GHS Nendingen Bräunisbergstr. 12 Otto-Hahn-Gymnasium Mühlenweg 9 Immanuel-Kant-Gymnasium Mühlenweg 15