Entwicklungsdidaktik
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- Claudia Messner
- vor 7 Jahren
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Transkript
1 Entwicklungsdidaktik Inklusionstaugliche didaktische Modelle und Konzepte M. Wilhelm PH-Wien Inclusive Education - It s normal to be different!
2 Entwicklungsdidaktik Orientiert sich an der Entwicklung der einzelnen Schüler/innen Wird von der Lehrkraft als subjektives theoriegeleitetes Konzept entwickelt 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 2
3 Entwicklungsdidaktik ist immer eine subjektive und subjektbezogene Didaktik, der ein wissenschaftliches und lebenstaugliches Konzept von Entwicklung zugrunde liegt. 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 3
4 Entwicklung 1. Menschen unterscheiden sich in ihrer Entwicklung. Manche entwickeln sich schneller, manche langsamer. Jeder folgt seiner eigenen "biologischen Uhr". Innerer Bauplan 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 4
5 Entwicklung 2. Die menschliche Entwicklung verläuft in Phasen, die aufeinander aufbauen. Diese typischen Abläufe geben einen allgemeinen Orientierungsrahmen vor. Sensible Phasen 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 5
6 Entwicklung 3. Der Mensch muss immer "ganzheitlich" gesehen werden: Persönlichkeits-, Sprach-, kognitive, ästhetische, emotionale, soziale und physische Entwicklungsbereiche sind eng miteinander verknüpft. Veränderungen in einem Bereich wirken sich auf die anderen aus. Alle Entwicklungsbereiche sind als gleich wertvoll zu betrachten. Lernen mit Kopf, Herz und Hand 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 6
7 Entwicklung 4. Menschen müssen die Welt mit allen Sinnen erkunden. Sie müssen ihre eigenen Erfahrungen machen können. Nur so können sie mit der Zeit immer kompliziertere Sachverhalte begreifen, sich von Bekanntem zu Unbekanntem wagen. Lernen mit allen Sinnen 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 7
8 Entwicklung 5. Entwicklung wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst wird, z.b. durch das Temperament des Kindes, durch die Qualität der Eltern-Kind- Beziehung, durch das Umfeld, wie Nachbarschaft oder Kultur. Interkulturelles Lernen 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 8
9 Entwicklung 6. Jeder Mensch hat seinen eigenen bevorzugten Lernstil und ganz spezielle Interessen. Methoden-Lernen 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 9
10 Entwicklung 7. Menschen entwickeln sich am besten in einer Umgebung, in der sie sich wohl und geborgen fühlen, wo sie Wertschätzung erfahren und wo ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Adapted Learning 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 10
11 Inklusive Didaktik Inklusive Didaktik ist die bessere Didaktik für alle Schüler/innen! 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 11
12 Inklusive Didaktik entwickeln Inklusion ist kein neues Programm und auch nicht irgendetwas, was man für einen oder mit einem anderen Menschen tut. Sie ist eine tief verwurzelte geistige Anschauung, die es zu leben gilt. 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 12
13 Inklusive Didaktik entwickeln Weltanschauung Menschenbild Allgemeine Didaktik Modelle und Konzepte der Reformpädagogik Subjektives theoriegeleitetes didaktisches Konzept Fachdidaktik 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 13
14 Inklusive Didaktik entwickeln Prinzipielle Fragen: 1. Welches Menschenbild lege ich meinem Handeln zugrunde? 2. Was verstehe ich unter Bildung? 3. Was verstehe ich unter Lernen? 4. Was ist für mich wirksamer Unterricht? 5. Durch welche didaktischen Modelle und Konzepte kann ich diese meine Haltungen und Vorstellungen im Schulalltag umsetzen? 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 14
15 Inklusives Menschenbild 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 15
16 Inklusive Bildung Der Mensch muss als Subjekt gelten. Der Bildungsbegriff darf nicht operationalisiert werden. Bildung kann nicht erzeugt werden nur die Bedingungen ihres Statthabens können verbessert werden. Bildung muss human, demokratisch und basal sein. 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 16
17 Inklusives Lernen 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 17
18 Inklusives Lernen 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 18
19 Inklusiver Unterricht 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 19
20 Inklusive Methoden Harald Riedel März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 20
21 Inklusionstaugliche Modelle Prof. Mag. Dr. und Konzepte Maria Montessori Celéstin Freinet Peter Petersen Helen Parkhurst John Dewey 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 21
22 Chancengerechtigkeit 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 22
23 Georg Feuser Inklusiver Unterricht ist Kooperative Arbeit am gemeinsamen Gegenstand, auf individuellem Niveau. 1. Tätigkeitsstrukturanalyse 2. Sachstrukturanalyse 3. Handlungsstrukturanalyse 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 23
24 Evaluation inklusiven Prof. Mag. Dr. Unterrichts QIK CHECK Qualität in inklusiven Klassen/ Lerngruppen eine Arbeitshilfe zur Selbstevaluation 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 24
25 Qualitätsmerkmale 1 Die/Der Lernende wird als aktives, sich selbst bildendes Subjekt anerkannt, Lernen erfolgt nach dem inneren Entwicklungsplan des Lernenden. Lebensbegleitendes Lernen wird zum Prinzip für Lernende und Lehrende. Lernen wird als ganzheitliches, handlungsorientiertes und lernerorientiertes Lernen in Kooperation verstanden. Die LehrerInnen arbeiten im Team, sind BegleiterIn, BeraterIn, InterpretIn und VermittlerIn zwischen den Lernenden und der Welt. Die professionelle Lernbegleitung erfolgt durch Beobachtung, Beratung, integrierte entwicklungsbegleitende Maßnahmen und Gestaltung von Lernwelten. 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 25
26 Qualitätsmerkmale 2 Lernwelt ist die vorbereitete Umgebung, sind pädagogische Situationen in denen jede(r) Lernende Lernchancen wahrnehmen kann. Die Lernkultur zeichnet sich aus durch eine rhythmisierte, gruppenübergreifende und individualisierte Gestaltung des Lerngeschehens. Die Bildungsgrundformen: Arbeit, Gespräch, Spiel und Feier bieten der multikulturellen, altersheterogenen Lerngemeinschaft Möglichkeiten zur Kooperation. Ausgegangen wird von einem individuellen Leistungsbegriff und dem Ausschöpfen des individuellen Leistungspotenzials. Daher gibt es als Beurteilungsform auch nur die Beschreibung und/oder Dokumentation des individuellen Lernfortschrittes. 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 26
27 Vielen Dank für Ihre Prof. Mag. Dr. Aufmerksamkeit! Der Mensch wird am Du zum Ich. Martin Buber Der Mensch wird zu dem Ich, dessen Du wir ihm sind. Georg Feuser 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 27
28 Literatur 23. März 2010 Inclusive Education - It s normal to be different! 28
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