Mein Rehoiler-Einbaubericht Auch ich habe mir bei Dete einen Rehoiler bestellt. An der Stelle erstmal vielen Dank für die schnelle Lieferung und die kompetente und schnelle Hilfe! Als ich die kleinen Einzelteile, welche auf die Platine gelötet werden müssen in der Hand hatte, war mir erst ein wenig bange. Aber wenn man der Anleitung folgt, geht das recht einfach von der Hand. Das Anlöten der Teile auf die Platine ist also so ziemlich für jeden machbar, der einen kleinen Lötkolben und Lötdraht besitzt. Natürlich wäre es von Vorteil, keine 2 linken Hände zu haben ;). Da ich zum ersten mal auf eine Platine gelötet habe, ging bei mir das ganze relativ langsam von statten. Aber nach etwas mehr als einer Stunde war die Platine dann auch fertig gelötet. So sah das ganze dann aus: Bild 1: Lötpunkte auf der Platine
Bild 2: Bauteile auf der Platine Damit die Platine gut in das mitgelieferte Gehäuse passt, muss entweder ein Loch gebohrt oder ein Teil der Platine entfernt werden. Ich habe mich dafür entschieden, einen Teil der Platine wegzusägen. Dies ist gut im Bild 2 unten links an der Platine zu sehen. Nachdem die Platine in das Gehäuse angepasst wurde, muss man sich Gedanken machen, wohin man das ganze am Motorrad verbaut. Bei mir handelt es sich um eine Suzuki Bandit GSF 600 Kult N. Da ich keine Verkleidung habe, stellte sich mir die Frage, wohin mit dem Regenschalter und der Cockpit-LED? Nach einigem Suchen fand ich eine Mini-Fahrradlampe. Das Gehäuse davon habe ich dann genutzt um Schalter und LED zu verbauen. Das war zwar recht großer Aufwand, weil ich erst eine Aufnahme für beide Teile in das Gehäuse einpassen musste, aber nach einiger Zeit und mit Hilfe einer Drehbank war auch das geschafft:
Bild 3: Schalter und Cockpit-LED im Lampengehäuse
Bild 4: Aufnahme für Schalter und Cockpit-LED Dieses Lampengehäuse wird nun an den Lenker gebaut. Von hier aus muss nur noch das Kabel bis zu der Platine verlegt werden.
Bild 5: Schalter und Cockpit-LED im angebauten Zustand Ich habe alle 4 dünnen Kabel durch einen Schrumpfschlauch verbunden, um sie vor Beschädigungen zu schützen. TIPP: Das Kabel lässt sich super an dem Original-Kabelbaum des Motorads verlegen, weil alle Kabel bis zum Sicherungskasten verlegt sind. Somit kann man das Kabel einfach per Kabelbinder an den Kabelbaum machen und bis zur Platine verlegen. Wenn das erledigt ist, kann man sich um die anderen Sachen wie Pumpe, Öltank und Reedkontakt kümmern. Hier muss als erstes geprüft werden, in welche Richtung die Pumpe arbeitet um sie auch richtig anzuschliessen. Danach sucht man sich einfach einen Platz, wo man die Pumpe und den Öltank verstecken kann. Als geeigneten Platz für die Pumpe habe ich die Befestigung des Bremsflüssigkeitsbehälters für die Hinterradbremse befunden. Hier kann man die Pumpe einfach mit anschrauben.
Bild 6: Pumpe an der Befestigung des Bremsflüssigkeitsbehälters Den Öltank habe ich ganz einfach mit in das Ablagefach unter der Sitzbank eingebaut. Hierzu habe ich eine Stück von dem Rand des Plastikfachs entfernt, dass der Öltank gut hinein passt. Bild 7: Öltank im Ablagefach
Später wird der Öltank noch mit Kabelbinder fest mit dem Ablagefach verbunden. Nun kann man schon die Pumpe mit dem Ölbehälter durch den Schlauch verbinden. Von der Pumpe aus muss man sich nun etwas einfallen lassen, wie man am besten den Ölschlauch an die Schwinge und zum Kettenrad bringt. Ich habe den Schlauch durch die Schwinge gelegt, am Federbein vorbei. Von dort aus dann unter der Schwinge mit Klebepads befestigt. Nun muss man sich um den Ölaustritt am Kettenrad kümmen. Ich habe eine Bohrung direkt an der Schwinge genutzt, ein Blech zurecht geschnitten und gebogen und anschließend ein Rohr angelötet. Bild 8: Ölaustritt am Kettenrad
Bild 9: Ölaustritt in angebautem und angeschlossenem Zustand Jetzt fehlt nur noch der Reed-Kontakt. Bei der Bandit ist ganz hinten unten an der Schwinge eine kleine Bohrung. Hier habe ich den Reedkontakt mittels Klemmung befestigt. Bild 10: Reedkontakt Das Kabel für den Reedkontakt habe ich genauso verlegt, wie die Ölleitung.
Jetzt wird das ganze noch mit der Platine verkabelt. Das Zündungs-Plus (+) kann man bei der Bandit gut direkt am Sicherungskasten abgreifen. Entweder man nimmt das einfarbige Orangene Kabel, wobei hier die Platine nicht gesichert wäre, oder man klemmt das Kabel einfach mit an eines der 3 Kabel, die durch das orangene Kabel versorgt werden und durch Sicherungen gesichert sind. Ich habe mich für die sichere Variante mit Sicherung entschieden. Masse (-) kann man nun bei der Baterie anklemmen. Das gehäuse incl. Platine kann man gut oberhalb des Sicherungskastens befestigen. Ich habe es mittels 2-Seitigem Klebeband festgeklebt. Bild 11: Gehäuse im befestigten Zustand Nun wird der Rehoiler einfach per Dip-Schalter und Anleitung nach den persönlichen Wünschen angepasst. Tipp: Wenn man den Schlauch vom Öltank bis zur Pumpe schon vor benutzen des Rehoilers mit Öl füllt, dauert es nicht so lange, bis das Öl auch an der Kette ankommt.
Zum Schluss kann ich eigentlich nur sagen, dass es mir viel Spaß gemacht hat, das ganze zusammen zu bauen. Die Einstellungsmöglichkeiten dieses Systems sind einfach genial und richtig eingestellt hat man auch sehr lange seine Freude daran. Wer also gerne selber handwerklich an seinem Bike tätig wird und einen guten Öler für einen gnadenlos günstigen Preis sucht, ist mit dem Rehoiler genau richtig! Ich kann es jedenfalls nur empfehlen! Ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht einige Ideen zum Einbau des Rehoilers beitragen und den zukünftigen Interessenten die Entscheidung zum Kauf eines Rehoilers erleichtern.