Vorwort Abkürzungsverzeichnis 1. Teil: Ausgangslage 1 1. Einführung 1 a) «Vertrag und Delikt» als Strukturmodell der Haftungsordnung... 1 b) Fragestellung und Plan der Untersuchung 8 2. Die heutige Bedeutung der haftungsrechtlichen Dichotomie in den nationalen Rechtsordnungen 11 a) Rechtsvergleichung zur Klärung des eigenen Horizontes 11 b) Common Law 14 (1) England 19 aa) Breach of contract 19 bb) Law of torts 22 cc) Tort of negligence 23 (2) USA 27 c) Frankreich 31 aa) Responsabilite delictuelle et contractuelle 32 bb) Principe du non-cumul 33 d) Deutschland, Osterreich und Schweiz 35 (1) BGB 36 aa) Deliktsrecht 36 bb) Vertragshaftung 38 cc) Die Fortbildung der Haftungsordnung im 20. Jahrhunden 40 (2) ABGB 41 (3) Schweizerisches Obligationenrecht 44 e) Ergebnisse 46 2. Teil: Die Entstehung der Haftungsordnung 55 * Methodische Aspekte 1. Die «Enthypnotisierung» von dogmatisierten Strukturen 55 2 - Wirkung und Rezeption 59 a) Historisches Argument und hermeneutisches Bewußtsein 59 V XV 55 Immenhauser, Martin Das Dogma von Vertrag und Delikt 2006 digitalisiert durch: IDS Basel Bern
X Inhaltsverzeichnis b) Hans-Georg Gadamer: Das Prinzip der Wirkungsgeschichte 62 c) Von der Wirkungs-zur Rezeptionsgeschichte 63 d) Eine Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Haftungsordnung 66 3. Rechtsgeschichte und geltendes Recht 69 IL Die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Dichotomie von Vertrag und Delikt 74 1. Die antiken Haftungsordnungen und ihr Kontext 74 a) Römisches Recht: Mythos oder Grundlage der abendländischen Rechtsordnung? 74 b) Die Rhetorik als Grundlage der frühesten Systembildungen 76 (1) Die griechische Rhetorik: Sophisten und Philosophen 76 (2) Die systematische Rhetorik: Aristoteles und Hermagoras 79 (3) Stoiker und Skeptiker 83 (4) Römischer Eklektizismus 85 (5) Sabinianer und Prokulianer 89 (6) Antiker Ausklang und mittelalterliche Renaissance 93 (7) Die Bedeutung der Rhetorik für die Interpretation der römischen Haftungsordnung 95 c) Die Vertragshaftung im römischen Recht 98 d) Die römischen Kodifikationen 102 (1) Die (nicht rezipierte) Geschichtlichkeit des römisches Rechts 102 (2) Römische Gesetzgebungstätigkeit 104 (3) Der Anfang": Die Zwölf Tafeln 108 (4) Die Haftungsordnung der lex Aquilia 112 (5) Gaius: institutiones 120 (6) Justinian: Abschluß und Neubeginn 129 e) Rück- und Ausblick 134 (1) Römisches Recht und römische Rechtsquellen 134 (2) Römisches Recht als «Rechtsquelle» der modernen Hafrungsordnungen 137 2. Die Entstehung der mittelalterlichen Haftungsordnung 143 a) Kontinuität? 143 b) Die Rezeption des römischen Rechts im Mittelalter und ihr Kontext 144 c) Methodische Neuerungen 147 d) Das Schadensersatzrecht am Ende des Mittelalters 152 e) Exkurs: Die Stammesrechte des Spätmittelalters und ihre späte Rezeption 156 3. Die Neuzeit 161
XI a) Der Humanismus: Textkritik und Emanzipation 161 b) Der usus modernus und die allgemeine Vertragslehre 166 c) Die Naturrechtsströmungen und die kartesische Wende 169 d) Die einheitliche Haftungsordnung des aufgeklärten Naturrechts. 173 e) Grotius und Pufendorf 176 f) Die Haftungsordnung am Vorabend der großen Kodifikationen.. 183 4. Die Naturgesetzbücher 186 a) Der Gesetzespositivismus der Aufklärung 186 b) Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten (ALR) 188 c) Code civil 190 d) Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB) 194 5. Die Haftungsordnung am Ende der Naturrechtsepoche 201 6. Die Historische Rechtsschule und die Anfänge der modernen Haftungsordnung 206 a) Das Fehlen einer gesamtdeutschen Kodifikation als Chance für die Rechtswissenschaft 206 b) Am Übergang von der Naturrechtslehre zur Pandektistik 210 (1) Kant: Privatautonomie und Freiheitsethik 210 (2) Der Deutsche Idealismus: Fichte, Schelling und Hegel 216 (3) Göttingen und die Kritik an der Naturrechtslehre 223 c) Savigny: Die «kopernikanische Wende» im Privatrecht 225 (1) Savigny und das philosophisches Umfeld seiner Zeit 225 (2) Savignys Kodifikationsbegriff 232 (3) Die «geschichtliche Rechtswissenschaft» 237 (4) Savignys Geschichtsbild 240 (5) Das System der Historischen Rechtsschule 244 (6) Die Lehre vom «Volksgeist» 248 (7) Savignys Obligationenverständnis und die Folgen für die Schadensersatzordnung 257 d) Eine Zwischenbilanz 268 (1) Umdeutungen durch die Wirkungsgeschichte 268 (2) Versuch einer Interpretation mit der Sehweise Savignys 272 (3) Savigny und die Haftungsordnung von heute 276 7. Die Pandektistik nach Savigny 281 a) Die Begriffsjurisprudenz 281 (1) Puchta: Die productive Rechtswissenschaft 281 (2) Die Kritik an der Begriffsjurisprudenz 283 (3) Die Bedeutung der Begriffsjurisprudenz für die Entwicklung der Haftungsordnung im 19. Jahrhundert 286
XII Inhaltsverzeichnis b) Mommsen: Die Lehre von der Unmöglichkeit 288 (1) Mommsen im Umfeld der Begriffsjurisprudenz 288 (2) Die Lehre von der Unmöglichkeit 290 (3) Der Hintergrund: Die gemeinrechtliche Einstandspflicht 293 (4) Von der Einstandspflicht zur Verschuldenshaftung - ein Paradigmenwechsel 295 (5) Die Unmöglichkeitslehre und die Struktur der Haftungsordnung 299 (6) Die Unmöglichkeitslehre und die Kodifizierung der Haftungsordnung 302 c) Die Spätzeit der Pandektistik und die Anfänge der lnteressenjurisprudenz 306 (1) Jhering: Culpa in contrahendo 306 (2) Brinz: Die Lehre von Schuld und Haftung 313 (3) Gierke: Die soziale Aufgabe des Privatrechts 318 (4) Die Struktur der pandektistische Haftungsordnung am Ende des 19. Jahrhunderts 326 (5) Der Gesetzespositivismus des späten 19. Jahrhunderts 331 8. Die Haftungsordnung der neuen Kodifikationen 334 a) Die Haftungsordnung des BGB 334 (1) Die Entstehung des BGB im Umfeld des späten 19. Jahrhunderts 334 (2) Bernhard Windscheid und die methodischen Grundlagen der BGB-Entwürfe 340 (3) Die Haftung für Schäden aus Vertragsverletzung 343 (4) Das Deliktsrecht 351 (5) Ergebnis 364 b) Das schweizerische Obligationenrecht 368 (1) Historischer Kontext 368 (2) Das Deliktsrecht 373 (3) Die Vertragshaftung 378 (4) Die Revision von 1911 383 (5) Die Rezeption der deutschen Doktrin im 19. und 20. Jahrhundert 388 9. Entwicklungen im 20. Jahrhunden und ihr Einfluß auf die Haftungsordnung 393 a) Gesellschaftliche Kollektivierungstendenzen und der Fall des Willensdogmas 393 b) Typisierung des Verhaltens: Die Verkehrssicherungspflichten 394 c) Philipp Heck: Die Interessenjurisprudenz 398
XIII d) Entwicklungen unter der Herrschaft des «Dritten Reichs» 400 e) Die Wertungsjurisprudenz 404 f) Ausblick 409 3. Teil: Schlußfolgerungen 411 1. Rechtsgeschichte als Kunstprodukt? 411 2. Der Mythos der Kontinuität 418 3. Kodifikation und Diskontinuität 422 4. Savigny als Wendepunkt der Privatrechtsgeschichte der Neuzeit 427 5. Historische Rechtsvergleichung, Rechtsvereinheitlichung und Re-Kodifikation 434 6. Rechtsbegriffe, Rechtssysteme und historische Sedimente 438 7. Wertungsjurisprudenz, Materialisierungstendenzen und Systembildung 440 8. Konsequenzen für die Restrukturierung der Haftungsordnung 442 Bibliographie 452 1. Materialien 452 2. Quellen und Literatur 454 Stichwortverzeichnis 501 Personenverzeichnis 513