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Datenschutz Bericht von Sebastian Dähne Definition Datenschutz allgemein Warum Datenschutz? Begriffsbestimmungen Wie wird der Datenschutz in Deutschalnd geregelt -> Bundesdatenbschutzgesetz Die Rechte des Betroffenen Automatisierte Daten beeinträchtigen mein Persölichkeitsrecht - Was nun (Rechte) Datenschutz an der Schule Quellenangabe Bundesdatenschutzgesetz Definition allgemein : Datenschutz... alle Maßnahmen zur Sicherung gespeicherter personenbezogener Daten vor Mißbrauch durch andere Personen bei der Erfassung, Verarbeitung und Wiedergabe und somit die Sicherstellung, daß kein Mensch dadurch in seinem Persönlichkeitsrecht eingeschränkt wird. Warum Datenschutz? Grundgesetz Artikel 2 Absatz 1: Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. Durch unbegrenzte Weitergabe personenbezogener Daten würde dieses Recht eingeschränkt werden können oder Durch Computer? Möglichkeit der fast unbegrenzten Sammlung und Verwaltung von Daten > es besteht Möglichkeit des Mißbrauchs durch 3., welche z.b. Leute mit den gesammelten Daten erpressen könnten >die Daten müssen geschützt werden, doch muß ein Ausgleich zwischen dem Recht auf Informationen und dem Persönlichkeitsrecht gefunden werden Deutschland : Landesgesetze + Bundesdatenschutzgesetz Begriffsbestimmungen Personenbezogene Daten : Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder

sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person. Eine Datei ist : 1. eine Sammlung personenbezogener Daten, die durch automatisierte Verfahren nach bestimmten Merkmalen ausgewertet werden kann (automatisierte Datei), oder 2. jede sonstige Sammlung personenbezogener Daten, die gleichartig aufgebaut ist und nach bestimmten Merkmalen geordnet, umgeordnet und ausgewertet werden kann (nicht-automatisierte Datei). Nicht hierzu gehören Akten und Aktensammlungen, es sei denn, daß sie durch automatisierte Verfahren umgeordnet und ausgewertet werden können. Wie wird der Datenschutz in Deutschland geregelt? ->Landesgesetze + Bundesdatenschutzgesetz? Bestimmungen Gesetz besagt : nur personenbezogene Daten sind geschützt, allgemein sachbezogene nicht Somit wird sichergestellt, daß keine persönlichen Daten weitergegeben werde dürfen, aber der normale Datentransfer zwischen Firmen gestattet ist Behörden (z.b. Gerichte) dürfen personenbezogene Daten nur erfassen.. wenn es zur rechtmäßigen Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig ist >diese Daten müssen vom Betroffenen erhoben werden, wenn nicht durch Rechtsvorschrift bestimmt die Aufgabe die Anforderung der Daten von einer anderen Stelle erforderlich macht dadurch kein unverhältnismäßger Aufwand nötig ist kein Anhaltspunkt, "daß überwiegende schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt werden." Bei Erhebung der Daten vom Betroffenen : Zweck muß angegeben werden Schriftliche Einwilligung benötigt Bei wissenschaftlicher Forschung : Schiftliche Einwiligung nicht benötigt, wenn dies Forschung beeinträchtigt alle mit Datenverarbeitung / -erfassung Personen haben Geheimhaltungspflicht Die Rechte des Betroffenen (dessen Daten automatisiert wurden) Rechte des Betroffenen ( 5 des Datenschutzgesetztes, Auszug) Der Betroffene hat nach Maßgabe dieses Gesetzes ein Recht auf Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten ( 19) Berichtigung, Löschung und Sperrung der zu seiner Person gespeicherten Daten ( 20) Schadensersatz Anrufung des Landesbeauftragten für den Datenschutz

Auskunft aus dem beim Landesbeauftragten für den Datenschutz geführten Datenschutzregister oder Einsicht in das Register Diese Rechte können nicht durch Rechtsgeschäft ausgeschlossen oder beschränkt werden. > Gerichte können sie nicht außer Kraft setzen Automatisierte Daten beeinträchtigten mein Persönlichkeitsrecht - Was nun? Wenn öffentliche Stelle Fehler in der Verarbeitung von Daten macht u. dem Betroffenen ein Schaden entsteht? öffentl. Stelle ist verpflichtet Schadensersatz zu zahlen ( 7) Max. 52000 DM Entschädigung Wenn mehrere Stellen bei dieser Datenverarbeitung mitwirkten? alle verantwortlich Mitverschulden und Verjähren im Bürgerlichen Gesetzbuch bestimmt Auch nicht - öffentl. Stellen haften (Gerichtsverfahren) Datenschutz an der Schule Regelung : durch landesspezifisches Datenschutzgesetz vorgegeben für sächsische Schulen gilt die Verwaltungsvorschrift des SMK zum Datenschutz an Schulen und Schulaufsichtsbehörden im Freistaat Sachsen vom 15.7.92 veröffentlicht im Amtsblatt des SMK Nr.10/1992 Schule ist öffentl. Stelle und darf zur Ausführung ihrer Aufgabe personenbezogene Daten der Schüler automatisieren und unterliegt allen Bestimmungen des BDSG Beispiele : Der Schule ist es erlaubt Daten über die Schüler, wie Wohnort, Telefonnummer.., zu speichern, da sie diese Daten zur Ausführung ihrer Aufgabe benötigt. (Nachfrage beim Fehlen der Schüler...)> Diese Daten dürfen jedoch nicht weitergegeben werden oder im Unterricht verwendet werden. Die Datenverarbeitungsanlagen, auf denen personenbezogene Daten gespeichert sind, dürfen nicht im Unterricht oder für unterrichtliche Zwecke eingesetzt werden. Auch die Noten der Schüler unterliegen den selben Bestimmungen, da sie persönliche Daten sind. Allerdings liegt es im pädagogischen Ermessen des Lehrers, die persönlichen Noten vor der Klasse bekanntzugeben. Anhang 5 Datengeheimnis Den bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Diese Personen sind, soweit sie bei nicht-öffentlichen

Stellen beschäftigt werden, bei der Aufnahme ihrer Tätigkeit auf das Datengeheimnis zu verpflichten. Das Datengeheimnis besteht auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit fort. 7 Schadensersatz durch öffentliche Stellen (1) Fügt eine öffentliche Stelle dem Betroffenen durch eine nach den Vorschriften dieses Gesetzes oder nach anderen Vorschriften über den Datenschutz unzulässige oder unrichtige automatisierte Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten einen Schaden zu, ist sie dem Betroffenen unabhängig von einem Verschulden zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. (2) Bei einer schweren Verletzung des Persönlichkeitsrechts ist dem Betroffenen der Schaden, der nicht Vermögensschaden ist, angemessen in Geld zu ersetzen. (3) Die Ansprüche nach den Absätzen 1 und 2 sind insgesamt bis zu einem Betrag in Höhe von zweihundertfünfzigtausend Deutsche Mark begrenzt. Ist aufgrund desselben Ereignisses an mehrere Personen Schadensersatz zu leisten, der insgesamt den Höchstbetrag von zweihundertfünfzigtausend Deutsche Mark übersteigt, so verringern sich die einzelnen Schadensersatzleistungen in dem Verhältnis, in dem ihr Gesamtbetrag zu dem Höchstbetrag steht. (4) Sind bei einer Datei mehrere Stellen speicherungsberechtigt und ist der Geschädigte nicht in der Lage, die speichernde Stelle festzustellen, so haftet jede dieser Stellen. (5) Mehrere Ersatzpflichtige haften als Gesamtschuldner. (6) Auf das Mitverschulden des Betroffenen und die Verjährung sind die 254 und 852 des Bürgerlichen Gesetzbuches entsprechend anzuwenden. (7) Vorschriften, nach denen ein Ersatzpflichtiger in weiterem Umfang als nach dieser Vorschrift haftet oder nach denen ein anderer für den Schaden verantwortlich ist, bleiben unberührt. (8) Der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten steht offen. 19 Auskunft an den Betroffenen (1) Dem Betroffenen ist auf Antrag Auskunft zu erteilen über 1. die zu seiner Person gespeicherten Daten, auch soweit sie sich auf Herkunft oder Empfänger dieser Daten beziehen, und 2. den Zweck der Speicherung. In dem Antrag soll die Art der personenbezogenen Daten, über die Auskunft erteilt werden soll, näher bezeichnet werden. Sind die personenbezogenen Daten in Akten gespeichert, wird die Auskunft nur erteilt, soweit der Betroffene Angaben macht, die das Auffinden der Daten ermöglichen, und der für die Erteilung der Auskunft erforderliche Aufwand nicht außer Verhältnis zu dem vom Betroffenen geltend gemachten Informationsinteresse steht. Die speichernde Stelle bestimmt das Verfahren, insbesondere die Form der Auskunftserteilung, nach pflichtgemäßem Ermessen. (2) Absatz 1 gilt nicht für personenbezogene Daten, die nur deshalb gespeichert sind, weil sie aufgrund gesetzlicher, satzungsmäßiger oder vertraglicher Aufbewahrungsvorschriften nicht gelöscht werden dürfen, oder ausschließlich Zwecken der Datensicherung oder der

Datenschutzkontrolle dienen. (3) Bezieht sich die Auskunftserteilung auf die Übermittlung personenbezogener Daten an Verfassungsschutzbehörden, den Bundesnachrichtendienst, den Militärischen Abschirmdienst und, soweit die Sicherheit des Bundes berührt wird, andere Behörden des Bundesministers der Verteidigung, ist sie nur mit Zustimmung dieser Stellen zulässig. (4) Die Auskunftserteilung unterbleibt, soweit 1. die Auskunft die ordnungsgemäße Erfüllung der in der Zuständigkeit der speichernden Stelle liegenden Aufgaben gefährden würde, 2. die Auskunft die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährden oder sonst dem Wohle des Bundes oder eines Landes Nachteile bereiten würde oder 3. die Daten oder die Tatsache ihrer Speicherung nach einer Rechtsvorschrift oder ihrem Wesen nach, insbesondere wegen der überwiegenden berechtigten Interessen eines Dritten, geheimgehalten werden müssen und deswegen das Interesse des Betroffenen an der Auskunftserteilung zurücktreten muß. (5) Die Ablehnung der Auskunftserteilung bedarf einer Begründung nicht, soweit durch die Mitteilung der tatsächlichen und rechtlichen Gründe, auf die die Entscheidung gestützt wird, der mit der Auskunftsverweigerung verfolgte Zweck gefährdet würde. In diesem Falle ist der Betroffene darauf hinzuweisen, daß er sich an den Bundesbeauftragten für den Datenschutz wenden kann. (6) Wird dem Betroffenen keine Auskunft erteilt, so ist sie auf sein Verlangen dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz zu erteilen, soweit nicht die jeweils zuständige oberste Bundesbehörde im Einzelfall feststellt, daß dadurch die Sicherheit des Bundes oder eines Landes gefährdet würde. Die Mitteilung des Bundesbeauftragten an den Betroffenen darf keine Rückschlüsse auf den Erkenntnisstand der speichernden Stelle zulassen, sofern diese nicht einer weitergehenden Auskunft zustimmt. (7) Die Auskunft ist unentgeltlich. 20 Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten (1) personenbezogene Daten sind zu berichtigen, wenn sie unrichtig sind. Wird festgestellt, daß personenbezogene Daten in Akten unrichtig sind, oder wird ihre Richtigkeit von dem Betroffenen bestritten, so ist dies in der Akte zu vermerken oder auf sonstige Weise festzuhalten. (2) personenbezogene Daten in Dateien sind zu löschen, wenn 1. ihre Speicherung unzulässig ist oder 2. ihre Kenntnis für die speichernde Stelle zur Erfüllung der in ihrer Zuständigkeit liegenden Aufgaben nicht mehr erforderlich ist. (3) An die Stelle einer Löschung tritt eine Sperrung, soweit 1. einer Löschung gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche Aufbewahrungsfristen entgegenstehen, 2. Grund zu der Annahme besteht, daß durch eine Löschung schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt würden, oder 3. eine Löschung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist.

(4) personenbezogene Daten in Dateien sind ferner zu sperren, soweit ihre Richtigkeit vom Betroffenen bestritten wird und sich weder die Richtigkeit noch die Unrichtigkeit feststellen läßt. (5) personenbezogene Daten in Akten sind zu sperren, wenn die Behörde im Einzelfall feststellt, daß ohne die Sperrung schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt würden und die Daten für die Aufgabenerfüllung der Behörde nicht mehr erforderlich sind. (6) Gesperrte Daten dürfen ohne Einwilligung des Betroffenen nur übermittelt oder genutzt werden, wenn 1. es zu wissenschaftlichen Zwecken, zur Behebung einer bestehenden Beweisnot oder aus sonstigen im überwiegenden Interesse der speichernden Stelle oder eines Dritten liegenden Gründen unerläßlich ist und 2. die Daten hierfür übermittelt oder genutzt werden dürften, wenn sie nicht gesperrt wären. (7) Von der Berichtigung unrichtiger Daten, der Sperrung bestrittener Daten sowie der Löschung oder Sperrung wegen Unzulässigkeit der Speicherung sind die Stellen zu verständigen, denen im Rahmen einer regelmäßigen Datenübermittlung diese Daten zur Speicherung weitergegeben werden, wenn dies zur Wahrung schutzwürdiger Interessen des Betroffenen erforderlich ist. (8) 2 Abs. 1 bis 6, 8 und 9 des Bundesarchivgesetzes ist anzuwenden. Quellen Bundesdatenschutzgesetz (HTML) Landesdatenschutzgesetz Baden-Würtemberg Grundgesetz Microsoft Encarta 97