Fachcurriculum Katholische Religion Klassen 7 und 8 Ab Schuljahr 2006/07 Religion 7/8 Seite 1
1. Meine Stärken und Schwächen Leben lernen in Freiheit und Verantwortung Jeder hat Stärken und Schwächen können an einem biblischen Text oder an einem Themenbereich 1 Persönlichkeitsentwicklung (Freundschaft, erste Liebe) und Gewissensbildung Autorität (Eltern, Rechtsstaat, Gott) Entstehung von Aggression Wege zu gewaltfreier Konfliktlösung (Entdecken der Notwendigkeit von Regeln und Normen) Lebenslauf darlegen, dass Glaube Konsequenzen für die Lebensgestaltung hat können an einem Beispiel die Bedeutung des Gewissens erläutern erkennen, dass Menschen beim Erwachsenwerden einen Spielraum der Freiheit gewinnen, den sie verantwortlich nutzen sollen wissen, dass der Mensch in Verantwortung vor Gott Vorbilder, die mich prägen Vorbilder im Glauben (A) Fallbeispiele Konfliktbewältigung: Ich-Botschaften nicht alles selbst leisten muss 2. Prophetische Menschen Prophetische Menschen heute kennen Merkmale der biblischen Sprachform: Themenbereich 2 Prophet werden ein Prozess Amos oder ein anderer Schriftprophet prophetische Rede an einem Beispiel deutlich machen, inwiefern prophetische Menschen für ein humanes und gerechtes Zusammenleben in der Gesellschaft unentbehrlich sind erklären, inwiefern Jesus als prophetischer Mensch bezeichnet werden kann Vorbilder im Glauben Biografien/Lebenswege erfahren (B) Prophetinnen in Israel Religion 7/8 Seite 2
Themenbereich 3 3. Sehnsucht nach der Vollendung der Welt und Jesu Botschaft vom beginnenden Reich Gottes Jesus knüpft an Hoffnungsbildern seines an zwei Evangelientexten erläutern, wie mit dem Volkes an Handeln und Verkündigen Jesu das Reich Gottes angebrochen ist Gleichnisse und Taten Jesu Bilder einer das besondere Gottesbild in den Gleichnissen Jesu besseren Welt herausarbeiten können Ausdruckskraft und den Bedeutungsüberschuss bildhafter biblischer Sprache zum Beispiel an Gleichnissen Jesu verdeutlichen kennen Merkmale folgender biblischer Sprachformen: Gleichnis, Wundererzählung Mitarbeit von Menschen am Reich Gottes an einem Beispiel aufzeigen, dass die Hoffnung auf Vollendung als Werk Gottes die Vollendung der Welt grundlegend zur jüdischchristlichen Bilder einer besseren Welt heute Tradition gehört an einem Beispiel aufzeigen, wie Menschen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren, am Wachsen des Reiches Gottes mitarbeiten Gleichnis vom Sämann (Lk 8,4-8) Gleichnis vom Festmahl (Lk 14,16-24) Vorbilder im Glauben Biografien/Lebenswege erfahren (C) in einem der 3 Themenbereiche A, B oder C schwerpunktmäßig Vorbilder im Glauben (eine Biografien/einen Lebensweg) vertiefen Religion 7/8 Seite 3
4. Kirchengeschichte: Mittelalter und Reformation Kirche als Lebensraum im Mittelalter können an Zeugnissen des Mittelalters (Texte, Bilder, Bauwerke) exemplarisch das religiöse Themenbereich 4 Reformation: Ursachen, Anliegen, Folgen Schritte aufeinander zugehen - Ökumene Selbstverständnis und Lebensgefühl erläutern kennen einige geschichtliche und theologische Ursachen der Kirchenspaltung im 16. Jahrhundert kennen die Grundbedeutung des Wortes Ökumene und können deren Anliegen an einem Beispiel erläutern Zusammenarbeit mit dem Fach Geschichte können an Beispielen die kulturelle Leistung der Kirche aufzeigen 5. Islam Muslime in Deutschland, Nebeneinander und exemplarisch aufzeigen, in welchem ;Maße Miteinander der Kulturen Gesellschaften durch Religionen wie das Mohammed, der Koran, Ausbreitung des Christentum oder den Islam geprägt sind Islam können die Bedeutung Mohammeds für die Themenbereich 5 Gottesvorstellung und Ethik Lebensordnung Islam Muslime in Ansätzen erläutern (Siegel der Propheten, Weitergabe des Koran) und mit der Bedeutung vergleichen, die Jesus Christus für die Christen hat kennen Gründe für das Entstehen von Vorurteilen gegenüber Muslimen und können sich mit einigen gängigen Vorurteilen kritisch auseinander setzen sind in Ansätzen befähigt zu einem Gesprächsaustausch mit Menschen islamischen Glaubens Religion 7/8 Seite 4
Ziele und Aufgaben des katholischen Religionsunterrichts: Der katholische Religionsunterricht erschließt die religiöse Dimension des Menschseins. Das bedeutet unter anderem: Er macht SchülerInnen mit ihrer eigenen Religion und Konfession vertraut, begleitet junge Menschen auf der Suche nach dem eigenen Lebenssinn und unterstützt sie ihre Identität zu finden [Themenbereiche 1 und 2]; Er thematisiert Religion als prägenden Bestandteil unserer Gesellschaft und Geschichte [Themenbereiche 3 und 4]; Er trägt dazu bei anderen Religionen und Kulturen achtsam zu begegnen, und verhilft zu einem ethisch verantwortungsvollen Handeln [Themenbereich 5]. (Bildungsplan 2004, Allgemein bildendes Gymnasium, Baden-Württemberg, S. 38.) Ein Schwerpunktziel ist außerdem der Erwerb religiöser Kompetenz. Die SchülerInnen werden in folgenden Bereichen gefördert: Fachkompetenz, personale Kompetenz, soziale Kompetenz, Methodenkompetenz. (vgl. Bildungsplan 2004, Allgemein bildendes Gymnasium, Baden-Württemberg, S. 38f.) Religion 7/8 Seite 5