umweltmanagementinformationssysteme

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1. Vervollständigen Sie bitte das Diagramm. 2. Ergänzen Sie bitte.

Transkript:

umweltmanagementinformationssysteme Übung 07 Sommersemester 2013 Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik Managementinformationssysteme Folie 1

Agenda Fragen zur Vorlesung Wiederholung der Vorlesung Einführung in Umberto Szenario Folie 2

Fragen zur Vorlesung Habt ihr Fragen zur Vorlesung? Folie 3

Wiederholung der Vorlesung Wie sieht in der Sachbilanz die Analogie zur Kostenrechnung aus? Wie sieht ein Öko-Kontenrahmen aus? Wie funktioniert die Wirkungsabschätzung? Folie 4

Umberto - Elemente Elemente Darstellung Transitionen Stellen Verbindung Input-Stellen Output-Stellen Storage-Stellen Connection-Stellen T1 P1 P1 P1 P1 Folie 5

Umberto - Beispiel Wie würde nun laut der Regeln die einfachste Ausprägung eines Stoffstromnetzes aussehen? Folie 6

Umberto - Beispiel Tee (Quelle: Umberto ) Folie 7

Umberto - Berechnungen Ziel: Bestimmung von unbekannten Materialströmen mithilfe von bekannten Materialströmen und den Spezifikationen A1 A2 Unter welchen Bedingungen ist die Berechnung dieses Stoffstromnetzes möglich? Folie 8

Kurze Einführung in Umberto Folie 9

Kurze Einführung in Umberto II zu Beginn: Anlegen eines neuen Projektes FIN-Chairs Anlegen eines Scenarios Standard-Stuhl Folie 10

Kurze Einführung in Umberto III Materialien anlegen Elemente im Scenario einbringen (Anlegen von Stellen und Transitionen) setzen verschiedener Attribute (Festlegung von Input- und Outputstellen, Zuweisung der Materialien) Folie 11

Kurze Einführung in Umberto IV Ermittlung von Stoffströmen Zunächst müssen die Transitionen und die Verknüpfungsfeile mit Informationen hinterlegt werden. Dazu reicht es aus, wenn die Mengen in der jeweiligen Transition und dem ausgehendem Pfeil (das gewünschte Ziel) definiert wurden. Folie 12

Szenario Eine aufstrebende Möbelfirma möchte Stühle für Bildungseinrichtungen (Schulstühle) herstellen, welche gepolstert sein sollen. Um perfekte Qualität liefern zu können, möchte der Produzent so viele Bestandteile wie möglich selbst erzeugen. http://www.sponeta.de/cms/upload/schul/stuehle/aus_stahl/nick.jpg Folie 13

Aufgabenstellung Modellieren Sie die Stoffstörme der Möbelfirma unistuhl am Beispiel der Produktion eines Stuhls. Kennzeichnen Sie dabei die verschiedenen Produktionsbereiche. Folie 14

Beschreibung der Arbeitsabläufe Die Möbelfirma FIN-Chairs hat sich überlegt die Produktion eines Stuhls zu beginnen. Als ersten Schritt hat sie sich verschiedene Bestandteile des Stuhls überlegt und in einzelne Prozessbereiche (bei der Modellierung grafisch getrennt) unterteilt. Diese werden zum Schluss beim Zusammenbau des Stuhls zusammengeführt. Der erste Bereich ist die Anfertigung eines schwarz lackierten Stahlrahmens, auf dem der Stuhl stehen soll. Dabei wird ein 7m Stahlrohr zunächst in 7 Stahlrohrstücken zugeschnitten (es werden 7 Schnitte benötigt). Dies wird mit Hilfe einer elektrischen Säge gemacht, welche pro Schnitt 7200kJ Energie benötigt. Anschließend werden die Stücke zu einem Rahmen verschweißt. Dafür wird Energie in der Menge von 5000kJ, sowie 10l Schutzgas benötigt. Bei diesem Prozess entsteht CO2 als Abgas in einem Umfang von 0,5Kg. Im Anschluss wird der Rahmen noch mit 2 Liter schwarzer Farbe lackiert. Folie 15

Beschreibung der Arbeitsabläufe Der zweite Bereich beschäftigt sich mit der Herstellung der Lehne und der Sitzfläche des Stuhls, die aus Holz bestehen soll. Dabei wird zunächst Holz (3m^2)verwendet, welches zurecht gesägt werden muss. Dazu wird ebenfalls eine Säge verwendet, die aber einen Energieverbrauch von 18000kJ für die zwei benötigten Bretter hat. Während dieses Prozesses fallen Holzreste in Höhe von 1Kg und 100g Sägemehl an. Im nächsten Schritt werden die Holzbretter verleimt, wofür 100g Holzleim benötigt wird. Außerdem wird in diesem Prozessschritt eine Holzlasur aufgetragen (1 Liter). Ergebnisse dieses Prozesses ist ein Holzstuhlrohling. Für die Montage des Stuhls werden Schrauben benötigt, die die Firma unistuhl ebenfalls in einem weiteren Bereich selbst herstellt. Als Ausgangsmaterial nutzt sie dazu einen Stahlstab mit der Länge 1m. Aus diesem Stab werden mit 8 Schnitten 8 Stahlstifte mithilfe einer Säge erzeugt. Die Säge verbraucht wie die Säge im ersten Bereich eine Energie von 7200kJ pro Schnitt. Folie 16

Beschreibung der Arbeitsabläufe In die gefertigten Stahlstifte muss nun ein Gewinde gefräst werden. Dazu wird eine Energie von 3600kJ pro Stift benötigt. Es fallen bei dieser Prozedur Stahlreste in Höhe von 500g an. Ist der Fräsvorgang abgeschlossen, sollen 8 Schrauben pro Stuhl fertiggestellt sein. Im vierten Bereich stellt die Firma die Sitzpolster her. Dazu nutzen die Mitarbeiter 5Kg PE-Granulat und 5l Treibmittel. Damit der benötigte Schaumstoff entsteht muss das PE-Granulat erhitzt werden und ihm Treibmittel beigemischt werden (Transition Schaumstoffgenerierung). Für das Erhitzen wird eine Energie von 36000kJ benötigt. Ergebnis ist ein geformter Schaumstoff. Dieser Schaumstoff wird nun noch mit einem blauen Stoff (2m^2) bespannt, und ergibt somit das Sitzpolster. Folie 17

Beschreibung der Arbeitsabläufe Der letzte Bereich ist die Fertigung der Kunststoffteile, die für die Füße des Stuhls benötigt werden. Dazu wird 2Kg PE-Granulat erhitzt und geformt. Es wird dafür die selbe Energiemenge benötigt wie bei der Schaumstoff- Herstellung. Zur endgültigen Herstellung des Stuhls müssen die einzelnen Zwischenprodukte kombiniert werden. Für diesen Prozessschritt wird Energie in Höhe von 3600kJ für die elektrischen Schrauber benötigt. Folie 18

Quellen Möller, A.; Rolf, A. (1995), Methodische Ansätze zur Erstellung von Stoffstromanalysen unter besonderer Berücksichtigung von Petri-Netzen. in: Schmidt, M./Schorb, A. (Hrsg.), Stoffstromanalysen in Ökobilanzen und Öko- Audits. Berlin Heidelberg, 33-58. Umberto -Tool Umberto -Handbuch Internet: www.umberto.de Folie 19