Strukturierte Anlageprodukte

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1 Börsen-Zeitung Nr. 75 B1 Strukturierte Anlageprodukte Vermessung der Welt der strukturierten Produkte Globale Trends sind mehr Transparenz, zentrale Abwicklung und Rückgewinnung des Anlegervertrauens Außerbörslicher Handel legt zu Wir haben überlebt: Der 21. Dezember 2012 war nicht das Ende der Welt, auch wenn manch einer das aus dem Maya-Kalender herauslesen wollte. Dennoch: Die Welt ist im Wandel, besonders die Welt der strukturierten Produkte. Im Zeichen von Krise, mehr Regulierung, Misstrauen und Kostendruck lassen sich drei globale Trends ausmachen: mehr Transparenz, zentrale Abwicklung und Rückgewinnung des Anlegervertrauens. Die einzelnen Märkte gehen dabei unterschiedlich vor: Vom kaputt regulierten Handel in Korea und einem streng überwachten Produkte- und Komplexitätswachstum in Hongkong bis hin zum größtenteils außerbörslichen und somit nichtregulierten Handel und einer wahren Produktflut in Deutschland. Konsolidierung fällt aus Im Ost-West-Vergleich lässt sich in Europa eine fortschreitende Fragmentierung beobachten, während in Asien eher das Gegenteil stattfindet. Gemeinsam ist den Märkten hingegen, dass die von vielen erwartete Konsolidierung unter den Marktteilnehmern bisher nicht stattgefunden hat mit Ausnahme des koreanischen Marktes. Der Trend hin zu Maßschneiderung und Besicherung scheint global neue Kundenpoten- Market Makern untersagt, engere Geld-Brief-Spannen als 15 % zu stellen. Privatanleger sollten mit Privatanlegern handeln, das war das erklärte Ziel. Doch bei strukturierten Produkten werden Anlegerorders auch börslich meist gegen einen Emittenten ausgeführt, deshalb kam es fast über Nacht zum Kollaps des zweitchristian Reuss größten Marktes der Welt. Anleger wichen auf alternative Produkte oder alternative Märkte aus, z. B. Hongkong. Hongkong blieb auch 2012 die weltweit umsatzstärkste Börse. Der CEO Scoach Regulator hielt sich bei Europa AG der Neuzulassung von Produkten zurück, griff ziale zu öffnen und somit neue Emit- aber nicht in den Handel ein. Und tenten anzulocken. Der Zugang ist während in Europa noch viele Anleallerdings auf die Anbieter mit der ger an der Seitenlinie warten, sind besten Technologie beschränkt, die sie in Hongkong um die Jahresanderen werden das Nachsehen ha- wende schon wieder voll eingestiegen. Umso erfreulicher, dass mit der ben. Für weltweites Aufsehen sorgte technischen Anbindung der ersten im Frühjahr 2012 der Regulator in Marktteilnehmer aus Hongkong an Korea: Um den Markt für Equity-Lin- Scoach Europa die erste interkontiked Warrants zu beruhigen, wurde nentale Brücke für strukturierte Pro- Smart Beta ist die Antwort auf gestiegene Ansprüche von Investoren Tuning für Indexprodukte Anlagewünschen stärker entgegenkommen wäre das Ende der Fahnenstange erreicht. Auch bei bekannten Indizes wie S & P 500, Euro Stoxx 50 oder Dax könnte irgendwann der Appetit der Investoren erschöpft sein, darauf basierende Produkte einzukaufen. Dieser Punkt mag irgendwann erreicht sein, aber der Markt hat sich längst bedeutend entreinhard Bellet wickelt. Die größten Wachstumschancen sehen wir neben den klassischen Leiter Indizes auch bei passipassive Vermögensven Produkten, die Indiverwaltung, Deutsche zes mit zusätzlichen Asset & Wealth oder abweichenden ReManagement, geln abbilden als bisher Deutsche Bank gewohnt. Solche neuen Indexvarianten gewichten zum Beispiel die den würde. Allein das Volumen der Indexmitglieder nach alternativen börsengehandelten Indexfonds (so- Kriterien oder kombinieren den Ingenannte Exchange Traded Funds dex mit einer Währungsabsicheoder kurz ETF) beträgt mittlerweile rung. Das Ziel ist, die Anlagewünmehr als 1,8 Bill. Dollar, hat das Re- sche von Investoren noch besser zu searchhaus ETFGI im Februar 2013 erfüllen. Solche Indizes werden häufig als Smart-Beta oder Beta-Plus begemeldet. Aber das Angebot von passiven zeichnet, was zu Deutsch in etwa Produkten ist noch weit größer. Zählt eine bessere Marktabbildung beman weitere Anlageprodukte hinzu, deutet. In einer Zeit mit vielfältigen bei denen kein aktives Management Herausforderungen an den Kapitalinvolviert ist und die regelbasiert vor- märkten schauen Investoren viel gehen, wie Zertifikate, Options- stärker als früher auf mögliche Risischeine, regelbasierte Investment- ken oder Schwächen traditioneller fonds und passive Mandate, dann be- Anlagekonzepte. Darauf mit Smart trägt das verwaltete Volumen sogar Beta zu antworten, darin sehen wir mehr als 8 Bill. Dollar. An manchen einen der wichtigsten WachstumsStellen wird nun Kritik laut, damit trends im Asset Management. Noch vor wenigen Jahren hätte es kaum jemand für möglich gehalten, dass der weltweite Markt für passive, indexorientierte Produkte ein Multi-Billionen-Dollar-Markt wer- AUS DEM INHALT Vermessung der Welt der strukturierten Produkte Christian Reuss Smart Beta ist die Antwort auf gestiegene Ansprüche von Investoren Reinhard Bellet B1 Credit Linked Notes werden attraktiver Philipp Löhrhoff B4 B1 Indizes können mehr als die reine Marktabbildung Konrad Sippel B5 B2 Express-Zertifikate werden oft verkannt Peter Bösenberg B6 B2 Unternehmen müssen Anleger überzeugen Fabian Blumer B6 Börse bildet Oliver Hans Investoren Orientierung bieten Matthias Kinttof Chance für die Aktienkultur Frank Haak und Frank Schneider Wenn Anlegerschutz zum Renditeschutz wird Heiko Weyand Gold glänzt nicht allein B3 Bernhard Wenger B4 Mit Hebel von Trendphasen profitieren Anouch Alexander Wilhelms B 8 B7 Worum geht es bei Smart Beta genau? Grundsätzlich ist die Idee, bekannte Konzepte weiterzuentwickeln und anschließend die neuen Varianten im Paket anzubieten, nicht neu. Um es anschaulich zu machen, könnte man auf eine ähnliche Entwicklung in der Automobilindustrie schauen. Früher war es bei Autobegeisterten üblich, sich ein neues Auto zu kaufen und es zu einem Spezialausstatter, umgangssprachlich Tuner genannt, zu bringen. Dort wurden die neuen Sitze wieder rausgerissen, um die gewünschte individuelle Ausstattung einzubauen. Seit einiger Zeit haben die Autohersteller diesen Markt für sich entdeckt, nun kann man individuell ausgestattete Autos direkt ab Fabrik kaufen. Zusatzfunktion eingebaut Auf die Finanzbranche übertragen bedeutet die Einführung von SmartBeta-Indizes eine ähnliche Entwicklung. Heute können wir Anlageprodukte anbieten, die eine zusätzliche Funktion erfüllen, die früher erst nachträglich eingebaut werden musste. Nehmen wir an, ein Investor hat ein Anlageprodukt im Depot, das in den vergangenen Monaten eine starke Wertentwicklung gezeigt hat, die zu einem großen Teil auf eine Währungsaufwertung zurückzuführen war. Dies ist zum Beispiel beim brasilianischen Aktienmarkt der Fall. Wenn der Investor Zweifel hat, ob dieser Währungstrend anhält, könnte er so eine bisher weit verbreitete Lösung einen nachträglichen Schutz vor Währungsunterschieden, ein Currency Overlay, vornehmen. Diese Vorgehensweise wurde vor allem von Investoren mit sehr großen Portfolien genutzt. Der neue Weg Smart Beta dagegen würde darin bestehen, in ein passives Anlageprodukt umzuschichten, das eine gegen Währungsrisiken weitestgehend geschützte Variante eines brasilianischen Aktienindex abbildet. Der Vorteil: Der Investor hat nur ein einziges Anlageprodukt für diesen Zweck im Depot und muss sich nicht um die Abstimmung zwischen Overlay und Basisinvestment kümmern. Auch die Gewichtungen vieler Indizes werden von vielen Investoren immer stärker kritisiert. In der Tat haben sich viele Indizes weltweit durchgesetzt, die dahinterstehenden Regeln sind dagegen für manfortsetzung Seite B 3 dukte fertiggestellt worden ist. Somit sind der umsatzstärkste und der produktreichste Markt miteinander verbunden. Aufgrund der Zeitverschiebung können qualifizierte Anleger in Hongkong fast rund um die Uhr in einem regulierten Umfeld handeln. In Japan dagegen gibt es das sagen die Marktteilnehmer den derzeit am stärksten wachsenden OTCMarkt für Anlagezertifikate weltweit. Haupttreiber sind die massiven Sparguthaben auf japanischen Konten und die seit Jahrzehnten sehr niedrigen Zinsen. Beides zwingt Anleger auf die Suche nach rentablen Alternativen. Noch ist diese Entwicklung allerdings auf das Private Banking und den außerbörslichen Handel beschränkt. Börslicher Handel könnte hier einen breiteren Markt erschließen. In Europa sind die Umsätze massiv eingebrochen. Um das Anlegervertrauen zurückzugewinnen, startet die Nyse Euronext einen Börsendienst für Privatanleger: Die sogenannte Retail Matching Facility. Ob das die richtige Antwort auf die Vertrauenskrise ist, wird sich zeigen. Emittenten jedenfalls wollen aus Kostengründen den außerbörslichen Handel weiter vorantreiben oder nach einer kostengünstigeren börslichen Alternative Ausschau halten. Auf diese Bedrohung reagierend, führte die länderübergreifende Nyse Euronext, die 2012 die Börse mit den europaweiten meisten Abschlüs- sen in strukturierten Produkten blieb, im ersten Quartal 2013 ein neues Preismodell ein. Die Schweiz dagegen bleibt in den Bereichen Maßschneiderung und Besicherung weltweit führend. Das ausstehende Volumen ist mit 176 Mrd. sfr (Stand November 2012) sehr beachtlich vor allem, wenn man bedenkt, dass Floored Floaters ausgenommen sind und die zur Gewinnung dieser Zahl einbezogenen Banken seit 2005 von 122 auf 77 gesunken ist. Im Handel strebte der Markt in Richtung Fragmentierung und außerbörslicher Handel. Auslöser ist der immense Kostendruck, dem sich Emittenten gegenübersehen. Damit geht eine Abkehr von der Transparenz einher, und es entstehenden unterschiedliche Interessenlagen innerhalb der Branche das alles im Zeichen veränderter Regulierungen. Im Jahr 2013 stehen die ersten Entwürfe für das neue Finanzdienstleistungs- und das neue Finanzinfrastrukturgesetz an. Produktflut unausweichlich Es besteht die Gefahr, dass ein rein kostenorientierter Wettbewerb die Qualität eines Börsenstempels, und damit die Glaubwürdigkeit der Produkte reduziert. Zudem könnte die Entwicklung zu einem unkontrollierbaren Produktwachstum führen, wie wir es in Deutschland beobachten: Der Zusammenhang zwischen dem Marktanteil bei den ausstehenden Produkten und dem umsatzbezogenen Marktanteil zwingt die Emittenten förmlich, immer neue Produkte auf den Markt zu bringen. Der mit einer Fragmentierung einhergehende Wegfall von Markteintrittsbarrieren könnte die Listingaktivität in der Schweiz zudem noch weiter befeuern. Allerdings gehen die jüngsten Entwicklungen im Schweizer Markt wieder in eine andere Richtung, und man darf gespannt sein, wo sich die Marktstruktur letztlich einpendeln wird. Produktflut und eine außerbörsliche Dominanz im Privatanlegerhandel in Hebelprodukten sind in Deutschland bereits heute Realität. Es gibt keinen einheitlichen Marktreport und keine Mistrade-Statistik. Vermutlich weiß selbst der Regulator nicht, wie viel tatsächlich in strukturierten Produkten mit Privatanlegern umgesetzt wird. Gesetzlich noch alles möglich Der regulatorische Schwerpunkt liegt derzeit auch eher auf der Produktdokumentation. Nach der nationalen Einführung von Produktinformationsblättern werden künftig wohl Zigtausende Seiten an zusätzlicher Dokumentation für die angebotenen Produkte erstellt. Dies könnte zu einer Standardisierung der Auszahlungsstrukturen führen, dürfte jedoch aufgrund der Automatisierung Fortsetzung Seite B 2

2 B 2 Börsen-Zeitung Nr. 75 Börse bildet Nur gut informierte Anleger treffen passende Investitionsentscheidungen Basiswissen erschreckend gering Risiken ausgewogen beschreiben Wissen der beste Anlegerschutz ist, sondern auch eine Konsequenz für unser Handeln: Es gilt, das Wissen der Privatanleger so zu stärken, dass sich die Anlagekultur in Deutschland breiter entfalten kann. Denn es nützt niemandem, wenn Anleger nicht wissen, was strukturierte Produkte sind, oder glauben, diese FinanzOliver Hans produkte seien verantwortlich für die Finanzmarktkrise. Private Investoren müssen in der Lage sein, sich das umfangreiche Geschäftsführer Spektrum an Wertpapieder Baden-Württemren zunutze zu machen bergischen Wertund Renditen oberhalb papierbörse der Inflationsrate zu erzielen. Schließlich stevon der Finanzbranche beauftragt hen wir alle heute mehr denn je vor ermitteln regelmäßig, wie es um die der Aufgabe, Vermögen aufzubauen Finanzkompetenz der Deutschen be- und für den Erhalt unseres Lebensstellt ist. Erst kürzlich brachte eine standards im Alter vorzusorgen. Aufaktuelle Studie unter Federführung grund der demografischen Entwickdes Berliner Psychologen Gerd Gige- lung der deutschen Bevölkerung renzer vom Max-Planck-Institut für kann das staatliche Rentensystem Bildungsforschung die gewonnenen diese Aufgabe langfristig nicht mehr Erkenntnisse unmissverständlich auf erfüllen. Auch wenn das vielen Menden Punkt: Das wirtschaftliche Basis- schen klar sein dürfte, schrecken sie wissen als Fundament für vernünf- doch häufig davor zurück, zusätzlitige Anlageentscheidungen ist er- che eigene Finanzinvestitionen zu täschreckend gering. Das gilt nicht nur tigen. Dabei gilt mehr denn je: Nur mit Blick auf Börsen und Wertpa- wer regelmäßig Geld anlegt und Risipiere, sondern für sämtliche Wirt- ken wie auch Renditechancen richschaftsbereiche. So konnten die tig beurteilen kann, hat gute Perspekmeisten Studienteilnehmer die Be- tiven, Vermögen und Vorsorge auf deutung von Zinsen nicht richtig ein- ein stabiles Fundament zu stellen. schätzen: Sie haben zum Beispiel nicht erkannt, dass ein jährlich mit Vorteile erkennen und nutzen 12 % verzinster Kredit über Euro bei monatlichen RatenzahlunInsbesondere für den Umgang mit gen in Höhe von 30 Euro niemals ab- strukturierten Produkten ist ein gebezahlt werden kann. wisses Maß an wirtschaftlicher Kompetenz wichtig. Dabei verringert eine solide Wissensbasis auch möglikeine Lust auf Wirtschaft che Berührungsängste gegenüber dewas noch viel schlimmer ist: Die rivativen Anlageprodukten, die Resultate zeigen die abnehmende Be- durch die Erfahrungen mit Lehmanreitschaft, sich überhaupt mit wirt- Zertifikaten im Jahr 2008 entstanschaftlichen Themen auseinanderzu- den sind. In Sachen Transparenz gab setzen. Gegenüber einer ähnlichen es seit Beginn der Finanzkrise posistudie, die vor drei Jahren veröffent- tive Entwicklungen: Vor rund fünf licht wurde, ist das wirtschaftliche Jahren wurde der Deutsche Derivate Basiswissen noch weiter gesunken. Verband (DDV) gegründet und leisdies ist eine erstaunliche Entwick- tet seither einen maßgeblichen Beilung vor dem Hintergrund, dass wirt- trag, um Produkte verständlich und schaftliche Themen aufgrund der Fi- nachvollziehbar zu machen. Denn die Vorteile für Anleger lienanzmarktkrise nach Lehman und der europäischen Staatsschulden- gen auf der Hand: Zertifikate bieten krise bereits seit über fünf Jahren nicht nur vielfältige Lösungen für die Berichterstattung in den Medien die unterschiedlichsten Marktszenarien, sondern ermöglichen zudem dominieren. Wir als Börse Stuttgart ziehen da- maßgeschneiderte Investments, die raus nicht nur die Erkenntnis, dass dem individuellen Anlagehorizont Wie steht es um das Wissen der Deutschen rund um das Thema Geldanlage und Finanzen? Dieser Frage gehen nicht nur Pädagogen nach, auch Marktforschungsinstitute oftmals und der persönlichen Risikobereitschaft entsprechen. Wer eher defensive Anlageprodukte bevorzugt, wird etwa bei Discount- oder DeepDiscount-Zertifikaten fündig. Anleger mit einer ausgeprägten Risikoneigung wählen offensivere Produkte aus mit entsprechend höheren Renditechancen. Als Privatanlegerbörse und führender europäischer Börsenplatz im Handel mit verbrieften Derivaten haben wir eine zentrale Mission: Wir möchten Privatanlegern erstklassige Informationen und Services an die Hand geben, damit sie sich in der Welt der strukturierten Produkte gut zurecht finden. Ein Element ist der Anlagezertifikate-Finder auf der Internetseite der Börse Stuttgart, mit dem Anleger mit wenigen Klicks nach Kriterien wie Basiswert, Produktgattung und Fälligkeit selektieren können. So kommt der Anleger schnell zur gewünschten Produktauswahl. Ein weiteres Beispiel: In kostenfreien Seminaren, an denen jeder online vom heimischen Rechner aus teilnehmen kann, vermitteln wir praktisches Wissen. So bieten wir im Frühjahr in Zusammenarbeit mit ver- schiedenen Emittenten zwei Webinar-Reihen zum Handel und zur Funktionsweise von derivativen Anlage- und Hebelprodukten an. Bedarfsgerecht informieren Bei der Vermittlung von Finanzwissen setzen wir auf allen Ebenen an, um möglichst viele Menschen von ihren unterschiedlichen Wissensständen abholen zu können. Neben Anlegern von unerfahren bis versiert sind auch Bankberater, Schüler und Auszubildende wichtige Zielgruppen. Zum Beispiel haben wir für angehende Bankkaufleute gemeinsam mit den Regierungen von Mittel-, Ober- und Unterfranken Unterrichtsmaterialien für deren Ausbildung konzipiert. Seit Jahresanfang steht das Lernset Investmentfonds allen Berufsschulen in Deutschland zur Verfügung, die Bankauszubildende unterrichten. Bereits über 300 Berufsschulen haben die methodisch und didaktisch sehr vielseitigen Materialien bestellt. Das zeigt, dass in Deutschland offensichtlich eine Nachfrage nach neutralen, interessant und informa- tiv aufbereiteten Inhalten zur Finanzbildung besteht. Neben den Bildungsaktivitäten hat die Börse Stuttgart auch ihre Services für private Anleger stetig ausgebaut und wird diesen Weg konsequent weiter beschreiten. Beispiele sind intelligente Ordertypen, Echtzeit-Kursdaten und Werkzeuge zur Produktauswahl auf unserer Internetseite. Und die Börse Stuttgart ist für Privatanleger auch direkt erreichbar: Unsere kostenfreie Kundenhotline steht ihnen während der gesamten Handelszeit zur Verfügung ein an deutschen Börsen einmaliges Angebot. Betriebs- und Volkswirte sowie Bankkaufleute mit einer abgeschlossenen Wertpapierhändlerprüfung haben dort allein im vergangenen Jahr Serviceanfragen abgewickelt. Um die Handelsmöglichkeiten für private Anleger weiter zu verbessern, haben wir seit dem 1. März 2013 unsere Handelszeiten für alle in- und ausländischen Aktien, Genussscheine, Investmentfondsanteile und Exchange Traded Products verlängert. Privatanleger können diese Papiere nun von 8 bis 22 Uhr in Stuttgart handeln und so auch nach Feierabend auf internationale Marktgeschehnisse reagieren. Als neutraler Handelsplatz weisen wir stets auch auf einen Grundsatz der Geldanlage hin: Wo Chancen sind, gibt es auch Risiken. Allerdings sollten Politik und Medien etwa vor dem Hintergrund der EuroStaatsschuldenkrise und aktueller Regulierungsbemühungen die Risiken auch nicht bewusst überzeichnen und die Finanzmärkte schlechtreden. Schließlich kann es ja nicht darum gehen, Menschen von der Kapitalanlage fernzuhalten. Aktien, Investmentfonds, Anleihen und auch strukturierte Produkte sind nachvollziehbare, an Börsen gehandelte Produkte, die Chancen und Risiken bieten, aber die Finanzkrise nicht verursacht haben. Verantwortlich hierfür waren vielmehr Produkte, die intransparenterweise gerade nicht an einer öffentlich-rechtlich überwachten Börse gehandelt wurden. Es gilt, unter privaten Anlegern neues Vertrauen in die eigenen Investmentmöglichkeiten zu schaffen. Mit dem Wissensaufbau bei der Wirtschaftskompetenz kann deshalb nicht früh genug begonnen werden. Investoren Orientierung bieten Aktien und strukturierte Produkte sind derzeit attraktiv, doch Privatanleger sind in Wartestellung Trotz Aufschwung an den Aktienmärkten sind Aktieninvestments in den Depots Mangelware. Dabei gibt es zurzeit kaum Alternativen, die eine positive Rendite erwirtschaften. Mit Zertifikaten gibt es zudem längst Instrumente, die Aktienrisiken abfedern. Und dennoch ist der Mut der Anleger nicht da. Nach einer fulminanten Rally zum Jahresende 2012 ist der Dax wieder auf Höhenflug und hat erstmalig seit 2007 die psychologisch relevante Marke von Punkten kurzzeitig geknackt. Kurzum: Es herrscht Aufschwungstimmung an den Aktienmärkten, aber nicht bei den Privatanlegern. In der jüngsten Umfrage von TNS Infratest unter privaten Anlegern war nur noch jeder Sechste optimistisch. Dies ist der niedrigste Wert seit Start der Erhebung im Jahr Die Privatanleger trauen dem Aufschwung nicht und rechnen trotz weiterhin positiver Dax-Prognosen mit fallenden Kursen und das, obwohl die Volatilität seit Monaten kontinuierlich gesunken ist. Ende Januar wurde mit 12,3 Punkten im V Dax-New ein Niveau erreicht wie zuletzt im Jahr Konkret heißt das: Die deutschen Privatanleger schätzen bei einem Aktieninvestment trotz anhaltenden Aufschwungs das Verlustrisiko größer ein als die Chancen. Private haben gutes Gespür Dabei bewiesen die privaten Anleger in der Vergangenheit stets ein gutes Gespür für die Geschehnisse an den Aktienmärkten. Nach der Erhebung von TNS Infratest rechneten beispielsweise im Zuge der Finanzkrise die meisten Anleger schon im Sommer 2008 mit fallenden Kursen. Dies ging einher mit dem freien Fall des Dax von rund Punkten ab Juni 2008 auf weniger als Punkte im März Und auch vor der Euro-Krise lagen die Anleger meist richtig, als sie steigende Notierungen erwarteten, die sich dann auch tatsächlich einstellten. Seit Anfang 2011 jedoch entwickelt sich die Anlegererwartung auffallend gegensätzlich zur tatsächlichen Markterwartung. Geschürt durch die Unsicherheit rund um die Staatsschuldenkrise rechnen die Anleger durchweg mit fallenden Kursen, obwohl der Dax seit Anfang 2012 über weite Strecken deutlich anstieg. Die Abweichung zum realen Marktgeschehen ist damit so stark ausgeprägt wie noch nie seit Auffallend ist, dass die überwiegend pessimistisch gestimmten Anleger dennoch ein großes Interesse an einer Aktienanlage zeigen. Das Interesse an einer Aktienanlage ist seit Sommer 2012 um 8 Prozentpunkte gestiegen auf ein Niveau, das ähnlich hoch in den letzten fünf Jahren nur im November 2010 zu sehen war. Die Realität hingegen sieht anders aus: Viele Anleger sind aktuell nicht investiert weder direkt noch indirekt über Zertifikate oder Fonds. Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) verzeichnete bei der Zahl der Aktienbesitzer im zweiten Halbjahr 2012 den stärksten Rückgang seit Beginn der Erhebung im Jahr Möglicher Grund für diesen Rückgang könnte der starke Dax-Anstieg im vierten Quartal 2012 gewesen sein. Das hieße jedoch, dass die Anleger das letzte Stück des Aufschwungs nicht mitgenommen und sich auch nicht langfristig positioniert haben. Gleichzeitig gibt es im aktuellen Niedrigzinsumfeld, unter Berücksichtigung der Inflationsrate, kaum Alternativen zu Aktien, um positive Renditen zu erzielen. Denn das Marktumfeld bietet trotz des bereits gut gelau- Ein weiterer Grund für die Diskrepanz von Einschätzung und Realität liegt eventuell in dem eigenen Wissen rund um diese Instrumente. Laut TNS Infratest fühlen sich 40 % der befragten Anleger nicht gut über Aktien informiert und mehr als 80 % verfügen ihrer Einschätzung nach über sehr geringe Produktkenntnisse bei Zertifikaten. Daher ist der Mehrheit der Anleger bei der Anlageentscheidung ein persönliches Gespräch mit ihrem Bankberater wichtig (81 %). Sie suchen Sicherheit und schätzen besonders die Expertise des Beraters. Das Vertrauen in die Berater ist dann besonders hoch, wenn Anleger über ein geringes Basiswissen verfügen und die vorliegenden Produktinforma tionen als zu komplex Matthias Kinttof wahrgenommen werden. Über die Hälfte aller Befragten gaben auch an, dass sie bereit wären, mehr Geld zu invesleiter Produkttieren, wenn ihnen ein management und übersichtlicheres Ange-entwicklung der bot an Wertpapieren, DZ Bank verständlichere und aktuellere Informationen fenen Aktienmarktes immer noch sowie ein einfacher Weg zum Kauf Chancen: Beflügelt durch gute Kon- geboten würden. Beratung ist somit junkturaussichten in Deutschland ein sinnvoller Weg, um Anleger bei und die nachlassende Krisenangst der Geldanlage zu unterstützen. Aufreagieren viele Aktien wieder stär- grund der Vielfalt an Wertpapierproker auf positive Nachrichten aus den dukten fühlen sich viele BeratungsUnternehmen. Die extrem niedrige kunden nicht in der Lage, sich für gevolatilität gepaart mit dem Kursstei- nau ein Produkt zu entscheiden. Gerade Berater können aufgrund gerungspotenzial im Dax spricht für einen Einstieg in die Aktienmärkte. ihrer Beziehung zum Kunden sowie Obwohl die Anleger wissen, dass sie auf Basis des Kenntnisstands des auf renditestärkere Alternativen aus- Kunden und seiner Anlagepräferenz weichen müssen, scheuen sie den passende Produkte vorselektieren. Einstieg in Aktien und das damit ver- Viele Anleger informieren sich bereits vor der Beratung über das aktubundene Risiko. elle Marktgeschehen und Produkte. Daher ist es wichtig, dass Emittenten von Wertpapieren den Beratungskunden sinnvolle Orientierungshilfen bieten. Ziel eines solchen Angebots sollte jedoch nur in seltenen Fällen ein Mehr an Informationen sein, denn mehr davon führt nicht zwangsläufig zu mehr Verständnis. Anleger wünschen Orientierungshilfe und nicht einen Überfluss an Informationen. Hilfe aus dem Internet Ein Weg für die eigene Recherche vor dem Beratungsgespräch führt viele Anleger etwa auf die unabhängigen Online-Finanzportale und die Online-Plattformen oder -depots der beratenden Bank. Gut aufgebaute Online-Banking-Plattformen wie der VR ProfiBroker, die auch sinnvoll strukturierte Finanzinformationen bieten, sind die erste Orientierungshilfe für Beratungskunden wie Selbstentscheider. Emittenten und beratende Banken müssen ihre Kunden an die Hand nehmen und ihnen einen einfachen Zugang zu leicht verständlichen Produkten ermöglichen. Ergänzend dazu können übergreifende Produktvergleiche über Zertifikate, Fonds und Aktien hinweg für Aufklärung der Kunden sorgen. Wünschenswert wären einfach zu bedienende Applikationen, die Produktergebnisse über alle Produkttypen (Zertifikate, Fonds, ETF) hinweg ermöglichen, sodass die beste Anlageform für den jeweiligen Anleger gefunden werden kann. Auch wenn die Finanz- und auch die Zertifikatebranche schon viele Schritte in Richtung Transparenz und Aufklärung gemacht hat, müssen viele Anleger weiter aktiv auf dem Weg zu renditestärkeren Anlageformen im Wertpapierbereich begleitet werden. Vorsichtig aus Erfahrung Wie kommt es zu dieser Diskrepanz? Eine plausible Erklärung ist, dass Anleger in den vergangenen fünf Jahren schon mal in einer ähnlichen Situation eingestiegen sind etwa zum Tiefpunkt 2009, als die Kurse sukzessive wieder stiegen und dieser Anstieg im August/September 2011 und dann erneut im Frühjahr 2012 herb gestoppt wurde. Möglicherweise sind die Anleger nun vorsichtig geworden. Dazu passt auch die durchaus pessimistische Einschätzung der aktuellen Kurschancen für den Dax: Denn sowohl im Sommer 2011 als auch im Frühjahr 2012 waren es jeweils die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise, die die Aktienmärkte in die Knie zwangen, trotz solider Wirtschaftszahlen in Deutschland. Folglich ist die aktuelle Zurückhaltung als ein Misstrauen gegenüber der Gesamtwirtschaftslage und der Schuldenkrise in Europa zu werten. Aber: Diese Unsicherheit bestand bereits im vergangenen Jahr. Dennoch hat 2012 gezeigt, dass selbst in Marktphasen, in denen die Unsicherheit überwiegt, Aktien eine gute Wahl sein können. Vermessung der Welt... Fortsetzung von Seite B 1 die Produktflut wohl nicht einschränken. Ob die neuen Dokumente tatsächlich den gewünschten Mehrwert bringen, ist bis heute unklar. Die EU-Marktrichtlinie Mifid II bietet einen bunten Strauß an Themen: der Möglichkeit nationaler Produktverbote bis hin zur fortlaufenden Sicherstellung der Angemessenheit eines Produkts für den Anleger während der Laufzeit (unter Berücksichtigung der Kursentwicklung) ist alles dabei. Während strukturierte Produkte von der europäischen Packaged-Retail-Investment-Products(PRIPs)-Initiative eindeutig erfasst werden, scheint unter Juristen noch keine Einigkeit zu herrschen, in welche Produktgruppe sie künftig innerhalb Mifid II einzuordnen sind. Dies ist insbesondere für die Handelsplätze relevant, die sich künftig in regulierte Börsen, MTF (Multilateral Trading Facilities), SI (Systematic Internali- zer) und Organized Trading Facilities (OTF) mit jeweils entsprechenden Transparenzanforderungen unterteilen werden. Der außerbörsliche Handel fällt möglicherweise durch das Raster. Wohin die Reise 2013 auch gehen wird die Regulatoren werden entscheidenden Einfluss auf die künftige Welt der strukturierten Produkte haben. In Asien waren sie bereits aktiv, von einer Verlagerung des Handels in Hebelprodukten für Privatanleger an die Börse wie in Japan bis hin zu Einschränkungen im Handel von Warrants in Korea, die zu dessen Kollaps führten. In der Schweiz und Deutschland stehen neue Regulierungen und Gesetze an, wobei noch nichts final und alles möglich ist. Auf der positiven Seite steht der nächste Weltuntergang erst im Jahr 2060 an diesmal errechnet von Isaac Newton anhand von Bibelversen. Bis dahin kann also eigentlich gar nichts passieren!

3 Börsen-Zeitung Nr. 75 B3 Chance für die Aktienkultur Aktive Beimischung von Zertifikaten kann das Portfolio besser vor den Auswirkungen finanzieller Repression absichern ein nach ihrem Empfinden kritisches Niveau erreichte. Die Sorge vor einem weiteren Rückschlag ließ eine veritable Indexperformance erneut an ihnen vorbeilaufen. Ein Großteil des Geldes lagert auf niedrigverzinslichen Tagesgeldkonten, des Anlegers liebster Geldanlage, und wartet auf den vermeintlich guten ZeitFrank Haak... punkt für einen Neueinstieg. Das längerfristige Parken von Liquidität in Geldmarktprodukten kann jedoch im aktuelleiter Produktmanage- len Umfeld zu einem realen Kapitalverlust fühment Zertifikate, ren, der am Ende die zwihelaba Landesbank schenzeitlich erlittenen Hessen-Thüringen Kursrückschläge während turbulenter Marktseiner jüngsten Statistik. Das ist ein phasen übersteigt. Grund ist das anplus von gerade einmal 2 % auf gut haltend niedrige Zinsniveau, das seit 8,8 Millionen Aktionäre, ein Stand, über anderthalb Jahren unterhalb der nach wie vor deutlich unter den der Inflationsrate verharrt. Eine Besserung dieses Zustands ist Werten früherer Jahre liegt. Erstaunlich: In der ersten Jahres- kurzfristig nicht in Sicht, im Gegenhälfte 2012 soll die Zahl der direk- teil. Insbesondere die seit einiger Zeit ten und indirekten Aktionäre um 1,5 mehr im Hintergrund schwelende Millionen gestiegen sein, um in der Schuldenkrise kann immer wieder zweiten Jahreshälfte wieder um 1,3 für negative Überraschungen und damillionen abzustürzen. Wer sich je- mit weiteren Druck auf das Zinsnidoch Ende Juni 2012 den Dax an- veau sorgen. Jüngste Beispiele sind sah, musste feststellen, dass nach die zuletzt abgehaltenen Parlamentsdem Kursrückgang im Frühjahr zwi- wahlen in Italien und die Situation schen März und Mai nicht einmal in Zypern. Lag die Umlaufrendite das Einstiegsniveau vom Januar ge- deutscher Anleihen noch Mitte Februar bei ohnehin mageren 1,35 %, geben war. sackte sie infolge des Wahlergebnisses in Italien abrupt auf 1,16 % ab Investoren warten noch ab internationale Investoren wendeten Warum also, aus Sicht des grund- sich prompt wieder dem sichereren sätzlich vorsichtigen deutschen Anle- Hafen deutscher Staatsanleihen zu. gers, sich noch mehr Stress mit die- Abzüglich Kapitalertragsteuer und sem Auf und Ab machen? Einige An- bei einer Inflationsrate von knapp leger haben noch einen Teil der fol- unter 2 % bedeutet das einen realen genden Rally mitgenommen und Vermögensverlust von fast 1 %. So sind ausgestiegen, als der Stand des verliert ein Vermögen von von Hoch zu Hoch kletternden Dax Euro Jahr für Jahr rund 100 Euro an Der Dax steigt um gut 26 %, die Zahl der direkt oder indirekt in Aktien investierenden Anleger wächst gegenüber dem Vorjahr um , zeigt das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in Smart Beta... Fortsetzung von Seite B 1 che Investoren nicht ideal. In der von Investoren am häufigsten benutzten Benchmark für Aktienanlagen in weltweite Schwellenländer werden die Indexmitglieder nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise Healthcare-Aktien nur 1 % eines weltweiten Index ausmachen. Andererseits leben in den Schwellenländern mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung. Es könnte einiges dafür sprechen, dass sich Gesundheitsausgaben dort langfristig erhöhen und beispielsweise HealthcareKonzerne oder auch andere Segmente davon profitieren. In der alten Welt würde ein Portfolio-Manager die Aktien des SchwellenländerIndex kaufen und dabei eigenständig dem Bereich Gesundheitsaktien mehr Gewicht verleihen. In der Smart-Beta-Welt könnte man die zehn Sektoren, in die sich die Schwellenländeraktien unterteilen lassen, beispielsweise mit jeweils 10 % gewichten. Damit würden also auch Healthcare-Unternehmen einen höheren Anteil erhalten. Dieser nach Sektoren gleich gewichtete Index könnte dann von einem einzigen Anlageprodukt abgebildet werden bis 2012 hätte die Abbildung der zehn Sektoren mit gleicher Gewichtung eine bessere Wertentwicklung erzielt als der Basisindex mit Aufteilung der Indexmitglieder nach Marktkapitalisierung. Alternative Gewichtung Manche Investoren gehen sogar noch weiter und stellen grundsätzlich in Frage, ob die Gewichtung der Indexmitglieder nach Marktkapitalisierung der Weisheit letzter Schluss ist. Tatsächlich gibt es alternative Formen der Indexgewichtung, die seit mittlerweile mehr als zehn Jahren bereits in Fonds, Zertifikaten und Mandaten umgesetzt werden und damit eine belegbare Historie vorweisen können. Am bekanntesten dürften die RAFI-Indizes des USAnbieters Research Affiliates und die CROCI-Indizes (Cash Return on Capital Invested) der Deutschen Bank sein. Bei beiden geht es im Prinzip darum, die Indexmitglieder nach verschiedenen fundamentalen Kennzahlen wie Cash-flow, Umsätze und Gewinnen zu gewichten, aber eben nicht nach der Marktkapitalisierung. An der Gewichtung nach dem Börsenwert wird kritisiert, dass damit nur die Sieger der Vergangenheit hoch gewichtet würden, die ihre Aufstiegsphase gerade hinter sich haben. Tatsächlich zeigt sich im langfristigen Vergleich, dass passive Produkte mit alternativen Indexberechnungen eine bessere Wertentwicklung als traditionell gestaltete Indizes zeigen können. So können Fonds, die alternativ konstruierte Indizes wie zum Beispiel einen CROCIIndex abbilden, auf Sicht von mehreren Jahren eine bessere Wertentwicklung aufweisen als ein Index, der traditionell nach Marktkapitalisierung gewichtet wird. Auch hier zeigt sich der Vorteil: Das SmartBeta-Produkt liefert eine nahezu genaue, passive Abdeckung des Aktienmarktes, verknüpft mit der intelligenten Auswahl von Titeln mit überdurchschnittlichen Fundamentaldaten, aus einer Hand. In welcher Verpackung ein SmartBeta-Konzept umgesetzt wird, hängt von den Ansprüchen des Investors ab. Wird auf eine ständige Liquidität Wert gelegt, bietet sich ein ETF an, der an der Börse notiert und in Kooperation mit Market Makern ständige Liquidität bietet. Darüber hinaus sind die meisten europäischen ETF im bewährten Rechtsrahmen eines Ucits-Fonds aufgelegt. Ist die Börsennotierung nicht gewünscht, kann Smart Beta auch in einem regelbasierten Publikums- oder Spezialfonds umgesetzt werden. Selbstverständlich kann Smart Beta auch als Mandat ohne Fondsmantel umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass es sich als bedeutender Wettbewerbsvorteil erweisen kann, viele Möglichkeiten aus einer Hand anzubieten, mit denen sich Smart-Beta-Indizes in einem Produkt umsetzen lassen. In den USA, dem mit Abstand weltweit größten Markt für passive Produkte, hat sich ganz klar gezeigt, dass Anbieter mit einer breiten Produktpalette den Markt dominieren. Fazit: Durch das Smart-Beta-Konzept wird die Angebotspalette für passive Investments erweitert. Dabei ist wichtig zu betonen: Smart-BetaProdukte sind nicht besser als traditionelle Indexfonds oder ETF, sondern anders. Sie versprechen keine Outperformance oder Kapitalschutz, sondern folgen alternativen Indexregeln, die den Anlagewünschen von Investoren stärker entgegenkommen können. Smart Beta eignet sich für Investoren mit einer klaren Meinung, die das ideale Produkt für ihre Anlageziele suchen. realer Kaufkraft. Die Rechnung für etwas höher verzinsliches Tagesgeld fällt kaum besser aus. Die Zeit eines unter der Inflationsrate liegenden Zinsniveaus könnte noch eine Weile andauern, Financial Repression nennen Volkswirte den Vorgang, zu Deutsch finanzielle Repression. Sie kann bewusst herbeigeführt werden, indem Staaten oder Zentralbanken in den Markt eingreifen, um das Zinsniveau künstlich niedrig zu halten. Ziel ist es, Staaten Zugang zu günstigen Refinanzierungsmitteln zu ermöglichen. Zudem hilft ihnen die finanzielle Repression, den realen Wert ihres Schuldenstandes zu senken. Prominentestes Beispiel für solche Maßnahmen ist der unbegrenzte Aufkauf der Staatsanleihen von in Bedrängnis geratenen Euro-Mitgliedern durch die Europäische Zentralbank (EZB). Doch der Instrumentenkasten enthält weitere Optionen, wie die Emission von Zwangsanleihen oder die Erhebung von Transaktionssteuern, mit denen auf Umwegen der Kauf von Staatsanleihen positiv sanktioniert werden kann. Im Ergebnis verzerren solche Maßnahmen die freie Bildung des Zinses am Markt. Dieser weicht von dem Niveau ab, das er unter normalen Umständen und als Resultat von Angebot und Nachfrage innehätte. Auch wenn darüber noch kein breiter Konsens herrscht, halten viele Volkswirte ein Ansteigen der Inflationsrate für sehr wahrscheinlich, sobald die Konjunktur wieder deutlicher an Fahrt gewinnt. Bliebe dann der Zins infolge der finanziellen Repression weiterhin niedrig, hätte das möglicherweise verheerende Folgen: Geldvermögen würde vernichtet. Das gilt ganz besonders für Anleger, die vor allem auf vermeintlich sichere Portfoliokonstruktionen setzen. Solche Investoren haben meist sehr hohe Anteile von Geldmarktpositionen oder kurzlaufenden festverzinslichen Papieren bzw. bonitätsstarken Staatsanleihen im Depot. Und genau bei diesen Anlageklassen schlagen die beiden Negativfaktoren des Zinsniveaus und der Inflationsrate besonders stark durch. Gerade deutsche Anleger neigen zur Übergewichtung solcher Anlageformen, sodass die Folgen der finanziellen Repression sie mehr als andere treffen. Zwar würden ihre Anlagen kurzfristig weniger unter Wertschwankungen leiden, dafür würden die Anleger aber langfristig mit ziemlicher Sicherheit signifikante Teile ihres Vermögens an die Inflation verlieren. Anlagemotive überprüfen In diesem Dilemma aus vermeintlicher Sicherheit und tatsächlichem Verlust müssen Anleger grundlegend umdenken und ihre auf vermeintliche Sicherheit ausgelegten Anlagemotive überprüfen. Denn diese wird aktuell mit mittel- und langfristigem Kapitalverlust erkauft. Deswegen muss das kurzfristige Sicherheitsdenken einer aufgeklärten Risikokultur weichen. Wer auf mittlere und lange Sicht sein Vermögen erhalten oder einen attraktiven Vermögenszuwachs erzielen will, muss gerade in Zeiten einer finanziellen Re- pression bereit sein, Risiken in Kauf zu nehmen und kurzfristig stärkere Schwankungen auszuhalten. Der direkte Weg zu einem neuen Verständnis von Rendite und Risiko führt ohne Zweifel über eine deutli-... und Frank Schneider Leiter Retail Funding & Zertifikate, Helaba Landesbank Hessen-Thüringen che Erhöhung der Aktienquote im Portfolio. Aktien ermöglichen die Teilnahme an der Wertentwicklung und Wertschöpfung eines Unternehmens. Damit sind sie anders als Papiergeld oder Bestände auf Tagesund Festgeldkonten ein RealwertInvestment, das sich, trotz kurzfristiger Kursschwankungen, mittel- und langfristig als wirkungsvoller Inflationsschutz erweisen kann. Allerdings steht außer Frage, dass die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren vor allem durch große Volatilität aufgefallen sind. Viele Anleger waren nicht bereit, diesen Preis der Unsicherheit zu bezahlen, wie ja auch die Studie des DAI belegt. Im Vergleich zum direkten Kauf von Aktien oder Indexprodukten erlauben Anlagezertifikate privaten Investoren einen risikoreduzierten Einstieg in den Aktienmarkt, der es ihnen ermöglicht, eine klare Renditeer- wartung zu entwickeln und dabei die Vorteile verschiedenster Sicherungselemente, je nach Ausstattung der konkreten Emission, zu nutzen. Für den Einstieg gut geeignet, weil in ihrer Funktion auch leicht verständlich, sind unter anderem Aktienanleihen, Bonuszertifikate oder genereller formuliert Teilschutzprodukte. Auch besondere Ausstattungsmerkmale wie die Stichtagsbetrachtung zum Laufzeitende geben zusätzliche Sicherheit, denn solche Zertifikate können zwischenzeitliche Kurseinbrüche besser verkraften, weil sie in einem solchen Fall von einer erneuten Kurserholung bis zum Laufzeitende profitieren. Bei Zertifikaten mit solchen Ausstattungsmerkmalen fallen die Konditionen zwar geringer aus als bei herkömmlichen Produkten. Und auch die historisch niedrige Volatilität sorgt dafür, dass die Konditionen nicht so attraktiv wie in Zeiten stärkerer Kursschwankungen sind. Doch der Preis dieser zusätzlichen Sicherheit ist weit geringer als der schleichende Vermögensverzehr durch die finanzielle Repression. Anleger, die ihre Vermögen langfristig vor Wertverlust sichern wollen, sollten sich mit den hier beschriebenen Zusammenhängen eingehend beschäftigen und sich die Vorteile der risikoreduzierenden Möglichkeiten einer Zertifikateanlage bewusst machen. Gelingt es, ein Umdenken hin zu einer aufgeklärten Rendite-Risiko-Betrachtung zu erreichen, kann die aktive Beimischung von Aktienzertifikaten zu einer deutlich verbesserten Absicherung des Gesamtportfolios vor den Auswirkungen finanzieller Repression beitragen und die Aktienkultur in Deutschland nachhaltig stärken.

4 B 4 Börsen-Zeitung Nr. 75 Wenn Anlegerschutz zum Renditeschutz wird Zunehmende Standardisierung kann Renditechancen gefährden Bankberatung gerät zunehmend unter Druck Zertifikate sind oft eine echte Alternative Das Zinsniveau wird absehbar niedrig bleiben, Staatsanleihen und Festgeld bieten kaum Renditechancen, Aktien bleiben trotz positiven ersten Quartals unsicher. Anlagezertifikate drängen sich als Alternative auf. Sie sind zudem bereits stark reguliert. Zukünftig werden sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene weitere Gesetze und Regulierungen in Kraft treten, die die Anlageberatung und damit den Anlegerschutz vereinheitlichen bzw. verbessern sollen. Davon sollen private Anleger profitieren. Doch die zunehmende Standardisierung kann die Renditechancen gefährden. Zum Jahresende 2012 fand eine Studie eines Bamberger Finanzwissenschaftlers den Weg in Tagesschau und Heute-Nachrichten und schockierte die Öffentlichkeit: Rund 50 Mrd. Euro Verluste sollen deutsche Verbraucher demnach jedes Jahr aufgrund schlechter Beratung, mangelnder Kundenorientierung und wenig wirksamer Verbraucherschutzregeln bei ihrer Altersvorsorge erlitten haben. Eine unglaubliche Summe. Doch die Kritik am Studiendesign kam prompt und unterlegte mit Fakten ihre Position, sodass die Untersuchung schnell wieder aus den Köpfen von Verbraucherschützern, Politikern und Bankberatern verschwand. Eines jedoch bleibt: Die Bankberatung gerät in Deutschland zunehmend unter Druck durch Kunden, Politik und Regulierung einerseits, durch die Renditeerwartungen der Kunden und das andauernde Niedrigzinsumfeld andererseits. Wenn deutsche Anleger bereit sind zu investieren, dann suchen sie können sie liefern. Wer als Berater oder Privatkunde den Blick hebt, stellt fest, dass die reine Performance verschiedener Zertifikatearten verlässlich dokumentiert wird: Der Deutsche Derivate Verband (DDV) unterstützt die Initiative von Scoach, der Frankfurter Börse für strukturierte Produkte, und der European Derivatives Group (EDG), Indizes für verschiedene Zertifikatekategorien zu Heiko Weyand veröffentlichen. Die Indizes zeigen die durchschnittliche Wertentwicklung auf Basis repräsentativer Zertifikate und spiegeln aufgrund der IndexzusammensetDirektor, Derivatives zung jeweils die WertPublic Distribution, entwicklung der tatsächhsbc Trinkaus lich investierten Anlagegelder. Dadurch wird dite, da die Jahresrate der Inflation ein direkter Leistungsvergleich zu anfür Deutschland im März 2013 rund deren Finanzprodukten möglich. Seit dem Start der Erfassung im Ja1,7 % betrug; die Renditeaussichten von vermieteten Immobilien erschei- nuar 2009 schnitten beispielsweise nen oft fragwürdig, einerseits weil Aktienanleihen, Discount- und Bodie Preise regional stark zugelegt ha- nuszertifikate besser ab ihr Verben, andererseits weil sich diese In- gleichsindex. Beispiel: Mit einem einvestition nur für große Vermögen fachen Discountzertifikat auf den eignet; gute Unternehmensanleihen Dax können Anleger bereits eine sind nicht immer verfügbar und Rendite von 8,02 % p. a. erzielen, schwer zu beurteilen; und eine Di- wenn der Dax zum Bewertungstag rektanlage in Aktien oder Aktien- im Dezember dieses Jahres dort fonds ist vielen Anlegern zu riskant. steht, wo er sich aktuell befindet Also Anlagezertifikate. Doch sind (7 917 Punkte, Stand: 3. April). Verdiese Wertpapiere im Grunde luste entstehen Anlegern bei diesem Schuldverschreibungen von Banken Beispiel erst, wenn der Dax zum Be wirklich seriös? Können sie ihre wertungstag unterhalb Punkten notiert. Das Beispiel steht stellrenditeversprechen erfüllen? Als Vertreter der Zunft beant- vertretend für zahlreiche Chancen, worte ich diese Fragen mit Ja aus die sich Anlegern auch heute noch Überzeugung und Erfahrung. Anle- am Aktien- und Zertifikatemarkt bieger suchen nach Rendite. Zertifikate ten. Und genau dieser wirtschaftlihäufig den Beistand eines Beraters und stellen fest, dass die vielerorts kritisch beäugten Anlagezertifikate oft eine echte Alternative darstellen. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Bei Festgeldanlagen und erstklassigen Staatsanleihen erzielen Anleger leicht eine negative Realren- che Mehrwert wird Anleger 2013 überzeugen, dass Zertifikate mehr als nur eine Betrachtung wert sind. Denn Anleger suchen nach Rendite und Zertifikate können sie liefern. Umfangreich reguliert Bei dieser Geldanlage stehen natürlich auch zu Recht Anlegerschützer, Politiker und Regulierer an der Seite der Verbraucher und greifen aktiv in den Markt ein. So gilt seit 2007, also ein Jahr vor der Finanzkrise, die europäische Wertpapierdienstleistungsrichtlinie Mifid, die z. B. die Ansprache von privaten und professionellen Kunden getrennt und Geeignetheitstests für diese Anlegergruppen neu geregelt hat. Voraussichtlich 2014 könnte die nachfolgende Mifid II in Kraft treten. Sie könnte die Regeln für Wertpapiere auch auf manche Versicherungsverträge und Emissionszertifikate ausdehnen. Es ist beispielsweise vorgesehen, auf europäischer Ebene für alle Anlageprodukte die mit einer Anlage verbundenen Gesamtkosten standardisiert darzustellen, inklusive einer Nettorendite (ohne Steuern). Das würde dann für Anlagezertifikate ebenso wie für Investmentfonds und manche Versicherungsverträge gelten. Zudem sollen Anlageberater und andere Mitarbeiter zukünftig ausreichende Sachkunde nachweisen. Im Mittelpunkt steht jedoch eindeutig die Klassifizierung und Risikoeinschätzung der beratenden Kunden. Obwohl sich die Regelungen der Mifid II vornehmlich auf die Vermittlung im Rahmen der Anlageberatung beziehen, können Verbraucher davon ausgehen, dass auch Selbstentscheider, die ihre Orders beispielsweise selbständig online tätigen, von diesen Regelungen profitieren können, da Dokumentationen der Zertifikate-Emittenten und der Discount-Broker transparenter werden. Auch steuerlich bleibt der deutsche Zertifikatemarkt nicht unberührt von Veränderungen. So trat beispielsweise zum 1. April 2013 eine überarbeitete Fassung des 20 Absatz 2 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes in Kraft, der Auswirkungen auf die steuerliche Anrechnung von Verlusten mit spekulativen Knock-out-Produkten hat: Aktive Anleger können nun einen Großteil der gegebenenfalls erlittenen Totalverluste üblicherweise wird in diesen kurzfristigen Geschäften weni- Wer nur auf risikolose Finanzprodukte setzt, wird seine Wünsche zur nachhaltigen Gewinnerzielung nach Kosten, Steuern und Inflation wohl nicht erfüllen können. ger Kapital investiert als in strategischen Positionen nicht mehr mit angefallenen Gewinnen verrechnen. Für eine wesentliche, sehr aktiv handelnde Klientel im deutschen Zertifikatemarkt wird diese Veränderung einen deutlichen Mehraufwand nach sich ziehen. Möglicherweise verändern diese privaten Anleger ihr Trading- und Anlageverhalten, um ihre persönliche Steuerlast zu optimieren. Doch es ist abzusehen, dass der deutsche Gesetzgeber weiterhin kreativ bleibt und die Einführung einer deutschen bzw. europäischen Finanztransaktionssteuer konkretisiert. Frankreich war zum 1. August 2012 mit einer Börsenumsatzsteuer vorgeprescht, Italien hatte nachgezogen und es ist denkbar, dass eine entsprechende Regelung trotz der zu überwindenden bürokratischen und parlamentarischen Schwierigkeiten auch auf EU-Ebene eingeführt werden kann. Der deutsche Gesetzgeber hat indes mit dem sogenannten An- legerschutzgesetz, das im April 2011 in Kraft getreten ist, bereits viel geleistet, und man muss ergänzen: viel Positives. Denn mit der gesetzlichen Einführung einheitlicher Produktinformationsblätter zu Wertpapieren wurden Standards geschaffen, die die Geldanlage vergleichbar und verständlicher machen. Großer Informationsbedarf Studien zum Vertrauen von Bankkunden in ihren Anlageberater fördern verschiedene Ergebnisse zutage. Eine umfassende und belastbare Untersuchung legte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Ende 2011 vor. Sie wertete Untersuchungen Dritter aus und führte auch eigene Befragungen durch. Darin gaben rund 75 % der Befragten an, sich von ihren Anlageberatern bei ihren Entscheidungen beraten zu lassen. Eine erstaunlich große Rolle spielen mit rund 45 % Beratungen durch Bekannte, Freunde und Familie. Obwohl die Bedeutung der Anlageberatung als äußerst wichtig eingestuft wird, schätzen sich die meisten Verbraucher laut Studie wenig selbstbewusst ein. Da zudem das Vertrauen in den eigenen Anlageberater auch nach der Finanzkrise immer noch sehr hoch ist, verwundert es nicht, dass die aus der Beratung entstehenden Anlagevorschläge üblicherweise auch umgesetzt werden. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass das Informationsbedürfnis der Anleger in Bezug auf die eigene Geldanlage sehr hoch ist. Demzufolge empfiehlt die Studie, dass die Anbieter vorwiegend Banken einheitliche Kennzahlen zu Aspekten wie Risiko, Renditepotenzial und Kosten zur Verfügung stellen. Dabei spielen die Einfachheit und Verständlichkeit der Informationen eine wesentliche Rolle. Insgesamt werden diese Ergebnisse auch von anderen Studien bestätigt. Der Weg zu mehr gelebter Transparenz ist also vorgezeichnet. Werden jedoch die Faktoren Sicherheit und Anlegerschutz im Sinne einer allzu formalen Bürokratie überstrapaziert, wird gut gemeinter Anlegerschutz zum gefährlichen Renditeschutz. Wer 100-prozentige Sicherheit sucht, wird sein Kapital in diesen Zeiten real mindern. Wer nach Rendite strebt, muss Risiken am Kapitalmarkt eingehen. Credit Linked Notes werden attraktiver Volumen soll 2013 auf 8 Mrd. Euro steigen hen, verkauft der Investor durch den Emittenten Kreditausfallschutz auf den Schuldner. Dadurch, dass für den Verkauf von Kreditausfallschutz der Nominalbetrag nicht aufgebracht werden muss, kann der Emittent des Zertifikats diesen an das Treasury weiterleiten. Die Zinsen, die das Treasury auf den Nominalbetrag Philipp Löhrhoff zahlt, werden mit der Kreditausfallschutzprämie zum Kupon der Credit Linked Note gebündelt. Falls nun ein Kreditereignis beim Schuldner eintritt, wird eine Auktion von der ISDA Strukturierer bei Swaps BNP Paribas in London (International and Derivatives Association) eingeleitet, in der Viele flüchten jetzt in Aktien, neigen der Marktwert der Anleihen des aber dazu, diese Anlageklasse über- Schuldners bestimmt wird. Der in proportional stark zu gewichten, der Auktion festgestellte Marktwert und verlieren oftmals die Anlageklas- der Anleihen wird dem Investor der Credit Linked Note nach der Auktion sendiversifizierung aus dem Blick. Eine attraktive Alternative zu An- in bar ausgezahlt. Die Gründe für die Beliebtheit von leihen bieten Credit Linked Notes, die aufgrund ihrer meist höheren Credit Linked Notes sind zum einen, Renditen und ihrer sehr hohen Flexi- verglichen mit Anleihen, die meist bilität seit einigen Jahren sehr ge- höhere Rendite und zum anderen fragt sind. Credit Linked Notes sind ihre Flexibilität in der Gestaltung. anleihenähnliche Schuldverschrei- Der Investor kann die Kuponart, bungen, die einen Kupon zahlen und Laufzeit, Währung, den Schuldner zu 100 % am Ende der Laufzeit zu- und den Recovery-Typ frei wählen. rückgezahlt werden, solange beim So kann der Kupon beispielsweise Schuldner kein sogenanntes Kredit- anstatt an einen fixen Zinssatz an ereignis (Insolvenz, Nichtzahlung die Inflation oder den Euribor gekopvon Verbindlichkeiten oder Restruk- pelt werden. Weiterhin sind Credit turierung der Schulden zum Nach- Linked Notes mit Stückelungen ab teil der Gläubiger) eintritt und der Euro erhältlich, wodurch auch Emittent des Zertifikats nicht zah- Privatanleger einfachen Zugang zum Kreditmarkt erhalten, der aufgrund lungsunfähig wird. Anstatt, wie bei einer Anleihe, der oftmals niedrigen Liquidität und Fortsetzung Seite B 5 dem Schuldner direkt Geld zu lei In einem Umfeld, in dem eine fünfjährige deutsche Staatsanleihe 0,40 % Rendite abwirft, fehlt es Anlegern an Möglichkeiten, attraktive, festverzinsliche Anlagen zu finden.

5 Börsen-Zeitung Nr. 75 B5 Indizes können mehr als die reine Marktabbildung Erheblich besseres Risiko-Rendite-Verhältnis bei Strategieindizes Transaktionskosten beachten Kurzfristige Unterstützung taktischer Investments Passive Investments haben in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Institutionelle Investoren verwalten mittlerweile rund die Hälfte ihres Vermögens passiv, folgen also eng einem ausgewählten Index. Damit haben sich auch die Rolle und die Bedeutung von Indizes gewandelt. Sie sind nicht mehr allein ein Barometer für die Marktentwicklung, sondern unterstützen vielmehr eine möglichst optimale Aufstellung des Portfolios. Die Indexkonzepte gehen daher über den klassischen Ansatz einer Gewichtung entsprechend der Marktkapitalisierung der Unternehmen hinaus. Investoren können so strikt regelbasiert investieren und ihr Portfolio gleichzeitig entsprechend den neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft, wie zum Beispiel der Portfoliotheorie, zusammenstellen. Die Folge: Strategieindizes und neue Indexkonzepte erweitern die Möglichkeiten im Portfoliomanagement erheblich. Zusätzliche Regeln einbauen Das klassische Indexkonzept sieht vor, Unternehmen entsprechend ihrer Free-Float-Marktkapitalisierung auszuwählen und zu gewichten. Auf diese Weise spiegeln Indizes die Entwicklung des jeweiligen Marktes treffend wider. Verschiebt sich die Bewertung einzelner Branchen oder schwankt die Stimmung der Marktteilnehmer, geben dies die Indexstände in der Regel exakt und umgehend wider. Eine optimale Aufstellung nach Rendite-Risiko-Erwägungen lässt sich über eine Gewichtung nach der Free-Float-Marktkapitalisierung jedoch nicht erreichen. So sehen auch die meisten nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes zusätzliche Regeln vor. Beispielsweise schränken Kappungsgrenzen den Einfluss einzelner Unternehmen, Branchen und Länder im Index ein und stellen damit die Diversifikation des Portfolios sicher. Langfristig ist ein solcher passiver Ansatz, das zeigen mehrere Studien, einem aktiven Management über eine Auswahl einzelner Titel überlegen. Aber er schöpft nicht die Möglichkeiten eines regelbasierten Investments auf Basis der Erkenntnisse aus der Portfoliotheorie aus. Ein Konzept sieht vor, die einzelnen Titel im Portfolio so auszuwäh- lisierung, sondern entsprechend dem Minimum-Variance-Ansatz zusammengestellt wird. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung anhand des Euro Stoxx 50-Index, die Daten von Anfang 1992 bis Ende 2011 berücksichtigt. Beispielsweise ist ein so aufgestelltes Portfolio den Risiken aus der Finanzkrise frühzeikonrad Sippel tig begegnet. Bereits von 2006 an, also ein Jahr, bevor die Probleme im Finanzsektor bekannt wurden, wurde der Anteil der Geldinstitute im Portfolio zurückglobal Head of Business Development gefahren. Anders als bei den bekannten Gewinbei Stoxx nern der Finanzkrise beruhte dies nicht auf eilen und zu gewichten, dass die Wert- ner individuellen Einschätzung des schwankungen des Portfolios mög- Marktes, sondern auf einer strikt relichst gering sind. Es geht auf die mo- gelbasierten Umsetzung der definierderne Portfoliotheorie von Henry ten Strategie. Markowitz zurück, die bereits in den fünfziger Jahren entwickelt wurde Erfolg mit Volatilitätsziel und die erwartete Rendite in Bezug zum Risiko, also möglichen WertEine Alternative sind die Risk-Conschwankungen, setzt. Die erwartete trol-indizes. Sie wechseln entsprerendite lässt sich jedoch nicht ver- chend einem zuvor definierten Volalässlich bestimmen. Daher konzen- tilitätsziel zwischen Positionen im jetrieren sich die Indizes darauf, die weiligen Aktien- und dem GeldWertschwankungen des Portfolios markt. Ähnlich wie der Minimum-Vamöglichst gering zu halten und die riance-ansatz bieten sie so deutliche Einzeltitel so zu gewichten, dass sie Vorteile gegenüber einem nach sich möglichst unabhängig voneinan- Marktkapitalisierung gewichteten der entwickeln. Portfolio. Sowohl bei der Sharpe Ratio als auch bei der Wahrscheinlichkeit von Verlusten weisen die RiskGewichtungen optimieren Control-Indizes erheblich bessere Stoxx arbeitet hierfür seit Mitte Kennzahlen auf. Alle Indizes mit Ziel2012 mit Axioma zusammen. Der volatilitäten von 5, 10, 15, 20 oder Spezialist für Risikomanagement lie- 25 % haben im Untersuchungszeitfert auf Basis seines anerkannten raum so bei nahezu konstantem RiFaktor-Modells die optimierten Gewichtungen für die einzelnen Indextitel. Das Ergebnis: Das Risiko wird gesenkt und das Risiko-Rendite-Profil des Portfolios hierdurch erheblich verbessert. Beispielsweise steigt die Sharpe Ratio, die die Zusatzrendite gegenüber dem risikolosen Zins ins Verhältnis zum Risiko setzt, bei einem Investment in den EuroStoxx50-Index von einem Wert von knapp 14 auf einen Wert von 35, wenn das Portfolio nicht über die Marktkapita- Credit Linked Notes... Fortsetzung von Seite B 4 hohen Stücklungen von Anleihen begrenzt ist. Ein weiterer Vorteil von Credit Linked Notes ist die einfache Diversifizierung durch die Bildung von Körben. So kann eine Credit Linked Note zum Beispiel auf einen Index oder einen gleichgewichteten, maßgeschneiderten Korb von mehreren Schuldnern bezogen werden. Da jeder Schuldner nur ein geringes Gewicht hat, erhält der Anleger eine gute Diversifizierung mit nur einer Credit Linked Note. Besonders interessant sind für Anleger Credit Linked Notes, bei denen die Kreditausfallschutzprämie höher als die Rendite der Anleihe ist. Diese positive Basis verleiht der Credit Linked Note eine Rendite, die zum Teil erheblich höher als die der Anleihe ist. Weiterhin macht eine Anlage in Credit Linked Notes viel Sinn, wenn es keine geeignete Anleihe des Schuldners gibt, die Liquidität zu gering ist oder die Stückelungen der Anleihe zu hoch sind. Wette auf Zahlungsfähigkeit Eine beliebte Möglichkeit, die Rendite einer Credit Linked Note zu steigern, besteht darin, auf einen Rückzahlungsbetrag nach einem möglichen Kreditereignis zu verzichten. Für diesen Verzicht erhält der Anleger entweder einen höheren Kupon während der Laufzeit oder einen niedrigeren Kaufpreis der Credit Linked Note. Diese sogenannte Zero Recovery -Version macht Sinn, wenn der Investor der Überzeugung ist, dass der Schuldner während der Laufzeit nicht zahlungsunfähig wird. Sehr gefragt ist Zero Recovery bei Credit Linked Notes, die sich auf einen Korb oder einen Index beziehen, sodass die Gewichtung jedes einzelnen Schuldners gering ist. Um eine gute Diversifizierung zu erreichen, stehen maßgeschneiderte Körbe oder CDS-Index-verlinkte Credit Linked Notes zur Verfügung, deren Funktionsweise einem großen, linear gewichteten Korb gleicht. CDS Indizes sind das Äquivalent von Aktienindizes, wie zum Beispiel dem Dax, Euro Stoxx oder S & P 500. Im Gegensatz zu Aktienindizes sind die meisten CDS-Indizes gleichgewichtet, was eine Anlage in eine indexverlinkte Credit Linked Note sehr transparent macht, da jeder Schuldner das gleiche Gewicht hat. CDS-Indizes sind sehr liquide, bieten eine gute Diversifizierung und zeigen eine attraktive Rendite bei historisch sehr niedrigen Ausfallquoten. Im europäischen Raum sind die zwei meistbenutzten Indizes der itraxx Main, der aus 125 InvestmentGrade-Schuldnern besteht, und der itraxx Crossover, der aus 50 HighYield-Schuldnern besteht. Vor allem der itraxx Crossover erfreut sich einer sehr großen Beliebtheit, da er Investoren einen einfachen und unkomplizierten Zugang zum schwer zugänglichen europäischen High-Yield-Markt bietet. Durch die oftmals niedrige Liquidität und die hohen Nennbeträge von High-Yield-Anleihen ist es, vor allem für Privatanleger, häufig schwer, diversifizierte High-Yield-Anlagen zu finden. Durch eine Anlage in eine Credit Linked Note, die sich auf den itraxx Crossover bezieht, erhält der Anleger ein diversifiziertes Investment in 50 verschiedene europäische High-Yield-Schuldner mit einem Gewicht von jeweils 2 % je Schuldner. Gibt es ein Kreditereignis bei einem Schuldner, reduziert sich der Rückzahlungsbetrag auf 98 %, der Anleger erhält aber zusätzlich noch den in der Auktion festgestellten Marktwert der Anleihe des Schuldners, multipliziert mit einem Gewicht von 2 %. Das Interesse und gehandelte Volumen von Credit Linked Notes nahm während der vergangenen zwölf Monate stetig zu und wird 2013 allein in Deutschland geschätzte 8 Mrd. Euro betragen. Diese Größenordnung ist keine Überraschung, denn Credit Linked Notes bieten im momentanen Niedrigzinsumfeld eine attraktive Alternative zu anderen festverzinslichen Anlagen und ermöglichen auch Privatanlegern, schon mit kleinen Anlagesummen diversifizierte Investments zu tätigen. siko höhere Renditen erzielt als der zugrunde liegende Basisindex. Die tatsächlich realisierte Volatilität des Indexportfolios hält sich dabei eng an dem zuvor definierten Volatilitätsziel, wie die Untersuchung über 20 Jahre zeigt. Der Anleger kann damit seine Risikoposition im Zeitverlauf möglichst konstant halten. Die Outperformance des Marktes geht darauf zurück, dass je nach Marktumfeld die Aktienpositionen unter- oder übergewichtet werden. So lassen sich insbesondere hohe Verluste in Zeiten fallender Märkte verhindern. Denn in der Regel steigt die Volatilität in einem solchen Marktumfeld. Umgekehrt investieren die Indizes in einem ruhigen Marktumfeld mit einem Hebel, wodurch sich die Erträge in weniger volatilen Märkten erhöhen lassen. Allerdings berücksichtigt diese Betrachtung keine Transaktionskosten. Diese erweisen sich in der Praxis jedoch als Schlüsselfaktor für die Wertentwicklung. Bei nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes ist es nur vergleichsweise selten notwendig, die Zusammensetzung des Index zu verändern. Die Gewichtung innerhalb des Portfolios passt sich mit der jeweiligen Kursentwicklung automatisch an. Lediglich wenn sich die Auswahl der Unternehmen im Index verändert, bei Kapitalmaßnahmen der Unternehmen oder wenn die definierten Kappungsgrenzen für die Gewichtung einzelner Titel überschritten werden, ist ein Handel der einzelnen Aktien im Index notwendig. Nur dann entstehen Transaktionskosten. Eine Schwäche von Minimum-Variance-Indizes gegenüber Standardindizes liegt dagegen darin, dass die einzelnen Titel regelmäßig überoder untergewichtet werden und die Transaktionskosten hierdurch typischerweise steigen. Denn die Datengrundlage also die Korrelationen und Volatilitäten verändern sich naturgemäß beständig. Veränderungen in der Marktkapitalisierung in Standardindizes werden dagegen über die Preisentwicklung der Komponenten quasi automatisch angepasst. Die Risk-Control-Indizes schneiden in puncto Transaktionskosten besser ab, unter anderem weil das Indexkonzept bereits innovative Elemente zur Reduktion des Anpassungsbedarf enthält. Zusätzlich müssen bei den Risk-Control-Indizes anders als beim Minimum-Variance-Ansatz keine Einzeltitel, sondern ausschließlich gesamte Marktpositionen umgeschichtet werden. Dies Strategieindizes verbinden ein strikt regelbasiertes Investment mit modernen Managementansätzen und verbessern damit die Performance. lässt sich über Exchange Traded Funds (ETF) oder Derivate in der Regel erheblich einfacher und kostengünstiger umsetzen, als die Einzeltitel anzupassen. Die Transaktionskosten fallen bei den Risk-Control-Indizes daher in der Regel geringer aus, auch wenn sich bei den Indizes mit einem Volatilitätsziel von 15 % oder mehr der Umfang der regelmäßig notwendigen Anpassungen in einer ähnlichen Größenordnung bewegt. Emittenten von Derivaten können sich so einfacher absichern, was die Kosten für die strukturierten Produkte senkt. Vielfältiger Nutzen Die Beispiele der Risk-Controlund Minimum-Variance-Indizes belegen, wie Strategieindizes die Performance des Portfolios verbessern. Aber die Benchmarks helfen nicht nur, das Portfolio langfristig effektiver nach Risiko-Gesichtspunkten aufzustellen. Vielmehr unterstützen Leveraged- und Short-Indizes kurzfristige taktische Investments. Andere Strategieindizes helfen, Dividendenstrategien einfach umzusetzen. Der Nutzen der Strategieindizes für Investoren liegt auf der Hand. Sie verbinden ein strikt regelbasiertes Investment mit modernen Managementansätzen und verbessern damit die Performance. Sie können so Marktinvestments wirkungsvoll ergänzen. Allerdings bleiben die klassischen nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes weiterhin ein wichtiger Baustein für das Portfolio. Denn mit ihnen lassen sich reine Marktinvestments einfach und zu geringen Transaktionskosten umsetzen. Eine Voraussetzung für Strategieindizes ist allerdings, dass sie unabhängig und nach objektiven Kriterien berechnet werden. Nur dann lassen sich die notwendige Transparenz sicherstellen und Interessenkonflikte in der Indexberechnung ausschließen.

6 B 6 Börsen-Zeitung Nr. 75 Express-Zertifikate werden oft verkannt Interessant bei seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Märkten Besonderer Charme ist die Kombination von Risikopuffer und Renditechance Das aktuelle Kapitalmarktumfeld ist geprägt durch historisch niedrige Zinsen und fragliche Konjunkturperspektiven im Zuge der stark gestiegenen Staatsverschuldung. Gleichzeitig notieren die Aktienmärkte nahe ihrem Allzeithoch. So ist der deutsche Leitindex Dax 30 aktuell keine 5 % mehr vom Höchststand im Sommer 2007 entfernt. Viele Anleger sind stark verunsichert und horten Ihre Cash-Bestände zu Magerzinsen auf Tagesgeldkonten. Kurskapriolen aussitzen Dabei eignen sich gerade jetzt Zertifikatestrukturen um den Einstieg in den Aktienmarkt zu finden, ohne dabei volles Kursrisiko eingehen zu müssen. Insbesondere Express-Zertifikate stellen eine interessante Anlagevariante dar, werden dabei jedoch oft verkannt. Insgesamt gibt es zwar nur etwas mehr als Produkte verschiedenster Anbieter am Markt, diese vereinten allerdings ein Marktvolumen (Stand Jahresende 2012) von rund 4,8 Mrd. Euro, was 5,3 % des Gesamtvolumens im deutschen Derivatemarkt darstellt. Grundsätzlich bieten Express-Zertifikate, deren Rückzahlung nur auf bestimmte Stichtage während der Laufzeit bezogen ist, einen großen Vorteil: Zwischenzeitliche Kurskapriolen können einfach ausgesessen werden. Andererseits können Chancen schneller genutzt werden: In vergleichsweise kurzer Zeit kann eine eindeutig definierte Zielrendite erwirtschaftet werden wenn der jeweilige Basiswert des Zertifikates zumindest an einem bestimmten Beobachtungstag während der Laufzeit ein bestimmtes Kursniveau erreicht. Je nach Ausgestaltung der Produkte sind auch sehr defensive Strukturen möglich, mit denen Anleger auch in fallenden Märkten positive Renditen erzielen können. Entscheidend ist je- nen 100-prozentigen Kapitalschutz verfügen, haben sich insbesondere Strukturen mit längeren Laufzeiten und tiefen Barrieren in den vergangenen Jahren sehr gut behauptet und positive Erträge trotz starker Kursrückschläge während der Laufzeit erzielen können. Ein weiterer Vorteil Peter Bösenberg liegt darin, dass die Rückzahlung nur von dem Kurs des Basiswertes zu jeweils bestimmten Zeitpunkten wähdirector und Head rend der Laufzeit abof Public Distribution hängt. Daher eignen Germany & Austria, sich Express-Zertifikate Global Equity Flow, bei insbesondere für solche der Société Générale Anleger, die eine zwischenzeitliche Schwächephase des jeweiligen doch die richtige Ausgestaltung der Basiswertes nicht ausschließen, aber Produkte, denn kleine, aber feine Un- grundsätzlich eine positive Markterterschiede machen dabei oft den ent- wartung haben. Temporäre Kurskascheidenden Unterschied. Verein- priolen wie beispielsweise im Herbst facht gesagt sollten Anleger immer 2008 können mit diesen Produkten darauf achten, dass Express-Struktu- ausgesessen werden, ohne dass der ren mit möglichst tiefen Barrieren Mechanismus dabei kaputt geht. am Laufzeitende ausgestaltet sind, Bei Express-Zertifikaten werden die nicht nur eine Rückzahlung des zu Beginn der Laufzeit die BewerNominalbetrages ermöglichen, son- tungstage, eine Tilgungsschwelle dern auch die Zahlung der aufgelau- und ein bestimmtes Absicherungsnifenen Kupons. veau (Barriere bei Fälligkeit) festgelegt. Jeweils an den BeobachtungsLangläufer mit tiefer Barriere terminen, z. B. im Abstand von zwölf Monaten, wird der Kurs des BasisDer besondere Charme von Ex- wertes mit der Tilgungsschwelle des press-zertifikaten ist die Kombina- Zertifikates verglichen. Notiert der tion von Risikopuffer und Rendite- Basiswert am jeweiligen Beobachchance: Anlageziel der Produkte ist tungstermin oberhalb der Tilgungses, eine vorher definierte Rendite in schwelle, kommt es zur vorzeitigen Höhe des Express-Coupons zu erzie- Rückzahlung des Zertifikates. Die len und dabei Verlustrisiken so weit Rückzahlung setzt sich aus dem Nowie möglich zu minimieren. Auch minalwert (der in der Regel dem wenn Express-Zertifikate über kei- Emissionspreis entspricht) und einer Kupon-Zahlung zusammen. Schließt der Basiswert dagegen an einem Beobachtungstermin unterhalb der Tilgungsschwelle, läuft das Zertifikat bis zum nächsten Beobachtungstag weiter. Der Zertifikateinhaber erhält dann am nächsten Beobachtungstermin erneut die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung. Am Ende der regulären Laufzeit erfolgt die letzte Beobachtung. Notiert der Basiswert oberhalb des Tilgungslevels erhält der Anleger den Nominalbetrag des Zertifikats sowie die Summe aller Kupons in voller Höhe zurückgezahlt. Erst wenn der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende unterhalb der Express-Barriere notiert, entstehen für den Anleger Verluste. Er ist in diesem Fall genauso gestellt wie bei einer Direktinvestition. Läge der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende beispielsweise bei 40 % seines Anfangskurses, würden Anleger eine Rückzahlung in Höhe von 40 Euro (bei einem Nominalwert des Zertifikates von 100 Euro) erhalten. kommt oder nicht. Der Namenszusatz Memory steht dabei für die Gedächtnisfunktion der Struktur, das heißt einmal ausgefallene Kuponzahlungen gehen nicht verloren, sondern werden nachgezahlt, sobald der Basiswert am nächsten Beobachtungstermin wieder oberhalb der Memory-Express-Schwelle notiert. Für Sicherheitsorientierte Die Kombination aus einem attraktiven Kupon, einem hohen Risikopuffer sowie dem sogenannten MemoryMechanismus eignet sich in erster Linie für sicherheitsorientierte Anleger, die eine Schwächephase an der Neuerung: Memory Express Neben den klassischen ExpressZertifikaten haben sich in jüngster Zeit vor allem Memory-Express-Zertifikate etabliert. Sie sind eine Weiterentwicklung der klassischen Express-Struktur, summieren die Kupons jedoch nicht bis zur Rückzahlung auf, sondern zahlen diese in aller Regel während der Laufzeit vorzeitig aus, solange der Basiswert zumindest oberhalb der Memory-Express-Schwelle notiert. Der Anleger kann somit in den Genuss einer regelmäßigen Kupon-Zahlung kommen, unabhängig davon, ob es zur frühzeitigen Fälligkeit der Struktur Börse nicht ausschließen, die aber davon ausgehen, dass der Basiswert bis zum Ende der Laufzeit keinen allzu dramatischen Wertverlust erleidet. Der Vorteil: Der Basiswert muss grundsätzlich nicht steigen, um die jeweilige Kuponzahlung zu erhalten er darf im Vergleich zum Ausgangsniveau sogar deutlich bis zur jeweiligen Memory Schwelle fallen. Die Kursentwicklung während der Laufzeit wird zum größten Teil von der Entwicklung des Basiswertes beeinflusst. In der Regel reagieren Express-Zertifikate kurz nach der Emission mit einer Sensitivität von circa 30 % (Delta) auf Veränderungen des Basiswertes. Gleichwohl kann eine Veränderung der impliziten Volatilitäten sich auf den Sekundärmarktwert der Produkte auswirken hierbei gilt stets, dass steigende Volatilitäten zu fallenden Notierungen, und fallenden Volatilitäten zu steigenden Sekundärmarktpreisen führen (Express-Zertifikate haben ein negatives Vega). Starke Entwicklung Das Chart verdeutlicht die Wertentwicklung eines Express-Zertifikates (unser Beispiel WKN SG0SC4) seit seiner Auflage im Juli 2008 im Vergleich zum Euro Stoxx 50 Total Return Index. Das Beispielszertifikat ist mit einem jährlichen Kupon von 10,0 % ausgestattet. Bei einer Laufzeit von 6 Jahren bis Juni 2014 liegt die jährliche Tilgungsschwelle bei 83 % des Kursniveaus bei Auflage. Die Barriere bei Fälligkeit wurde bei 50 % fixiert. Wie sehr gut zu erkennen ist, kam es bei diesem Produkt bisher zu keiner frühzeitigen Rückzahlung. Zeitgleich konnte sich das Produkt jedoch wesentlich besser entwickeln als der Basiswert selbst. Trotz Finanzmarktkrise im Herbst 2008 und Euro-Schuldenkrise in 2011 konnte der Express-Mechanismus zu keinem Zeitpunkt verletzt werden. Durch die digitale Rückzahlung zum Laufzeitende und die tiefe Barriere konnte sich das Produkt seit der Emission um 50 % besser entwickeln als der Euro Stoxx 50 Total Return. Unternehmen müssen Anleger überzeugen Breites Spektrum an Produkten Bonitätsanleihen weisen Parallelen zu Unternehmensanleihen auf. Wie diese hängen sie vom Kreditrisiko des Unternehmens ab. Maßgeblich für die jährlichen Zinszahlungen sowie die Rückzahlung am Ende der Laufzeit ist, ob ein Kreditereignis wie zum Beispiel eine Zahlungsunfä higkeit vorliegt. Ist dies Fabian Blumer nicht der Fall, erhält der Anleger eine jährliche Verzinsung und bekommt am Ende der Laufzeit den Nennwert der Anleihe zurück. Trotz dieser ÄhnlichZertifikate-Experte keiten gibt es einige weder Landesbank Baden- sentliche Unterschiede: Württemberg (LBBW) Zum Ausfallrisiko des Unternehmens kommt bei Bonitätsanleihen weise zwischen 0,5 und 1,0 % nur noch das der emittierenden Bank. Ist in Einzelfällen darüber. Auch si- sie zahlungsunfähig, verlieren die chere Staatstitel mit interessanten Anleger ihr Geld. Daher bezahlt sie Anleiherenditen gehören der Vergan- für dieses Risiko eine zusätzliche genheit an. Angesichts der Entwick- Kompensation, die sich positiv auf lung der Verbraucherpreise bedeu- die Rendite auswirkt. Auch was die Laufzeit betrifft, untet das bei einer Inflationsrate von 1,5 % (Februar 2013) reale Vermö- terscheiden sich die beiden Formen. gensverluste. Für bessere Rendite- Denn Unternehmen emittieren Anleichancen lohnt sich daher ein Blick hen entsprechend dem eigenen Kapitalbedarf. Mitunter sind das für den auf Alternativen. Anleger jedoch keine passenden Laufzeiten. Banken sind dagegen in Es gibt Alternativen der Laufzeitgestaltung bei BonitätsStärker im Anlegerfokus sind in anleihen flexibler und bieten häufig den vergangenen Jahren von Unter- mehrere Varianten an. Weiter könnehmen begebene Anleihen am Ren- nen die Stückelungen der Anteile ertenmarkt. Die Überlassung des Kapi- heblich voneinander abweichen. Untals verzinsen sie mit einer Rendite, ternehmensanleihen werden mit die über einer risikolosen Geldan- Nennwerten bis zu Euro begelage liegt und damit meist über der ben. Bonitätsanleihen hingegen hainflation. Dieser Credit Spread ent- ben in der Regel einen Nennwert schädigt für das höhere Risiko des von Euro. Bei der Verzinsung von BonitätsanUnternehmens. Unternehmensanleihen werden am Ende der Laufzeit zu leihen wird der Spread von Credit 100 % zurückgezahlt sofern der Default Swaps betrachtet und nicht Emittent seinen Verpflichtungen wie bei Unternehmensanleihen nachkommen kann. Ist das Unter- durch das Unternehmen vorgegenehmen mittlerweile jedoch zah- ben. Deshalb können Emittenten gelungsunfähig geworden, droht auch zielt Produkte auf Unternehmen auffür den Anleger ein Verlust: Entwe- legen, deren Credit Spread höher ist der er bekommt nur einen geringe- als die Rendite der vergleichbaren ren Teil der Anlage erstattet, oder Unternehmensanleihen. Nachdem der deutsche Aktienindie Rückzahlung entfällt komplett. Auch am Zertifikatemarkt werden dex im vergangenen Jahr um knapp Schuldverschreibungen begeben, 30 % gestiegen ist, konnten am mit denen Investoren an der Ent- Aktienmarkt hohe Renditen erzielt wicklung eines Unternehmens teilha- werden. Derzeit gehen etliche ben können. Emittenten sind Ban- Analysten in ihren Prognosen für ken. Dabei werden sie einerseits ver- das laufende Jahr von einer positischiedenen Laufzeiten, andererseits ven Entwicklung aus. Dennoch maunterschiedlichen Risikoneigungen chen die Konjunkturdynamik sowie Fortsetzung Seite B 7 gerecht. Im aktuellen Marktumfeld ist es für Anleger immer schwieriger geworden, attraktive Renditen zu erzielen. Bei mehrjährigen Festgeldanlagen bewegen sich die Zinsen beispiels-

7 Börsen-Zeitung Nr. 75 B7 Gold glänzt nicht allein Edelmetalle bieten Investments für fast jedes Marktumfeld Zuletzt hohe Mittelzuflüsse bei industriell genutzten Edelmetallen Vor allem taktische Investments ker angezweifelt. Daraufhin reagierte die Europäische Zentralbank (EZB) mit einem groß angelegten Programm zum Ankauf von Anleihen angeschlagener Staaten. Die Angst vor einer Zuspitzung der Krise und einer Geldentwertung infolge der expansiven Geldpolitik führte zu einer Flucht vieler An leger in Gold. So verbernhard Wenger buchten Gold-ETP weltweit im August und September 2012 Zuflüsse von knapp 8 Mrd. Dollar. Leiter des Vertriebs Die geringe Korrelavon ETF Securities tion mit den größten Akin Deutschland, Östertienmärkten der Welt soreich sowie Mittelwie mit vergleichsweise und Osteuropa risikoreichen Anlageformen verdeutlicht die BeSilber, Platin und Palladium ist wei- deutung von Gold für eine strategiterhin ungebrochen. So erreicht das sche Absicherung gegen Risiken an in Edelmetallprodukten verwaltete den Finanzmärkten und konjunktuvermögen regelmäßig neue Höchst- relle Schwankungen. Aber nicht nur stände. Ende 2012 wurden weltweit in Krisenzeiten, sondern auch in an170 Mrd. Dollar in börsengehandel- deren Marktkonstellationen gibt es ten Indexprodukten, Exchange Tra- Faktoren, die Gold-Investments unded Products (ETP), auf Edelmetalle terstützen. Das anhaltend niedrige verwaltet. Dies entspricht rund 85 % Zinsniveau beispielsweise bietet ein des gesamten Vermögens, das in attraktives Umfeld für eine Anlage Rohstoff-ETP angelegt ist. Obwohl in das Edelmetall, weil die OpportuInvestoren auch zunehmend andere nitätskosten für ein Gold-Investment Rohstoffsektoren zur Diversifizie- vergleichsweise gering sind. rung des Portfolios sowie für taktische Investments nutzen, dominieabhängig von Autoabsatz... ren Edelmetalle nach wie vor die Anlageklasse der Rohstoffe. Und das Ein anderes Bild geben hingegen nicht ohne Grund: In nahezu jedem Platin und Palladium ab. Da diese Marktumfeld lässt sich mit Edelme- beiden Edelmetalle vornehmlich in tallen eine effektive Investmentstra- der industriellen Produktion Verwentegie umsetzen. dung finden, haben sie andere Investment-Eigenschaften. Die Bedeutung von Platin und Palladium für Gold als Ersatzwährung die Herstellung von AutokatalysatoDominieren Edelmetalle insge- ren bestimmt die Nachfrage. Gut ein samt bei Rohstoffinvestments, ist es Drittel des gesamten Platinbedarfs Gold innerhalb der Gruppe der Edel- und sogar rund zwei Drittel des Palmetalle. Knapp drei Viertel aller ladiumbedarfs gehen auf die AutoEdelmetallinvestments sind in Gold- mobilindustrie zurück, die somit eietp angelegt. Investoren nutzen das nen starken Einfluss auf die Preisentgelbe Edelmetall vor allem als Ersatz- wicklung hat. Daher hängen Investwährung in Krisenzeiten. Während ments in die beiden Edelmetalle der Euro-Schuldenkrise Mitte des auch davon ab, wie sich die Absatzvergangenen Jahres beispielsweise zahlen von Autos entwickeln. Da Auwurde die Zahlungsfähigkeit einiger toverkäufe eng mit der weltwirtsüdeuropäischer Staaten immer stär- schaftlichen Lage zusammenhän Der rasante Anstieg von Rohstoffinvestments in den vergangenen Jahren ist zu großen Teilen auf das Wachstum bei Edelmetallen zurückzuführen. Die Nachfrage nach Gold, Unternehmen müssen... Fortsetzung von Seite B 6 die anhaltende Euro-Schuldenkrise den Markt anfällig für entsprechende Korrekturbewegungen. Investoren, die eine moderate Entwicklung erwarten und das Risiko im Vergleich zur Direktanlage in eine Aktie optimieren wollen, finden am Zertifikatemarkt passende Lösungen. In den letzten Jahren ist die Aktien-Anleihe verstärkt in den Fokus der Anleger gerückt. Hier handelt es sich um eine Mischung aus Aktie und Rentenpapier, der ein Unternehmen als Basiswert zugrunde liegt. Durch das erhöhte Risiko aufgrund der Aktienabhängigkeit liegt die Verzinsung meist deutlich über dessen Zinsniveau. Für jede Markterwartung Aktien-Anleihen sind mit Zinskupons ausgestattet, die unabhängig von der Entwicklung der zugrunde liegenden Aktien bezahlt werden. Die Rückzahlung bei Fälligkeit hängt vom Referenzpreis ab dem Schlusskurs der Aktie am letzten Bewertungstag. Notiert die Aktie auf oder über dem vorher festgelegten Basispreis, dann wird der Nennbetrag meist Euro zurückgezahlt. Fällt die Aktie und notiert unter dem Basispreis, so werden anstelle der Kapitalrückzahlung Aktien entsprechend dem Bezugsverhältnis geliefert. Der Gegenwert der gelieferten Aktien liegt unter dem Nennbetrag. Der Anleger hat dann zwei Möglichkeiten. Entweder er realisiert den Verlust. Oder er behält die Aktien und wird zum Aktionär, um im Falle einer Kurserholung die Position mit Gewinn zu veräußern. Aktien-Anleihen werden mit unterschiedlichen Laufzeiten am Markt angeboten. In der klassischen Form birgt ihre Konstruktion zwei Sicherheitsmomente: Zum einen federn die jährlichen Zinszahlungen mögliche Verluste ab. Zum anderen wird der Basispreis in der Regel unter dem ursprünglichen Startniveau der Aktie am Ankauftag festgesetzt, sodass hier ein Sicherheitsabstand inte- griert ist. Unter anderem dadurch spielen Aktien-Anleihen ihre Stärken in unterschiedlichen Marktphasen aus: Auch in Seitwärtsmärkten oder im Falle von Kursverlusten bis zum Basispreis bringen sie Renditen. Neben klassischen Aktien-Anleihen sind zahlreiche Varianten verfügbar. Ein Beispiel sind die weniger bekannten Express-Aktien-Anleihen. Sie vereinen die Vorteile der vom Basiswert unabhängigen Zinszahlungen einer Aktien-Anleihe mit den Vorteilen eines Express-Zertifikats. Dieses räumt dem Anleger eine jährliche Rückzahlungsmöglichkeit ein, die vom Stand des Aktienkurses des Basiswerts abhängt. Hierfür definiert der Emittent einen vorzeitigen Auszahlungslevel meist bewegt sich dieser festgelegte Kurs um den Startwert. Liegt der Kurs am Stichtag darüber, wird die Express-Aktien-Anleihe vorzeitig zurückgezahlt. Andernfalls läuft sie weiter. Der Anleger profitiert nach wie vor von der Verzinsung. Für ihn besteht weiterhin die Möglichkeit, dass die Anleihe zum Nennwert zurückgezahlt wird. Ähnlich wie bei den Klassikern reduzieren die Express-Aktien-Anleihen das Risiko eines Verlusts zum Laufzeitende, indem der Basispreis unterhalb des Startwerts festgesetzt wird. Anlagekriterien hinterfragen Insgesamt gibt es viele Arten, wie in die Entwicklung eines Unternehmens investiert werden kann eine Vielzahl von Emittenten decken mit einem breiten Spektrum an Produkten die unterschiedlichen Markterwartungen ab. Interessierte Investoren sollten deshalb im Vorfeld verschiedene Anlagekriterien für sich hinterfragen. Sie sollten abwägen zwischen Rendite und Risiko. Entscheidend beim Kauf eines Produkts ist neben dem persönlichen Anlagehorizont, der eigenen und der professionellen Meinung zum Markt auch die Wahl des Basiswerts. Denn egal für welche Form ein Anleger sich entscheidet: Er muss von dem Unternehmen, in das er investieren will, überzeugt sein. gen, ziehen der Platin- und der Palladiumpreis bei einem konjunkturellen Aufschwung in der Regel an.... und Politik Neben der Produktion von Autokatalysatoren als entscheidendem Nachfragefaktor beobachten Investoren aber ebenso die Situation auf der Angebotsseite. Hier spielt die geografische Konzentration der Platin- und Palladiumvorräte eine wichtige Rolle. Drei Viertel der Platinund die Hälfte der Palladiumvorkommen konzentrieren sich auf Südafrika. Der Weltmarkt für die beiden Rohstoffe hängt somit in hohem Maße von der dortigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation ab. Darüber hinaus liegt nahezu die gesamte übrige Hälfte der weltweiten Palladiumvorräte in Russland. Das Edelmetall wird dort als Nebenprodukt der Nickelförderung gewonnen. Diese geopolitischen Gegebenheiten haben zur Folge, dass sich regionale Unruhen, politische Instabilitäten oder Infrastrukturprobleme unmittelbar auf die weltweite Angebotssituation auswirken. Die Weltmarktpreise der beiden Edelmetalle reagieren daher sehr sensibel auf einzelne Entwicklungen vor Ort. Diese Rahmenbedingungen ermöglichen es Investoren, ETP auf Platin und Palladium gezielt für taktische Investments einzusetzen. Die Volatilität der beiden Edelmetallmärkte erfordert allerdings, dass die Entwicklungen bei den entscheidenden Angebots- und Nachfragefaktoren genau im Auge behalten werden. Ein Beispiel für die unmittelbare Auswirkung von regionalen Er- eignissen auf den Weltmarkt sind die immer wieder auftretenden Arbeitskämpfe und Unruhen in den Platinminen Südafrikas. So führte das verknappte Angebot infolge der erheblichen Produktionsausfälle während der Streiks südafrikanischer Minenarbeiter im August und September 2012 zu einem Anstieg des Platinpreises um mehr als 20 %. Investoren, die auf einen Preisanstieg gesetzt hatten, bauten ihre Positionen in Platin-ETP im Verlauf der zwei Monate um rund 250 Mill. Dollar aus. Investoren nutzen zudem gezielt Schwankungen auf der Nachfrageseite. Da die Minenbetreiber ihr Angebot kurzfristig kaum ausbauen können, schlagen Veränderungen in der Nachfrage schnell auf die Kurse durch. Den höheren Bedarf an den Rohstoffen im Zuge der anziehenden Konjunktur Anfang 2013 etwa nahmen Investoren zum Anlass, unter anderem in Palladium zu investieren. Denn industriell verwendete Edelmetalle erfüllen die Funktion eines konjunkturellen Frühindikators. Insbesondere die verbesserten wirt- schaftlichen Rahmendaten in den USA und China unterstützten die industrielle Nachfrage nach Metallen. Im Januar und Februar 2013 verzeichneten so allein die PalladiumETP von ETF Securities Mittelzuflüsse von knapp 90 Mill. Dollar. Taktisch orientierte Anleger haben mit ETP auf die Edelmetalle Platin und Palladium Anlageinstrumente an der Hand, die ihnen zahlreiche Optionen in verschiedenen Marktsituationen bieten. Herausforderung Silber Im Gegensatz zu den anderen Edelmetallen hat Silber weniger eindeutige Investment-Eigenschaften. Vielmehr kann es als eine Art Hybrid zwischen Gold und den Platinmetallen angesehen werden. Auf der einen Seite weist Silber aufgrund seiner historischen Verwendung als Währung und Wertanlage eine starke Korrelation zu Gold auf. So hat sich der Silberpreis in Phasen expansiver Geldpolitik mit Inflationsgefahr meist parallel zu Gold ebenfalls positiv entwickelt. Auf der anderen Seite wird Silber intensiv industriell genutzt, insbesondere in der Elektronikindustrie. Der industrielle Anteil an der Silbernachfrage beträgt mehr als 50 %, was den Silbermarkt spürbar von industriellen Zyklen abhängig macht. Aufgrund der konjunkturellen Schwankungen führt die industrielle Nutzung zu einer starken Volatilität. So ist die durchschnittliche Volatilität der vergangenen zehn Jahre bei Silber mit 38 % ähnlich hoch wie beispielsweise bei Kupfer mit 35 %. Dagegen betragen die Schwankungen bei Gold nur 20 %. Der Hybridcharakter von Silber stellt Investoren vor die Herausforderung, zu entscheiden, welcher Eigenschaft sie dem Edelmetall in einem bestimmten Marktumfeld die größte Bedeutung beimessen. Insgesamt können Investoren allein mit den vier Edelmetallen gezielt von unterschiedlichen Marktkonstellationen profitieren. Während Gold und Silber den Investoren als langfristiges strategisches Investment dient, lassen sich mit Platin und Palladium, aber auch situationsabhängig mit Silber taktische Investments passgenau umsetzen. Dabei haben Investoren ein breites Instrumentarium an ETP zur Auswahl. Beispielsweise können Investoren über ETC nicht nur in die einzelnen Edelmetalle, sondern auch in einen Korb aus Gold, Silber, Platin und Palladium investieren. So können sie sich unabhängig vom Marktszenario aufstellen und trotzdem von der insgesamt positiven Entwicklung der Edelmetalle profitieren. Mit den physisch besicherten Produkten lässt sich ein Investment in den Spotpreis ohne Rollverluste tätigen. Darüber hinaus gibt es Produkte, die auf Futures basieren und wegen der regelmäßigen Erneuerung auslaufender Terminkontrakte deshalb Rolleffekten ausgesetzt sind. Auch diese Anlageinstrumente sind jedoch vollständig mit Kreditsicherheiten hinterlegt. Schließlich ermöglichen Leveraged- und Short-Produkte ein gehebeltes Investment beziehungsweise ein Investment in fallende Kurse. Die Vielzahl an Produkten gibt Investoren flexible Möglichkeiten, um die unterschiedlichen Investment-Eigenschaften der Edelmetalle aktiv in ihrem Portfoliomanagement zu nutzen.

8 B 8 Börsen-Zeitung Nr. 75 Mit Hebel von Trendphasen profitieren Der konstante Faktor macht den Unterschied zu anderen Hebelprodukten aus Einfache Funktionsweise, übersichtliches Angebot Der Dow Jones hat es geschafft, der Dax 30 steht kurz davor: das AllzeitHoch. Ein Rekordstand ist immer eine wichtige Marke für den Aktienmarkt. Allerdings gibt es einiges zu beachten, wenn man aus diesen Marken Rückschlüsse ziehen möchte insbesondere im Vergleich verschiedener Indizes miteinander. Nicht einfach zu vergleichen Zuerst zum amerikanischen Aktienindex lag der Dow Jones bei etwa Punkten. Zehn Jahre später notierte er bei etwa Punkten, um weitere zehn Jahre später ebenfalls um die Marke von Punkten zu stehen. Zwischenzeitlich erreichte er das vorläufige Allzeithoch von ,10 Punkten. Im März 2013 war es dann so weit: Eine neue Bestmarke oberhalb von Punkten wurde aufgestellt. Zu beachten ist, dass der Dow Jones ohne Dividenden berechnet wird. Schütten also die 30 US-Großkonzerne Dividenden aus, sinkt der Index. Somit spiegelt die Kursentwicklung des Dow Jones ausschließlich die tatsächliche Kursentwicklung der Aktien im Index wider. Trotzdem hat es der Index auf ein neues Rekordhoch geschafft, und viele Aktionäre können sich über ordentliche Kursgewinne freuen. Der Dax 30 dagegen steht noch kurz vor dem Überschreiten seiner Bestmarke von 8 151,57 Punkten aus dem Jahr Allerdings ist der Dax 30 ein sogenannter Performance-Index. Man könnte ihn auch als Dividenden-Index beschreiben. Im Kern bedeutet das Folgendes: Im Gegensatz zum Dow Jones sinkt der Wert des Dax 30 nicht, wenn einer der Konzerne des Index eine Dividende ausschüttet. Die gezahlte Dividende wird vielmehr in Aktien reinvestiert. Bei einer aktuellen Dividendenrendite von rund 3,23 % ist die- Unterschied haben sich über die Jahre durch die Dividenden angesammelt. Der Dax-Kursindex liegt derzeit bei nur etwa Punkten und damit deutlich niedriger als der Dax 30. Im Kursverlauf des Chart erkennt man dann sehr deutlich (Grafik Dax-Kursindex vs. Dax 30), dass der DaxAnouch Alexander Kursindex noch lange Wilhelms nicht das Allzeithoch in Angriff genommen hat, ganz im Gegensatz beispielsweise zum Dow JoProduct Manager im Bereich Equity Mar- nes. Im März 2000 notierte der Dax-Kursinkets & Commodities, dex oberhalb der Marke Public Distribution von Punkten. So bei der Commerzbank viel schaffte er seitdem nie wieder. Im Jahr ser Effekt insbesondere im langfristi überwand er gerade einmal gen Bereich von hoher Bedeutung. die 5 300, und aktuell liegt er unterdie Deutsche Börse in Frankfurt halb von Punkten. Die Frage, verantwortet die Indexzusammenset- ob der Aktienmarkt in Deutschland zung und Berechnung des Dax 30. sich zu neuen Höhen aufschwingt, Was viele Anleger nicht wissen: Ne- kann also nicht so einfach mit der Siben dem allseits bekannten Dax 30 tuation in Amerika verglichen werwird ebenfalls ein Dax-Kursindex be- den. Wenn der Dax 30 seine rechnet. Dieser beinhaltet wie der Rekordmarke von 8 151,57 Punkten Dow Jones keine Reinvestition von übertrifft, würde dies zwar ein neues Dividenden und eignet sich deshalb Allzeithoch bedeuten. Aber nur unbesser für einen Vergleich mit dem ter Berücksichtigung reinvestierter amerikanischen Börsenbarometer. Dividenden. Blickt man auf den DaxKursindex, ist das Allzeithoch für den deutschen Aktienmarkt noch in Punkte an Dividenden weiter Ferne. Wer aktuell weiter an eine positizur Historie: Die Berechnung beider Indizes (Dax 30 und Dax-Kursin- ve Entwicklung der Aktienmärkte dex) startete zeitgleich, und zwar glaubt, kann breit gestreut und weltam 31. Dezember 1987 bei einem weit in Indizes investieren. Dabei Stand von Punkten. Heute, spielen die Dividenden natürlich eimehr als 25 Jahre später, hat sich ne große Rolle; der Dax 30 ist für Inzwischen beiden Indizes eine ordent- vestoren attraktiv, da er die Dividenliche Lücke aufgetan Punkte den reinvestiert und Investoren, die beispielsweise ein Dax 30-Indexzertifikat gekauft haben, so über die Kursentwicklung in den Genuss von Dividenden kommen. Da das Zertifikat ohne Managementgebühren und Ausgabeaufschlag angeboten wird, eignet es sich besonders für preissensible Investoren. In der Anlegergunst gestiegen Eine andere Kategorie von Zertifikaten stieg in den vergangenen Jahren in der Gunst der Anleger: Faktorzertifikate. Grundlage eines Faktorzertifikats ist, wie bei fast allen Zertifikaten, der Basiswert beispielsweise eine Aktie oder ein Index. Das Faktorzertifikat ermöglicht es dem Investor, nun in diesen Basiswert mit einem bestimmten Faktor zu investieren. Das bedeutet, dass ein Anleger relativ gesehen einen deutlich höheren Gewinn erzielen kann, als wenn er direkt in die Aktie oder den Index investiert. Gleiches gilt allerdings auch für Verluste: Die sind wenn es nicht gut läuft deutlich höher als beim Direktinvestment. Der Clou der Faktorzertifikate im Vergleich zu anderen Hebelprodukten ist der konstante Faktor beziehungsweise konstante Hebel. Am Beispiel des Faktorzertifikats 3x Long auf den Dax 30 (WKN CZ24ZL) ist die Funktion schnell erklärt: Im Dezember 2011 notierte der Dax 30 bei 5 898,35 Punkten und stieg bis zum März 2013 um gut 33 % auf Punkte. Das Faktorzertifikat 3x Long auf den Dax 30 verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 109 %. Somit konnte der Anleger hier im Vergleich zum Aktieninvestor mehr als die dreifache Rendite erzielen. Ganz so einfach stellen sich die Faktorzertifikate aber nicht dar, denn es gibt einige Besonderheiten, die bei diesen Zertifikaten zu beachten sind. Der Faktor beispielsweise bezieht sich immer nur auf den Kurs des Index vom Vortag. Für das Faktorzertifikat 3x Long auf den Dax bedeutet das: Ist der Index im Vergleich zum Vortag 2 % im Plus, liegt das Zertifikat 6 % vorn. Notiert der Dax 30 hingegen um 2 % tiefer, liegt das Zertifikat 6 % im Minus. Somit ist es möglich, jeden Tag aufs Neue mit einem Faktor von 3 an den Kursentwicklungen des deutschen Aktienmarktes zu partizipieren. Das bedeutet allerdings auch, dass sich ein Investment in Faktorzertifikate immer dann besonders lohnt, wenn sich der Basiswert in einer Trendphase befindet und beispielsweise über einen längeren Zeitraum konstant steigt. Nachteil bei Seitwärtsphasen Nachteilig hingegen können schwankungsfreudige Seitwärtsphasen sein, in denen sich Kursverluste mit Kursgewinnen abwechseln. Denn in diesen Phasen kann das Faktorzertifikat leicht an Wert verlieren, obwohl der Basiswert am Ende der Seitwärtsphase wieder sein ursprüngliches Kursniveau erreicht. Aufgrund der Verkettung, die die tägliche Kursentwicklung des Basiswerts bei der Indexberechnung berücksichtigt, kann somit nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass das Faktorzertifikat nach dieser Zeit wieder bei seinem Ausgangsniveau notiert. Vielmehr wird es einen leichten Verlust aufweisen, der umso stärker ausfällt, je länger der Basiswert um das Ausgangsniveau pendelt und je höher der Faktor des Zertifikats ist. Beim erneuten Blick auf das Faktorzertifikat 3x Long auf den Dax 30 fällt Folgendes auf: Im Juni 2012 notierte der Dax im Vergleich zum Schlussstand des Vorjahres zwischenzeitlich rund 2,5 % im Plus. Dieser Zeitraum war von einer hohen Schwankungsbreite geprägt. Das Faktorzertifikat konnte während dieser Zeit nur rund 0,8 % an Wert hinzugewinnen. Zwar wurden die Entwicklungen auf Tagesbasis exakt mit einem Faktor von 3 abgebildet, auf längere Sicht konnte sich das Zertifikat aber nicht so positiv entwickeln wie der Dax 30-Index selbst. Dann zog der Leitindex wieder an und verbuchte einen Gewinn von 30 % bis März Das Faktorzertifikat folgte dieser Entwicklung und übertraf den Gewinn von erwarteten 90 % sogar, denn der Aufwärtstrend verlief sehr stabil und der stets feste Hebel von 3 liefert in solchen Marktphasen eine Überrendite. Im März 2013 lag das Zertifikat um 107 % höher als im Juni Somit steht fest: Bei einem langfristigen Investment in Faktorzertifikate muss der Investor regelmäßig seine Anlageentscheidung überprü- fen und berücksichtigen, dass Faktorzertifikate ihre Stärken in Trendphasen ausspielen. In volatilen Seitwärtsmärkten hingegen ist Vorsicht geboten. Ausknocken nicht möglich Neben dem konstanten Hebel unterscheiden sich Faktorzertifikate aber noch in einem weiteren Punkt von anderen Hebelprodukten. Obwohl die Laufzeit von Faktorzertifikaten unbegrenzt ist, können sie nicht ausgeknockt werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es für jedes Faktorzertifikat eine sogenannte Anpassungsschwelle gibt. Würde der Dax 30 von einem auf den anderen Tag beispielsweise um 35 % nachgeben, dann würde der Investor des Faktorzertifikats 3x Long auf den Dax 30 theoretisch einen Verlust von 105 % erleiden (35 Prozent x 3). Dies ist natürlich ausgeschlossen. In einer solchen Situation greift bei diesem Zertifikat eine Anpassungsschwelle von 30 %: Sobald der Index um 30 % innerhalb eines Tages fällt, findet eine außerordentliche Anpassung statt. Im Prinzip wird nun so getan, als wäre der Handels- Bei einem langfristigen Investment in Faktorzertifikate muss der Investor regelmäßig seine Anlageentscheidung überprüfen und berücksichtigen, dass Faktorzertifikate ihre Stärken in Trendphasen ausspielen. In volatilen Seitwärtsmärkten hingegen ist Vorsicht geboten. tag bereits beendet und es würde sofort ein neuer Handelstag beginnen. Es tritt kein Knock-out-Ereignis ein, allerdings hat der Investor in solch einem Fall bereits gut 90 % des Wertes verloren. Der Absturz des Index führt zwar nicht zu einem Totalverlust, der Anleger erleidet jedoch trotzdem eine deutliche Minderung seines Kapitals. Fazit: Aufgrund des übersichtlichen Angebots der Faktorzertifikate und der einfachen Funktionsweise werden diese Zertifikate gerne von Anlegern eingesetzt, die klar auf eine Marktbewegung einer Aktie, eines Index oder sogar von Zinsen und Rohstoffen setzen und von dieser mit einem erhöhten Hebel profitieren möchten. Impressum Börsen-Zeitung Strukturierte Anlageprodukte Am 19. April 2013 Redaktion: Alexandra Baude Anzeigen: Dr. Jens Zinke (verantwortlich) Technik: Tom Maier Typografische Umsetzung: Klaus Jung Verlag der Börsen-Zeitung in der Herausgebergemeinschaft WERTPAPIERMITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG, Düsseldorfer Straße 16, Frankfurt am Main, Tel.: 069/2732-0, (Anzeigen) Tel.: 069/ , Fax: 069/233702, (Vertrieb) 069/ Geschäftsführer: Ernst Padberg Druck: Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH; Kurhessenstraße 4 6, Mörfelden-Walldorf

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