Marius Dannenberg / Anja Ulrich. E-Payment und E-Billing

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1 Marius Dannenberg / Anja Ulrich E-Payment und E-Billing

2 Marius Dannenberg / Anja Ulrich E-Payment und E-Billing Elektronische Bezahlsysteme für Mobilfunk und Internet GABLER

3 Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.ddb.de> abrufbar. 1. Auflage 2004 Alle Rechte vorbehalten Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004 Softcover reprint of the hardcover 1 st edition 2004 Lektorat: Jens Kreibaum Der Gabler Verlag ist ein Unternehmen von Springer Science+Business Media. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Umschlaggestaltung: Nina Faber de.sign, Wiesbaden ISBN ISBN (ebook) DOI /

4 Vorwort Sichere, effiziente, kostengünstige und bequem zu bedienende elektronische Zahlungssysteme sind eine entscheidende Voraussetzung für die weitere Entwicklung des elektronischen Handels. Etliche Anbieter solcher Systeme haben immer wieder versucht, mit ihren innovativen Bezahlverfahren das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Erfolgreich waren bisher jedoch nur wenige. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass im Rahmen einer weltweiten Studie des Department of Trade and Industry aus Großbritannien, festgestellt wurde, dass Firmenkunden derzeit erst bei maximal 25 Prozent ihrer Lieferanten Online bezahlen können. Diesen Höchstwert erreichen allerdings vorerst auch nur Unternehmen aus Australien. Eine elektronische Bezahlfunktion bieten in den USA 16 Prozent, in Großbritannien 15 Prozent und in der BRD ebenfalls 15 Prozent der Unternehmen ihren Kunden an. Hierzulande hat der Anteil der Unternehmen, die ihren Kunden die Möglichkeit zum elektronischen Bezahlen einräumen zwischen 2001 und 2002 sogar leicht abgenommen. Ziel des vorliegenden Buches ist es, die verschiedenen elektronischen Zahlungssysteme, die bisher entwickelt wurden, systematisch vorzustellen und anhand von spezifischen Kriterien zu bewerten. Dadurch wollen wir herausfinden, welche Zahlungssysteme als geeignet erscheinen, den elektronischen Handel bzw. die herannahende Paid-Content Ära im Internet adäquater als es bisher der Fall ist zu unterstützen. Das Buch gliedert sich - neben dem ersten einleitenden und dem letzten zusammenfassenden Kapitel - in sieben weitere Kapitel, so dass es aus insgesamt neun Kapiteln besteht. Die in Kapitel 1 vorgetragenen Überlegungen bezüglich der Systematisierung und Bewertung von elektronischen Zahlungssystemen bilden die Leitidee zum Aufbau des Buches. In Kapitel 2 erfolgt zunächst die Betrachtung der Entwicklungsgeschichte elektronischer Bezahlverfahren bzw. von Electronic Payment Systemen (EPS). Danach werden begriffliche Grundlagen gelegt, die helfen sollen, die verschiedenen EPS voneinander abzugrenzen. Im letzten Kapitelabschnitt unterziehen wir die elektronischen Zahlungsverkehrverfahren dann noch einer Systematisierung, so dass sie in den nächsten Kapiteln übersichtlich präsentiert und bewertet werden können. Das Ziel von Kapitel 3 besteht zunächst in der Entwicklung und anschließenden Beschreibung von Bewertungskriterien für elektronische Zahlungssysteme, um diese in den weiteren Kapiteln auf einheitliche Art und Weise beurteilen zu können. Die von uns im Rahmen dieses Kapitels entwickelten Bewertungskriterien beinhalten sowohl die Händ-

5 6 E-Payment und E-Billing ler- als auch die Kundenperspektive. Zwar sind es häufig die Anforderungen der Kunden, die über den Erfolg eines Zahlungssystems entscheiden, denn Händler bieten überwiegend die Bezahlverfahren an, welche die meisten Kunden auch nutzen. Dennoch haben auch Händler bestimmte Basisanforderungen, an denen Anbieter von Zahlungssystemen nicht vorbeikommen. In Kapitel 4 diskutieren wir die Leistungsmerkmale verschiedener Offline-Bezahlarten, wie Rechnung, Nachnahme und Bezahlung mittels Vorausscheck bzw. -überweisung. In Kapitel 5 erörtern wir die "Access Products". Hierbei handelt es sich um Bezahlverfahren, die auf den Zahlungsinstrumenten Scheck, Lastschrift, Überweisung und Kreditkarte aufbauen. Diese früher stark papierbasierten Zahlungsinstrumente sind im Laufe der Zeit an den elektronischen Zahlungsverkehr angepasst worden. Beispiele dafür sind die in Deutschland weit verbreiteten Lastschriftverfahren am Point of Sale (POS) oder in den USA die elektronische Scheckverarbeitung an der Kasse. Das Internet hat schließlich zu neuen Ausprägungen geführt. Ob Kreditkarte, Überweisung oder Scheck, für jedes Zahlungsinstrument gibt es mittlerweile eine,,e"-variante mit der ein Geldtransfer vom Konto des Käufers zum Konto des Verkäufers initiiert werden kann. In Kapitel 6 stellen wir Zahlungs systeme mit Vorauszahlung vor und erläutern sie. Zu den hier behandelten Systemen gehören Electronic Money-Verfahren, vorausbezahlte virtuelle Kundenkonten sowie Bonuspunktesysteme. Kapitel 7 dient zur Darstellung, Erläuterung und Untersuchung von Inkassosystemen. In diesem Kontext werden Firstgate Click&Buy, Infin Micropayment, Net 900/Kontopass NET 900, paysafekey, PurePay und T-Pay näher vorgestellt und bewertet. Im Mittelpunkt von Kapitel 8 steht die Betrachtung von mobilen Bezahlverfahren, wie Paybox, Street Cash sowie Vodafone m-pay. In Kapitel 9 widmen wir uns schließlich den so genannten Internet Bill Presentment & Payment (IBPP) Systemen. Durch die besteht die Möglichkeit, den gesamten Prozess der Rechnungsstellung und -abwicklung vollständig elektronisch abzubilden und so Medienbrüche auszuschalten sowie das Papier als antiquierten Datenträger zurückzudrängen. Kapitel 10 fasst die wesentlichen Ergebnisse des Buches zusammen und wagt einen Ausblick in die nähere Zukunft der E-Payment- und E-Billing-Systeme.

6 Inhalt vorwort Einführung Entwicklungsgeschichte, begriffiiche Grundlagen und Systematisierung elektronischer Bezahlsysteme Entwicklungsgeschichte von Digital Cash & Co Phase 1 - Vorgeschichte Phase 2 - Die Pionierphase Phase 3 - Die Initiativen der Kreditwirtschaft Phase 4 - Internet Payment Systems: Die zweite Generation Grundbegriffe im E-Payment-Sektor Systematisierungsarten elektronischer Bezahlverfahren Systematisierung nach Art des Zahlungszeitpunkts Systematisierung nach Art der Höhe der Zahlung bzw. nach Art des Einsatzgebiets '" Systematisierung nach Art des Transaktionsweges Systematisierung nach Art der eingesetzten Hard- und Softwarekomponenten Systematisierung nach Art der Basierung Kategorisierung der Bezahlverfahren im Internet Technologische Grundlagen Verschlüsselung Hash-Funktionen Signaturverfahren Zertifikate Sichere Übertragungsprotokolle für den elektronischen Zahlungsverkehr... 44

7 8 E-Payment und E-Bj]]jng 3 Anforderungen an elektronische Bezahlverfahren: Bewertungskriterien Sicherheitsanforderungen Authentizität Abhörsicherheit Integrität Anonymität Absicherung im Schadensfall Benutzerfreundlichkeit Kosten Verbreitung Flexible Einsatzfähigkeit Cross-border Zahlungsmöglichkeit Micropayment-Fähigkeit Person-to-Person (P2P) Offline-Fähigkeit Online kaufen, omine zahlen: Traditionelle Zahlungsmethoden dominieren im E-Commerce Zahlung nach Rechnung Zahlung per Nachnahme Voraus scheck/-überweisung Bewertung Access Products Kreditkartenbasierte Bezahlverfahren Internet-Bestellung und telefonische Bezahlung Internet-Bestellung und Zahlung via WWW-Order (unverschlüsselt) SSL SET Visa 3D-Secure MasterCard SPNUCAF Pseudo-Kartennummern (PCN) Bewertung der kreditkartenbasierten Bezahlverfahren Kreditkarten akzeptieren im Online-Shop

8 ---~ ~._--.. Inhalt 9 _ OnIine-Überweisung Solo fun HomePay Bewertung der OnIine-Überweisungen Elektronische Schecks NetCheque PayByCheck echeck Secure Beurteilung der scheckbasierten Zahlungssysteme Debitkarten und Lastschriftverfahren im Intemet "Wildes Lastschriftverfahren" Cyber-Comm Banxafe Maestro-Zahlungen mit MasterCard SecureCode Beurteilung Fazit Prepaid Products - vorausbezahlte Bezahlverfahren EIectronic Money Softwarebasiertes EIectronic Money Chipkartenbasiertes Electronic Money Virtual Account paysafecard MicroMoney Yahoo! PayDirect PayPal Bewertung Bonuspunktesysteme Webmiles Payback Happy Digits Bewertung Inkassosysteme Firstgate Click&Buy Infin Micropayment NET 9001KONTOPASS NET paysafekey

9 10 E-Payment und E-Billing ~ ~-----~ ~- 7.5 PurePay T-Pay Bewertung Mobile Payment Systeme Definition und Ablauf mobiler Bezahlverfahren Voice-basierter Ansatz Bezahlen per SMS-Nachricht WAP-basierte Ansätze Mobile Payment Systems: Beispiele paybox Street Cash Vodafone m-pay Mobile Payment Systems: Bewertung Fazit Internet Bill Presentment and Payment Was ist IBPP? IBPP-Modelle Besonderheiten im Business-Sektor Anbieter BEZAHLEN.at CheckFree Seals.net Zusammenfassung und Ausblick Anhang Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis Stichwortverzeichnis

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