Quartalsbericht 1/2014

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2 VORWORT Der Kuppelsaal der TU Wien verwandelte sich beim Galaabend Technik am 31. März zum Innovationszentrum: Der von unseren ForscherInnen gestaltete Event mit Gästen aus Politik, Industrie und Wirtschaft war ein voller Erfolg. Ein Erlebnisparcours mit 41 Exponaten, der von der Aula über Fest- und Boecklsaal zum Kuppelsaal führte, gab Einblick in die umfassende wissenschaftliche Leistungskraft der TU Wien. Geclustert nach 3 Schwerpunktthemen Sicherheit, Energie, neue Werkstoffe und Methoden reichte das Spektrum von Energiespeicherung in Sand, der Möglichkeit, mit Laserstrahlen Sprengstoffe zu finden, IT Security, 3D Video Rekonstruktionen, rosa Diamanten als Bausteine eines Quantencomputers bis hin zur Nutzung von Abfall als wertvollem Rohstoff zur Energiegewinnung. Ausgestellt wurde auch das Modell des Solarhauses LISI, mit dem das Team Austria unter Federführung der TU Wien den internationalen Wettbewerb Solar Decathlon 2013 gewonnen hat. Neben diesem Forschungsparcours wurde am 31. März als Rahmenprogramm des Galaabend Technik im Prechtlsaal der TU Wien die Wiener Wunderkammer 2014 eröffnet: Diese stellte erstmals an der TU Wien Objekte aus Kunst und Wissenschaft und deren vielfältigen Querbeziehungen aus. Zur Teilnahme an der Wiener Wunderkammer 2014 waren WissenschaftlerInnen aller Disziplinen und KünstlerInnen aller Genres eingeladen, um der Öffentlichkeit Einblick in die Besonderheiten ihrer wissenschaftlichen bzw. künstlerischen Arbeiten zu geben. Eine prominent besetzte Jury mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Kunst und Medien Valie Export, Elisabeth von Samsonow, Renée Schröder, Martin Bernhofer wählte aus 125 eingelangten Einreichungen jene 35 Beiträge aus, die in der Ausstellung präsentiert wurden. Kuratiert wurde die Ausstellung von Christoph Überhuber, der sowohl TU-Wissenschaftler als auch Künstler ist. Zur Nachlese: Der überwältigende Erfolg des Galaabend Technik wäre ohne das Engagement und die Vermittlungskompetenz unserer WissenschaftlerInnen an der TU Wien nicht möglich gewesen! Sabine Seidler, Rektorin Johannes Fröhlich, Vizerektor für Forschung Adalbert Prechtl, Vizerektor für Lehre Paul Jankowitsch, Vizerektor für Finanzen Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender 2 1/2014

3 INHALT TOP-THEMA 4 TU INSIGHT: das Berichtssystem für alle HIGHLIGHTS FORSCHUNG 6 Wie oft gibt es Jahrhunderthochwasser? ERC-Grant für Quantenforscher Arno Rauschenbeutel Mehr Punkte am Himmel! Leichte Werkstoffe, schwere Aufgaben Wiedererlangte Muskelbalance durch elektrischen Strom Elektronik aus zweidimensionalem Elektronengas Atomar dünne Solarzellen Hochfeste Materialien aus dem Druckkochtopf Ultradünne Lichtdetektoren HIGHLIGHTS GESELLSCHAFT 9 TU Wien als Sprungbrett in die Technik TechnikerInnen von morgen Personalentwicklung Vernetzungsplattform: Mehr als ich kann Abteilung Genderkompetenz Bewährtes und Neues FIT- Infotage 2014: Schülerinnen erobern die Welt der Technik Elektonischer Personalakt epa INSIGHT 14 Controlling: Mit Profis rechnen /2014

4 TOP THEMA TOP-THEMA TU INSIGHT: das Berichtssystem für alle Seit März 2013 steht den MitarbeiterInnen der TU Wien mit TUInsight ein zusätzliches Berichtssystem zur Verfügung. Mit diesem neuen System ist es möglich, sehr leicht und schnell die diversen Budget bereiche der TU abzufragen und übersichtlich darzustellen. Das System verursacht keinen zusätzlichen Lizenzaufwand und beschränkt damit die Entstehungskosten im Wesentlichen auf den Personalaufwand in der Controlling-Abteilung. Ein weiterer Vorteil ist durch die universitätsinterne Kooperation mit dem Zentralen Informatikdienst (ZID), der die Hardware bereitstellt, gegeben. Der zweistufige Projektentwicklungszeitraum erstreckte sich von der Konzeptions- und Analysephase (2010), einer abteilungsinternen Testphase (2012) über die Erstellung der Globalbudgetberichte (Anfang 2013) bis hin zum Projekt-Rollout inkl. Erstellung der Drittmittelberichte im Zeitraum Ende 2013/Anfang Es fließen sämtliche Daten der rund Forschungsprojekte in eine SQL-Datenbank, die in den beiden redundanten Rechenzentren der TU Wien betrieben wird. ProjektleiterInnen an den Instituten und Dekanatszentren nutzen das System via Web- Zugriff und erhalten die gewünschten Finanzdaten und Personalinformationen. Diese eine Datenquelle kann mit demselben Berechtigungssystem für den Zugriff mit Excel konfiguriert werden, falls dies vom User benötigt wird. Die MitarbeiterInnen in der Controlling-Abteilung greifen auf dieselben Daten wie die ProjektleiterInnen zu, nur mit umfangreicheren Zugriffsrechten. Das Berichtsdesign und die Berichterstellung können zur Gänze den Anforderungen der einzelnen Fachabteilungen angepasst werden. Die Personalplanung der gesamten Universität läuft inzwischen auf diesem System, die Ergebnisse der Planung gehen direkt ins Datawarehouse. Für die rund Beschäftigten an der TU Wien sind alle Daten hinterlegt, sowie Personalkosten der nächsten Jahre, Abgänge durch befristete Verträge, geplante Nachbesetzungen etc. Der große Nutzen der realisierten Lösung auf Basis des Microsoft SQL Servers ist, dass nur ein zentrales Datawarehouse notwendig ist, auf das mit den gängigen Web-Browsern zugegriffen werden kann und dass auf den Clients keinerlei Software installiert werden muss. Die Berichte können sogar auf mobilen Endgeräten abgerufen werden. Hintergrund Die Vielzahl an unterschiedlichsten Datenquellen und Systemen wie einer Oracle-Datenbank, SAP, einer PHP-Lösung für die Publikationen und vieles mehr, bildeten die Ausgangslage beim Projekt. Dazu kamen eingeschränkte Datenverfügbarkeit (bspw. auf das SAP-System im Bundesrechenzentrum - BRZ) und eine interne SAP-Instanz für mehrere hundert User. Bis zu 600 ProjektleiterInnen betreuen rund Forschungsprojekte. An den Instituten verfügen jedoch nur jeweils der Vorstand und die Sekretariatskräfte über einen SAP- Zugang. Diese wiederum sind aber nicht jene Personen, welche die Forschungsprojekte leiten. Die ProjektleiterInnen haben meist keinen SAP-Zugang, was eine Schulung von vielen Hundert MitarbeiterInnen erforderlich gemacht und hohe Kosten (z. B. Lizenzkosten, Installationen, VPN-Verbindungen zum BRZ etc.) verursacht hätte. 4 1/2014

5 TOP THEMA Abbildung : Strukturmodell TUInsight Lösung Dieser Bedarf an einer praktikablen Lösung veranlasste die MitarbeiterInnen der Controlling-Abteilung zur Implementierung des Datawarehouse Systems TUInsight. Da die User der Controlling- Berichte über die gesamte Universität verteilt sind, war es nötig, alle Datenquellen zu konsolidieren, d. h. sie praktisch in eine einzige zu übertragen, aus der schließlich die erforderlichen Berichte generiert werden können. Über die in SharePoint dargestellten Reporting-Services ermöglicht das System den BenutzerInnen einen Zugang ohne langwierige Einschulung. Der ZID stellte die benötigte Projektinfrastruktur virtualisiert zur Verfügung, wobei der Datenbankserver aus Performancegründen eine dedizierte Maschine ist. Das Projekt wurde, bis auf die Hardwarebetreuung, zur Gänze in der Controlling-Abteilung umgesetzt. Der SQL-Server läuft sehr zufriedenstellend und performant und der Umstieg hat sich bewährt. Die TU Wien hat jetzt in einem Datenbank-System die Analysis-Services mit den Datawarehouse-Cubes und die Reporting Services vereint. Es wird nur mehr ein Server administriert und die Reporting-Services lassen sich relativ einfach in den SharePoint Server integrieren. Ausblick Im Zuge der laufenden Projekte im Finanzbereich (Überarbeitung der IT-Strategie, weiterer Ausbau des Berichtswesens und des Investitions- bzw. Personalcontrollings, Erstellung des neuen Berechtigungskonzeptes) sollen weitere systemische Verbesserungen geschaffen werden und in naher Zukunft für die Nutzerinnen und Nutzer, also unsere KundInnen, zur Verfügung stehen. https://insight.tuwien.ac.at/documents/budgetierung an der TU Wien pdf Text: Bettina Neunteufl I Büro für Öffentlichkeitsarbeit 5 1/2014

6 HANDLUNGSFELD FORSCHUNG FORSCHUNG HIGHLIGHTS FORSCHUNG Wie oft gibt es Jahrhunderthochwasser? Magdalena Rogger bekommt den Ernst-Fehrer- Preis der TU Wien. Sie analysierte Prozesse, die zur Hochwasserentstehung führen. Kein Hochwasserschutz ist so solide, dass er für alle Zeiten jeder Überflutung standhalten wird. Man kann aber Schutzmaßnahmen so anlegen, dass es nur noch in ganz besonderen Ausnahmefällen zu Schäden kommt etwa bei einem sogenannten Jahrhunderthochwasser. Doch was ist das überhaupt? Magdalena Rogger analysierte die Hochwasserdynamik verschiedener Regionen ganz genau, sodass der Zusammenhang zwischen Niederschlag und Hochwasser nun besser nachvollzogen werden kann. Entscheidend ist eine Abschätzung der Wassermengen, die in unterschiedlichen Böden gespeichert werden. Für ihre Dissertation erhielt sie am 15. Jänner 2013 den Fehrer Preis der TU Wien. article/8589/ downloads/2014/fehrerpreis/ ERC-Grant für Quantenforscher Arno Rauschenbeutel Datenübertragung mit Quantenteilchen: Prof. Arno Rauschenbeutel von der TU Wien bekommt einen ERC Consolidator Grant für seine Forschung an Glasfaser-basierter Quantenkommunikation und Quanteninformationsverarbeitung. Ein Kommunikationsnetz, mit dem man Quanteninformation zwischen Kontinenten teleportieren kann das ist eines der ambitionierten Ziele von Prof. Arno Rauschenbeutels Forschung am Atominstitut der TU Wien. Mit Hilfe von Glasfaser kabeln koppelt er Atome und Licht und entwickelt so die entscheidenden Grundbausteine für zukünftige Quantenkommunikationstechnologien. Vom Europäischen Forschungsrat wird diese Arbeit mit einem ERC Consolidator Grant gefördert. article/8591/ downloads/2014/ercrauschenbeutel/ Mehr Punkte am Himmel! Mit Radiowellen wird der Himmel kartiert die TU Wien entwickelt Computerprogramme, mit denen noch genauere Positionsbestimmungen im Weltraum möglich werden. Wie schafft man es, den Himmel hochpräzise zu kartieren? Anstatt der sichtbaren Sterne verwendet man dafür heute weit entfernte Radioquellen. Sie werden von verschiedenen Observatorien an unterschiedlichen Punkten der Erde gleichzeitig vermessen, aus diesen Daten lässt sich dann ihre Position am Himmel sehr exakt berechnen. Das Geodäsie-Team der TU Wien ist an diesen Messungen beteiligt, im Winter konnte eine erfolgreiche Messkampagne in Australien durchgeführt werden. article/8595/ downloads/2014/himmel/ 6 1/2014

7 Leichte Werkstoffe, schwere Aufgaben Faserverbundwerkstoffe haben attraktive Eigenschaften, sind aber schwer zu bearbeiten. An der TU Wien gelang es, spezielle Bearbeitungsmethoden für Faserverbundmaterialien zu entwickeln. Warum sollte man Metall verwenden, wenn man auch Faser-Kunststoff-Verbunde einsetzen kann? Faserverbundwerkstoffe sind leicht und belastbar, mit ihnen lassen sich sparsamere Autos oder leistungsfähigere Industriemaschinen bauen. Allerdings sind sie mit herkömmlichen Methoden schwierig zu bearbeiten. Das saubere Zuschneiden, das Bohren von Schraubenlöchern, der letzte Schliff ist bei Faserverbundwerkstoffen heikel und aufwändig. An der TU Wien versucht man dieses Problem zu lösen: Durch neue Bearbeitungsmethoden soll die Fertigung von Produkten aus Faserverbundwerkstoffen ähnlich billig und einfach werden wie die Fertigung von Metallteilen. article/8648/ downloads/2014/faser/ Wiedererlangte Muskelbalance durch elektrischen Strom Nerven mit elektrischen Signalen zu stimulieren kann heilsam sein. TU Wien und MedUni Wien testen eine neuentwickelte Methode für die Behandlung neurologischer Bewegungsstörungen. Muskelkrämpfe, Fehlhaltungen, Bewegungsstörungen Dystonie ist eine neurologische Erkrankung mit sehr schweren Symptomen. Es gibt zwar einige Therapieansätze, doch die sind teilweise riskant und führen kaum zur gewünschten Linderung der Beschwerden. Von einem Forschungsteam der TU Wien und der Medizinischen Universität Wien wurde eine Methode zur Neurostimulation mit maßgeschneiderten Elektrosignalen entwickelt. Sie könnte auch bei Dystonie den lang ersehnten Erfolg bringen. Erste Tests verliefen vielversprechend. article/8654/ downloads/2014/muskelbalance/ Elektronik aus zweidimensionalem Elektronengas Ein neues Material könnte die Tür zu einer neuen Art der Elektronik öffnen: Forschungsteams der TU Wien konnten in Strontium-Titanoxid ein stabiles zweidimensionales Elektronengas herstellen. Normalerweise erzeugt man Mikroelektronik-Bauteile aus Silizium oder ähnlichen Halbleitern. Seit einiger Zeit wird allerdings intensiv an den elektronische Eigenschaften von Metalloxiden geforscht. Sie sind komplizierter, aber genau dadurch hat man auch mehr Möglichkeiten, ihre Eigenschaften zu verändern und genau nach Wunsch anzupassen. Ein wichtiger Durchbruch gelang nun an der TU Wien: In Strontium-Titanoxid konnte ein stabiles zweidimensionales Elektronengas hergestellt werden. In einer Ebene knapp unterhalb der Oberfläche können sich die Elektronen frei bewegen und dabei unterschiedliche höchst interessante Quantenzustände einnehmen. Dadurch bietet sich das Material nicht nur als mögliche Alternative zu gewöhnlichen Halbleitern an, zusätzlich sollen sich auch noch weitere exotische Effekte erzielen lassen, die in Standard-Halbleitermaterialien nicht vorkommen etwa Supraleitung, Thermoelektrizität oder Magnetismus. article/8663/ downloads/2014/elektronengas/ Atomar dünne Solarzellen Ultradünne Schichten aus Wolfram und Selen wurden an der TU Wien hergestellt. Messungen zeigen, dass sie als semi-transparente, flexible Solarzellen eingesetzt werden können. Dünner geht es wirklich nicht mehr: Nur aus einer einzigen Atomlage besteht das Kohlenstoff-Material Graphen, das ganz besondere elektronische Eigenschaften aufweist. Nun zeigt sich, dass auch andere Materialien, wenn man sie in einer einzelnen oder in ganz wenigen Atomschichten anordnet, aufregende neue technologische Möglichkeiten eröffnen. An der TU Wien konnte nun erstmals FORSCHUNG 7 1/2014

8 FORSCHUNG eine Diode aus Wolframdiselenid hergestellt werden. Experimente zeigen, dass dieses Material geeignet ist, um hauchdünne, biegsame Solarzellen anzufertigen. Sogar biegsame Displays sollen möglich werden. article/8679/ downloads/2014/solarzellen/ Hochfeste Materialien aus dem Druckkochtopf Überraschung in der Materialchemie: Mit Hitze und Druck können an der TU Wien Materialien für den Leichtbau, Schutzkleidung oder Sportgeräte hergestellt werden besser, schneller und umweltfreundlicher als bisher. Die Erdkruste funktioniert wie ein Dampfkochtopf. Bei großer Hitze und hohem Druck können Mineralien entstehen, die sich an der Erdoberfläche nicht so einfach bilden würden. Für die Synthese organischer Moleküle hingegen hielt man solch extreme Bedingungen lange Zeit für völlig ungeeignet. An der TU Wien stellte sich nun allerdings heraus, dass sich gerade durch Druck und hohe Temperatur organische Materialien mit außerordentlich guten Eigenschaften herstellen lassen etwa Kevlar, ein vielseitig einsetzbares Hochleistungsmaterial. article/8695/ downloads/2014/druckkochtopf/ Ultradünne Lichtdetektoren Eine neue, extrem dünne Art von Lichtdetektoren wurde an der TU Wien hergestellt. Dabei kombinierte man erstmals zwei ganz unterschiedliche Technologien: Metamaterialien und Quantenkaskaden-Strukturen. Ihr subtiles Wechselspiel von Elektronen und Licht macht sie technologisch so interessant: Ultradünne Schichtsysteme aus verschiedenen Halbleitermaterialien können verwendet werden, um mit Hilfe von elektrischer Spannung Licht zu erzeugen, sie können aber auch umgekehrt aus Licht elektrischen Strom machen und als Lichtdetektoren dienen. Bisher war es allerdings schwierig, das Licht überhaupt an diese Halbleiter-Schichtsysteme anzukoppeln. Mit einem besonderen Trick gelang das nun an der TU Wien: Man verwendete Meta-Materialien, die aufgrund ihrer besonderen mikroskopischen Struktur das Licht im Terahertz-Bereich auf ganz spezielle Weise manipulieren. article/8708/ downloads/2014/lichtdetektor/ Text: Florian Aigner I Büro für Öffentlichkeitsarbeit 8 1/2014

9 HANDLUNGSFELD GESELLSCHAFT HIGHLIGHTS GESELLSCHAFT TU Wien als Sprungbrett in die Technik Vom Lehrling bis zur Wissenschaftlerin Frauen in der Technik sind gefragt. Frauen in der Technik sind gefragt. Die TU Wien unterstützt mit vielfältigen Maßnahmen wie beispielsweise Karrierecoaching oder Mentoring Mitarbeiterinnen des Hauses. Wir versuchen aber auch über Programme wie FIT Frauen in die Technik, die von der Abteilung Genderkompetenz organisiert werden, junge Frauen für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium zu interessieren und die Möglichkeiten aufzuzeigen, die Frauen in der Technik haben. Ziel dieser Angebote ist es, Frauen für die Technik zu begeistern und somit den Anteil an Frauen in technischen Berufen und im wissenschaftlichen Bereich zu erhöhen. Diese Anreize wurden im Jahr 2013 auch im Bereich der Lehrlingsausbildung gesetzt und sollen 2014 intensiviert werden. Vizerektorin Anna Steiger erklärt: An der TU Wien werden derzeit ca. 20 Lehrlinge ausgebildet, viele werden demnächst ihre Ausbildung abschließen, was uns sehr freut! Ziel für 2014 ist es, die Anzahl der weiblichen Lehrlinge v.a. in den handwerklich-technischen Lehrberufen zu erhöhen. Neben der gezielten Ansprache von jungen Frauen nutzen beide Seiten sowohl die TU Wien als Arbeitgeberin als auch die interessierten BewerberInnen die Möglichkeit von Schnuppertagen. Ab Herbst 2014 wird es für unsere Lehrlinge und LehrlingsausbildnerInnen regelmäßige Treffen geben, die Gelegenheit zum Austausch bieten. Darüber hinaus wird ein weiterer Schwerpunkt auf spezielle Angebote im Bereich Soft Skills gelegt, ergänzt Kerstin Jagsits, Assistentin von Anna Steiger und Leiterin des Fachbereiches TU Jobs & Projekte innerhalb der Personaladministration. Iris Wonsch eine Erfolgsgeschichte An der TU Wien zeichnen sich die weiblichen Lehrlinge in den technischen Berufen durch besondere Erfolge aus. Stellvertretend möchten wir Iris Wonsch vorstellen, die diese Woche ihre Ausbildung zur Maschinenfertigungstechnikerin am Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik mit Auszeichnung bestanden hat. Nach einem Praktikum in einer Lehrwerkstätte stand für Iris Wonsch fest, welche Richtung sie in ihrer Berufsausbildung einschlagen möchte: Ich wollte nicht größtenteils im Büro sitzen oder einen typischen Mädchenberuf wie Friseurin oder Einzelhandelskauffrau erlernen. Etwas selbst herzustellen, was einen Nutzen hat, ist für mich extrem interessant und herausfordernd. Für das Institut ist eine solche Einstellung ideal, denn nach der Grundausbildung werden die Lehrlinge sehr rasch in Produktionsprozesse einbezogen, so Ausbildner Michael Heger. In einem fast freundschaftlichen Arbeitsklima werden sie von den KollegInnen unterstützt und finden immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Und genau aus diesem Grund fühlt sich Iris Wonsch auch im nach wie vor männerdominierten Labor sehr wohl. Parallel zu ihrer Lehre absolviert Iris Wonsch derzeit die Matura eine anstrengende Doppelbelastung, die sich aber auf jeden Fall auszahlt. Es zeigt sich bei uns sehr häufig, dass die jungen KollegInnen während der Ausbildung erkennen, dass GESELLSCHAFT 9 1/2014

10 GESELLSCHAFT sie mehr machen wollen Stichwort: Matura. Frau Wonsch ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Und das ist auch etwas, das mich persönlich sehr freut: Wir vermitteln die Freude am Lernen, die Freude am Aufnehmen von Wissen, so Institutsvorstand Prof. Friedrich Bleicher. Iris Wonsch wurde während ihrer Lehrzeit mehrfach ausgezeichnet, zuletzt - gemeinsam mit ihrem Kollegen Herrn Emin Lumani - am 27. Februar 2014 für das mit sehr gutem Erfolg abgeschlossene Lehrjahr von Vizerektorin Anna Steiger und unserem Lehrlingsbeauftragten Walter Weiss. genderfair/schuelerinnen/fit_tage/ Text: Nicole Schipani Büro für Öffentlichkeitsarbeit TechnikerInnen von morgen Freude und Begeisterung an Technik und Wissenschaft zu vermitteln dieses Ziel verfolgt die TU Wien in unterschiedlichsten Projekten und Altersstufen. Mit der Übergabe der Bee- Bots an den Betriebskindergarten wird das Angebot um eine weitere Facette erweitert. Systematische Wissenschaftsvermittlung an Kinder und Jugendliche ist der TU Wien ein Anliegen. Der spielerische Zugang und das eigene Ausprobieren sind ein niederschwelliger Zugang zur immer komplexer werdenden Alltagswelt der Technik. Eine Studie kommt zur Erkenntnis: Kleine Kinder sind wahre Lernwunder. Es ist nichts Neues, dass Menschen in der frühen Kindheit die größten Schritte in ihrer Entwicklung machen, wie etwa Sprechen, Stehen oder Laufen lernen. Nie wieder im Leben kann ein Mensch so schnell, so effektiv und so sehr aus eigenem Antrieb heraus lernen wie in den ersten Lebensjahren. In dieser Zeit setzen sich Kinder neugierig mit ihrer Umwelt auseinander. (Carl von Ossieck) Diese Neugier zu erhalten und zu fördern ist Ziel mehrerer TU-Projekte und Veranstaltungen. Von Technik im Kindergarten über die Kinderuni- Technik (inkl. eigener Mädchenworkshops) und die SchülerInnenuni Klima und Energie, TechNI- KE-Sommerworkshops, den Töchtertag oder Mentoring-Programme für Schülerinnen bis zu Studieninformationsangeboten reicht die Palette. Altersgerechte Aufbereitung der Inhalte ist der Schlüssel dazu, Talente und Neigungen frühzeitig zu erkennen, zu fördern und die Option einer technisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung attraktiv zu gestalten. So wurde bereits bei der Gründung des TU-Betriebskindergartens 2007 die Idee der frühkindlichen Förderung mit Bezug auf Natur und Technik aufgegriffen. Projekt Technik im Kindergarten Kindergartenkinder im Alter von vier bis sechs Jahren (die Schlaumäuse ) aus dem TU-Betriebskindergarten besuchen im Rahmen des Projektes TU Institute. Dabei schauen sie den WissenschaftlerInnen bei der Arbeit zu, dürfen an Experimenten mitwirken und steigen spielerisch in die Welt der Technik und Naturwissenschaften ein. Die Österreichische Computergesellschaft (OCG) unterstützt das Projekt seit einigen Jahren als Kooperationspartner bei der Durchführung von IT- Workshops für Kinder. Im Rahmen dieser konnten einige Kinder die Bee-Bots bereits kennenlernen. Übergabe an den KIWI-TU Betriebskindergarten Am 4. März 2014 überreichten TU-Vizerektorin Anna Steiger und OCG-Generalsekretär Roland Bieber sechs Bee-Bots an die KIWI-Pädagoginnen, die die IT- Projekte im Kindergarten betreuen. Ermöglicht wurde der Einzug der Roboter in den Kindergarten vom TU-Projekt genderfair. Die technisch-didaktische Einschulung der KIWI-PädagogInnen und die Erstausstattung mit Spielfeldern kommt von der OCG. Freude am Experimentieren zu erhalten und Mädchen gleichberechtigt zu zeigen, wie viel Spaß technisches Spielzeug machen kann, nennt Sabine Cirtek von genderfair als Beweggrund für die Unterstützung. Mitinitiiert wurde das Projekt von Eva Vesely, Kinderbetreuungsbeauftragter der TU Wien und Prof. Jens Knoop vom Institut für Computersprachen. Was ist ein Bee-Bot? Bee-Bot ist ein programmierbarer Bodenroboter für Kinder, gelb-schwarz gestreift wie eine Biene. Die Bedienung ist einfach, der spielerische Einstieg in die Welt der IT ebenfalls. Über Tasten am Rücken werden Bewegungsanweisungen (links oder rechts drehen, vor oder zurück) 10 1/2014

11 gespeichert, die der Roboter dann auf vorgefertigten Bodenmatten oder selbstgezeichneten Fantasielandschaften ausführen kann. Bis zu 40 Kommandos merken sich die kleinen Roboter. Dagmar Hajos, Leiterin des KIWI-TU Betriebskindergartens und ihr Team von PädagogInnen freuen sich mit den Kindergartenkindern auf den baldigen Robotereinsatz. kindergarten kinderunitechnik genderfair/schuelerinnen/technike/ genderfair/schuelerinnen/toechtertag/ Text: Herbert Kreuzeder Büro für Öffentlichkeitsarbeit Personalentwicklung Workshop Diversity: Mit Vielfalt zum Erfolg Die Workshopreihe Arbeitsplatz Universität 2020 ging am 24. März in die nächste Runde. Das Aufeinandertreffen von verschiedenen Generationen, Geschlechtern, Kulturen, sexuellen Orientierungen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen bedeutet nicht nur eine unterschiedliche Erwartungshaltung und Verständnis von Arbeit und Karriere, sondern beeinflusst auch die Rahmenbedingungen der Arbeit an der TU Wien. Unter der Leitung von Beatrice Achaleke wurden Herausforderungen und Bedingungen für ein besseres Miteinander an der TU Wien diskutiert und erste konkrete Handlungsoptionen erarbeitet. Workshop Meine (rechtliche) Verantwortung als Führungskraft In einem 4-stündigen Workshop haben Führungskräfte der TU Wien exklusiv die Möglichkeit sich kompakt wesentliche Informationen aus verschiedensten Bereichen wie z.b. Arbeitsrecht zu holen. Am 07. März fand der Workshop zum dritten Mal statt - 9 neue ProfessorInnen und Institutsvorstände wurden dabei über informiert. MitarbeiterInnengespäch an der TU Wien Meine Chance zur Mitgestaltung Seit Sommer 2012 beschäftigt sich die TU Wien mit dem Thema MitarbeiterInnengespräch und hat das Projekt Evaluation und Relaunch des Führungsinstruments MitarbeiterInnengespräch gestartet. Dieses Projekt versucht zu definieren, welche Bedeutung und welchen Nutzen dieses Instrument für die TU Wien haben kann bzw. welche Rahmenbedingungen erforderlich sind. Die Zwischenevaluation startete am 25.März, die Ergebnisse der 4 wöchigen elektronischen Befragung werden im zweiten Quartal erwartet. Text: Katharina Pollaschek I Vizerektorat Personal & Gender Vernetzungsplattform: Mehr als ich kann In Zusammenarbeit mit dem Vizerektorat für Personal und Gender sowie mit der Personalentwicklung wird 2014 an der TU Wien eine Vernetzungsplattform für pflegende und betreuende Angehörige eingerichtet. Nach der Veranstaltung für pflegende Angehörige im Herbst 2013 wurde mehrfach der Wunsch nach einer TU-internen Informations- und Austauschplattform für pflegende Angehörige bekundet. In Zusammenarbeit mit dem Vizerektorat für Personal und Gender sowie mit der Personalentwicklung wird 2014 an der Technischen Universität Wien eine Vernetzungsplattform für pflegende und betreuende Angehörige eingerichtet. MitarbeiterInnen mit Betreuungs- und Pflegeaufgaben für Angehörige sowie am Thema interessierte MitarbeiterInnen haben in den kommenden zwei Semestern die Möglichkeit im Rahmen der Plattform Mehr als ich kann für sie relevante Informationen zu erhalten und sich mit KollegInnen auszutauschen oder Tipps zu holen. Das 1. Treffen fand am unter der Leitung von Mag. Manuela Taschlmar, Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, statt. Text: Ewa Vesely Koordinatorin für Vereinbarkeitsfragen GESELLSCHAFT 11 1/2014

12 GESELLSCHAFT Abteilung Genderkompetenz Bewährtes und Neues Mit neuem Namen nämlich Abteilung Genderkompetenz statt der bisherigen Bezeichnung Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies ist die Abteilung in das neue Jahr gestartet. Bewährte Angebote für Schülerinnen, Studentinnen und Nachwuchswissenschafterinnen aller Fakultäten werden im Projekt genderfair realisiert. Sie haben zum Ziel, Chancengleichheit für Frauen auf allen Ebenen der universitären Laufbahn zu befördern. Solche Maßnahmen alleine können jedoch nicht viel bewirken, wenn nicht auch die Universität als Ganzes um Chancengleichheit bemüht ist. Auch hier wurde eine weitere Grundlage geschaffen mit dem ersten Frauenbericht, der in Kürze veröffentlicht wird, gibt es nun eine solide Zahlenbasis, anhand derer gezielte Maßnahmen überlegt werden können. Dafür hat die Abteilung Genderkompetenz in Zusammenarbeit mit dem Controlling die Vorgaben des 12 Frauenförderungsplan in einen kompakten und übersichtlichen Bericht gegossen, der ab sofort jährlich erhoben und im Mitteilungsblatt veröffentlicht wird. TU Wien als Gastgeberin für Europäische Konferenz Eine große Anerkennung unserer Kompetenzen im Bereich Gleichstellungsprogramme sowie Gender in Research ist die Beauftragung mit der Durchführung der 8th European Conference on Gender Equality in Higher Education durch das Wissenschaftsministerium. Vom 3. bis 5. September 2014 findet diese Konferenz an der TU Wien statt, sie versammelt hunderte Fachleute, ForscherInnen, PolitikerInnen und universitäre EntscheidungsträgerInnen aus ganz Europa und darüber hinaus. Die Konferenz, die seit 1998 regelmäßig in verschiedenen Ländern der EU stattgefunden hat, hat sich zum internationalen Forum entwickelt, in dem best practice Projekte präsentiert und Informationen ausgetauscht werden und Erfahrungen sowie Forschungsergebnisse breit diskutiert werden können. Ziel der Konferenz ist es, EntscheidungsträgerInnen an Hochschulen, in Politik und Forschungsförderung mit Wissen darüber auszustatten, welche Maßnahmen und Rahmenbedingungen für das Erreichen des Ziels der Chancengleichheit im tertiären Bildungssektor notwendig sind. Mit der Einberufung eines nationalen Beirates gelang bereits eine breite Verankerung in der österreichischen Universitäts- und Förderlandschaft, die Diskussionen zum Call for papers zeigten schnell eine hohe Übereinstimmung der VertreterInnen von Politik, Förderinstitutionen und Forschungseinrichtungen, welches die aktuellen Hot Spots in der Gleichstellung von Frauen und Männern an tertiären Bildungseinrichtungen sind. Die Anmeldungen zur Teilnahme starten im Mai. genderfair/ TUW_2012.pdf information/ information/the_national_conference_board/ Text: Brigitte Ratzer Abteilung Genderkompetenz FIT- Infotage 2014: Schülerinnen erobern die Welt der Technik Bereits zum 14. Mal war die TU Wien Gastgeberin der FIT Infotage für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Am 27. und 28. Jänner 2014 bekamen Oberstufenschülerinnen nicht nur Einblick in verschiedene technische und naturwissenschaftliche Studienrichtungen sondern konnten auch Institute besuchen und Experimente durchführen. Organisiert vom Verein Sprungbrett in Kooperation mit der TU Wien bieten diese Infotage im Rahmen des Projektes Frauen in die Technik (FIT) eine einzigartige Gelegenheit für Mädchen, sich über Universitäten, Fachhochschulen, Betriebe und deren Angebote zu informieren. Zwei Tage lang können sich Schülerinnen bei Workshops, Exkursionen und Vorlesungen mit Studierenden über deren Studienalltag und mit Technikerinnen über deren Berufsalltag austauschen. Die Infotage werden jährlich von ca. 300 Mädchen 12 1/2014

13 besucht. An der TU Wien wird das Projekt von allen Fakultäten unterstützt, vom TU-Projekt genderfair koordiniert und von der Vizerektorin für Personal und Gender Anna Steiger gefördert: Technische Studien sind so vielseitig. Mit den FIT-Infotagen möchten wir den Mädchen zeigen, dass sie Freude am Studium haben können. Gleichzeitig möchten wir ihnen vermitteln, dass sie mit einer technischen Ausbildung beispielsweise im Umweltbereich oder auch im Management arbeiten können. Text: Elida Wagner, Sabine Cirtek Büro für Öffentlichkeitsarbeit, Abteilung Genderkompetenz Eine interne Informationsveranstaltung für die MitarbeiterInnen der Personaladministration hat bereits stattgefunden. Im Mai folgt ein Präsentations- Workshop für InteressentInnen österreichischer Universitäten. Text: Katharina Pollaschek I Vizerektorat Personal & Gender Elektonischer Personalakt epa Die Personalgeschäftsprozesse werden digitalisiert Mit der Einführung des elektronischen Personalakts (epa) soll die Effizienz in der Personalverwaltung gesteigert und eine Basis für die elektronische Abwicklung der Personalgeschäftsprozesse geschaffen werden. Im Rahmen des Projektes epa & epgp TU-Wien wurde bereits im Zusammenarbeit mit dem BMF ein Konzept zur Umsetzung bzw. zum Rollout des elektronischen Personalakts in der TU Wien erstellt. Auf Grundlage von Workshops wurden gemeinsam mit den Fachbereichen der TU Wien (Zentraler Informatikdienst, SAP-Planung und Koordination, Personaladministration) Anforderungen für den Rollout erhoben und weitere notwendige Funktionalitäten definiert. Durch die Einführung des epa sollen folgende Ziele erreicht werden: GESELLSCHAFT Mehr Flexibilität in der Personalverwaltung durch schnellen, ortsunabhängigen, aktuellen und gleichzeitigen Zugriff mehrerer Bediensteter auf die Daten eines Bediensteten Schaffung einheitlicher Standards hinsichtlich Erledigung und Ablage von Akten 13 1/2014

14 INSIGHT INSIGHT INSIGHT Controlling: Mit Profis rechnen Die Controllingabteilung im Zuständigkeitsbereich des Vizerektors für Finanzen versteht sich als serviceorientierte Fachabteilung, die TU-MitarbeiterInnen in den Bereichen Budgetierung, Controlling und Drittmittelverwaltung unterstützt. Sie stellt moderne betriebswirtschaftliche und sozialwissenschaftliche Instrumente zur Verfügung, um sowohl die Führungskräfte des Hauses, die WissenschaftlerInnen als auch die MitarbeiterInnen des allgemeinen Personals mit den für sie erforderlichen Informationen zu versorgen. Führungskräfte und EntscheidungsträgerInnen werden sowohl auf zentraler Ebene unterstützt, als auch dezentral vor Ort. Dabei soll möglichst hohe Autonomie gewährleistet und dezentrale Entscheidungskompetenz unterstützt werden. Die 10 MitarbeiterInnen der Abteilung arbeiten ziel- und planungsorientiert, stellen Informationen zur Verfügung und betreuen und entwickeln Instru mente und Systeme, um Informationen zu schaffen, entsprechende Kommunikationsprozesse zu unterstützen und Transparenz für spezifische Fragestellungen zu gewährleisten. Besonderen Wert wird auf eine konstruktive Zusammenarbeit und eine serviceorientierte Unterstützung aller Abteilungen an der TU gelegt. Die betreuten und verwendeten Instrumente werden individuell für die Bedürfnisse der EmpfängerInnen bzw. auf die spezifische Situation adaptiert. Zukunftsorientierung, Effizienz und Effektivität, Qualität und Risiko sind die zentralen Dimensionen, nach denen die Fachabteilung an der allgemeinen Entwicklung der TU Wien mitwirkt. Das Aufgabenprofil der Controllingabteilung umfasst: 1. Budgetierung Planung und Kontrolle 2. Berichtswesen inkl. Datawarehouse im Rahmen der IT-Strategie der TU 3. Betreuung des SAP-Moduls CO 4. Drittmittelverwaltung 5. Berechnung des Kostenersatzes 6. Mitwirkung beim Jahresabschluss 7. Kosten- und Leistungsrechnung 8. Unterstützung bei der Strategie entwicklung Budgetierung Planung und Kontrolle Im Rahmen der jährlichen Budgetplanung werden gemeinsam mit dem Vizerektor für Finanzen sowohl mit den Dienstleistern als auch mit den einzelnen Fakultäten Budgetgespräche geführt. Auf Basis dessen, werden in Zusammenarbeit mit dem Rektorat die Jahresbudgets aller Abteilungen festgelegt und die Planwerte anschließend eingebucht. Es wird laufend ein Plan-Ist-Vergleich erstellt und die Einhaltung kontrolliert. Darüber hinaus werden in Abstimmung mit dem Vizerektor für Finanzen mehrjährige Planungen erstellt sowie Vorbereitungen für die Leistungsvereinbarungen getroffen. 14 1/2014

15 Berichtswesen inkl. Datawarehouse Die Controllingabteilung aggregiert verschiedene Informationen der TU in einem Datawarehouse. Auf Basis dessen werden den TU MitarbeiterInnen Berichte auf insight.tuwien.ac.at zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist die Controllingabteilung für Finanzberichte in SAP verantwortlich, die mehr und mehr von TUInsight Berichten ergänzt bzw. abgelöst werden. Detaillierte Informationen zu TUInsight sind im Kapitel Topthema zu finden. Betreuung des SAP Moduls CO Die Stammdatenverwaltung und die Betreuung des SAP-Moduls CO umfasst unter anderem das Anlegen von Profit Centern, Kostenstellen und Innenaufträgen sowie deren Abrechnung, Abschluss und Umbuchungen. Drittmittelverwaltung Im Bereich der Projekt- und Drittmittelverwaltung unterstützt die Abteilung die ProjektleiterInnen und -mitarbeiterinnen bei der Anlage, der Abwicklung und dem Abschluss von Forschungsprojekten in der Projektdatenbank. In der Projektdatenbank erfolgt die Anlage aller Projektstammdaten für die Evaluierung und für SAP, die Zuordnung von Drittmittelpersonal für die Lohnverrechnung, die Ermittlung des abzuführenden Kostenersatzes, die Durchführung laufender Bewertungen für den Jahresabschluss, und die Beendigung der Projekte. Berechnung des Kostenersatzes Seit dem ist eine neue Kostenersatzrichtlinie in Kraft. Der Kostenersatz nach der neuen Kostenersatzrichtlinie wird für Projekte berechnet, die nach dem begonnen haben. Bei Auftragsforschungsprojekten setzt sich der Kostenersatz nach der neuen Kostenersatzrichtlinie aus der 20%-Flatrate und dem Arbeitsplatzkostenbeitrag zusammen, während er bei Forschungsförderungsprojekten lediglich aus dem Arbeitsplatzkostenbeitrag besteht. Aktivitäten auf Drittmittel-Sammelinnenaufträgen stellen laut Richtlinie Auftragsforschung dar. Wie sich der letztendlich eingehobene Kostenersatz pro Projekt zusammensetzt und wie die einzelnen Bestandteile insgesamt berechnet werden, ist in den neuen TU- Insight-Berichten und der dort vorhandenen detaillierten Beschreibung dargestellt. Kosten- und Leistungsrechnung Die Kosten- und Leistungsrechnung rechnet die entstandenen Kosten entsprechend der erbrachten Leistungen den Kostenträgern zu. Dafür werden im Zuge der Kostenstellenrechnung die Kosten aller Dienstleister auf die Institute umgelegt. Anschließend werden im Rahmen der Kostenträgerrechnung die Kosten, die sich auf den Institutskostenstellen befinden, entsprechend der erbrachten Leistungen der Forschung und der Lehre zugerechnet. Die Forschung setzt sich aus der globalbudgetfinanzierten Forschung und der extern-finanzierten Projektforschung (Drittmittelteil) zusammen. Weitere Untergliederungen bis auf Projektebene sind möglich. Die Kostenträger der Lehre sind die Studienrichtungen. Hauptergebnisse der Kostenund Leistungsrechnung sind der Gemeinkosten- Overheadsatz für Projekte im Drittmittelbereich sowie die Kosten eines Studienplatzes. Aktuelle Arbeitspakete und Projekte Die umfangreichsten Arbeitspakete des 1. Quartals waren für die MitarbeiterInnen der Controllingabteilung die Mitwirkung an der Erstellung des Jahresabschlusses 2013, die Begleitung der Gebarungsprüfung durch den Rechnungshof, die Implementierung des neuen Kostenersatzes sowie der Betrieb und Ausbau des neuen Berichtssystems TUInsight, das im vorliegenden Bericht im Kapitel Topthema vorgestellt wird. Text: Bettina Neunteufl I Büro für Öffentlichkeitsarbeit INSIGHT 15 1/2014

16 Impressum Herausgegeben vom Rektorat der Technischen Universität Wien. Der erscheint gemäß Geschäftsordnung des Rektorats vierteljährlich und berichtet dem Universitätsrat über die Aktivitäten in allen Leistungsbereichen der TU Wien in den vorangegangenen drei Monaten. Kontakt: Julia Pyszkowski Büro des Rektorats Technische Universität Wien Karlsplatz 13, 1040 Wien, Österreich

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