Schule Moormerland. Wettbewerbsbeitrag der. Theodor-Heuss-Straße Moormerland EINER FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN!

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1 EINER FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN! Eine Skifahrt der besonderen Art nach Steibis im Allgäu! Wettbewerbsbeitrag der Schule Moormerland Theodor-Heuss-Straße Moormerland

2 Unser Projekt mit S-I-N-N Für viele Familien wird es immer schwieriger, schulische Aktivitäten zu finanzieren und zu ermöglichen. Ostfriesland mit seiner recht hohen Arbeitslosigkeit und einem geringen durchschnittlichen Familieneinkommen nimmt deshalb innerhalb der Bundesrepublik Deutschland eine besondere Position ein. Schon in den vergangenen Jahren veranstaltete unsere Schule deshalb mehrere Sponsorenläufe, damit Klassen, in denen Familien Probleme haben, dass ihr Kind mit auf eine Tagesfahrt oder Klassenfahrt fahren kann, unterstützt werden können. Dem jetzigen Jahrgang 8 der Hauptschule reichte dieses aber nicht. Die Klassen 8a, 8b und 8c fingen im Februar 2011 als Siebtklässler an zu planen, dass sie ein Jahr später mit dem gesamten Jahrgang auf Klassenfahrt fahren wollten. Die Klassen entschieden sich für eine bewegungsaktive und erlebnispädagogische Klassenfahrt auf eine Skihütte im Allgäu. Ziel sollte es sein, dass alle Schülerinnen und Schüler mitfahren sollten. Bei einem Gesamtpreis von Euro pro Person wäre das aber nicht allen Familien möglich gewesen. Die Klassen setzten sich mit ihren Klassenlehrkräften zusammen und man überlegte, wie man genug Geld erwirtschaften könnte, denn das Sponsorenlaufkonto kann immer nur einen gewissen Betrag pro Klasse abdecken. Schließlich kam man auf die Idee, dass man über einen gewissen Zeitraum immer freitags Verkaufsaktionen in der Schule starten wollte. Freitags war deshalb günstig, weil die Cafeteria und Mensa der Schule nur von montags bis donnerstags von einem Fremdanbieter bewirtschaftet wird und man so am Freitag unterschiedliche Nahrungsmittel in den großen Pausen zum Frühstück anbieten konnte. In einem rollierenden System verkauften die drei Hauptschulklassen über drei Monate Brötchen, Muffins, Kuchen, Hot Dogs und Getränke an. Mit eingebunden waren auch die Eltern, die diese Aktion mit unterstützen und buken, was das Zeug hält. Einige Mütter nahmen sich vormittags die Zeit und verkauften mit in den großen Pausen. Die Schüler organisierten die Aktionen, rechneten die Kassen ab und verwalteten die Klassenkassen. Im Fach Wirtschaft arbeiteten sie sich auf diese Art und Weise gleichzeitig noch ein wenig in die Buchführung ein und die Klassenlehrkräfte unterstützen sie dabei.

3 Soziale Verantwortung für andere übernehmen nahm bei diesem Projekt einen hohen Stellenwert ein. Jeder Schüler und jede Schülerin musste sich einbringen, um einen bestmöglichen Ertrag zu erzielen, alle einzubinden und schließlich das gemeinsame Ziel zu erreichen, dass alle Kinder mitfahren konnten. Integrativ an unserer Aktion ist zu bewerten, dass wir alle mitnehmen wollten, auch die, die zum Beispiel sportverletzt waren oder aus anderen Gründen nicht das Skilaufen erlernen konnten. Diese Jugendlichen hatten vor Ort andere Aufgaben. So mussten Fotos gemacht und Filme gedreht werden, es wurden Hüttenabende vorbereitet und auf der Hütte mitgearbeitet. Integrativ war natürlich auch die gemeinsame Arbeit von Kindern, Lehrern und Eltern. Nachhaltig ist an unserem Projekt, dass viele Klassen und ihre Lehrkräfte sich unser Beispiel zunutze machen können und auch bereits schon gemacht haben, um ebenfalls finanziellen Lücken bei Klassenfahrten oder Aktionen zu schließen. Das soziale Miteinander aller Klassen verbessert sich durch dieses Fundraising deutlich. Die gesamte Schule hat großen Spaß an den Freitagsaktionen. Nachmachbar sind die Verkaufsaktionen für alle Klassen, ihre Klassenlehrer und Eltern. Es ist ein schnell durchzuführendes Projekt mit hohem Ertrag und außerdem mit riesigem Spaßfaktor. Jeder arbeitet für jeden, die Klasse wird zu einer Einheit und keiner fühlt sich schlecht. Auch die Schulgemeinschaft profitiert durch dieses Projekt, denn alle Klassen können sich beteiligen, auch unsere Kleinsten fühlen sich in der großen Schule akzeptiert und als wichtiger Teil des Ganzen.

4 Vom Februar 2012 fuhren die Klassen 8a, b und c auf Klassenfahrt nach Steibis/ Oberstaufen im Allgäu. Innerhalb von sechs Tagen erlernten sie das Ski fahren in Skikursen und so mach einer oder eine wuchs über sich hinaus, denn viele Schülerinnen und Schüler waren im Vorfeld skeptisch, ob sie wirklich sicher den Berg hinunter kommen würden. Bei einem Abschlussrennen aller Skikurse konnten sich die Skifahrer unter einander messen und es kam zu tollen Einzelergebnissen. Als am letzten Tag die Skier wieder beim Skiverleih abgegeben wurden, war für einige klar: Das machen wir noch einmal, wenn wir die Möglichkeit dazu bekommen! Ski fahren ist echt toll! Auch die Nicht-Skifahrer kamen auf ihre Kosten und hatten Spaß bei ihren Tätigkeiten. Laut sangen alle im Bus Nossa, nossa ai se te pegó und Schatzi, schenk mir ein Foto, als wir am späten Abend des 10. Februars nach 13 ½ Stunden Busfahrt wieder in Moormerland ankamen. Das Projekt mit S-I-N-N hatte das gehalten, was wir alle uns davon versprochen hatten: Alle waren dabei, alle waren beteiligt,

5 alle haben sich eingebracht, alle waren und sind integriert, alle haben sich neu kennen- und schätzen gelernt, alle hatten viel Spaß! Einer für alle alle für einen! Unsere Rechnung ist aufgegangen und das Projekt ist mit großem Erfolg gekrönt worden. Deshalb wird es fest in die schulische Arbeit implementiert werden und soll noch stärker Toleranz und Akzeptanz in unserer Schulgemeinschaft fördern und die Verantwortung für einander immer wieder in die erzieherische Arbeit einbinden.

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