Lizenzierung in virtuellen Umgebungen. Dipl.-Inf. Frank Friebe

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1 Lizenzierung in virtuellen Umgebungen Dipl.-Inf. Frank Friebe

2 Agenda 1.Begriffe & Definitionen 2.Windows Server Exchange Server SQL Server Windows Desktop 6.Lizenzaudit 7.Fragen & Antworten

3 Begriffe & Definitionen Lizenztypen: FFP, OEM und Volumenlizenzen Full Packaged Product (FPP) Original Equipment Manufacturer (OEM) Volumenlizenzen Medium DVD Recovery-DVD Als Download Installation Jede Lizenz einzeln Vorinstalliert vom OEM-Hersteller Zentrale Installation über einzelnes Image möglich Downgrade Ja Virtualisierung Ja Ja Tabelle 1: Lizenztypen (Windows Server 2012) Volumenlizenzprogramme: Vorausbezahlt: Open License Jahresraten: Open Value, Open Value Company-wide, Open Value Subscription Software Assurance

4 Begriffe & Definitionen Serverfarm bezeichnet maximal zwei Rechenzentren, die physisch jeweils folgendermaßen angeordnet sind: In einer Zeitzone, die max. 4h von der Zeitzone des anderen Rechenzentrums entfernt ist (UTC) Innerhalb der EU / Europäischen Freihandelsassoziation Server ist ein physisches Hardwaresystem, das fähig ist, Serversoftware auszuführen. OSE / Betriebssystemumgebung ist eine Betriebssysteminstanz oder einer virtuelle Betriebssysteminstanz, die eine separate Computeridentität oder separate Verwaltungsrechte ermöglicht (phys./virtuell) Primärnutzer (Hauptnutzer) eines Geräts ist der Nutzer, der das Gerät in einem Zeitraum vom 90 Tagen mehr als 50% der Zeit nutzt.

5 Begriffe & Definitionen Instanz ist ein Software-Image, das durch die Ausführung der Setup- oder Installationsprozedur oder durch Duplizieren einer vorhandenen Instanz erstellt wird Ausgeführte Instanz ist eine Instanz einer Software, die in den Arbeitsspeicher geladen wurde und für die eine oder mehrere Anweisungen ausgeführt wurden. Sobald sie ausgeführt wird, wird eine Instanz so lange als ausgeführt betrachtet, bis sie aus dem Arbeitsspeicher entfernt wird. CAL ist eine Client-Zugriffslizenz. Nutzer-CAL: eine Nutzer kann von beliebigen Geräten auf die Software zugreifen Geräte-CAL: ein beliebiger Nutzer kann von einem Gerät auf die Software zugreifen Zusätzliche CAL ist eine CAL, die in Verbindung mit einer Basis-CAL verwendet werden muss

6 Begriffe & Definitionen Neuzuweisung von Lizenzen: Lizenzen können nicht auf kurzfristiger Basis (innerhalb von 90 Tagen) neu zugewiesen werden, außer Bestimmte Serverlizenzen können auf kurzfristiger Basis im Rahmen von Lizenzmobilitätsrechten innerhalb von Serverfarmen neuzugewiesen werden Vorzeitige Neuzuweisung aufgrund von Hardwarefehlern CALs können auf kurzfristiger Basis neu zugewiesen werden, aber nicht für Abolizenzen (zbsp. Für VDA)

7 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Aber: bei Standard-Lizenzen darf die physische OSE sofern alle virtuellen OSE-Instanzen verwendet werden nur zum Verwalten der virtuellen OSEs verwendet werden.

8 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine!

9 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! 2 CPUs Windows Server 2012 Standard

10 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! 1 x Windows Server 2012 Standard

11 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! 1 x Windows Server 2012 Standard 1 x Windows Server 2012 Standard

12 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! 2 x Windows Server 2012 Standard 1 x Windows Server 2012 Standard

13 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! X 2 x Windows Server 2012 Standard 1 x Windows Server 2012 Standard

14 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! X X 2 x Windows Server 2012 Standard 1 x Windows Server 2012 Standard

15 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! X 3 x Windows Server 2012 Standard 1 x Windows Server 2012 Standard

16 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! X 1 x Windows Server 2012 Datacenter 1 x Windows Server 2012 Standard

17 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! 1 x Windows Server 2012 Datacenter 1 x Windows Server 2012 Datacenter

18 Windows Server 2012 Für je zwei physischen Prozessoren ist je eine Lizenz erforderlich Zwei (Standard-Edition) bzw. unbegrenzter Anzahl (Datacenter-Edition) ausgeführten Instanzen in einer virtuellen OSE Lizenzmobilitätsrechte: Keine! Fazit: Lizensierung nach Spitzenkapazität der Hosts, keine Lizenzmobilität

19 Windows Server 2012 CALs Jedes Gerät oder jeder Benutzer, die die Software des Servers zugreift benötigt eine Client Access License Geräte CAL: ein beliebiger Nutzer kann von einem Gerät auf die Software zugreifen Benutzer CAL: ein Nutzer kann von beliebigen Geräten auf die Software zugreifen External Connector License: für externe Benutzer, welche keine Mitarbeiter sind Sonderfälle Wenn alle Benutzer eine CAL haben, benötigt kein Gerät eine CAL Die Kommunikation zwischen Servern ist CAL- frei External Connector License in einigen Fällen enthalten

20 Exchange Server 2013 Rollentrennung -> jeder Server benötigt eine Lizenz Lizenzmobilitätsrechte: Ja in Serverfarmen! Für den Zugriff auf den Exchange Server benötigen Sie eine Exchange CAL Externer Nutzerzugriff: Lizenz mit Server Cluster: extra Lizenz benötigt (Active/Active-Cluster)

21 SQL Server 2014 Lizenzmobilitätsrechte: Ja in Serverfarmen! Für den Zugriff auf den SQL Server benötigen Sie Für jeden Benutzer, der direkt oder indirekt auf den Server zugreift, eine User CAL

22 SQL Server 2014 Lizenzmobilitätsrechte: Ja in Serverfarmen! Für den Zugriff auf den SQL Server benötigen Sie eine jeden Benutzer, der direkt oder indirekt auf den Server zugreift, eine User CAL Oder: Core-Lizensierung mind. 4 virtuelle Cores Externer Nutzerzugriff: Lizenz mit Server Cluster: Active/Passive-Cluster möglich, nur mit aktiver SA

23 Windows Desktops Windows Desktoplizenzen (per Gerät) erlauben keinen Remote Zugriff auf Instanzen in einem Datacenter. Lokaler Remotezugriff ist erlaubt. Windows VDA-Rechte erlauben den Zugriff auf bis zu vier virtuelle Desktops von einem lizenziertem Gerät aus oder für einen bestimmten Nutzer Lizenzierungsoptionen Software Assurance: VDA subscription: Benötigt Basis -OS-Lizenz Erlaubt Zugriff auf neuste Versionen Typisch für PC s Ergänzt VDA-Rechte für Geräte, die nicht unter SA stehen Typisch für Thin Clients

24 Windows Desktops Lizenzmatrix: Roaming Use Rights: Der Primärnutzer eines unter SA oder unter VDA subscription lizenzierten Geräts kann jederzeit von einem Third-Party- Gerät auf Instanzen im Datacenter

25 Lizenzaudit Darf Microsoft das denn überhaupt? - JA, Sie haben dem zugestimmt Aber: Keine Panik - Es kostet Sie in der Regel nur viel Zeit Phase 1 Plausibilitätsprüfung: Sie müssen eine Übersicht Ihrer Infrastruktur, Lizenzen offenlegen und ggf. schnell noch ein paar Lizenzen nachkaufen. Phase 2 Detailprüfung: Unternehmensberater im Auftrag von Microsoft kommen zu Ihnen ins Unternehmen, prüfen genau und finden immer etwas

26 Fragen und Antworten Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit interface systems GmbH Zwinglistraße 11/ Dresden Telefon: 0351 /

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