Easy-PC Gate erspart den persönlichen Besuch

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1 Internet: Easy-PC Gate erspart den persönlichen Besuch Berlin, Erfahrene PC-Anwender stehen mitunter vor der Aufgabe, weniger erfahrenen Nutzern im Verwandten-, Bekannten- oder Kundenkreis bei bestimmten Aufgaben zu helfen. Möchte man einem Partner beim Konfigurieren seines Rechners oder bei der Einarbeitung in eine bestimmte Software behilflich sein, ist dazu in der Regel ein persönliches Treffen erforderlich, sofern das Problem nicht telefonisch oder schriftlich gelöst werden kann. Mit Easy-PC Gate steht dem Helfer eine einfach zu bedienende und zudem sehr preiswerte Fernsteuerungs-Software zur Verfügung. Einleitung Die Fernsteuerung eines Rechners setzt aber immer auch ein großes Maß an Vertrauen derjenigen Person voraus, deren Rechner aus der Ferne bedient wird. Insbesondere zu dem Zweck, dem»schützling«zu zeigen, wie die Fernsteuerung funktioniert und was der Helfer mittels»easy-pc Gate«auf seinem Rechner anstellen kann, wurde diese Information geschrieben. Um den»schützling«und den Helfer in den folgenden Ausführungen klar zu bezeichnen, werden folgende Begriffe verwendet: Der Helfer sitzt am Remote-PC (remote = entfernt, weit weg). Die Person, deren Rechner durch den Remote-PC ferngesteuert wird (also der»schützling«) sitzt am Client-PC. Die Module von Easy-PC Gate Master- und Client-Modul Derjenige, der Anderen per Fernsteuerung bei der Arbeit am Computer helfen möchte, ist in der Regel der Kunde der Herstellerfirma Images&Words Bäuerle & Findeis GbR. Auf deren Homepage gibt es eine Demoversion dieser Fernsteuerungs-Software gratis und die Vollversion käuflich zu erwerben. Nach dem Kauf erhält man zwei personifizierte Module: Das so genannte Master-Modul (Abb. 1 auf Seite 2) und das Client-Modul (Abb. 2 auf Seite 2). Beide Module zeigen im Programmfenster den Namen des Käufers (Lizenznehmers) an; dieser ist im Programmcode hinterlegt. Master- und Client-Modul bestehen aus je einer ausführbaren Datei (EXE), die lediglich zwischen 300 und 400 Kilobyte groß ist (und sich somit bequem per Mail verschicken lässt). Man muss beide Module nicht einmal installieren; sie laufen durch bloßes Starten der EXE-Datei. Dennoch finden Sie auf der dwrweb.de-homepage das Client-Modul (auch) in einem Setup verpackt. Diese Setup-Datei lässt sich nicht manuell öffnen; Sie müssen das reguläre Installationsprogramm ausführen. Dieses tut aber nichts anderes, als die EXE-Datei des Client-Moduls ordentlich in ein Verzeichnis unterhalb von C:\Programme (oder dem auf Ihrem System üblichen Programmordner) zu kopieren; Seite 1 (von 9)

2 zusätzlich das vorliegende PDF-Dokument sowie eine kleine Datei (start.exe) zum Öffnen des PDF-Dokumentes bzw. (für Nutzer, bei denen das Öffnen fehlschlägt) zum Download des Adobe Readers in das Programmverzeichnis zu kopieren, und Verknüpfungen zum Client-Modul, zur Startdatei und zur PDF-Datei anzulegen. Ins Windows-Verzeichnis bzw. in die Registry schreibt das Installationsprogramm nicht (mit Ausnahme des notwendigen Registry-Eintrages, damit unter Systemsteuerung > Software eine Deinstallation möglich ist). Somit ist auch für weniger erfahrene Anwender sicher gestellt, dass bei einer Deinstallation keine (ansonsten manuell anzulegenden) Verknüpfungen oder die PDF-Datei mit dieser Information auf dem System zurück bleiben. Das Master-Modul behält der Helfer selbst; per Lizenzbestimmung ist dessen Weitergabe verboten. Das Client-Modul hingegen kann er in unbegrenzter Anzahl verteilen etwa auf seiner Homepage zum Download bereit stellen, per versenden, auf CD oder DVD brennen usw. Personifiziertes Master- und Client-Modul:»Ehe«ohne»Fremdgeh«-Möglichkeit Das personifizierte Paar aus Master- und Client-Modul bildet quasi eine»ehe«. Diese Ehe kann nicht»geschieden«werden, das heißt, es kann keiner der Partner ausgetauscht werden. Das auf»wegner, Berlin«lizensierte Master-Modul kann nur mit dem zugehörigen Client kommunizieren und nicht mit Client-Modulen anderer Kunden (oder mit dem Client der Demoversion). Daraus folgt: Hat ein»schützling«zwei oder mehr nette Bekannte, die ihnen per Easy-PC Gate mit Rat und Tat zur Seite stehen, braucht er von jedem Helfer ein eigenes Client-Modul. Wenn Sie das Client-Modul von Marko Kunze gestartet haben, Ihnen hilft aber heute gerade Tanja Westheim, so kann mit dem kunz'- schen Modul keine Kommunikation mit Frau Westheim zustande kommen. Umgekehrt verträgt sich das Client-Modul von Tanja Westheim nicht mit dem Master-Modul von Marko Kunze»Fremdgehen«ausgeschlossen! Abbildung 1: Das Master- Modul von Easy-PC Gate Das Client-Modul Das Master-Modul So spartanisch sieht die Bedienoberfläsche des Master-Moduls aus, nachdem der Helfer es auf seinem Remote-PC gestartet hat. Ist eine Firewall installiert, wird diese bestehende Internet-Verbindung vorausgesetzt - dadurch aktiv und fragt nach, ob sie die Kommunikation von Easy-PC Gate mit dem Internet zulassen soll. Hat man diese Erlaubnis erteilt, verbindet sich das Master-Modul mit dem Server des Herstellers und zeigt eine vierstellige PIN (im Beispiel 9629) an. Dann wartet es darauf, dass sein»ehepartner«eine Kopie des passenden Client-Moduls Kontakt mit ihm aufnimmt. Wenn Sie der»schützling«sind, sehen Sie nach dem Start des Client-Moduls ein Eingabefeld für die PIN. Es ist sinnvoll, vor und während des gesamten Fernsteuerungs-Prozesses mit dem Helfer telefonisch in Kontakt zu stehen. Er sagt Ihnen dann die PIN, die sein Master-Modul ihm anzeigt. Sie geben diese PIN dann in das Textfeld ein und klicken anschließend auf Verbinden. Haben Sie eine Firewall installiert, wird (wie beim Remote-PC) auch bei Ihnen am Client-PC eine Abfrage erfolgen, ob das Modul auf das Abbildung 2: Das Client-Modul von Easy-PC Gate Seite 2 (von 9)

3 Internet zugreifen darf. Dies müssen Sie erlauben. Anschließend verbindet sich Ihr Client-Modul mit dem Server des Herstellers. Das Master-Modul des Remote-PC s und das Client-Modul werden über diesen Server zusammen geschaltet. Wenn das geschehen ist, erscheint Ihr Desktop auf dem Remote- PC. Die Fernsteuerung Abbildung 3: Der Desktop des Clients wird auf dem Remote-PC angezeigt. Der Helfer kann nun auf dem PC seines»schützlings«arbeiten wie auf seinem eigenen PC. Abb. 3 zeigt nicht meinen Desktop in Berlin, sondern den eines Freundes, der ca. 550 km entfernt (in der Nähe von Köln) wohnt und freundlicherweise eine Fernsteuerungs-Sitzung auf seinem Rechner für diese Dokumentation ermöglicht hat. Lediglich die senkrechte Symbolleiste auf dem dunkelblauen Untergrund läuft nicht bei ihm, sondern bei mir sie entstammt dem Master-Modul von Easy-PC Gate und erlaubt Zugriff auf die Funktionen der Fernsteuerung. Die Programmfenster von Outlook 2003 (das Mailprogramm im Hintergrund), von»rssowl«und die Windows-Taskleiste befinden sich in Wahrheit auf dem Rechner des Freundes und werden auf meinem Desktop als Grafik angezeigt. Wenn ich in diesem Zustand meine Maus bewege, steuere ich damit gleichzeitig den 550 km entfernten Mauszeiger. Im Beispiel-Fall verfügen sowohl der Freund als auch ich über eine schnelle DSL- Verbindung die Übertragung der Bilder und Mausbewegungen geht flott. Allerdings merkt der Helfer am Remote-PC doch einen Unterschied im Gegensatz zur Bedienung des eigenen Rechners: Beim Öffnen, Schließen, Verkleinern oder Vergrößern eines Fensters dauert es einige Sekunden, ehe Seite 3 (von 9)

4 das Bild des geänderten Fensters auf dem Remote-PC erscheint. Der Freund am Client-PC sieht die Veränderung auf seinem Desktop deutlich eher als der Helfer am Remote-PC. Wenn nur eine ISDN- Verbindung vorhanden ist, dauert die Übertragung noch ein wenig länger; ein vernünftiges Arbeiten ist aber dennoch möglich. Auf jeden Fall ist es einfacher, per Easy-PC Gate über die ISDN-Verbindung zu helfen als den»schützling«in jedem Fall persönlich besuchen zu müssen. Mit einer Analog-Verbindung konnte ich bis zur Erstellung dieser Information keinen Test durchführen. Zwei Möglichkeiten für den Helfer Der Helfer am Remote-PC hat zwei Möglichkeiten, seinen»schützling«am Client-Rechner zu unterstützen: 1. Er arbeitet selbst auf dem Client-PC. Dessen Besitzer kann dabei zuschauen und sich vielleicht den einen oder anderen Trick dabei abgucken. Bis auf die Dateiübertragung (auf die später noch eingegangen wird) kann der Besitzer des Client-PC s jeden Handgriff verfolgen, den vom Remote-PC aus aus ausgeführt wird. 2. Er leitet den»schützling«am Client-PC telefonisch an, damit dieser den Umgang z.b. mit einem bestimmten Anwendungsprogramm besser lernt. Auf seinem Bildschirm kann der Helfer überprüfen, ob der Gegenüber die Schritte richtig ausführt, und notfalls eingreifen oder am Telefon gleich korrigierende Worte sprechen. Dies wäre eine Art von»fernunterricht«. Die Symbolleiste auf dem Remote-PC Die Abbildung 4 zeigt die Symbolleiste, welche das Master-Modul von Easy-PC Gate auf dem Remote-Rechner einblendet, nachdem die Verbindung mit dem Client zustande gekommen ist. Die Angaben und Icons bedeuten (von oben nach unten): Zeitangabe: Verstrichene Zeit seit Beginn der Fernsteuerungs-Sitzung (Verbindung mit dem Client) in Stunden : Minuten : Sekunden. Erstes Icon: Dateiübertragung starten. Zweites Icon: Tastaturbefehle senden. Drittes Icon: Taskmanager des Client-PC s aufrufen. Viertes Icon: Zwischenablage senden/empfangen. Abb. 4 Fünftes Icon: Verbindung zum Client-PC trennen. Weitere Fernsteuerungs-Funktionen Wie natürlich nur vom Remote-PC aus auf dem Client-PC gearbeitet werden kann und nicht umgekehrt, stehen auch die folgenden Möglichkeiten nur dem Helfer zur Verfügung. Dateiübertragung Mittels dieser Funktion kann der Helfer sich durch dasdateisystem auf dem Client-PC klicken und sowohl Dateien vom Client auf seinen eigenen Rechner übertragen als auch auf den Laufwerken des Client- PC s beliebige Dateien ablegen. Der Besitzer des Cli- Abbildung 5: Das Fenster für die Steuerung der Dateiübertragung Seite 4 (von 9)

5 ents merkt davon nichts, wenn der Helfer am Remote-PC ihn nicht (z.b. während eines parallelen Telefonates) darüber in Kenntnis setzt. Ein Wort zur Sicherheit Hier ist es ganz wichtig, dass der»schützling«seinem Helfer wirklich vertrauen und sicher sein kann, dass dieser ihm keine Viren»unterjubelt«. Sollte ich Ihnen einmal per Fernsteuerung helfen, wird dies in der Regel während eines zeitgleichen Telefonates geschehen und ich werde selbstverständlich nichts auf Ihrem PC ausführen, was nicht vorher abgesprochen ist. Wenn Sie als Kunde eines Sofware-Herstellers derartige Hilfe angeboten bekommen, sollten Sie sich vor dem Einverständnis zur Fernsteuerung über die Seriösität der Firma informieren. Mitarbeiter seriöser Firmen werden vermutlich auch nichts anderes tun außer Support für eigene Software zu leisten. Wenn Sie allerdings von einem Unbekannten (z.b. in einem Internet-Chat), dessen Identität Sie nicht überprüfen können, Angebote zur Fernsteuerung Ihres Rechners bekommen, sollten Sie dem mit einem gesunden Mißtrauen begegnen und den konkreten Fall genau abschätzen. Schwarze Schafe könnten freilich, nebst der Platzierung von Viren und Trojanern, auch persönliche Daten während der Fernsteuerung sehen oder aus unbemerkt zum Remote übertragenen Dateien extrahieren. Abbildung 6: Fenster zum Senden von Tastenanschlägen auf den Client-PC Tastaturbefehle senden Mittels des zweiten Icons von oben auf der Fernsteuerungs- Symbolleiste hat der Helfer am Remote-PC die Möglichkeit, auf dem Rechner seines»schützlings«diverse Tastenkombinationen auszuführen. Dazu startet man diesen Dialog, hakt die benötigte Sondertaste(n) ab und gibt ggf. noch eine Buchstaben- oder Zifferntaste im Feld unten rechts an. Die so zusammen gestellte Tastenkombination wird dann auf dem Client-PC ausgeführt. Wenn am Remote-PC z.b. Häkchen vor STRG, ALT und ENTF gesetzt werden und der Helfer dann auf den Senden-Button klickt, wird auf dem Client-Rechner der so genannte»affengriff«ausgeführt, mit dem man den Taskmanager startet. Im Test zeigte sich aber, dass das Drücken der entsprechenden Tastenkombination auf der Tastatur am Remote-PC auch dazu führt, dass der entsprechende Befehl auf dem Client-Rechner ausgeführt wird. Lediglich muss auf dem Desktop des Remote- PC s das vom Client übertragene Desktop-Bild den Fokus besitzen. Somit kann ich z.b. also auch in Berlin auf meine Windows-Taste drücken, um auf dem Bildschirm des Freundes in der Nähe von Köln das Startmenü aufzurufen. Dem Helfer am Remote-PC ist es überlassen, ob er zum Senden von Tastenanschlägen die eigene Tastatur oder diesen Dialog nutzt. Taskmanager starten Das dritte Icon auf der Fernsteuerungs-Symbolleiste von Easy-PC Gate erlaubt dem Remote, den Windows-Taskmanager auf dem Client direkt per Mausklick zu starten, ohne dafür erst die oben genannte Tastenkombination (»Affengriff«) senden zu müssen. Der Taskmanager zeigt alle gestarteten Anwendungen und Prozesse (»Tasks«) unter Windows an. Er bietet die Möglichkeit, einzelne Programme oder Prozesse manuell zu beenden, was mitunter erforderlich sein kann, wenn der Rechner»hängt«oder ein Programm eingefroren ist. Außerdem kann man (außer über das Startmenü von Seite 5 (von 9)

6 Windows) auch über den Taskmanager den aktuellen Benutzer unter Windows abmelden, einen neuen Benutzer anmelden oder auch den Rechner herunter fahren bzw. neu starten. Auf der Registrierkarte Anwendungen sind sämtliche zur Zeit gestarteten Programme aufgelistet. Die in Abb. 7 dargestellte Ansicht zeigt die Registrierkarte Prozesse, die sämtliche EXE-Dateien auflistet, die vom System derzeit ausgeführt werden. Hier sind auch jene Programme enthalten, die beim Start des Rechners automatisch mit geladen werden, während diese auf der Registrierkarte Anwendungen in den meisten Fällen fehlen. Die Registrierkarten Systemleistung und Netzwerk geben über Grafiken Auskunft über die Auslastung des Rechners und die Netzwerkverbindung. Auf der letzten Registrierkarte Benutzer kann man die derzeit unter Windows angemeldeten Benutzer sehen. Drücken Sie auf Ihrer eigenen Tastatur einfach einmal die Tasten [Strg] + [Alt] + [Entf] gleichzeitig und Sie sehen Ihren eigenen Taskmanager. Zwischenablage senden/empfangen Eine interssante Funktion von Easy-PC Gate ist, dass der Helfer am Remote-PC den Inhalt seine eigenen Windows- Zwischenablage in die Zwischenablage auf dem Client-PC übertragen und umgekehrt auch die Zwischenablage des Clients in seine eigene Zwischenablage befördern kann. Diese Funktionen stellt ein Untermenü bereit, das auf dem Remote-PC erscheint, wenn der Helfer auf das vierte Icon von oben (der Fernsteuerungs-Symbolleiste) klickt. Eigene Zwischenablage senden: Damit sendet der Helfer am Remote-PC den Inhalt seiner eigenen Windows-Zwischenablage (z.b. ein Textschnipsel oder eine Grafik) in die Zwischenablage des»schützlings«am Client-PC. Entfernte Zwischenablage empfangen: Das ist der umgekehrte Weg der Inhalt der Zwischenablage auf dem Cli- Abbildung 8: Senden und Empfangen der Windows-Zwischenablage ent wird in die Zwischenablage des Remote-PC s befördert und der Helfer kann auf seinem eigenen Rechner den Inhalt weiter verwenden. Easy-PC Gate ist die erste mir bekannte Software, welche den Austausch der Windows-Zwischenablage unterstützt. Muss man als Helfer seinem»schützling«z.b. eine lange Seriennummer übermitteln, die er zur Installation oder Freischaltung einer Software benötigt, erspart man sich damit das Senden dieser Zeichenfolge in einer Textdatei oder per bzw. alternativ das Diktieren am Telefon. Das fünfte Icon auf der Fernsteuerungs-Symbolleiste... Abbildung 7: Der Taskmanager von Windows... beendet die Fernsteuerungs-Sitzung auf Initiative des Helfers am Remote-PC. Die Möglichkeit, die Sitzung jederzeit zu beenden, stellt aber auch das Client-Modul von Easy-PC Gate zur Verfügung, so dass der»schützling«auch jederzeit abbrechen kann z.b., wenn ihm Aktionen des Helfers suspekt erscheinen. Seite 6 (von 9)

7 Fragen und Antworten Die Verbindung zwischen Helfer und seinem»schützling«, sprich zwischen Master-Modul und Client-Modul, kommt über den Server des Herstelers der Software zustande. Ist das nicht ein Sicherheitsrisiko? Die Firma Images&Words Bäuerle & Findeis GbR hat auf Anfrage im ihrem Support-Forum erklärt, dass dieses System kein Sicherheitsrisiko berge. Im Westenlichen sprechen folgende Gründe dafür: 1. Ein Master-Modul kann nicht mit einem fremden Client-Modul kommunizieren. Somit können Informationen des Clients nicht an fremde Master-Module umgeleitet werden. 2. Die Kommunikation zwischen Client und Master kommt nur nach der Passwort-Authentifizierung zustande. 3. Dass am Server des Herstellers die Verbindung zielgerichtet»belauscht«wird, ist eher unwahrscheinlich, da die Firma eigenen Angaben zufolge inzwischen sehr viele Kunden hat, welche diese Software einsetzen. Ein Vergleich: Auch die Telekom hat die technische Möglichkeit, Verbindungen von zwei Gesprächspartnern in ihren Vermittlungsstellen abzuhören. Es gibt Gesetze, die das zwar verbieten, aber kontrollieren können Sie es auch nicht... Gleichwohl sollten Sie per Fernsteuerung keine sicherheitsrelevanten Aktionen ausführen wie etwa Online-Banking oder die Eingabe von Konto- oder Kreditkarten-Nummern beim Shopping im Internet. Wenn ein Helfer seinem»schützling«derartiges live zeigen möchte oder muss, sollte zumindest an der Stelle, an der die sicherheitsrelevante Eingabe vom Webformular oder der Banking-Software erwartet wird, die Fernsteuerung getrennt werden. Geben Sie niemals PINs, TANs, Kreditakarten-, Konto- oder ähnliche Nummern während laufender Fernsteuerungs-Sitzung ein weder am Remote noch am Client! Der Hersteller hat im Juli 2005, als diese Dokumentation erstellt wurde, in seinem Support-Forum erklärt, dass die Übertragung der Fernsteuerungs-Sitzung derzeit unverschlüsselt laufe, an einer Verschlüsselung aber gearbeitet werde. Aber auch bei verschlüsselter Übertragung würde ich persönlich Abstand von der Eingabe von PINs, TANs oder Bankverbindungen während laufender Fernsteuerung nehmen. Funktioniert die Fernsteuerungs-Software auch noch, falls der Hersteller einmal in die Insolvenz gehen müsste? Der Hersteller sagte dazu in seinem Support-Forum, dass eine allfällige Insolvenz und damit verbundene Abschaltung der Server dazu führen würde, dass ein neuer Hoster für die Fernsteuerungs- Scripte gefunden werden müsste. Diese lagern auf dem Server des Herstellers und sind zwingend notwendig, damit Easy-PC Gate läuft. Nach meinem Eindruck muss allerdings auch eine Anpasung im Programmcode der an die Kunden ausgelieferten Master- und Client-Module vorgenommen werden, damit diese dann den neuen Server finden könnten. Da angeblich bereits sehr viele Kunden Easy-PC Gate lizensiert haben, wäre auch eine große Zahl von Betroffenen vorhanden, falls die Server der Firma Images&Words Bäuerle & Findeis GbR einmal nicht mehr zur Verfügung stehen. Somit könnte dann auf eine Ersatzlösung zumindest gehofft werden. Andere Fensteuerungs-Software, wie das bekannte»pc Anywhere«von Symantec, ist sündhaft teuer und erfordert auf beiden Seiten (Remote und Client) eine umfangreiche Installation. Easy-PC Gate kommt mit zwei Modulen aus, die keiner Installation bedürfen. Warum gibt es so große Unterschiede? PC Anywhere von Symantec ist eine mächtige Software, die zum Beispiel auch über die Telefonleitung oder das Firmennetzwerk kommunizieren kann und somit nicht zwingend auf eine Internet- Verbindung angewiesen ist. Ferner kann PC Anywhere auch mit Linux-Systemen arbeiten, verfügt Seite 7 (von 9)

8 über eine AES-Verschlüsselung mit 256 Bit, eine automatische Bandbreitenerkennung und einiges mehr. Ein Produkt wie PC Anywhere mag in Firmen-Netzwerken angebracht sein, aber für einfache Support-Dienste z.b. eines Software-Herstelers für Kunden oder von Freund zu Freund ist es einfach überdimensioniert. Vergleichbar wäre das damit, wenn Sie eine Kiste oder einen Koffer mit einem großen LKW transportieren lassen, wo das Gepäckstück ebenso gut im Kofferraum eines PKW mehr als ausreichend Platz finden würde. So wie in diesem Beispiel die Fahrt mit dem LKW unnötig viel Geld kosten würde, ist es mit der Fernwartungs-Software nicht anders man bezahlt für Funktionen und lässt diese tief im System installieren, obwohl man sie eigentlich gar nicht braucht. Ist Easy-PC Gate dann eher eine Lösung für den ambitionieten Heimanwender? Auf jeden Fall ermöglicht Easy-PC Gate erstmals auch dem nicht kommerziellen Anwender, mit vergleichsweise geriger Investition (die man vom Hobby-Budget noch abzweigen kann), Fernsteuerungs-Software zu verwenden. Easy-PC Gate gibt es in verschiedenen Dimensionen, die sich außer im Preis darin unterscheiden, dass sie gleichzeitig unterschiedlich viele Verbindungen zu Kopien des zugehörigen Client-Moduls aufbauen können. Die kleinste (auch von mir verwendete) Variante kann gleichzeitig nur mit einem Client-Modul kommunizieren, kostete dafür (zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Information) auch nur 89 Euro. In weiteren Staffelungen sind gleichzeitig bis zu fünf bzw. zehn Verbindungen vom Master-Modul zu Kopien des zugehörigen Client-Moduls möglich. Die»Maxi«-Variante mit zehn gleichzeitig möglichen Fernsteuerungs-Verbindungen schlägt dann immerhin auch mit 700 Euro zu Buche und richtet sich mehr an Unternehmen als an den Hobbyisten, der nur ab und zu mal der Verwandschaft oder Bekanntschaft helfen will. Ehrlich gesagt, reicht aber eine Fernsteuerungs-Sitzung vollkommen aus; zwei oder gar zehn Clients gleichzeitig möchte ich nicht fernsteuern müssen... Nach der Lektüre der vorstehenden Informationen habe ich den Eindruck, dass Easy-PC Gate doch eine ganz nützliche Lösung ist, damit ich meinen Eltern und Kollegen gelegentlich helfen kann. Ein guter Freund von mir würde die Fernsteuerung damit aber auch gerne mal ausprobieren. Wenn ich ihm nach dem Kauf das Master-Modul schicke und auf meinem Rechner das Client-Modul starte, müsste das doch auch funktionieren oder ist das Master-Modul nach der Lizensierung an einen bestimmten Rechner gebunden? Technisch gesehen, ist es natürlich an keinen Rechner gebunden. Es muss ja auch funktionieren, wenn Sie es selbst auf einem neu angeschafften Rechner oder auf Ihrem Laptop einsetzen wollen, was ja auch Ihr gutes Recht ist. Wenn Sie Ihr Master-Modul einem Freund schicken und auf Ihrem Rechner Ihr Client-Modul starten, kann rein technisch gesehen der Freund selbstverständlich Ihren PC fernsteuern. Allerdings verstoßen Sie mit der Weitergabe des Master-Moduls gegen die Lizenzbestimmungen. Das wäre in etwa dasselbe, wenn Ihr Freund sich eine Shareware aus dem Internet lädt, die Sie selbst schon länger verwenden und lizensiert haben, und Sie schicken demjenigen dann Ihren persönlichen Freischaltcode füpr diese Shareware. Technisch gesehen lässt sich das Programm oftmals auch auf dem Rechner eines Anderen freischalten, aber legal ist das nicht. Übrigens, auch bei der teuersten Version von Easy-PC Gate ist die Weitergabe des Mastermoduls lizenzrechtlich ausgeschlossen auch, wenn es sich um den besten Freund handelt. Damit der Freund einmal Ihren PC fernsteuern kann, ohne gleich eine Lizenz zu kaufen, lädt er sich am besten das Paket der Demoversion (Demo-Master-Modul und Demo-Client-Modul) von der Homepage des Herstellers und schickt Ihnen dann das Client-Modul der Demoversion per Mail. Denn auch das Master-Modul der Demoversion kann nicht mit ihrem personifizierten (gekauften) Client-Modul kommunizieren. Wenn Sie mit den Modulen der kostenlosen Demo-Version die Fernsteuerung testen, hat das im Gegensatz zur lizensierten Version zwei Nachteile: Erstens, nach nur zwei Minuten Fernsteuerung wird die Verbindung zwangsweise getrennt. Zweitens, die Dateiüber- Seite 8 (von 9)

9 tragung ist in der Demo deaktiviert. Aber damit der Freund einen Eindruck von der Fernsteuerung bekommt, ist die Demoversion auf jeden Fall gut. Sie können nach der Zwangstrennung die Verbindung ja wieder herstellen, so oft Sie wollen. Als ich mit dem Freund in der Nähe von Köln den Test mit der Demo vor der Kaufentscheidung durchgeführt hatte, hatten wir die Verbindung mindestens 10x nach der Zwangstrennung wieder hergestellt. Erst nach diesem ausgiebigen Test hatte ich mich zum Kauf entschlossen. Copyright Das Copyright für diese Information liegt bei Diego Wegner, Berlin, Homepage: Diese Publikation ist Freeware und darf in unverändertem Zustand das heißt, entweder in ausgedruckter Form oder als PDF-Datei, ohne jegliche Veränderung am Inhalt beliebig oft vervielfältigt und unentgeltlich weitergegeben werden. Der Verkauf von Exemplaren oder Teilen daraus ist untersagt. Redaktionen, die Datenträger (CD s, DVD s) zusammen stellen, die kostenlos verteilt oder Zeitschriften beigegeben werden, dürfen diese Anleitung in der Original-PDF-Version auf ihre Datenträger mit aufnehmen. Über die Aufnahme ist eine Information per an zu senden. Seite 9 (von 9)

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