Technische Informationen zur ZEDAL

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1 Technische Informationen zur ZEDAL Plattform ZEDAL Sicherheitskonzept Einrichtung eines Arbeitsplatzes zur Nutzung des ZEDAL Webportals Voraussetzungen zum Betrieb eines ProZEDAL - Systems Voraussetzungen zum Betrieb eines ZEDAL Inhouse-Systems ZEDAL ist ein eingetragenes Warenzeichen. Es ist in allen Ländern der europäischen Gemeinschaft geschützt.

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3 ZEDAL Sicherheitskonzept Standard ZEDAL Installation Datensicherheit bedeutet Authentizität, Unversehrtheit, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten. Jede ZEDAL Installation unterstützt den sachgerechten Umgang mit Daten hinsichtlich jedes dieser Gesichtspunkte unter Einbeziehung der verfügbaren Betriebsumgebungen. Jeder der Server ist paarig ausgeführt. Eine Zedal-Installation besteht also aus vier Linux Servern, derzeit mit Debian 3.0 Betriebssystem. Die derzeit typischerweise eingesetzte Hardware beinhaltet ASUS, Intel oder NVIDIA Mainboards mit Intel Pentium oder AMD Athlon 64 X2 Prozessoren bei einem Speicherausbau von 512 MB bei den Frontend-Servern und 1 GB bei den Backend-Servern und 3*80 GB SATA2 oder 2*80 GB SCSI Festplatten, die im Raid-1 oder Raid-5 Verbund oder als kalte Spiegel verwendet werden. app2 kom2 app1 kom1 Die Frontend-Server (kom1, kom2) werden idr. in einer DMZ hinter einer Firewall betrieben. Falls diese Firewall fehlt, werden die Frontend-Server gegen Angriffe aus dem Internet gehärtet und mit Firewall-Funktionalitäten ausgestattet. Die redundante Ausführung der Frontend- Server wirkt zusammen mit einer angemessenen DNS-Administration als Lastverteilung und, bei Ausfall eines Systems, als passives Failover. Die Standardinstallation eines ZEDAL-Systems besteht aus Frontend- und Backend-Servern. Die Backend-Server (app1, app2) werden idr. in einer separaten DMZ, ohne direkten Kontakt zum Internet, hinter einer weiteren Firewall betrieben. Die betriebsrelevanten Daten werden in lokalen Oracle RDBMS Datenbanken gehalten. Zu jeder Zeit ist einer der beiden Backend-Server als Führungssystem aktiv. Der andere Backend- Forts. umseitig

4 Server dient als Failoversystem und wird im Standy-Modus betrieben. Der Bestand des Failoversystems wird alle 5 Minuten aus dem Führungssystem durch Einpflege der dort erzeugten Achivelogs aktualisiert. Es wird bei Bedarf aktiviert und damit zum Führungssystem. Der Dokumentenaustausch der Clients mit dem Zedal-System findet grundsätzlich nach PKCS#7 signiert und verschlüsselt statt. Hierzu werden die Daten auf den Clients (nach optional erfolgter SigG-konformer Signatur) mit einem dem Client zugewiesenen Zertifikat signiert und für das Backend-System verschlüsselt. Die derart in Transportcontainern gesicherten Daten werden durch die Frontend-Server geleitet und auf den Backend-Servern anhand der dort hinterlegten Zertifikatsinformationen geprüft. Nur bei erfolgreicher Verifikation werden die Daten weiterverarbeitet. Die Client-Zertifikate werden auf Anforderung von den Backend-Systemen ausgegeben. Zeitintervallen ebenfalls auf dem Backup-Server hinterlegt. Schutz vor kurzzeitigen Versorgungsspannungsausfällen können zwei USVs bieten, durch die jeweils ein Frontend- und ein Backend-Server versorgt werden. Textende. Zur Absicherung der Portalfunktionen sind die Frontend-Server mit öffentlich validierbaren X509-Zertifikaten ausgestattet, durch deren Prüfung ihre Authentizität sichergestellt werden kann. Als Sicherung gegen Datendiebstahl durch physischen Zugriff auf die Server können die Daten bei Bedarf (d.h. insbesondere bei unzureichender Zutrittskontrolle) auf verschlüsselten Dateisystemen gehalten werden. Die Dateisysteme werden erst durch manuelle Aktivierung mit einem Aktivierungsschlüssel verwendbar. Der den Systemen zugehörige Schlüssel wird nicht auf ihnen hinterlegt sondern ausschließlich bei der Aktivierung eingegeben. Schutz gegen unbemerkte Manipulationen an den Systemen bietet das auf jedem Server installierte IDS (Intrusion Detection System) Tripwire, das festgestellte Änderungen per Mail kommuniziert. Als Sicherung gegen Datenverlust werden Backups der Dateisysteme komprimiert verschlüsselt und per ftp, sftp oder rsync auf einen separaten Backup-Server übertragen. Änderungsdaten der Datenbank werden in kurzen

5 Einrichtung eines Arbeitsplatzes zur Nutzung des ZEDAL Webportals Allgemeines: Damit Sie im ZEDAL Portal arbeiten können, benötigen Sie als Grundkomponente das E- Form Plugin. Soll an dem einzurichtenden Arbeitsplatz auch digital signiert werden, muss ein zertifiziertes Kartenlesegerät (z.b. ZEDAL- Cardreader) installiert und angeschlossen werden. In diesem Fall ist unbedingt auch die Betriebsanweisung zur Nutzung der Signaturfunktion auf dem ZEDAL-Portal zu beachten. Bevor diese Arbeiten durchgeführt werden, sollten Sie oder Ihr EDV-Administrator folgende Checkliste vollständig mit JA beantwortet haben: Checkliste Grundvoraussetzungen Betriebssystem Microsoft Windows Vers.98 SE und höher q Browser Internet Explorer Vers. 5.5 bis 7.x q Einstellung im Browser Javascript aktiviert (zulassen) q ActiveX-Objekte verwenden (zulassen) q Pop-Up-Blocker deaktiviert q Internetzugang Aktiviert q Firewall (falls vorhanden) Port 80 freigegeben q Port 443 freigegeben q Proxy Darf verwendet werden q Wichtige Hinweise: Für die Installation eines Kartenlesegerätes werden zwingend Windows-Administratorrechte benötigt. Wir empfehlen, auch die Installation des PlugIns mit Windows-Administratorrechten durchzuführen, da ansonsten nur der bei der Installation angemeldete Benutzer mit dem PlugIn arbeiten kann. Für jeden weiteren Benutzer wäre eine erneute Installation notwendig. Darüberhinaus sind in vielen Firmennetzwerken die Benutzerrechte für Softwareinstallationen deaktiviert. 2.) E-Form Plugin 3.) ZEDAL Profil erzeugen (hierfür benötigen Sie das ZEDAL-Systemadmin Passwort) Zu 1. Benötigt wird das ZEDAL Cardreader Setup, das im Service-Bereich von ZEDAL heruntergeladen werden kann. HINWEIS: Das Kartenlesegerät darf erst mit dem Rechner verbunden werden, wenn man durch das Setup dazu aufgefordert wird! Die Installation bitte in folgender Reihenfolge durchführen. 1.) Kartenlesegerät (bezieht sich auf den ZEDAL-Cardreader) Soll kein Kartenlesegerät an diesem Arbeitsplatz eingesetzt werden, sofort mit Schritt 2 weitermachen. Forts. umseitig

6 Nach dem Start des Setups folgt man den dort gegebenen Hinweisen. Während der Installation werden Sie aufgefordert, das Kartenlesegerät anzuschließen. Der Rechner muss neu gestartet werden. HINWEIS: Kartenlesegeräte, die über den USB-Port angeschlossen werden, sollten unbedingt ständig am gleichen Port (USB- Anschluss) angeschlossen bleiben. Viele Rechnersysteme ordnen beim erneuten Anstecken einen neuen USB-Port zu, was dazu führt, dass das Kartenlesegerät unter Umständen nicht gefunden wird. Zu 2. Benötigt wird ein Setup, das im Service-Bereich von ZEDAL heruntergeladen werden kann. Nach dem Start vom E-Form Plugin Setup bitte den dort gegebenen Hinweisen folgen. Das E-Form PlugIn kann durch den Windows-Administrator für alle Benutzer, die an diesem Arbeitsplatz arbeiten, in einem einzigen Durchgang eingerichtet werden. Die Standardinstallation ist denkbar einfach, muss aber durch den ZEDAL Systemadmin durchgeführt werden. Zunächst meldet man sich am ZEDAL System an und geht in den Arbeitsbereich Service. In der blauen Menüleiste klickt man auf Systemadmin und gibt das entsprechende Passwort ein. Anschließend auf Init PlugIn, im Fenster Profilverwaltung auf den Button NEU klicken und im Fenster Wizard für Benutzerzertifikate auf den Button OK klicken. Das Profil wurde erzeugt und das Fenster Profilverwaltung kann nun über den Button beenden geschlossen werden. Telefonische Unterstützung erhalten Sie auch bei unserer ZEDAL-Hotline unter: Textende. HINWEIS: Nach Abschluss der Installation wird nach dem Pfad für die ZEDAL-Benutzerprofile gefragt. Hier muss unbedingt darauf geachtet werden, einen Speicherplatz anzugeben auf den alle Benutzer auch zugreifen können. Standardmäßig schlägt das Setup bei Installation durch den Administrator das Verzeichnis C:\Dokumente und Einstellungen\Administrator... vor, auf das andere Benutzer vermutlich nicht zugreifen dürfen! Falls ein Kartenlesegerät installiert ist, erscheint zusätzlich noch das Fenster Eigenschaften Kartenlesegeräte in dem bei Hersteller/Typ der entsprechende Kartenleser auszuwählen ist. Für den ZEDAL-Cardreader muss hier [PC/SC] REINER SCT cyber Jack pinpad. Ausgewählt werden. Zu 3. Für den gesicherten und verschlüsselten Versand von Daten werden Zertifikate benötigt, die in sogenannten ZEDAL-Profilen generiert werden. Ohne ein gültiges und zum Teilnehmer passendes Profil ist ein Versand von Daten zu ZE- DAL nicht möglich.

7 Voraussetzungen zum Betrieb eines ProZEDAL -Systems Allgemein: ProZedal wird benötigt, um Datenaustausch zwischen ZEDAL Systemen und beliebigen externen Systemen zu ermöglichen. ProZedal ist als Client-Server System ausgeführt. Es existieren pro ProZedal System ein Server und beliebig viele Clients. Zur Überwachung und Steuerung des ProZedal Serverbetriebs existiert außerdem ein spezieller Client, der Leitstand. Server und die Clients können auf dem selben System betrieben werden. Datenaustausch zwischen dem externen System und ZEDAL geschieht über den Server. Schnittstelle zwischen dem externen System und ProZedal ist ein Übergabeverzeichnis im Dateisystem des Pro- Zedal Servers. Dies kann auch ein Netzlaufwerk sein. Die Daten werden in Dateiform übergeben. Schnittstelle zwischen ProZedal und ZEDAL ist der Austausch der Daten per . Für Entsorgungsnachweise ist darüber hinaus ein synchroner Datenaustausch per https nötig. Hardware: Für Client und Server wird mindestens ein Pentium III mit 128MB Hauptspeicher benötigt. Für den Client werden ca. 10 MB, für den Server mindestens 15 MB Plattenplatz benötigt. Der Platzbedarf des Servers richtet sich nach Datenaufkommen, eingestellter Archivierung und Logtiefe, kann daher wesentlich darüber hinaus gehen. System: Die Clients und Server können unter Windows 2000 oder Windows XP betrieben werden. Für den Server existiert außerdem eine Linux Variante. Konnektivität: Die zum Betrieb von ProZedal benötigten Konnektivitäten sind im Folgenden aufgeführt. In Klammern ist jeweils Port und Protokoll angegeben. Bei den mit einem Sternchen markierten Ports ist der Port konfigurierbar und hier sind lediglich Defaultwerte angegeben. Der Datenaustausch per https kann entweder direkt oder per http-proxy geschehen. Technische Änderungen vorbehalten Textende.

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9 Voraussetzungen zum Betrieb eines ZEDAL Inhouse-Systems Allgemein: Ein ZEDAL Serversystem besteht im Normalfall aus vier Servermaschinen. Es gibt zwei Kommunikations- und Webserver, im folgenden Kom genannt und zwei Applikations- und Datenbankserver, im folgenden App genannt. Die Kom s müssen über Konnektivität zum Internet verfügen und als Webserver auch aus dem Internet erreichbar sein. Die App s können ohne direkte Konnektivität mit dem Internet betrieben werden. Neben dieser Konfiguration ist es möglich, die gesamte Installation auf zwei oder auf einer einzelnen Maschine zu betreiben. Die dazu notwendigen Voraussetzungen werden im Folgenden umrissen. Umgebung: Als Anschluss- und abzuführende Wärmeleistung sind pro Maschine ca. 200W anzunehmen. Die Spannungsversorgung sollte durch eine USV gepuffert sein. Wenn die Hardware durch die Abfallmanagement AG beschafft wird, ist die USV Pufferung enthalten. Pro Rechner wird ein Ethernet 100Base-TX Netzwerkanschluss benötigt. Für die Kom s wird darüber eine Anbindung ins Internet mit einer Mindestbandbreite von 2mbit/s für Up- und Downstream empfohlen. Je nach Netzwerktopologie ist es sinnvoll, die Kom s mit einem äusseren und einem inneren Interface auszustatten. Dies kann sowohl mit je zwei physisch getrennten Interfaces als auch per V-Lan realisiert werden. Dadurch kann sich die Anzahl der benötigten Ethernet Anschlüsse erhöhen. Wenn die Hardware von der Abfallmanagement AG beschafft wird, ist von einem Platzbedarf von 1he pro Rechner und 2he pro benötigter USV auszugehen. ZEDAL SE (Betrieb auf einer Maschine): 2GB Hauptspeicher ein aktueller Intel Core 2 Quad Prozessor ca. 32 GB Plattenplatz ZEDAL ME (Betrieb auf zwei oder vier Maschinen): 1G Hauptspeicher ein aktueller Intel Core 2 Duo Prozessor ca. 32 GB Plattenplatz (Die Angaben gelten pro Maschine) Der Plattenplatz sollte durch den Betrieb eines Raid 1/10 abgesichert sein. Laufen die Platten nicht im Raidverbund, muss noch einmal der gleiche Platz auf unterschiedlichen Platten zur Verfügung gestellt werden. Die ZEDAL System erstellen dann selbstständig Sicherungen von System und Nutzdaten. System: Für die ZEDAL Systeme kommen folgende Betriebs- und Datenbanksysteme zum Einsatz: ZEDAL Debian Linux 3.0 Perl DBI DBD-Oracle-1.15 Oracle (Serverinstallation auf den App s, Clientinstallation auf den Kom s) ZEDAL2 Debian Linux 4.0 Perl DBI DBD-Oracle-1.21 Oracle (Serverinstallation auf den App s, Clientinstallation auf den Kom s) Hardware: Für ZEDAL Systeme wird der Einsatz von Serverhardware empfohlen. Als Plattensubsystem kommen SATA2, SAS, oder SCSI in Frage. Hier die weiteren notwendigen Hardwarevoraussetzungen: Forts. umseitig

10 Konnektivität: Die zum Betrieb von ZEDAL benötigten Konnektivitäten sind im Folgenden aufgeführt. In Klammern ist jeweils Port und Protokoll angegeben. Bei den mit einem Sternchen markierten Ports ist der Port konfigurierbar und hier sind lediglich Defaultwerte angegeben. Mail, Dns und Timeservice können von den Kom s direkt durch Internetservices realisiert werden. Alternativ dazu können auch entsprechende Intranetserver genutzt werden. Datensicherheit/Redundanz: ZEDAL Systeme sind gegen Hardwareausfälle durch Hardwareredundanzen und Datensicherung geschützt. Neben der im Punkt Hardware schon geforderten Plattenredundanz ist beim Vollausbau mit vier Servern der Ausfall einer beliebigen Maschine abgedeckt. Außerdem werden System und Nutzdaten regelmäßig in eine externe Datensenke gesichert. Diese kann durch ein Bandlaufwerk realisiert werden. Die Sicherung wird dann täglich durchgeführt. Als Datensenke ist ebenfalls im Intranet bereitgestellter Plattenplatz denkbar. Neben der täglichen Sicherung werden dann in kurzen Abständen (z.b.: 5 min) die Datenbank-Differenzdaten gesichert. Beim Betrieb mit zwei oder einer Maschine ist dies zwingend erforderlich um bei Ausfall einer Maschine Datenverlust zu vermeiden. Technische Änderungen vorbehalten. Textende.

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