people Univ.-Doz. in Dr. in Claudia Wojnarowski-Pichlmüller Reisen ohne Reue: Psychotherapie: Brustkrebs: Vereinfachter Zugang zum

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1 P.b.b. 03Z M B&K Bettschart&Kofler Kommunikationsberatung GmbH, A-1090 Wien, Liechtensteinstr. 46a Retouren an Postfach 555, 1008 Wien people MENSCHEN UND MEDIZIN ,45 ein Service der Wiener Gebietskrankenkasse Univ.-Doz. in Dr. in Claudia Wojnarowski-Pichlmüller Enorm in Form Das Abnehm-Programm für Kinder und Jugendliche Reisen ohne Reue: Tipps für einen gesunden Urlaub Psychotherapie: Neues Formular für rasche Behandlung Brustkrebs: Vereinfachter Zugang zum Früherkennungs-Programm Anna Rauchenberger

2 INHALT EDITORIAL 4 News 8 Urologie Patient steht immer im Mittelpunkt 11 Biograph mmr am AKH Wien Neues Gerät revolutioniert die bildgestützte Diagnostik Die Service-Seiten der WGKK 12 Enorm in Form WGKK baut kostenloses Abnehm- Programm für Kinder und Jugendliche aus 14 Psychotherapie Neues Formular für rasche und passende Behandlung 16 Knochenforschung auf Top-Niveau Hohe Auszeichnung für Prof. Klaus Klaushofer, Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Osteologie 18 Brustkrebs-Früherkennungsprogramm Zielgruppe wird erweitert Brustzentrum Hanusch-Krankenhaus hat Vorreiterrolle 20 Urlaub ohne Bauchweh 10 gesunde Tipps gegen Sonnenbrand, Durchfall & Co 22 Gesunde Schule Die Service Stelle Schule der WGKK bietet Rat und Unterstützung 24 Highlights der HerzMedizin Wie die Kardiologie unsere Gesundheit verändert 27 Psychosomatik Was tun bei Beschwerden ohne organische Ursachen? 28 Parkinson-Krankheit Neue Entwicklungen zu maßgeschneiderten Therapien 30 Krebs und Nervensystem Rolle der Neuro-Onkologie wird immer wichtiger Impressum: People Menschen und Medizin im Wiener AKH. Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: B&K Bettschart und Kofler Kommunikationsberatung GmbH, Medieninhaber-, Herausgeber-, Verlags- und Redaktionsadresse: A-1090 Wien, Liechtensteinstr. 46a; A-7452 Unterpullendorf, Kleinmutschen 71; D Berlin, Kurfürstendamm Tel.: (01) , Fax: (01) , Schirmherrschaft: Verein zur Förderung von Wissenschaft und Forschung in den Neuen Universitätskliniken am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien; Vorstand: A. Kautzky-Willer, M. Gnant, Dr. W. Hehenwarter, A. Gruber, S. Shariat, Vbgm. a.d. Dr. S. Rieder, M. Frey, C. Herold, D. Kerjaschki, I. Lang, G. Maurer, S. Meryn, A. Pollak, H. Pehamberger, O. Wagner; O. Scheiner, Univ.-Prof. DDr. K. Kletter, Dr. C. R. Schweiger; Zuständig für PEOPLE: R. Kunstfeld; Geschäftsführung und Chefredaktion: Mag. Roland Bettschart, Dr. Birgit Kofler. Grafik Design: Patricio Handl redaktion: Mag. Roland Bettschart, Dr. Birgit Kofler, Reno Barth, Dr. Jürgen Nemec, Wolfgang Wagner, Dr. Stefan Wolfinger Lektorat: Susanne Hartmann Vertrieb: Ilse Slawik Anzeigenabteilung: Mag. Elisabetta dal Bello; Liechtensteinstr. 46a, 1090 Wien, Tel.: (01) , Fax: DW 20. erscheinung: 4 x jährlich, Preis: Euro 1,45, Jahresabo: Euro 7,27 Auflage: Hersteller: Druckerei Berger. Verlags- und Herstellungsort: Wien. Verlagspostamt: 1090 Wien. Gender-Mainstreaming-Policy: Die in dieser Publikation verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen werden der besseren Lesbarkeit halber nur in einer Form verwendet, sind aber natürlich gleichwertig auf beide Geschlechter bezogen. Richard Tanzer Liebe Leserinnen, liebe Leser! WGKK-Obfrau Mag. a Ingrid Reischl Es freut mich, an dieser Stelle einen Durchbruch verkünden zu können, den es so nicht alle Tage gibt: Rechtzeitig vor den Sommerferien ist ein großer Schritt bei der Umsetzung der Gesundheitsreform gelungen. Der Schulterschluss ist breit Krankenkassen, Länder und der Bund sind sich einig, dass die Grundversorgung für die Bevölkerung moderner werden soll. Nun sind die Eckpfeiler eingeschlagen. Ziel ist es, dass sich in Zukunft Teams, bestehend aus Allgemeinmedizinern und anderen Gesundheitsberufen wie Pflegern, Ernährungsberatern oder Physiotherapeutinnen und therapeuten, um die Patientinnen und Patienten kümmern. Die Vorteile einer derart vernetzten Betreuung liegen auf der Hand: u Die neuen Einrichtungen zur Primärversorgung werden zeitgemäße Öffnungszeiten anbieten gedacht ist etwa an einen Rahmen von 7 bis 19 Uhr. u Damit wird einer der größten Kritikpunkte an unserem derzeitigen System sukzessive behoben: die oft langen Wartezeiten. u Eine besondere Chance bietet das Zusammenspiel von Medizinern und Experten anderer Gesundheitsberufe für chronisch kranke Menschen sowie komplizierte Fälle: Diese sollen in Team-Besprechungen breit diskutiert werden, um in der Folge eine optimale, individuell abgestimmte Behandlung zu ermöglichen. Eine Klarstellung ist mir in diesem Zusammenhang wichtig: Die Gesundheitsreform hat nicht zum Ziel, die Hausärztin oder den Hausarzt abzuschaffen. Wer mit solchen Parolen Angst verbreitet, hat entweder den Ansatz nicht verstanden oder will sich bewusst gegen eine gesunde Weiterentwicklung der Versorgung stellen und einfach alles beim Alten belassen. Es wird auch in Zukunft die bekannten Einzelordinationen geben. Andererseits: Wieso sollte man Ihnen als Versicherte die oben erwähnten Vorteile neuer Modelle verwehren? Ich bin zuversichtlich, dass sich auch die Ärztekammer diesem Fortschrittsgedanken anschließt und wir die Reform rasch angehen können. Denn der Angelpunkt im Gesundheitssystem ist immer noch die Patientin oder der Patient. Ich werde Sie über die weiteren Entwicklungen auf den Laufenden halten und wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer! Mag. a Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse PEOPLE

3 MedUni Wien klettert in Times Higher -Ranking Die 1365 als Fakultät der Uni Wien gegründete MedUni Wien ist erneut die bestplatzierte österreichische Universität im Times Higher Education 100 Ranking Under 50, bei dem die besten jungen Hochschulen gekürt werden. Die Meduni Wien verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von Platz 49 auf 36, die Uni Linz fiel von Rang 64 auf 70. Als Jung-Uni gilt die traditionsreiche MedUni Wien, weil sie 2004 aus der Uni Wien ausgegliedert wurde und seither eine eigenständige Universität ist. Medizin im 1. Weltkrieg Sarah-Maria Kölbl AKH/MedUni Wien-Forscher in internationalen Rankings unter den Besten Josef Smolen Hans Lassmann Forscher des AKH Wien/der Med- Uni Wien wurden jetzt in zwei internationalen Rankings ins absolute Spitzenfeld gewählt. In einer von Thomson Reuters veröffentlichten Liste der am häufigsten zitierten Wissenschaftler weltweit finden sich Josef Smolen, Leiter der klinischen Abteilung für Rheumatologie, und Hans Lassmann von der Abteilung für Neuroimmunologie. Von der amerikanischen Web-Plattform expertscape wurde Prof. Smolen zum zweitbesten Rheumatologen der Welt gewählt. Weitere Top-Platzierungen gab es auch für Rupert Menapace und Ursula Schmidt-Erfurth (Universitätsklinik für Augenheilkunde), den Gastroenterologen und Hepatologen Peter Ferenci und Markus Raderer, Experte für maligne Lymphome. Brustkrebs: Jede zweite Biopsie könnte vermieden werden Bei der Brustkrebs-Diagnose ist es eine der schwierigsten Aufgaben, die gutartigen Knoten in der Brust von den bösartigen Tumoren exakt zu unterscheiden, und dies erfordert meist eine Gewebeprobe (Biopsie). Mithilfe des kombinierten Einsatzes von Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Magnetresonanztomographie (MRT) ist die Darstellung von Schlüsselprozessen der Brustkrebsentstehung möglich damit könnte jede zweite überflüssige Brustbiopsie vermieden werden. Das ist das wichtigste Ergebnis einer Studie an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin in Kooperation mit anderen Kliniken und Zentren der MedUni Wien. Katja Pinker (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin) konnte in dieser weltweit ersten klinischen Studie ( Clinical Cancer Research ) zeigen, dass die multiparametrische Positronen-Emissions-Tomographie (PET)/Magnetresonanztomographie (MRT), also der kombinierte Einsatz neuester bildgebender Verfahren, eine Sicherheit von 96 Prozent bei der Diagnose erreichen kann. Damit könnte die Hälfte aller Brustbiopsien von gutartigen Knoten vermieden werden. Medikament zur Immuntherapie bei Prostatakrebs in Sichtweite Eine internationale, unter Beteiligung des AKH Wien durchgeführte Studie gibt Anlass zur Hoffnung, dass bereits in wenigen Jahren für fortgeschrittenen Prostatakrebs erstmals ein Medikament zur Immuntherapie zugelassen werden könnte. Das Immuntherapeutikum Ipilimumab zeigt bei der Behandlung von gegenüber herkömmlichen Hormon- und Chemotherapien unempfindlichen Patienten eine deutlich positive Wirkung. So lautet die Kernaussage einer in The Lancet Oncology veröffentlichten Studie. Michael Krainer, Leiter der Arbeitsgruppe Urologische Tumore an der Klinischen Abteilung für Onkologie: Für uns ist es nahezu ein Wunder, dass die Immuntherapie auch in einem so späten Stadium der Erkrankung eine so deutliche Wirkung zeigt. Die Ergebnisse unserer Studie sind als weiterer großer Erfolg für die Immuntherapie von Karzinomen zu sehen. Der Wirkmechanismus der Substanz sieht folgendermaßen aus: Die Antikörper von Ipilimumab inaktivieren Bremser und geben so dem eigenen Immunsystem Gas. Im Juni fand in der Gesellschaft der Ärzte eine wissenschaftliche Sitzung zum Thema Medizin im 1. Weltkrieg statt. Franz Kainberger (Präsident der Gesellschaft der Ärzte in Wien) und Michael Kunze (Institut für Sozialmedizin, MedUni Wien) führten durch den Abend. Der Erste Weltkrieg war auch in Bezug auf die medizinische Versorgung ein einschneidendes Ereignis. Enorme Leistungen wurden von Ärzten und Pflegepersonal an den Fronten, in Spitälern und Kliniken vollbracht. Viele im Krieg tätige Ärzte waren sich auch ihrer Rolle als Forscher und Lehrer bewusst. Durch neue Kriegstechniken und technologische Fortschritte waren neue Verletzungsmuster und andere Krankheitsbilder zu beobachten. So entstanden bemerkenswerte diagnostische und therapeutische Innovationen war der körperliche Schutz der Soldaten ein weitreichendes Problem und Stahlhelme fanden selten Anwendung. Durch den großflächigen Einsatz kam es im Ersten Weltkrieg gehäuft zu bis dahin nicht aufgetretenen Verletzungen im Gesicht, sagte Prof. Kunze. Es wurden Pläne notwendig, um Gesichter zu rekonstruieren. Es ist ein Paradoxon, dass dieser schreckliche Krieg, der so vielen Menschen Unheil brachte, gleichzeitig ein wesentlicher Faktor für den medizinischen Fortschritt war. Prof. Kainberger: Viele Therapien, die für uns heute selbstverständlich sind, hatten im 1. Weltkrieg ihren Ursprung. Schmerz-Schrittmacher noch treffsicherer Thierry Monasse Univ.-Prof. DDr. Hans-Georg Kress Sogenannte Schmerz-Schrittmacher werden üblicherweise im Rückenbereich oberhalb der Gesäßmuskulatur implantiert und über Elektroden mit dem Rückenmark verbunden. Bei einer Reihe chronischer Schmerzen wandeln sie die pathologischen Nervensignale in ein Kribbeln um. Die gängige Methode ist eine Anbringung der Elektroden an jenem Teil des Rückenmarks, in dem die Schmerzsignale geleitet werden. Ein Implantationsteam unter der Leitung von Hans-Georg Kress (Leiter der Klinischen Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie des AKH Wien) hat österreichweit erstmalig einem Patienten die Elektroden nicht über dem Rückenmark, sondern direkt über der sogenannten Hinterwurzel angebracht. Die neue Methode hat den Vorteil, dass durch sie der Schmerz noch gezielter ausgeschaltet wird. Außerdem spart der Schrittmacher durch die höhere Treffgenauigkeit Energie, wodurch dessen Akku seltener geladen werden muss. Der behandelte Patient litt an einer äußerst schmerzhaften Post-Zoster-Neuralgie der Brustwand. Seit dem aktuellen Eingriff benötigt er keine Schmerzmedikamente mehr. Krebs überleben? Wann sprechen wir nicht mehr vom Patienten? Was bleibt eigentlich von Krebs, auch wenn geheilt, was wissen wir von Überlebern? Wir sehen die Erkrankung als eine, die körperliche, psychische, soziale und spirituelle Auswirkungen hat, und in allen Bereichen bemerken wir auch langfristige Folgen. In intakten Beziehungen Lebende sind seltener von Therapieabbrüchen betroffen und zeigen eine bessere Prognose. Etwa die Hälfte betroffener Frauen gibt an, dass sich die Partnerschaft mit der Erkrankung sogar verbesserte, auch ergaben sich Verbesserungen mit Kindern oder Freunden, sehr häufig ist jedoch ein Rückzug von Bekannten, die mit der Situation nicht gut umgehen können. Weiters wissen wir von einer erhöhten Scheidungsrate, v.a. wenn durch die Krebserkrankung Fortpflanzungsorgane betroffen sind. Überleber haben eine um 40% höhere Wahrscheinlichkeit, die Arbeit zu verlieren einer der häufigsten Gründe dafür ist die Erschöpfung Fatigue ein Fünftel der Patienten leidet ein Jahr nach Therapie unter einer schweren Form und dies wird häufig in der Nachsorge gar nicht erst thematisiert. Und die psychische Situation nach Krebs? Gibt es wirklich ein danach? Es gibt viel zu tun in der onkologischen Rehabilitation! Promotion 4 PEOPLE PEOPLE

4 Grundlage der allergischen Reaktion auf Birkenpollen identifiziert Medtronic PROMOTION Neues Experten-Papier: Die Rolle von OP- Abdeckungen und OP-Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen Dass heute neben Mehrweg-Abdeckungen und -Mänteln in Österreich auch immer mehr Einweg-Produkte verfügbar sind, verstärkt das Bedürfnis nach Evidenz-basierter Information. Ein interdisziplinäres Expertenteam stellt jetzt ein neues Papier dazu vor. Warum so viele Menschen allergisch auf Birkenpollen reagieren, ist nicht vollkommen geklärt. Bekannt ist, dass ein bestimmtes Birkenpollen-Protein für eine Überreaktion des Immunsystems sorgt. Was dieses Protein zum Allergie-Auslöser macht, haben nun Forscher des Messerli Forschungsinstituts herausgefunden. Das zentrale Ergebnis der im Journal of Biological Chemistry publizierten Studie, so Erika Jensen-Jarolim (Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung) und Dr. Franziska Roth-Walter: Das Pollenprotein kann Eisen an sich binden. Bleibt das Protein ohne Eisen-Beladung, wird es zum Allergen. Umwelteinflüsse sind möglicherweise der Grund für diese zu geringe Beladung. In Zukunft könnte es sinnvoll sein, spezielle allergene Moleküle gezielt mit Eisen zu beladen, wenn sie für die Immuntherapie bei Allergikern eingesetzt werden. Damit könnte diese Therapie verkürzt und effizienter werden. 40 Jahre Mutter-Kind-Pass eine Erfolgsgeschichte Unter dem Motto 40 Jahre Mutter-Kind-Pass eine Erfolgsgeschichte fand im Beisein von Gesundheitsminister Alois Stöger eine Enquete der Österreichischen Ärztekammer im Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte statt. Minister Stöger würdigte die Leistung seiner Amtsvorgängerin Ingrid Leodolter, die 1974 die Einführung des Mutter-Kind-Passes durchgesetzt hatte. Anfang der 1970er Jahre starben in Österreich doppelt so viele Kinder um die Geburt und im ersten Lebensjahr wie in den meisten westeuropäischen Ländern, berichtete der Gynäkologe Sepp Leodolter. Hauptziel der damaligen Gesundheitsministerin und Ärztin Dr. Ingrid Leodolter, seiner Mutter, sei es gewesen, Totgeburten-Rate, Säuglings- und Müttersterblichkeit zu senken. Von 1973 bis 1979 sanken die perinatale und die Säuglingssterblichkeit um je 40 Prozent und die Müttersterblichkeit war in den ersten fünf Jahren nach Einführung des Mutter-Kind-Passes um fast die Hälfte geringer als in den fünf Jahren davor. Prof. Leodolter: In keinem anderen Teilbereich der Humanmedizin wurden in den vergangenen 40 Jahren solche Fortschritte gemacht wie in der Peri- und Neonatalmedizin. Von allem Anfang an sei der Mutter-Kind-Pass medizinisch-wissenschaftlich begleitet worden, berichtete Dr. Thomas Fiedler, Obmann der Bundesfachgruppe Frauenheilkunde und Gynäkologie in der Ärztekammer. Die Österreichische Ärztekammer habe deshalb zuletzt eine eigene Interdisziplinäre Expertenkommission Mutter- Kind-Pass ins Leben gerufen, denn medizinische Experten müssen unbedingt in gesundheitspolitische Entscheidungen rund um den Mutter-Kind-Pass eingebunden werden. Georg Hammerschmid 7. Junior Cup für Kinder mit Diabetes Bei einem Qualifikationsturnier wurde im Juni jene Mannschaft ermittelt, die Österreich beim Junior Cup Diabetes 2014 in Arnhem (NL) vertreten wird. Eingeladen wurden Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes im Alter von 10 bis 14 Jahren. Der Junior Cup Diabetes ist Teil eines Projekts zur Förderung sportlicher Aktivitäten bei Kindern mit Typ-1-Diabetes und wird von der Österreichischen Diabetikervereinigung (ÖDV) und von der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) unterstützt. Sport und Bewegung sind wichtig für die Gesundheit. Bewegung hat auch in den Richtlinien für Diabetesbehandlung einen hohen Stellenwert. Initiativen wie der Junior Cup Diabetes sind zu begrüßen, sie ermutigen Kinder und Jugendliche mit Diabetes, sich in altersgerechter Weise sportlich zu betätigen, so ÖGD-Präsident Thomas Wascher. Wenn bereits Kinder mit Diabetes zu Bewegung ermutigt werden, dann werden die Weichen schon frühzeitig richtig gestellt. Die gemeinsamen Aktivitäten zeigen den Kindern, dass sie trotz Diabetes leistungsfähig sind. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Empowerment, sagt ÖDV-Bundesvorsitzende Anna Mayer. Die moderne, sensorgestützte Insulinpumpentherapie bietet auch für Kinder eine optimale Therapieform, welche an verschiedene Lebenssituationen, zum Beispiel Sport, ideal angepasst werden kann. Typ-1-Diabetes ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern. Der Junior Cup Diabetes wird von Medtronic als Hauptsponsor seit 2007 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern organisiert. AKH/MedUni Wien stellt neun der 32 Mitglieder des OSR Arnold Pollak Neun der 32 Mitglieder des Obersten Sanitätsrates (OSR) werden vom AKH Wien/der MedUni Wien gestellt. Stellvertretender Vorsitzender ist Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Dem OSR obliegt neben seiner Beratungstätigkeit und der Bewertungsfunktion von grundsätzlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Stand der medizinischen Wissenschaft gegebenenfalls auch die Erstellung von Gutachten und Empfehlungen. Seine Funktionsperiode dauert drei Jahre. Folgen von operationsbezogenen Wundinfektionen sind gravierend. Gemäß den Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) erkranken in Europa jährlich etwa 3,2 Millionen Menschen an nosokomialen Infektionen, die durchschnittliche Prävalenz liegt bei 5,7 Prozent. Rund Patienten pro Jahr sterben daran. Der Anteil operationsbezogener Wundinfektionen (surgical site infections, SSI) macht mit 19,6 Prozent einen erheblichen Teil der nosokomialen Infektionen aus. Die Folgen von SSI sind medizinisch und ökonomisch gravierend. Operations-Abdecktücher und -Mäntel sind ein wesentliches Element bei der Prävention von operationsbezogenen Wundinfektionen. Der Rolle von OP-Abdeckungen und OP-Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen geht ein neues Experten/-innen-Papier 1 der Initiative Sicherheit im OP nach. Ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Hygiene-Fachleuten aus Wissenschaft und Gesundheitsund Krankenpflege, einem Experten für Infektionen und Tropenmedizin sowie einem Unfall- und Handchirurgen, sichtete die verfügbare wissenschaftliche Evidenz, wertete diese aus, berücksichtigt aus der Praxis abgeleitete Fragestellungen und die persönliche Erfahrung und spricht, wo immer das möglich ist, Empfehlungen aus. Dass heute neben Mehrweg-Abdeckungen und -Mänteln in Österreich auch immer mehr Einweg-Abdeckungen und -Mäntel verfügbar sind, verstärkt das Bedürfnis nach Evidenz-basierter Information und Orientierung, so die Experten. Ihr Fazit: Werden die Anforderungen, wie sie in der Europäischen Norm (EN 13795, Teil 1, Teil 2 und Teil 3) definiert sind, erfüllt, so werden in einer Reihe auch rezenter Arbeiten und Empfehlungen Einweg- und Mehrwegmaterialien aus infektionspräventiver Sicht heute als gleichwertig gesehen. Für den Nachweis einer generellen Überlegenheit einer Materialgruppe fehlt ausreichende Evidenz. Eine Reihe von in jüngster Vergangenheit veröffentlichten internationalen Arbeiten zeigt jedoch auch, dass Einweg-Mäntel und Einweg-OP-Abdeckungen bei einer Reihe von Operationen mit hohem Infektionsrisiko insbesondere bei herzchirurgischen Eingriffen, Implantat-basierten Brustrekonstruktionen und chirurgischen Eingriffen mit Implantaten mit einer niedrigeren Infektionsrate assoziiert sind als Mehrwegprodukte. Empfehlungen für die Praxis Bei einer Reihe von Fragestellungen sind, um zu optimalen Entscheidungen bei bestimmten Operationen zu kommen, weiter gehende Untersuchungen wünschenswert, so die Experten. Für die Praxis empfehlen sie, eine Reihe von Aspekten zu berücksichtigen: Ursula Frohner (ÖGKV) DGKS Krista Keiblinger o. Michael Kunze Robert Schmidhammer Florian Thalhammer u Es ist davon auszugehen, dass das Entstehen von Flusen bei einer Reihe von Operationen, insbesondere bei Operationen am Auge, ungünstig ist und durch geeignete Produktwahl vermieden werden sollte. u Bei Eingriffen mit hoher Blutungsstärke/Flüssigkeitsentwicklung sollten Abdeckmaterialien mit einer besonders gut haftenden Klebefläche bevorzugt werden, die außerdem ein Abfließen der Flüssigkeit in integrierte Auffangbeutel ermöglichen. u Bei Operationen mit hohen Druckanforderungen (z. B. Endoprothetik) und/oder bei lang dauernden Eingriffen (z. B. plastisch-rekonstruktive Chirurgie, Gefäßchirurgie) müssen die Klebebänder den besonderen Anforderungen standhalten und dürfen sich nicht lösen. Eine individuelle Anpassung für besondere Anforderungen sollte möglich sein, zum Beispiel bei plastisch-ästhetischen oder pädiatrischen Eingriffen. u Mitarbeiter vor Ort sollten bei der Vorbereitung am sterilen Tisch möglichst wenig hantieren und idealerweise nur ein Paket öffnen müssen, um die Kontaminationsgefahr zu minimieren. u Bei Akuteingriffen (Blutung, Sectio) sollte nach Möglichkeit nur ein Paket zu öffnen sein, um die Operation rascher beginnen zu können. Das verringert das Kontaminationsrisiko und erhöht die Patientensicherheit. u Individuell zusammengestellte Sets vereinfachen und verkürzen die Abläufe, womit das Kontaminationsrisiko verringert wird. u Bei Komponenten, die nur ein Mal verwendet werden, ist eine gleichbleibende Qualität gesichert. u Die einzelnen Komponenten müssen laut Medizinproduktegesetz in einem validierten Verfahren hergestellt, überprüft, gepackt, sterilisiert und bereitgestellt werden. Die Verfahren müssen für den Anwender/Verbraucher in einer transparenten Darstellung nachvollziehbar sein. Die Anforderungen an die Schutzwirkung sollten für OP-Abdeckungen und OP-Mäntel Evidenz-basiert weiter indikationsgerecht spezifiziert werden, so die Experten. Dazu sind weitere systematische Untersuchungen erforderlich. 1 Experten/-innen-Papier: Die Rolle von OP-Abdeckungen und OP-Mänteln in der Prophylaxe operationsbezogener Infektionen ; Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheitsund Krankenpflegeverbandes (DGKS); Krista Keiblinger, Bereichsleitung OP, Angiographie, Aufwachraum, Wiener Privatklinik; o. Michael Kunze, Sozialmedizin und Hygieniker, MedUni Wien; Robert Schmidhammer, Unfallchirurg und Handchirurg, Partner am Millesi Center; Florian Thalhammer, Klin. Abt. für Infektionen und Tropenmedizin, AKH/MedUni Wien Gesamttext zum Download: Bezahlte Kooperation 6 PEOPLE PEOPLE

5 Martha Kosthorst - Fotolia Martha Kosthorst - Fotolia Felicitas Matern Thinkstock Nierensteine Urogenitales System Urologie Fach der vielen Spezialgebiete Wir setzen uns mit der Lebenssituation der Patienten intensiv auseinander. Wir besprechen mit ihnen die optimalen Therapiemöglichkeiten. Dann entscheidet der Patient. Aber wenn sich uns der Kranke bei einer Operation anvertraut und einschläft, muss er das in dem Wissen tun, dass ich Berge versetzen will und dabei immer seine Wünsche im Zentrum meines Handelns halte. Die Urologie ist ein medizinisches Fachgebiet mit einem chirurgischen, aber auch einem internistischen Fokus, das Patienten mit sehr verschiedenen Krankheiten betreut. Dem entsprechend wurden an der Wiener Universitätsklinik einige Zentren etabliert, welche jeweils in einer einzelnen Subdisziplin der Urologie die Forschung vorantreiben und Patientenversorgung auf höchstem Niveau garantieren sollen: Der Patient steht immer im Mittelpunkt Die Universitätsklinik für Urologie im AKH Wien setzt unter Shahrokh F. Shariat auf die modernsten Erkenntnisse der Medizin und gestaltet sie mit. Doch gerade in diesem Fach kommt es immer auf eine ganz intensive Zuwendung zum Patienten an. Die Vision, wie sie Univ.-Prof. Shariat im Gespräch mit PEOPLE für sich und seine Mitarbeiter nennt, ist hoch ambitioniert. Es geht einfach darum, Top-Medizin zu machen. Und wir wollen die beste urologische Abteilung in Europa sein, sagt der Klinikchef von der MedUni Wien. Urologie? Dieses medizinische Fachgebiet ist in der Öffentlichkeit nur teilweise bekannt. Themen wie Inkontinenz, Blasenund Nierenkrebs, die benigne Prostata-Hyperplasie, das Prostatakarzinom und natürlich auch die erektile Dysfunktion sind wohl noch am ehesten Begriffe, die man damit verbindet. Für Prof. Shariat, der seit etwas mehr als einem Jahr die Universitätsklinik für Uro- logie in Wien leitet, hat sein Fachgebiet einen ganz speziellen Charakter: Wir sind hoch spezialisiert. Das geht bis in die einzelnen Teilbereiche der Urologie hinein. Niemand von uns kann mehr alles können oder wissen. Doch gleichzeitig arbeiten wir hochprofessionell im Team und über die Urologie hinaus mit allen anderen Spezialisten im AKH und an den Universitätskliniken zusammen. Das können die Onkologen, die Pathologen, die Strahlentherapeuten und viele andere sein. Doch gerade die Urologie bedarf auch des handelnden Arztes als Mensch, der den Patienten im Rahmen eines besonderen Vertrauensverhältnisses betreut. Zu uns kommen die Patienten mit Fragen über Inkontinenz. Sie berichten uns von ihrem Sexualleben. Wir sitzen ihnen gegenüber, wenn es um Diagnosen wie Krebs geht, sagt der Spezialist. Prof. Shariat merkt man die Begeisterung an. Die Urologie war nach meinem Medizinstudium in Wien sozusagen Liebe auf dem ersten Blick. Ich habe hier meinen ersten Patienten mit einem Prostatakarzinom behandelt, erzählt er. Rund 15 Jahre arbeitete er an Spitzenforschungsinstituten und Kliniken im Ausland. Am Weill Cornell Medical College in New York und am University of Texas Southwestern Medical Center in Dallas ist er weiterhin mit jeweils einem eigenen Labor und einer Professur aktiv. Shahrokh F. Shariat GroSSe Aufgaben. Eine Abteilung wie jene im Wiener AKH kann Höchstleistungen nur dann vollbringen, wenn Wissenschaft auf exzellentem Niveau und begeistertes Teamwork aller dort Beschäftigten zusammenkommen. Nur ein voll motiviertes und von seiner Vision begeistertes Team wird die Extra-Meile zurücklegen, um Spitze zu sein. Wir haben 65 Betten, sehen jeden Tag etwa 120 Patienten in der Ambulanz und operieren auf drei OP-Tischen. Innerhalb eines Jahres haben wir die Operationsauslastung stark erhöht. Wir sind in Ostösterreich das Zentrum für Patienten mit komplexen urologischen Erkrankungen, erzählt der Spezialist. Karzinome in der Urologie. Prof. Shariat hat sich international als Autor bzw. Koautor von Hunderten wissenschaftlichen Publikationen einen Namen gemacht. Hier stechen Arbeiten zu Tumorerkrankungen besonders hervor. Der Klinikchef nennt das dafür wichtigste Beispiel: Das Prostatakarzinom ist die häufigste Karzinomerkrankung des Mannes. Ein Viertel bis ein Fünftel der Männer bekommt ein solches Karzinom. Aber nicht alle Betroffenen bekommen damit Probleme. Eine Prävention gibt es hier leider nicht. Auch die Früherkennung des Prostatakarzinoms birgt ihre Probleme in sich. Der Experte: Frauen gehen oft sehr früh und regelmäßig zum Gynäkologen. Männer kommen zum Urologen erst, wenn sie ein echtes Problem haben. Darüber hinaus ist der bekannte Labormarker (PSA) selbst oft wenig aussagekräftig. Schließlich lässt sich selbst bei einem bestätigten Verdacht bisher nicht wirklich vorhersagen, wie sich ein Prostatakarzinom entwickeln wird. Wenn die Diagnose früh gestellt wurde, führt der chirurgische Eingriff oft zur Heilung. Wir können minimal-invasiv per Laparoskop oder Roboter-unterstützt operieren, sagt Shariat. Doch im Falle einer solchen Erkrankung kommt es vor allem, wenn das Karzinom bereits weiter fortgeschritten ist zunehmend darauf an, das genaue Risiko eines Patienten zu kennen. Komplexe Informationen von bildgebenden Techniken (Computertomographie, Magnetresonanztomographie), Pathologie und aus anderen Disziplinen sollen das Bild ergeben. Traum: Die Chirurgie ausser Dienst stellen! Nun ist gerade bei den Karzinomerkrankungen in der Urologie eine echte Revolution im Gange. Ich operiere täglich. Aber mein Traum ist es, u Steinzentrum : Hier werden Patienten mit komplexen Steinerkrankungen der Harnwege versorgt. Da es auch bei Steinleiden ganz unterschiedliche Erscheinungsformen gibt, muss hier mit größter Expertise gehandelt werden. So gibt es eine Unmenge verschiedener Eingriffe, um Patienten von den Quälgeistern zu befreien. Das ist individualisierte Medizin. u Urologisch-onkologisches Zentrum : Nierenkarzinome, Prostatakarzinome und Karzinome der Blase bzw. der Harnwege sind hier der Schwerpunkt. Es kommen modernste Operationstechniken genauso zum Einsatz wie die genetische Analyse von Tumorgewebe und die auf deren Resultaten basierende zielgerichtete medikamentöse Krebstherapie. Onkologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und andere Spezialisten arbeiten hier zusammen. Das ist hier in Wien einzigartig in der Welt, sagt Prof. Shariat zu dieser Kooperation. u Andrologie und rekonstruktive Urologie mit ihren sowohl chirurgischen als auch medikamentösen Möglichkeiten bietet Männern mit Krankheiten des Sexualapparates bzw. nach Verletzungen etc. jeweils spezifische Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten. u Das Zentrum für Pädiatrische Urologie befindet sich derzeit im Aufbau. Hier geht es zum Beispiel um das Beheben von komplexen Fehlbildungen des Urogenitaltraktes bei Kindern, Harnabgangsstörungen etc. 8 PEOPLE PEOPLE

6 PROMOTION abbott Siemens Biograph mmr revolutioniert bildgestützte Diagnostik am AKH Wien Prostata und Prostata-Krebs im Mikroskop durch moderne Therapien die Chirurgie in der Urologie außer Dienst zu stellen, erzählt der Klinikvorstand. Hier sollen die genomische Analyse von bösartigem Gewebe und die zielgerichteten medikamentösen Therapien in den kommenden Jahren eine wesentliche Verbesserung bringen. Raucherkrankheit Blasenkarzinom Kampagne geplant. In der Öffentlichkeit wahrscheinlich viel zu wenig bekannt ist die Blasenkarzinom-Erkrankung. Dabei ist sie die viert- bis fünfthäufigste Karzinomerkrankung der Männer und die sieben- bis neunthäufigste bei den Frauen, so Prof. Shariat. Während sich die Behandlungsmöglichkeiten bei dieser Erkrankung schrittweise verbessern, wäre sie ganz klassischer Vorbeugung zugänglich. Das Blasenkarzinom tritt deutlich häufiger bei Rauchern auf. Und bei mehr als 50 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen, die in Österreich rauchen, wäre hier ein großes Potenzial gegeben. Erst vor Kurzem haben Prof. Shariat und Koautoren in einer Übersichtsarbeit zeigen können, dass das Rauchen nicht nur die Entstehung von Blasenkarzinomen fördert, sondern auch den Krankheitsverlauf negativ beeinflusst. Raucher erleiden auch nach einer ersten erfolgreichen Therapie häufiger Rückfälle, bei Rauchern schreitet eine durch Operation nicht mehr heilbare Blasenkrebserkrankung schneller voran. Das ist auch der Grund, warum die Spezialisten mit niedergelassenen Urologen als Partnern, Sozialmedizinern und anderen Fachleuten schon für die nächsten Monate in Österreich eine Aktion planen, bei der die Patienten mit urologischen Erkrankungen speziell auf das Rauchen angesprochen werden sollen. Atemtests auf Kohlenmonoxid in der Atemluft sollen durchgeführt werden, die Patienten intensiver zum Rauch-Stopp motiviert werden. Erst im März dieses Jahres ist eine interessante Studie erschienen, an der Prof. Shariat ebenfalls beteiligt war. Diese zeigte, dass bei Frauen häufiger aggressivere Blasenkarzinom-Varianten auftreten, sie im Vergleich zu Männern aber trotzdem keine schlechtere Prognose aufweisen. Daneben geht es in den Forschungsarbeiten zum Beispiel um die Identifizierung von Protein-Charakteristika im Blutserum oder in Geweben, um eine bessere Prognose des Krankheitsverlaufes bei den einzelnen Patienten erstellen zu können. Hier besteht allerdings die Situation, dass Blasenkarzinome genetisch extrem unterschiedlich sind. Es gibt kaum Mutationen in den bösartigen Zellen, die mehr als zehn Prozent aller Blasenkarzinom-Patienten aufweisen. Gerade das könnte aber auch darauf hindeuten, dass in Zukunft die Genomanalyse von Blasenkarzinomen eine spezielle Bedeutung für die Auswahl der entsprechenden Therapie bekommt. Es kommt auf die individuelle Gestaltung der Behandlung an. Diabetes und Blasenkrebs. Wie sehr derzeit Informationen aus unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen zusammenfließen und zu neuen Erkenntnissen führen können, zeigt eine andere Forschungsarbeit. Im Jänner dieses Jahres veröffentlichte ein internationales Forscherteam mit dem Wiener Klinikchef eine Studie, in der die Daten von 200 Blasenkrebs-Patienten, die auch an Diabetes vom Typ 2 erkrankt waren, analysiert wurden. Allen Patienten war wegen des Karzinoms die Harnblase entfernt worden. Die Wissenschaftler untersuchten unter anderem die medikamentöse Behandlung der Zuckerkrankheit. Dabei stellte sich heraus, dass jene Blasenkrebs-Patienten, welche gegen den erhöhten Blutzuckerspiegel das bereits seit Langem im Verwendung stehende orale Antidiabetikum Metformin eingenommen hatten, eine deutlich bessere Überlebensrate aufwiesen als Patienten mit einer anderen Diabetes-Therapie. Wesentlich in der medizinischen Wissenschaft, auch in der Urologie, ist die internationale Zusammenarbeit. Nur so können wir spezifische Fragen schnell klären und zu mehr Wissen kommen, sagt Prof. Shariat. Doch bei aller hohen Wissenschaft, in der Behandlung spielt das Vertrauensverhältnis zwischen dem Patienten und dem Urologen eine überragende Rolle. Wir setzen uns mit der Lebenssituation der Patienten intensiv auseinander. Wir besprechen mit ihnen die optimalen Therapiemöglichkeiten. Dann entscheidet der Patient. Aber wenn sich uns der Kranke bei einer Operation anvertraut und einschläft, muss er das in dem Wissen tun, dass ich Berge versetzen will und dabei immer seine Wünsche im Zentrum meines Handelns halte. Wolfgang Wagner Seit Jänner 2014 ist der von Siemens gelieferte Biograph mmr als weltweit erstes molekulares MRT-Ganzkörpersystem mit simultaner MRT und PET am AKH Wien im Einsatz. D er vom Unternehmen Siemens gelieferte Biograph mmr ist das erste und einzige voll integrierte molekulare Magnetresonanz(mMR)-Tomographie-Ganzkörpersystem mit simultaner MR- und Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Der Hauptvorteil des mmr- PET/MR-Scanners liegt in der gleichzeitigen Erfassung mehrerer funktioneller Messwerte, der Biomarker, erläutert Marius Mayerhöfer (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin). Der Anwendungsfokus des mmr-pet/mr-scanners liegt zweifellos in der Diagnostik von Krebserkrankungen. Wobei das Spektrum hier praktisch alle Tumorarten umfasst, die bisher mit CT, MRT oder PET/CT untersucht wurden. Besondere Vorteile etwa gegenüber der PET/ CT bietet die zusätzliche MR-Information des PET/MR für jene Tumoren, die ins Gehirn, die Leber oder die Knochen streuen können, weil hier der im Vergleich zur Computer-Tomographie (CT) wesentlich höhere Weichteilkontrast der MRT die Genauigkeit erhöht. Kombination von MR und PET. Der Biograph mmr besteht aus einem 3-Tesla-MRT-Gerät mit integriertem PET und kann als bisher einziges System die Daten beider Modalitäten gleichzeitig ohne Einbußen bei der Bildqualität erfassen. MR kann die Morphologie und funktionellen Details im menschlichen Körper aufnehmen, gleichzeitig erkennt PET den Zellstoffwechsel (Metabolismus). Dank des integrierten Systems erfolgt eine Ganzkörperaufnahme in rund 30 Minuten, während aufeinanderfolgende MR- und PET-Untersuchungen eine Stunde und länger in Anspruch nehmen. Eine Kombination von MR- und PET-Technologien war vor dem im Herbst 2010 von Siemens erstmals präsentierten Biograph mmr nicht möglich. Auch für neurologische Erkrankungen wie Epilepsie oder Alzheimer sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erwarten wir uns von der PET/MR wesentliche Zusatzinformationen, die möglicherweise unser Verständnis dieser Krankheiten grundlegend verändern werden, sagt Prof. Mayerhöfer. Die gleichzeitige Erfassung von Biomarkern erlaubt auch eine bessere Charakterisierung von Krebserkrankungen. Ein wichtiger Punkt ist hier die Erfassung des Therapieansprechens: Eine Änderung der Tumorgröße unter Therapie trifft oft erst sehr spät ein. Die Biomarker ändern sich hingegen schon wesentlich früher. Damit kann frühzeitig entschieden werden, ob die Therapie weitergeführt, intensiviert oder das Therapieschema gewechselt wird. Kürzere Wartezeit. Angesichts des ungleichmäßigen Aufbaus eines Tumors ist es von großem Interesse, ob es Tumor- anteile gibt, die besser auf Therapien ansprechen als andere. Mit der PET/CT wurden bisher pro Untersuchung nur ein bis maximal drei Biomarker erhoben, da die CT anders als die MRT hauptsächlich zur Darstellung der Anatomie, aber nicht der von Stoffwechselvorgängen dient. Oft muss dann zusätzlich zur PET/CT noch eine MRT durchgeführt werden. Die Informationen von PET und MRT in nur einem Schritt, nämlich einer PET/MR-Untersuchung, erfassen zu können, bietet die Möglichkeit einer echten multi-parametrischen Bildgebung. Eine PET/MR verkürzt somit auch die Wartezeit und ist auch kostengünstiger als zwei separate Untersuchungen, erklärt Prof. Mayerhöfer.Knapp unter 200 Patienten wurden seit Inbetriebnahme des Biograph mmr am AKH Wien untersucht. Der Biograph mmr ist ein hoch kompliziertes Gerät, das gerade in der Anfangsphase viel Know-how und die Zusammenarbeit medizinischer und technischer Disziplinen erfordert. Bisher gab es nur einen Halbtagsbetrieb, doch ab September wird es einen Ganztagsbetrieb geben, sodass sich die monatliche Anzahl der Patienten wohl etwa verdoppeln wird, ergänzt Prof. Mayerhöfer. Das System war praktisch von Anfang an klinisch einsatzfähig und gerade für ein Gerät der ersten Generation auch sehr stabil. Wir waren vor allem von der guten Qualität der MR-Bilder überrascht. Bezahlte Kooperation 10 PEOPLE PEOPLE

7 Ein Service der Anna Rauchenberger Kinder lassen Kilos purzeln Nach erfolgreicher Pilotphase baut die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) ihr kostenloses Abnehm- Programm für Kinder und Jugendliche aus. Wie funktioniert es und wer kann mitmachen? P aul ist erleichtert und zwar um 6,6 Kilo. Er hat beim Pilotprojekt von Enorm in Form mitgemacht und dabei eine Menge gelernt. Das kostenlose Abnehm-Programm der WGKK unterstützt stark übergewichtige Kinder zwischen 10 und 14 Jahren dabei, einen gesünderen Lebensstil zu entdecken. Ab September bieten alle vier WGKK-Gesundheitszentren Enorm in Form an. Anmelden kann man sich bereits jetzt. Gesunde Ernährung. Radikales Abmagern und ungesunde Wunderdiäten haben bei Enorm in Form nichts verloren. Stattdessen kümmert sich ein Team von Fachleuten darum, die Selbstwahrnehmung der Kinder zu fördern, ihr Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schärfen und ihnen wieder Gusto auf Sport zu machen. Damit Übergewicht langfristig keine Chance hat, nimmt sich eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut der seelischen Probleme an, die die Kinder oft zu viel essen lassen. Eine kontinuierliche diätologische Betreuung soll den Kindern Zuckersünden im Glas. Einmal im Monat gibt es ein Einzelcoaching mit Eltern- oder Großelternbegleitung bei einer WGKK-Diätologin. Sie öffnet den Kindern die Augen, welche Kalorienbomben sie oft bedenkenlos zu sich nehmen. Einer der wichtigsten Punkte dabei sind Getränke: Diätologin Stiel veranschaulicht mittels Zuckerwürfeln den Kindern die Menge an konsumierter Energie bei Limos, Fruchtsäften, Milchshakes und Co. Doch die Beratung geht über die Bewusstseinsbildung bezüglich des Energiegehaltes einzelner Lebensmittel weit hinaus. Die Kinder kennen oft die Signale ihres eigenen Körpers kaum, sagt Stiel. Wir versuchen, sie dafür zu sensibilisieren. Die Kinder verwechseln Gusto mit Hunger, essen oft pausenlos und viel zu große Mengen, auch wenn sie längst satt sind. Die Diätologin vermittelt ihnen ein Gespür für adäquate Portionsgrößen, zum Beihelfen, ihre Ernährungsgewohnheiten dauerhaft zu verändern. Dass die Kinder in der Folge Gewicht verlieren, ist gewissermaßen der gesunde Nebeneffekt dieser umfassenden Betreuung, die ein halbes Jahr lang dauert. Am Anfang steht eine Untersuchung: Eine Kinderfachärztin stellt fest, ob eine Stoffwechselerkrankung vorliegt und erhebt den Ist-Zustand des Kindes. Natürlich werden dabei auch die Kilos gemessen, aber die seien nicht die wichtigste Messgröße, wie die WGKK-Diätologin Annika Stiel unterstreicht: Mir liegt besonders die Bioelektrische Impedanz-Analyse am Herzen. Die zeigt uns genau die Körperzusammensetzung. Unser Ernährungsprogramm ist mit Sport kombiniert, da bleibt das Gewicht am Anfang oft konstant, doch das Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse verbessert sich. Für die Kinder sind die regelmäßigen Kontrollen alle vier Wochen keine öde Routine, sondern wahre Motivationsschübe. Auch bei Paul hat sich innerhalb des letzten halben Jahres viel zum Positiven verändert. Er hat nur Fettmasse abgenommen, und nicht bloß Wasser oder Muskelzellen, wie das bei Ruckzuck-Diäten der Fall ist. Langsam, aber sicher nähert er sich dem Normalgewicht, ohne Hungern, ohne Jo-Jo-Effekt. Gemeinsam Sport. Geholfen hat Paul das regelmäßige Training mit Kindern, die ebenfalls bei Enorm in Form sind. Die Bewegungseinheiten stellt eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut der WGKK zusammen, maßgeschneidert nach Kondition und sonstiger körperlicher Verfassung der Kinder. Selbst Bewegungsmuffel empfinden das nicht als Quälerei. Das bestätigt auch Paul: Es macht Spaß, mit den anderen Kindern zu sporteln. Fahrrad, Laufband und Stepper gehören laut seiner Erfahrung zum Standardprogramm, danach bleibt noch Zeit für Spiele. Manchmal gibt es auch ein Zirkeltraining. Gesportelt wird zweimal in der Woche am späten Nachmittag, je anderthalb Stunden in den Vereinen ASKÖ/WAT, ASVÖ oder SPORTUNION. Sport gehört bei Paul nun zum täglichen Leben. Am liebsten spielt er Fußball. Dass er sich nun gerne bewegt, hängt nicht nur mit den verlorenen Kilos zusammen, erklärt Univ.-Doz. in Dr. in Claudia Wojnarowski-Pichlmüller. Sie leitet die Kinder- und Jugendambulanz im WGKK-Gesundheitszentrum Wien-Nord, wo Enorm in Form bereits erprobt wurde. Es ist wichtig, dass die Kinder in homogenen Gruppen trainieren mit Gleichaltrigen, die sich anfangs auch schwertun und gemeinsam die Freude an Bewegung entdecken können. Diese Gruppendynamik scheint ihnen enorm zu helfen. Entscheidend für den Erfolg ist es auch, dass die Eltern von Anfang an in das Programm miteinbezogen werden. Denn nur so können sie ihre Kinder optimal unterstützen. Realistische Ziele. Einmal in der Woche idealerweise vor dem Sport trifft sich eine Gruppe von je sechs Kindern auch zu einer psychotherapeutischen Therapiesitzung, denn den übergewichtigen Kindern und Jugendlichen geht es oft seelisch nicht gut, wie Dr. in Gabriela Pap erklärt. Die Psychotherapeutin hat alle Kinder begleitet, die beim Pilotprojekt dabei waren. Adipöse Kinder sind häufig Zielscheibe von Hänseleien und Mobbing. Dabei essen sie oft so viel, weil Selbstabwertung, Selbstzweifel und Selbstvorwürfe ihre innere Welt prägen, so Dr. in Pap. Bei Nervosität, Angst, Einsamkeit oder Langeweile ist Essen ein leicht verfügbares Trostmittel. Am Anfang des Programms sind die Kinder einerseits resignativ-depressiv, andererseits möchten sie sich und ihr Leben unbedingt verändern. Hier ist es wichtig, realistische Ziele zu formulieren, betont Dr. in Pap. Im Laufe der Therapie sollen die Kinder und Jugendlichen die Zusammenhänge zwischen aktuellen Konflikten, Lebensgeschichten, unbewussten inneren Konflikten und ihrem Umgang mit Essen entdecken. Sehr heilsam außerdem: Kinder, die sonst oft Außenseiterinnen und Außenseiter sind, können in der Gruppe erleben, dass es auch andere Betroffene gibt. Unerlässlich findet es Dr. in Pap, die Eltern mit ins Boot zu holen. Deshalb wurde eine begleitende Elterngruppe eingerichtet, die einmal im Monat stattfindet. Univ.-Doz. in Dr. in Claudia Wojnarowski- Pichlmüller mit Paul WGKK Brigitta Ranzmaier Dr. in Gabriela Pap Diätologin Annika Stiel Service Anmeldungen für das Programm und Terminvereinbarungen für die Eingangsuntersuchung unter (Mo. bis Do., bis Uhr). spiel dass die Beilage nicht mehr als eine Handvoll sein soll. Pro Sitzung werden drei bis vier ganz konkrete Ziele vereinbart, etwa dass die Kinder von der Limo nur noch ein Glas trinken und sonst auf kalorienfreie Alternativen wie Wasser oder selbst gemachten Eistee umsteigen sollen. Paul hat durch die Ernährungsberatung eine neue Lieblingsspeise entdeckt: frische Erdbeeren mit Joghurt. Außerdem habe ich gelernt, aufzuhören, wenn ich voll bin, und nicht mehr alles reinzustopfen, so Paul. Ich kann das Programm nur empfehlen. SteWo Enorm in Form u ist das kostenlose Abnehm-Programm der WGKK für stark übergewichtige Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. u wird ab September in allen WGKK-Gesundheitszentren angeboten. Auch wer später dazu stößt, ist willkommen. u dauert fünf Monate und läuft während der Schulzeit. Später gibt es Nachuntersuchungen und Treffen mit der Diätologin. u umfasst medizinische Untersuchungen, diätologisches Einzelcoaching, maßgeschneidertes Training mit Gleichaltrigen und psychotherapeutische Unterstützung. u kann nach der Eingangsuntersuchung auch in abgeschlankter Form in Anspruch genommen werden: Auf die Module Sport, Psychotherapie oder Ernährungsberatung kann auch verzichtet werden. Die laufende ärztliche Begleitung kann, muss aber nicht in den WGKK-Gesundheitszentren stattfinden. Anna Rauchenberger 12 PEOPLE PEOPLE

8 Ein Service der Thinkstock Psychotherapie: Neues Antragsblatt soll WGKK DDr. in Andrea Fleischmann Die WGKK darf als Krankenversicherungsträger grundsätzlich nur dann Auskünfte zu Behandlungs- bzw. Leistungsdaten erteilen, wenn es dafür eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage gibt. Und dafür gibt es in Bezug auf die Psychotherapie keine Grundlage. apops Fotolia Kostenübernahme Psychotherapie Voraussetzungen eines Kostenzuschusses für Psychotherapie sind u das Vorliegen einer psychischen Störung; u der schriftliche Nachweis, dass spätestens vor der zweiten psychotherapeutischen Behandlung im gleichen Abrechnungszeitraum, also Kalendervierteljahr, eine ärztliche Untersuchung durchgeführt wurde; u die Übermittlung unbedingt erforderlicher Informationen: Name, Versicherungsnummer oder Geburtsdatum der Patientin bzw. des Patienten oder der/des Versicherten, wenn die Patientin bzw. der Patient Angehörige(r) ist; Diagnose, Behandlungsmethode, Anzahl der Sitzungen, Angabe, ob Einzel- und Gruppensitzung; Datum und Dauer der Sitzungen, Honorar, Saldierungsvermerk oder -nachweis, Unterschrift und Stempel der Psychotherapeutin bzw. des Psychotherapeuten; u Vor der elften Sitzung muss ein Bewilligungsantrag gestellt werden nachträgliche Bewilligungen sind ausgeschlossen. rasche und passende Behandlung sicherstellen Das neue Formular soll Klarheit schaffen und Betroffenen unnötige Vorsprachen ersparen. Die Datenschutzkommission hat nach eingehender Prüfung grünes Licht gegeben. S Einvernehmliche Entscheidung. Grundsätzlich gilt im Zusammenhang mit dem neuen Antragsformblatt: Wenn eine Patientin oder ein Patient einen Antrag auf Bewilligung der Kostenübernahme für Psychotherapie durch den leistungszuständigen Krankenversicherungsträger stellt, entscheidet sie oder er, welche Informationen sie oder er dem Krankenversicherungsträger geben will, um den Anspruch geltend zu machen, erklärt DDr. in Fleischmann. Dinge, die der Krankenversicheeit 1. Juli 2014 müssen Anträge auf Kostenzuschuss bzw. Kostenübernahme für Psychotherapie mit dem neuen Antragsformblatt an die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) übermittelt werden. Anträge auf Bewilligung, die mit dem alten Formblatt gestellt werden, können mit Ende der Übergangsfrist vom 30. Juni nicht mehr erledigt werden. Ziel des neuen Antragsblattes ist es, Klarheit zu schaffen und Betroffenen unnötige Vorsprachen zu ersparen. Abgefragt werden künftig individualisierte Informationen, um einen klaren Überblick über die psychische Situation und das Ausmaß der Erkrankung zu ermöglichen, betont DDr. in Andrea Fleischmann von der Abteilung Vertragspartnerverrechnung und Verhandlung der WGKK. Raschere, individualisierte Behandlung. Das Ziel der Einführung des neuen Antrags ist nicht die Verringerung der Bewilligungen an sich bzw. der Anzahl der bewilligten Stunden im Einzelfall. Wir hoffen vielmehr, die Fehleinschätzungen über den echten Therapiebedarf zu minimieren. Unser Ziel ist es, eine möglichst rasche und individuell passende psychotherapeutische Behandlung im Einzelfall sicherzustellen, sagt DDr. in Fleischmann. Erreicht werden soll dies durch die Abfrage individualisierter Informationen, um sich einen klaren Überblick über die psychische Situation und das Ausmaß der Erkrankung zu verschaffen. Die Abfrage im alten Formblatt zielte auf sehr allgemein gehaltene Informationen, was mitunter zu Verzögerungen bei der Antragsbewilligung führte, da weitere Ergänzungen für den Antrag nachgefragt werden mussten. Zugleich weist DDr. in Fleischmann die jüngste Kritik des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie entschieden zurück: Es muss keineswegs die gesamte Vorgeschichte der Patientin oder des Patienten aufgerollt werden, sondern es werden lediglich die für die Antragsbearbeitung wesentlichen krankheitswertigen Punkte festgehalten. Es handelt sich um eine Verordnung, weshalb Rechtsverbindlichkeit sowohl für Anspruchsberechtigte, also für Patientinnen und Patienten, als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WGKK besteht. Strenger Datenschutz. Die Datenschutzkommission hat das neue Formular eingehend geprüft und positiv beschieden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WGKK gelten hinsichtlich des Umgangs mit dem neuen, von der Behörde als datenschutzrechtlich unbedenklich bewerteten Antragsblatt strenge dienstrechtliche Datenschutzbestimmungen. Die WGKK darf als Krankenversicherungsträger grundsätzlich nur dann Auskünfte zu Behandlungs- bzw. Leistungsdaten erteilen, wenn es dafür eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage gibt. Und dafür gibt es in Bezug auf die Psychotherapie keine Grundlage. Das heißt, Auskünfte dürfen nicht erteilt werden, stellt DDr. in Fleischmann klar. Da in der sozialen Krankenversicherung das Antragsprinzip gilt, um einen gesetzlich bestehenden Anspruch auf Leistungen auch tatsächlich durchzusetzen, muss die bzw. der Versicherte die entsprechende Leistung beantragen. Nachdem der zuständige Krankenversicherungsträger nur dann einen Leistungsanspruch beurteilen kann, wenn die notwendigen Informationen vorliegen, muss die bzw. der Betroffene die entsprechenden Unterlagen auch übermitteln. Wenn die eingereichten Informationen zur Beurteilung eines Leistungsanspruchs nicht ausreichen, kann der Krankenversicherungsträger zusätzliche Unterlagen einfordern. rungsträger nach Auffassung der Patientin und des Patienten nicht zu wissen braucht oder nicht wissen soll, müssen auch nicht angegeben werden. Die Entscheidung, welche Angaben auf dem Antrag enthalten sein sollen, müssen die Patientin und der Patient gemeinsam mit der behandelnden Psychotherapeutin oder dem Psychotherapeuten treffen, da der Antrag von beiden unterfertigt werden muss. Damit stellt sich die Frage, wie die Entscheidung über die Weitergabe notwendiger Informationen zu den Antragstellenden mit der Verschwiegenheitspflicht der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten in Einklang zu bringen ist. Angaben, die die Patientin oder der Patient einvernehmlich mit der Psychotherapeutin oder dem Psychotherapeuten auf dem Antrag macht, unterliegen nicht der Verschwiegenheitspflicht. Die Psychotherapeutin bzw. der Psychotherapeut verletzt damit auch keine berufsrechtlichen Bestimmungen, so die Expertin der WGKK. Was heißt das nun für die Angabe von Anamnesedaten im Bereich der Psychotherapie? Auch zur Anamnese und Intensität einer Störung muss nur das angegeben werden, was von der Patientin bzw. dem Patienten einvernehmlich mit der Psychotherapeutin bzw. dem Psychotherapeuten im Anlassfall als wichtig für die Entscheidung des Krankenversicherungsträgers in Bezug auf die konkrete Behandlung angesehen wird. Gespeicherte Daten. Ebenso wie bei den alten Antragsblättern werden auch die neuen Formulare nach Bearbeitung durch den Medizinischen Dienst im Original retourniert. Von den Daten, die im Antrag enthalten sind, speichert die WGKK wie auch bisher Angaben zur Diagnose (in verschlüsselter Form), zur Sitzungsfrequenz, zur Therapieart und zur Anzahl der bewilligten Sitzungen. Einzig neu ist das Erfassen des GAF-Werts (Global Assessment of Functioning, eine psychologische Skala zur Erfassung des allgemeinen Funktionsniveaus einer Person). Der Zeitraum der Beurteilung im Rahmen der sogenannten Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD) bezieht sich dabei auf die letzten sieben Tage. Es werden keine anderen Angaben erfasst, weder Daten zur Anamnese noch zur Intensität der Störung, stellt DDr. in Fleischmann klar. JN 14 PEOPLE PEOPLE

9 Ein Service der Ludwig Boltzmann Institut für Osteologie: Knochenforschung auf Weltklasse-Niveau WGKK Richard Tanzer Dr. in Barbara Misof Durch unsere Untersuchungen werden nicht nur Therapieverläufe verfolgt und beurteilt, sondern es können auch die durch Therapien verursachten und unerwünschten Wirkungen auf das Knochenmaterial erkannt werden. Sanofi Aventis Geballte Forschungskraft Interdisziplinarität ist eine entscheidende Stärke des Teams vom LBIO unter der Leitung von Prim. Klaus Klaushofer. Dort stehen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Osteologie, Rheumatologie, Endokrinologie und Stoffwechsel, Nephrologie zur Erfassung von Nierenerkrankungen, Gastroenterologie zur Erfassung von Magen-Darm-Erkrankungen, Diabetologie und Pneumologie in enger Zusammenarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBIO verfassen etwa 30 Publikationen in internationalen Zeitschriften pro Jahr und sind mit rund 25 geladenen Vorträgen pro Jahr aktiv an zahlreichen internationalen Kongressen beteiligt. Alle drei Jahre das nächste Mal 2015 organisiert Prof. Klaushofer die International Conference on Progress in Bone and Mineral Research in Wien, eine der bedeutendsten nationalen und internationalen Tagungen auf dem Gebiet der Knochen- und Mineralstoffwechselforschung. Das LBIO ist auch bekannt aus Beiträgen in Wissenschaftssendungen im ORF und durch die Beteiligung an der Langen Nacht der Forschung. Dem Gründer und Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Osteologie, Klaus Klaushofer, wurde eine der weltweit bedeutendsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Knochenforschung zuerkannt. Dies unterstreicht das internationale Renommee dieser Forschungseinrichtung. WGKK streicht nicht nur die herausragende Pionierarbeit von Prof. Klaushofer im Bereich der Knochenforschung. Es unterstreicht auch einmal mehr das Weltklasse-Niveau des LBIO als international evaluiertes und anerkanntes Institut zur Erforschung des Knochens in allen seinen Funktionen. Pionierarbeit im Gesundheitswesen. Begründet wurde die Preisvergabe an Klaushofer zum einen mit Blick auf seine Spitzenforschung, etwa zur Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden für Knochengewebe, das z. B. bei der Beckenkamm-Biopsie mittels Spezialbohrer entnommen wird. Zugleich wurde seine Arbeit an der Entwicklung des österreichischen Gesundheitssystems, der Leitung seines multidisziplinären Teams mit Fachleuten aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie und Medizin sowie sein translationaler Forschungsansatz also die Schnittstellenarbeit zwischen präklinischer For- Der Philippe-Bordier-Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen, die von der European Calcified Tissue Society (ECTS) als Fachgesellschaft führender europäischer Knochenforscherinnen und -forscher vergeben wird. Kürzlich wurde diese internationale Spitzenauszeichnung an Prim. Univ.-Prof. Dr. Klaus Klaushofer, Gründer Prim. und Leiter des Klaus Klaushofer Ludwig Boltzmann Instituts für Osteologie (LBIO) und Ärztlicher Leiter des Hanusch-Krankenhauses der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) sowie Vorstand von dessen 1. Medizinischer Abteilung, verliehen. Diese Auszeichnung unterschung und klinischer Entwicklung mit Fokus auf die klinische Anwendung prämiert. Der Preis ist für das gesamte LBIO und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Auszeichnung und verdeutlicht die hohe internationale Anerkennung, so Dr. in Barbara Misof vom LBIO. Philippe Bordier ( ), nach dem der Preis benannt ist, hat die ebenfalls nach ihm benannte Bordier-Beckenkammbiopsie entwickelt. Prof. Klaushofer, der auch beratender Arzt sowie Mitglied der Heilmittelevaluierungs-Kommission des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger ist, gründete das LBIO im Jahr Er hat seither die Forschungseinrichtung, die im Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und im Unfallkrankenhaus Meidling der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) angesiedelt ist, konsequent aufgebaut und leitet sie. Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Klaushofer Forschung am LBIO zählen unter anderem die Schnittstellenarbeit von der Grundlagenforschung hin zur klinischen Anwendung, die Beziehung zwischen Struktur und Funktion in gesundem und krankem Knochengewebe, die Mineralisierung und Biomechanik des Knochens sowie die Beeinflussung des Knochen- und Mineralstoffwechsels durch Hormone und bestimmte, das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung regulierende Proteine ( Zytokine ). Knochenmasse Forschungs-Aktivitäten. Die jüngste Forschung am LBIO konzentrierte sich auf besondere Fälle von Knochenerkrankungen, etwa die Untersuchung eines einzigartigen Kollektivs von Kindern mit Nierenerkrankungen oder die Erforschung von Osteoporose aufgrund von Inaktivität bei Wachkoma-Patientinnen und -Patienten. Das LBIO spielt eine wichtige Rolle in der translationalen Forschung, also für die Entwicklung von neuen Therapien, so Dr. in Misof. Dies zeigt sich vor allem an der Entwicklung neuer innovativer Methoden zur Untersuchung des Knochenmaterials. Einer der Schwerpunkte des Instituts ist die Osteoporose-Forschung. Hier wird gerade die Wirkung neuer Therapieansätze etwa die Kombination einer Parathormon-Behandlung, welche die Knochenneubildung stimuliert, mit einer Bisphosphonat-Behandlung, die den Knochenabbau hemmt untersucht, deren Zulassung bereits erfolgt ist oder unmittelbar bevorsteht. Auch genetische Erkrankungen wie die Glasknochenkrankheit mit ihrer abnorm hohen Knochenbrüchigkeit werden am LBIO schwerpunktmäßig beforscht. Exakte Messung. Eine für Patientinnen und Patienten besonders wichtige Methode, die am LBIO entwickelt wurde und nun seit einigen Jahren routinemäßig in der Untersuchung von Knochenbiopsien angewandt wird, ist die genaue Messung des Mineralisationsmusters bzw. der Verteilung der Kalziumkonzentrationen im Knochengewebe, die Rückschlüsse auf Umbauvorgänge und Erkrankungen des Knochens ermöglicht und eine wesentliche Erweiterung für die Beurteilung von Gewe- beproben des Knochens darstellt, erklärt Dr. in Misof. Therapien werden hinterfragt. Das LBIO setzt einen besonderen Fokus auf die Frage nach der Wirkung von Medikamenten und Therapieverläufen. Durch unsere Untersuchungen werden nicht nur Therapieverläufe verfolgt und beurteilt, sondern es können auch die durch Therapien verursachten und unerwünschten Wirkungen auf das Knochenmaterial erkannt werden, sagt Dr. in Misof. So konnte etwa nachgewiesen werden, dass das Knochenmaterial, das während einer Behandlung mit Fluor, welches in Spuren für den Aufbau von Knochen und Zähnen wichtig ist, aufgebaut wurde, eine komplett veränderte Struktur und verminderte mechanische Qualität besitzt. Damit zeigte das Institut auf, dass das Risiko eines Knochenbruchs nach einer Fluor-Therapie nicht sank, obwohl die Knochendichte anstieg. Dr. in Misof: Unsere Untersuchungen trugen wesentlich dazu bei, dass der Einsatz von Fluor in der Osteoporose-Therapie überdacht wurde. JN 16 PEOPLE PEOPLE

10 Siemens Ein Service der Vereinfachter Zugang zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm Die Zielgruppe wird erweitert, der Zugang vereinfacht: Seit 1. Juli gibt es wichtige Neuerungen beim Brustkrebs-Früherkennungsprogramm. Eine Vorreiterrolle in der Brustkrebsbehandlung nimmt das Brustzentrum Hanusch-Krankenhaus der WGKK ein. Seit der Einführung des Österreichischen Brustkrebs-Früherken- Jänner bis Mai. Bis Mitte Mai meldeten sich tisch freigeschaltet sind. nutzen, zeigen die Zahlen aus den Monaten zur Zielgruppe gehörigen Frauen automanungsprogramms Anfang Frauen aus den Altersgruppen 40 Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren können erhalten in Österreich sozialversicherte Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren alle zwei Jahre eine persönliche Einladung zu einer Früherkennungs-Mammographie. Die aktuellen Neuerungen zur Erweiterung der Zielgruppe und die Zugangsvereinfachungen sollen den Erfolg des ambitionierten Programms sicherstellen: Seit Juni können sich auch Frauen ab 70 Jahren ohne Altershöchstgrenze zum Programm anmelden. Damit wurde die bis 44 und 70 bis 74 zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm an. e-card freigeschaltet. Ab Anfang Juli bestehen folgende Möglichkeiten, am Programm mit der Früherkennungsmammographie teilzunehmen: Alle Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren, die also mit ihrer e-card zur Früherken- nungs-mammographie gehen. Eine Einladung oder Zuweisung ist nicht notwendig, die Frauen können jederzeit einen Termin vereinbaren, so Dr. in Bernhart. Um über die Mammographie zu informieren und an die Untersuchung zu erinnern, werden die Einladungen auch weiterhin verschickt. Vereinfachte Anmeldung. Für alle Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren und Selbstanmeldungs-Möglichkeit, die bisher in Österreich ab 70 Jahren besteht die Möglichkeit, sich Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sowie sozialversichert selbst zum Programm anzumelden. Wer zwischen 70 und 74 Jahren offenstand, sind, erhalten, dies in Anspruch nimmt, erhält ebenfalls durch die Aufhebung der Altersbeschränkung deutlich erweitert. wie seit Beginn des Programms alle zwei Jahre eine Einladung zur Früherkennungs-Mammographie per Post. Eine Wir möchten auch älteren Frauen Dr. in Marianne Bernhart vorgesehen, alle ärztliche Zuweisung ist nicht erforderlich. die Durchführung einer Früherkennungs-Mammographie zwei Jahre eine Frauen dieser Altersgruppen gehen mit ermöglichen, sagt die programmverantwortliche Medizinerin Dr. in Marianne Bernhart. Dass viele Frauen die Möglichkeit einer Selbsteinladung persönliche Einladung zu einer Früherkennungs-Mammographie. Neu ist jedoch, dass ab Anfang Juli die Einladung nicht mehr notwendig ist, weil die e-cards aller der Einladung und ihrer e-card zur Früherkennungs-Mammographie. Neu ist auch die Ausweitung der Anmeldemodalitäten zum Programm: Neben der WGKK Anmeldung über die Telefon-Serviceline können sich Frauen dieser Altersgruppen auch mittels Online-Formular unter anmelden. Dadurch wird der Zugang nochmals vereinfacht und die Anmeldung kann rund um die Uhr erfolgen, so Dr. in Bernhart. Für das Online-Formular, das auf der Website über das Feld Anmeldung zu finden ist, werden lediglich die Angaben zu Namen, Adresse und Sozialversicherungsnummer benötigt. Mammographien ausserhalb des Früherkennungsprogramms. Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm richtet sich an gesunde Frauen ohne Anzeichen einer Brustkrebserkrankung. Freilich besteht auch weiterhin die Möglichkeit einer diagnostischen Mammographie für Frauen mit Beschwerden, bei Krankheitsverdacht, bei einer Brustkrebserkrankung oder im Rahmen der Nachsorge sowie bei familiär erhöhtem Risiko. Diese diagnostische Mammographie erfolgt mittels Zuweisung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Und auch hier wurde kürzlich eine wesentliche Verbesserung durch die Festlegung der Indikationenliste als Grundlage der ärztlichen Zuweisung zur diagnostischen Mammographie erzielt. Wichtig ist, dass die Gruppe der Frauen mit familiär erhöhtem Risiko für Brustkrebs eine spezielle Betreuung erhält, was durch die Indikationenliste sichergestellt wird, sagt Dr. in Bernhart. Qualitätssicherung. Für das Mammographie-Screening bestehen strenge Qualitätskriterien. Befugt sind nur jene Radiologinnen und Radiologen, die nachweislich Mammographie-Bilder von mindestens Frauen pro Jahr auswerten und über ein Qualitätszertifikat für Mamma-Diagnostik verfügen. Dazu bedarf es modernster, strahlungsarmer digitaler Mammographie-Geräte. Verpflichtend ist außerdem eine Doppelbefundung, das heißt: Jede Mammographie-Aufnahme muss von einer/einem zweiten, unabhängigen Radiologin/Radiologen begutachtet werden. Zu den zertifizierten Standorten zählen auch die radiologischen Ambulanzen der Gesundheitszentren der WGKK. Zu finden sind sie in der Strohgasse im dritten Bezirk, in der Mariahilfer Straße, am Wienerberg und in der Karl-Aschenbrenner-Gasse in Floridsdorf (Kontaktadressen: siehe Kasten). Brustzentrum Hanusch-Krankenhaus. Die Mammographie gilt derzeit als die beste Methode, um frühzeitig kleine, noch beschwerdefreie Tumoren zu diagnostizieren und die Heilungschancen WGKK WGKK für betroffene Frauen zu erhöhen. Das Früherkennungsprogramm ist ein wesentlicher Schritt, um eine größtmögliche Zahl an Patientinnen in OA Dr. Arik Galid den Altersgruppen zu erreichen und um die Qualitätssicherung in der bildgebenden Diagnostik zu optimieren, sagt der Gynäkologe Oberarzt Dr. Arik Galid, der gemeinsam mit der Chirurgin Oberärztin Dr. in Ursula Selim Dr. in Ursula Selim eine der renommiertesten Institutionen für eine ganzheitliche kompetente Betreuung von Brustpatientinnen leitet das Brustzentrum Hanusch-Krankenhaus. Wir waren das erste Brustzentrum in Österreich, das auf dem Konzept der Interdisziplinarität aufgebaut und ein Tumorboard institutionalisiert hat, also eine Fallbesprechung unter Einbeziehung aller nötigen Spezialistinnen und Spezialisten. Und schon seit 30 Jahren gibt es eine spezielle Brustambulanz. Somit konnte das Hanusch-Krankenhaus in der Brustbehandlung eine Vorreiterrolle einnehmen, so Dr. in Selim. So bietet das Brustzentrum eine ganzheitliche Behandlung, die neben der Untersuchung mittels Röntgen, Ultraschall und Magnetresonanz auch Gewebsproben mittels Biopsie, wenn erforderlich operative Eingriffe und gegebenenfalls die Nachbehandlung im Spital unter einem Dach vereint. Möglich ist dies dank der engen Zusammenarbeit mehrerer Fachdisziplinen, insbesondere von Chirurgie und Gynäkologie, sowie mit allen beteiligten Berufsgruppen. Jährlich werden hier etwa Patientinnen behandelt, davon rund 150 bis 200 Primärbehandlungen von bösartigen Tumoren. Die Besonderheit unseres Brustzentrums liegt darin, dass es über alle nötigen Ressourcen und Einrichtungen für die Diagnose und Therapie verfügt. Zugleich sind jedoch die Strukturen sehr überschaubar, sodass den Patientinnen eine zentrale, alles koordinierende Anlaufstelle geboten wird. In der Praxis heißt das, dass mit einem Telefonat sämtliche erforderlichen Termine für die Patientinnen vereinbart werden können und bei (Nach-) Fragen eine rasche Klärung möglich ist, Brustzentrum Hanusch-Krankenhaus Heinrich-Collin-Straße 30, 1140 Wien Pavillon 2, Erdgeschoß Telefon: Ambulanzzeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis Uhr Anmeldezeiten: Mo. bis Fr. von bis Uhr Gesundheitszentren der Wiener Gebietskrankenkasse Gesundheitszentrum Wien-Süd Wienerbergstraße 13, 1100 Wien Ordinationszeiten: Mo. bis Fr. von 7.00 bis Uhr Telefon: Gesundheitszentrum Wien-Nord Karl-Aschenbrenner-Gasse 3, 1210 Wien Ordinationszeiten: Mo. bis Do. von 7.00 bis Uhr Fr. von 7.00 bis Uhr Telefon: Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf Mariahilfer Straße 85 87, 1060 Wien Ordinationszeiten: Mo. bis Do. von 7.00 bis Uhr Fr. von 7.00 bis Uhr Telefon: Gesundheitszentrum Wien-Mitte Strohgasse 28, 1030 Wien Ordinationszeiten: Mo. bis Fr. von 7.00 bis Uhr Telefon: In jedem Gesundheitszentrum wird um Terminvereinbarung gebeten! erklärt Dr. in Selim. Dadurch bündelt das interdisziplinäre Brustzentrum eine Vielfalt an Kompetenzen und ist zugleich zentrale Anlaufstelle für die Patientinnen. ISO-Zertifizierung: Das in dieser Form seit zehn Jahren bestehende Brustzentrum arbeitet auf höchstem wissenschaftlichem Niveau, was 2013 auch mit dem ISO-Zertifikat bestätigt wurde. Bei der Zertifizierung geht es um Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Arbeitsabläufen, wovon letztlich vor allem die Patientinnen profitieren. Außerdem erleichtert es die tägliche Arbeit und Umstellungen nach Personalwechseln, etwa in der Ausund Weiterbildung, so Dr. in Selim. JN 18 PEOPLE PEOPLE

11 Ein Service der Thinkstock Urlaub ohne Bauchweh Lassen Sie sich die schönste Zeit des Jahres nicht durch Sonnenbrand oder Durchfall verderben! Zehn Tipps der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), wie Sie im Urlaub gesund bleiben oder im Ernstfall schnell wieder auf die Beine und nach Hause kommen. Wenn der Körper nicht mitspielt, kann der ersehnte Traumurlaub rasch zum Albtraum werden. Doch viele gesundheitliche Probleme lassen sich vermeiden oder durch eine kleine Reiseapotheke rasch in den Griff bekommen. Falls Sie doch ärztliche Hilfe brauchen, sollten Sie für ausreichenden Versicherungsschutz im Ausland sorgen. Dr. in Petra Strauss, Betriebsärztin der WGKK, und Christian Madner von der WGKK-Leistungsabteilung haben zehn Tipps für einen Urlaub ohne Bauchweh für Sie zusammengestellt: Tipp 1: Schützen durch Impfen. Gibt es in Ihrer Urlaubsregion Gefahren, gegen die Sie sich impfen lassen sollten? Bei einem Wanderurlaub sollten Sie darauf achten, ob Sie (noch) ausreichend gegen Zeckenbisse geschützt sind. Ist eine Fernreise geplant, sollten Sie sich zeitgerecht nach den verbreiteten Krankheiten in der Zielregion erkundigen und sich dagegen immunisieren lassen. Achtung: In bestimmte Länder vor allem in Afrika und Südamerika dürfen Sie ohne den Nachweis über eine Gelbfieber-Impfung gar nicht einreisen. Tipp 2: Reiseapotheke packen. Eine kleine Reiseapotheke sollte im Urlaubsgepäck auf keinen Fall fehlen. Was und wie viel Sie einpacken, hängt ganz vom Ziel und der Art ihres Urlaubs ab. Während in einem großen All-inclusive-Club oft eigene Hotelärztinnen oder -ärzte vor Ort sind, kann es für Individualreisende schwierig Dr. in Petra Strauss sein, die geeigneten Mittel aufzutreiben. Lassen Sie sich von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke beraten und Einnahme und Wirkung der Arzneien gut Christian Madner erklären. WGKK WGKK Tipp 3: Thrombosen vorbeugen. Stundenlanges Stillsitzen in Auto, Bus oder Flugzeug kann zu einem Blutgerinnsel in der Beinvene führen. Die sogenannte Reisethrombose ist nicht zu unterschätzen, denn der Blutpfropfen kann sich zu einem späteren Zeitpunkt von der Gefäßwand lösen und eine Lungenarterie verstopfen ( Lungenembolie ). Vorbeugen lässt sich am besten, indem Sie mindestens alle zwei Stunden eine Auto- oder Buspause einlegen und die Beine vertreten. Beim Fliegen steigt ab sechs Stunden die Thrombosegefahr. Versuchen Sie, einen Gangplatz zu ergattern, gelegentlich aufzustehen und auch im Sitzen die Beine zu bewegen. Generell hilft es, viel zu trinken, aber bitte keinen Kaffee oder Alkohol! Empfehlenswert ist zudem lockere Kleidung, die an der Taille nicht einschnürt. Sollten Sie aufgrund einer Blutgerinnungsstörung, von Übergewicht oder hohem Alter ein größeres Thrombose-Risiko haben, lassen Sie sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über vorbeugende Maßnahmen wie Kompressionsstrümpfe beraten. Tipp 4: Sonnenschutz für Haut und Augen. Was nützt der Traumstrand, wenn die Haut krebsrot ist und Blasen wirft? Daher bitte auch in Hinblick auf Hautkrebs-Vorbeugung rechtzeitig vor Hier gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) In der EU: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern (griechischer Teil). Außerdem in: Lichtenstein, Island, Norwegen, Mazedonien und der Schweiz. In Serbien erhalten Sie gegen Vorlage der EKVK bei dem für Ihren Aufenthaltsort in Betracht kommenden Sozialversicherungsträger eine Anspruchsbescheinigung. dem Sonnenbad Sonnencreme mit dem zu Ihrem Hauttyp passenden Lichtschutzfaktor auftragen. Beim ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes raus aus der prallen Sonne! Die Augen danken Ihnen für eine gute Sonnenbrille mit 100-prozentigem UV-Schutz und eine Schatten spendende Kopfbedeckung. Tipp 5: Essen & Trinken ohne Reue. Der mitteleuropäische Magen verträgt nicht alles, was rund um den Globus auf den Teller kommt. Und auch die in der Hitze stehende Salatbar oder das Eis beim All-inclusive-Buffet könnten Montezumas Rache nach sich ziehen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich beim Essen im Zweifelsfall immer an die Faustregel Koch es, brat es, schäl es oder lass es! halten. Vor allem in exotischen Ländern sollten Sie auch beim Trinken aufpassen und auf Leitungswasser, frisch gepresste Fruchtsäfte oder Eiswürfel verzichten. Tipp 6: Guter Gummi. Gehen die Kontakte unterwegs über einen Urlaubsflirt hinaus, wird leider oft das Risiko sexuell übertragbarer Krankheiten unterschätzt. Vor allem in afrikanischen Ländern südlich der Sahara ist Aids weit verbreitet, aber auch Hepatitis, Gonorrhoe und Syphilis werden durch Sexualkontakt übertragen. Kondome bieten Schutz, allerdings bitte gute heimische Qualitätsprodukte einpacken! Tipp 7: EKVK mitnehmen. Wenn Sie ins Ausland reisen, vergessen Sie die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) nicht, die sich auf der Rückseite Ihrer e-card befindet. Mit ihr sind Sie in vielen Ländern Europas versichert (siehe Kasten). Für Reisen nach Bosnien-Herzegowina, Montenegro und in die Türkei müssen Sie sich einen Urlaubskrankenschein ausstellen lassen. Wo die EKVK gilt, haben Sie das Recht, so behandelt zu werden, als wären Sie in diesem Land sozialversichert. Weisen Sie unbedingt bereits vor Beginn der Behandlung die EKVK vor. Tipp 8: Privatordinationen meiden. Im Ausland sollten Sie darauf achten, von Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern behandelt zu werden, denn für Privatärztinnen und Privatärzte gilt wie in Österreich: Die WGKK erstattet Ihnen nur 80 Prozent der heimischen Tarifhonorare. Tipp 9: Detaillierte Rechnung verlangen. Sie sind doch in einem Pri- Thinkstock Was in die Reiseapotheke gehört Arzneimittel gegen u Fieber u Schmerzen u Grippe u Mund- und Rachenentzündungen u Durchfall u Erbrechen u Reisekrankheit u Sonnenbrand u Insektenstiche Weitere Medikamente u Nasentropfen u Augentropfen u Präparat mit Mineralstoffen zum Einsatz bei schwerem Durchfall u Präparat zur Wiederherstellung der Darmflora nach Durchfall u für Kinder: Zäpfchen gegen Fieber und Schmerzen Zur Versorgung kleinerer Verletzungen u Mittel zur Hautdesinfektion u Wund- und Heilsalbe u Verbandmull für Verbrennungen u elastische Binde u Mullbinden u Heftpflaster Sonstiges u Schere und Pinzette u Fieberthermometer vatspital oder in einer Privatordination gelandet? Damit Ihnen die WGKK möglichst viel der Kosten abgelten kann, verlangen Sie bitte eine detaillierte Rechnung über alle erbrachten Leistungen am besten auf Deutsch oder Englisch. Tipp 10: Private Reiseversicherung abschliessen. Die Tarife der österreichischen Krankenkassen und die tatsächlichen Behandlungskosten durch private ausländische Ärztinnen und Ärzte können beträchtlich voneinander abweichen. Damit Sie nicht am Ende auf hohen Kosten sitzen bleiben, empfiehlt es sich, zusätzlich eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen, die auch die Bezahlung für den Krankentransport im Ausland oder einen Heimtransport übernimmt. Falls Sie eine Kreditkarte haben oder Mitglied bei einem Automobilklub sind, sind Sie auf Reisen vielleicht bereits versichert oder können ein günstiges Zusatzpaket abschließen. SteWo 20 PEOPLE PEOPLE

12 Thinkstock Brigitta Ranzmaier Vera Kuttelvaserova - Fotolia.com Ein Service der Martina Spitzbart Wenn wir die Schule als Gesamtsystem betrachten und die Strukturen und Verhältnisse den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpassen, wirkt das dauerhaft gesundheitsförderlich. Gesundheit macht Schule Stress abbauen, Konflikte lösen, Bewegung in den Unterricht bringen: Die Service Stelle Schule der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) unterstützt Schulen. S chule soll nicht krank machen, das weiß jedes Kind. Ganz so einfach ist die Sache aber dann doch nicht immer: Ari kriegt Bauchweh, sobald er in den Unterricht muss, denn ein paar Schüler terrorisieren ihn. Miriam ist unkonzentriert. Sie hungert sich durch den Vormittagsunterricht, um irgendwann in die gleichen Kleider zu passen wie ihre schlanken Freundinnen. Christian hält es kaum auf dem Sessel aus, er müsste vor jeder Lerneinheit Dampf ablassen. Weil das nicht geht, stopft er sich oft mit Süßigkeiten voll zur Beruhigung. Gesunde Verhältnisse. Wenn Lehrkräfte nach Anregungen und Unterstützung suchen, um Schulen gesundheitsförderlich zu gestalten, hilft Martina Spitzbart weiter. Die Public-Health-Expertin arbeitet in der Service Stelle Schule der WGKK. Die Anlauf- und Beratungsstelle hält ein vielfältiges Angebot für alle Wiener Schulen parat. In erster Linie begleitet sie aber Veränderungsprozesse: Es geht uns nicht darum, einen Tag des Apfels an Schulen zu veranstalten, betont Spitzbart. Einmalige Aktionen wie diese sind 22 selten nachhaltig und zielen nur auf das Verhalten der Einzelnen. Wenn wir aber die Schule als Gesamtsystem betrachten und die Strukturen und Verhältnisse den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpassen, wirkt das dauerhaft gesundheitsförderlich. Im Idealfall verbessert schulische Gesundheitsförderung die körperliche, seelische und soziale Gesundheit aller Betroffenen: die von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und nicht unterrichtendem Schulpersonal. Mediation statt Gewalt. Was Schulen brauchen, um gesünder zu sein, kann sehr unterschiedlich sein. Dauerbrenner sind die Themen Bewegung und Ernährung. Viele Betroffene klagen aber auch über psychosoziale Probleme, zum Beispiel über ein so raues Schulklima, das entspanntes Lehren und Lernen unmöglich macht. Sogenannte Peer Mediation ist auch zur Konfliktbewältigung zwischen Schülerinnen und Schülern gedacht. Wie Martina Spitzbart berichtet, hat sich zum Beispiel eine HAK diesem Problem gestellt: Jahr für Jahr geben zu Mediatorin- nen und Mediatoren ausgebildete Lehrkräfte ihr Wissen an einige Schülerinnen und Schüler weiter, die als Peer-Mediatorinnen und -Mediatoren auftreten. Gemeinsam mit den Lehrenden versuchen sie, Konfliktparteien zusammenzubringen, Probleme anzusprechen und gewaltfrei zu lösen. Meiner Meinung nach ist das ein sehr gutes Projekt: Es hilft, Gewalt zu vermeiden und wirkt auf die Schule als Gesamtsystem, ist Spitzbart überzeugt. Tatsächlich erspart der gezielte Einsatz von Mediation allen Beteiligten Stress, Eltern eingeschlossen. Gleichzeitig hat das Projekt die Organisationsentwicklung der Schule vorangetrieben. Bestimmte Prozesse und Strukturen mussten neu definiert werden, was sich dauerhaft positiv auswirkt: Ist die Mediation einmal in den Schulalltag integriert, braucht es keine zusätzlichen Ressourcen mehr. Jonglieren statt zappeln. Ein Projekt an einer Volksschule hat für körperlich aktive Kinder und konzentrierteren Unterricht gesorgt: Sobald der Bewegungsdrang ein Kind überkommt, kann es ein rotes oder gelbes Kärtchen hochhalten. PEOPLE Ist der Zeitpunkt für eine Auszeit günstig, nickt die Lehrerin oder der Lehrer ihm zu. Das Kind pinnt das Kärtchen an die Wand, damit die Lehrkraft weiß, wo es sich aufhält. Rot steht für die Aula, gelb für den Bewegungsraum vor der Klasse. An beiden Orten liegen Jongliertücher, Bälle und andere Bewegungsspiele bereit. Nach ein paar Minuten spielen kehren die Kinder wieder in die Klasse zurück. Das funktioniert nun seit ein paar Jahren ausgezeichnet und gefällt den Kindern sehr gut. Sie nützen diese Freiheit nicht ungebührlich aus, denn sie wissen, dass sonst das Ganze abgeschafft würde, erzählt Spitzbart. Kleines Budget, grosse Wirkung. Die Service Stelle Schule fördert Projekte wie diese mit bis zu Euro pro Schuljahr. Jede Schule kann einmal pro Jahr ansuchen. Eine Jury, die mit Vertreterinnen und Vertretern des Wiener Netzwerks Gesundheitsfördernder Schulen besetzt ist, kann bis zu 30 Projekten jährlich den Zuschlag geben. Mit dem Geld kann zum Beispiel Bewegungsmaterial angeschafft oder eine Entspannungsecke eingerichtet werden, Sitzkissen, Yoga- oder Entspannungs-CDs inklusive. Tatsächlich häufen sich die Projektanträge, die in Richtung Entspannung und Stressabbau gehen. Immer wieder erzählen mir Lehrerinnen und Lehrer, wie sehr Kinder mit Reizüberflutung zu kämpfen haben und nicht mehr richtig runterkommen, berichtet Spitzbart. Hier kann die Schule ausgleichend wirken, indem Rückzugsorte geschaffen und Entspannungstechniken vermittelt werden. Ein lohnendes Unternehmen, denn je weniger gestresst die Kinder, desto entspannter auch Lehrkräfte und Eltern. PEOPLE Gesund essen lernen. Neben Projektförderung und -begleitung vermittelt die Service Stelle Schule auch kostenlose Workshops zum Thema Ernährung, die Wissen vermitteln und zu einer positiven Veränderung des Ernährungsverhaltens führen sollen. Mitmachen können dabei nicht nur Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, sondern auch Eltern. Gerade beim Essen wird klar, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssen, wenn sich die Erwachsenen von morgen gesund ernähren sollen. Auch zu psychosozialen Aspekten des Essens gibt es Angebote, abhängig vom Alter der Schülerinnen und Schüler. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Magerste im ganzen Land? heißt etwa ein Workshop für pubertierende Mädchen, der zur Auseinandersetzung mit Körperbild und Schönheitsidealen anregt. Bewegung in der Schule. Speziell für Volksschulen ist Schule bewegt gestalten entwickelt worden: Ausgebildete Schulraumberaterinnen und -berater identifizieren gemeinsam mit Lehrkräften und Schulleitung ungenutzte Räumlichkeiten in der Schule. Das kann ein Stiegenaufgang sein, der Raum unter der Treppe oder eine leere Ecke im Schulhof. Die Beraterinnen und Berater besprechen mit dem Schulkollegium verschiedene Vorschläge, wie sich diese Brachflächen für mehr Bewegung nutzbar machen lassen. Als Draufgabe bekommt die Schule auch noch eine Bewegungstasche, prall gefüllt mit Utensilien, die zum Aktivwerden motivieren. Guter Rat muss gar nicht teuer sein. Auch mit wenig Aufwand lässt sich nachhaltig viel bewirken, resümiert Spitzbart. SteWo Die Service Stelle Schule u ist die Anlaufstelle für schulische Gesundheitsförderung in der WGKK; u zielt darauf ab, die Verhältnisse in Schulen nachhaltig so zu verändern, dass sie der Gesundheit zuträglich sind; u begleitet und fördert Projekte in allen Wiener Schulen; u ist Partnerin des Wiener Netzwerks Gesundheitsfördernde Schulen und u kooperiert eng mit der Pädagogischen Hochschule, dem Stadtschulrat und der Wiener Gesundheitsförderung. 23

13 Thinkstock Neue Highlights der modernen Herzmedizin Die bisherigen Fortschritte der Herzmedizin haben unsere Gesundheit enorm verändert. Auf dem Jahreskongress der österreichischen Kardiologie wurden aktuellste Forschungsergebnisse vorgestellt. D ie Herzmedizin und ihre Fortschritte sind wie keine andere medizinische Disziplin für die Zunahme der Lebenserwartung verantwortlich. Während zum Beispiel vor 25 Jahren zwischen 20 und 30 Prozent der hospitalisierten Herzinfarktpatientinnen und -patienten starben, sind es heute 4 bis 5 Prozent, bilanziert Prim. Franz Weidinger (Präsident der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft; KH Rudolfstiftung, Wien) anlässlich der Jahrestagung der ÖKG in Salzburg. Stichwörter sind hier Untersuchungen und Eingriffe im Herzkatheter, Stents, schonend implantierbare Herzklappen, implantierbare Schrittmacher und Defibrillatoren, die Lyse, innovative Blutgerinnungshemmer, Medikamente gegen bestimmte Formen von Lungenhochdruck und Herzinsuffizienz, etc. Auch immer mehr ältere Menschen profitieren von solchen Entwicklungen. Renale Denervation. Die renale Denervation (RDN), die Unterbrechung von Nervenfasern zu den Nierengefäßen per Katheter zur Behandlung des therapieresistenten Blutdrucks, beschäftigt gegenwärtig Herzmediziner in aller Welt. Nach sehr erfolgreich verlaufenen Studien hatten kürzlich neue Ergebnisse (Simplicity HTN-3 Studie) keinen deutlichen Nutzen dieses Verfahrens gezeigt. Die Details der Studie müssen jetzt genauer betrachtet werden, sagt Gerald Maurer (Leiter Abt. für Kardiologie, AKH/MedUni Wien). Es spricht viel dafür, dass die RDN nach wie vor eine Therapiemethode mit Potenzial ist. Entscheidend ist angesichts der neuen Studiendaten, dass die RDN nur bei gut ausgewählten Patienten, in spezialisierten Zentren und am besten im Rahmen von Studien oder zumindest Registern durchgeführt werden soll. Um die RND besser beurteilen zu können, bedürfe es weiterer klinischer Studien. Lungenhochdruck und Herzschwäche. Lungenhochdruck ist eine schwerwiegende Erkrankung mit häufig stark eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, schlechter Lebensqualität und hoher Sterblichkeit, und tritt häufig als Folge von Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz, HI) auf. Im vergangenen Jahr konnten mehrere klinische Studien neue therapeutische Ansätze in der Lungenhochdruck-Therapie aufzeigen, berichtet Burkert Pieske (MedUni Graz). Diese Behandlungsansätze fokussieren auf das cyclische GMP, ein intrazelluläres Signalprotein. cgmp bewirkt in den Gefäßen eine Erweiterung und im Herzen eine Verbesserung der Herzmuskelfunktion. Neue Substanzen sollen die Aktivität des Enzyms Guanylatcyclase erhöhen und Thinkstock die intrazellulären Cyclo-GMP-Spiegel ansteigen lassen. Prof. Pieske: Damit ist ein neues Therapieprinzip in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Erfolgreiche Studien beim Lungenhochdruck haben diesen Behandlungsansatz bereits zur Zulassung gebracht, für die systolische und diastolische HI laufen derzeit größere Studien. Aortenklappen-Ersatz. Einige aktuelle Untersuchungsergebnisse zeigen: Die Katheter-basierte Implantation des Aortenklappen-Ersatzes (TAVI) ist eine wirksame, sichere und im Vergleich zur offenen Operation des Herzens unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine schonende Prozedur, so Wolfgang-Michael Franz (Med-Uni Innsbruck). Alte Menschen und Menschen mit hohem Operationsrisiko profitieren davon besonders. Bei TAVI wird minimalinvasiv mittels Katheter eine Herzklappenprothese in die verkalkte Herzklappe eingesetzt. Das Deutsche Aortenklappenregister (GARY) zeigt, dass bei Patienten mit hohem Risiko TAVI nach einem Jahr zumindest gleichwertig mit dem konventionellen herzchirurgischen Eingriff ist, jedoch den Vorteil hat, die schonendere Methode zu sein, so Prof. Franz. Eine kürzlich auf dem Amerikanischen Herzkongress ACC 2014 präsentierte Vergleichsstudie zeigt: Ein Jahr nach dem jeweiligen Eingriff waren statistisch signifikant weniger Patienten der TAVI-Gruppe gestorben als Patienten, die am offenen Herzen operiert worden waren. Ob TAVI in Zukunft auch vermehrt für Patienten in Betracht gezogen werden soll, die nicht in die Gruppe der Hochrisiko-Patienten fallen, sei derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Überlegungen. Allerdings ist die TAVI-Prozedur ein anspruchsvoller Eingriff, so Prof. Franz: Sie sollte in einem spezialisierten Zentrum durch ein erfahrenes Team in Zusammenarbeit von Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten angewendet werden. Vorhofflimmern. Patienten mit Vorhofflimmern haben ein massiv erhöhtes Schlaganfallrisiko. Die Mehrzahl muss lebenslang gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, damit es nicht zu Blutgerinnseln kommt. Seit Jahrzehnten werden dafür Vitamin-K-Antagonisten eingesetzt. B&K N.Bettschart B&K N.Bettschart B&K N.Bettschart B&K N.Bettschart Fotodienst/Katharina Schiff Gerald Maurer Franz Weidinger Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger Burkert Pieske Wolfgang-Michael Franz Die Empfehlungen der Europäischen Kardiologengesellschaft u Hören Sie auf mit dem Rauchen u Ernähren Sie sich gesund u Machen Sie Bewegung, mindestens 30 Minuten täglich u Body-Mass-Index (BMI) unter 25 kg/m2 u Blutdruck unter 140/90 mm Hg u Cholesterinspiegel unter 193 mg/dl u LDL-Cholesterinspiegel unter 116 mg/dl u Lassen Sie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren u Nehmen Sie erforderlichenfalls vorbeugende Medikamente ein u Screening naher Verwandter mit vorzeitigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen Die neuen oder direkten oralen Antikoagulantien, NOAKs oder DOAKs, haben diese Therapie in den vergangenen Jahren sicherer gemacht, berichtet Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger (Landesklinikum Baden-Mödling). Daten von mehr als Patienten über 65 Jahre aus der Medicare Versicherungs-Datenbank (USA) zeigen für ein DOAK im Vergleich zu einem Vitamin K-Antagonisten Überlegenheit. Patienten mit dem DOAK haben ein massiv reduziertes Risiko von Hirnblutungen, weniger Schlaganfälle und eine signifikant geringere Sterblichkeit. Bloß im Hinblick auf Blutungen des Magen-Darm-Traktes erwies sich der Vitamin-K-Antagonist als sicherer. Prim. Roithinger: Es spricht, abgesehen von den Kosten, nahezu alles für die neuen Substanzen. Eine neue Option zur Reduktion des Schlaganfallrisikos bei Vorhofflimmern ist der Verschluss des Herzohrs: In diesem Teil des Herzens können sich besonders leicht Blutgerinnsel bilden. Mittlerweile kann über den Herzkatheter dort ein Kunststoff-Stöpsel befestigt werden. Er verhindert, dass Blutgerinnsel von dort in die Zirkulation und ins Gehirn gelangen. Mehrere solcher Devices befinden sich in Erprobung. Prim. Roithinger: Allerdings sind die verfügbaren Daten bescheiden, auch wurde der Herzohr-Verschluss bislang nicht in Studien mit den DOAKs verglichen. Noch viel zu tun. Allerdings gibt es trotz aller Fortschritte der Herzmedizin noch sehr viel zu tun, bilanziert ÖKG-Präsident Prof. Weidinger, denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die mit Abstand häufigste Todesursache. Zugespitzt kann man sagen: Die Fortschritte in der Diagnose und Behandlung werden durch den Trend zu einem ungesünderen Lebensstil wieder wettgemacht, so Prof. Weidinger. Wir brauchen also unter anderem verstärkt Präventionsprogramme, die Herzpatienten bei der Änderung ihres Lebensstils unterstützen. red 24 PEOPLE PEOPLE

14 PROMOTION Thinkstock djama - Fotolia.com Für eine sinnvolle Entlastung der Spitäler Dr. Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, über die wichtige Rolle niedergelassener Ärzte in der Versorgung und wie diese für die Zukunft abzusichern ist. Sie haben auf einer Veranstaltung mit Kardiologen die Rolle niedergelassener Ärzte im Zusammenhang mit chronischer Herzinsuffizienz betont. Was ist hier die Konsequenz? Menschen mit einer potenziell gefährlichen Krankheit wie der chronischen Herzinsuffizienz (HI) profitieren besonders von einem optimalen Zusammenspiel zwischen niedergelassenen Ärzten, insbesondere Internisten, und Spezialambulanzen. HI ist nicht nur einer der häufigsten Gründe für eine Krankenhaus-Einweisung, sondern auch für den Besuch bei niedergelassenen Ärzten. Diese haben also bei der Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung der Anna Rauchenberger Dr. Johannes Steinhart chronischen HI einen hohen Stellenwert, sind oft Best Point of Service. HI ist aber nur ein Beispiel dafür, dass der niedergelassene Bereich, wenn er ausreichend ausgestattet ist, die Spitäler sinnvoll entlasten kann. Ist das Ausmaß dieser Entlastung aus Ihrer Sicht zufriedenstellend? Nein, da wäre mehr möglich. Viele Spitäler beklagen, dass sie infolge knapper Mittel Probleme haben, ihrem Versorgungsauftrag gerecht zu werden, insbesondere im Bereich der Ambulanz-Kapazitäten. Dass der niedergelassene Bereich die Spitäler entlasten soll, ist zwar das erklärte Ziel vieler Koalitionsregierungen gewesen, in der Praxis ist aber von einem entsprechenden politischen Willen nicht viel zu spüren. Heute gibt es zum Beispiel in Österreich etwa 900 Arztpraxen mit Kassenvertrag weniger als im Jahr 2000, obwohl die Bevölkerung wächst und die Menschen immer älter werden. Das passt alles nicht zusammen. Sind die geplanten Primärversorgungszentren bei der Entlastung der Spitäler eine Alternative zu niedergelassenen Ärzten? Die Vorschläge der Gesundheitspolitik waren hier oft recht unklar und sprunghaft. Jetzt liegt ein neues beschlossenes Konzept vor, und man muss sehen, wie das alles tatsächlich umgesetzt wird und notfalls rechtzeitig gegensteuern. Versorgungszentren werden auf absehbare Zeit schon deshalb keine Alternative zu den niedergelassenen Ärzten sein, weil laut Bundeszielsteuerungskommission bis zum Jahr 2016 bloß ein Prozent der Bevölkerung pro Bundesland in den neuen Primärversorgungszentren versorgt werden soll. Um Spitäler sinnvoll entlasten zu können, brauchen wir in Österreich zusätzliche Arztpraxen mit Kassenvertrag. Wir brauchen mehr Gruppenpraxen und praktikable Rahmenbedingungen dafür, zeitgemäße Optionen der Zusammenarbeit sind zu schaffen und zu ermöglichen. Das Haus- und Vertrauensarztmodell der Ärztekammer weist hier einen sinnvollen Weg. Lässt sich der Veränderungsbedarf am Beispiel der Herzinsuffizienz veranschaulichen? Ein zuverlässiger HI-Marker ist das prob- NP, und es stellt kein Problem dar, es in der Arztpraxis zu bestimmen. Allerdings kann das, je nach Bundesland und Krankenkasse, von vielen niedergelassenen Ärzten nicht verrechnet werden. Ein Herz-Ultraschall wird von den Kassen nur bei einem gewissen Prozentsatz der Patienten bezahlt, unabhängig davon, bei wie vielen er sinnvoll wäre. Das für die Diagnose wichtige 24-Stunden-EKG sollte bei allen Krankenkassen verrechenbar sein. Solche Einschränkungen gehören im Interesse der Patienten aufgehoben. Wird das alles nicht besser gelöst, müssen die Patienten weiterhin in überlastete Spitalsambulanzen, die viel mehr kosten als Besuche bei niedergelassenen Ärzten. Allgemein formuliert: Was braucht die Versorgung der Zukunft? Auf den Punkt gebracht: Die Finanzierung von Spitals-entlastenden Maßnahmen im niedergelassenen Bereich muss gesichert sein. Niedergelassene Ärzte und Spitäler sind wesentliche Säulen unseres Gesundheitssystems, die Politik muss im Interesse der Bürger dafür sorgen, dass die Tragfähigkeit dieser Säulen erhalten bleibt. Medienkooperation Beschwerden ohne organische Ursache: Wenn die Psychosomatik zuschlägt Anna Rauchenberger Von der auf physische Zustandsbilder konzentrierten Organmedizin sind somatoforme Störungen oft schwer in den Griff zu bekommen, und sie bedeuten oft langwieriges Leiden der Betroffenen, hieß es bei den 23. Österreichischen Ärztetagen Ende Mai. Die Definition solcher Störungen laut dem internationalen Krankheitscode ICD-10: Das Charakteristikum ist die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome nicht körperlich begründbar sind. Und selbst wenn in solchen Fällen körperliche Störungen vorhanden sind, könnten sie nicht Art und Ausmaß des Leidens erklären, Anita Holzinger sagt Anita Holzinger von der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im AKH Wien. Das Vollbild solcher Störungen mit einer Dauer von mehr als zwei Jahren und mindestens sechs belastenden Symptomen findet sich bei 0,2 bis 2 Prozent der Bevölkerung. Doch setzt man die Diagnoseschranke nur etwas herunter also weniger Symptome sind es schon 11 bis 15 Prozent der Menschen, die solche Probleme aufweisen. Schmerzen, die nicht durch körperliche Befunde begründbar sind ( somatoforme Schmerzstörung ) betreffen 10 bis 15 Prozent. In der deutschen Allgemeinbevölkerung wurde der Anteil der Personen, die innerhalb von vier Wochen solche Symptome haben, in einer Studie mit 7,5 Prozent angegeben. Beim Hausarzt können aber bis zu 82 Prozent der Patienten betroffen sein. Erhebliche Folgen. Ob es sich bei den Symptomen um den Kloß im Hals, Kopf- oder Bauchschmerzen, angebliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Blähungen, Herzbeschwerden oder Ähnliches handelt, die Konsequenzen sind erheblich. Oft handelt es sich um ein chronisches Krankheitsverhalten, es folgen Hospital Hopping und Doctor Shopping also rasch wechselnde Therapien bei unterschiedlichen Anbietern. Das geht in vielen Fällen bis hin zu wiederholten Hightech-Diagnosemaßnahmen und den verschiedensten Therapieversuchen. Die Behandlungskosten sind bei solchen Patienten bis zu neunmal höher als bei anderen Personen. Bei 50 Prozent werden ineffektive Therapiemaßnahmen gesetzt, bei Krankenhauseinweisungen kommt es gar zu einer hohen Rate an nicht erforderlichen operativen Eingriffen, um jede mögliche körperliche Ursache auszuschließen. Im Endeffekt müssen auch die Ärzte danach trachten, keine körperliche, therapierbare Ursache zu übersehen. Prof. Holzinger: Schließlich sind Menschen mit psychosomatischen Störungen nicht mehr oder weniger physisch krank als andere. Beschwerden ernst nehmen. Hilfe besteht vor allem im verständnisvollen Umgang mit den Patienten. Deren Klagen und Beschwerden sollten ernst und entgegengenommen werden, betont Prof. Holzinger. Auf nicht notwendige Apparatemedizin sollte jedenfalls verzichtet werden. Schließlich können Ärzte gemeinsam mit den betroffenen Patienten einen abgestuften Behandlungsplan erstellen. Dabei geht es auch um das Erlernen von Strategien im Umgang mit den Beschwerden. Prof. Holzinger: Bei wiederholten, mehr als vierwöchigen Krankenständen, dem Verdacht auf zusätzliche psychische Störungen und einer Dauer der Probleme über sechs Monate hinweg sollte eventuell auch zu einer Psychotherapie motiviert werden. Arzneimittel können gezielt und begrenzt gegen spezifische Symptome wie zum Beispiel Schmerzen eingesetzt werden. (APA, red.) 26 PEOPLE PEOPLE

15 Naeblys - Fotolia.com gungen hervorzurufen. Doz. Katzenschlager: Dann kommt bei einem Teil der Betroffenen ein operatives Vorgehen in Frage, die tiefe Hirnstimulation. Allerdings besteht dafür eine Altersgrenze von ungefähr 70 Jahren. Zudem können Patienten mit bestimmten Symptomen wie Gleichgewichts- oder Gedächtnisstörungen nicht operiert werden. Eine Alternative besteht in der gleichmäßigen Verabreichung von Parkinson-Medikamenten mittels Pumpensystemen. Doz. Katzenschlager: Die gleichmäßige Verabreichung verbessert die Wirkschwankungen und kann auch zu einer Besserung der Überbewegungen führen. Bei den Pumpenverfahren gibt es keine Altersgrenze und sie kommen insgesamt für mehr Patienten in Frage. B&K N.Bettschart B&K N.Bettschart Eduard Auff Parkinson: Wichtige Entwicklungen zur massgeschneiderten Therapie Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages und des Europäischen Jahres des Gehirns informieren Österreichs Neurologen über Fortschritte und Ziele in der Therapie der Parkinson-Krankheit. Die Parkinson-Krankheit betrifft in Österreich mindestens Personen, vor allem in der zweiten Lebenshälfte, sie tritt aber auch bei wesentlich jüngeren Personen auf, so Gerhard Ransmayr, Präsident der Österreichischen Parkinson-Gesellschaft (AKH Linz). Hauptsymptome sind Verlangsamung, Verzögerung und Verminderung von Bewegungen ( Akinese ), eine nach vorne gebeugte Körperhaltung, Muskelsteifigkeit ( Rigor ) und Zittern ( Tremor ). Neben diesen motorischen Symptomen gibt es auch weniger bekannte nicht-motorische Symptome : Störungen des Geruchssinns, der Schmerzwahrnehmung, des Schlafes, von Konzentration, Gedächtnis, anderen intellektuellen Hirnleistungen, Stimmungslage und Verhalten sowie Symptome des vegetativen Nervensystems wie niedriger Blutdruck, Reizblasensyndrom, Verstopfung, etc. Individualisiert und abgestuft. Die medikamentöse Behandlung bezog sich früher vor allem auf die motorischen Hauptsymptome. Zunehmende Kenntnisse der Ursachen und Folgen nicht-motorischer Störungen, die Entwicklung neuer Medikamente und Verabreichungsmethoden sowie nicht-medikamentöse Therapien gegen motorische Symptome und Komplikationen und gegen nicht-motorische Störungen haben zu einer abgestuften und kombinierten Behandlung geführt: in Abhängigkeit von Krankheitsphase und Symptomausprägung, Alter, Geschlecht, Statur, Komorbiditäten und Nebenwirkungsrisiko, fasst Prof. Ransmayr einen wichtigen Trend zusammen. Eine Reihe wichtiger medizinischer und wissenschaftlicher Fortschritte ermöglicht eine individualisierte, maßgeschneiderte Therapie. Pumpentherapien. Die Parkinson- Krankheit ist die mit Abstand am besten behandelbare neurodegenerative Krankheit. Im Zentrum der Behandlung der motorischen Symptome steht der medikamentöse Dopaminersatz. Unverändert ist L-Dopa die wirksamste Substanz. Wenn Patienten im Laufe ihrer Erkrankung motorische Wirkschwankungen entwickeln, werden die Medikamente angepasst. Dadurch können Off-Phasen mit schlechter Beweglichkeit, Steifigkeit und Zittern oft verkürzt werden, so Priv.-Doz. Dr. Regina Katzenschlager (Sekretärin der ÖPG; Donauspital/SMZ Ost, Wien). Bei vielen Patienten kommt es jedoch nach Dosiserhöhungen zu unfreiwilligen Bewegungen ( Dyskinesien ). Nach einiger Zeit gelingt es dann oft nicht mehr, eine Medikamentenkombination und -dosierung zu finden, die die Beweglichkeit gut kontrolliert, ohne störende Überbewe- Körperliche Aktivität. Eine Reihe von Symptomen der Parkinson-Krankheit spricht auf die medikamentöse Therapie und auch auf invasive Behandlungsmöglichkeiten nicht oder nur ungenügend an. Auch bei bestmöglicher Behandlung ist die Unterstützung der Beweglichkeit durch andere Maßnahmen ein ebenso wichtiger Therapiebestandteil. Regelmäßige körperliche Aktivität und gezielte Übungsbehandlung spielen eine wichtige Rolle. Etliche Studien belegen die Bedeutung der Physiotherapie, so Eduard Auff (Vizepräsident der ÖPG; Univ.-Klinik für Neurologie/AKH Wien). Damit kann zum Beispiel mit der Parkinson-Krankheit verbundenen Schmerzen vorgebeugt werden. Sturzgefahr kann durch ein gezieltes Übungsprogramm selbst in fortgeschrittenen Krankheitsphasen verringert werden. Startschwierigkeiten, bei denen Betroffene z. B. beim Versuch zu gehen zunächst nicht vom Fleck kommen, können durch spezifische Maßnahmen ( Cueing ) verbessert werden. Etwa mit weißen Strichen am Boden, die beim Einhalten der Schrittlänge unterstützen. Auch sportliche Aktivitäten sind für Parkinson-Patienten möglich und förderlich, es soll aber keine Überforderung oder Gefährdung der Patienten entstehen. Prof. Auff: Sportarten, bei denen das Gleichgewicht eine wichtige Rolle spielt, sind weniger geeignet. Andererseits können Techniken wie Tai Chi oder Qigong einen positiven Effekt auf Balanceprobleme haben. Einfach anzuwendende gleichmäßige Bewegungen wie beim Nordic Walking fördern über den Bewegungseffekt hinaus die Fitness und damit auch die Lebensqualität. Dies gilt auch für komplexe Bewegungen wie beim Tanzen. Die Sturzgefahr kann reduziert werden, indem Patienten Schutzschritte üben: Damit verbreitern sie die Basis ihres Stehens und können so das Gleichgewicht wiederherstellen, wenn sie stolpern. Probleme beim Sprechen (leise, monotone, oft schwer verständliche Sprache) können durch logopädische Behandlung verbessert werden, so Prof. Auff. Der Einsatz von Hilfsmitteln, die beim Essen, beim Ankleiden oder bei der Hygiene unterstützen, ist ebenfalls ein wichtiger Therapiebeitrag. Neue Medikamente. Die moderne Parkinson-Therapie erlaubt für die große Mehrzahl der B&K N.Bettschart Fotodienst/Katharina Schiff Gerhard Ransmayr Priv.-Doz. Dr. Regina Katzenschlager Werner Poewe Neue Internet-Plattform Fox Trial Finder Eine Schwierigkeit bei der klinischen Forschung besteht darin, dass interessierte Patienten, die für bestimmte Studienfragen geeignet wären, häufig keine Kenntnis von solchen laufenden Projekten haben und klinische Einrichtungen, an denen solche Untersuchungen durchgeführt werden, oft nur langsam geeignete Patienten rekrutieren können. Die Michael J. Fox Foundation hat in den USA hierzu die neue Internet-Plattform Fox Trial Finder entwickelt, in der Patienten Informationen zu laufenden klinischen Studien in ihrer Umgebung finden können und studiendurchführende Zentren die bei ihnen geplanten oder laufenden Projekte bekanntgeben können. Mit Beginn des Jahres gehört auch Österreich zu den europäischen Ländern, an denen der Fox Trial Finder implementiert wird. Betroffenen einen Erhalt von Alltagsfunktionen, häufig auch Berufsfähigkeit und Lebensqualität. Dennoch kann keine der gegenwärtigen Therapiemaßnahmen das langsame Fortschreiten der Erkrankung stoppen, so Werner Poewe (Univ.-Klinik für Neurologie/MedUni Innsbruck). Ebenso entwickeln sich im Verlauf der Parkinsonkrankheit motorische und nicht-motorische Komplikationen, für die es nur unzureichende Behandlungsansätze gibt. Zusätzlich leidet mehr als die Hälfte der Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit an nicht-motorischen Symptomen. Für viele dieser subjektiv sehr belästigenden Symptome stehen nur unvollständige Therapiemaßnahmen zur Verfügung. Die Entwicklung neuer Parkinson-Medikamente hat daher für die motorischen Kardinalsymptome eine hohe Priorität. Prof. Poewe: Im Fokus stehen Medikamente, die nicht-motorische Probleme der Krankheit wie zum Beispiel die Demenz eindämmen, die auf Dopaminersatz schlecht ansprechenden, motorischen Komplikationen bessern können und letztendlich das Fortschreiten der Krankheit aufhalten. rbe 28 PEOPLE PEOPLE

16 Krebs und Nervensystem: Die wachsende Rolle der Neurologie Die Bedeutung der Neuroonkologie wird immer wichtiger, berichtet der Neurologe Wolfgang Grisold anlässlich des Europäischen Jahres des Gehirns. A us mehreren Gründen wie besseren diagnostischen Möglichkeiten im Bereich des Nervensystems, längerer Überlebensdauer durch bessere Tumortherapie und verschiedene Formen der Neurotoxizität ist die Rolle der Neurologie mit spezialisiertem neuroonkologischem Wissen im Zunehmen, sagt Wolfgang Grisold, Primarius an der neurologischen Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie und Past Präsident der Europäischen Gesellschaft für Neuroonkologie (EANO), anlässlich des Europäischen Jahres des Gehirns. Die Neuroonkologie ist jenes medizinische Gebiet, das sich mit bösartigen Erkrankungen des Nervensystems beschäftigt. Es gibt eine Reihe von Wechselwirkungen zwischen Tumoren und Wolfgang Grisold dem Nervensystem: Krebsleiden können das zentrale (Gehirn, Rückenmark) oder periphere Nervensystem (Nerven, Muskeln) zu verschiedenen Zeitpunkten befallen. Das kann zu sehr unterschiedlichen Folgen wie Rückenschmerzen, Lähmungen, lokalen Schmerzen, Kopfschmerzen, epileptischen Anfällen und zu diffusen neurologischen Ausfällen führen. Andere Wechselwirkungen können durch hormonelle Auswirkungen, Medikamenten-Nebenwirkungen, Infektionen oder Tumorfernwirkungen im Sinn von paraneoplastischen Syndromen auftreten. Bei diesen kommt es zu neurologischen Symptomen, die durch vorwiegend immunologische Tumorwechselwirkungen bedingt sind und zu schweren Beeinträchtigungen führen können. Gemessen an der Häufigkeit sind die Auswirkungen der Krebstherapien im Sinne von Neurotoxizität am wichtigsten, also des schädigenden Einflusses einer Substanz auf Nervengewebe, so Prof. Grisold. Chemo- und Strahlentherapie. Der Begriff Chemobrain beschreibt bei Patienten diffuse, meist psychoorganische Veränderungen, die möglicherweise als Spätfolge der Chemotherapie einzustufen sind. Diese Krankheitsgruppe wird noch kontroversiell diskutiert. Nebenwirkungen von Chemotherapien am peripheren Nervensystem sind häufig und substanzabhängig und verursachen Polyneuropathien. Prof. Grisold: Einige Substanzen führen meist nach mehreren Chemotherapie-Zyklen zu Gefühlsstörungen, manchmal Schmerzen und Beeinträchtigung der Geschicklichkeit mit Funktionseinschränkungen. Die Bedeutung wächst mit verbesserter Chemotherapie und steigt mit der Zahl der Langzeit-Überlebenden an. Besonders störend ist das Coasting. Dabei kommt es nach Absetzen der Chemotherapie noch für Wochen oder Monate zu einer Zunahme der Polyneuropathie-Symptome. Auch bei der Strahlentherapie, die als sehr wirksame Therapie in fast allen Tumortherapien eingesetzt wird, können kalkulierbar und dosisabhängig vorwiegend späte Komplikationen auftreten, die von Tumorrezidiven ( Rückfällen ) abgegrenzt werden müssen. Onkologische Rehabilitation. In den letzten Jahren hat ein spürbarer Paradigmenwechsel in Bezug auf den Zugang zur onkologischen Rehabilitation stattgefunden, so Prof. Grisold. Das beruht nicht nur auf besseren Therapiemöglichkeiten und verlängerten Überlebenszeiten, sondern beinhaltet auch das Konzept, vorhandene Fähigkeiten bestmöglich zu verbessern, um Patienten Selbstständigkeit und optimale Lebensqualität zu ermöglichen. Bei der Therapie der zu behandelnden neurologischen Symptome steht die Schmerztherapie im Vordergrund, sagt Prof. Grisold: Auch die Rolle der Neurologie in der Palliativmedizin nimmt zu. Beispiele sind Zunahmen von neurologischen Komplikationen bei längerem Überleben von Tumorpatienten, wo neurologische Expertise gefragt ist. Bei der ambulanten Versorgung von Patienten hat sich gezeigt, dass im ambulanten Bereich durch spezialisierte Pflegepersonen verbesserte Möglichkeiten für die Patienten- und Angehörigenbetreuung möglich sind. Prof. Grisold: Onkologisch geschulte Pflegepersonen decken die praktischen Aspekte von Pflege bis zur sozialen Versorgung ab. Dieses Modell wird, besonders in Holland, von speziell geschultem Case-Management-Personal durchgeführt. Auch in unserer Ambulanz hat sich ein solches Modell bewährt. (red.) PROMOTION Am 4. September ist es so weit: Das neue Health Service Center der Wiener Privatklinik wird eröffnet Das neue Health Service Center der Wiener Privatklinik, das am 4. September 2014 eröffnet wird, erfreut sich jetzt schon großer Beliebtheit. Viele Top-Mediziner wollen die Möglichkeit nützen, voll ausgestattete Ordinationsräumlichkeiten auf Time-Sharing-Basis zu mieten. Die Nachfrage der Ärzte ist groß, die Ordinationsräumlichkeiten sind fast schon ausgebucht. In dem neuen Gebäude wird nicht nur ein größeres Ordinationszentrum als bisher untergebracht sein. Auch eine Röntgenordination, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, PET-CT und Isotopeninstitut werden sich in dem mit der Klinik über einen unterirdischen Gang verbundenen Health Service Center befinden. Die Räumlichkeiten im Ordinationszentrum werden auf dem allerneuesten Stand sein, ein gediegenes Ambiente versteht sich von selbst. Zu dem großzügigen Eingangsbereich wird man über die Lazarettgasse gelangen wie bisher sind also das AKH und die Universitätskliniken nur wenige Gehminuten entfernt. Bei den fixen Ordinationsräumlichkeiten handelt es sich um unmöblierte, bezugsfertige Räume, die von Medizinern für ihre Praxis angemietet werden können. Um Einrichtung und Organisation kann sich der Arzt selbst kümmern, hat aber alle Untersuchungs- und Behandlungseinrichtungen der WPK im Hintergrund, profitiert von der Nähe zu Ärzten anderer Fachrichtungen im WPK-Health-Service- Center und kann wenn er das wünscht außerhalb der Ordinationszeiten den Telefonservice der WPK als Ansprechstelle für seine Patienten nutzen. Die Nachfrage von Ärzten verschiedenster Fachrichtungen ist groß; viele wollen die Möglichkeit nützen, ihre Patienten im neuen Health Service Center zu empfangen. Die Ordinationen und das Ordinationszentrum sind fast schon ausgebucht aber einzelne schöne Räume sind noch zu haben. WPK Health Service Center Symbolfoto Wir tun alles, um unseren Patienten eine ausgezeichnete Betreuung und unseren Belegärzten ein optimales Arbeitsumfeld zu bieten. KommR Dipl. KH-BW Robert Nikolaus Winkler, MBA, Geschäftsführer der WPK Ordinationszentrum als kostengünstige Alternative Eine Benutzungsvereinbarung, wie sie im derzeitigen Ordinationszentrum angeboten wird, ist eine kostengünstige Alternative zur Errichtung und Unterhaltung einer eigenen Ordination. Man kann Ordinationsräumlichkeiten für einen bestimmten Zeitblock einmal oder mehrmals pro Woche je nach Vereinbarung benützen. Es gibt keine Investitionskosten, da im Ordinationszentrum alle wichtige Infrastruktur bereits vorhanden ist (Standardbüroeinrichtung, Telefon und zentrales Fax, LAN und WLAN-Anbindung, mobiles EKG, Blutdruckmessgerät, Stethoskop, Grundausstattung für die Blutabnahme, Patientenliege, Verbandwagen mit Spritzenaufsatz etc.). Ein gemeinsames Sekretariat erledigt die organisatorischen Aufgaben (Terminvereinbarungen, Arztbriefe, Leistungserfassung, Veranlassung von Untersuchungen und vieles mehr) und ist für die Patienten täglich von Montag bis Freitag erreichbar. Informationen erhalten Sie: WPK Health Service Center Ordinationen und medizinische Büros von m² Anfragen unter: Tel.: +43(0) PEOPLE

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