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2 Ich strebe eine außergerichtliche Konflikt-Lösung an: Wie funktioniert? Ist der geeignete Weg, um meinen Konflikt außergerichtlich zu lösen? Bevor Sie darüber nachdenken, ob die richtige Form zur Konfliktlösung für Sie ist, möchten wir Ihnen darlegen, was ist bzw. welcher rechtliche Schutz Ihnen als Medianten zugutekommt. Voraussetzungen ist eingetragener Mediator (BM für Justiz) und Mitglied im Österreichischen Bundesverband für (Wien) In Österreich ist in Form des Zivilrechts-s-Gesetzes geregelt, so dass folgendes für den eingetragenen Mediator gilt: - Er verfügt über eine staatlich anerkannte sausbildung und damit über die fachliche Qualifikation zur Ausübung der Tätigkeit - Er ist zur Vertraulichkeit und Verschwiegenheit verpflichtet - Er muss bei laufenden Verfahren an das Bundesministerium für Justiz Mitteilung machen - Er kann damit Fristen hemmen - Er verfügt über eine Haftpflichtversicherung und haftet für fahrlässig entstandene Fehler - Er ist zur laufenden Fortbildung verpflichtet - Er schließt mit den Konfliktparteien einen svertrag ab, der ihn von der Aussage vor Gericht befreit (Prinzip Allparteilichkeit ) - Er unterliegt der Verpflichtung, Sie als Medianten auf rechtliche Aspekte Ihres Konflikts hinzuweisen (ohne dabei den Anspruch einer Rechtsberatung zu haben) - Er kann einen o-mediator bestellen - Er führt ein Protokoll (das aber vor Gericht nicht verwendet werden darf) Was ist? Das Gesetz definiert (als) eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein fachlich ausgebildeter, neutraler Vermittler (Mediator) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen. (2) in Zivilrechtssachen ist zur Lösung von Konflikten, für deren Entscheidung an sich die ordentlichen Zivilgerichte zuständig sind. 2 ist also ein außergerichtliches Verfahren der Konfliktregelung, in dem eine allparteiliche / neutrale Person, die selbst keinen Anteil am Konflikt hat, zwischen den Streitparteien vermittelt. Dabei erarbeiten die Konfliktparteien mit dem Mediator Lösungen, die zu so genannten WIN- WIN-Situationen führen. Der Erfolg einer hängt vordergründig von der Bereitschaft der Konfliktpartner ab, eine solche für beide erfolgreiche Lösung zu finden. In der Regel überlassen Konfliktparteien solche Lösungen den Gerichten oder verhandeln diese indirekt über Rechtsanwälte, was nicht immer zur Zufriedenheit beider Parteien führt. hingegen achtet auf Ausgleich und beiderseits anerkannte Lösungen. Im sprozess gilt außerdem, dass Macht, Zwang oder verbale Gewalt (Drohungen etc.) keinen Platz finden. Dafür hat der Mediator Sorge zu tragen und kann bei unablässigen Regelverstößen die abbrechen. Auch die Konfliktpartner können eine einseitig beenden.

3 Das Geheim -Rezept der ist Kommunikation und Bearbeitung von Sichtweisen, Zuhören, Verstehen, Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken. Mit der Hilfe des Mediators gewinnen die Konfliktgegner einen geschärften Blick auf den Konflikt, ihren eigenen Anteil und können sich von einseitigen Beschuldigungen des vermeintlichen Gegners lösen. Konflikte verlaufen (idealtypisch) in 9 Stufen Sie können an dieser Stelle schon eine Einschätzung wagen, auf welcher Stufe Sie derzeit stehen: Vertiefung Abgrund Debatte Zersplitterung Taten Koalitionen Vorbereitung und Regeln Gesichtsverlust Begrenzte Vernichtungsschläge Drohstrategie Bevor Sie eine beginnen können, müssen Sie sich mit dem Konfliktpartner darauf verständigen, dass er diese mit Ihnen gemeinsam will. Hier gilt die Freiwilligkeit beider. Das bedeutet, dass beide Parteien aus Überzeugung diesen Prozess miteinander gehen wollen und auch alle Anstrengungen unternehmen, um den Prozess zu einer WIN-WIN-Situation zu führen. Halbherzige bzw. halb-freiwillige en haben folglich wenig hance auf Erfolg. die Konfliktparteien (Medianten) benennen im Vorfeld alle an der beteiligten Personen bzw. deren mandatierte VertreterInnen; sie formulieren grob den Anlass der sowie die markantesten Streitpunkte; sie verpflichten sich auf Einhaltung folgender grundlegenden Verhaltensregeln: keine Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen; Einstellung alle rechtlichen Betreibungen während des sprozesses Bezahlung des Honorars im Voraus; Besprechung des Prozedere im Falle eines Abbruchs der ; Regeln über das Erstellen und Verbessern von Sitzungs-Protokollen; Unterfertigung des svertrags und Einhaltung der Verschwiegenheit (nach Übereinkunft) Fixierung des Zeitplans (bei eingetragenen MediatorInnen BMJ in Österreich wird mit der Meldung des sbeginns automatisch eine Unterbrechung aller behördlichen Fristen bewirkt); der Verzicht auf andere Verfahren der Konfliktlösung für die Dauer der ; die Regelung von Streitigkeiten, die sich aus dieser svereinbarung ergeben könnten 3 Es ist klar, dass Gefühle und Emotionen im s-verfahren eine sehr wichtige Rolle spielen ihr Ausdruck ist Bestandteil des Lösungsprozesses. Trotzdem muss auf Einhaltung bestimmter Regeln und Grundsätze bestanden werden. ist kein Raum für hemmungsloses und den anderen kränkendes Auskotzen.

4 Möglicher Verlauf einer Der s-prozess kann wird von Friedrich Glasl & Rudi Ballreich als U-Prozess bezeichnet: Vorbereitung / Einleitung der Bereitschaft zur Streithemen Umsetzung 2. Sichtweisen aussprechen, gegenseitig verstehen und anerkennen - Perspektivenwechsel 3. Gefühle spüren, aussprechen, gegenseitig empathisch verstehen und anerkennen 4. Bedürfnisse 6. Übereinkunft Entscheiden, Planen, Verabredungen treffen, Widerstände bedenken 5. Handlungsoptionen Gemeinsame kreative Suche nach Lösungen: Angebote - Nachfrage Dabei geht es darum, die Sichtweisen der Konflikt-Partner zu klären, durch die Unvereinbarkeit hervorgetretene Gefühle zu benennen und in Folge Bedürfnisse auszudrücken und anerkennen. Dieser Schritt führt in der Regel zur so genannten emotionalen Wende und bildet die Voraussetzung wieder Mitgefühl für den Gegner zu empfinden. Auf dieser vertrauensvollen Basis erarbeiten die Medianten alternative Optionen zu ihrem vorangegangenem Handeln und Tun. Hier beginnt die praxis-taugliche Umsetzung in kleinen Schritten. Diese sind wiederum die Basis für Vertrauensbildung und eine nachhaltige positiv besetzte Beziehung zwischen den Parteien. 4

5 Anlässe für gelingende sind In folgenden Konflikt-Situationen konnte bereits Erfolge erzielen und gilt als Alternative zu Gerichtsverfahren: Scheidungsmediation Kunden-Lieferanten- mediation bzw. Wirtschafstmediation Regeln für die Verögensentflechtung, für Unterhaltsverpflichtungen, Besuchs- und Sorgerechte Strittige Leistungen und Vertragsbedingungen klären Konfliktregelung innerhalb von Organisationen, Schulen, öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser etc. zur Regelung einer Betriebsübergabe Bauprojekt- Sportmediation Nachbarsmediation Umweltmediation Täter-Opfer-, Mobing Schul- Konfliktregelung zwischen Mitarbeitern oder Leistungsträgern etc. (statt Kündigung) Familien-Konflikte, Generationskonflikte lösen Bauträger, Baufirmen, Architekten etc. Regelung vereinsinterner Streitigkeiten Streitigkeiten über Beeinträchtigung durch den Baumwuchs, über Geh- und Fahrrechte, durch Lärmbelästigung usw Konflikte bei Straßenbau-Projekten, Eisenbahn, Starkstrom, Flughafenprojekte außergerichtliche Tatausgleich, Verstöße gegen das Strafrecht Konklikte zwischen Eltern, Schülern, Lehrern ect. 5 Quellen (eingesehen am ) ÖBM Österreichischer Bundesverband : D A H e.v., Deutschland, Austria, Schweiz: Europäischer Berufsverband für eigenständige e.v.:

6 Kontakt Stafflerstraße 1/ 1.OG /O Tyrodat 6020 Innsbruck Österreich Tel +43 (0) 512 / Fax +43 (0) 512 / Mobil +43 (0) 664 / Gewerbeinhaber Mag. : Stadtmagistrat Innsbruck, Gewerberegisternummer Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation gem. 94 Z 74 GewO 1994 Die in dieser Publikation verwendeten Bilder sind Eigentum von Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich

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