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1 Business-Plan Ein sorgfältig ausgearbeiteter Business-Plan ist die Grundlage für Ihren erfolgreichen Start in die Selbständigkeit. Er hilft Ihnen, die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten Ihres Vorhabens richtig einzuschätzen und dient den Kreditinstituten, der Industrie- und Handelskammer oder anderen externen Stellen als Grundlage, die Realisierbarkeit des Existenzgründungsvorhabens zu prüfen. Zum Business-Plan gehören: Konzept (Beschreibung des Existenzgründungsvorhaben) Lebenslauf (Ausbildung, beruflicher Werdegang, Branchenerfahrung, tabellarisch) Kapitalbedarfsplan Finanzierungsplan Ertragsvorschau (Umsatz-, Kosten- und Gewinnerwartung) Sofern erforderlich: Liquiditätsplanung (Gegenüberstellung von Ein- und Auszahlungen) Mietvertrag, Gesellschaftsvertrag (ggf. Entwürfe) Kaufvertrag, Bilanzen/hresabschlüsse, aktuelle betriebswirtschaftl. Auswertung (bei Firmenkauf/Beteiligung) Kooperationsvertrag (z.b. Franchise-Vertrag, ggf. Entwurf) Tipp zum Konzept Eine präzise Beschreibung des V orhabens bildet den Kern eines jeden Gründungs- Konzeptes. Darin erläutern Sie alle für Ihre Geschäftsidee wichtigen Punkte auch solche, die sich für Sie als Hindernisse oder Schwierigkeiten erweisen könnten. Je nach Art Ihrer künftigen Tätigkeit werden die Schwerpunkte in der Beschreibung variieren. Machen Sie deutlich, welche besondere Zielsetzung Sie haben und inwieweit Sie sich von der Konkurrenz abheben. Je ausführlicher und präziser die Beschreibung ausfällt, desto besser. Denn wenn Sie mit Ihrer Bank über Geld re den, müssen Sie ein detailliertes Gründungs-Konzept vorlegen. Die Bank beurteilt auf der Grundlage Ihres Gründungs-Konzeptes, ob sie Ihre Geschäftsidee für realistisch, umsetzbar und damit auch für finanzierbar hält. Tipp zum Kapitalbedarfsplan Tragen Sie für Ihre Investitionen und Gründungsnebenkosten die voraussichtlichen Beträge ein, die einmalig zur Gründung oder Betriebsübernahme anfallen. Kalkulieren Sie demgegenüber Ihren Betriebsmittelbedarf möglichst durch einen Liquiditätsplan unterlegt für die Anlaufphase (nicht zu knapp). Viele Gründungen scheitern wegen einer unzureichenden Kapitalausstattung. 1

2 Tipp zum Finanzierungsplan Ihre Eigenmittel bilden die Grundlage für eine solide Unternehmensfinanzierung. Sie sollten in angemessenem Umfang (mind. 15%) eingesetzt werden, um eine möglichst krisenfeste Finanzierung zu erreichen. Prüfen Sie, ob günstige staatliche Finanzierungshilfen wie Darlehen, Zuschüsse, Beteiligungen, Bürgschaften in Frage kommen. Tipp zur Ertragsvorschau Zu den wichtigsten wohl aber auch schwierigsten Berechnungen im Rahmen des Business-Plans zählt die Ertragsvorschau. Wenn auch eine derartige Prognose naturgemäß mit Unwägbarkeiten behaftet ist, so sollten Sie doch in der Lage sein, die Erfolgschancen Ihres Leistungsangebotes möglichst realistisch einzuschätzen. Daraus beantwortet sich die zentrale Frage, ob Sie mit Ihrem Vorhaben eine tragfähige Vollexistenz erreichen und Ihren künftigen finanziellen Verpflichtungen nachkommen können. Beachten Sie, dass Ihre geschäftlichen Erwartungen mit Ihren individuellen betrieblichen Kapazitäten übereinstimmen. Erläutern Sie Ihre Umsatzprognose (Menge, Preis der Produkte/Dienstleistungen). Da der Geschäftserfolg in der Aufbauphase meist geringer und später als geplant eintritt, sollten Sie eine zu optimistische Darstellung vermeiden. Lassen sich die Absatzchancen für Ihre Produkte/Dienstleistungen nur schwer abschätzen, bietet eine zunächst auf Kostendeckung angelegte Planung eine grobe Orientierung. Bitte beachten Sie Folgendes: Alle Kosten beziehen sich auf den Gewerbebetrieb, nicht auf den privaten Sektor. Die Personalkosten sollten nicht nur die Bruttogehälter und -löhne enthalten, sondern auch die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und freiwillige soziale Aufwendungen. Berücksichtigen Sie in der Ertragsvorschau die Kreditzinsen; die Tilgungsbeträge sind von den Überschüssen aufzubringen. Abschreibungen sind der Begriff für die Absetzung kalkulatorischer Beträge für die Abnutzung der Sachanlagen; sie umfassen auch die Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter. Quelle: IHK Hamburg / BMWi Ihr Ansprechpartner bei der IHK Reutlingen ist Ute Brandner Tel , Fax , Stand: 01. Oktober 2006 Für die Richtigkeit aller Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. 2

3 Checkliste 1 Unternehmertest Frage Antwort Punkte 1. Die Aufstiegschancen und Verdienstmöglich- a) Weniger gut 2 Pkt. keiten bei Ihrem bisherigen Arbeitgeber sind für Sie allgemein als Arbeitgeber/in (in Ihrem Beruf) b) c) Durchschnittlich Sehr gut 2. Glauben Sie, dass Sie als Selbständige/r noch a) Kein Grund zur Beunruhigung 2 Pkt. ruhig schlafen können, wenn Sie an die möglichen Unsicherheiten einer unternehmerischen Existenz denken? b) Werde damit leben c) Bin eher unsicher 3. Hat Ihr/e Ehepartner/in oder Ihr/e Lebensge- a), in jedem Fall 2 Pkt. fährte/-in eine positive Einstellung zur beruflichen Selbständigkeit, und ist er/sie bereit, Sie bei Ihren Gründungsaktivitäten in den ersten hren zu unterstützen? b) c), zum Teil, eher nicht Prüfen Sie zu welchen Opfern Sie bereit sind! d) Single/keine feste Beziehung 4. Sind Sie bereit, zumindest in den ersten hren a), in jedem Fall 2 Pkt. 60 oder mehr Stunden zu arbeiten? b) Mit gewissen Einschränkungen c), in keinem Fall 5. Können Sie für wenigstens zwei hre weit- a), in jedem Fall 2 Pkt. gehend auf Urlaub, Freizeit und Familienleben verzichten? b), eventuell c), eigentlich nicht 6. Wollen Sie riskieren, in dieser Zeit kein a), in jedem Fall 2 Pkt. regelmäßiges Einkommen zu erzielen? b), eventuell c), nur ungern Prüfen Sie Ihre Fitness! 7. Waren Sie in den letzten hren durchweg a) Ich war praktisch nie krank 2 Pkt. körperlich fit und leistungsfähig? b) c) Ich war nur gelegentlich krank Ich war häufiger/für längere Zeit krank 8. Halten Sie auf Dauer auch Stresssituationen a) Überwiegend 2 Pkt. stand, weichen Sie solchen Situationen nicht aus, sondern gehen die notwendigen Problemlösungen an? b) Eher c) Nur sehr bedingt 9. Sind Sie beruflich schon gewohnt, sich selber a), sehr häufig 2 Pkt. Ziele zu setzen und diese ohne Druck durch Vorgesetzte selbständig zu verfolgen? b) Manchmal c) Nur ausnahmsweise 3

4 Checkliste 1 Unternehmertest Frage Antwort Punkte Prüfen Sie Ihre Ausbildung und Erfahrung! 10. Passt Ihre Berufsausbildung (praktische Erfahrung) zur Branche, in der Sie sich selbständig machen wollen? a) b), in jedem Fall Nur zum Teil 2 Pkt. 11. Konnten Sie in Ihrem Berufsleben schon Führungserfahrungen sammeln, das heißt, hatten Sie die Arbeit von Mitarbeitern zu organisieren und zu kontrollieren? 12. Besitzen Sie eine gut fundierte kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Ausbildung und/oder entsprechend zu bewertende Erfahrung? 13. In welchem Umfang konnten Sie bisher Vertriebserfahrung sammeln? c) a) b) c) a) b) c) a) b), mehrjährige Führungserfahrung Höchstens 2-jährige Führungserfahrung Keine Führungserfahrung, umfangreiche Qualifikation, ich bin ausreichend qualifiziert Keine derartige Ausbildung od. Erfahrung Mehrjährige Vertriebserfahrung Bis zu zweijährige Vertriebserfahrung 2 Pkt. 2 Pkt. 2 Pkt. Prüfen Sie Ihre finanziellen Voraussetzungen! 14. Haben Sie ein finanzielles Polster, so dass Sie sich in einer gewissen Unabhängigkeit von Banken oder anderen Kapitalgebern selbständig machen können? 15. Kann Ihr/e Ehepartner/in oder Ihr/e Lebensgefährte/in durch sein/ihr Einkommen für den gemeinsamen Lebensunterhalt sorgen oder haben Sie andere sichere Einkommensquellen? c) a) b) c) a) b) c) Keine oder geringe Vertriebserfahrung, in jedem Fall, mit Einschränkungen, in jedem Fall, mit Einschränkungen, gar nicht 2 Pkt. 2 Pkt. Auswertung und Auflösung des Tests: Addieren Sie Ihre Punktzahl aus den Antwortalternativen und lesen Sie dann die folgende Bewertung. Ein solcher kurzer Selbstcheck kann nur erste Hinweise geben. Suchen Sie in jedem Fall das Gespräch mit professionellen Beratern und mit Ihrer Familie, die von Ihrem Vorhaben üblicherweise direkt betroffen ist und daher nicht nur um Rat, sondern auch um Unterstützung gebeten werden sollte Punkte: Sie sollten sich noch einmal die Frage stellen, ob Sie wirklich eine unternehmerische Tätigkeit anstreben wollen oder ob Sie als Angestellte/r nicht doch ein für Sie persönlich besser geeignetes Arbeitsumfeld vorfinden Punkte: Das Ergebnis fällt für Sie nicht eindeutig aus. Es wird nicht deutlich genug, ob Sie besser in abhängiger Beschäftigung oder als Selbständiger arbeiten sollten. Suchen Sie nach zusätzlichen Informationen, und reden Sie mit möglichst vielen Menschen, zu denen Sie Kontakt haben, über dieses Thema Punkte: Sie stehen emotional, aber auch von der praktischen Motivation her voll hinter der Entscheidung, sich selbständig zu machen. Offensichtlich bringen Sie auch persönlich im Hinblick auf die Umfeldbedingungen die entsprechenden Voraussetzungen für eine unternehmerische Selbständigkeit. Abdruck mit Genehmigung von Prof. Dr. Heinz Klandt, Stiftungslehrstuhl für Gründungsmanagement und Entrepreneurship, pean Business School, Oestrich-Winkel. 4

5 Checkliste 2 Businessplan 1. Geschäftsidee Was ist Ihre Geschäftsidee (Produkt oder Dienstleistung)? Welchen Nutzen hat Ihr Angebot? Wie bekannt ist Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung? Welchen Service bieten Sie? Was bieten Sie im Unterschied zum Wettbewerb? Warum soll jemand Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung kaufen? 2. Persönliche Voraussetzungen Welche schulische bzw. berufliche Ausbildung haben Sie? Welche Fähigkeiten haben Sie (nicht), um ein Unternehmen zu führen? Besitzen Sie ausreichende kaufmännische Kenntnisse? Ist Ihre berufliche Qualifikation für eine Selbständigkeit ausreichend? Welche Erfahrungen haben Sie in der Branche Ihres Unternehmens? Welche finanziellen Verpflichtungen haben Sie? Wie ist es um Ihre Gesundheit bestellt? Wer hilft Ihnen bei Krankheit oder Unfall? Unterstützt Ihr Partner Ihr Geschäftsvorhaben? 3. Markteinschätzung Welche Kunden sprechen Sie an? Kennen Sie die Wünsche Ihrer Kunden? Wie groß ist das Marktvolumen dieser Zielgruppe? Welche Kosten veranschlagen Sie für Ihre Marketingaktivitäten? Sind Sie von wenigen Großkunden abhängig? Haben Sie schon Kundenkontakte? Kennen Sie für Ihren Markt Betriebsvergleichszahlen der Kammer oder Verbände? 4. Wettbewerbssituation Treten Sie als einziger Anbieter in einem neuen oder als zusätzlicher in einem bereits bestehenden Markt auf? Wer sind die Konkurrenten? Welchen Service bieten Sie zu welchen Preisen? Wo ist die Konkurrenz besser/schlechter als Sie? Wie können Sie Ihren Kunden mehr nutzen bieten? 5. Produktions-/Dienstleistungsfaktoren Wie wollen Sie Ihre Betriebsprozesse strukturieren (vom Einkauf über die Herstellung bis zum Vertrieb)? Welche Materialien, Maschinen, Einrichtungen brauchen Sie zur Herstellung Ihres Produktes bzw. zur Bereitstellung Ihrer Dienstleistung? Was benötigen Sie zum Vertrieb Ihres Produktes/Ihrer Dienstleistung? Wie stellen Sie Ihre Bevorratung sicher? Welche Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen benötigen Sie für welche Zeiträume? Welche Teilleistungen können Sie bei Lieferanten einkaufen? 6. Standortwahl Welche Bedingungen muss der Standort erfüllen? Kennen Sie geeignete Standorte? Gibt es genügend Kunden im Einzugsgebiet des Standortes? Wie ist die Verkehrsanbindung des Standortes? 7. Zukunftsaussichten Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Firma gesetzt? Mit welchen Maßnahmen wollen Sie dieses Ziel erreichen? Wie könnte die Entwicklung in der Branche aussehen? Wie wird sich die Nachfrage nach Ihrem Angebot entwickeln? Rechnen Sie mit mehr Konkurrenten auf Ihrem Markt? Wie reagieren Sie auf negative Markt-/Nachfrageveränderungen? Gibt es vergleichbare Branchen, die Orientierungshilfen bieten? Der Unternehmensplan ist sozusagen das Konzept für Ihre Existenzgründung. In ihm beschreiben Sie alle für Ihre Geschäftsidee wichtigen Punkte - auch solche, die sich für Sie als Hindernisse oder Schwierigkeiten erweisen könnten. Je ausführlicher die Beschreibung ausfällt, desto besser. Denn wenn Sie mit Ihrer Bank über Geld reden, müssen Sie einen detaillierten Unternehmensplan vorlegen. Die Bank beurteilt auf der Grundlage Ihres Unternehmensplans, ob sie Ihre Geschäftsidee für realistisch, umsetzbar und damit auch für finanzierbar hält. Der nebenstehende Fragenkatalog hilft Ihnen, einen Unternehmensplan zu erarbeiten. Er kann notwendigerweise nur einen Orientierungsrahmen vorgeben. Erweitern Sie ihn deshalb um Fragen und Gesichtspunkte, die für Ihre Geschäftsidee von Bedeutung sein können. (Übrigens: Die gesonderten Checklisten Investitionsplan, Liquiditätsplan, Finanzierungsplan und Rentabilitätsvorschau sind Bestandteil des Unternehmensplans.) 5

6 8. Weitere Aspekte Rechtsform: Welche Rechtsform soll ihr Unternehmen haben? Welche Gesellschafterstruktur planen Sie? Bei mehreren Gesellschaftern: Wer übernimmt welche Funktionen im Unternehmen? Genehmigungen: Welche Genehmigungen brauchen Sie für Ihren Betrieb? Benötigen Sie für Ihre Tätigkeit eine spezielle Zulassung? Flächen/Räume: Wie viel Gewerbefläche (Räume) benötigen Sie? Kennen Sie die marktüblichen Preise dafür? Haben Sie sich nach mietgünstigen Flächen (z.b. in kommunalen Gewerbeparks) erkundigt? Versicherungen: Welche Versicherungen benötigen Sie für Ihren Betrieb? Welche Versicherungen sollten Sie für Ihre Familie abschließen? Wie sichern Sie als Selbständiger Ihre Altersversorgung? 6

7 Checkliste 3 Investitionsplan Wie viel Kapital benötigen Sie für Ihr Unternehmen? Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung die benötigten lang-, mittel- und kurzfristigen Mittel sowie die Betriebsmittel (Summe der Positionen 4.1. bis 4.17 der Checkliste "Rentabilitätsvorschau") und die Gründungskosten. 1. langfristige Investitionen Grundstück/Gebäude Bau- bzw. Umbaumaßnahmen Maschinen, Geräte Einrichtungen/Büroausstattung Firmenfahrzeuge einmalige Patent-, Lizenz- oder Franchisegebühren Gesamt 2. mittel- und kurzfristige Investitionen Warenlager/Materiallager Reserve für Unvorhergesehenes in der Anlaufphase Rohstoff-, Hilfs- und Betriebsstoffe Kosten für übernommenes Warenlager Gesamt 3. Betriebsmittel 4. Gründungskosten Beratungen Anmeldungen/Genehmigungen/Eintragung in das Handelsregister Notar Gewerbeanmeldung Aus- und Fortbildungskosten Kaution Markteinführungskosten Gesamt Gesamter Kapitalbedarf in Wie soll nun die Finanzierung der erforderlichen Investitionen erfolgen? Prüfen Sie zuerst, wie viel Eigenmittel Sie für Ihr Vorhaben einsetzen können. Je mehr Eigenmittel Ihnen zur Verfügung stehen, desto leichter wird auch die Beantragung von Krediten. Die Checkliste "Eigenkapital" soll Ihnen helfen, einen Überblick über Ihr mögliches Eigenkapital zu erhalten. 7

8 Checkliste 4 Eigenkapital Vorhandenes Eigenkapital Barvermögen (BV) vorhandenes BV Angaben in für das Vorhaben einsetzbares BV Bankguthaben Wertpapiere Beteiligungen vorhandenes Vermögen für das Vorhaben einsetzbares Vermögen in voller Höhe für das Vorhaben einsetzbar Bausparverträge Bausparguthaben für wohnwirtschaftliche Zwecke können für das Vorhaben eingesetzt werden Unbare betriebsnotwendige Sacheinlagen können für das Vorhaben berücksichtigt werden, wenn sie im Investitions- und Finanzierungsplan eingesetzt werden, ihr Wert realistisch bewertet wurde und sie vollständig aus Eigenmitteln finanziert wurden Eigenleistungen können für das Vorhaben berücksichtigt werden, sofern sie aktivierungsfähig sind Verwandtendarlehen können für das Vorhaben als Eigenmittel berücksichtigt werden, sofern sie langfristig zur Verfügung gestellt werden und keine Absicherung gefordert wird vorhandene Bausparverträge vorhandene unbare Vermögenswerte mögliche Eigenleistungen insgesamt Höhe der möglichen Verwandtendarlehen für das Vorhaben einsetzbare Bausparverträge für das Vorhaben einsetzbare unbare Vermögenswerte für das Vorhaben anrechenbare Eigenleistungen für das Vorhaben einsetzbare Verwandtendarlehen Schenkungen Höhe der Schenkung für das Vorhaben einsetzbarer Wert Mittel, die Sie ohne Bedingung erhalten: diese sind in voller Höhe als Eigenmittel anzusetzen Von privaten Dritten ungesichert zur Verfügung gestellte Mittel Höhe der Mittel für das Vorhaben einsetzbare Mittel Eigenmittel insgesamt Summe der vorhandenen Eigenmittel für das Vorhaben einsetzbare Mittel 8

9 Vorhandene Sicherheiten Haus- und Grundbesitz i. d. R. wird eine Beleihung von 50% erwartet Lebensversicherung (LV) i. d. R. erscheint eine Beleihung bis zu 90% des Rückkaufwertes vertretbar Haftung/Bürgschaft Dritter Beleihungswert Rückkaufswert Höhe noch freie Beleihungsmöglichkeiten noch freie Beleihungsmöglichkeiten Höhe Sicherheiten insgesamt Summe der vorhandenen Sicherheiten Summe der für das Vorhaben herangezogenen Sicherheiten 9

10 Checkliste 5 Finanzierungsplan (Kapitalbedarf) Eigenmittel (mind. 15%) Barvermögen Sacheinlagen/Eigenleistungen (aktivierungsfähige) Verwandtendarlehen/Drittmittel (langfristig/ungesichert) Beteiligungskapital Summe Fremdmittel (nach Beratung durch Bank, KfW, IHK) Mikrodarlehen StartGeld ERP-Kapital für Gründung (max. 25%) Unternehmerkredit (evtl. Bürgschaft) ERP-Kapital für Wachstum (max. 40%) Hausbank (evtl. Bürgschaft) Sonstige Finanzierungsmittel Summe in in 10

11 Checkliste 6 Private Ausgaben Ermitteln Sie zuerst, wie viel Sie im hr verdienen müssen, um zumindest Ihre privaten Kosten (und die Ihrer Familie) zu decken. Beispiel Ihre Zahlen Steuern auf das Einkommen Krankenversicherung Rentenversicherung Lebensversicherung private Miete Lebensunterhalt " = benötigte private Einnahmen (also Ihr notwendiger Mindestlohn) benötigte private Einnahmen " + sonstige private Ausgaben " = Summe aller privaten Ausgaben, die also mindestens erwirtschaftet werden müssen

12 Checkliste 7 Gewinnplan oder Rentabilitätsvorschau Ermitteln Sie nun, ob Ihr Unternehmen im hr zu-mindest alle Ihre privaten Ausgaben deckt oder sogar mehr abwirft. Beispiel Prozent Ihre Zahlen Erwarteter Umsatz " - Wareneinsatz % 53% " = Rohgewinn I % " - Personalkosten *) Löhne/Gehälter Weihnachtsgeld Urlaubsgeld Vermögenswirksame Leistungen % " = Rohgewinn II % " - Sachgemeinkosten Miete, Pacht, Heizung Gas, Wasser, Strom Versicherungen, Steuer, Beiträge Fahrzeugkosten Werbung, Reisekosten, Repräsentation Instandhaltung, Maschinen, Geräte Bürobedarf, Telefon Steuerberater, Buchführung % " - Rohgewinn Zinsen % " - Rohgewinn Abschreibungen (Wertminderung Ihrer Investitionen) % " = hresüberschuss % *) Unternehmerlohn nur bei Kapitalgesellschaften Der hresüberschuss im Beispiel deckt genau die privaten Ausgaben unseres Beispiel-Unternehmers. Nicht abgedeckt sind dabei Tilgungsbeiträge oder eine Reserve für unvorhergesehenes. Ein wirklicher Gewinn müsste also deutlich höher als diese Summe sein. Welcher Umsatz bzw. Gewinn erreichbar ist, lässt sich in einigen Branchen anhand von Vergleichsdaten ermitteln. Gewinnspannen für das sog. Kleingewerbe ermitteln die Oberfinanzdirektion mit Hilfe sogenannten Richtsatzsammlungen. 12

13 Checkliste 8 Rentabilitätsvorschau Alle Beträge in und ohne Mwst. Geschäftsjahr 1 Geschäftsjahr 2 Geschäftsjahr 3 W 1. Nettoumsatz - 2. Wareneinsatz = 3. Rohertrag/Gewinn - 4. Aufwendungen 4.1. Personalkosten *) 4.2. Miete 4.3. Courtage 4.4. Kaution Mieträume 4.5. Heizung, Strom, Wasser, Gas 4.6. Werbung 4.7. Kraftfahrzeugsteuer 4.8. Reisekosten 4.9. Telefon, Fax, Internet Büromaterial Verpackung Reparatur/Instandhaltung Versicherungen **) Beiträge Leasing Buchführungskosten, Beratung Sonstige Ausgaben Zinsen Sonstige Aufwendungen Gewerbesteuer Summe Aufwendungen = 5. Betriebsergebnis - 6. Abschreibungen - 7. Steuern auf Einkommen und Ertrag = 8. hresüberschuss/-defizit - 9. Tilgungskosten Private Versicherungen ***) = 11. Verfügbares Einkommen vor Steuern *) Unternehmerlohn nur bei Kapitalgesellschaften **) z. B. Betriebshaftpflicht, Feuer, Glas, Wasser ***) z. B. Kranken- und Pflegeversicherung, private Altersversorgung, Unfallversicherung 13

14 Checkliste 9 Liquiditätsplan Alle Beträge in 1. Einzahlung 1.1. Umsatz (inkl. MwSt.) 1.2. Sonst. Einzahlungen 1.3. Summe Liquiditäts-Zugang 2. Auszahlungen 2.1. Anlageinvestitionen 2.2. Personal 2.3. Material/Waren 2.4. Betriebsausgaben 2.5. Kredittilgung 2.6. Zinsen 2.7. MwSt Steuern 2.9. Privatentnahmen Sonstige Auszahlung Summe Liquiditäts-Abgang 3. Liquiditätssaldo (1.3 minus 2.11.) 4. Liquiditätssaldo kumuliert 5. Kapitalbedarf 6. Kapitalbedarf kumuliert 7. Finanzierung 7.1. Eigenkapital 7.2. Fremdfinanzierung 1. Geschäftsjahr 2. Geschäftsjahr Quartal 1 Quartal 2 Quartal 3 Quartal 4 Summe Quartal 1 Quartal 2 Quartal 3 Quartal 4 Summe 14

15 Checkliste 10 Standort Stehen mehrere Standorte zur Auswahl, hilft eine einfache Methode zur Bewertung: Unsere Checkliste enthält eine Reihe von Standort-Faktoren. Zuerst werden diese Faktoren nach ihrer Wichtigkeit bewertet, indem man jedem eine Gewichtungszahl von 1 bis 10 gibt. Dabei ist 10 besonders wichtig, 7 wichtig, 5 weniger wichtig und 1 unwichtig. Zwischenstufen sind möglich. Nun werden die Standort-Faktoren der verschiedenen Standorte mit Noten bewertet. Hier ist z. B. 5 sehr gut, 4 gut, 3 mittel, 2 schlecht und 1 sehr schlecht. Die Punktwertungen werden dann mit den vorher vergebenen Gewichtungszahlen multipliziert. Dann kann man die Ergebnisse für jeden Standort zusammenrechnen. Der Standort mit der höchsten Punktzahl entspricht danach am besten den Anforderungen. Einschlussfaktoren - A - Punkte - B - Punkte Gewichtung Standort- Bewertung Standort- Bewertung Standort- Bewertung - C - Punkte Kundennähe Verkehrslage (Straßen, ÖPNV, Fußgängerzone) Kundenparkplätze Energieversorgung Verfügbare Fachkräfte/ Personal Konkurrenzsituation Kosten Höhe der Gewerbesteuer Materialversorgung/ Lieferanten Vorgeschriebene Umweltschutzmaßnahmen (Lärm, Geruch, Staub, Chemikalien, Abfall) Erweiterungsmöglichkeite Summe der Punkte Rangstelle 15

16 Checkliste 11 Betriebsräume Die Ausstattung Ihrer Betriebsräume ist nicht allein Ihrem Geschmack überlassen oder allein abhängig von den konkreten tagtäglichen Arbeitsabläufen. Die Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenrichtlinien machen Vorgaben zu Raumabmessung / Raumhöhen Verkehrswegen Raumtemperaturen / Raumlüftung Toiletten, Wasch- und Pausen Belichtung / Beleuchtung sowie Umkleideräumen Sichtverbindungen Schallpegelwerten Außerdem haben die Gewerbeordnung, die Unfallverhütungsvorschriften, die Emissionsschutzgrenzwerte der Technischen Anleitung (TA)-Lärm und TA-Luft Einfluss auf Ihren laufenden Betrieb. Die für Sie gültigen Vorschriften erhalten Sie über die zuständige Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt. Checkliste zur Art und Ausstattung der Betriebsräume 1. Wie viele Räume brauchen Sie? Reicht die Zahl der Betriebsräume für Ihr Unternehmen aus (Werkstatt, Büros, Verwaltungsräume, Lager, Laden, Toiletten, Wasch- und Umkleideräume, Pausenräume, Archiv)? 2. Sind diese Räume groß genug? 3. Reichen Freiflächen und Parkplätze? 4. Reichen Zufahrtsmöglichkeiten für LKW, Lieferwagen und PKW? 5. Liegen die Räume passend (ebenerdig)? Können sie über mehrere Geschosse verteilt sein? 6. Sind besondere Vorkehrungen zum Unfallschutz erforderlich? 7. Sind besondere Vorkehrungen zum Emissionsschutz erforderlich? 16

17 Checkliste 12 Betriebsübernahme Prüfen Sie den Betrieb, den Sie übernehmen wollen. Je öfter Sie die folgenden Fragen mit beantworten, desto günstiger scheint Ihr Übernahme-Angebot zu sein. Je öfter Sie mit Mittel oder antworten, desto dringender sollten Sie Experten um Rat fragen. Checkliste 1. Voraussetzungen Sind Ihre Berufs- und Branchenerfahrungen ausreichend? Sind die gesetzlichen Voraussetzungen für die Betriebsübernahme leicht zu erfüllen? 2. Betrieb Waren die Gewinne der letzten hre ausreichend? Ist der Ruf des Betriebes gut? Hat der Betrieb viele Kunden? Sind die Umsätze, die mit diesen Kunden regelmäßig getätigt werden, hoch? Werden Sie mit diesen Kunden ausreichend vertraut gemacht? Sind die Maschinen leistungsfähig? Können Sie damit noch lange konkurrenzfähig sein? 17

18 Sind die Investitionen, die in nächster Zeit erforderlich sind, auch im Hinblick auf den Umweltschutz, hoch? Bei Familienbetrieben: Stellt die Erbregelung sicher, dass Sie den Betrieb auch langfristig weiterführen können? 3. Branche Sind die Zukunftsaussichten in der Branche gut? Ist die absehbare Konkurrenzentwicklung günstig für Sie? 4. Standort Kann der Standort langfristig gut gesichert werden (Siedlungsbau, Sanierung, Verkehrsführung)? Sind die baurechtlichen und bauplanrechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb gut? Sind die Geschäftsräume für eine rationelle Fertigung bzw. die richtige Warenpräsentation geeignet? Ist das Betriebsgrundstück frei von Schadstoffen? 5. Mitarbeiter/innen Sind die Mitarbeiter/innen gut qualifiziert? Gut motiviert? Sind Die frei von Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeiter/innen? Werden viele Mitarbeiter/innen auch bei Ihnen weiterarbeiten? 18

19 Checkliste 13 Franchise Es gibt viele seriöse und ausgereifte Franchise-Konzepte, aber auch viel schwarze Schafe auf dem Markt. Der erstbeste Franchise-Geber muss bei weitem nicht der Beste sein. Je öfter Sie ankreuzen, umso sicherer fahren Sie mit dem jeweiligen Angebot. Checkliste 1. Prüfen Sie den Franchise-Anbieter Gibt es für die angebotenen Waren und Dienstleistungen des Franchise-Gebers eine langfristige nachfrage in Ihrer Region? Hat die spezielle Geschäftsidee gegenüber den Mitbewerbern am Markt konkrete Vorteile? Halten sich die anfallenden Gebühren und Umsatzbeteiligungen, Investitionssummen und Einkaufspreise im marktüblichen Rahmen? Sind wirklich alle Kosten, kalkulatorische wie der Unternehmerlohn eingeschlossen, durch die Handelsspanne vollständig abgedeckt? Ist der Anbieter dem deutschen Franchise-Verband in München angeschlossen? 2. und den Vertrag Sind die Leistungen des Franchise-Gebers (Schulungen, betriebliche Unterstützung, Marketing- Pakete, Handbuch) vertraglich fixiert? Gibt es Werbe- und Produktbeiräte als Interessenvertreter des Franchise-Nehmers? Honoriert der Lizenzgeber bei Vertragsablauf die bisherige Aufbauleistung? Erkennt die Deutsche Ausgleichsbank in Bonn-Bad Godesberg den Vertrag an? 19

20 Checkliste 14 Personal-Einstellung Übersicht Einstellungs-Unterlagen Folgende Unterlagen sind vom Arbeitnehmer bei der Einstellung vorzulegen bzw. vom Arbeitgeber zu erstellen: Checkliste Vorlagepflicht für Arbeitnehmer Aufbewahrungspflicht für Arbeitgeber Zeitraum bestimmt Aushändigungspflichten für Arbeitgeber vorläufig Unbestimmt Ausführungspflichten für Arbeitgeber Übermittlungspflichten für Arbeitgeber Lohnsteuerkarte Versicherungsnachweisheft Mitgliedsbescheinigung Ersatzkasse Krankenversicherung Arbeitserlaubnis ausländischer Arbeitnehmer Urlaubsbescheinigung 20

21 Checkliste 15 Versicherungen Wie viele Versicherungen braucht der Mensch? Und wie viele Versicherungen braucht ein Unternehmen? Diese Frage wird zwar oft gestellt, geht aber am Kern des Problems vorbei. Nicht die Zahl der Policen ist entscheidend, sondern ein am Bedarf orientierter Versicherungsschutz. Deshalb heißt eine Grundregel: Nicht so viele Policen wie möglich, sondern so viele Versicherungen wie nötig. Unterversicherung sollte dabei ebenso vermieden werden wie Über- oder Doppelversicherung. Mit Hilfe der folgenden Checkliste können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Risiken Sie in Ihrem Unternehmen versichern sollten und welche nicht. Fragen Sie sich bei jeder Gefahrenart, wie hoch das Risiko im schlimmsten Fall ist. Ob Sie es selbst tragen können oder ob Sie es in jedem Fall versichern sollten. So können Sie sich auf das Gespräch mit Ihrer/m Versicherungsfachfrau/-fachmann vorbereiten. Dabei gehen Sie am besten so vor: Jedes der erwähnten Risiken stufen sie durch Ankreuzen danach ein, ob es für Ihren Betrieb als groß, mittel oder klein anzusehen ist. Besteht für eine oder mehrere große Gefahren kein Versicherungsschutz, sollten Sie sich unbedingt mit einer/m Versicherungsfachfrau/-fachmann in Verbindung setzen. Aber auch wegen der mittleren und kleineren Risiken sollten Sie sie/ihn bei Gelegenheit ansprechen, denn oft lassen sich diese prämiengünstig in bestehende Verträge einbeziehen. Allerdings braucht nicht jegliches Risiko abgesichert zu sein. Es gibt Versicherungen, die Sie unbedingt abschließen sollten, andere können Sie nachholen, wenn das Geschäft läuft. Andere wiederum sind verzichtbar, weil die Risiken in Ihrem Unternehmen nicht vorkommen oder sehr selten eintreten Betriebliche Versicherungen Ein Selbständiger muss zwangsläufig viele Risiken in Kauf nehmen, denn gerade beim Unternehmer liegen Risiken und Erfolg oft eng beieinander. Dabei bedrohen nicht nur abschätzbare unternehmerische Risiken, sondern auch unvorhersehbare Gefahren das Unternehmen. Manches Unternehmen, sowohl bei Neugründung als auch in der Konsolidierungsphase, ist schon an hohen Haftpflichtansprüchen Dritter, Ausfall wichtiger Maschinen, schadensbedingtem Produktionsstillstand, Brand oder anderen Schadensfällen gescheitert. 21

22 Checkliste für Industrie, Handel, Dienstleistungs- und Versicherungsgewerbe Die wichtigsten Sachversicherungen Feuerversicherung Einbruchdiebstahl und Beraubung Leitungswasserversicherung Sturmversicherung/ Elementarschadenversicherung Glasversicherung/ Reklame- und Werbeflächen Bei Brand und Blitzschlag, aber auch bei einer Explosion oder wenn ein Flugzeug auf Ihren Betrieb stürzt, bietet die Feuerversicherung finanziellen Schutz. Sie zahlt nicht nur für den Schaden, sondern auch für die Lösch- und Aufräumarbeiten. Außerdem für alle Maßnahmen, die der Schadensminderung dienen. Die Einbruchdiebstahlversicherung zahlt für das, was Einbrecher innerhalb eines Gebäudes oder Grundstücks entwenden. Zerstören die ungebetenen Gäste auch noch die Geschäftseinrichtung oder Teile des Gebäudes, werden zudem die Kosten für die Reparatur übernommen. Der Versicherungsumfang ist um Raub auf Transportwegen und Vandalismus nach einem Einbruch erweiterbar. Die wenigsten können sich das Ausmaß von Wasserschäden vorstellen. Ein Rohrbruch kann nicht nur das Warenlager eines Einzelhändlers vernichten, sondern auch die Einrichtung einer Werbeagentur zerstören. Die Leitungswasserversicherung kommt für alle diese Schäden auf, auch dann, wenn Frost die Ursache des Rohrbruchs ist. Neben den Schäden an Gebäude und Einrichtung deckt sie auch die Kosten für die Nebenarbeiten, die notwendig sind, um den Schaden an der Rohrleitung zu beheben. Versichert sind auch Schäden, die durch den Austritt von Leitungswasser aus einer defekten Sprinkleranlage auftreten. Schäden, die aus dem Rückstau aus Hoch- oder Grundwasser entstehen, sind jedoch nicht abgedeckt. Wird durch einen Sturm das Dach abgedeckt oder die Fassade des Hauses durch einen umgestürzten Baum beschädigt (und u. U. Waren dadurch vernichtet), so kommt die Sturmversicherung für die Schäden auf. Sie übernimmt die Kosten für Sofortmaßnahmen, z.b. die provisorische Sicherung des beschädigten Daches. Der Versicherungsumfang kann um Hagelschaden erweitert werden. Elementarschäden können sein: Erdbeben, Überschwemmung, Erdrutsch und Schneedruck, die sich in einer Elementarschaden-Versicherung absichern lassen. Was auch immer an Verglasung in den Geschäftsräumen zu Bruch geht: die Glasversicherung zahlt es. Dabei beschränkt sich die Kostenübernahme nicht allein auf die Verglasung. Wenn z.b. eine großflächige Schaufensterscheibe nicht sofort geliefert werden kann, finanziert die Versicherung auch eine Zwischenlösung. Außerdem die Sonderkosten für Gerüste, Kräne und die Ausbesserungskosten an Mauerwerk, die Kosten der Beschriftung sowie den Anstrich. Auch auf Reklame- und Werbeflächen kann der Versicherungsschutz ausgedehnt werden. Während eine Versicherung bei Einfachverglasung nicht unbedingt nötig ist, erscheint diese für teures Spezialglas sowie großflächige Schaufenster sinnvoll. Risiko klein Risiko mittel Risiko groß 22

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