Vielfalt. Buntheit. Fülle. Auswahl. Abwechslung. Farbigkeit. Reichtum. Verschiedenheit Vielgestaltigkeit. mångfald. Verschiedenartigkeit

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1 Schon am Ende angelangt? Macht nichts! Auf unseren Internetseiten finden Sie weitergehende Informationen über die Errichtung einer Stiftung, Stiftungsporträts, Ausschreibungsunterlagen, Pressemeldungen, Ansprechpartner und vieles mehr. In unserer Stiftungsdatenbank können Sie sich einen Überblick verschaffen und gezielt nach Fachbereichen und Förderungsarten suchen. Die nächsten Seminartermine der Deutschen StiftungsAkademie finden Sie hier ebenso wie die neuesten Publikationen aus dem Deutschen Stiftungszentrum. DSZ Deutsches Stiftungszentrum GmbH Barkhovenallee Essen Telefon (0201) Telefax (0201) Stiftungen 2010 Vielfalt Stiften. mångfald Stiftungen 2010 Vielfalt Stiften. Fülle Farbigkeit Verschiedenartigkeit Reichtum Abwechslung Mannigfaltigkeit Reichhaltigkeit Auswahl Vielfalt Verschiedenheit Vielgestaltigkeit Buntheit

2 A Bericht B Bericht Bericht C Bericht D Kontakt Service für Stifterinnen, Stifter und Stiftungen Grundsätze guter Stiftungsverwaltung Unabhängigkeit Der Stiftungsverwalter hat der Stiftung gegenüber dienende Funktion. Die Unabhängigkeit bleibt erhalten und erlaubt es der Stiftung, den Stifterwillen wirksam umzusetzen und ihr eigenes Profil voll auszubilden. Der Stiftungsverwalter unterstützt sie dabei. Unser Team von A Z Astrid Bergmann Winfried Broschk Iris Buck Dorothee Denker Andrea Fischer Peer Fischer Stiftungsgründung Zustiften und Spenden Stiftungskonzepte Spezialaspekte des Erb-, Steuer- und Stiftungsrechts Stiftungsgeschäft und Satzung Stiftungsprogramme und -projekte Testamentsvollstreckung Spendenbuchhaltung Stiftungen wollen keinen umfangreichen eigenen Verwaltungsapparat aufbauen, sondern Steuerliche Abwicklung sich auf die Fördertätigkeit konzentrieren. Stiftungen suchen Partner, die über Expertise in individuellen Förderprogrammen und deren Umsetzung verfügen. Daher geben viele Stiftungen die Verwaltung in treue Hände. Stiftungsverwalter kümmern sich um das Tagesgeschäft, um die Vermögensanlage, die Buchhaltung, die steuerliche Abwicklung, den Kontakt zu relevanten Behörden. Aber sie tragen auch Sorge für die Einhaltung des Stiftungszweckes und damit des Stifterwillens, für den Erhalt der Gemeinnützigkeit. Sie genießen das Vertrauen der Stifterin oder des Stifters über deren Lebenszeit hinaus. Um das geschenkte Vertrauen dauerhaft zu sichern, hat sich das DSZ Deutsches Stiftungszentrum zu den Grundsätzen guter Stiftungsverwaltung verpflichtet. Diese sollen der Maßstab sein, an dem sich die Qualität der Arbeit messen lässt. Kompetenz Gute Stiftungsverwaltung braucht Kompetenz. Diese gründet auf Erfahrung in der Zweckerfüllung, maßgeschneiderten Förderprogrammen und guten Netzwerken in der Förderlandschaft sowie dem Know-how in effizienter Administration. Michaela Fruth Nicole Germeroth Ulrich Griesdorn Andreas Gronewald Oliver Heise Marianne Heisterkamp Eszter Doht Ulrike Johanning-De Abrew Karsten Krüger Klaus Kuli Barbara Leppelt Karin Machura Stiftungsmanagement Beratung zu Stiftungspolitik und Stiftungsprogrammatik Vor- und Nachbereitung der Gremiensitzungen Projektabwicklung Vermögensmanagement Rechnungswesen und Jahresabschluss Jahresbericht Behördenkontakte Öffentlichkeitsarbeit Transparenz Stiftungsberatung Stiftungsspezifische Rechtsprobleme Strategien und Programme Netzwerke Durch Transparenz und Publizität bringt die Stiftung ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zum Ausdruck. Authentische Kommunikation schafft Vertrauen, Stiftungen und Stiftungsverwalter gewinnen an Glaubwürdigkeit und Schlagkraft. Volker Malcharek Anke Mey Jutta Neumann Anja Olschewski Sabine Pabst Sandra Rohmann Publikationen DSZ-News Fachmagazin Stiftung&Sponsoring Materialien aus dem Stiftungszentrum Schriftenreihe zum Stiftungswesen Kontrolle Jutta Rüdel Jan Magnus Ruhlandt Harald Schaaf Suzana Scharlibbe Lucia Schulte-Lückmann Beate Siem Veranstaltungen Stiftertag Stifterdialog Stiftergespräche Regelmäßige, unabhängige Kontrolle des Stiftungsverwalters durch Dritte ist unerlässlich für effiziente Stiftungsarbeit. Sie sichert dauerhaft die Einhaltung des Stifterwillens. Ulrike Skiba Bernhard Sommer Susanne Spörer Julia Zähres Renate Zindler Doris Zirkler Deutsche StiftungsAkademie Zertifizierungslehrgänge Fortbildungen Mehr Informationen zu unseren Grundsätzen finden Sie unter:

3 Inhalt A Grundsätze guter Stiftungsverwaltung 2 Vielfalt Stiften. Vielfalt für Unternehmen und Gesellschaft 6 Unternehmen stiften Vielfalt Vielfalt durch Bildung 12 Die Stiftung Deutschland im Plus stärkt die finanzielle Bildung 14 Orte der Kontemplation und Kreativität 18 Lernen, wenn andere Ferien machen Vielfalt in Kunst und Kultur 22 Schloss Schönhausen erstrahlt in altem Glanz 26 Kunst, Wissenschaft und Glaube im Dialog Soziale Vielfalt 30 Ein Haus für alle 32 PRANA mit nachhaltigen Projekten für eine bessere Welt Vielfalt Mensch, Umwelt, Zukunft 38 Forschung am Ende der Welt 40 Die Humboldt-Formel: das Ganze im Blick 44 Die Begeisterung wächst mit der Enttäuschung Vielfalt Stiften Impressum, Bildnachweise 124 Kontakt D Service für Stifterinnen, Stifter und Stiftungen

4 2 Bericht Vielfalt Stiften. 3 Stiftungsmittel Stiftungsvermögen Mio. 120 Stiftungsmittel Mio Stiftungsvermögen Anzahl der Stiftungen Vielfalt Stiften Vielfalt bedeutet Leben Leben bedeutet Vielfalt mit dieser einfachen Gleichung lässt sich Vielfalt definieren. Durch Vielfalt kann unsere Gesellschaft wachsen, ergeben sich neue Möglichkeiten und eröffnen sich Chancen. Dies ist der Nährboden für gute Stiftungsarbeit. Die vom DSZ Deutsches Stiftungszentrum betreuten Stiftungen spiegeln diese Vielfalt mit ihren zahlreichen Zwecken wider. Mit ihren breitgefächerten Förderprogrammen stehen diese für den Erhalt und Nutzen von Vielfalt ein Seit 55 Jahren begleiten und unter stützen der Stifterverband und das DSZ Deutsches Stiftungszentrum Stifter und Stiftungen bei dieser Aufgabe. Das DSZ kann darum auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Zahl der betreuten Stiftungen ist stetig gewachsen. Mittlerweile schenken über 450 Stiftungen mit Ver mögen in Höhe von mehr als 2 Mrd. Euro dem DSZ ihr Vertrauen. Insgesamt 112 Mio. Euro Stiftungsmittel standen den Stiftungen 2009 zur Verfügung und konnten insbesondere für die unterschiedlichen Förderzwecke wie Medizin, Bio wissenschaften, Bildung, Soziales, Kunst und Kultur, Natur, Technik, Umwelt und gesellschaftliche Fragestellungen eingesetzt werden. Hinter den genannten Zahlen verbirgt sich eine Fülle an Ideen und Chancen, welche die Vielfalt unseres Lebensraumes bereichern. Unternehmensstiftungen, Hochschulstiftungen und private Stifterinnen und Stifter im DSZ tragen maßgeblich zur Vielfalt in der Förderlandschaft bei. Die Wirtschaftskrise hat vorübergehend das Wachstum im Stiftungsbereich vermindert. Nun ist der spürbare Aufschwung ein Signal für Unternehmer und Unternehmen, ihr gesellschaftliches Engagement nachhaltig in einer Stiftung zu bündeln. Neben Großunternehmen erkennen auch immer mehr Mittelständler und Selbstständige die Vorteile einer Stiftung. Das DSZ hat diesen Trend zum Anlass genommen, den Bereich Unter nehmensstiftungen genauer zu durchleuchten. Bildungs- und Wissenschafts förde rung nicht allein dem Staat zu überlassen und so zum gesellschaftlichen Fortbestand beizutragen, ist vielen Stiftern ein Anliegen. Das gilt gleichermaßen für Angebote zur Prävention von Überschuldung an Schulen wie auch für die internationale universitäre Exzellenzförderung. Bildung ist der Schlüssel zu einer vielfältigen Gesellschaft. Stiftungen für Kunst und Kultur gelingt es bei immer begrenzterer staatlicher Förderung eine kulturelle Fülle zu erhalten. Insbesondere mit gesell schaftlichen Fragestellungen befassen sich Stiftungen an sozialen Brennpunkten oder in der internationalen Entwicklungshilfe. Im Zentrum von Stiftungsinitiativen steht meist der Mensch und sein Fortschritt. Vielfalt bedeutet Leben, Leben bedeutet Vielfalt die Stiftungen im DSZ lassen diese Gleichung aufgehen. Bericht für das Jahr 2009 Das DSZ Deutsches Stiftungszentrum blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück. Dies ist auch auf die dynamischen Wertsicherungsstrategien zurückzuführen. Wertsicherungsstrategien messen und kontrollieren das Risiko des Gesamtportfolios der betreuten Stiftungen. Durch eine breite Diversifikation in der Vermögens anlage, ein täglich angepasstes Risikomanagement und somit eine zeitnahe Reaktion auf Markt geschehnisse konnte für die Anlagevermögen der Stiftungen eine Rendite von 7,5 Prozent erzielt werden. Das ist für ein Jahr, in dem die Stiftungen nach den Entwicklungen des Vorjahres eine auf hohe Sicher heit ausgerichtete Vermögensanlage managen mussten, ein sehr gutes Ergebnis. Die Zahl der Stiftungsneugründungen in Deutschland im Jahre 2009 bestätigt die stabile Entwicklung im Stiftungssektor. Das DSZ konnte im vergangenen Jahr 24 Stiftungen in die Verwaltung aufnehmen. Die Spenden und Zustiftungen der Stifterinnen und Stifter betrugen 108 Mio. Euro. Das Kapital der betreuten Stiftungen hat sich damit auf 2,1 Mrd. erhöht. Das DSZ ist sehr zuversichtlich, dass das Fördervolumen der betreuten Stiftungen im Jahr 2010 nicht sinken wird. Dazu tragen die Ausschüttungen der Spezialfonds, die bis zu 4 Prozent betragen, und das in diesem Jahr eingetretene höhere Wachstum bei. Das Stiftungswachstum lässt auch die Zahl der Mitarbeiter stetig wachsen. Zurzeit stehen insgesamt 61 Mitarbeiter in einer teamorientierten Struktur für Stiftun gen und Stiftungsvertreter zur Verfügung. Jede Stiftung hat ihren Ansprechpartner. Stiftungsverwaltung ist ein eigenes Handwerk, welches viele Talente und Sachkenntnisse er fordert. Deshalb vermitteln wir unser Wissen und unsere Erfahrung weiter in der Deutschen Stiftungsakademie. Im letzten Jahr haben 60 Stiftungsmanager/-berater dort ihren Abschluss gemacht. Insgesamt haben 789 Teilnehmer das Seminarund Workshop-Angebot genutzt.

5 4 Bericht / Vielfalt für Unternehmen und Gesellschaft Unternehmensstiftungen 5 Geschäftsführung Corporate Social Responsibility Corporate Volunteering Corporate Citizenship Global Reporting Initiative Global Compact Venture Philanthropy Public Private Partnership Stakeholder Value Triple Bottom Line Compliance Weder die Globalisierung noch die zunehmend digitalisierte Welt haben das seit dem Mittelalter relevante Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns ablösen können. Unternehmer und Unternehmen werden sich zunehmend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Mit bedeutenden Stiftungsinitiativen leisten sie wichtige Beiträge zur Vielfalt in unserer Gesellschaft.

6 6 Bericht Unternehmensstiftungen 7 Unternehmen stiften Vielfalt Am Stiftungswachstum hat auch die hohe Zahl von Unternehmensstiftungen ihren Anteil. Unter den größten deutschen Stiftungen finden sich fast ausschließlich Namen, die aus der Wirtschaft bekannt sind: Robert Bosch Stiftung, Dietmar Hopp Stiftung (Mitbegründer der SAP AG), Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Software AG-Stiftung, Bertelsmann-Stiftung, Siemens-Stiftung, Körber-Stiftung und viele mehr. Die Zahl der Stiftungen, die einen Unternehmensbezug haben sei es, weil sie Unternehmenseigner sind oder selbst von Unternehmen gegründet wurden schätzt man gegenwärtig auf knapp Im Vergleich zu Stiftungen, die von Privatleuten gegründet wurden auch dies häufig Unternehmer sind sie häufig überdurchschnittlich groß. Insgesamt betrachtet ist unternehmerische Tätigkeit die Hauptquelle stifterischen, gemeinnützigen Engagements in Deutschland. Warum stiften so viele Unternehmer und Unternehmen? Wie so vieles hat auch dieses Phänomen mehrere Gründe. Die Wirtschaft übernimmt seit jeher gesellschaftliche Verantwortung: Sie schafft Arbeitsplätze, sucht den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Steuern dienen der Gesellschaft insgesamt. Darüber hinaus betätigen sich viele Unternehmer und Unternehmen schon immer als Mäzene und Philanthropen sie spenden für Wissenschaft, Bildung und Soziales und sie ermöglichen als Sponsoren Sport und Kultur. Mit der Gründung einer eigenen Stiftung beantworten Unternehmen zugleich eine Frage von größter Bedeutung: Wie kann gesellschaftliche Verantwortung so übernommen werden, dass die Erwartungen der Öffentlichkeit erfüllt, Nachteile im globalen Wettbewerb ausgeschlossen und die Renditeerwartungen der Anteilseigner befriedigt werden? Auch angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sind CSR-Maßnahmen, die eklektisch oder rein mäzenatisch, also an persönliche Vorlieben eines Einzelnen gebunden zu sein scheinen, für viele Unternehmen weder tragfähig noch gegenüber ihren Stakeholdern (einschließlich der eigenen Belegschaft) vermittelbar. Durch ungerichtetes, von Zufälligkeiten des Tagesgeschäfts geprägtes Engagement gehen wertvolle Ressourcen verloren für Gesellschaft und Unternehmen. Ein professionelles Management des Engagements setzt eine Institutionalisierung und Verstetigung voraus, die spezialisierte Kompetenzentwicklung und Handlungsstrategien erlaubt, welche sich an nachhaltiger Wirkung orientieren. Die Gründung von Unternehmensstiftungen bietet dafür einen idealen organisatorischen Rahmen. Eine Stiftung kann Ziele und Projekte sorgfältig vorbereiten, authentisch und glaubhaft kommunizieren, mit den operativen Aktivitäten des Unternehmens verknüpfen und mit einem konstruktiven, in die Zukunft gewandten Blick evaluieren. Damit ist die Gründung einer Unternehmensstiftung weit mehr als reine PR, nämlich Ausdruck eines umfassenden unternehmerischen Wertschöpfungsdenkens. Vielen Unternehmen und Unternehmern, die eigene Stiftungen gründen, ist die besondere kommunikative Wirkung dieses Schrittes durchaus bewusst. Der globale Wettbewerb entscheidet sich eben nicht allein über den Preis von weiter Über 100 Unternehmer und Repräsentanten aus Unternehmensstiftungen folgten der Einladung des DSZ nach Bonn. Gemeinsam mit Stiftern und Fachexperten diskutierten sie über unternehmerische Verantwortung und insbesondere darüber, was Unternehmen mit der Gründung einer eigenen Stiftung bewegen können. Das DSZ konnte eine Vielzahl prominenter Referenten gewinnen. So verdeutlichte der Wirtschaftsethiker André Habisch, KU Eichstätt-Ingolstadt, dass stifterisches Engagement wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen symbiotisch verbindet. Zahlreiche Unternehmerpersönlichkeiten machten dies durch ihre eigenen Erfahrungen sichtbar: Karl Schlecht, Gründer der Putzmeister AG, ebenso wie Ortwin Goldbeck, Vorsitzender der Goldbeck-Gruppe, Peter Pohlmann, Aufsichtsratsvorsitzender der POCO Domäne Holding GmbH sowie Wolfgang Grewe, Das DSZ nahm sich dem wichtigen Thema Unternehmensstiftungen mit einer eigens dafür konzipierten Veranstaltung an. Stifter, Stiftungsvertreter und Fachexperten diskutierten zum Thema Unternehmensstiftungen Vorsitzender der Deloitte-Stiftung. Die Teilnehmer konnten dabei viel von der großen Begeisterung und Leidenschaft spüren, die Unternehmer für ihre Stiftungen aufbringen. Zu Wort kamen auch Experten verschiedener Unternehmensstiftungen und gaben wichtige Empfehlungen zu den Bereichen Programmgestaltung (Deloitte-Stiftung), Kommunikation (Deutsche Telekom-Stiftung) und Evaluation (Stipendienfonds E.ON Ruhrgas AG ). Wie das Zusammenwirken von Stiftung und Unternehmen möglichst fruchtbar gestaltet werden kann, machte Ekkehard Winter als Vorsitzender des Arbeitskreises Unternehmensstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen deutlich. Aufgrund des großen Erfolges und der positiven Resonanz plant das DSZ eine inhaltlich weiterführende und vertiefende Veranstaltung.

7 8 Bericht Unternehmensstiftungen 9 wachsender Bedeutung sind die Reputation und die öffentliche Wahrnehmung, das Image von Unternehmen und Produkten. Wie sich Unternehmen zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung verhalten, wie glaubhaft und professionell sie diese einlösen, hat entscheidenden Einfluss darauf, ob sich Kunden und Mitarbeiter in hohem Maß mit dem Unternehmen und dessen sichtbarer Kultur identifizieren können. Dabei stehen gerade Unternehmensstiftungen mit ihrem Engagement stark im Fokus der Öffentlichkeit. Seien es Journalisten und Politiker oder Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner des stiftenden Unternehmens sie alle verfolgen aufmerksam, ob die Stiftung professionell agiert und ihr Beitrag von gesellschaftlicher Relevanz ist. Erfolgreiche Unternehmensstiftungen achten daher auf höchste Professionalität. Sie verstehen sich als lernende Einrichtung, in der Kompetenz und Erfahrung kontinuierlich reifen. Denn der erhoffte positive Image-Transfer auf das Unternehmen kann nur gelingen, wenn die Stiftung durch ihre gute Arbeit überzeugt und eigene, hohe Reputation erwirbt. Häufig sind es aber nicht allein philanthropische Erwägungen, die zur Gründung einer Unternehmensstiftung führen, sondern vielmehr die zuweilen existenzielle Frage, wie der Bestand eines Unternehmens angesichts drohender Zersplitterung durch Erbgang und latente Erbschaftsteuerbelastungen gesichert werden kann. Dieser Aspekt hat große praktische Bedeutung, denn in Deutschland stehen außerordentlich viele mittelständische Familienunternehmen vor einem Generationenwechsel: Das Institut für Mittelstandsforschung aus Bonn schätzt die Zahl der in den nächsten Jahren anstehenden Unternehmensübertragungen auf jährlich etwa , wovon etwa 86 Prozent altersbedingt, also planbar sind. Die Gründung einer Stiftung kann in diesem Kontext eine sehr interessante Option darstellen, wie zahlreiche Beispiele belegen. Mit der Gründung von zwei Stiftungen, einem sogenannten Doppel stiftungsmodell, kann einerseits die Unterneh mens substanz erhalten, andererseits ein Teil des erwirtschafteten Ertrages gemeinnützigen Zwecken gewidmet werden. Vergleichbar sind die Karl Schlecht-Stiftung (Putzmeister AG), die gemeinnützige Stiftung Würth (Würth-Unternehmensgruppe) und viele mehr. Ein Vorteil der Übertragung von Unternehmensbeteiligungen (Aktien, GmbH-Anteile) auf eine gemeinnützige Stiftung besteht darin, dass eine Stiftung weder Mitglieder noch Gesellschafter hat. Die Stiftung gehört gewissermaßen sich selbst, kann also weder verkauft, aufgeteilt noch übertragen werden. Der Stiftungszweck, den der Stifter in der Satzung festlegt, ist grundsätzlich unabänderlich und bietet damit dem Stifter Gewähr, dass zukünftige Vorstände an seine Vorstellungen und Festleg ungen gebunden sind. Die ursprünglichen unternehmerischen Werte und Ideale können so verstetigt und bewahrt werden. Häufig wird ergänzend zu der gemeinnützigen Stiftung noch eine Familienstiftung gegründet, die nicht steuerlich begünstigt ist. Die Kapitalanteile liegen in der Regel mehrheitlich bei der gemeinnützigen Stiftung. Die Mehrheit der Stimmrechte aber ein entsprechend kleinerer Kapitalanteil liegt in der nicht gemeinnützigen Familienstiftung. Ziel dieser Verbindung zweier Stiftungen ist es, die Unternehmenserträge dem Gemeinwohl zukommen zu lassen, soweit sie für die Versorgung des Stifters und seiner Familie nicht benötigt werden. Gleichzeitig kann die Familie oder ein fremdes Management über die in der Familienstiftung versammelten Stimmrechte Einfluss auf die Geschäftsführung des Unternehmens ausüben. Hinzu tritt ein wichtiger steuerlicher Aspekt: Die Übertragung von Unternehmensbeteiligungen auf eine gemeinnützige Stiftung ist weder erbschaftnoch schenkungsteuerpflichtig; das Instrument der Stiftung kann also dazu beitragen, dass das Unternehmen nicht durch entsprechende finanzielle Belastungen in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Steuerliche Erwägungen sind allerdings nicht der ausschlaggebende Grund für die Gründung einer Unternehmensstiftung. Vielmehr sind erfolgreiche Unternehmer und Unternehmen, die über Jahrzehnte hinweg wirtschaftliche Werte geschaffen haben, besonders dafür prädestiniert, gesellschaftliche Herausforderungen zu erkennen, mit ihrem Gestaltungswillen auch ideell motivierte Projekte anzustoßen und zum Erfolg zu führen. Karl Schlecht-Stiftung Es ist eine Unternehmergeschichte wie aus dem Bilderbuch: Karl Schlecht, begabter Stuttgarter Machinenbau-Student, erfuhr von seinem Vater dessen Vision, während er auf seinen Gipser- Baustellen mitschaffen musste. Millionär werde, wer eine Maschine erfinde, mit der man Putzmörtel an die Wand spritzen kann wie Wasser. Beim Dorfschmied baute er dafür eine, im Rahmen seiner Diplomarbeit konstruierte, Mörtel- Verputzmaschine mit neuartiger Pumpe. Aus diesen Anfängen und seiner Marketingidee meisterhaft verputzen entstand das weltweit agierende Unternehmen Putzmeister. Mit mehr als 20 Zweigfirmen und Produktionsstandorten in den Hauptmärkten und über Firmenangehörigen erreichte es einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro. Im Jahr 1998 blickte Karl Schlecht bereits auf 40 Jahre erfolgreichen Schaffens zurück. In ihm reifte der Wunsch, Zukunft und Fortbestand des Unternehmens zu sichern: Es sollte vor Zersplitterung und Steuerbelastung beim Erbgang geschützt werden und zugleich noch nachhaltiger zum Gemeinwohl beitragen. Der Unternehmer gründete daher zwei Stiftungen: die KSG-Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung und die KSF-Karl Der Stifter Karl Schlecht hat die Unternehmenszukunft mit einer Stiftung gesichert. Schlecht Familienstiftung. Die gemeinnützige Stiftung hält 99 Prozent der heutigen Putzmeister Holding GmbH. Damit gehört sie zu den großen deutschen Unternehmens stiftungen. Sie investiert jährlich etwa Euro in Wissen schaft und Forschung, vor allem auf dem Gebiet des technischen Ingenieurwesens sowie in Bildung, insbesondere in die praxis bezogene, auf das unternehmerische Denken ausgerichtete Ausbildung und Erziehung. Dies geschieht vorrangig durch die Förderung von Stiftungslehrstühlen an den Universitäten Hohenheim, Stuttgart und am Weltethos Institut Tübingen. Die KSF-Familienstiftung hält nur 1 Prozent des Kapitals, übt aber mit 90 Prozent der Stimmrechte die unternehmerisch ausgerichtete Gesellschafterfunktion für die Putzmeister- Unternehmensgruppe aus. Karl Schlecht verbindet mit seinem stifterischen Engagement in erster Linie Dankbarkeit für seinen unter nehmerischen Erfolg und den Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Gleichzeitig bekennt er sich dazu, über die Stiftung seine persönlichen Werte vermitteln zu wollen: traditionelle Tugendhaftigkeit, Charakterstärke und wirklichen Reichtum nicht im Besitz, sondern im Schenken zu sehen.

8 10 Bericht / Vielfalt durch Bildung Vielfalt durch Bildung 11 GoEThe, GauSS, CuriE, DarwiN, EiNsteiN, NewtoN, michelangelo, CoubErtiN, FeuErbaCH, KoNfuziUs, ShakEspeare, Sartre, Bach, PEtrArca, NApolEoN, HuMboldt, sokrates, KOPErNikus. Fördern Sie die Bildung unseres Landes, damit kommende Generationen Kanon nicht mit Kamera verwechseln. Fortschritt bedeutet, die Größe in den Kleinsten von uns zu entdecken und diese systematisch weiterzuentwickeln. Dann klappt es auch mit der Zukunft.

9 12 Bericht Vielfalt durch Bildung 13 Die Stiftung Deutschland im Plus stärkt die finanzielle Bildung Unterrichtseinheiten in Schulen thematisieren den richtigen Umgang mit Geld Das neue Handy, die schicke Jeans und die coole Designer-Sonnenbrille Wünsche gibt es immer und schnell ist das Taschengeld aufgebraucht. Was tun, wenn die Schulden immer mehr werden und die Chance, sie zurückzuzahlen, immer kleiner wird? Dann würde ich bei Peter Zwegat anrufen, antwortet einer der Schüler während der Unterrichtseinheit zur finanziellen Bildung der Stiftung Deutschland im Plus. Den berühmten Schuldnerberater aus dem Fernsehen kennen fast alle Schüler. Dass es nicht immer so schnell geht, den Schuldenberg zu überwinden wie im Fernsehen, erklärt der Referent der Stiftung für private Überschuldungsprävention. Damit die Jugendlichen aber erst gar nicht in die Schuldenfalle tappen, setzt die Stiftung mit ihrem Projekt in Schulen bereits einen Schritt früher an und sensibilisiert die Jugendlichen für den risikobewussten Umgang mit Geld und Krediten. In der Region Nürnberg starteten 2009 die ersten Unterrichtseinheiten unter dem Motto Konsum geplant Budget im Griff. Sie finden auch 2010 großen Zuspruch: Während der Pilotphase haben innerhalb des ersten Jahres bereits über 600 Schüler aus 25 Schulklassen der 9. Jahrgangsstufe unterschiedlicher Schulformen an dem Projekt teilgenommen. Geplant ist der Einsatz auch an Schulen im ganzen Bundesgebiet. Es ist uns wichtig, Jugendlichen die Chance zu geben, den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu lernen. So können sie auch später als Erwachsene bewusster haushalten, betont Christiane Decker, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutschland im Plus. Unser Projekt will einen Beitrag zur finanziellen Bildung von Schülern leisten und reiht sich in unsere drei Grundpfeiler ein: Information, Prävention und Beratung. Bei rund 30 Prozent der überschuldeten Jugendlichen unter 18 Jahren ist das eigene Konsumverhalten der Hauptauslöser für Überschuldung. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen gilt dies noch in 23 Prozent der Fälle. Dies belegt der von der Stiftung finanzierte Überschuldungsreport 2009 des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff). Anhand solcher aktuellen Zahlen sprechen Referenten der Stiftung mit den Schülern über die Entwicklung der Überschuldung in Deutschland. In den Unterrichtseinheiten werden Budgetpläne erstellt und Schüler stellen Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Zusätzlich stellt die Stiftung Deutschland im Plus kostenlos eine Applikation für Mobiltelefone auf ihrer Stiftungswebsite bereit, mit der ein Budgetplan direkt auf dem Handy gepflegt werden kann. Damit behält man jederzeit den Überblick über die finanzielle Situation. Großen Wert legt die Stiftung auf die hohe pädagogische Qualität ihrer Unterrichtseinheiten. Die angewandten Lehrmethoden basieren auf den neuesten Erkenntnissen der Lernforschung der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Darüber hinaus steht die Stiftung im Austausch mit dem Pädagogischen Institut der Stadt Nürnberg. Wichtige Impulse für die Arbeit bezieht die Stiftung aus der Forschung. Laut des iff-überschuldungsreports 2009 sind meist unvorhersehbare Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Krankheit der Auslöser für einen Schuldenberg. Die Zahl derer, die durch eigenes Konsumverhalten in Bedrängnis geraten nimmt zu. Ziel ist es, die Schuldenproblematik auf die Agenda des gesellschaftlichen Diskurses zu setzen und zu enttabuisieren. Tritt der Fall der Überschuldung erst einmal ein, muss der Betroffene bis zu einem Termin beim Schuldnerberater laut iff-überschuldungsreport durchschnittlich drei Monate warten. Hier setzt die Stiftung ebenfalls an und bietet erste Hilfe: Auf der Internetseite können Interessierte mit Schuldnerberatern in Kontakt treten und finden nützliche Adressen, Links mit weiteren Informationen sowie praktische Hilfen. Das Angebot der Stiftung kann die Hemmschwelle des ersten Kontakts durch die anonyme und kosten freie Onlineberatung senken und die Zeit bis zum Beratungsgespräch sinnvoll überbrücken. Dazu bietet die Stiftung seit Juni 2010 in einem Wissensportal auf der Internetseite die Möglichkeit, Fragen mit einem bereits vorhandenen Frage- Antwort-Pool abzugleichen. Darüber hinaus hat der Ratsuchende die Möglichkeit, per Mausklick die Frage zur individuellen Beantwortung an einen Schuldnerberater zu senden. Die Antwort erhält er dann auf Wunsch per Mail oder kann sie anonymisiert im Online-Portal der Stiftung nachlesen. Zudem können Interessierte und Betroffene erste Informationen auch unter einer kostenfreien Beratungshotline von Schuldnerberatern erhalten. Die Stiftung Deutschland im Plus Das Projekt der Stiftung Deutschland im Plus leistet einen Beitrag zur finanziellen Bildung von Schülern durch Information, Prävention und Beratung Gegründet wurde Deutschland im Plus im Jahr 2007 von der Teambank AG als öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Stiftung operiert unabhängig ihre Arbeit wird von der Teambank AG finanziell gefördert. Die drei Grundpfeiler der Stiftungsarbeit sind Information, Prävention und Beratung. Deutschland im Plus richtet sich gezielt an Menschen, die von Überschuldung betroffen sind und an gefährdete Personen, die das Gefühl haben, den Überblick über ihre Finanzen zu verlieren. Ziel der Stiftung ist die Sensibilisierung der Bevölkerung für einen risikobewussten Umgang mit Geld und Kredit.

10 14 Bericht Vielfalt durch Bildung 15 Orte der Kontemplation und Kreativität Institutes for Advanced Study als bedeutende Strukturelemente in Wissenschaftssystemen Institutes for Advanced Study haben weltweit einen hohen Stellenwert als bedeutende Strukturelemente in unseren Wissenschaftssystemen. Die ursprünglich amerikanische Idee der Institute für fortgeschrittene Studien erreichte in den 60er-Jahren auch Deutschland. Viele Einrichtungen sind seitdem entstanden. Trotz unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung haben alle diese neben der Konzentration auf die eigene Forschung und die Förderung der Spitzenforschung eines gemeinsam: die Überwindung von Fächer- und Institutsgrenzen. Das Bild ist längst zur Ikone geworden: Albert Einstein, der der Welt die Zunge zeigt. Manche mögen beim Anblick des großen, sich so unbefangen gebärdenden Wissenschaftlers an Princeton denken, jenen Ort der großen Gelehrten und Gelehrsamkeit in New Jersey, der als Modell aller Institutes for Advanced Study gelten kann. Unabhängige, nicht ergebnisgebundene Forschung betrieb Albert Einstein hier von 1930 bis zu seinem Tod Viele internationale Forscher und Geistesgrößen durften und dürfen wie er im besonderen Geist des Instituts forschen, das sich zum Ziel gesetzt hat to encourage and support fundamental research in the sciences and humanities the original, often speculative, thinking that produces advances in knowledge that change the way we understand the world. Spätestens in den 60er-Jahren erreichte die amerikanische Idee von Instituten für fortgeschrittene Studien auch Deutschland. Es entstand das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach, das mit überwältigendem Erfolg junge und erfahrene Mathematiker aus der ganzen Welt zu Austausch und Forschung in der Abgeschiedenheit des Schwarzwaldes zusammenführt. Die Gründung des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld wiederum ist auch Antwort auf eine Kritik Helmut Schelskys. Die zunehmende Spezialisierung in den Wissenschaften und damit in den Universitäten, so der einflussreiche Soziologe damals, führe zu einem Mangel an notwendiger Kommunikation zwischen den Fächern und hindere damit den Fortschritt des Wissenschaftssystems insgesamt. Zur selben Zeit entwickelten Stiftungen in der BRD Pläne zu einem Deutschen Princeton auch als Dank an Princeton und ähnliche Einrichtungen in den Vereinigten Staaten, die so vielen verfolgten und vertriebenen deutschen Wissenschaftlern Zufluchtsort und Stätte produktiver Forschung zugleich geworden waren. Verwirklicht wurden diese Pläne zunächst im Historischen Kolleg in München (1980) und im Wissenschaftskolleg zu Berlin (1981). Für beide Institutionen gelten im Kern jene Bedingungen, die im Memorandum für ein Internationales Institute for Advanced Study in Berlin aus Januar 1980 folgendermaßen beschrieben sind: Sie sollen Gelegenheit zu längeren Perioden konzentrierter tätiger Muße geben, die für die Entstehung wissenschaftlicher Synthesen erforderlich ist; sie sollen der Internationalität der Forschung Rechnung tragen, indem sie Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern und Institutionen zu gemeinsamer Arbeit zusammenführen; sie sollen günstige, in anderen Institutionen nicht in gleichem Maße gegebene Voraussetzungen für Innovation in der Forschung durch Kontakte zwischen den Wissenschaftlern mit verschiedenartigen Forschungsansätzen oder aus verschiedenen Disziplinen bieten; sie sollen schließlich ganz allgemein wissenschaftliche Leistungen höchster Qualität dadurch fördern, dass sie hervorragende Forscher an einem Ort vereinigen. Wie sehr Idee und Einsicht in die Notwendigkeit der Inseln von Exzellenz und Freiheit in Deutschlands Universitäten angekommen sind, zeigen auch die jüngsten Gründungen entsprechender Institute im Kontext der Exzellenzinitiative an deutschen Universitäten. Dazu zählen unter anderem das TUM Institute for Advanced Study (IAS) an der TU München, das Freiburg Institute for Advanced Study (FRIAS), das Center for Advanced Studies (CAS) an der Universität München, das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz oder auch das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Universität Frankfurt am Main in Verbindung mit der Werner Reimers Stiftung. Trotz unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen und Organisationsformen scheinen bei all diesen jungen Gründungen gemeinsame Schwerpunkte auf: die Überwindung von Fächer- und Institutsgrenzen, die Internationalität, die ungestörte Konzentration auf eigene Forschung und nicht zuletzt die Förderung der Spitzenforschung unter Einbeziehung exzellenter Nachwuchskräfte. Das historische Kolleg in München das deutsche Princeton

11 16 Bericht Vielfalt durch Bildung 17 Erfurt Berlin Berkeley Frankfurt München Budapest Bukarest Sofia George Smoot, Nobelpreisträger für Physik 2006 Aber die Idee der Institute für fortgeschrittene Studien hat sich in Deutschland nicht nur längst etabliert. Die wissenschaftlichen Einrichtungen sind auch selbst zum Vorbild und Mitgestalter ähnlicher Einrichtungen in anderen Ländern geworden. Im Zuge der Neuorientierung der Hochschul- und Wissenschaftssysteme in den Ländern Mittel- und Osteuropas spielten die Institutes for Advanced Study mit ihren Prinzipien von Freiheit der individuellen Forschung, Interdisziplinarität, Internationalität und Orientierung an Exzellenz eine besondere Rolle. Die Gründungsinitiativen des Berliner Wissenschaftskollegs für das Collegium Budapest, das New Europe College (NEC) in Bukarest und später das Center for Advanced Studies (CAS) in Sofia konnten unter anderem mit Unterstützung eines Mitgliedsunternehmens des Stifterverbandes rasch verwirklicht werden. Dank ihrer Unabhängigkeit entwickelten sie sich zügig zu besonderen Wissenschaftseinrichtungen mit Modellfunktion für die ganze Region. Ihren Fellows bieten sie auf Zeit beste Arbeitsbedingungen, internationalen und institutionalisierten fächerübergreifenden Austausch. Sie leisten eigene substanzielle Beiträge in Forschung und Lehre ihrer Länder und bilden zudem eine wichtige Brücke der Wissenschaftskommunikation mit der Welt. Hier wie auch für das Stellenbosch Institute for Advanced Studies (STIAS) in Südafrika haben Stiftungen effizient in internationalen Stiftungskonsortien kooperiert und die Zusammenarbeit mit öffentlichen Förderern produktiv gestaltet. So durften die Stiftungen beweisen, welch wichtige Rolle sie gerade in Umbruchzeiten spielen können, dann also, wenn es darum geht, Innovativem den Weg zu bereiten und auch in schwierigem Umfeld Sicherheit und Beständigkeit zu garantieren. Eva Harris hat mit ihrer Forschung dazu beigetragen, das Dengue Fieber in Zentralamerika zu bekämpfen Stellenbosch Im Heyns-Leseraum der Doe Library liegen Tausende aktueller Wissenschaftstitel zum Lesen bereit Vom Stifterverband und seinen Stiftungen geförderte Institutes for Advanced Study und Centers of Excellence Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) Historisches Kolleg München Wissenschaftskolleg zu Berlin Max Weber Kolleg Erfurt Collegium Budapest New Europe College (NEC) Bukarest Center for Advanced Studies (CAS) Sofia Stellenbosch Institute for Advanced Studies (STIAS) Stellenbosch/Südafrika Center for German and European Studies (CGES) an der University of California/ Berkeley Beteiligte Fördereinrichtungen Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Stiftungsfonds Deutsche Bank Daimler-Fonds Sal. Oppenheim-Stiftung Alfred und Cläre Pott-Stiftung Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung

12 18 Bericht Vielfalt durch Bildung 19 Lernen, wenn andere Ferien machen In diesem Sommer haben rund 780 Schüler eine Akademie besucht. Während ihre Klassenkameraden Urlaub machen, genießen sie es, sich in diversen Gebieten weiterzubilden. Seit 1988 ist Bildung & Begabung für die Organisation und Durchführung der zweiwöchigen Sommerakademien verantwortlich ein maßgeblicher Beitrag für die Begabtenförderung. Morgenkonferenz in der SchülerAkademie Hilden. Aufgeräumte Stimmung. Ein Schüler bietet für die kommende Woche einen Sprachkurs an: Tamilisch. Eine Schülerin versteht sich auf Muskelentspannung. Hat jemand Interesse? Antonio Badinski, Leiter der kursübergreifenden Musik, tritt vor: Orchesterprobe ist heute um 22 Uhr. Und ich brauche den Chor. Um 14 Uhr die Mädchen. Um 15 Uhr die Jungen. Rappelvoll ist der Zeitplan der Schüler. Und er wird täglich voller. Nichts scheint zu viel an der Deutschen SchülerAkademie (DSA). Seit 1988 ist Bildung & Begabung, eine Initiative des Stifterverbandes, für die Organisation und Durchführung der zweiwöchigen Sommerakademien verantwortlich. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert der Stifterverband Akademien in Braunschweig, Hilden, Schelklingen, Torgelow und Veckenstedt (Harz), unterstützt von weiteren Förderern wie etwa der Claussen-Simon-Stiftung, deren finanzielles Engagement ein maßgeblicher Beitrag für die Begabtenförderung ist, so DSA- Leiter Volker Brandt. Darüber hinaus werden zwei multinationale Akademien gefördert von der Haniel-Stiftung angeboten. Ziel ist es, in der Ferienzeit besonders begabte und leistungsbereite Schüler zusammenzuführen und entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten zu fördern. In diesem Sommer haben rund 780 Schüler und Schülerinnen eine Akademie besucht. Jugendliche, die erfolgreich an Wettbewerben teilnahmen. Elftklässler, von ihren Schulleitern empfohlen. Motivierte Hochbegabte, die hier die Gelegenheit bekommen, das wissenschaftliche Arbeiten kennenzulernen. Sie besuchen feste Kurse wie Markt und Wettbewerb, Ariadnefabrik Literarische und bildkünstlerische Wege zur deutschen Einheit und Objektivität, Experiment, Tatsache. Sie boxen, tanzen, machen Musik. Am Abend sitzen sie am Lagerfeuer und tragen Gedichte vor. Selbstgeschriebene. Oder Sonette von Shakespeare. Alle Schüler der Akademie haben eins gemeinsam: Sie sind engagiert. Und wollen etwas machen. sagt der Leiter der Akademie, Hartmut Rosa. Wie Sarah Maiwald, 18 Jahre alt, Gymnasiastin aus Frankfurt. Sie hält ein Referat über die Krankenversicherung im Kaiserreich. In Jeans und Turnschuhen steht sie vorn, sagt ich peitsch das ein bisschen durch, weil es ein recht großes Feld ist. Preist ihren Lieblingsdenker Kant. Sarah Maiwald kann sich auf 200 Seiten Quellenmaterial stützen, die sie vorab zugeschickt bekommen hat. Auf erste Recherchen in der Nationalbibliothek. Auf das Expertenwissen ihrer Kommilitonen. Und auf den eigenen Verstand. Ein lebendiges Referat gelingt, eine kontroverse Diskussion darüber. Lehrer wie Hochschuldozenten hätten ihre Freude an der sprühenden Intelligenz, an dem engagierten Interesse der Schüler. Die Leistungsmotivation ist in der Akademie höher als in der Schule, die Freude am Lernen auch, sagt Sarah Maiwald im Anschluss. So klischeehaft es klingt: Ich finde es einfach total gut hier. Nicht zuletzt hat sie in den Kursleitern Tobias Oliver Kobitzsch und Hans-Christian Boy Vorbilder: Das sind Leute, die ihre Überzeugung leben. Für Kursleiter wie Kobitzsch, der gerade seinen Master of Law in Cambridge abschließt, ist die Akademie ein Kraftakt. Lange, dichte Vorbereitungszeiten, vier Stunden Schlaf, mit den Schülern Wand an Wand: Das anspruchsvolle Konzept verlangt ihnen einiges ab. Und doch profitieren alle davon. Kobitzsch hält den Kurs auch deshalb, weil er etwas zurückgeben will. Die Akademie bedeutet mir viel. Im Sommer 2003 besuchte er selbst die Akademie in Braunschweig. Einen Teil meiner besten Freunde habe ich hier gefunden. Die Gemeinschaftserfahrung: Hier ist sie erklärtes Ziel. Während Sarah ihr Referat hält, sitzt Karola Klarl, 17, im Kurs Software to go. In Zweierund Vierergruppen programmieren die Schüler Tamagotchis. Wie menschliche Wesen möchten die kleinen Computerfantasien an die frische Luft, sie wollen geschüttelt und gestreichelt werden, miteinander kämpfen und Familien gründen. Programmieren ist eine einsame Beschäftigung, sagt der Kursleiter Georg Wenzel, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Seine Schüler programmieren gemeinsam, weil vier Augen mehr sehen als zwei. Nach Mittagsgulasch, einer kleinen Ausruhzeit und der Chorstunde sitzt Karola Klarl gut gelaunt auf dem Steinboden des weitläufigen Schulgeländes. Meine Freunde würden das nicht als Ferien empfinden, sagt sie. So wie ihre Freunde es langweilig fänden, einen Tag lang an einem Rätsel herumzuknobeln. Und sich niemals beim Mittagessen fragen würden, woher eigentlich das Eu in Eurhythmie kommt. Wir haben einfach die gleiche Denkweise, auch wenn alle eigen sind und verschieden. Zu Hause werde man leicht als Streber bezeichnet. Aber ist man ein Streber, nur weil einen die Welt fasziniert? Unter der Nullbockstimmung der Klassenkameraden hat sie in der Pubertät gelitten. Darunter, anders zu sein. Hier kann man sein, wie man ist, sagt sie. Ich werde das vermissen. Dann verschwindet sie in den Keller, zu ihrem E-Bass und der Band, die gerade Knocking on heaven s door probt und Zombie, bevor es wieder zurück ans Programmieren geht, zum Abendessen, zum Aikido, zum Orchester. Eine Sternschnuppennacht soll es werden. Sternen beim Fallen zusehen: noch ein Projekt für die Nacht. Die Atmosphäre in der Akademie ist so toll, sagt Karola Klarl, man kann es gar nicht in Worte fassen. Claussen-Simon-Stiftung Lernen mit Freude und Engagement: ein Tag an der SchülerAkademie Hilden Die Stiftung wurde 1981 von dem damaligen Aufsichtsrats- und langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Beiersdorf AG, Georg W. Claussen, anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Unternehmens errichtet. Sie fördert wissenschaftlich und technisch begabte junge Menschen aller Fachrichtungen, indem sie u.a. Stipendien vergibt sowie Doktorandenstellen und Professuren finanziert. Zur Ausstattung des Stiftungsvermögens trugen die Familie des Stifters (Ebba Simon) und die Beiersdorf AG bei.

13 20 Bericht Kunst und Kultur 21 / Vielfalt in Kunst und Kultur Wenn Ihnen die Schönen Künste am Herzen liegen, liefern wir Ihnen gerne die entsprechende Partitur, Palette oder Schrittfolge zu ihrer Förderung. Nehmen Sie Einfluss auf das, was uns bewegt. Ihr Engagement für Kunst und Kultur ist mehr als eine Stilfrage.

14 22 Bericht Kunst und Kultur 23 Schloss Schönhausen erstrahlt in altem Glanz Nach 11 Jahren Restaurierungsarbeiten freut sich Ruth Cornelsen über die originalgetreue Restaurierung des über 300 Jahre alten Bauwerks, das die wechselvolle deutsche Geschichte in allen Facetten widerspiegelt. Neben der Restaurierung des Schlosses Schönhausen legt die 1996 gegründete Cornelsen Kulturstiftung den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Unterstützung beim Erhalt und bei der Restaurierung kulturhistorischer Gebäude und Kunstwerke und bei der Wiederbeschaffung von Möbeln, Gemälden und Einrichtungsgegenständen. Noch vor ein paar Jahren glich es einer vernachlässigten Schönheit im Bettelgewand. Heute strahlt Schloss Schönhausen, das einzigartige Architekturdenkmal des Barock und Rokoko, wieder in alter Pracht. Mit der behutsamen Restaurierung der kleinen, königlichen Residenz in Berlin-Pankow kommt das Zeitalter Friedrichs des Großen ebenso zu seinem Recht wie die Nachkriegsgeschichte. Denn Schloss Schönhausen war nicht nur schmucke Sommerresidenz der Königsgemahlin Elisabeth Christine. Es hatte auch für die Repräsentanten der DDR eine besondere Bedeutung: 1949 wurde es Amtssitz des ersten Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, später diente es der Regierung als Gästehaus. Zur Wende fanden hier die sogenannten Zwei-plus-vier-Gespräche über die Wiedervereinigung statt. Grund genug, den eindrucksvollen, um 1685 geschaffenen und ständig veränderten Bau außen wie innen zu restaurieren und der Öffentlichkeit in seiner wechselvollen Geschichte zugänglich zu machen. Zu verdanken ist die originalgetreue Restaurierung des Schlosses nebst Park auch dem unerschütterlichen Engagement von Ruth Cornelsen. Der Fall der Mauer hat die Witwe des Schulbuchverlegers Franz Cornelsen sensibilisiert für die kostbaren Schätze, die uns zuteilwurden, Schätze, die in der Substanz gefährdet sind gründete sie darum die Cornelsen Kulturstiftung, deren Zweck es ist, kulturhistorische Gebäude und Kunstwerke zu erhalten und zu restaurieren und sich an der Wiederbeschaffung von Möbeln, Gemälden und Einrichtungsgegenständen zu beteiligen. Durch Zeitungsartikel wurde die Stifterin auf die kulturelle Bedeutung des maroden Schlosses aufmerksam. Dem Berliner Senat bot sie alsbald eine Million Mark, wenn er das Sommerdomizil von Königin Elisabeth Christine gründlich renovieren und restaurieren ließe. Der Senat lehnte ab. Das war frustrierend, sagt Ruth Cornelsen heute. Für ihr großzügiges Angebot hatte sie zwar keine Euphorie, aber doch eine gewisse Aufmerksamkeit erwartet. Ein Mensch anderen Temperaments hätte sich nach einem solchen Rückschlag vielleicht gekränkt zurückgezogen. Nicht aber die leitungserprobte Stifterin, die bis 2007 Geschäftsführerin der Cornelsen Verlagsholding war, noch immer Mitglied des Verwaltungsrates der Verlagsholding ist und zudem als Vorstandsvorsitzende der Franz Cornelsen Unternehmensstiftung fungiert. Sie möchte Dinge bewegen, zum Stiften anstiften. Ihr Engagement geht mit einem großen Sinn für Ästhetik einher, mit einem Gefühl der Verantwortung und dem Wunsch, Geschichte auch für künftige Generationen visuell Das einzige original erhaltene Rokoko-Interieur von Berlin, ein Meisterwerk des Stuckateurs Johann Michael Graff von 1764

15 24 Bericht Kunst und Kultur 25 Das Haupttreppenhaus, das bis heute den eleganten Schwung des Entwurfs von Johann Boumann d. Ä. von 1764 zeigt erfahrbar zu machen. Widerstände kalkuliert sie mit ein, verlangt sie doch von Politik und Gesellschaft, sich an ihren Projekten finanziell zu beteiligen: Ich möchte kein Lückenbüßer sein, der andere aus der Verantwortung entlässt, erklärt sie, sondern Dinge ermöglichen, die das Land allein nicht schafft. Das kurfürstlich-königliche Barockschloss aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit seiner langen, wechsel vollen Geschichte war ein solches Projekt: Die Fassaden unter dem wasserundurchlässigen Glaskröselputz beschädigt, der Granitsockel bereich ebenfalls. Risse und Mängel überall am Gebäude. Vielfach Schäden, von früheren Renovierungen verursacht. Umbauten im sozialistischen Stil. Die Stifterin wusste: Mit jedem Jahr, das verging, würde die Gebäudesubstanz weiter zerfallen. Also beschloss sie, sich rückhaltlos für das Schloss einzusetzen. Im Jahr 2001 erhöhte sie ihr Angebot: Eine Million Euro war ihr die Restaurierung wert, die Öffentlichkeit sollte sehen, dass hier etwas geboten ist. Es dauerte allerdings noch ein paar Jahre, bis die kulturbegeisterte Stifterin einen ersten Erfolg feiern durfte übernahm wie gewünscht die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten das Schloss, die Gesamtkosten der Renovierung und Restaurierung wurden auf 8,6 Mio. Euro beziffert, man stellte massive, äußerst problematische Schadstoffbelastungen aus einem Umbau in den 60er-Jahren fest und hatte doch den Mut, das aufwendige Projekt durchzuführen, in fünfjähriger Arbeit auf höchstem denkmalpflegerischen Niveau. Denn anders als der historisierenden Wiederherstellung gemeinhin von ihren Kritikern vorgeworfen, träumt sich Schloss Schönhausen nicht hinein in frühere Zeiten, sondern präsentiert seine Geschichte mit offenem Blick auf all die Zäsuren und Brüche, die zur lebendigen Historie gehören. Neben prächtigen Barockdecken, fein freigelegtem Stuck und sensibel erhaltenem Dekor, findet sich hier auch das lakonische Arbeitszimmer Piecks, inklusive Musikschrank und Telefonanlage ein Raum, den man Ende der 70er-Jahren in der DDR geschichtsver gessen entfernt hatte. Auch den Rokoko-Stuck im Festsaal hatten die Macht haber der DDR zugekleistert und unter Span platten vergraben, für Ruth Cornelsen Anlass, weitere Euro in die mühsame Restaurierung des Saals zu stecken. Im Dezember 2009 öffnete Schloss Schönhausen endlich seine Tore, zur Begeisterung des Publikums und der Kritiker in den Feuilletons, die das Museumskonzept in hohen Tönen lobten. Es ist ein großer Gewinn, sagt auch Ruth Cornelsen, das Museum in drei Zeitschichten zu präsentieren. Eine enge Bindung sei zwischen ihr und Schloss Schönhausen entstanden, sagt die Stifterin, schließlich hat sie elf Jahre auf die Eröffnung des Schlosses warten müssen. Aber: Wenn man sich so intensiv auf etwas einlässt, entfalten sich Dinge, die sich sonst nicht erfüllt hätten. Anderes konnte sie zügiger realisieren, die Erneuerung der wertvollen Original tapeten von Königin Luise in Schloss Paretz in Brandenburg zum Beispiel, 40 Kilometer westlich von Berlin, ihr lieblichstes Projekt. Wie zu Beginn ihres Engagements für Schloss Schönhausen wurde Ruth Cornelsen in der kleinen Gemeinde zunächst nicht mit offenen Armen empfangen. Sie hat allerdings auch nicht mit allzu großer Begeisterung gerechnet: Wer jahrzehntelang subventioniert wurde, findet es selbstverständlich, etwas zu bekommen. Das Misstrauen vor Ort: Ruth Cornelsen hielt es aus. Inzwischen genießt sie die Dankbarkeit, die ihr entgegenkommt, schließlich sichert das frisch restaurierte Schloss in Paretz nicht nur Arbeitsplätze in der Schlösser stiftung und Institutionen der Landesdenkmalpflege, sondern auch in Gastronomie und Tourismus. Inzwischen hat sie für ihr Engagement die höchsten Ehren erhalten: das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Verdienstorden der Länder Berlin und Brandenburg, die Richard- Merton-Ehrennadel des Stifterverbandes und die Silberne Halbkugel des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Ein ganz besonderes Herzensanliegen begegnete der Stifterin quasi im Vorübergehen: Es handelt sich um die Kreuzkuppel auf dem Berliner Dom. Das Kreuz grüßte mich bis Ende 2006 immer wieder auf meinen Wegen in die Mitte Berlins, erzählt sie. Es gehört einfach zur Silhouette unserer Stadt. Von einem Tag auf den anderen verschwand es von der Kuppel des Doms. Irreparable Rostschäden hatten erfordert, es zu entfernen. Das hat mich so verstört, dass mir klar wurde: Ich muss mein Kreuz wiederhaben. Sie beschloss, die Restaurierung zu finanzieren. Mehr als ein Jahr dauerten die Arbeiten. Seit 2008 leuchtet der 15 Meter hohe goldene Schmuck aus Kreuz, Kugel und Bekrönung wieder auf der Kuppel des Berliner Doms. Für sie und all die anderen, die Berlins Mitte besuchen oder dort leben, ein imponierendes Bild. Ein aufwendig, künftiges Projekt hat Ruth Cornelsen bereits angeschoben: die Restaurierung der Grabstätte von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel am Wannsee in Berlin. Der große Dichter hatte gemeinsam mit seiner Partnerin am Wannsee Selbstmord begangen. Ruth Cornelsen möchte das sehr verborgen gelegene Grab, das ein Reiseführer unter der Überschrift Versteckte Orte listet, wieder für die Bevölkerung erschließen, die Zugänge erleichtern, wuchernde Pflanzen zurückschneiden lassen. Pünktlich zum 200. Todestag Kleists im November 2011 soll das Grab dann, so Ruth Cornelsen, ein angemessener Leuchtturm sein. Cornelsen Kulturstiftung Schloss Schönhausen war ein halbes Jahrhundert lang Sommer residenz der Königsgemahlin Elisabeth Christine Die Stiftung wurde 1996 von Ruth Cornelsen, Vorstandsvorsitzende der Franz Cornelsen Stiftung, zur Förderung und Erhaltung von Bildern und Einrichtungsstücken für Museen und kunsthistorische Bauten vorwiegend in Berlin und Brandenburg errichtet. Sie hat u.a. für die Restaurierung des Barockschlosses Caputh bei Potsdam mehrere Millionen Euro aufgewendet und unterstützte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten bei der Restaurierung wertvoller Tapeten im Schloss Paretz.

16 26 Bericht Kunst und Kultur 27 Kunst, Wissenschaft und Glaube im Dialog Die Guardini Stiftung leistet einen wichtigen Beitrag zu einem breit angelegten intellektuellen Austausch innerhalb Europas und weit darüber hinaus Er war einer der bedeutendsten katholischen Denker des vergangenen Jahrhunderts. Die religiöse Jugendbewegung fand in ihm ein Vorbild. Katholiken wie Protestanten begeisterten sich für seine christlich-existenziellen Auslegungen kirchlicher und weltlicher Philosophen und Dichter. Romano Guardini, der wegweisende Philosoph und Theologe, der 1885 in Verona geboren wurde und nach vielen Jahren der Forschung und Lehre an den Universitäten in Berlin, Tübingen und München 1968 starb, galt und gilt als großer Brückenbauer. Ein Denker, der sich dem von ihm geprägten Leitbegriff der christlichen Weltanschauungslehre verpflichtet fühlte, welche die beständige methodische Begegnung zwischen Glauben und Welt erwartet. Guardini gelang es, moderne Lebenswelt und religiöse Symbolik zu verbinden, zwischen Glauben und wissenschaftlicher Weltanschauung zu vermitteln und den Graben zwischen Kunst und Wirklichkeit zu schließen. Seit 1987 leiht Guardini auch einer Stiftung seinen Namen. Ziel der Guardini Stiftung ist es, Kunst, Wissenschaft und Glauben ins Gespräch zu bringen. Im Sinne des berühmten Namengebers, der mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Orden Pour le Mérite und dem Erasmuspreis ausgezeichnet worden ist, setzt die Stiftung auf Dialog und konstruktive Auseinandersetzung. Dabei wendet sie sich dezidiert gegen jede Form des Reduktionismus oder der Verabsolutierung weltanschaulicher Positionen. Sämtliche Stiftungsaktivitäten organisiert das Guardini Kolleg. Leitend ist auch hier die Frage, wie das europäische, christlich inspirierte Erbe in die Gegenwartskultur Eingang findet. Neben wissenschaftlichen und Forumsprojekten widmet sich die Stiftung auch der zeitgenössischen Kunst. Auf 360 Quadratmetern finden in unmittelbarer Nähe zum Martin-Gropius-Bau am Askanischen Platz Ausstellungen internationaler bildender, aber auch junger experimenteller Künstler, Lesungen, Konzerte, Vorträge und Kolloquien statt. Hier stellt ein Künstler wie Frank Gaudlitz aus, der unter dem Titel Casa Mare Menschen aus verschiedenen Regionen Osteuropas in ihren sehr individuellen, teils noch vom bäuerlichen Leben geprägten Häusern und Wohnräumen zeigt. Oder wie der israelische Bildhauer und Installations-Künstler Micha Ullman (bekannt durch sein Mahnmal zur NS-Bücherverbrennung auf dem Berliner Bebelplatz), der mit seiner großen, eigens für die Guardini Galerie konzipierten Installation Sandtag einen regen Publikumszuspruch auslöste hat die Guardini Stiftung darüber hinaus eine Stiftungsprofessur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Theologischen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität eingerichtet. Damit erinnert sie auch an das Wirken des großen, weit über Berlin hinaus strahlenden Namen gebers: 1923 war Guardini selbst auf den neu gegründeten Lehrstuhl gleichen Titels an die Friedrich- Wilhelms-Universität, die Vorläuferinstitution der Humboldt-Universität zu Berlin, berufen worden, bis ihm die Nationalsozialisten 1939 die Professur entzogen. Derzeit hat der gebürtige Luxemburger Jean Greisch die Stiftungsprofessur inne. Seit den 70er-Jahren ist Greisch am Lehrstuhl für Metaphysik und Ontologie der Philosophischen Fakultät am Institut Catholique in Paris tätig. Sein erstes Jahr als Guardini-Professor, erzählt Greisch, habe ihm zahlreiche neue Forschungsperspektiven eröffnet, die ohne den Ruf an den Lehrstuhl kaum hätten verwirklicht werden können. Als Pariser hat Greisch einen geschärften Blick für den Standort der Professur, die Humboldt-Universität zu Berlin. Für ihn bietet die Guardini-Professur eine außer ordentliche Gelegenheit, die spezifische intellektuelle Dynamik der beiden großen europäischen Hauptstädte miteinander zu konfrontieren. In seiner akademischen Lehr- und Forschungs tätigkeit will er einen Beitrag zum geistigen Stadtbild des neuen Berlin leisten. Die Internationalität der Stiftungsprofessur sieht Greisch dabei als besonders förderlich an.,mein Europa, wie auch das Guardinis, ist das Europa der Übersetzer und der Übersetzungen, sagt er. Wobei der Stiftungsprofessor unter Übersetzung nicht allein die Übertragung einer Sprache in die andere versteht, sondern auch die fruchtbare Auseinandersetzung zwischen den einzelnen kulturellen, intellektuellen und geistigen Traditionen, welche die geistige Größe Europas ausmachen. So leistet die Guardini Stiftung einen wichtigen Beitrag zu einem breit angelegten intellektuellen Austausch innerhalb Europas und letztlich weit darüber hinaus. Denn, so der Stiftungsprofessor Greisch: Nur einem Europa, das sich seiner inneren Pluralität bewusst ist, wird es gelingen, sein Erbgut auch im interkulturellen und interreligiösen Dialog mit anderen Kulturen fruchtbar zu machen. Guardini Stiftung Der Theologe und Philosoph Romano Guardini im Kreise seiner Studenten Die nach dem Theologen und Philosophen Romano Guardini ( ) benannte Stiftung wurde im Jahre 1987 zur Förderung von Kunst und Wissenschaft gegründet. Mit dem 2004 errichteten Guardini Stiftungsfonds verfolgt sie das Ziel, Kunst, Wissenschaft und Glauben, insbesondere durch die finanzielle Förderung der Guardini-Stiftungsprofessur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Humboldt- Universität zu Berlin und des Guardini Kollegs, ins Gespräch zu bringen.

17 28 Bericht Soziales 29 / Soziale Vielfalt Kinder brauchen: Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung, Verfolgung und Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und Betreuung bei Behinderung Soziales Engagement darf nicht bei der Aufdeckung von Missständen enden. Engagement bedeutet in erster Linie: handeln! Machen Sie sich zum Handelnden und fördern Sie Projekte, die ungeschriebene Gesetze durch Taten stützen. Kinder haben das Recht: auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause auf Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens auf Gesundheit, Bildung und Ausbildung auf Freizeit, Spiel und Erholung sich zu informieren, sich zu versammeln, sich mitzuteilen und gehört zu werden

18 30 Bericht Soziales 31 Ein Haus für alle Das Weigle-Haus mitten in Essen ist seit über 100 Jahren Heimat für viele Generationen von Jugendlichen. Hier geht es um sinnvolle Freizeitangebote und die Vermittlung von christlichen Werten. Das Weigle-Haus versteht sich als ein geistliches Zentrum inmitten der gegenwärtigen Jugendkulturen. Grillen und Chillen gibt es im Angebot. Eine WLan-Party. Boxen im Trainingsraum. I love my life ein Wochenende für junge Mädchen, an dem sie gemeinsam entspannen, reden, Filme schauen. Im Weigle-Haus der Evangelischen Jugend mitten im Zentrum von Essen verbringen Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters und aller sozialer Schichten ihre Freizeit in Gemeinschaft, begleitet von ausgebildeten Sozialpädagogen und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Spielen, Lernen, an der hauseigenen Kletterwand die eigenen Kräfte erproben, Spaß haben ohne Alkohol und Drogen: Für viele Kinder und Jugend liche ist der große, weiß und leuchtblau getünchte Bau ein zweites Zuhause. Bei familiären, beruflichen oder schulischen Sorgen hilft die Beratungsstelle des Hauses weiter. Streetworker kümmern sich um die Jugendlichen der Stadt, die den Weg noch nicht ins Weigle-Haus gefunden haben. Wir nehmen die jungen Menschen so an, wie sie sind, sagt Marion Aide, im Haus für Kultur und Finanzen zuständig. Wenn die Probleme zu groß sind, vermitteln wir die Jugend lichen weiter. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung anbieten, Gemeinschaft herstellen, Werte vermitteln: Das Konzept der über hundertjährigen Einrichtung hat sich längst bewährt gründete der junge Pfarrer Wilhelm Weigle den Evangelischen Jugendverein Essen-Ruhr, in dessen direkter Nachfolge der Verein Evangelische Jugend Weigle-Haus steht. Zuwendungen der Alfred und Cläre Pott-Stiftung, die einen Teil der Kosten sichern, ermöglichen dem Team seit 1996, das hohe Niveau des geräumigen Hauses zu halten. Die Stiftung, die auf den 1951 verstorbenen gleichnamigen Gründungsvater der Ruhrgas AG und seine Frau zurückgeht, verfolgt das Prinzip der regionalen Konzentration. In der Stadt Essen fördert sie kulturelle und soziale Einrichtungen. Als lokaler Anbieter brauchen wir die Unterstützung der Stiftung dringend, sie ist für uns elementar, sagt Marion Aide. Ohne Zuwendungen und ehrenamtliches Engagement wäre der Betreuungsaufwand im Haus, das inzwischen expandieren und zwei weitere Einrichtungen aufbauen konnte, nicht zu leisten. Auf drei geräumigen Stockwerken, ergänzt um große Kellerräume, hat das Team in dem bahnhofsnahen Haus Platz und Zeit für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und siebenundzwanzig. Auch einen Jugendgottesdienstsaal gibt es. Denn das Weigle-Haus ist eine Einrichtung, die sich bis heute christlichen Werten verpflichtet fühlt. Vorsichtig führt sie die Kinder und Jugendlichen in Gebeten und Gottesdiensten an Religion und Spiritualität heran. Eine Hürde stelle das, so Marion Aide, für die Jugendlichen nicht dar: Es geht uns zwar um sinnvolle Freizeitangebote und die Vermittlung von Werten. Aber wir sehen nicht wie eine Kirche aus. Eine Kirche, die explizit Jugendliche anspricht, müsse sich von einer Kirche der Erwachsenen unterscheiden. Wir machen den Glauben erfahrbar, und zwar spielerisch und experimentell, anschaulich und lustig. Wie fruchtbar die Arbeit ist, zeigt sich daran, dass im Weigle-Haus inzwischen auch eine Gemeinde aus ehemaligen Jugendlichen und anderen Erwachsenen entstanden ist, die lockere Gottesdienste und familienfreundliche Veranstaltungen mögen. Migranten besuchen vor allem die Sportangebote, bei der Hausaufgabenhilfe sind sie überdurchschnittlich repräsentiert. Trotz aller Konstanz hat sich das Weigle-Haus über die Jahrzehnte auch verändert: Erst seit den 90er-Jahren sind hier auch Mädchen eingeladen, hat sich die reine Jungenarbeit in eine gemischtgeschlechtliche verwandelt. Wir legen Wert auf gemeinschaftliche Projekte und Angebote, aber auch auf Gruppen, in denen die Geschlechter getrennt sind. Weil Jungen und Mädchen das brauchen, sagt Marion Aide. Im Moment sieht sich das Weigle-Haus mit den Entwicklungen im Bildungsland Nordrhein- Westfalen konfrontiert: Die wachsende Zahl an Ganztagsschulen verändern das Angebot der Hausaufgabenbetreuung im Weigle-Haus langfristig. Wenn die Kinder am späten Nachmittag das Schulhaus verlassen, sind sie oft zu erschöpft, um sich in weitere Freizeitangebote zu stürzen. Ein neues Konzept ersetzt darum das alte Programm von Mittagessen und Hausaufgaben betreuung: Das Team organisiert nun am Nachmittag Workshops, in denen Kinder ihre Schreib- und Lesefähigkeiten ausbauen, Spielangebote finden ebenfalls später statt, man reicht einen Snack zwischendurch. Die Kinder brauchen auch Pausen und Zeit für sich, sagt Marion Aide. Wir werden unser Engagement auf die Wochenenden und Ferienzeiten ausweiten. Bereits ab Herbst wird es neue Angebote für ganze Schulklassen geben, mit Seminaren zu Themen wie Mobbing, Selbstbehauptung oder Spiritualität. Lehrer und Lehrerinnen sollen solche Projekttage dann buchen können. Aber ein Haus, das bald hundert Jahre lang mit so mannigfaltigen Veränderungen Schritt hielt, wird auch diese Hürde meistern, da darf man ruhig optimistisch sein. Marion Aide sagt darum gut gelaunt: Was auch immer kommt: Es wird spannend! Alfred und Cläre Pott-Stiftung Das Weigle-Haus öffnet Tür und Tor für die Essener Jugendlichen Die Stiftung ist benannt nach dem Gründungsvorstand der Ruhrgas AG, Dr. Alfred Pott ( ) und seiner 1962 verstorbenen Ehefrau Cläre Pott, geb. Mommer, welche testamentarisch verfügt hat, das gemeinsame Vermögen in die Stiftung einzubringen. Gefördert werden Wissenschaft, Kultur, Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie Wohlfahrtspflege im Raum Essen durch Zuwendung an förderungswürdige Einrichtungen und Personen, wie beispielsweise das Essener Museum Folkwang.

19 32 Bericht Soziales 33 PRANA mit nachhaltigen Projekten für eine bessere Welt Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern und Spendern, kämpfen darum, weltweit die Chancen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf ein würdiges Leben zu verbessern. Auch die PRANA-Stiftung engagiert sich für humanitäre Projekte in Entwicklungsländern. Hierfür wendet sie Euro jährlich auf. Neben Bildungs- und Gesundheitsprojekten richtet die Stiftung mit ihrer Förderung von Mikrokrediten und Social Entrepreneurs ihre besondere Aufmerksamkeit auch auf wirtschaftliche, nachhaltige Innovation in den Entwicklungsländern durch leistungsstarke Jungunternehmer. Ein verlässliches Zuhause, eine solide Schul- und Berufsausbildung: In den Entwicklungsländern ist das für viele Kinder alles andere als selbstverständlich. Die Politik allein kann diese Probleme nicht schultern: Armut, Krieg, Umweltzerstörung und Klimawandel betreffen uns alle in unserem Alltag, so der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Diese Aufgaben fordern die ganze Gesellschaft. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern und Spendern, ringen darum, die Chancen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf ein würdiges Leben weltweit zu verbessern. Auch die 2005 gegründete PRANA-Stiftung, die in ihrem Namen das Sanskrit-Wort für Lebensatem, Lebensenergie trägt, engagiert sich für humanitäre Projekte in Entwicklungsländern, mit einem Jahresbudget von Euro. Neben Bildungs- und Gesundheitsprojekten richtet die Stiftung mit ihrer Förderung von Mikrokrediten und Social Entrepreneurs ihre besondere Aufmerksamkeit auch auf wirtschaftliche, nachhaltige Innovation in den Entwicklungsländern durch leistungsstarke Jungunternehmer. Die breite inhaltliche Aufstellung der Stiftung mit Projekten in einer Vielzahl von Ländern in Afrika, Asien und Südamerika stellt hohe Anforderungen an die Auswahl professioneller Projektpartner vor Ort. Für sie gelten strenge, überprüfbare Kriterien. Alle Projektpartner, so der Stifter Harry Roels, müssen als Non-Profit-Organisationen anerkannt sein mit solidem Management und einem offenen Arbeitsstil. Es punktet, wer geringe fixe und administrative Kosten, belastbare Erfahrungen im Land und gute Kontakte zu den Behörden vor Ort vorweisen kann. Auch Nachhaltigkeit, Effizienz, Wiederholbarkeit und Transparenz stehen bei den Auswahlkriterien von Partnerorganisationen weit oben. Tatsächlich hat die noch junge Stiftung schon wenige Jahre nach ihrer Gründung Ergebnisse vorzuweisen, die den Stifter Roels zu Recht freuen und seine Arbeit motivieren. In Guatemala konnte eine Grundschule gebaut werden. In Kenia, wo die Stiftung mit ihrem Partner, der holländischen Verkaart Stichting ein Waisenhaus stärkt, haben bereits 60 eltern- und mittellose Mädchen die Oberstufe abschließen können. 60 weitere Patenschaften unterhält die Stiftung derzeit. Wie in Kenia hat AIDS in Ghana viele Kinder zu Waisen gemacht. Darum unterstützt die PRANA-Stiftung ein Waisenhaus in Anwia Nkwanta in der Ashanti- Region von Ghana. Das Haus schenkt seinen jungen Bewohnern nicht nur Geborgenheit. Es Wasser ist Leben die PRANA- Stiftung unterstützt Projekte in Entwicklungsländern

20 34 Bericht Soziales 35 Hilfe zur Selbsthilfe ist der Grundsatz des One Acre Fund verhilft ihnen auch zu Schule und Ausbildung, damit abhängige Kinder zu unabhängigen, eigenständigen Erwachsenen heranwachsen. Landwirtschaftliche Programme ermöglichen dem Waisenhaus auf Dauer, sich selbst zu finanzieren. Zugleich profitieren die Kinder davon, Gemüse selbst anzubauen und Nutztiere zu halten und lernen auf diese Weise, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu sichern. Einen etwas anderen Fokus verfolgt die Stiftung in China: Xiao Ye Shi Yao lautet das chinesische Motto, zu Deutsch: Lachen ist die beste Medizin. Die Mitarbeiter der französisch-chinesischen Organisation Magic Hospitals nehmen sich hier sozial benachteiligter, vernachlässigter und missbrauchter Kinder in Peking an. Medium ist, wie in vielen großen, sozialen Projekten weltweit, die Musik mit der ihr eigenen persönlichkeitsstärkenden Kraft. Manche Kinder, die nie zuvor gesungen, getanzt oder Musik gehört haben, erfahren dank des Engagements der Magic Hospitals erstmals Wertschätzung und Respekt. Künftig will die PRANA-Stiftung, die die Anschaffung von Musikinstrumenten möglich gemacht hat, eine Stelle finanzieren, von der aus die französisch-chinesischen Projekte koordiniert werden. Auch für die Gesundheitsvorsorge in Entwicklungsländern setzt sich die Stiftung ein: In Uganda werden Ärzte und Krankenschwestern in der HIV- und AIDS-Vorsorge und Behandlung ausgebildet, der Malariaprophylaxe widmet sich die Stiftung in Äthiopien. Allein eine Million Kinder sterben nach Informationen der African Medical and Research Foundation AMREF jährlich an Malaria. Nachts unter Moskitonetzen zu schlafen, die mit Insektengift behandelt sind, reduziert das Risiko, sich zu infizieren erheblich. Darum unterstützt die PRANA-Stiftung ein Malaria-Projekt der AMREF, das schwangeren Frauen und Müttern von Kleinkindern imprägnierte Moskitonetze zur Verfügung stellt. Malariaaufklärung betreiben speziell ausgebildete Gesundheitshelfer. In einem der ärmsten Länder der Welt, in Tansania, wo nahezu 40 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, finanziert die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Organisation Water Aid im Distrikt Nzega die Errichtung von Trinkwasserstationen und schult Menschen vor Ort zum Thema Hygiene. Rund Männer, Frauen und Kinder erhalten dank dieses Projekts Zugang zu unbelastetem Wasser. Um Gesundheit geht es auch in einem Projekt der von der Stiftung geförderten Health Store Foundation. Nach einem Micro-Franchise- System baut die Foundation in benachteiligten Regionen Afrikas kleine Kliniken auf. So soll auch den Ärmsten der Zugang zu medizinischer Versorgung und hochwertigen Medikamenten ermöglicht werden. Mit dem wirtschaftlichen Ziel, Armut zu mindern, tritt die Stiftung in Indien an, wo die Drishtee Foundation tragfähigen Kleinstunternehmen, die in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Finanzdienstleistungen tätig sind, Mikrokredite gewährt. So soll die Infrastruktur im ländlichen Indien, wo Armen der Zugang zu Finanzdienstleistungen meist verwehrt ist, langfristig gestärkt werden. Auch in Kenia will die Stiftung in Projektpartnerschaft mit dem One Acre Fund Menschen helfen, sich selbst zu helfen. Farmer, permanent von Hunger und Armut bedroht, erhalten hier Werkzeuge, Saatgut und Düngemittel und das entsprechende Know-how, sich neue Märkte zu erschließen. Ganz besonderen unternehmerischen Geist fördert die PRANA-Stiftung mit der Unterstützung der internationalen Organisation Ashoka. Ashoka hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Visionen darin zu fördern, sich im Dienste der Gesellschaft unternehmerisch zu engagieren. Die von Ashoka ausgewählten Social Entrepreneurs werden darin beraten und unterstützt, mit innovativen Ansätzen möglichst nachhaltige Lösungen für soziale Probleme oder Missstände zu finden. In Süd-Ost-Asien fördert die PRANA-Stiftung sechs dieser sozialen Unternehmer, etwa einen Unternehmer in Thailand, der ein Informationssystem entwickelt hat, das ländlichen Krankenhäusern ermöglicht, detaillierte Daten zu erheben und effizienter zu arbeiten in diesen oftmals unterbesetzten und unterfinanzierten Einrichtungen ein kostensparender Weg zur besseren medizinischen Versorgung. In Indien unterstützt die Stiftung eine Unternehmerin, die ein videosharing -System mit Unterrichtseinheiten entwickelt hat und damit die Absicht verfolgt, dem Mangel an qualifizierten Lehrern in armen und abgelegenen ländlichen Regionen zu begegnen. In Johannesburg erhalten vier vielversprechende Schüler aus Mali, Senegal, Tansania und Uganda von der PRANA-Stiftung Stipendien für eine Ausbildung an der renommierten African Leadership Academy. Ziel der Akademie ist es, zukünftige Generationen von afrikanischen Führungskräften anhand eines Lehrplans mit starkem Fokus auf Unternehmertum und Führung auszubilden. Das Feedback, das wir durch unsere Unterstützung dieser verschiedenen Projekte erhalten, ist manchmal richtig bewegend, erzählt der Stifter. Durch unsere Stiftung merken wir nicht nur, dass wir etwas Bleibendes hinterlassen, sondern wir fühlen uns auch mehr als Teil der wahren Welt, verbundener und teilhabender. Ich glaube, indem wir das Schicksal einiger Menschen in der Welt verbessern, verbessern wir indirekt auch unseres. Allerdings mache er auch die Erfahrung, dass es nie genug Geld gibt, um alle Projekte zu unterstützen, die es verdient hätten. In diesem Sinne hoffen Roels und seine Familie, dass viel mehr Menschen zu Stiftern werden. PRANA-Stiftung Die PRANA-Stiftung fördert humanitäre Projekte zur Verbesserung der Bildung, Gesundheit und der Lebensverhältnisse von Frauen und Mädchen Die Stiftung wurde 2005 zum Zweck der Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege, der Jugendhilfe, Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie der Entwicklungshilfe errichtet. Schwerpunktmäßig fördert sie vor allem konkrete humanitäre Projekte zur Verbesserung der Bildung, Gesundheit und der Lebensverhältnisse von Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern. Des Weiteren unterstützt sie Sozialunternehmer, die mit innovativen Ideen Ansätze für nachhaltige Lösungen sozialer Probleme oder Missstände suchen.

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