Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten im Studiengang BWL Industrie, Abteilung 2

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1 D U A L E H O C H S C H U L E Baden-Württemberg Studiengang BWL - Industrie Fakultät für Wirtschaft Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten im Studiengang BWL Industrie, Abteilung 2 Vorbemerkung 1. Zielsetzung schriftlicher Arbeiten im Studiengang BWL- Industrie 1.1 Projektarbeiten 1.2 Bachelorarbeit 2. Themenfindung, Erstellung und Abgabe der Arbeiten 2.1 Projektarbeiten 2.2 Bachelorarbeit 3. Betreuung und Bewertung der Arbeiten 3.1 Betreuung 3.2 Bewertung 3.3 Kriterienkatalog zur Bewertung von Projekt- und Bachelorarbeiten 4. Bearbeitung durch die Studierenden 4.1 Allgemeine Hinweise zur Erstellung der Arbeiten 4.2 Arbeitshinweise Planung der Arbeitsphasen Literaturerschließung Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 1

2 4.2.3 Formale Gestaltung Anzahl der Exemplare und Umfang Seitenlayout und Seitenangabe Schrift und Zeilenabstand Nummerierung der Seiten Abbildungen und Tabellen Literaturverzeichnis Ordnung des Aufbaus Inhalt und Aufbau Abkürzungen Quellenangaben Zitationsgrundsätze Technik der Quellenangabe und des Zitierens 5. Anlagen Anlage 1: Muster: Titelblatt einer Projektarbeit Anlage 2: Muster: Titelblatt einer Bachelorarbeit Anlage 3: Muster: Ehrenwörtliche Erklärung Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 2

3 Vorbemerkung: Bei diesen Richtlinien handelt es sich zum Teil nicht um verbindliche Vorschriften, sondern um Orientierungen, die bei der Verfassung schriftlicher Arbeiten hilfreich sein sollen. Es ist also möglich, auch andere, in der Wissenschaft gebräuchliche Verfahrens- und Vorgehensweisen in sich konsistent zu praktizieren. 1. Zielsetzung schriftlicher Arbeiten im Studiengang BWL- Industrie 1.1 Projektarbeiten Die Projektarbeiten dienen dazu, den Transfer der in den Theoriephasen gelegten wissenschaftlichen Grundlagen und deren Anwendung in den betrieblichen Praxisphasen zu dokumentieren. Die Erkenntnisse der jeweiligen Fachwissenschaft (hier: Industriebtriebswirtschaftslehre) sollen auf eine betriebliche Fragestellung angewandt werden. Die Studierenden sollen zeigen, dass sie betriebliche Prozesse qualifiziert bewerten, verarbeiten und weiterentwickeln können. Die zu bearbeitende Fragestellung soll einer wissenschaftlich fundierten Problemlösung zugeführt werden. Die Erstellung der Projektarbeiten und die Präsentation der zweiten Projektarbeit in einem Präsentationsseminar sind die Prüfungsleistungen der ersten beiden Praxismodule. 1.2 Bachelorarbeit "Sie soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine praxisbezogene Problemstellung selbständig unter Anwendung praxisbezogener sowie wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden zu bearbeiten"( 15, Abs. 1 der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Als Kompetenzen, die der Studierende durch die Bachelorarbeit nachzuweisen hat, werden gefordert: Fundierte und umfassende fachlichen Kenntnisse Fähigkeit zu analytischem und systematischem Denken Fähigkeit zu kritisch-konstruktivem Denken Kenntnis spezifischer Praxisprozesse Fähigkeit zur Umsetzung in der Praxis Fähigkeit in wissenschaftlichen Begründungszusammenhängen zu argumentieren Dokumentation von Bewertungsfähigkeit Anwendung von Problemlösungs- und Projektmanagementtechniken Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 3

4 2. Themenfindung, Erstellung und Abgabe der Arbeiten 2.1 Projektarbeiten Bestandteil jedes Studienjahres ist ein Praxismodul. Die Prüfungsleistung in den Praxismodulen ist in den ersten beiden Studienjahren jeweils eine Projektarbeit. Die Projektarbeit des zweiten Praxismoduls ist vom Verfasser in einem Präsentationsseminar vorzutragen ( 13, Abs. 1 der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Die Themenvereinbarung für die Projektarbeiten erfolgt zwischen Studierenden und der jeweiligen Ausbildungsstätte. Die Bearbeitung des Projektthemas umfasst die Vorbereitungen, das Erarbeiten und, bei der zweiten Projektarbeit, die Präsentation (bei der 2. Projektarbeit) in einem Präsentationsseminar an der DHBW. Die schriftliche Dokumentation hat den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Die Analyse und Synthese der inhaltlichen Problematik hat neben den konkreten praktischen Abläufen auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen. Die Abgabe der ersten Projektarbeit erfolgt zeitnah zum Ende des ersten Studienjahres im zuständigen Sekretariat. Der Wochenbeginn zwei Wochen vor Beginn des 3. Theoriesemesters ist der späteste Eingang der Arbeiten incl. Betriebliche Stellungnahme (vgl. auch S. 6) durch die Ausbildungsstätte beim zuständigen Studiengangsleiter. Der Wochenbeginn acht Wochen vor Beginn des 3. Theoriesemesters ist der späteste Termin für die Meldung der Themen durch die Firmenbetreuer beim zuständigen Studiengangsleiter. Ohne zeitnahe ablehnende Rückmeldung durch den Studiengangsleiter gilt das Thema als genehmigt. Die Präsentationen der zweiten Projektarbeiten erfolgen im Laufe der 38. KW des zweiten Studienjahres im Rahmen eines Präsentationsseminars. Der Beginn der 36. KW ist der späteste Eingang der Arbeiten incl. Betriebliche Stellungnahme (vgl. auch S. 6) durch die Ausbildungsstätte beim zuständigen Studiengangsleiter. Der Beginn der 30. KW ist der späteste Termin für die Meldung der Themen durch die Firmenbetreuer beim zuständigen Studiengangsleiter. Ohne zeitnahe ablehnende Rückmeldung durch den Studiengangsleiter gilt das Thema als genehmigt. Die genauen Termine für die jeweiligen Jahrgänge werden rechtzeitig bekannt gegeben. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 4

5 2.2 Bachelorarbeit Das Thema der Bachelorarbeit wird von der Studienakademie im Benehmen mit der Ausbildungsstätte vergeben. Die schriftliche Anmeldung der Bachelorarbeit bei der Studiengangsleitung hat durch den Studierenden spätestens zu dem von der Studienakademie festgesetzten Termin zu erfolgen. Die Studiengangsleitung genehmigt das Thema ( 15, Abs. 2 der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Mit dem betrieblich abgestimmten Themenvorschlag sucht der Studierende im Benehmen mit dem Studiengangsleiter einen betreuenden Dozenten. Es ist zu beachten, dass zur Bachelorarbeit ein sogenanntes Abstract anzufertigen ist. Es handelt sich hierbei um eine knappe Zusammenfassung der Arbeit mit ihren wichtigsten Ergebnissen auf max. einer DIN-A-4 Seite. Das Abstract ist nach dem Textteil einzubinden und darüber hinaus mit der Bachelorarbeit bei der Studiengangsleitung in fünffacher Ausfertigung abzugeben mit der Angabe von Name, Kurs, Firma und Thema. Es dient u. a. zur Information der Prüfer im Vorfeld der mündlichen Bachelorprüfung. Die Bachelorarbeit wird in der fünften oder sechsten Praxisphase erstellt. Der Studierende hat für die Erstellung der Bachelorarbeit einen Workload von mindestens 360 Stunden zu leisten ( 15, Abs. 3 der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Die Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit beträgt 12 Wochen. Auf begründeten Antrag kann die Studienakademie die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um eine angemessene Frist verlängern. Der Antrag ist vor Ablauf der Bearbeitungsfrist einzureichen und von der Ausbildungsstätte mit einer Stellungnahme zu versehen ( 15, Abs. 4 der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Die Arbeit ist zu dem von den Studiengangsleitern festgesetzten Termin im zuständigen Studiengangssekretariat in zweifacher Ausfertigung abgegeben. Ein Exemplar erhält die Duale Hochschule, das zweite der betreuende Dozent. Zusätzlich zu den beiden Exemplaren ist bei der Bachelorarbeit eine CD mit der Word- Datei (keine PDF- Datei!) der gesamten Arbeit abzugeben. Bei nicht fristgerechter Abgabe muss eine Bachelorarbeit mit der Note "nicht ausreichend" bewertet werden. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 5

6 3. Betreuung und Bewertung der Arbeiten 3.1 Betreuung In der Entstehungsphase liegt die Projektarbeitsbetreuung bei der Ausbildungsstätte. Von ihr wird eine Betriebliche Stellungnahme in standardisierter Form abgegeben; in der zwar keine Notengebung erfolgt, wohl aber eine Freigabe zur Einreichung als Projektarbeit durch die Ausbildungsstätte. Im Rahmen der Betreuung der Bachelorarbeit, die eine im Zeugnis separat ausgewiesene Prüfungsleistung der Studierenden darstellt, berät der betreuende Dozent über das Vorgehen und die Arbeitsweise bei der Anfertigung der Arbeit, insbesondere bespricht er mit dem Studierenden den Aufbau der Gliederung und dabei auch die Schwerpunkte der Arbeit. 3.2 Bewertung Die Projektarbeit des ersten Praxismoduls bewertet der wissenschaftliche Betreuer mit bestanden oder nicht bestanden. Zusammen mit der Betrieblichen Stellungnahme kann durch den Firmenbetreuer zusätzlich ein standardisiertes Gutachten Projektarbeit I ausgefüllt werden, um dem Studierenden ein qualifiziertes feed back zu seiner Arbeit zu geben. Im zweiten Praxismodul sind Projektarbeit und Präsentation Teilprüfungsleistungen, die getrennt benotet werden. Die Bewertung der Projektarbeit erfolgt mit Hilfe des standardisierten Formulars Gutachten Projektarbeit II durch fachlich und wissenschaftlich ausgewiesene Vertreter der Praxis, Professoren oder akademische Mitarbeiter. Die Bewertung der Präsentation wird von einem Hochschullehrer der Dualen Hochschule und von Vertretern der beruflichen Praxis vorgenommen. Die Modulnote ergibt sich als arithmetisches Mittel aus Projektarbeits- und Präsentationsnote (vgl. hierzu auch 13, Abs. 2 der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Die Studiengangsleitung benennt für die Betreuung und Bewertung der Projektarbeit eine qualifizierte Person. Fachlich und wissenschaftlich ausgewiesene Vertreter der Praxis, Professoren oder akademische Mitarbeiter einer Hochschule können als wissenschaftliche Betreuer zugelassen werden (vgl. hierzu auch Anlage 1 (zu 5 Abs. 1) Projektarbeit(PA) der StuPrO DHBW Wirtschaft vom 18. Mai 2009). Die Bachelorarbeit wird vom betreuenden Dozenten korrigiert und bewertet. Ergänzend kann er insbesondere dann, wenn bei der Bewertung betriebsspezifische Gegebenheiten zu beurteilen sind, eine Stellungnahme der Ausbildungsstätte einholen. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 6

7 Die Ausbildungsstätte gibt dem betreuenden Dozenten und dem Studiengangsleiter an, welche Inhalte der Bachelorarbeit gegebenenfalls vertraulich zu behandeln sind. In diesem Fall kann die Bachelorarbeit mit einem Sperrvermerk versehen werden. Dieser ist unmittelbar nach dem Titelblatt in die Bachelorarbeit einzufügen. Zur Dokumentation der Notengebung erstellt der betreuende Dozent ein Gutachten Bachelorarbeit, das vom Verfasser der Arbeit eingesehen werden kann, und versieht die Arbeit mit Korrekturhinweisen. Im Wesentlichen sind dabei folgende Aspekte zu beachten: Das Gutachten hat fundierte Aussagen zu Erfüllung bzw. Missachtung der in Punkt 3.3 genannten Kriterien (Themenerfassung und Strukturierung, Themenbearbeitung, Literaturauswahl und Literaturbearbeitung, Formale Aspekte) zu enthalten. An den zu kritisierenden Stellen der Arbeit sind entsprechende, aussagekräftige, aber sachliche Anmerkungen zu machen. Insgesamt soll durch die Korrekturhinweise und das Gutachten dem Studierenden und Dritten die Nachvollziehbarkeit der Bewertung ermöglicht werden. Die in der StuPrO DHBW Wirtschaft definierten Noten ergeben sich konkret wie folgt: Tiefgreifende Mängel bzw. Verstöße in mehreren Fällen gegen die genannten Kriterien oder allein gravierende Verstöße gegen das wissenschaftliche Arbeiten führen zur Note nicht ausreichend. Bei deutlichen Abstrichen in der Mehrzahl der oben genannten Kriterien ist auf die Note ausreichend zu erkennen. Sind die genannten Kriterien im Wesentlichen erfüllt entspricht dies einer durchschnittlichen Leistung und damit der Note befriedigend. Für die Note gut ist das Erfüllen der Mehrzahl der genannten Kriterien in besonderem Maße erforderlich. Die Note sehr gut darf nur vergeben werden, wenn bei allen genannten Kriterien die gesetzten Maßstäbe weit übertroffen werden. Nur wenige geringfügige Abstriche davon sind noch akzeptierbar. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 7

8 3.3 Kriterienkatalog zur Bewertung von Projekt- und Bachelorarbeiten Selbstständige und ohne Aufsicht erstellte schriftliche Arbeiten haben grundsätzlich den Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens zu entsprechen. Die Betreuer der Arbeiten sollen sich nach folgenden, von der Fachkommission Wirtschaft aufgestellten Grundsätzen richten. (1) Themenerfassung und Strukturierung Klare und eindeutige Formulierung der Problemstellung! Eindeutige und klare Zielformulierung Richtige und vollständige Erfassung des Themas! Verständliche und aussagekräftige Gliederung! Anhand der Gliederung Erkennbarkeit einer logischen Gedankenführung! Aktualität und Praxisrelevanz! (2) Themenbearbeitung Sachgerechte Definitionen bei den erforderlichen Begriffsabgrenzungen! Darlegung von Pro- und Contraargumenten zu den jeweiligen Diskussionspunkten! Logik der jeweiligen Gedankenführung! Ableitung der Aussagen und Erkenntnisse im Begründungszusammenhang! Vorliegen von Argumentationssprüngen und Widersprüchen in den Aussagen! Diskussion von unterschiedlichen Meinungen! Fundierte Erarbeitung der Lösungsansätze aus der Wissenschaft, der Praxis und auch eigener Vorschläge! Aussagekräftige Dokumentation der Erkenntnisse! Aufzeigen von bestehenden und verbleibenden Problemlösungslücken! Formulierung von fundierten Zukunftsszenarien! Vorliegen einer kritischen Distanz zu den in der Literatur und Praxis vorgefundenen Meinungen und Verfahren! Hinreichende und kritische Hinterfragung der verschiedenen Ansichten und Methoden! Betriebswirtschaftlich und fachsprachig korrekte Aussagen. Verständliche Darstellung für einen sachkundigen Dritten! Wissenschaftlichkeit der Sprache! Begründete Auswahl und korrekte Durchführung der angewandten Forschungsmethode(n) (Fragebogen, Stichprobe, Auswertung usw.)! Verbesserung der Aussagekraft der Arbeit durch qualitativ ansprechende grafische Ergänzungen, tabellarischen Übersichten und Zusammenfassungen! (3) Literaturbasis und Literaturauswertung Verarbeitung einer nach Quantität und Qualität angemessenen Literaturbasis! Verwendung von wissenschaftlicher Literatur (u.a. Monographien, Festschriften, Tagungsbänden), die deutlich über Standard-Lehrbücher hinausgeht! Berücksichtigung des aktuellen wissenschaftlichen Standes durch Auswertung von aktuellen Artikeln in Fachzeitschriften! Skripte, Skriptliteratur und allgemeine Lexika sind keine zitierfähigen Unterlagen! Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 8

9 Wissenschaftlich korrekte Vorgehensweise durch exaktes Kenntlichmachen aller fremden Quellen und entsprechende Verweise in Fußnoten und im vollständigen Quellenverzeichnis! (4) Formale Aspekte Korrektheit der äußeren Form, z.b. bei Deckblatt, Selbstständigkeitserklärung, Schrift, Seitennummerierung und Seitenumbruch! Korrekte Anwendung der Regeln der Rechtschreibung und Interpunktion! Keine Unter- oder Überschreitung des geforderten Umfangs um mehr als 10%. Korrektes Erstellen aller erforderlichen Verzeichnisse (z.b. Abkürzungs-, Abbildungsverzeichnis, Literatur- und Rechtsprechungsverzeichnis)! Klare und übersichtliche Darstellung! 4. Bearbeitung durch die Studierenden Die nachfolgenden Hinweise beziehen sich vor allem auf die Bachelorarbeit. Für die Projektarbeiten sind insbesondere inhaltliche Abstriche an den Forderungen zu machen. 4.1 Allgemeine Hinweise zur Erstellung der Arbeiten Der Studierende ermittelt themenrelevante Literatur (Firmenunterlagen, Bücher, Aufsätze, etc.). Nach der Auswertung der themenrelevanten Literatur stellt der Studierende seine Ausführungen zu dem Thema in einer gedanklich ausgewogenen, sprachlich ausgefeilten und fertigen Form schriftlich dar. Es wird empfohlen, den Gliederungsentwurf vorab mit dem betreuenden Firmenvertreter bzw. mit dem wissenschaftlichen Betreuer abzustimmen. Die Arbeit soll den Stand der gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse wiedergeben und - soweit möglich - unterschiedliche Ansätze und Meinungen, kritische Stellungnahmen, kontroverse Fachdiskussionen und neueste wissenschaftliche Ergebnisse enthalten. Der Studierende soll in der Bachelorarbeit: - die zur Erfassung und Behandlung des Themas notwendige wissenschaftliche und fachpraktische Literatur selbst suchen und sich erschließen, - Fakten und Fragestellungen der Praxis, die zum Thema relevant sind, zusammenstellen, - die praxisbezogene Problemstellung anhand der Literatur und der Gegebenheiten der Praxis genau herausarbeiten, - die für das Thema relevanten theoretischen Zusammenhänge und grundsätzlichen Lösungsansätze aufzeigen, - in der Praxis umsetzbare Lösungsvorschläge herausarbeiten, wobei Methoden und Verfahren aus der Literatur und aus der praktischen Erfahrung des Ausbildungsbetriebs verarbeitet werden sollen. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 9

10 4.2 Arbeitshinweise Planung der Arbeitsphasen Es wird empfohlen, die einzelnen Phasen der Arbeitsdurchführung in einem Terminplan zu strukturieren: Phase 1: Phase 2: Phase 3: Problemanalyse, Gliederung, Literatursuche und -erschließung (ca. 1/4 der Gesamtzeit), Erarbeitung von Lösungsansätzen, eingehende Lektüre, u. U. empirische Untersuchung, Erstellung der Rohfassung (ca. 1/2 der Gesamtzeit), Endfassung, Schlusskorrektur, technische Fertigstellung (ca. 1/4 Gesamtzeit) Literaturerschließung Zwei grundsätzliche Empfehlungen zum Umgang mit der wissenschaftlichen Literatur : - Vom Allgemeinen zum Besonderen: Nachschlagewerke - Monographien - Aufsätze in Fachzeitschriften und Sammelwerken, - Gleichzeitig zur Literaturerschließung sollte eine Literaturdokumentation mit voll ständigen bibliographischen Angaben und Zuordnung zu den einzelnen Gliederungspunkten der Arbeit erstellt werden, um die Literaturverwertung durch Zitate nachvollziehbar zu machen. Dies gilt insbesondere auch für Internetquellen Formale Gestaltung Grundsätzlich ist auf ein klares, in sich stimmiges und konsistentes Layout zu achten, zu dessen Gestaltung neben den Vorgaben aus der Prüfungsordnung nachfolgend einige Richtlinien gegeben werden, die sich als Empfehlungen verstehen Anzahl der Exemplare und Umfang Von der ersten und der zweiten Projektarbeit sind je zwei Exemplare abzugeben. Die Projektarbeiten sollen einen Umfang von 20 bis maximal 30 Seiten umfassen. Von der Bachelorarbeit sind zwei Exemplare und eine CD mit dem Word- Text abzugeben. Zusätzlich ist ein Abstract in fünffacher Ausfertigung abzugeben(vgl. Punkt 2.2). Die Bachelorarbeit soll einen Umfang von in der Regel 60 bis maximal 80 Seiten umfassen. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 10

11 Seitenlayout und Seitenangabe Auf der linken Seite des Blattes ist ein Rand von ca. 4,0 cm frei zu lassen, auf der rechten Seite ein solcher von ca. 2,5 cm. Am oberen Blattrand sind bis zur der Seitenangabe (in der optischen Mitte des Textes) ca. 2,5 cm freizuhalten, bis zum Beginn des Textes weitere 1,5 cm. Die Seitenangabe ist stets mittig und in zwei Spiegelstrichen eingeschlossen. Weitere, jede Seite kennzeichnende Angaben sind nicht üblich und sollen unterbleiben. Am unteren Ende des Blattes sind 2,0 cm freizulassen Schrift und Zeilenabstand 1 1/2 - zeilig, Schriftgrad 12 pt., wobei eine gängige Proportionalschrift verwendet werden sollte (z.b. Times New Roman), nach jedem Absatz ist eine Leerzeile erforderlich, dabei nicht einrücken. Die Überschriften der Ebene 1 können eine Schriftgröße von 14 pt aufweisen. Fußnoten sind 1 zeilig mit Schriftgrad 10 pt zu schreiben. Innerhalb von Abbildungen und Tabellen sollte der Schriftgrad mind. 10 pt betragen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit sollte im Text Blocksatz verwendet werden, der eine automatische Silbentrennung erforderlich macht. Wichtige Stichworte für den roten Faden können durch Fettdruck hervorgehoben werden Nummerierung der Seiten Inhalts-, Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs-, Literaturverzeichnis und Anhang sollten fortlaufend in römischen Zahlen beginnend mit - I - nummeriert werden. Der eigentliche Text sollte dagegen mit arabischen Zahlen beginnend mit nummeriert werden Abbildungen und Tabellen Abbildungen und Tabellen müssen nummeriert werden und einen Titel tragen. Diese Angaben sind unterhalb der Schaubilder anzugeben. Die Nummerierung erfolgt durchgängig. Abbildungen und Tabellen sind in den Text zu integrieren, wenn sie einen Bezug zum Text haben. Bei der unveränderten Übernahme von Abbildungen und Tabellen aus der Literatur ist stets die Quelle zu nennen. Dagegen kann generell auf den Zusatz Eigene Darstellung bei vom Verfasser selbst entwickelten Abbildungen und Tabellen verzichtet werden. Umfangreiche, nicht unmittelbar für das Verständnis der Arbeit erforderliche Darstellungen gehören in den Anhang. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 11

12 Literaturverzeichnis Das Literaturverzeichnis muss alphabethisch und chronologisch nach Autoren geordnet sein. Die folgenden Angaben sind erforderlich: Name und Vorname des Autors: Falls kein Verfasser bekannt ist, muss die betreffende Quelle unter o.v. eingeordnet werden; akademische Grade und Titel werden nicht angegeben. Bei mehreren Werken eines Verfassers wird nach dem Erscheinungsjahr beginnend mit dem ältesten Werk geordnet. Bei mehreren Werken eines Autors aus einem Jahr werden hinter der Jahreszahl Kleinbuchstaben beginnend mit a eingeführt. Titel des Werkes bzw. Aufsatzes: Bei Aufsätzen in Zeitschriften ist zusätzlich durch den Hinweis in der Name der Zeitschrift anzugeben. Bei Aufsätzen in Sammelwerken müssen durch den Hinweis in der Name des Herausgebers bzw. der Herausgeber mit dem Zusatz (Hrsg.) und der Titel des Sammelwerkes angegeben werden. Band, Auflage: (falls erforderlich). Erscheinungsort: Entfällt bei Zeitschriften. Verlag: zusätzlich zum Erscheinungsort, insbesondere im Internetzeitalter hilfreich und daher empfohlen Entfällt bei Zeitschriften. Erscheinungsjahr. Erste und letzte Seite des Aufsatzes: bei Fachzeitschriften und Sammelwerken, entfällt bei Büchern. Bei der Verwendung des Autor-Jahr-Systems hat es sich eingebürgert, im Literaturverzeichnis die Jahreszahl vorne in runden Klammern nach Autornamen anzugeben. Sie wird dann hinten meistens weggelassen. Ist ein Buch von zwei oder drei Autoren verfasst worden, wird zwischen die Namen der einzelnen Autoren ein Komma oder ein Schrägstrich gesetzt. Bei mehr als drei Autoren wird nur der erste Name genannt und mit der Abkürzung et al. versehen. Die Quellenangaben im Literaturverzeichnis sind in einem einzeiligen Abstand zu schreiben, erforderliche zweite oder dritte Zeilen sollten etwas eingerückt werden, zwischen den Quellenangaben sollte eine Leerzeile stehen(vgl. auch das beispielhafte Literaturverzeichnis in Punkt ). Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 12

13 Ordnung des Aufbaus - 1 Titelblatt - 2 evtl. Sperrvermerk - 3 evtl. Vorwort - 4 Inhaltsverzeichnis - (nur als Überschrift einer Seite mit römischer Seitenzahl, d.h. also - kein Hinweis mehr auf eben dieses Inhaltsverzeichnis) - darin: - Hinweis auf Abkürzungsverzeichnis (nur Seitenangabe) - Hinweis auf Abbildungs- / Tabellenverzeichnis (nur Seitenangabe) - die GLIEDERUNG der Arbeit, aber ohne das Wort Gliederung! - 5 Abkürzungsverzeichnis - 6 Abbildungs- / Tabellenverzeichnis - 7 T E X T der Arbeit, beginnend mit Gliederungspunkt Abstract - 9 evtl. Anhang mit evtl. vorgestelltem Anhangverzeichnis - 10 Literaturverzeichnis - 11 ehrenwörtliche Erklärung (siehe Anlage 3) Inhalt und Aufbau Die Gliederung bildet einen Teil der Arbeit und soll zeigen, in welcher Weise das Thema verstanden und bearbeitet wurde. Sie hat den logischen Aufbau, d.h. den roten Faden der Arbeit wiederzuspiegeln. Jeder Gliederungspunkt wird mit einer Seitenzahl versehen, die Gliederungspunkte sind kurz, aussagefähig und grundsätzlich in substantivierter Form zu formulieren. Die Gliederungspunkte sind exakt im Text zu übernehmen. Auf konsequente Gliederungsklassifikation (empfohlen wird die Dezimalklassifikation), auf Kriterienkonsistenz und korrekte Zuordnung von Ober- und Unterpunkten ist zu achten. Insbesondere muss jede Untergliederung mindestens zwei Unterpunkte haben! Vorwort: Das Vorwort enthält im Unterschied zur Einleitung nur persönliche Bemerkungen. Einleitung: Die Einleitung hat die Funktion der Hinführung zum Thema. Deshalb sind hier sachliche Bemerkungen zu Problemstellung, Abgrenzung und Präzisierung des Themas, Ziel und methodischem Vorgehen der Arbeit angezeigt. Diese können auch so als Gliederungspunkte genannt werden. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 13

14 Beispielhafter Gliederungsausschnitt zur Verdeutlichung des Prinzips der Dezimalklassifikation: 1. Einleitung Problemstellung Gang der Arbeit Theoretische Grundlagen Theoretische Grundlagen zur Distribution Distribution, Distributionssystem und Distributionspolitik Absatzkanal, Absatzkanalsystem und Absatzkanalpolitik Theoretische Grundlagen zur Online- Distribution E- Commerce Online- Marketing und Online- Distribution 7 3. Gegenwärtige Systeme der Automobildistribution Konventionelle Automobildistribution Abkürzungen Im laufenden Text sind Abkürzungen zu vermeiden! Wenn erforderlich, dann sollten nur geläufige, niemals aber selbst kreierte Abkürzungen benutzt werden. Die allgemein bekannten Abkürzungen werden nicht in das Abkürzungsverzeichnis aufgenommen (z.b., vgl., usw.). Hingegen finden die im einschlägigen Fachgebiet üblichen und insbesondere die firmenspezifischen Abkürzungen Aufnahme im Abkürzungsverzeichnis. Bequemlichkeitsabkürzungen sind nicht gestattet (also z.b. nicht BWL, MAWI etc.). Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 14

15 4.2.6 Quellenangaben Zitationsgrundsätze Eine Grundregel wissenschaftlichen Arbeitens ist die Trennung fremder und eigener Gedanken. Ein Kennzeichen jeder wissenschaftlichen Arbeit ist die Nachprüfbarkeit der Methoden, die Offenlegung der Quellen, die nachvollziehbare Darstellung der Argumentation und das Veröffentlichen der Ergebnisse. Diese Eigenschaften haben für das Schreiben einer Arbeit zur Folge, dass die Quellen und Werke auf die man sich stützt genau anzugeben sind, und zwar sowohl in einem Literaturverzeichnis, in dem sämtliche für eine Arbeit benutzten Materialien aufgeführt werden, wie auch jedes Mal, wenn im Text auf sie zurückgegriffen wird, also auch wenn nicht im Wortlaut zitiert wird, sondern eine Quelle nur dem Sinn nach benutzt wird. Dabei gilt, dass jede Wiedergabe fremder Gedanken bzw. jedes Zitat nachprüfbar sein muss. Das Zitat ist also aus der Primärquelle zu entnehmen, es darf sich kein anderer Sinn als im Original ergeben, also nichts anderes enthalten, als was der zitierte Verfasser mit dem wörtlichen oder sinngemäßen Zitat belegen möchte. Darüber hinaus muss jede Quellenangabe hinreichend genau sein, um den Leser tatsächlich zur Quelle zu führen, falls er das wünschen sollte. Generell ist jede verwendete Quelle anzugeben. Es sollte nur Originalliteratur zitiert werden (= Primärquelle). Das Zitieren nach Sekundärliteratur ist nur dann zulässig, wenn die Originalliteratur nicht oder nicht mehr herangezogen werden konnte. Korrekterweise wird dann die Quelle angegeben, in der das Zitat gefunden wurde, und nicht so getan, als würde man aus dem Originaltext zitieren. Stützt sich ein Verfasser in einem Abschnitt intensiv auf eine oder mehrere Quellen, dann muss nicht bei jedem Satz ein Verweis angebracht werden. Es kann vielmehr nach dem ersten Satz des Abschnitts in einem generellen Verweis auf diese Quellen hingewiesen werden, sodass nur noch die eventuellen wörtlichen Zitate jeweils genau nachgewiesen werden müssen. Es ist auch nicht jede Behauptung zu belegen. Allgemeinwissen und in einem Fach allgemein bekanntes Wissen muss nicht belegt werden. Allerdings ist die Entscheidung, was als allgemein bekannt ist oder innerhalb des Themengebietes als gängiges Wissen vorausgesetzt werden kann, durchaus nicht trivial. Weil in einer Arbeit auf eine Quelle meist mehrfach verwiesen wird, wäre es sehr unökonomisch, diese an den entsprechenden Stellen jeweils mit den vollständigen Literaturangaben zu zitieren. Deshalb hat sich eine Reihe von Möglichkeiten für Kurzverweise auf Quellen im laufenden Text herausgebildet, die auf dem Zusammenwirken von Kurzbeleg und Literaturverzeichnis basieren. Ein Blick in die Literaturverzeichnisse einiger wissenschaftlicher Publikationen zeigt, dass sich bei aller Beachtung der prinzipiellen Informationsanforderungen bei den Details der Gestaltung der Literaturangaben eine Fülle von Varianten findet. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 15

16 Technik der Quellenangabe und des Zitierens Eine erschöpfende Darstellung alternativer Techniken der Quellenangabe und des Zitierens kann hier nicht erfolgen. In jedem Fall ist die Zitierweise mit dem betreuenden Dozenten abzustimmen. Es wird empfohlen, die einfache, lesefreundliche und schreibtechnisch sehr ökonomische "Harvard - Methode" bzw. das Autor- Jahr- System zu verwenden, d.h. es werden für Quellenangaben im Text keine Fußnoten verwendet sondern im Text auf die Quelle verwiesen. Im Folgenden werden die wichtigsten und am häufigsten vorkommenden Fälle des Literaturbelegs nach der Harvard- Methode beispielhaft behandelt: Diese verkürzte Quellenangabe im laufenden Text nennt stets mindestens den Nachnamen des Verfassers und das Erscheinungsjahr der Publikation. Ein Verfahren zur mehrdimensionalen Skalierung von Images wurde von Dichtl / Schobert (1979)vorgeschlagen. Für die durch Kroeber - Riel (1984) vertretene Richtung... Die vollständigen bibliographischen Angaben zu den Quellen bleiben dem Literaturverzeichnis vorbehalten. Die Anlage von belegenden Fußnoten entfällt dadurch. Wenn innerhalb eines Abschnitts mehrfach nacheinander auf die gleiche Quelle zurückgegriffen wird, so genügt für die auf den ersten Verweis folgenden Verweise unter Umständen allein die Angabe der Seitenzahlen. Dies natürlich nur, solange nicht dazwischen auf eine andere Publikation hingewiesen wird. Eine eingehende Erörterung der Diskussion um Schulentwicklung bietet Meier (1998). Nach einer kritischen Erörterung der die Weiterbildung dominierenden Modelle (S ), die allesamt.. Generell unterscheidet man wörtliche und nicht - wörtliche bzw. sinngemäße Zitate: Bei einem wörtlichen Zitat, das durch Anführungszeichen am Zitatanfang und am Zitatende zu kennzeichnen ist, sind unmittelbar im Anschluss an das Zitat Verfasser, Jahreszahl und die genaue Nr. der Seite, auf der das Zitat wieder zu finden ist, anzugeben. Behrens (1963, S. 32) spricht in diesem Zusammenhang von "globaler Vergessensanweisung",... "In der Grundform der Istkostenrechnung werden alle verbrauchten Gütermengen mit den zugehörigen Istpreisen einschließlich der effektiv angefallenen Beschaffungsnebenkosten bewertet" (Kilger 1974, S. 30). Um aus der Menge gleichzeitig angebotener Mitteilungen ausgewählt zu werden, muss ein Werbemittel Auf- Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 16

17 merksamkeit bzw. den " Schlüssel zur Verbraucherseele" (Jacobi 1963, S. 507) erringen. Soll innerhalb eines wörtlichen Zitates etwas ausgelassen werden, um es auf die im Zusammenhang wesentliche Kernaussage zu verdichten, sind die ausgelassenen Stellen durch drei Punkte "..." zu kennzeichnen (ein Wort durch zwei Punkte ".."). Muss innerhalb des Zitates etwas eingefügt oder verändert werden, um es grammatikalisch dem eigenen Text anzupassen, dann werden diese Änderungen in eckige Klammern gesetzt. Rechtschreibfehler im Zitat werden nicht korrigiert wohl aber offenkundige Druckfehler. Insofern muss betont werden, dass "die... vorrangige Forderung an eine Werbebotschaft... die Erregung von Aufmerksamkeit [ist]" (Müller 1995a, S. 18). Erstreckt sich ein Zitat über die angegebene Seite und die nachfolgende Seite, so kann dies durch ein nachgestelltes "f." gekennzeichnet werden. Verweise über mehr als zwei Seiten sind durch ein nachgestelltes "ff." oder die Angabe des Seitenbereichs kenntlich zu machen....furchtbarer Jurist" (Hochhuth 1980, S. 21 f.). Bei einem nichtwörtlichen Zitat, also bei sinngemäßer Übernahme, ist zu Beginn der Klammer "vgl." ( = "vergleiche") einzufügen. Im Rahmen analytischer Ansätze versucht man deshalb Werbebudgets und Zielerreichungsgrade funktional miteinander zu verknüpfen (vgl. Hammann 1974, S. 211). Die Mehrzahl der Autoren unterscheidet zwischen... (vgl. Bender 1976, S.143 f.; Lucas / Britt 1966;Meyer 1963).... einem Begriff, der in der werbepsychologischen Literatur kontrovers diskutiert wurde (vgl. zusammenfassend Mayntz / Holm / Hübner 1978, S. 56 ff.). Legt man etwas dar, das sich in ähnlicher Weise in einer anderen Quelle findet, ohne dass man es daraus übernommen hat, dann schreibt man "übereinstimmend", "vgl. auch" oder "vgl. zusammenfassend" vor die Quellenangabe. Zuweilen wurde die Erregung von Aufmerksamkeit mit dem Werbeerfolg gleichgesetzt (vgl. z.b. Kleining 1955), zumindest aber als eine Schlüsselgröße betrachtet (vgl. auch Hera 1979, S. 357). Wird in einer anderen Quelle eine gegensätzliche Position als die eigene vertreten oder von gegenteiligen Ergebnissen berichtet, dann schreibt man "anders", "vgl. aber" oder "vgl. im Gegensatz dazu". Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 17

18 Auszug aus dem Literaturverzeichnis zu den vorgenannten Beispielen: Literaturverzeichnis: Behrens, K. Chr. (1963), Absatzwerbung, Wiesbaden. [Beispiel für ein Buchzitat] Dichtl, E., Schobert, R. (1979), Mehrdimensionale Skalierung, München. Hammann, P. (1974), Zur Optimierung des Werbebudgets, WiSt - Wirtschaftswissenschaftliches Studium, 5.Jg., S [Beispiel für ein Zeitschriftenzitat] Hera, A., (1979), Nonverbale Methoden zur Messung der realistischen Aufmerksamkeitswirkung von Anzeigen, Interview und Analyse, 6. Jg., S Jacobi, H. (1963), Werbepsychologie, Wiesbaden. Kilger, W., (1974), Flexible Plankostenrechnung, 6. Aufl., Opladen. Kroeber - Riel, W. (1984), Konsumentenverhalten, 3. Aufl., München. Mayntz, R., Holm, K., Hübner, P. (1978), Einführung in die Methoden der empirischen Soziologie, 4. Aufl., Opladen. Müller, S. (1995a), Die Aufmerksamkeitswirkung bei der Anzeigenwerbung, in: Wirtschaft und Werbung, 9. Jg., S Müller, S. (1995b),... Pralle, P., (1974), Wertwerbung, in: Tietz, B. (Hrsg.), HWA- Handwörterbuch der Absatzwirtschaft, Stuttgart, Sp [Beispiel für ein Sammelwerkzitat] In Form von Fußnoten am "Fuß" der Seite, auf die sie sich beziehen, können sämtliche Anmerkungen dargestellt werden, die den unmittelbaren Textzusammenhang stören würden aber zugleich für das Verständnis oder die Überprüfung des Geschriebenen von Bedeutung sind. Anmerkungen können sein: Kommentare, ergänzende und weiterführende Literaturhinweise, gegensätzliche Positionen in verschiedenen Schriften und die Auseinandersetzung mit diesen, soweit dies nicht unmittelbar Gegenstand der Arbeit ist, sowie ergänzende Informationen zu dem im Text dargestellten Gedankenzusammenhang und Verweise auf andere Stellen des eigenen Manuskriptes. Die Fußnoten werden von 1 fortlaufend nummeriert und die Stelle, an der die Fußnote ihrem Sinne nach im Text eingefügt werden soll, durch die entsprechende hochgestellte arabische Ziffer gekennzeichnet. Eine Fußnote, in der auf viel Literatur hingewiesen wird, nimmt dank der Knappheit der Angaben nicht so viel Platz ein. Der Nachweis einer zitierten Stelle kann gleich in einer Klammer direkt hinter das Zitat gesetzt werden, sodass für einen Zitatnachweis nur in dem Falle eine Fußnote erstellt zu werden braucht, wenn dem Stellennachweis noch weitere Kommentare beizufügen sind. Verweise auf ein, zwei Titel lassen sich problemlos als Klammer im Text platzieren und sogar regelrecht in den Textfluss integrieren. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 18

19 Beispiel für ein Auskunftszitat in Form einer Fußnote... zu einem Kostenanstieg von mindestens 25 % führen 1. 1 Schriftliche Auskunft von Herrn Peter Maier, Geschäftsführer des Verbandes der XY - Hersteller vom Die Quelle ist im Literaturverzeichnis unter der separaten Überschrift Sonstige Quellen anzugeben. Die Kennzeichnung der Quellen kann alternativ zur Harvard- Methode auch auf jeder Textseite, auf der wörtliche Zitate oder sinngemäße Ent- oder Anlehnungen verwendet werden, am Ende der Ent- oder Anlehnung in Form von Fußnoten erfolgen. Die Fußnoten sind dann an den unteren Rand der jeweiligen Textseite zu setzen und fortlaufend zu nummerieren. Die Fußnoten sind vom Textteil der Seite durch einen Strich zu trennen. Sie sollten in Schriftgröße 10 Punkt und einzeiligem Abstand sowie Blocksatz geschrieben werden. Fußnoten sind vom Textteil der Seite als abgekürzte Sätze aufzufassen. Sie fangen immer mit Großbuchstaben an und enden mit Punkten. Die Fußnotenziffer steht in einer Fluchtlinie mit dem ersten Anschlag des Textteils. Sie wird hochgestellt 1 geschrieben. Im Text ist ebenso zu verfahren. Wichtig ist die eindeutige Zuordnung zu einem Satzteil, zu einem Satz oder zu einem Absatz. Die Angabe erfolgt entweder vor oder nach dem letzten Interpunktionszeichen der betreffenden Stelle in Abhängigkeit auf den Bezug der Fußnote. Eine Fußnote ist immer auf der Seite zu beginnen, wo sich der entsprechende Verweis befindet. Sie kann, wenn dies unvermeidlich ist, auf der folgenden Seite fortgesetzt werden. Sie wird ohne eine Kenntlichmachung unter dem Text der folgenden Seite, wieder durch einen Strich abgetrennt, zu Ende geschrieben. Das Ende einer Fußnote wird grundsätzlich durch einen Punkt angezeigt, auch wenn sie keinen vollständigen Satz darstellt. Für die Quellenangaben in den Fußnoten sollte grundsätzlich der so genannte Kurzbeleg verwendet werden, der auf das Literaturverzeichnis Bezug nimmt. Durch Angabe des Verfassers sowie des Erscheinungsjahres des betreffenden Buches oder Aufsatzes oder Titel des Buches bzw. Aufsatzes ist es dem Leser möglich, dem Literaturverzeichnis die Quelle zu entnehmen. Werden mehrere Beiträge eines Autors zitiert, die während eines Jahres erschienen sind, so muss neben der Jahreszahl ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zur exakten Quellenbestimmung angeführt werden. Hierzu werden die im selben Jahr erschienenen Aufsätze des Autors mit Buchstaben durchnummeriert. Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 19

20 Internetquellen sind unter der Bedingung zitierfähig, dass die Art der Veröffentlichung angegeben wird. Eine eindeutige Benennung von Ressourcen übernimmt der Uniform Ressource Locater (URL). Zitierte Internet - Quellen müssen in einem separaten Verzeichnis aufgeführt werden. Es wird empfohlen, unter dem Gliederungspunkt Literaturverzeichnis zunächst die Bücher Sammelwerke und Fachartikel ohne vorangestellte Überschrift alphabetisch anzugeben und im Anschluss daran die Internet- Quellen nach der Überschrift Internetquellen. Die Quellenangaben sind mit einem Datum zu versehen, welches zum Zeitpunkt der Abgabe der Arbeit nicht älter als zwei Monate sein darf, d.h. dass die Quellen dem Leser der Arbeit bei einem Nachschlagen noch zur Verfügung stehen sollten. Kann dies nicht gewährleistet werden und ist der Hinweis gleichzeitig von grundsätzlicher Bedeutung für die Arbeit, dann ist die Quelle im Anhang wiederzugeben. im Verzeichnis Internetquellen steht dann: Autor, Titel, genaue Angabe...[Datum] z.b.: Bauer, H. H., Studium Diplomarbeit, Bauer/diplomarbeit/studium_diplomarbeit.html [ = Datum der Recherche]. im Text steht dann z.b.:...ergänzende Angaben darüber, was eine Diplomarbeit an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim erfolgreich macht, finden sich bei Bauer [ ]. bzw. : Statistisches Bundesamt [ ] kann kein Autor angegeben werden, dann ist der Name der herausgebenden Institution anzugeben. z.b.: Statistisches Bundesamt, Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2003), jetspeed/ portal/cms/sites/destatis/sharedcontent/oeffentlich/ai/ic/ Publikatinen/Jahrbuch/ Statisti sches Jahrbuch,property=file.pdf [ = Datum der Recherche] im Text steht dann z.b.:.nach Angaben des Statistischen Bundesamts [ ] kann für. werden Fachartikel dem Internet entnommen, dann ist neben den bibliographischen Angaben zusätzlich die Internetquelle, wie oben angegeben, zu nennen. z.b.: Dvoratscheck, T. [ ], Marketing- und Vertriebskooperationen auf dem Vormarsch, Vormarsch/17642 [ ] im Text steht dann z.b.: Dvoratscheck [ ] beschäftigt sich mit den.(bitte beachten Sie die in diesem Fall unterschiedli chen Jahreszahlen von Erscheinungsjahr und Aufruf der Literaturquelle!) Richtlinien zur formalen Gestaltung von schriftlichen Arbeiten BWL Industrie Abteilung 2 2/2011 Seite 20

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