1. Vorwort Zielgruppe 3. a. Gab es im Vergleich zum Vorjahr Veränderungen hinsichtlich der Klientelstruktur?

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2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort 2 2. Zielgruppe 3 a. Gab es im Vergleich zum Vorjahr Veränderungen hinsichtlich der Klientelstruktur? b. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um den Zugang schwer erreichbarer Zielgruppen zur MBE zu verbessern? 3 c. War eine veränderte Situation/ spezifischer Bedürfnisse/ Problemlagen zu verzeichnen? 3 3. Aufgaben 4 a. Methoden der Beratungsarbeit b. Gruppenangebote 5 c. Netzwerkarbeit 5 d. Kooperationen 5 e. Interkulturelle Sensibilisierung 6 f. Öffentlichkeitsarbeit 6 g. Besondere Aktivitäten 6 4. Bedarf an Fort- und Weiterbildungen 6 2

3 Roth, den 8.März 2015 Vorwort Als das Diakonische Werk Roth-Schwabach im März letzten Jahres angefragt wurde, ob man neben dem etablierten Feld der Asylsozialberatung zusätzlich eine Migrationsberatung aufbauen möchte, fiel die Entscheidung sehr schnell lange hatten wir darauf gewartet, auch Menschen mit klarer Langzeitperspektive für ihr Leben in Deutschland beraten zu können. Nach dem Rückzug eines anderen Trägers war zunächst Bedarf nach einer halben Stelle vorhanden, die zum Oktober des Jahres besetzt werden konnte. Auch eine Beratungsstelle musste noch geschaffen werden: an dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Pfarrer Joachim Klenk (evangelischer Stadtpfarrer Roth und stellv. Dekan) für die Bereitschaft bedanken, die Büroräume des MBE für den Landkreis Roth im Gemeindehaus Roth aufzunehmen. Seit nunmehr beinahe 6 Monaten beraten wir nun erwachsene Zuwanderer mit Daueraufenthalt aus dem Landkreis Roth; demnächst kommen jeweils eine halbe Stelle für den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach hinzu. Wir freuen uns, nun auch in diesem wichtigen Arbeitsfeld Fuß fassen und nunmehr einen vollständigen Migrationsfachdienst anbieten zu können. Es liegt viel Arbeit vor uns: die inner- und außereuropäischen Migrationsbewegungen nehmen stetig zu, von staatlicher Seite denkt man intensiv darüber nach, wie in der Zukunft mit diesen umzugehen ist. Die Migrationsberatung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den zugewanderten Menschen einen besseren Start in Deutschland zu ermöglichen und ihnen auf dem Weg in die Gesellschaft Hilfestellung zu leisten. Die Bleibeberechtigten Flüchtlinge stellen sicherlich eine besondere Herausforderung für die Beratungsarbeit dar und wir freuen uns, hier unsere Kompetenz aus der Asylsozialarbeit einbringen zu können. Daniel Wolfrum Koordination MBE Landkreis Roth 3

4 2. Zielgruppe der Beratung a. Gab es im Vergleich zum Vorjahr Veränderungen hinsichtlich der Klientelstruktur? Da die Migrationsberatungsstelle erst zum 1. Oktober 2015 eingerichtet wurde, kann kein Vergleich zur Klientelstruktur des Vorjahres gezogen werden. Generell wurde jedoch beobachtet, dass das Klientel der Migrationsberatungsstelle überwiegend aus bleibeberechtigten Personen aus dem arabischen Raum bestand und bisher nur wenige Migranten aus den europäischen oder anderen Ländern die Beratungsstelle aufsuchten. Außerdem bestand die Klientelstruktur überwiegend aus Männern, was jedoch wahrscheinlich daran liegt, dass die Personengruppe der Flüchtlinge zum Großteil aus Männern besteht. Bezüglich des Alters besteht eine starke Durchmischung. b. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um den Zugang schwer erreichbarer Zielgruppen zur MBE zu verbessern? Um den Zugang zu den anerkannten Flüchtlingen zu erleichtern, wurde mit den Beratern der Asylsozialberatung Kontakt aufgenommen. Hierdurch konnten Personen, die eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hatten von den Asylsozialberatern direkt zur Migrationsberatungsstelle weitergeleitet werden. Die Asylsozialberater informierten außerdem die Asylhelferkreise der Gemeinden, welche einen besonders direkten Zugang zu den Migranten haben. Um auch Migranten aus den EU-Staaten und anderen Ländern zu erreichen, stellte sich die Migrationsberatung in den vorhandenen Integrationskursen vor. Das persönliche Kennenlernen verringerte die Scheu der Klienten, die Beratung in Anspruch zu nehmen. c. War eine veränderte Situation/ spezifischer Bedürfnisse/ Problemlagen zu verzeichnen? Auch bezüglich der Situation besonderer Bedürfnisse oder Problemlagen kann kein Vergleich zum Vorjahr vorgenommen werden. Es lässt sich jedoch feststellen, dass eines der größten Probleme der anerkannten Flüchtlinge die Wohnungssuche ist. Da der Wohnungsmarkt und die individuellen Voraussetzungen (Leistungsbezug Jobcenter/ wenig Deutschkenntnisse/ Migrationshintergrund) hierbei sehr schnell Hürden aufweisen, war es auch der Migrationsberatungsstelle nur bedingt möglich, diesem Problem Abhilfe zu schaffen. Außerdem konnte beobachtet werden, dass sich die Vermittlung in die Integrationskurse teilweise als schwierig herausstellt, da die Kursträger überlastet und die Kurse sehr schnell voll belegt sind. Hierdurch ergeben sich oftmals lange Wartezeiten, was die Integration in den Arbeitsmarkt etc. verzögert. 4

5 3. Aufgaben a. Methoden der Beratungsarbeit Als Arbeitsweise wurde in der Beratungsarbeit überwiegend die Methodik des Case- Managements angewandt. Hierbei wurde eine Analyse der Situation durchgeführt und ein Hilfeplan erstellt. Gegeben falls wurde dann Kontakt zu anderen Institutionen wie z.b. Integrationskursträgern, Jobcenter, Bundesagentur für Arbeit etc. aufgenommen. Die Beratungen wurden meistens in Einzelgesprächen durchgeführt, manchmal jedoch auch als Paar- oder Familiengespräch. In besonderen Einzelfällen wurden die Klienten, wenn von Nöten, außerdem zu Terminen begleitet, um vor Ort Hilfestellung zu leisten und gleichzeitig die Kooperation mit den Partnern zu stärken. b. Gruppenangebote Da die Migrationsberatungsstelle wie schon erwähnt erst im Oktober aufgebaut wurde, konnten im Jahr 2015 leider noch keine Gruppenangebote stattfinden. Es gab jedoch Überlegungen eine Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder mit Migrationshintergrund anzubieten, um hierdurch sowohl die Kinder zu betreuen, als auch deren Eltern zu beraten. Diese Überlegung fand in Absprache mit dem Jugendmigrationsdienst des CJD statt. Leider konnten die Ideen noch nicht in die Praxis umgesetzt werden, da noch keine geeigneten Räumlichkeiten gefunden wurden. Die Überlegungen sollen jedoch im Jahr 2016 weiter fortgeführt und hoffentlich umgesetzt werden. c. Netzwerkarbeit Bei der Netzwerkarbeit orientierte sich die Migrationsberatungsstelle in mehrere Richtungen. Zu den wichtigen Institutionen wie die Integrationskursträger, das Jobcenter und die Ausländerbehörde wurden Kontakte geknüpft. Die Netzwerkarbeit befand sich 2015 noch im Aufbau und wird im nächsten Jahr weiter ausgebaut. d. Kooperationen Im Jahr 2015 wurde der Fokus seitens der Migrationsberatungsstelle vor allem auf eine Kooperation mit anderen Migrationsberatungsstellen wie die des CJD (Jugendmigrationsdienst) und der Caritas (MBE) gelegt. Es wurden regelmäßige Austauschtreffen vereinbart, bei denen aktuelle Entwicklungen besprochen und Aufgabenbereiche abgegrenzt werden wollen. Ein wichtiger Punkt war bisher die Aufteilung der Klienten zwischen den Beratungsstellen von Caritas und Diakonie; da sich die MBE des DW Roth-Schwabach noch in der Aufbauphase befindet wurde zunächst ein Probezeitraum bis Ende Juni 2016 vereinbart, nachdem nochmals besprochen wer- 5

6 den soll, ob man die Klienten nach Wohnort oder anderen Kriterien auf die Beratungsstellen aufteilt. e. Interkulturelle Sensibilisierung Bezüglich der interkulturellen Sensibilisierung wurde im Jahr 2015 relativ wenig umgesetzt. Jedoch wurden durch die Zusammenarbeit mit Muttersprachlern als freiwillige Dolmetscher oftmals ein Einblick und ein anderer Zugang zur Kultur der Klienten geschaffen. f. Öffentlichkeitsarbeit Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgte im Jahr 2015 größtenteils über die Vorstellung in den Integrationskursen und bei den ehrenamtlichen Helfern und den Beratern in der Asylsozialarbeit. Außerdem wurde die Arbeit an einem Flyer begonnen, der jedoch erst Anfang 2016 fertiggestellt werden wird. g. Besondere Aktivitäten Besondere Aktivitäten fanden im Jahr 2015 im Rahmen der MBE nicht statt. 4. Bedarf an Fort- und Weiterbildungen Im Rahmen der MBE wird aktuell eine Fortbildung zum Thema Sozialrecht besucht. Hierbei werden Inhalte der Sozialgesetzbücher I bis XII behandelt, was sich bisher für die Arbeit mit den Sozialhilfeträgern als sehr nützlich herausgestellt hat. Außerdem wurde eine Fortbildung zum Case-Management besucht, um die Methodik der Beratung zu verbessern. Wünschenswert wäre eine größere Fortbildung zum Thema Gesprächsführung. 6

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