Sachstandsbericht aus den Kitas Pestalozzistraße, Liebigstraße, Lessingstraße und Taubhaus

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1 FBL Kinder, Jugend und Senioren Edith Itta Stand: 18. August 2011 Bericht zur Situation der Kinder im Stadtteil Urberach, Bereich Schule an den Linden Sprachstandserfassung der Kindergartenkinder an der Schule Städtische Unterstützung von Grundschulkindern 1. Sprachstandserfassung der Schule - ein Jahr vor der Einschulung in Urberach - Meldung zur Überprüfung, ob ein Vorlaufkurs notwendig ist - Situation für das Schuljahr 2012/2013 Sachstandsbericht aus den Kitas Pestalozzistraße, Liebigstraße, Lessingstraße und Taubhaus Kita Lessingstraße (Kinder mit Migrationshintergrund in der Einrichtung: 53,85% ) 1. Im Jahr 2012/2013 werden voraussichtlich 21 Kinder eingeschult. 2. Zur Überprüfung wurden der Schule 11 Kinder gemeldet. 3. Aufgrund der Überprüfung sollen 6 Kinder (= 28,5 %) an dem Vorlaufkurs teilnehmen. Zur ergänzenden Info: Von den 15 Kindern, die zum Schuljahresbeginn 2011/2012 eingeschult werden, haben 7 Kinder (= 46%) den Vorlaufkurs besucht. In der Kita Lessingstraße werden im nächsten Jahr zahlenmäßig und prozentual - weniger Kinder an den Vorlaufkursen teilnehmen als im aktuellen Jahr. Die Einrichtung hat ihr Sprachförderkonzept in Zusammenarbeit mit der Frau Schmitt- Küchler im letzten Jahr weiterentwickelt. Die Einrichtung wurde aktuell in das Bundesprogramm Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration aufgenommen. Eine halbe Personalstelle für den U-3 und den Kita-Bereich werden ab besetzt. Dies ermöglicht uns noch früher mit der Sprachförderung zu beginnen. Kita Liebigstraße (Kinder mit Migrationshintergrund in der Einrichtung: 50,73 % ) 1. Im Schuljahr 2012/2013 werden 12 Kinder eingeschult, zuzüglich 12 Kann-Kinder = 24 Kinder 2. Zur Überprüfung wurden der Schule 6 Kinder gemeldet. 1

2 3. Insgesamt 6 Kinder (= 25%) sollen am Vorlaufkurs teilnehmen; bei 2 Kindern wurde festgehalten, dass sie den Vorlaufkurs evtl. nur bis Ende des Jahres besuchen müssen, da sie relativ gut sprechen. Ergänzung: Mit Beginn des Kindergartenjahres 2011/2012 wurde ein Kind aus der Kita St. Gallus aufgenommen, das auch den Vorlaufkurs besuchen soll. Zur ergänzenden Info: Von den 19 Kindern, die zum Schuljahresbeginn 2011/2012 eingeschult werden, haben 4 Kinder (= 21 %) den Vorlaufkurs besucht. In der Kita Liebigstraße ist der Anteil der Kinder, die einen Vorlaufkurs besuchen, vergleichbar mit dem Vorjahr. Die Einrichtung hat im letzten Jahr begonnen, die Sprachförderung bei den 3-4jährigen Kindern auszubauen. Außerdem hat die Einrichtung versucht, die Hintergründe für mögliche Sprachentwicklungsverzögerungen oder störungen zu analysieren. Dabei zeigte sich, dass nur die Hälfte dieser Kinder halbtags den Kindergarten besucht. Feststellen konnten wir außerdem, dass die Eltern selbst starke Probleme mit der (deutschen) Sprache haben und in den Familien besondere soziale Belastungen vorliegen (psychische Erkrankung von Eltern, Eltern die nicht integriert sind und wenig Kontakte haben, schlechte Wohnverhältnisse, Verluste durch Trennung, ) Kita Pestalozzistraße (Kinder mit Migrationshintergrund in der Einrichtung: 30,14 % ) 1. Im Schuljahr 2012/2013 werden 11 Kinder eingeschult, zuzüglich 15 Kann-Kinder = 26 Kinder 2. Zur Überprüfung wurden alle Kinder mit Migrationshintergrund der Schule gemeldet Kind (= 3,8%) soll am Vorlaufkurs teilnehmen. Zur ergänzenden Info: Von den 20 Kindern, die zum Schuljahresbeginn 2011/2012 eingeschult werden, hat ebenfalls nur 1 Kind (5%) am Vorlaufkurs teilgenommen. Das Kind hat lediglich bis Weihnachten den Vorlaufkurs an der Schule besucht, dann wurde es in Absprache mit der Lehrkraft in der Kita weiter gefördert. Kita Im Taubhaus (Kinder mit Migrationshintergrund in der Einrichtung: 40,79 % ) 1. Im Schuljahr 2012/2013 werden voraussichtlich 25 Kinder eingeschult. 2. Zur Überprüfung wurden sieben der 12 Kinder mit Migrationshintergrund der Schule gemeldet Kinder (= 28%) sollen am Vorlaufkurs teilnehmen. 2

3 Ergänzung: Zu Beginn des Kindergartenjahres 2011/2012 hat ein Kind von der Kita Lessingsstraße in die Kita Taubhaus gewechselt. Dieses Kind war bereits in der Lessingstraße für den Vorlaufkurs vorgesehen. Zur ergänzenden Info: Von den 28 Kindern, die zum Schuljahresbeginn 2011/2012 eingeschult werden, haben fünf Kinder (17%) zunächst am Vorlaufkurs teilgenommen. Vier Kinder haben gemäß Entscheidung der Schule - nur bis zum Januar den Vorlaufkurs besucht, In der Kita Im Taubhaus gibt es im Vergleich zum Vorjahr zwei Kinder mehr, die an einem Vorlaufkurs teilnehmen sollen. Perspektive Im Rahmen der Qualitätsentwicklung wird von der Abteilungsleiterin und Fachberaterin mit allen Einrichtungen ein Reflexionsbogen erarbeitet, um mögliche Hintergründe für die Lernund Sprachentwicklungsverzögerungen in den Blick zu nehmen und zu überlegen, welche Konsequenzen dies z.b. für eine gezielte Elternarbeit haben kann. 2. Städtische Unterstützung der Grundschulkinder a. Einsatz von Hortmitarbeiterinnen in der Schule an den Linden (verantwortlich: Frau Stenger und Frau Isermann): Im ersten Jahrgang arbeiten Horterzieherinnen aus den Einrichtungen Liebigstraße und Pestalozzistraße mit insgesamt 8 Wochenstunden in der Grundschule im Unterricht mit. Erfahrungen Die Zusammenarbeit und Kooperation mit den jeweiligen Lehrkräften ist sehr gut. b. Städtische Hausaufgabenbetreuung (verantwortlich: Frau Isermann und Frau Firat): In den städtischen Horten gibt es regelhaft eine Hausaufgabenbetreuung. Darüber hinaus gibt es seit Jahren eine Hausaufgabenbetreuung im Familienzentrum Liebigstraße für Kinder, die keinen Hort besuchen. Der Bedarf ist so hoch, dass die Stadt diese Hausaufgabenhilfe in diesem Jahr, im SchillerHaus, um ein weiteres Angebot erhöht hat. Beide Angebote finden inzwischen im SchillerHaus statt. Anzahl der Kinder: 25 Kinder besuchen die Hausaufgabenhilfe im SchillerHaus (24 Kinder von der Schule an den Linden, 1 Kind von der NBS). Es gibt eine Warteliste. Hintergrund: 3

4 Die Kinder aus der Schule an den Linden kommen aus den Klassenstufen 1-4. Alle Kinder haben einen Migrationshintergrund. Warum benötigen die Kinder Hausaufgabenhilfe? Verständnisprobleme der Hausaufgaben: Inhalt und Aufgabenstellung Probleme mit dem selbstständigen Arbeiten Schwierigkeiten mit dem Rechnen, Schreiben, Lesen: beispielsweise ist das Grundwissen in Mathematik nicht gefestigt, es gibt Probleme mit dem sinnerfassendem Lesen Einige Kinder haben Konzentrationsstörungen Es gibt Hinweise bei einigen Kindern auf Legasthenie und Dyskalkulie Die Eltern wollen, dass ihre Kinder den Lernanforderungen der Schule gerecht werden. Sie sind aber aufgrund eigener unzureichender sprachlicher oder schulischer Kenntnisse selbst verunsichert bzw. haben keine Möglichkeit, ihr Kind zu unterstützen. Bedarfe Über die Hausaufgabenbetreuung hinaus gibt es Bedarf an Einzelförderung und gezielter Nachhilfe in bestimmten Fächern (Deutsch, Mathematik, Sachkunde). Perspektivische Überlegungen Über ehrenamtliche Unterstützung (Ehrenamtsbüro der Stadt Rödermark) sollen Kinder gezielt gefördert werden. In Abstimmung mit den Eltern Zusammenarbeit mit den jeweiligen Lehrkräften aufbauen. Klärung, ob gezielte Nachhilfe angeboten werden kann. Bei Familien, die Anspruch auf das Teilhabe- und Bildungspaket haben, kann dies finanziert werden. Voraussetzung: Die Schule muss den Nachhilfebedarf bestätigen und selbst über kein entsprechendes Angebot verfügen. Es werden im SchillerHaus Sprachförderprogramme für Eltern (z.b. Mama lernt Deutsch angeboten (i.z. mit der VHS in Planung). c. Sprachförderprojekt an der Schule an den Linden durch Ehrenamtliche (verantwortlich: Frau Heidelbach): Das Ehrenamtsbüro der Stadt Rödermark organisiert seit 2008 in der Schule an den Linden ein Sprachförderprojekt mit ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen. Organisatiorischer Rahmen Durchführung in allen 2. Klassen 1 Schulstunde pro Woche 3 - zeitweise auch 4 - Personen arbeiten in diesem Projekt, um alle 2. Klassen abdecken zu können. Zeitweise arbeitet eine Ehrenamtliche auch in der 3. Klasse. Inhaltlicher Rahmen 4

5 Es wird eine Einzelbetreuung leseschwacher Schüler/innen, in enger Absprache mit den Lehrkräften, durchgeführt. Die entsprechenden Schüler/innen gehen während des Unterrichts zur Lese-Patin (im freien Nachbarklassenzimmer, Sitzecke im Flur, etc.), um einen unterrichtsbezogenen Text (von der Klassenlehrerin ausgewählt) vorzulesen. Die Lesepatin hilft und unterstützt beim Lesen und Verstehen des Textes und des Inhaltes. Begleitung der Ehrenamtlichen Durch das Ehrenamtsbüro Einmal jährlich kostenlose Qualifizierungsangebote für die Ehrenamtlichen. Ergänzend Einige der Patinnen übernehmen auf Anfrage der Lehrkräfte auch weitere Aufgaben: Nachhilfe einzelner Schüler/innen bei Arbeiten oder Unterstützung von Kindern, die neu in Deutschland sind. Unterstützung der Schule mit Literatur Lesefüchse (aus Fördermitteln) Erfahrungen Die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften ist sehr gut und kooperativ. 5

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