DAS IHK-MAGAZIN AUS DER LANDESHAUPTSTADT FÜR WIESBADEN RHEINGAU-TAUNUS HOCHHEIM SENIOREN. die wachsende Zielgruppe

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1 DAS IHK-MAGAZIN AUS DER LANDESHAUPTSTADT FÜR WIESBADEN RHEINGAU-TAUNUS HOCHHEIM SENIOREN die wachsende Zielgruppe

2 NEU NEU NEU Wir sind ein durch den Verein Weiterbildung Hessen e. V. geprüftes Unternehmen. Unser QM-System ist konform mit den Vorgaben der DIN EN ISO 9001:2000 und wir sind AZWV zertifiziert. NEU Frankfurt: Ostparkstraße Frankfurt am Main Tel.: Offenbach: Berliner Straße Offenbach am Main Tel.:

3 EDITORIAL Die Einkaufsstraßen unserer Landeshauptstadt... Joachim Nolde Hauptgeschäftsführer der IHK Wiesbaden... genießen im Allgemeinen einen hervorragenden Ruf. In der Tat findet man hier viele individuelle Boutiquen neben den modernen Filialen der bekannten Markenhäuser. Bereits im 19. Jahrhundert war Wiesbaden bei Kaisern und Königen ein beliebtes Ziel, um sich mit schönen Dingen zu umgeben. Auch wenn diese herrschaftlichen Zeiten lange vorbei sind, bietet das Einkaufen nach wie vor besondere Reize. Der Dumont-Reiseführer schwärmt: Wiesbaden ist das reinste Einkaufsparadies. Außergewöhnliche Mode, ausgefallene Accessoires, noble Antiquitäten und eine mannigfache Auswahl findet man in den kleinen und großen Geschäften der Stadt. Viele haben ihren Sitz in prächtigen Gründerzeitbauten, was das Shopping auch zum ästhetischen Erlebnis werden lässt. Besonders beliebt ist die Wiesbadener Kirchgasse, die sich seit 2008 fest in den Top Ten der meistbesuchten deutschen Einkaufsmeilen etabliert hat. In diesem Jahr wurde sogar mit Passanten innerhalb von einer Stunde eine neue Bestmarke erzielt. Es ist somit nicht übertrieben, wenn die Kirchgasse in einem Atemzug genannt wird mit der Kölner Schildergasse, der Kaufinger Straße in München, der Stuttgarter Königstraße oder der Zeil in Frankfurt. Zum Vergleich: Die benachbarte Landeshauptstadt Mainz kommt mit ihrer 1a-Lage Am Brand nur auf Platz 64. Diese Spitzenwerte dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass manche Straßen auch ihre Probleme haben verursacht beispielsweise durch nachlassende Kundschaft, hohe Mieten, Leerstände oder mangelnde Sauberkeit. Andere Straßen wiederum haben im Schatten der Wilhelmstraße, Taunusstraße und Langgasse ihr ganz eigenes Flair ausgebildet. Alle Einkaufsstraßen tragen in Summe ganz EINKAUFSSTRASSEN TRAGEN GANZ ERHEBLICH ZUR erheblich zur Lebensqualität, zur Wohlfühl-Atmo- LEBENSQUALITÄT, ZUR WOHLFÜHL-ATMOSPHÄRE UND ZUM IMAGE DER STADT BEI. sphäre und damit letztlich auch zum Image der Stadt bei. Mit dieser Ausgabe startet die HESSISCHE WIRTSCHAFT eine Artikelserie über ausgewählte Einkaufsstraßen in unserem IHK-Bezirk. Wir wollen damit einen kleinen Einblick von der jeweiligen Straße geben, von einzelnen Händlern und Akteuren, von Trends und Veränderungen. Den Beginn macht ein Porträt über Wiesbadens Prachtstraße, an der auch die IHK ihren Sitz hat: die Wilhelmstraße. Einige Händler haben sich übrigens speziell auf eine wachsende Zielgruppe eingestellt: Senioren. Ihre Einkaufswünsche und -gewohnheiten unterscheiden sich in vieler Hinsicht deutlich von anderen Zielgruppen. Aber auch für weitere Branchen sind Senioren wichtige Marktteilnehmer. Schließlich stellen sie schon fast die Bevölkerungsmehrheit und nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil, wie keine Senioren-Generation vor ihnen. Damit ist diese Gruppe eigentlich wichtiger als die so gerne umworbene junge Generation der 14- bis 29-Jährigen. Doch wie spricht man eine Zielgruppe an, die angesichts des Jugendkultes gar nicht Zielgruppe sein will? Grund genug, den Senioren unser Titelthema zu widmen. Mit diesen sowie mit den anderen Themen dieser Ausgabe wünschen wir Ihnen wie immer viel Freude und neue Erkenntnisse. HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

4 Inhalt TITEL 05 Kommentar 06 Senioren gesucht: als Kunden und als Mitarbeiter 09 Glosse: Wir sind alle alt 10 Produkte für Senioren 11 Arbeitswelt für Ältere 12 Netzwerke in der Region 14 Lernen 3.0: Was unser Gehirn kann UNTERNEHMEN 30 Kooperations- und Nachfolgebörse 32 Gründerporträt Momos Bar 33 Jubiläen 33 Meldungen MENSCHEN 36 Steckbrief Rainer Brune 60 Im Bilde 6 TITEL Sie passen in kein Klischee: Senioren als Zielgruppe und als Mitarbeiter STANDORT 16 Straßen-Serie: Die Rue 18 Anstifter: Thomas Michel im Interview 20 Standpunkt: Pro Sonntagsarbeit 21 Wiesbadens Weg zur Fairtrade-Stadt INTERNATIONAL 22 Starthilfe fürs Auslandsgeschäft RUBRIKEN 61 Kompakt 64 Neues aus Berlin und Brüssel 65 Kultur: Bücherei für Kunst 66 Termine IHK-FORUM 68 Gefahrgutbeauftragte: Neue Satzung 71 Sachverständiger verabschiedet 16 STANDORT Serie zu den Einkaufsstraßen der Region. Zum Auftakt: Die Wilhelmstraße SERVICE 24 Pro und Contra: Mehr Klarheit dank lebensmittelklarheit.de? 25 Standpunkt: Steuer-Bürokratie wächst 26 IHK-Toolbox Corporate : Fachkräfte im Fokus 28 Smart: Elektro-Auto im Test 72 Namensverzeichnis 75 Impressum VERLAGSFOCUS 37 Ausbildung 53 Weiterbildung 28 SERVICE Mobilität der Zukunft: Ex-Rennfahrer testet Elektromobil 4

5 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Spots zum Titelthema Kommentar Se nio r Bezeichnung für einen älteren Menschen, einen Menschen im Rentenalter oder Ruheständler. Ferner bezeichnet der Begriff einen Ältesten in einem Kreis, Kollegium oder ähnliches. Als gesellschaftliche Gruppe sind Senioren unter anderem als Zielgruppe des Marketings relevant, die mit Schlagworten wie Best Ager belegt werden. ( ) Senior, meist in der Pluralform Senioren gebraucht, soll den weitgehend negativ besetzten Begriff der Alten ersetzen und aufwerten. Quelle: Wikipedia Altersgrenze Ab wann genau ist man denn nun alt? Ab dem 50. Lebensjahr oder ab dem 60. oder 70.? Das ist nicht eindeutig festgelegt. Das liegt daran, dass es bisher keine eindeutige Beschreibung und Festlegung biologischer Alterungsprozesse eines Menschen im fortgeschrittenen Leben gibt. Man findet vielmehr durchaus häufig Begriffe wie deutlich gealtert, jung geblieben oder jünger wirkend. Das Problem macht deutlich, dass Altern ein sehr individueller Vorgang ist. ( ) Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation gilt als alt, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat. In Deutschland und auch in Amerika wird von einem geriatrischen Patienten erst ab einem Alter von 70 Jahren gesprochen. Quelle: Wussten Sie schon dass das Durchschnittsalter der Hessen gestiegen ist? Im Schnitt waren die Hessen Ende vergangenen Jahres 43,4 Jahre alt, um 2,3 Jahre älter als noch vor zehn Jahren. das junge Designer Omis anheuern, um ihre Entwürfe zu stricken zum Beispiel die oma-strick.de GbR in Handorf? inzwischen mehr als die Hälfte aller Senioren im Internet surft? Dem diesjährigen (N)onliner Atlas der Initiative D21 zufolge ist die Zahl der so genannten Silver Surfer überdurchschnittlich gewachsen. dass Seniorenteller nicht unbedingt seniorengerecht sind? Nach einer Studie des Zentrums für Lebensmitteltechnologie geht die Ernährungsbranche zu wenig auf die Bedürfnisse von Senioren ein. Demnach sollte es in der Gastronomie drei Größen von Gerichten S, M und L geben. dass einer auch schon im zarten Alter von 20 zum Senior Manager werden kann? Schließlich bezieht sich der englische Begriff allein auf die Unternehmensebene und nicht aufs Alter. Bernd Kühnemund, bis Ende August Vorsitzender des Seniorenbeirats Wiesbaden Wiesbaden ist eine Stadt, der man im Vergleich zu anderen Groß- und Mittelstädten eine überdurchschnittlich gute Note für Seniorenfreundlichkeit geben muss. Es gibt ausreichend Altenund Pflegeheime außer in den östlichen Vororten, wo sich noch einiges tun muss. Das gilt auch für Einrichtungen für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Aus gesellschafts- und gesundheitspolitischer Sicht besteht in der Demenz-Vorsorge Handlungsbedarf, ebenso bei Einrichtungen der Kurzzeit- und Nachtpflege. Positiv zu bewerten sind die Anlaufstellen für Senioren in Wiesbaden: Der neu geschaffene Pflegestützpunkt und die Beratungsstellen für selbstständiges Leben helfen nicht nur mit Ratschlägen, sondern unterstützen Bedürftige auch finanziell aus dem Etat des Sozialdezernats. Ergänzt werden die Angebote durch die Aktion Silberstreifen, die in Zusammenarbeit mit der Caritas, dem Diakonischen Werk und dem Amt für soziale Arbeit bedürftigen älteren Menschen Wünsche erfüllt. Sicher liegt auch deshalb die Quote der Altersarmut in Wiesbaden unter 4,5 Prozent das ist zwar immer noch zu hoch, im Städtevergleich aber niedrig. Für die Bereiche der Stadtentwicklung, dem Bau und dem Verkehr, muss sich noch einiges bewegen. Ergänzend dazu: Es fehlen Toiletteneinrichtungen und Sitzgelegenheiten in der Stadt. Radfahrer sollten stärker kontrolliert werden, da diese auf Gehwegen und in der Fußgängerzone ein ständiges Gefährdungspotenzial darstellen. Ein lange gehegter Wunsch des Seniorenbeirats wäre außerdem ein generationsübergreifender Bewegungsplatz. Andere Städte um Wiesbaden haben solche Angebote bereits eingerichtet. Aber es ist begrüßenswert, dass die Landeshauptstadt derzeit an einem Sportentwicklungsprogramm arbeitet, das auch den Seniorensport berücksichtigt. Was das Thema Sicherheit betrifft, so ist Wiesbaden eine vergleichbar sichere Stadt. Das Bildungs- und Kulturprogramm für Senioren ist nach unserer Einschätzung sehr umfassend. Vieles ist geplant, was weitere Verbesserungen bringen soll. Der Seniorenbeirat ist als Beratungsgremium aktiv eingebunden. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen aller Wiesbadener, die älter sind als 60. Das 1977 gegründete Gremium setzt sich aus 21 frei gewählten Mitgliedern zusammen. HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

6 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Jenseits des Ohrensessels Oma sucht sich die Strickmuster im Internet, Opa geht zweimal pro Woche zum Nordic Walking und Seniorenteller lehnen beide schon aus Prinzip ab. Die Senioren von heute passen in kein Klischee mehr. Als Zielgruppe hat sie die Wirtschaft schon längst ins Visier genommen und auch als Mitarbeiter werden sie immer stärker umworben. Die Eingänge sind breiter, die Umkleidekabinen haben feste Sitzbänke und Haltegriffe, Kassen sind klarer gekennzeichnet, Schilder, Etiketten und Wegweiser sind besser lesbar, der Bodenbelag gilt nun als rutschfest die Galeria Kaufhof in Wiesbaden stellt sich auf ältere Kunden ein, und ist dafür ausgezeichnet worden. Seit Mai darf das Unternehmen mit dem Qualitätssiegel Generationenfreundliches Einkaufen auf sich aufmerksam machen, nach dem Sanitätshaus Wiesanha in der Rheinstraße als zweites Geschäftshaus in der Landeshauptstadt. Der Handel hat erkannt, dass sich die Ansprüche der Verbraucher verändert haben und da die Zielgruppe der Senioren immer größer wird, werden deren Ansprüche auch immer häufiger erfüllt. Die Landesregierung schätzt, dass die hessische Bevölkerung im Jahr 2050 um ein Fünftel geschrumpft sein wird, der Anteil der über 65-Jährigen soll sich dann mehr als verdoppelt haben. Die Betriebe stellen sich darauf ein, allmählich zumindest. In Hessen haben sich zwar erst gut 20 Geschäfte mit dem Siegel des Handelsverbands zertifizieren lassen, deutschlandweit dürfen aber immerhin mehr als 700 Einzelhändler mit Generationenfreundlichem Einkaufen für sich werben. Vor allem die großen Handelsketten richten sich stärker auf die Einkaufsbedürfnisse älterer Kunden aus sie haben dazu allerdings auch mehr Möglichkeiten. Filialisten wie die Drogeriemarktkette dm oder der Bio-Supermarkt Alnatura statten ihre Einkaufswagen mit einer angehängten Lupe aus, damit sich Waren und Preise besser lesen lassen. Und die Galeria Kaufhof GmbH hat vor drei Jahren die Position einer Demografie-Beauftragten geschaffen nach eigenen Angaben als erstes Handelsunternehmen in Deutschland. Markierte Rolltreppenübergänge und Brillenablagen in der Umkleide Andrea Ferger-Heiter arbeitet seither daran mit, dass sich die Kaufhof- Filialen auf den demografischen Wandel einstellen ob es darum geht, Rolltreppenübergänge besser zu markieren, mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen oder die Umkleidekabinen mit Festhaltegriffen und Brillenablagen auszustatten. Ihre Einkäufer schulte die Kaufhauskette Anfang 2010 erstmals darin, auf generationenfreundliche Produkte zu achten, und bei den Eigenmarken setzt Kaufhof auf eine deutlichere Beschriftung. Außerdem intensiviert die Demografie-Beauftragte den Kontakt mit der 6 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

7 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Industrie, um schon die Hersteller zum Umdenken zu bewegen. Mein Traum ist es, dass wir nicht mehr die Lupe am Regal brauchen, sondern die Produkte so beschriftet sind, dass sie die Lupe überflüssig machen. Neben den Filialisten richten sich aber auch immer mehr kleinere Betriebe auf ältere Kunden ein: In Wiesbaden und Umgebung haben sich zum Beispiel eigene Lebensmittel-Bringdienste gegründet. Der Einkaufswagen nennt sich der Lieferservice, den Stefan Klünspies vor zehn Jahren in Wiesbaden übernommen hat. Er liefert Obst, Gemüse, Fleisch, Backwaren und Feinkost von lokalen Händlern direkt nach Hause, zu 90 Prozent zu Senioren. Sie geben telefonisch oder per Fax ihre Einkaufsliste durch, und am nächsten Tag stehen die Lebensmittel auf dem Küchentisch. Das Internet nutzen seine Kunden bislang nicht, hat Klünspies beobachtet. Wöchentlich etwa 30 Aufträge erhalte er derzeit bei einer Liefergebühr von 2,50 Euro plus eigener Preisstruktur für die Lebensmittel ist sein Service ein Nebengewerbe, noch. Klünspies will seinen Bringdienst bekannter machen, Handzettel verteilen, sich in Seniorenwohnanlagen vorstellen. Die Alten nicht als Alte ansprechen Aber wie spricht man eine Zielgruppe an, die eigentlich gar keine Zielgruppe sein will? Als Generation 50Plus, Best Ager, Silver Surfer, Future Seniors, Master Consumer, Silver Panters oder einfach als Senioren? Nicht ist schlimmer als ein Rentner-Image. So sehen es jedenfalls die Werber und auch viele Senioren selbst. Die Alten nicht als Alte ansprechen!, warnt beispielsweise die Agentur paw³ aus Gevelsberg, die sich auf Seniorenmarketing spezialisiert hat. Die Kundenausgrenzung durch direkte Einstufung als Senior soll unbedingt vermieden werden. Neutrale, dezent auf die Zielgruppe reifer Menschen zielende Werbemaßnahmen haben die größere Durchschlagskraft. Wenn der Opa in der Werbung seinem Enkel Werther s Echte zum Naschen gibt und dabei im Ohrensessel von früher faselt dann schalten Senioren ab. So hat es jedenfalls die Hamburger Werbeagentur BBS in einer Studie herausgefunden. Senioren lehnen Werbung, die betulich und altbacken daher kommt, komplett ab. Demnach fühlen sie sich in der Regel zehn bis 15 Jahre jünger als sie sind und wollen auch so angesprochen werden. Die jetzigen Best Ager lassen sich nicht mehr so leicht in eine Schublade stecken. Sie machen es den Marktforschern schwer, sie als Konsumentengruppe zu fassen. Das Zukunftsinstitut Kelkheim versucht, sich anzunähern und schaut dabei nicht auf die Altersstruktur, sondern auf den Lebensstil. So finden die Kelkheimer in der älteren Generation beispielsweise die Super-Grannys: erfahrene, selbstbewusste Frauen jenseits der 55 Großmütter im Unruhestand, reiselustig, fürsorglich und sehr aktiv. Weitere Typen sind die Silver-Preneure, die nicht an die Pension denken, sondern auch mit 60 weitermachen wie bisher; Arbeit empfinden sie als Teilhabe an der Welt und nicht als Frondienst. Die Greyhopper möchten dagegen noch einmal ein neues Leben beginnen. Samt Unsicherheit und sportlichen oder geistigen Herausforderungen. Koffertrolleys und Einparkhilfen: Seniorenprodukte für alle Daher liegt es auf der Hand, dass nicht mehr nur die Speziallupe oder die Schnabeltasse als Seniorenprodukte interessant sind. Dabei gilt: So vielfältig heute die Lebensstile älterer Menschen sind, so unterschiedlich sind die Bedürfnisse nach Produkten, die hilfreich, nützlich, verständlich, praxistauglich sind und dabei noch einfach Spaß machen, zum Beispiel durch ansprechendes Design und eine ausgezeichnete Funktionalität, stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in einer Studie fest. Schließlich profitieren nicht nur Senioren, wenn die Tasten der Fernbedienung größer als ein Fingernagel sind, Handys sich leichter bedienen lassen oder Autos elektronische Einparkhilfen haben. Der Koffertrolley, der ursprünglich für ältere Menschen entwickelt wurde, wird inzwischen von fast allen Reisenden genutzt. Natürlich braucht man für die speziellen Bedürfnisse des Alters auch besondere Alltagshilfen wie den Rollator oder den Badewannengriff. Diese Produkte können wir nicht wegleugnen. Aber sie sollten in Zukunft besser gestaltet werden. Ansonsten kann ich von Speziallösungen nur abraten, sagt Mathias Knigge, der 2004 das Hamburger Büro Grauwert gründete. Dieses entwirft nicht nur generationenübergreifende Produkte, sondern hilft Unternehmen auch, Waren und Dienstleistungen zu entwickeln, die besonders für die Generation 50Plus attraktiv sind. Produkte sollten dabei nicht den Charakter eines Hilfsmittels haben, betont Knigge. Statt spezielle Seniorenprodukte auf den Markt zu bringen, sei es besser, herkömmliche Produkte auf die wachsende Gruppe der älteren Konsumenten abzustimmen und diese dann einer breiteren Zielgruppe anzubieten. Es hat sich gezeigt, dass die Beschäftigung mit älteren Zielgruppen ein gutes Instrument zur Entwicklung von Innovationen ist. Allerdings sei es oft schwierig, Produkte generationengerecht zu verändern, da Führungskräfte oft ein eher stereotypes Bild vom Alter hätten. Die Potenziale des Seniorenmarktes werden bei weitem nicht in allen Branchen ausgeschöpft, stellt auch die Initiative Wirtschaftsfaktor Alter fest, die das Bundesfamilienministerium im Jahr 2007 gestartet hat. Vorreiterunternehmen kommen demnach vor allem aus den Bereichen Körper- und Gesundheitspflege, Touristik, Banken und Versicherungen. HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

8 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Im Einzelhandel gebe es nach wie vor Nachholbedarf. Besonders große Potenziale gebe es außerdem in Branchen für elektronische Geräte, im Reisesektor und bei Dienstleistungen. Möglichkeiten biete auch das Handwerk für den altersgerechten Ausbau von Häusern und Wohnungen. Länder wie Deutschland und Japan beide mit einer ähnlichen Altersstruktur könnten international eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn sie es schaffen, sich die Generation 50Plus als Kundengruppe zu erschließen, so die Initiative. 66 Jahre Fachkompetenz in der Rheinstr und neu in Wbn.-Nordenstadt, Daimlerring 8a. Ältere bleiben länger im Beruf Nicht nur als Konsumenten, auch als Mitarbeiter stehen Ältere wieder im Fokus. In Deutschland bleiben immer mehr ältere Menschen im Berufsleben: einer aktuellen Studie des Statistischen Bundesamts zufolge kletterte die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen zwischen 2000 und 2009 von 37 Prozent auf 56 Prozent so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Auch nach Erreichen des 65. Lebensjahres gehen in Deutschland noch vier Prozent der Bevölkerung ihrem Beruf nach. Die Bundesregierung will den Anteil der älteren Mitarbeiter weiter steigern ein Rezept gegen den wachsenden Fachkräftemangel. Das Potenzial ist da: Der Bundesregierung zufolge hat Deutschland die älteste Bevölkerung der Europäischen Union, der Anteil der über 65-Jährigen betrug Ende 2009 fast 21 Prozent. Die meisten 55- bis 64-jährigen Berufstätigen gibt es im EU-Vergleich in Schweden. Während die Quote in der EU insgesamt bei 46 Prozent liegt, sind es dort 70 Prozent. Dass unsere Gesellschaft immer älter wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr aber über die Auswirkungen für die betriebliche Personalpolitik sprechen wir erst seit Kurzem, sagt Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Inzwischen sei der Fachkräftemangel das beherrschende Thema; dadurch verändere sich auch der Blick auf Ältere. Besonders die Konzerne seien inzwischen für das Thema sensibilisiert und richteten ihre Personalpolitik darauf aus, zum Beispiel mit umfangreichen Angeboten im Bereich Gesundheitsmanagement und Weiterbildung. Die Schwierigkeit ist, das in kleinere Unternehmen zu übertragen, die keine eigenen Abteilungen dafür haben, sagt Hüther. Hier stehen wir noch am Anfang. Text: Melanie Dietz, IHK Wiesbaden IHK UND ALTER Die IHK-Organisation unterstützt Unternehmen dabei, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere zu verbessern. So berät die IHK Wiesbaden beispielsweise zur Gesundheitsförderung im Betrieb. Kontakt: Dr. Nicole Zinckernagel, Telefon Ebenso berät die IHK zu Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten für ältere Mitarbeiter und gibt in ihrem Weiterbildungsprogramm einen Überblick zum Angebot in der Region. Die IHK entwickelt zudem spezielle Weiterbildungen, zum Beispiel die zum Alltagsbegleiter in der Altenhilfe : Diese Qualifizierung hat die IHK gemeinsam mit dem Taunussteiner Bildungsanbieter Inversa ins Leben gerufen, weil immer mehr qualifizierte Helfer gesucht werden, die ältere Menschen in ihrem Alltag begleiten. Kontakt: Reinhard Offenbartl, Telefon ALTER IM STÄDTEVERGLEICH Wir zeigen Ihnen in unserer großen Verkaufsausstellung ein komplett eingerichtetes Pflegezimmer. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Auswahl des richtigen Hilfsmittels geht. Öffnungszeiten Montag-Freitag 9:00-18:00 Tel.: 0611/ Was die Altersstruktur angeht, so lassen sich die Städte im Rhein- Main-Gebiet nicht direkt vergleichen, da sie unterschiedliche Statistiken verwenden. Nach Auskunft des städtischen Amtes für Statistik waren im vergangenen Jahr 25,2 Prozent der Wiesbadener 60 Jahre und älter in Mainz waren es 24,4 Prozent, allerdings sind dort erst die Zahlen von 2009 veröffentlicht. Frankfurt veröffentlicht Daten von 2010, staffelt die Altersgruppen aber anders: Dort waren 16,7 Prozent der Einwohner 65 Jahre und älter. 8 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

9 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Glosse Wir sind alle alt Was antwortet ein 33-Jähriger, wenn man ihn nach seinem Alter fragt? Klar: Ich bin 33 Jahre alt. Aber alt sein und alt sein ist ein himmelweiter Unterschied, auch wenn es zunächst gleich geschrieben und gesprochen wird. Denn weder die biologische noch die echte Uhr lassen sich beeinflussen sehr zum Leidwesen mancher Altersgenossen. Der Begriff der absoluten Zeit, wie ihn Isaac Newton definierte, galt in der Physik bis 1905, als Albert Einstein seine spezielle Relativitätstheorie veröffentlichte und gilt bis heute im Alltagsverständnis der Menschen. Salopp und ganz und gar unwissenschaftlich ausgedrückt: Die Zeit vergeht, komme da, was wolle. Man kann sie nicht beschleunigen, bremsen oder gar anhalten. Punkt. Denn die Zeit hat die Eigenschaft, sich nicht auf grundlegende Phänomene zurückführen zu lassen. Erst wenn man sie misst, kann man sie auch definieren. Ganz ähnlich wie Massen und Räume. Und weil das Alter mit der Zeit in engstem Zusammenhang steht, muss es auch erst in Zeitform gegossen werden, um überhaupt zu existieren. ERSTE GEFÜHLE DES ALTSEINS STELLEN SICH FÜR GEWÖHNLICH SCHON MIT ANFANG 20 EIN. Erste Gefühle des Altseins stellen sich für gewöhnlich schon mit Anfang 20 ein. Wenn beim nächtlichen Durchschalten des Fernsehprogramms auf einmal das Alter der Turnerinnen eines olympischen Wettbewerbes eingeblendet wird. Das liegt für gewöhnlich kaum über der zu erreichenden Höchstnote. Und so geht es weiter. Erst die Turnerinnen, dann Schwimmer, Leichtathleten, gefolgt von Fußballspielern. Und irgendwann übersteigt das eigene Alter selbst das gestandener Dressurreiter. Dann bleibt es dem eigenen Empfinden überlassen, deshalb in Selbstzweifel zu verfallen oder eben das Beste draus zu machen. Letzterem ist definitiv der Vorzug zu geben. Text: Florian Grösch, IHK Wiesbaden Zumindest auf dem Papier, denn dann greift sofort der ebenso klischeehafte wie richtige Satz: Man ist immer so alt, wie man sich fühlt. Und selten so alt, wie man aussieht. Deshalb ist es im Übrigen auch eine der gesellschaftlich kritischsten Angelegenheiten, überhaupt nach dem Alter zu fragen. Das sollte man tunlichst unterlassen überhaupt bei Frauen. Denn das hat in der Regel die Aushändigung des Schwarzen Peters durch das Gegenüber zur Folge, indem dieses antwortet Schätz doch mal. Das kann nur schief gehen außer man versteift sich auf die Phrase So alt, wie man sich fühlt. Und schätzt den Gesprächspartner vielleicht prompt auf ein stattliches Seniorenalter. Denn es gibt sie immer wieder, die schönen Momente, in denen man sich sagt ich fühle mich, als wäre ich 80. Und verhält sich dann auch so. Vorzugsweise nach übertriebenem Eifer beim Sport oder einer langen Nacht. Kein Wunder, der (Muskel)Kater schränkt das Bewegungsvermögen ein, Schmerzen in Kopf, Armen oder Beinen tun ihr übriges. Und manchmal trägt das Spiegelbild auch nicht gerade zur mentalen Verjüngung bei. Obwohl da der ein oder andere nachhilft. Erst mit Cremes und Salben, und wenn das nicht weiter oder genug hilft, mit unter die Haut injiziertem Nervengift oder dem Gang zum Schönheitschirurgen. Dabei sollte der besser Alterschirurg heißen, denn er beseitigt vorwiegend die Spuren des natürlichen Alterungsprozesses. Erst die gesellschaftlichen Konventionen sind es, die dies in schön und hässlich einteilen. Kleines Spiel. Wiesbadener Bauherren vertrauen unserer Fachkompetenz und unserem zuverlässigen und freundlichen Service rund um Baustoffe schon seit 120 Jahren. eichwein BAUZENTRUM EIN ECHTES STÜCK WIESBADEN. SEIT HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

10 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Altergerechtes für den Alltag Auch wenn es der ein oder andere nicht wahrhaben oder zumindest verdrängen möchte: Mit zunehmendem Alter fallen einige Dinge einfach schwerer. Das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun, sondern ist eine Begleiterscheinung des biologischen Alterungsprozesses: Das Sehvermögen lässt nach, die Muskelmasse schwindet, die Zellregeneration läuft langsamer. Dieses Phänomen hat natürlich auch die Industrie für sich entdeckt und zahlreiche Produkte entwickelt, die das Leben älterer Menschen vereinfachen. Ein großes Problem stellen Verpackungen dar: Einer Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen zufolge haben 92 Prozent der Älteren mit dem Öffnen von Verpackungen Schwierigkeiten. Zudem seien Haltbarkeitsdatum und Zutatenlisten häufig viel zu klein gedruckt. Besonders schwer haben es Senioren mit eingeschweißten und vakuumverpackten Produkten, gefolgt von Milchtüten und Konservendosen. Für eine 2010 veröffentlichte Studie haben Arbeitswissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz Senioren zwischen 57 und 77 Jahren gebeten, 35 verschiedene Produkte zu öffnen. Das Ergebnis: Nur jede dritte Verpackung konnte von allen geöffnet werden. Sieben Verpackungen wurden für ein Drittel der Personen zum unlösbaren Problem, allen voran ein eingeschweißtes Hefepäckchen, das 78 Prozent der Versuchspersonen nicht öffnen konnten. Durchschnittlich waren die Probanden über 30 Sekunden mit dem Auspacken beschäftigt, bei einigen Produkten sogar 90 Sekunden. Bei manchen Getränkepackungen wurde das Ausgießen für mehr als die Hälfte der Probanden zum Problem. Großtastenhandys sind nur eines von vielen Produkten, die speziell für Senioren entwickelt wurden. Foto: TU Berlin Seniorenhandys als Nischenmarkt entdeckt Ein Klassiker ist nach wie vor das vakuumverschlossene Gurkenglas, an dem selbst junge Menschen oft verzweifeln. Für dieses und weitere Verpackungsprobleme finden sich Lösungen im Fachhandel oder im Internet, etwa auf Senioren-Onlineshop.de. Dort findet sich ein Schraubdeckelöffner ebenso wie ein Öffner speziell für Getränkedosen. Und wer mag, kann gleich noch das Skatspiel in Postkartengröße ordern, das es auch Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen ermöglicht, eine Runde Karten zu spielen. Beispiel Mobiltelefon. Waren die ersten Mobiltelefone in den 80ern und frühen 90ern noch grobe Klötze, wurden sie im Laufe der Jahre immer filigraner und damit die Tasten samt Aufdruck immer kleiner. Für Senioren ein Ärgernis, denn oft sind die Ziffern und Buchstaben schlecht zu lesen und eine falsche Taste schnell gedrückt. Ähnliche Probleme lauern auch bei modernen Smartphones, die über einen berührungsempfindlichen Bildschirm verfügen. Von den zahllosen Anwendungsmöglichkeiten ganz zu schweigen. Die meisten bekannten Handy- Hersteller bieten zwar als Basismodelle abgespeckte und einfach zu bedienende Modelle an, die jedoch nach wie vor recht klein daherkommen. Da der Seniorenhandy-Markt überschaubar ist, haben andere Unternehmen wie Doro, Auro oder Telme diese Nische für sich entdeckt. Deren Modelle zeichnen sich durch große, gut ablesbare Tasten oder auch eine Notruffunktion aus, um im Zweifel schnelle Hilfe herbeirufen zu können. Nützliche Informationen finden sich auch auf Festnetztelefone für Senioren zeichnen sich durch ähnliche Qualitäten aus. Die digitalen Bildschirme sind beleuchtet, die Schrift ist klar und deutlich zu erkennen und in der Regel auch größer als beim gewöhnlichen Telefon. Außerdem lassen sich die Klingeltöne sehr laut einstellen oder durch ein helles Blinken des Geräts unterstützen. Damit die Kommunikation für alle Altersstufen funktioniert. Text: Florian Grösch, IHK Wiersbaden 10 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

11 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Arbeiten wird flexibler Der Fachkräftemangel führt zu neuer Wertschätzung für ältere Arbeitnehmer. Immer mehr Firmen investieren in Gesundheitsförderung und innovative Arbeitszeitmodelle. Sie haben sich im Demographie Netzwerk ddn zusammengeschlossen. Sieben Jahre bleiben noch, dann wird es richtig eng werden wir den höchsten Nettoverlust an Arbeitnehmern haben, die dann in die Rente gehen, sagt Rainer Thiehoff, geschäftsführender Vorstand des ddn. Knapp 300 Firmen sind dem Demographie Netzwerk bereits beigetreten, die allesamt neue Lösungen für den demografischen Wandel erproben. Sie spüren schon jetzt, dass es immer schwieriger wird, ausscheidende Fachkräfte zu ersetzen. Mehr als sechs Millionen Arbeitskräfte werden bis zum Jahr 2030 fehlen, hat das Mannheim Research Institute oft he Economics of Aging errechnet. Für ältere Arbeitnehmer brechen deshalb gute Zeiten an. Bislang oft aufs Abstellgleis geschoben, rücken sie jetzt ins Zentrum der Personalarbeit. Denn immer mehr Firmen erkennen, dass es mehr Sinn macht, die schon vorhandenen Fachkräfte besser zu fördern und länger im Betrieb zu halten statt oft vergeblich nach jungen Mitarbeitern zu fahnden. Natürlich brauchen Unternehmen beides: Frisches Talent aus der Schule oder dem Studium. Aber eben auch die grauen Köpfe, in denen jahrzehntelanges Fachwissen abgespeichert ist. Es geht um neue Denkmuster, sagt Rainer Thiehoff. Bei einem großen Automobilhersteller beispielsweise hätten sich der Produktionsleiter und der Betriebsarzt zusammengetan. Sie wollten Bedingungen schaffen, wie sie in dem Werk im Jahr 2018 herrschen, wenn der Altersschnitt von 39 auf 47 Jahre gestiegen ist. Nach ausführlichen Diskussionen mit den Betroffenen stellten sie fest, dass wenige Änderungen schon ausreichten, um die Arbeitsbedingungen am Montageband altersgerechter zu machen. Die Änderungen haben unter Euro gekostet, doch der Effekt war enorm: Die Produktivität verbesserte sich spürbar. Sehr oft sind diese Änderungen gar nicht so kostspielig, sagt Rainer Thiehoff, denn im Kern geht es um etwas anders: Wir müssen unser Bild vom Alter ändern. So lernen Ältere ganz genauso gut Neues wie Jüngere, aber sie tun das viel zielgerichteter. Dementsprechend müssen Weiterbildungsveranstaltungen anders aufgebaut werden. Auch die Legende, dass Ältere öfter krank sind, stimmt nicht. Ganz im Gegenteil: Sie sind weniger krank, dafür dann aber durchschnittlich länger als Jüngere. Ddn-Vorstand Thiehoff denkt jedoch schon weit über den derzeitigen Fachkräftemangel hinaus. Ihm geht es um ein Arbeitsleben, das so abwechslungsreich ist, dass die Menschen sich gerne neuen Herausforderungen stellen: Nehmen wir den Dachdecker alter Schule, der so gern von Politikern bemüht wird, wenn es um die Unmöglichkeit geht, länger zu arbeiten, sagt Thiehoff. Was aber, wenn dieser Dachdecker mit 30 die Möglichkeit hat, mal einen Monat in der öffentlichen Verwaltung zu hospitieren, um sie kennenzulernen. Und mit 40 mal einen Gastmonat bei einer befreundeten Firma im Ausland macht. Wäre es dann nicht viel leichter, mit 50 darüber nachzudenken, zum regionalen Baumarkt zu wechseln, statt sich auf den Dächern abzumühen? Noch sind nur wenige Betriebe so weitsichtig, eine derart vorausschauende Personalpolitik zu machen. Doch die Bedingungen verbessern sich ständig. Viele Unternehmen beginnen damit, sich um die Gesundheitsvorsorge ihrer Mitarbeiter zu kümmern. Immer mehr richten altersgemischte Teams ein. Und nicht wenige Firmen holen erfahrene Kräfte aus dem Ruhestand zurück, die als Berater ihr Wissen weitergeben. Text: Margaret Heckel, Autorin FÜR ALLES, WAS IHREM GESCHÄFTS- ERFOLG IM WEG STEHT. HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

12 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Vom Turbo-Job in den Schaukelstuhl Mit dem Eintritt in den Ruhestand verändert sich vieles. Die engen Rahmenbedingungen des Arbeitslebens fallen weg, man freut sich auf mehr Zeit für sich selbst, Familie und Freunde. Doch besonders jenen, die vom Turbo-Job in den Schaukelstuhl wechseln, fehlen dann oft die täglichen Herausforderungen, die Anerkennung für geleistete Arbeit und die sozialen Kontakte. Das Projekt Lernen vor Ort im Rheingau-Taunus-Kreis unterstützt dabei, rechtzeitig die Weichen für das Leben nach dem Beruf zu stellen. Zielgruppe sind die jungen Alten zwischen 50 und 70 Jahren, eine Generation, die beim Eintritt in den Ruhestand körperlich fit und geistig leistungsfähig ist. Viele dieser Menschen würden gerne ihre Lebenserfahrung weitergeben, Neues kennen lernen und etwas Sinnvolles für sich und für andere tun. Lernen vor Ort greift diese Wünsche auf, denn ein aktives Leben bedeutet Teilhabe an der Gesellschaft und die Chance, den Ruhestand lange selbstständig und gesund genießen zu können. Ein Baustein des Projekts ist das Forum Aktiv Älterwerden. Damit wurde im Rheingau eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um freiwillige Aktivitäten älterer Menschen eingerichtet. Bei Beratungsgesprächen und Seminaren werden persönliche Interessen geklärt, Unterstützung bei der Zukunftsplanung angeboten und Tätigkeiten vermittelt, die den eigenen Vorstellungen entsprechen. Das Forum Aktiv Älterwerden unterstützt aber auch Organisationen und Vereine bei der Suche nach Freiwilligen und beim Aufbau eines Freiwilligenmanagements. Unternehmen, die Mitarbeitern Freiräume für Engagement gewähren oder Kontakte zu Einrichtungen aufbauen möchten, finden hier ebenfalls kompetente Ansprechpartner. Soziales Engagement ist schließlich nicht nur Ehrensache, es hilft den Unternehmen auch, sich im Wettbewerb um Fachkräfte und Kunden gut zu positionieren. Alles auf dem Schirm, beim gemeinsamen Surfen im Internet. Auch auf einer speziellen Homepage des Rheingau-Taunus-Kreises finden ältere Menschen bald eine Reihe von Angeboten. Foto: Fotolia Mit Sprechstunden im Ehrenamtsbüro der Stadt Geisenheim ist das Forum Aktiv Älterwerden seit März direkt vor Ort erreichbar. Im Rheingau sollen noch zwei weitere Anlaufstellen entstehen, in Bad Schwalbach werden zurzeit erste Sondierungsgespräche geführt. Eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen, die das eigene Älterwerden selbst aktiv gestalten möchte, hat sich auch schon gefunden. Der Kreis nennt sich Rheingauer-Generationen-Kompass und versteht sich als unabhängiges Netzwerk 12 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

13 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE für persönliche Begegnungen, Kultur und Wissensvermittlung. Die Mitglieder möchten ihre Lebenserfahrungen und ihr Fachwissen auch an Jüngere weitergeben. Herzstück der Zusammenarbeit ist die selbst entwickelte und gestaltete Internetseite, auf der schon bald Anlaufstellen, Projekte, Börsen, Veranstaltungen und Dienstleistungen für ältere Menschen im Rheingau zu finden sein sollen. Die Gruppe will auch neue Angebote initiieren und so Brücken bauen zwischen dem hektischen Berufsleben und den vielen Möglichkeiten sinnstiftender Tätigkeit im Alter. Autorin: Dr. Karin Becker, Lernen vor Ort LERNEN IM RHEINGAU-TAUNUS Der Rheingau-Taunus-Kreis entwickelt in dem Projekt Lernen vor Ort ein kommunales Bildungsmanagement mit dem Ziel, das Lernund Lebensumfeld seiner Bewohner optimal zu gestalten, die Bildungsbeteiligung zu erhöhen und persönliche und berufliche Entwicklung für alle Altersgruppen zu ermöglichen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert und von der Fachstelle Bildung des Rheingau-Taunus-Kreises und dem Büro Lernende Netzwerk Region der Volkshochschule umgesetzt. Ein Aktionsfeld beleuchtet den Übergang von der Erwerbsphase in die nachberufliche Lebensphase. Kontakt: Telefon , LERNEN IN WIESBADEN Auch in der Landeshauptstadt gibt es für Senioren eine Reihe von Möglichkeiten, sich zu vernetzen und sich weiterzubilden: Zum Beispiel bei der GbQ Gesellschaft für berufliche Weiterqualifizierung, einer privaten gemeinnützigen Weiterbildungsinstitution, die 1992 gegründet wurde. Dort werden unter anderem spezielle Seminare für Senioren angeboten und ältere Mitarbeiter in Unternehmen qualifiziert. Kontakt: Telefon , Außerdem gibt es die Akademie für Ältere, einen Kooperationsverbund von mehr als 30 Einrichtungen in Wiesbaden. Die Geschäftsführung liegt bei der Volkshochschule Wiesbaden. Für diese nach eigenen Angaben bundesweit einmalige Kooperation hat die Akademie ein Plenum aller Beteiligten ins Leben gerufen. Kontakt: Telefon Der neue BMW 1er Freude am Fahren EINE FRAGE DES CHARAKTERS. DER NEUE BMW 1er. Ein einzigartiger Charakter verdient ein einzigartiges Automobil. Wie den neuen BMW 1er: Erleben Sie modernes, sportliches Design, beeindruckende Agilität durch die kraftvollen BMW TwinPower Turbo Motoren und höchste Effizienz dank des neuen ECO PRO Modus. Lernen Sie ihn kennen direkt bei einer Probefahrt. Wir freuen uns auf Sie. Ab 17. September bei uns. Kraftstoffverbrauch l/100km: 5,9-4,4l Co²-Emissionen pro km:134g - 115g AUSDRUCK PURER FAHRFREUDE. Abb. ähnlich BMW Vertragshändler Karl-Bosch-Str Wiesbaden Tel BMW Vertragshändler Alte Mainzer Str Mainz Tel BMW Autorisierte Vertragswerksta Wiesbadener Str Mainz-Kastel Tel HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

14 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Wer rastet, der rostet Die Idee, dass unser Gehirn wie eine Datenverarbeitungsanlage funktioniert und wir unsere neuronale Festplatte nur mit der nötigen Software und entsprechenden Daten füttern müssen, ist bestechend. Aber sie ist falsch und verleitet dazu, Potenziale zu vergeuden. Menschen machen sich Gedanken. Am meisten Gedanken machen sie sich über sich selbst. Jedenfalls spätestens seit René Descartes, der im 17. Jahrhundert den Satz Ich denke, also bin ich geprägt hat. Seitdem war eigenständiges Denken sozusagen philosophisch abgesegnet. Wenn Menschen über sich nachdenken und vor allem über das Denken nachdenken, lassen sie sich zu gern vom kulturellen Mainstream inspirieren. Lange Zeit, im Gefolge der darwinschen Abstammungslehre sahen wir unser Denken vor allen durch genetische Festlegung gesteuert. Nach dem Siegesmarsch der Industrialisierung kam das Bild unseres Gehirns dem einer Maschine gleich. Die wird einmal eingerichtet, läuft dann eine Weile produktiv und ist dann nach einer Reihe von Jahren abgenutzt und immer weniger zu gebrauchen. Das Computerzeitalter hat uns dann das Bild einer neuronalen Datenverarbeitungsanlage beschert mit Festplatte (Gedächtnis), Arbeitsspeicher (Bewusstsein) und Prozessor (Großhirn). Und entsprechend meinen wir, dass das Füttern mit Daten etwas mit Lernen zu tun hätte. Wissen rein, analysieren und dann wenn wir genügend Intelligenz mitbringen kommt etwas Brauchbares dabei heraus. Fehlanzeige. In einer immer komplexer werdenden Welt stößt dieses Bild an seine Grenzen. Dazu gerät Weiterbildung teilweise in die Kritik und die deutsche Wirtschaft beschwert sich zunehmend über einen Mangel an Fachkräften. Was ist also mit der Ressource Hirn geschehen? Böse Zungen haben dazu eine einfache Erklärung: Wir würden nur zehn Prozent unseres Gehirn nutzen. Das ist natürlich Quatsch, denn unser Körper würde sich nicht ein so energiezehrendes Organ leisten, um davon nur zehn Prozent zu nutzen. Es kommt aber darauf an, wie wir es nutzen. Lernen 3.0: Abschied von Glaubenssätzen Nach dem stumpfsinnigen Auswendiglernen von Zahlen und Fakten (Lernen 1.0) und dem Hineinstopfen des Verständnisses komplexer Zusammenhänge (Lernen 2.0) kommen wir nun in eine Phase, in der ein paar Aktualisierungen nötig sind: Lernen 3.0. Dazu müssen wir uns zunächst von verschiedenen Glaubenssätzen verabschieden: 1. Unser Gehirn ist keine Datenverarbeitungsanlage. Das zeigt zum einen schon die Tatsache, dass jeder billige Taschenrechner trotz geringerem Vernetzungsgrad wesentlich schneller rechnen kann als Menschen das im Allgemeinen können, Menschen dafür aber mit dem Begriff Glück wesentlich mehr anfangen können als ein Computer. 2. Unser Gehirn nutzt nicht ab und ist auch nicht irgendwann voll. Im Gegenteil: Je mehr und je vielfältiger wir es nutzen, um so mehr passt hinein und es wird immer leistungsfähiger. Lebenslang. 3. Intelligenz ist keine ausschließliche Funktion von Rationalität. Kognitive Fähigkeiten allein sind nicht ausreichend, um vernünftig zu handeln. Das zeigen Untersuchungen an Menschen mit partiellen Schädigungen des Frontalhirns, welche die körperliche Empfindungsfähigkeit beeinträchtigen. Empfindungen sind ein zentraler Bestandteil menschlicher Vernunft. Ohne sie könnten wir nicht planerisch agieren. Sie sind nämlich die Schnittstelle zu unserer intuitiven Intelligenz. 4. Wir lernen nicht vorwiegend durch die Aufnahme von Wissen, sondern durch Erfahrung. Das weiß eigentlich jeder, denn sonst könnte es jeder gute Studienabgänger in Nullkommanix zum Vorstandsvorsitzenden bringen. Er ist aber seinen Kollegen mit langjähriger Erfahrung deutlich unterlegen. Das heißt allerdings auch, dass wir nur dann besser werden können, wenn wir möglichst viel Erfahrung sammeln und nicht möglichst viel Wissen in uns hineinstopfen. Wie sollten wir also unser Gehirn am besten nutzen? Eine recht einfache Erkenntnis der Neurowissenschaften lautet: Ihr Gehirn wird so, wie Sie es benutzen. Die Wahl liegt da ganz bei Ihnen selbst. Ich zeige Ihnen mal einige Möglichkeiten: 1. Sie können pünktlich im Büro ankommen, Ihren Rechner hochfahren, die Aufgaben abarbeiten, die Sie vorfinden und pünktlich Feierabend machen. Erfüllen Sie einfach die Erwartungen, die an Sie gestellt werden und sie werden nicht auffallen und niemandem zur Last fallen. Hüten Sie sich davor, Dinge in Frage zu stellen und wohlmöglich auch noch Vorschläge zur Verbesserung zu machen. Das stiftet nur Unruhe und sie könnten Gefahr laufen, entweder rausgeworfen oder schlimmer noch befördert zu werden. In der nächsten Hierarchiestufe würde man von Ihnen dann nämlich erwarten, dass Sie sich täglich Gedanken zur Gestaltung machen. Wollen Sie das wirklich? 2. Eine gute Möglichkeit, Ihr Gehirn zu schonen (sonst könnte es ja womöglich abnutzen), wäre die Wahl einer Beschäftigung, bei der man Ihnen genau vorgibt, was sie tun sollen. Sie würden dann nur die Handlungsabläufe lernen müssen und wären nach einiger Zeit 14 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

15 TITEL SENIOREN DIE WACHSENDE ZIELGRUPPE Meister Ihres Fachs. Auch das verschafft Ihnen Anerkennung und ist zudem praktisch, denn dann haben Sie mehr Ressourcen übrig, um in Ihrer Freizeit Sinnvolleres zu tun als in Ihrem Job. Sie hätten mehr Muße für Ihre Hobbies und Kultur falls Ihnen das dann nicht doch zu anspruchsvoll wird. In jedem Fall sollten Sie dann über eine Rente mit 55 nachdenken, denn wer hält es in so einem Job schon länger aus? 3. Sollten Ihnen die Möglichkeiten eins und zwei nicht zusagen, hätte ich folgende Idee für Sie: Folgen Sie nicht den Ideen anderer, sondern setzen Sie sich selbst Ziele. Und: Ergreifen Sie Chancen und stellen Sie sich Herausforderungen. Nur dann nutzen Sie die Kapazität Ihres Denkorgans voll aus. Wer rastet, der rostet und Ihr Gehirn wird so wie Sie es benutzen. Aber letzteres sagte ich ja schon. Die Varianten eins und zwei wären dann eine regelrechte Vergeudung Ihrer Fähigkeiten. Ihr Gehirn kann mehr als nur stereotype Prozesse lernen und abspulen. Es kann auch mehr, als Wissen zu mehren. Es sehnt sich geradezu nach dem Kick des Besseren, nach der positiven Erfahrung. Die Vernetzungsvarianten Ihres Gehirns sind nahezu unbegrenzt und mit jeder erfolgreich gemeisterten Herausforderung machen Sie die besten und intensivsten Lernerfahrungen, die Sie machen können. Sie vertreiben damit übrigens ganz nebenbei auch Ihren inneren Schweinehund. Die Einen haben Ziele, die Anderen Lieblingsprogramme Sollten Sie sich für Alternative drei entschieden haben, dann muss ich Sie warnen: Sie riskieren ein Leben voller Veränderung und voller neuer Eindrücke (die wollen erst einmal verarbeitet werden). Sie werden vor allem immer besser darin, schwierige Aufgaben als Herausforderungen wahrzunehmen und genau das könnte Ihnen das Surfen oder Fernsehen zunehmend verleiden. Irgendein wirrer Kopf soll ja mal gesagt haben, dass es zwei Sorten Menschen gebe: Die Einen hätten Ziele, die Anderen Lieblingsprogramme. Ist das nicht garstig? Wenn Sie mir hier zustimmen, bleiben Sie bitte bei Alternative eins oder zwei. Denn die Wahl der Alternative drei kann unter Umständen zu viel Unruhe in Ihr Leben bringen. Gehören Sie aber zu den Unbelehrbaren, dann machen Sie doch einfach das, was Sie wirklich wollen! Halten Sie die Augen offen, fragen Sie sich, was Ihnen wirklich wichtig ist und worauf Sie an Ihrem Lebensabend mit Stolz und Zufriedenheit zurückblicken können. Nur zur Beruhigung für die Zweifler: Die Tatsache, dass Sie keine Folge Ihrer Lieblingsserie verpasst haben, wird es nicht sein. Wenn Sie zu den Unbelehrbaren gehören, die unbedingt gestalten wollen, dann warten Sie nicht, bis Ihnen der Ball zugespielt wird, sondern dann sehen Sie zu, dass Sie selbst ins Spiel kommen. Das verschafft Ihnen nämlich mehr als nur Anerkennung: Es bringt Ihnen Achtung ein. Dass Sie damit auch die Neider auf den Plan rufen liegt in der Natur der Sache. Wer den Kopf herausstreckt, muss damit rechnen, dass er mehr Wind und Regen abbekommt als die Anderen. Vielleicht sogar Sturm. Aber inzwischen haben Sie ja auch gelernt, Stürme abzuwehren. Und wie heißt es so schön: Mitleid bekommt man umsonst, Neid muss man sich erarbeiten. Aber überlegen Sie sich das wirklich gut. Sie könnten Ihr Gehirn ja auch wie eine Maschine oder einen Computer benutzen. Das wäre auf jeden Fall einfacher. Aber macht es auch zufrieden? Text: Dr. Constantin Sander, Business-Coach Dr. Sander hat zu diesem Thema ein Buch veröffentlicht. Titel: Change Bewegung im Kopf. Erschienen ist es im Verlag businessvillage GmbH. Das menschliche Gehirn leistet viel wenn man es lässt. Grafi k: V. Yakobchuk / Fotolia HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

16 STANDORT Einfach nur Die Rue Ihre Einkaufsstraßen machen die Landeshauptstadt erst zu dem was sie ist: eine liebenswerte und überwiegend elegante Stadt, die zum genussvollen Bummeln und Shopping einlädt. Doch wie haben sich die markanten Straßen über die Jahrzehnte entwickelt und verändert? Zum Start ihrer neuen Serie stellt die HESSISCHE WIRTSCHAFT Wiesbadens Prachtstraße vor: die Wilhelmstraße. Wiesbadens ebenso geschmackvoller wie repräsentativer Boulevard erstreckt sich auf einer Länge von 800 Metern von der Taunusstraße bis zum Landesmuseum. Flankiert wird er von beeindruckenden Gebäuden aus der Epoche des Historismus: das neoklassizistische Kurhaus, die Brunnen-Kolonnaden, das Grand Hotel Nassauer Hof, das neobarocke Hessische Staatstheater und die Villa Clementine, um nur einige zu nennen. Platanen, bunte Fahnen, dekorative Laternen und edle Blumenkübel säumen die Straße, die von den Bewohnern liebevoll die Rue genannt wird. Geplant und angelegt wurde sie vom Wiesbadener Stadtbaumeister Christian Zais ( ), der auch das klassizistische Erbprinzenpalais errichtet hat, in welchem seit 1971 die IHK untergebracht ist. Benannt ist die Wilhelmstraße übrigens nach dem nassauischen Herzog Wilhelm I. von Nassau-Weilburg, welcher von 1816 bis 1839 in der Stadt residierte. An Geschäften ist nahezu alles vertreten, was Rang und Namen hat. Luxusboutiquen locken mit internationaler Mode, schicke Uhren und kostbarer Schmuck warten auf neue Besitzer. Dazwischen besonders feine Adressen wie das Haute-Couture-Atelier von Elise Topell, in welchem Filmstars ebenso ausgestattet wurden wie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Insgesamt gibt es 258 Gewerbemeldungen in der Wilhelmstraße, davon 67 Einzelhändler. Wir müssen hier präsent sein Es gibt keinen, der nicht erst einmal ins Schwärmen gerät. Eine feine Adresse, sagt beispielsweise Torsten Hornung, Inhaber von TH-Philatelie, und ein wenig Stolz schwingt in seiner Stimme mit. Er ist vor drei Jahren mit seinem Ladengeschäft aus der Langgasse an die Wilhelmstraße gezogen. Auch Corina Knoll hält die Rue für ein Aushängeschild der Stadt. Sie begeistert das schöne Flair, die Nähe zu Theater und Kurpark. Im September kehrt sie mit ihrem neuen Modegeschäft CK-Corina Knoll in die Wilhelmstraße zurück, wo sie vor mehr als zwanzig Jahren als Unternehmerin gestartet war. Fashion-Experte Andreas Nass von Ninass möchte da kein Wasser in den Wein gießen. Er drückt sich nur etwas nüchterner aus: Wir müssen hier präsent sein. Hochwertige Mode laufe eben am besten auf der Rue. Nicht zuletzt erwarteten die zahlungskräftigen ausländischen Gäste aus dem Nassauer Hof, hier die Premium-Marken vorzufinden. Sie sind ja auch noch da, die das Gesicht der Straße prägenden edlen Boutiquen und Juweliere. Aber wer an den Schaufenstern vorbeiläuft, blickt zwischendurch immer mal wieder ins Leere. Es scheint etwas zu fehlen auf Wiesbadens Boulevard. Für Andreas Nass ist völlig klar, was es ist: Das alte Café Blum war ein Magnet. Seit dessen Umzug an das obere En- HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

17 STANDORT de der Straße habe der Betrieb auf dem Bürgersteig deutlich nachgelassen. Wo einst das Cafe Blum war, sind die Scheiben mit Werbung verklebt. Eigentümer der seit drei Jahren zu großen Teilen leer stehenden Immobilie ist die Commerzbank AG. Laut Pressereferentin Marion Denner arbeite man derzeit an der weiteren Verwertung des Gebäudes. Da allerdings noch Entscheidungen ausstünden, könne man derzeit keine Informationen herausgeben, wie es mit dem Objekt weitergeht. Dieser Umstand ist nicht nur den 26 Mitgliedern der 1978 gegründeten Interessengemeinschaft Wilhelmstraße ein Dorn im Auge. Dessen Vorsitzender Wolfgang Alexander Stoess, Inhaber der Juwelier Wilhelm Stoess ohg, wünscht sich an dieser und an anderen Stellen der Wilhemstraße mehr gastronomische Angebote, die zum Verweilen einladen. Andreas Steinbauer, Geschäftsführer der Steinbauer Immobilien KG, pflichtet bei: Die Wilhelmstraße bräuchte mehr gastronomische Präsenz, dann wird auch wieder mehr flaniert. Mit dem I-Punkt, dem Café Blum, dem Paulaner und dem Bistro Ente gibt es zwar einige Optionen im oberen Straßenbereich, im mittleren Teil der Straße ist das Angebot mit Parkcafé, Feinkost Feickert und Literaturhauscafé gemessen an der Vielzahl der Einzelhandelsgeschäfte etwas dünn. Seit der Schließung des Beisl bietet der untere Bereich der Wilhelmstraße derzeit gar keine Gastronomie mehr. Das hat die Besucherfrequenz spürbar verschlechtert, sagt auch Thomas Michel, Geschäftsführer des 1899 gegründeten Traditionshauses Teppich Michel. Abends ist es hier abgesehen von dem Verkehr oft so still, dass ich mich beim Heimgehen im Dunkeln unwohl fühle. Hier wäre es schön, wenn die Geschäfte ihre Schaufenster bis Mitternacht beleuchten würden. Insgesamt habe sich die Straße in den vergangenen Jahren aber gut entwickelt. Ich komme viel in der Welt herum und muss immer wieder feststellen, dass die Wilhelmstraße schon sehr attraktiv ist. Die von den Anliegern, der Stadt und der Wiesbaden Stiftung finanzierten Blumenkübel haben den Boulevard optisch aufgewertet. Die Tatsache, dass immer mal neue Geschäfte neu hinzukommen, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden, beunruhigt Michel nicht. Umsätze wie in den Hochzeiten können heute sicherlich nur noch selten realisiert werden das Einkaufsverhalten hat sich nun einmal geändert. Auch Andreas Steinbauer ist mit der Entwicklung der Wilhelmstraße in den vergangenen zehn Jahren zufrieden. Insbesondere das Segment der Einrichtungshäuser hat zugelegt. Kurzfristige Leerstände konnten schnell im hochwertigen Bereich vermietet werden. Das neu eröffnete COR interlübke Studio ist so ein Beispiel. Hingegen steht das einstige Ladengeschäft der Buchhandlung Wiederspahn trotz zahlreicher Interessentenanfragen bislang leer. Dessen ehemaliger Geschäftsführer Peter Leucht hat die Buchhandlung Leucht in der Wagemannstraße eröffnet und fühlt sich dort sehr wohl. Mit seiner vorherigen Heimat geht er hart ins Gericht: Während das Trottoir immer leerer wurde, wurde die Straße immer voller. Für mich wird die Wilhelmstraße immer mehr zum Autobahnzubringer. In der Tat stellen die vielen Autos eine Belastung dar, meinen auch Stoess, Michel und Steinbauer. Diese Problematik dürfe man jedoch nicht überbewerten. So geht es der Wilhelmstraße wohl wie vielen Orten: Sie verändern sich über die Jahre, altern, erfinden sich neu, entwickeln sich mal besser, mal schlechter. Der Wilhelmstraße ist es in Summe gelungen, ihre Eleganz zu wahren und eines der Aushängeschilder Wiesbadens zu bleiben. Beim jährlichen Wilhelmstraßenfest mit rund Besuchern übrigens das größte Straßenfest Deutschlands gibt es gastronomische Angebote zuhauf, die Passanten drängen sich in gelöster Atmosphäre dicht an dicht und kein Auto stört das bunte Treiben. Es wäre schön, wenn sich diese drei Faktoren nur ein bisschen stärker über das gesamte Jahr verteilen würden. Text: Gordon Bonnet und Dr. Friedemann Götting-Biwer, IHK Wiesbaden Fotos: Verena Maas, IHK Wiesbaden HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

18 STANDORT Jeder sollte Verantwortung übernehmen Seit acht Jahren macht die Wiesbaden Stiftung von sich reden, indem sie neue Ideen in die Stadt einbringt und unbürokratisch hilft, wo der Schuh drückt. Schon zwei Mal wurde die Stiftung auf Bundesebene ausgezeichnet für den Leonardo Schul Award und das Projekt BürgerKolleg. Auch wenn die Stiftung von vielen getragen wird: Ihr Gesicht ist zweifellos Thomas Michel, der seit Beginn den Vorsitz führt. Die HESSISCHE WIRTSCHAFT sprach mit dem Unternehmer über sein Engagement und neue Projekte. Herr Michel, vor wenigen Wochen wurden Sie zum dritten Mal für weitere vier Jahre zum Vorsitzenden der Wiesbaden Stiftung gewählt. So schön diese Bestätigung sicherlich ist, macht diese Funktion auch sehr viel Arbeit. Warum opfern Sie dafür so viel Ihrer Zeit? Ich bin hier in Wiesbaden geboren und aufgewachsen. Die Stadt ist meine Heimat. Es war immer mein Interesse, außerhalb meines Berufes noch etwas anderes zu machen und über den Tellerrand zu schauen. Da lag es nahe, mich für meine Stadt einzusetzen. Früher habe ich mich in der IHK bei den Wirtschaftsjunioren für den Standort engagiert. Zufällig hatte ich vor acht Jahren das Glück, die Wiesbaden Stiftung gründen zu können und auf den Weg zu bringen. Nun fühle ich mich dafür verantwortlich und die Erfolge bringen auch viel Freude. Ob ich nach der jetzigen Amtsperiode noch weitermache, kann ich noch nicht absehen. Zur Person Thomas Michel (57) ist seit ihrer Gründung am 5. August 2003 ehrenamtlicher Vorsitzender der Wiesbaden Stiftung. In seinem Hauptjob ist der gelernte Einzelhandelskaufmann Inhaber und Geschäftsführer des 1899 gegründeten Traditionshauses Teppich Michel. Die Geschäftsstelle der Wiesbaden Stiftung ist in der IHK angesiedelt und wird von Karin Träger betreut. Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung ist IHK-Hauptgeschäftsführer Joachim Nolde. Sehen Sie gravierende Defizite in Wiesbaden oder wollen Sie die Stadt einfach nur schöner und besser machen? Mit unserem Stiftungskapital möchten wir die Lebensqualität dieser Stadt erhalten und uns in soziale Themen einbringen. Eines Tages können das staatliche Stellen nicht mehr finanzieren und dann müssen wir vorbereitet sein. Das muss rechtzeitig geschehen, deshalb sind wir dabei, viele Projekte zu initiieren, um die Menschen einzubinden. Ich finde, dass jeder Bürger mehr Verantwortung für die Zukunft und für sein regionales Umfeld übernehmen sollte. Wie sehen Sie die Entwicklung Wiesbadens in den vergangenen Jahren? Mit gewisser Sorge sehe ich, dass die Klassenunterschiede immer größer werden. Es leben viele reiche Menschen in Wiesbaden, die sich immer mehr von dem Leben, das in anderen Gebieten stattfindet, absondern. Wir versuchen dies wieder ein Stück zusammenzubringen. Dass der Reiche etwas mehr für Bedürftige tut und sich bedürftige Menschen selbst mehr bemühen, um in den Mittelstand zu gelangen. Zurück zur Wiesbaden Stiftung. Mit wie viel Stiftungskapital sind Sie gestartet? Gestartet sind wir mit knapp Euro, zudem haben wir Euro von der Stadt Wiesbaden bekommen, indem wir die Verwaltung der Böttiger- und der Dörr-Stiftung übernommen haben. Wir haben auch eine ganze Menge Zustiftungen bekommen. Im Moment sind es 81 Personen, die jetzt schon Beträge zwischen Euro und Euro zugestiftet haben. Insgesamt haben wir nun Eigenkapital von mehr als einer Millionen Euro. Außerdem verwalten wir noch zwei private Stiftungen und eine weitere, die demnächst dazu kommen wird. So entsteht ein immer größerer Bereich, mit dem wir auch gemeinnützige Vereine und Institutionen in unserem Wiesbadener Bezirk mit unterstützen können. Ist die Höhe frei wählbar? Bei den Stiftungen geht es ab Euro los, dann hat der Stifter einen lebenslangen Sitz in der Stifterversammlung. Wir haben aber gemerkt, dass diese Summe eine Hürde für viele ist, die sich gerne mit kleineren Beträgen engagieren würden. Andererseits kann man mit einem Einmalbetrag von beispielsweise 50 Euro nur wenig bewegen. Anders sähe es mit einem entsprechenden jährlichen Mitgliedsbeitrag aus, was bei einer Stiftung jedoch nicht möglich ist. Wir sind daher auf die Idee gekommen, hier enger mit dem uns ohnehin verbundenen Kur- und Verkehrsverein zusam- 18 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

19 STANDORT menzuarbeiten. Dieser hat angekündigt, sich in Freunde der Wiesbaden Stiftung umzubenennen. Damit hätten wir einen Förderverein für die Wiesbaden Stiftung, der uns Mitgliedbeiträge um die 50 Euro jährlich zuführen könnte. Angedacht ist, den Wechsel bis Ende des Jahres vollzogen zu haben, damit wir dieses Jahr bereits einige Veranstaltungen dazu durchführen können. Was ist alles vom Stiftungszweck erfasst und welche Projektideen würden Sie neu annehmen? Bei dem was wir in Wiesbaden bewirken, sind wir relativ frei. Alles Gemeinnützige, was Vereine machen, können wir auch unterstützen. Wir orientieren uns dort, wo wir Not sehen und wo auch eine Finanzierung in Sichtweite ist. Grundsätzlich gilt, dass die Zustiftungen erhalten bleiben müssen. Dass bedeutet, wir haben immer Geld im Rücken, was wir nicht ausgeben dürfen. Ein eingetragener Verein hingegen muss die gespendeten Gelder kurzfristig ausgeben. Momentan finanzieren wir die Projekte ausschließlich aus Spendengeldern. Wir suchen uns also Partner, mit denen wir zusammen Projekte ausarbeiten, wie beispielsweise das BürgerKolleg, welches wir mit der R + V Versicherung und der Stadt Wiesbaden auf den Weg gebracht haben. Speziell für dieses Projekt haben wir letztes Jahr einen großen Deutschlandpreis von der Quandt-Stiftung in Berlin gewonnen und nochmals Euro Zuschuss dafür bekommen. Wie ist der aktuelle Stand des Projekts? In vielen Initiativen und Vereinen wird Enormes geleistet. Doch nicht immer läuft die Arbeit effizient ab gerade in finanziellen Fragen hapert es häufiger. Das BürgerKolleg macht Ehrenamtliche fit für ihre Arbeit, indem es maßgeschneiderte, kostenlose Seminare bietet. Insgesamt haben wir inzwischen über 25 Seminare durchgeführt und um die 450 Ehrenamtliche weitergebildet. Die neue Internetplattform ist fertig gestellt, auf der man sich nun direkt anmelden kann. Die Nachfrage ist viel größer als wir anfangs gedacht haben. Es gibt 720 Vereine in Wiesbaden, die alle angeschrieben wurden und die nun in ein besonderes Netzwerk einsteigen. Wir versuchen damit mehr Ehrenamt in Wiesbaden zu erzeugen. Auf welche weiteren Projekte sind Sie besonders stolz? Das ist ganz klar der Leonardo Schul Award! Die Jugendlichen entwickeln hier ganz tolle Ideen auch für Wiesbaden. Dann haben wir das große Projekt BürgerSinn, mit dem wir neues Ehrenamt in den Stadtteilen entstehen lassen. Momentan findet eine Vernetzung von Ehrenamtlichen mit Firmen statt. Wir möchten erreichen, das jeder Lust hat, auch neben seinem Beruf etwas für die Stadt zu tun. Und mit Blick auf die großen geplanten Bauaktivitäten, wie die Rhein-Main-Hallen und das Stadtmuseum, wird Wiesbaden in den nächsten fünf Jahren sicherlich noch attraktiver werden. Wie weit ist die Wiesbaden Stiftung in das Stadtmuseum eingebunden? Hier gibt es ja ein eigenes Projektbüro, in dessen Arbeit wir uns nicht einmischen wollen. Dies gilt auch für soziales oder kulturelles Engagement anderer Akteure. Wenn aber unsere Unterstützung gewünscht wird, so helfen wir. Beispielsweise mit Vernetzung zu Finanziers. Konkurrenzgedanken liegen uns fern. Wenn ich mich engagieren möchte, was würden Sie mir dann raten? Als Erstes ein Gespräch zu führen. Sie könnten Überlegungen anstellen, ob Sie ein eigenes Projekt auf die Beine stellen und wir das dann vernetzen. Sie können natürlich etwas Geld spenden oder auch gerne in ein Projekt einsteigen. Jedes Projekt ist erfolgreich, selbst kleine Projekte wie Leseritter. Zum Beispiel haben uns dabei eine Firma aus Eltville und die Rotary Wiesbaden-Rheingau großzügig unterstützt. Was haben Sie sich noch vorgenommen? Wir werden beim BürgerSinn noch einiges ausbauen. Beim BürgerKolleg bauen wir zwei zusätzliche Stufen für die Ausbildung ein. Dann haben wir eine Vernetzung zum Thema Businessstandort Wiesbaden. Es stehen eine ganze Reihe kleinerer Projekte in der Anfangsphase. Grob zusammen gezählt sind das um die 20 Baustellen, die entwickelt werden müssen. Manche davon brauchen noch ein bis zwei Jahre. Es gibt auch Dinge, die stellen wir wieder ein, wenn wir merken, dass der Bedarf nicht so groß ist. Die neuen Bänke auf der Wilhelmstraße oder die neue Beschilderung auf dem Neroberg waren kleinere Projekte, bei dem ein Anliegen an uns heran getragen wurde, das wir umgesetzt haben. Die Leute haben Vertrauen zu uns. Was bewegt Sie außerdem? Die zunehmende Gewalt auf der Straße, vor allem die von Jugendlichen verübte, treibt uns sehr um. Bisher haben wir eine Schulklasse unterstützt, die eine Internetplattform gegen Gewalt erstellt hat. Das sind zumindest erste Ansätze, aber hier müssen wir noch weiterkommen. Haben Sie noch einen Wunsch zum Abschluss des Interviews? Ich wünsche mir manchmal, dass die Wiesbaden Stiftung noch einer breiteren Basis bekannter wird. Die meisten Projekte haben ihr eigenes Logo und so werden sie oft gar nicht mit unserer Stiftung in Verbindung gebracht. Insgesamt sind wir aber dankbar für den tollen Zuspruch. Wir arbeiten sehr gut im Vorstand zusammen, wir haben super Mitarbeiter und erfahren eine tolle Unterstützung seitens der IHK, der Handwerkskammer, der Casinogesellschaft, der Banken und anderer Unternehmen und Institutionen. Es gibt sehr engagierte Privatleute wie zum Beispiel die Familie Schuld, die in unserem Namen Konzerte in Seniorenstiften organisiert. Oder die Unternehmer Andreas Bell und Klaus Reese, die uns im Marketing stark zur Hand gehen. Es braucht diese vielen helfenden Hände, die ineinandergreifen, um gemeinsam etwas zu bewegen. Für die Stadt, für ihre Bewohner, für uns alle. Interview: Gordon Bonnet, IHK Wiesbaden Foto: Andreas Schlote HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER

20 STANDORT Standpunkt Sonntags kommt das Leben nicht zum Stillstand Die hessische Landesregierung will das Arbeiten am Sonntag vereinfachen, etwa für Eishersteller und Betreiber von Parkhäusern. Damit ist die Debatte um Sonntagsruhe und Verbraucherinteressen wieder entfacht. Sechs hessische IHKs haben ihre Mitgliedsunternehmen dazu befragt. Der Tenor ist eindeutig: Ganz überwiegend freut man sich über die geplanten neuen Möglichkeiten. Sonn- und Feiertage: Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung. So steht es in den Kirchenartikeln der Weimarer Reichsverfassung, die nach dem Grundgesetz immer noch gelten. Doch eine völlige Arbeitsruhe war schon immer eine Illusion die schnell zerplatzt, wenn es um dringend notwendige Einsätze von Ärzten, Pflegern, Polizisten oder Feuerwehrleuten geht. Unser Leben kommt sonntags vielleicht zur Ruhe, aber nicht zum Stillstand wir nutzen Bus und Bahn, fahren an die Tankstelle, gehen ins Museum und ins Restaurant. Was für Verbraucher selbstverständlich ist, müssen sich die betroffenen Unternehmer häufig immer noch extra genehmigen lassen: ihre Dienstleistungen sonntags anzubieten und dafür ihre Mitarbeiter zu beschäftigen. Die von den IHKs befragten Unternehmen wünschen sich deshalb ganz überwiegend, die komplizierten Regeln der Realität anzupassen. Wenn am Wochenende endlich der Sommer kommt, soll ein Eisfabrikant auch am Sonntag die Nachfrage nach frischem Eis decken können, ohne sich erst groß um Ausnahmegenehmigungen kümmern zu müssen. Überdies stellen einige der geplanten Lockerungen nur das klar, was ohnehin schon Praxis ist etwa, dass Garagen und Parkhäuser auch an Sonn- und Feiertagen für den Tourismus- und Freizeitverkehr offen sind. Die deutliche Zustimmung der Unternehmer fanden die geplanten Arbeitszeitlockerungen auch im Bestattungsgewerbe und bei der Touristeninformation. Ebenfalls mehrheitlich befürwortet wurde eine Lockerung für Videotheken und Bibliotheken. Uneins waren die Befragten bei dem Thema Glücksspiel. Hier sollen Lotto- und Totogesellschaften ihre Beschäftigten an Sonntagen bis zu acht Stunden online arbeiten lassen dürfen, um aktuelle Sportereignisse auszuwerten. Dieses Vorhaben fand nur eine knappe Mehrheit. Die einen verwiesen auf ein praktisches Bedürfnis, die anderen sahen darin eine Förderung der Spielsucht. In Zeiten von Globalisierung und Internet ändert sich unser Konsumverhalten. Wir können im Netz rund um die Uhr Reisen buchen oder unsere Rechnungen bezahlen. Damit hat sich ein neuer Dienstleistungssektor mit deutlich steigender Nachfrage entwickelt. Da ist es nur konsequent, dass auch Callcenter ihre Dienste das ganze Wochenende über anbieten können. Und wenn Immobilienmakler und Musterhaus-Anbieter an Sonntagen bis zu sechs Stunden beraten dürfen, so gibt das dem Einzelnen mehr Zeit und Ruhe für eine so wichtige Entscheidung wie den Hauskauf. Wir müssen uns eben daran gewöhnen: für viele Menschen ist der Sonntag nicht mehr der Tag des Herrn, sondern schlicht ein arbeitsfreier Tag. Ganz anders sehen das die von uns befragten Unternehmen übrigens für die Feiertage. Hier wollen sie an den strengen Regeln für Arbeits- und Öffnungszeiten festhalten. Ein guter Kompromiss. Text: Dr. Friedemann Götting-Biwer, IHK Wiesbaden LADENÖFFNUNG IM GESETZ Hessen hat seit dem 1. Dezember 2006 ein eigenes Ladenöffnungsgesetz. Eine bundeseinheitliche Regelung existiert seit der Aufhebung des Ladenschlussgesetzes im November 2006 nicht mehr. Das hessische Ladenöffnungsgesetz (HLöG) sieht die komplette Freigabe der Öffnungszeiten an Werktagen (Montag bis Samstag) vor. Gleichzeitig stellt das Gesetz die Sonnund Feiertage mit vier Ausnahmen pro Jahr und Gemeinde unter Schutz. Während der erlaubten Öffnungszeiten steht es dem Gewerbetreibenden frei, ob und wieweit seine Verkaufsstelle erreichbar ist. Das Gesetz tritt zum 31. Dezember 2011 außer Kraft, muss also novelliert werden. 20 HESSISCHE WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2011

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