Waldinventur als Basis für die Steuerung des Unternehmens Bayerische Staatsforsten. Reinhardt Neft Freising, den 23. Oktober 2015

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1 Waldinventur als Basis für die Steuerung des Unternehmens Bayerische Staatsforsten Reinhardt Neft Freising, den 23. Oktober 2015

2 Übersicht 1 Einführung und Rückblick 2 Veränderungen der Betriebsinventur BaySF 3 Von der Inventur zur Unternehmenssteuerung 4 Inventurdaten zur Unternehmenssteuerung 5 Ausblick 2

3 1. Einführung und Rückblick Ein strategisches Ziel der BaySF ist die Sicherung der Nachhaltigkeit durch transparente Planung bzw. Entscheidungen auf Grundlage objektiver, statistisch abgesicherter Daten. Die stichprobengestützten Waldinventuren liefern diese Datenbasis. Das Inventurverfahren wurde seit den 70er Jahren maßgebend von Prof. Kennel konzipiert und weiterentwickelt. Ab 1990 war eine Fläche von rd ha abgedeckt und mit der Gründung der BaySF 2005 der gesamte Holzboden von rd ha. 3

4 2. Veränderungen der Betriebsinventur BaySF (1) Ausweitung der permanenten Inventur mit dem Vorteil hochabgesicherter Veränderungsgrößen durch den direkten Inventurpunktvergleich (z.b. Zuwachs) Inventurart 4

5 2. Veränderungen der Betriebsinventur BaySF (2) Optimierung der Inventurpunktdichte auf Betriebsebene unter Berücksichtigung der Genauigkeitsanforderungen (wie z.b. Standardabweichung Vorrat 2%, Zuwachs 5%) 2005: rd Inventurpunkte, Nachhaltseinheit - FoA 2015: rd Inventurpunkte, Nachhaltseinheit - FB - Kosten in der Größenordnung von ca. 45 je Inventurpunkt bzw. rd. 700 Tsd. /a - Verringerung der Kosten ohne Abstriche in der Qualität (3) Ergänzung der Inventurparameter zum Thema Naturschutz: Erfassung von Biotopbaummerkmalen an lebenden Inventurbäumen Höhlen Pilzkonsolen freiliegender Holzkörper 5

6 2. Veränderungen der Betriebsinventur BaySF (4) Erfassung der Mortalität - Verlust an lebenden Inventurbäumen a) gefällt / genutzt b) geworfen / gebrochen und im Wald verblieben c) stehend dürr 6 a) gibt einen Hinweis auf die Einschlagsmenge Derbholz b) und c) erlauben Rückschlüsse auf den natürlichen Abgang zur - Erklärung von Vorratsänderungen - Anreicherung von Totholz

7 3. Von der Inventur zur Unternehmenssteuerung Waldinventur Verschneidung von Inventur und Begang Forsteinrichtungsbegang Forst-GIS Forstwirtschaftsplan Operat Zielvereinbarung Vorstand - Forstbetrieb ggf. Anpassung der FE-Planwerte Naturales Controlling (alle 3 Jahre) Jahresplanung Umsetzung von Maßnahmen: Kulturen, Pflege, Einschlag 7

8 4. Inventurdaten zur Unternehmenssteuerung Verprobung des Hiebsatzes - Absicherung des geplanten Hiebsatzes (nachhaltig mögliche Holznutzung) unter Einbeziehung ertragskundlicher Ansätze wie Vorrat und Zuwachs - Zuwachswert entspricht unter Berücksichtigung der natürlichen Mortalität dem theoretisch nutzbaren Zuwachs - Stratifizierung der Inventurdaten nach Nutzungsart und Bestandsform / Baumart und Ablgeich mit der geplanten Entnahmemenge Bsp. Nutzungsart Langfristige Behandlung 8

9 4. Inventurdaten zur Unternehmenssteuerung Waldumbau: Verjüngungsbestände und Vorausverjüngungsfläche - Die Fläche der Verjüngungsbestände hat sich fast verdoppelt. - Die davon verjüngte Fläche hat sich mehr als verdoppelt. - Der Anteil der Tanne hat sich verdoppelt, der der Buche verdreifacht. Verjüngungsbestände ha davon vorausverjüngt 34 % Verjüngungsbestände GJ ha davon vorausverjüngt 43% 9 Fi Bu SLbh Elbh Ta Ei Kie Lä Dgl ohne VVJ

10 4. Inventurdaten zur Unternehmenssteuerung Vorratsentwicklung der Buche - Seit 1999 steigt der Buchenholzvorrat jährlich um rund Efm. - Rund 28 % des Vorratsanstiegs entfallen auf die Durchmesser >= 60 cm. 10

11 4. Inventurdaten zur Unternehmenssteuerung Balanced Scorecard - Messung, Dokumentation und Steuerung von Aktivitäten im Hinblick auf die Unternehmensstrategie der BaySF Auswahl mit Bezug zu Inventurdaten: 11

12 4. Inventurdaten zur Unternehmenssteuerung Spezielle Auswertungen - Herleitung des Waldumbaupotenzials über Nadelholz-Reinbestände außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes, die nicht zielkonform verjüngt sind - Ableitung von Biodiversität-Indices aus Inventurdaten (TUM-Projekt) - Waldzustand im Biosphärenreservat Rhön (GIS-Schnittstelle) - Datengrundlage in Planungsverfahren (z.b. Windkraftanlagen) 12

13 5. Ausblick (1) Ständige Anpassung des Inventurverfahrens an neue Erfordernisse (z.b. zunehmende Waldstruktur) (2) Ansatzpunkte liefert die Fernerkundung (Beteiligung der BaySF an zahlreichen Forschungsprojekten) - Baumartenerkennung - Höhenermittlung - Vorratskarten (3) Nutzung weiterer Auswertungsmöglichkeiten (Bsp.: Analysen über das Nutzungsverhalten) 13

14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 14

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