N O T E N N A M E N D I E V O R Z E I C H E N

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1 D I E N O T E N N A M E N Die Töne der C-dur Tonleiter entsprechen den weißen Tasten auf dem Klavier. D I E V O R Z E I C H E N Jeder dieser Töne kann durch Vorzeichen (# oder b) um einen Halbton erhöht oder um einen Halbton erniedrigt werden. Hier kommen dann die schwarzen Tasten ins Spiel. Das # -Vorzeichen erhöht die Note, vor der es steht. Das b -Vorzeichen erniedrigt die Note, vor der es steht.

2 Achtung: Nicht alle durch Vorzeichen veränderten Töne sind schwarze Tasten! Es gibt z.b. auf der Klaviertastatur keine spezielle Taste für das erhöhte e. Man spielt dann ersatzweise ein f, das mit eis nahezu (aber nicht exakt) identisch ist. In Ausnahmefällen kann es sogar nötig werden, Töne um z w e i Halbtöne zu erhöhen bzw. zu erniedrigen. Hierfür gibt es das Doppelkreuz bzw. Doppel-b. Die doppelt erhöhten Noten heißen: cisis disis eisis fisis gisis aisis hisis Klaviertaste: d e fis g a h cis Die doppelt erniedrigten Noten heißen: ceses deses eses feses geses ases heses Klaviertaste: b c d es f g a Gelten die Vorzeichen immer nur für einen Ton? Nein, leider nicht! Die Vorzeichen gelten auch für alle nachfolgenden, gleichklingenden Noten innerhalb des Takts. Wenn am Anfang des Takts ein c mit vorangestelltem # steht, also ein cis, dann sind auch die weiteren c's im selben Takt als cis zu spielen. Will der Komponist, daß doch ein c gespielt werden soll, muß er ein Auflösungszeichen davorsetzen. Gibt es auch Vorzeichen, die für das ganze Stück gelten? Ja. Zusätzlich zu den Vorzeichen, die nur einen Takt lang gelten, gibt es die Tonart- Vorzeichen. Je nachdem, in welcher Tonart ein Stück steht, werden bestimmte Vorzeichen immer gebraucht. Man schreibt diese dann jeweils an den Anfang jeder Notenzeile. Auch diese generellen Vorzeichen können selbstverständlich innerhalb des Stücks durch Auflösungszeichen oder andere Vorzeichen außerkraftgesetzt werden. Diese tonartfremden Vorzeichen gelten dann jedoch wieder nur bis zum nächsten Taktstrich.

3 GANZ- UND HALBTONSCHRITTE Den Abstand direkt nebeneinanderliegender Tasten nennt man Halbtonschritt. Eine der beiden Tasten ist dabei in den meisten Fällen schwarz. Ausnahme: e/f ist ebenfalls ein Halbtonschritt, obwohl beides weiße Tasten sind. Dasselbe gilt für h/c. Tonleitern setzen sich aus einer bestimmten Abfolge von Halbton- und Ganztonschritten zusammen. D I E T O N A R T E N Die C-dur Tonleiter ist sozusagen das Grundmuster, nach dem auch alle anderen Durtonarten aufgebaut sind. Die Töne der Tonleiter haben normalerweise einen Abstand von einem Ganzton, also zwei Halbtönen. Nur zwischen dem 3. und 4. Ton (in C-dur: e / f) und zwischen dem 7. und 8. (in C-dur: h / c) fällt ein Halbton heraus. Nun muß ja eine Tonleiter nicht grundsätzlich bei c beginnen. Wenn wir die Tonleiter z.b. bei f anfangen lassen und nur die weißen Tasten benutzen, haben wir zwischen 3. und 4. Ton (a / h) einen Ganztonabstand. Entsprechend falsch hört es sich auch an! Wir müssen also das h zu b erniedrigen, damit die Tonleiter wieder richtig klingt. Bei der Tonleiter von g aus ist das f der Übeltäter: es klingt zu tief, und muß daher zu fis erhöht werden. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Kreuztonarten und b-tonarten. Bei den Kreuztonarten wird einer oder mehrere Töne um einen Halbton erhöht. Bei den b- Tonarten werden einzelne Töne erniedrigt. Das Erhöhen von Tönen verschärft den Klang, das Erniedrigen dämpft ihn ab. B-Tonarten werden daher als "weiche" Tonarten

4 empfunden, Kreuztonarten als hell, klar und brillant. Hier eine Tabelle, welche Vorzeichen in welcher Tonart vorkommen: Das C steht in der Mitte (als die einzige Durtonart, die ohne Vorzeichen auskommt). <= b-tonarten #-Tonarten => his eis eis ais ais ais dis dis dis dis gis gis gis gis gis cis cis cis cis cis cis fis fis fis fis fis fis fis Ces Ges Des As Es B F C G D A E H Fis Cis b b b b b b b es es es es es es as as as as as des des des des ges ges ges ces ces fes Was ist ein Quintenzirkel? Der sogenannte Quintenzirkel ist eine beliebte Art, die Tonarten grafisch anzuordnen. Quinten-Zirkel deshalb, weil die Tonleitern Quint-verwandt sind (ein Vorzeichen mehr bzw. weniger bei Tonleitern im Quintabstand). Zirkel, weil man die Tonarten so auf einem Kreis anordnen kann (wie beim Zifferblatt der Uhr), daß oben C-dur steht, rechts rum G, D, A usw. und links rum F, B, Es usw. Bei 6 Uhr treffen sich dann Ges-dur und Fis-dur. Die Darstellung als Quintenzirkel ist aber insofern irreführend, als es ja nicht 12 Tonarten gibt, sondern 15 (C-dur + 7 Kreuztonarten + 7 b-tonarten)! Auch die Gleichsetzung von b- und Kreuztonarten ("enharmonische Verwechslung") ist eine fragwürdige Angelegenheit. H-dur und Ces-dur sind eben nicht dieselbe Tonart. Dabei geht es weniger um die Frage: "Ist das Glas halb voll oder halb leer?" sondern darum: "Ist das Glas mit Bier oder mit Sekt gefüllt?" D I E M O L L T O N A R T E N Zu jeder Dur-Tonart gibt es eine zugehörige Molltonart.

5 Es gibt zwei Zugangsweisen, wie man Dur und Moll-Tonarten zueinander in Beziehung bringen kann. Wenn von Paralleltonarten die Rede ist, meint man zwei Tonarten, die dieselben Vorzeichen haben. Nur ist die eine eben eine Durtonleiter, die andere eine Moll- Tonleiter. Wie kann das sein - dieselben Töne, aber einmal ist es dur und einmal moll? Das hängt nun einfach davon ab, mit welchem Ton man die Tonleiter beginnen läßt. Die Tonfolge c d e f g a h c ist eindeutig eine Durtonleiter. Die Tonfolge a h c d e f g a ist genauso eindeutig eine Molltonleiter. Entsprechend kann man zu jeder Durtonleiter die zugehörige Molltonleiter finden, indem man den Grundton um eine kleine Terz nach unten verlegt. Eine andere Sichtweise der Molltonleiter bezieht sich darauf, daß man in der Durtonleiter nur den 3., den 6. und den 7.Ton erniedrigen muß, um ebenfalls eine Molltonleiter zu erhalten. C-dur c d e f g a h c c-moll c d es f g as b c C-dur hat keine Vorzeichen, c-moll hat 3 b als Vorzeichen. Weil sie denselben Grundton (c) haben, nennt man sie gleichnamige Tonleitern. Diese Datei gehört zu dem Notenlernprogramm Noten-Checker. H. Kaiser 2001/2002 Nähere Infos unter

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