Pädagogisches Grobkonzept

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1 Pädagogisches Grobkonzept

2 Pädagogisches Konzept Das Grobkonzept wird weiter in ein Detailkonzept unterteilt, das Detailkonzept gilt als Richtlinie und Arbeitsgrundlage, dieses wird gemeinsam laufend erneuert, erweitert und angepasst. 1. Allgemeine Ziele Die Kita Calimero GmbH bietet den Kindern einen Ort, an dem sie sich wohl fühlen können. Unser Ziel ist es, den Kleinen Geborgenheit, Sicherheit und ein Gefühl des Wohlbefindens zu geben, ihnen Freiräume zu lassen und gemeinsame Aktivitäten sowie eine individuelle Betreuung zu bieten. Durch liebevolle und professionelle Betreuung ermöglichen wir den Kindern eine optimale Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit. Es soll Selbständigkeit und Selbstbewusstsein erlangen, sowie Verantwortung übernehmen, so dass es zu einer eigenständigen Persönlichkeit heranwachsen kann. 1.2 Selbstkompetenz (Ich bin ich) Die Bedürfnisse der Kinder Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es alleine tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen. Maria Montessori Jedes Kind soll Vertrauen in die eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten entwickeln und diese angemessen einschätzen lernen. Auch wenn es Fehler macht oder seine Fähig- und Fertigkeiten noch entwicklungsfähig sind, wird es von seiner Umgebung angenommen. Die Kinder entwickeln Selbstvertrauen und bauen ihr Selbstbewusstsein auf. Sie gewinnen an Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl.

3 1.2 Sozialkompetenz (Gemeinsam sind wir stark) Wir verstehen unsere Kita als einen Raum, in dem Platz für jedes Kind, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Nationalität und gesellschaftlicher Stellung, ist. Jedes Kind soll lernen, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Kindern und den Betreuerinnen aufbauen zu können. Die Kinder erlernen den Umgang miteinander. Sie fühlen sich in Andere ein und nehmen auf deren Gefühle Rücksicht. Die Kinder akzeptieren und respektieren einander und lernen mit Ideen und Anregungen anderer umzugehen. Sie kommunizieren und gehen Beziehungen ein und somit werden erste wichtige Freundschaften unter den Kindern geknüpft. In Konfliktfällen geht es uns darum, gewaltfreie Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Kita Calimero GmbH achtet darauf, die Kinder während einem Konflikt genau zu beobachten, zu begleiten und zu lehren, selber eine Lösung zu finden. Durch tägliche gemeinsame Aktivitäten, Rituale und Erlebnisse erlangen die Kinder das Gefühl einer Gemeinschaft. 1.3 Fachkompetenz (Zeig mir was) Durch den Umgang mit verschiedenen Materialien erhalten die Kinder die Möglichkeit, mit allen Sinnen zu entdecken und zu experimentieren. Sinn der Vielzahl, der in der Gruppe unternommenen Aktivitäten, ist es, Neugierde und Spass am Spielen, Lernen und gemeinsamen Erleben zu wecken. Jedes Kind braucht Raum und Zeit, um die ihm bzw. ihr eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und zu erweitern. Hierzu gehört die altersgemässe Förderung der Motorik, Kognition und der Sprache. 2. Das Freispiel Im Freispiel darf das Kind weitgehend selber entscheiden, mit wem, wo, mit was und wie lange es spielen möchte. Das Kind soll jedoch lernen zu respektieren, wenn ein Anderes nicht mit ihm spielen will oder das gewünschte Spielzeug schon vergeben ist. Beim Freispiel wird die Phantasie gefördert. Es entstehen oft Rollenspiele, in denen das Kind Erlebtes verarbeitet. Wir geben dem Kind den nötigen Freiraum und genügend Zeit, um ins Spiel zu finden. Wir beobachten die Kinder, geben Impulse und greifen notfalls unterstützend ein, wenn es zu grösseren Konflikten kommt oder wenn Kinder länger nicht in ein Spiel finden. Das Spielangebot umfasst vielfältige und alle Sinne ansprechende Materialien und Gegenstände. Hilf mir es selbst zu tun. Dieser Grundsatz von Maria Montessori ist für uns von wichtiger Bedeutung.

4 3. Geführte Sequenzen Aufgrund von Beobachtungen im Alltag, der Interessen der Kinder und der gegebenen Jahresthemen (Fasnacht, Ostern, Advent, die vier Jahreszeiten, etc.) bietet die Kita den Kindern gezielte Aktivitäten an. Aktivitäten ermöglichen den Kindern die Auseinandersetzung mit den für sie bedeutsamen Themen. Sie hat zum Ziel, die Kindergruppe oder einzelne Kinder in ihrem Wissen und in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen. Prozessorientiertes Arbeiten ist für uns von zentraler Bedeutung. Die Kinder haben somit genügend Zeit, die verschiedenen Materialien zu erkunden, ohne fixiert zu sein, ein gewisses Endprodukt zu meistern. Bewegung soll bei einer geführten Sequenz immer enthalten sein. Nach langem Erkunden und Konzentration ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil. 4. Die Natur: Wir verbringen täglich und bei fast jedem Wetter Zeit in der freien Natur. Gemeinsam erkunden wir ihre Schätze. Tägliche Spaziergänge und Ausflüge in die Natur und den Wald unterstützen das Verständnis. Ungestört im Freien rennen und toben zu können, ist wesentlich für gesunde Kinder. An der frischen Luft trainieren sie ihre Abwehrkräfte und leben ihren Bewegungsdrang aus. In jedem Kind steckt ein kleiner Forscher oder eine kleine Forscherin. Wir geben den Kindern genügend Zeit die Natur genau zu erkunden. Kinder haben viele Fragen, z.b. warum hat die Schnecke ein Haus? oder woher kommt der Blitz?. Für solche Fragen nehmen wir uns Zeit und vermitteln ihnen einen bewussten Umgang. Durch unseren Waldtag haben die Kinder die Möglichkeit, die Natur noch intensiver zu erkunden. Gemeinsam gehen wir auf Entdeckungsreise, um mit verschiedenen Naturmaterialien zu experimentieren. An diesem Tag soll die Phantasie und Kreativität der Kinder angeregt werden und auch viel Zeit fürs freie Spiel sein. 5. Essen und Trinken Die Kinder haben die Möglichkeit in der Kita zu Frühstücken, Mittag zu essen und einen Zvieri zu geniessen. Wir achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Wir setzen die Kinder nicht unter Druck, sondern motivieren sie, Neues auszuprobieren. Ebenso fördern wir die Entscheidungsfreiheit der Kinder, wie viel sie essen mögen. Das Erleben der Gemeinschaft ist uns sehr wichtig. Die Kinder können bei einer gemütlichen Atmosphäre miteinander kommunizieren und sich austauschen. Wir vermitteln den Kindern einfache Tischsitten und schauen darauf, dass diese eingehalten werden. Vor dem Essen singen wir alle gemeinsam ein Lied. Dieses Ritual gibt den Kindern Vertrauen und Sicherheit. Wir legen viel Wert darauf, dass die Kinder Freude am Essen haben. Dazu darf eine Esszubereitung mit den Kindern auf keinen Fall fehlen.

5 6. Schlafen Das Schlafen oder Ausruhen ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Bei jedem Kind wird individuell besprochen, ob es einen Mittagsschlaf braucht. Nach dem Mittagessen macht jedoch jedes Kind eine Mittagsruhe. Kinder, welche nicht mehr schlafen, haben die Möglichkeit, einer ruhigen Beschäftigung wie, Kassette hören oder Bücher anschauen, nachzugehen. 7. Hygiene und Körperpflege Die Körperpflege ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit und Entwicklung des Kindes. Wir begleiten das Kind beim Händewaschen, Zähne putzen, Toilettengänge im Kita-Alltag und unterstützen es dem Alter entsprechend. 8. Eingewöhnung Das Berliner Eingewöhnungsmodell ist Bestandteil unserer Eingewöhnung. Daher ist es sehr wichtig, dass der Übergang in den Krippenalltag für das Kind sanft und langsam durchgeführt wird. Das Kind erhält durch den Eintritt in die Kita viele neue und am Anfang unbekannte Eindrücke. Es beginnt ein erster Ablösungsprozess von den Eltern. Die Eingewöhnungszeit dauert ungefähr 14 Tage. Dies kann von Kind zu Kind unterschiedlich sein und sollte auf keinen Fall zu kurz gehalten werden. In dieser Zeit besuchen die Eltern zuerst gemeinsam mit dem Kind die Kita. Schrittweise wird die Aufenthaltsdauer des Kindes in der Kita erhöht. Ein wichtiger Bestandteil dieser Zeit ist die Verabschiedung. Die Eltern dürfen ihrem Kind keine Unsicherheiten zeigen und immer telefonisch erreichbar sein. Mit einem Gegenstand (Übergangsobjekt) aus der gewohnten Umgebung des Kindes fällt es den Bezugspersonen leichter, das Kind zu trösten und den Zugang zu ihm zu finden. Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, sobald sich das Kind während der geplanten Betreuungszeit sicher und zufrieden fühlt. 9. Elternzusammenarbeit Eine gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Kita und den Eltern ist die Grundlage für die Arbeit mit den Kindern. Die Eltern sind die ersten wichtigen Bezugspersonen im Leben ihres Kindes. Zum Wohle des Kindes legen wir viel Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern. Wir wünschen uns gegenseitige Anerkennung und Akzeptanz. Aus diesem Grund streben wir einen offenen und ehrlichen Umgang mit den Eltern an. Um den Bedürfnissen der Eltern und der Kinder gerecht zu werden, ist ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den Eltern und den Erzieherinnen wichtig. Auf Wunsch führen wir regelmässige Gespräche mit den Eltern durch, um über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren. Auftretende Probleme werden so schnell wie möglich besprochen, abgeklärt und gelöst. Die Mitarbeiterinnen stehen unter Schweigepflicht.

6 10. Standortbestimmungsgespräche In den Standortbestimmungsgesprächen können sich die Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes informieren. Die folgenden Gespräche finden jährlich statt und stehen allen Eltern zur Verfügung. Uns ist es wichtig, dass die Eltern wissen, wie sich ihr Kind in der Kita verhält, welche Fortschritte es gemacht hat und welche Stärken/Schwächen es besitzt.

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