konkret Verbraucher DANKE! Wir sagen der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. Die Kampagne fair feels good. : Wie und warum alles begann Wer dabei war

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1 konkret Verbraucher Sonderheft der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. Die Kampagne fair feels good. : Wie und warum alles begann Wer dabei war Was getan wurde Wie wir auftraten ISSN: A Wir sagen DANKE!

2 Seite: 2 Inhalt S. 3 Editorial S. 4 Wie und warum alles begann... S. 6 Was Verbraucher sagen... S. 7 Wer dabei war... S. 8 Was getan wurde.. S. 10 Wo wir waren... S. 11 Wer für den Fairen Handel steht... S. 16 Wer unterstützte... S. 18 Wie wir auftraten... S. 20 Was verbirgt sich hinter Weltladen S. 22 Worum es geht... S. 23 Wie es weiter geht... Impressum Herausgeber Informationskampagne fair feels good. c/o Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.v., Georg Abel (V.i.S.d.P.), Elsenstr. 106, Berlin, Druck Heinrich Fischer Rheinische Druckerei GmbH, Mainzer Str. 173, Worms Auflage Exemplare Konzept, Text und Gestaltung: organic Marken-Kommunikation GmbH, Kasseler Str. 1a, Frankfurt am Main, Fotos: fair feels good., TransFair e.v., Weltladen-Dachverband e.v. Förderhinweis: Die Herausgabe des Sonderheftes Wir sagen DANKE! wird im Rahmen der Informationskampagne fair feels good. durch eine Zuwendung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglicht. Hinweis: Wenn im Text z.b. vom Verbraucher die Rede ist, ist das ein Zugeständnis an die Flüssigkeit der Sprache, gemeint sind natürlich alle Verbraucherinnen und Verbraucher.

3 Berlin, im Dezember 2006 Seite: 3 Liebe Leserin, lieber Leser, Dieter Kublitz ist Bundesvorsitzender der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. der Faire Handel boomt in den letzten Jahren: Der Umsatz steigt zweistellig und es gibt mehr FairTrade-Produkte. So werden innerhalb einzelner Produktgruppen z. B. mehr Kaffeespezialitäten angeboten. Neue gesiegelte Sortimente wie Fußbälle aus Pakistan, Weine aus Südafrika oder Blumen aus Ostafrika kamen zusätzlich auf den Markt. Der Großverbraucherbereich, ob an Bord von Flugzeugen, an Universitäten oder in Hotels, weitete sich aus. Die Zahl der Verkaufsstellen nahm spürbar zu. Diese Entwicklung belegt auch eine aktuelle, repräsentative Marktforschungsstudie. Der Faire Handel in Deutschland wächst sicherlich auch Dank der Kampagne fair feels good.. Seit dem Jahr 2003 haben wir uns mit der bundesweitenkampagne fair feels good. das Ziel gesetzt, die Verbraucher über Prinzip, Produkte und Hintergründe des Fairen Handels aufzuklären. Frech, anspruchsvoll und mit Herz haben wir die Menschen mit der Informationskampagne informativ, aber auch emotional angesprochen. Es ist zum Ausdruck gekommen, dass Fairness auch beim Konsum ein positives Lebensgefühl ist. Unsere Kampagne richtete sich vor allem an Verbraucher, indem sie diese im Alltag ansprach: in der Freizeit, beim Sport, auf Reisen, im Radio etc. Gefragt waren öffentlichkeitswirksame Aktionen. So warben wir auf Großflächenplakaten für den Fairen Handel. Eine IC-Lok im fair feels good. -Design fuhr 14 Monate quer durch Deutschland. Faire Betthupferl nebst Informationen fanden Bahnreisende im Liege- und Schlafwagen. Auch Fluggäste konnten sich über Hintergründiges und Produktproben freuen. Ob Fairer Kochkurs oder Faire Weinprobe, ob ein Event auf der Internationalen Tourismus-Börse oder eine Podiumsdiskussion auf der BioFach es mangelte nicht an Ideen und Engagement für den Fairen Handel. Natürlich gehörte auch eine vielfältige Medienarbeit zur Kampagne: Ob millionenfache Beilagen in Umweltmedien, schwul-lesbischen Zeitschriften oder Stadtmagazinen, ob das Angebot von zahlreichen sendefertigen Radiobeiträgen, die Hörerzahlen in dreistelliger Millionenhöhe erreichten, ob Materndienste oder Fernsehschnittmaterial, ob 1,6 Millionen Gratispostkarten in der Szenegastronomie oder, oder der Faire Handel hat Akzente gesetzt. Die Kampagne fair feels good. wurde von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. in Kooperation mit TransFair e.v. und dem Weltladen-Dachverband e.v. umgesetzt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Zahlreiche Unternehmen halfen der Kampagne, die auch auf die ehrenamtliche Unterstützung vieler Prominenter setzen konnte. Dazu zählen neben Schirmherrin Franziska van Almsick weitere 70 Paten aus den Bereichen Politik, Sport, Film, Funk und Fernsehen. Als charmante Botschafter setzten sie sich für den Fairen Handel ein. Für diese große und vielfältige Unterstützung möchte ich mich im Namen aller Akteure bei Ihnen bedanken. Denn ohne Sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Daher lassen Sie sich auch weiterhin von der Vielfalt und der Qualität fair gehandelter Produkte verführen. Und stellen Sie fest: fair feels good. In diesem Sinne Ihr Dieter Kublitz

4 Seite: 4 Wie und warum alles begann... Am 11. November 2003 gaben Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Schirmherrin Franziska van Almsick in Berlin den Startschuss für die erste, bundesweit groß angelegte Informationskampagne fair feels good. zum Fairen Handel. Der Auftakt-Presseveranstaltung folgten zahlreiche gemeinsame Aktionen und Maßnahmen mit Unternehmen, Institutionen, Verbänden, Medien und Prominenten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, denn sie sind der wesentliche Baustein für den Erfolg von fair feels good.. Schon im Jahr 2000 haben die Staats- und Regierungschefs eine Vision für eine friedlichere, gerechtere Welt formuliert: Die Globalisierung sollte zu einer positiven Kraft für alle Menschen dieser Welt werden wurde aus dieser Millenniumserklärung das oberste Ziel abgeleitet: die Halbierung der weltweiten, extremen Armut bis Diesem ehrgeizigen Ziel schloss sich auch die Bundesregierung an mit dem Bewusstsein, dass das Erreichen nur in einem breiten gesellschaftlichen Konsens und mit aktiver Unterstützung durch die Bevölkerung möglich ist. Ein Instrument des Aktionsprogramms 2015 ist der Faire Handel. Er eignet sich, um alternative Handlungs- und Konsummuster zu fördern und um zu zeigen, dass Armutsbekämpfung bei jedem einzelnen anfängt. Das System des Fairen Handels hilft konkret dabei, Menschen aus der extremen Armut zu befreien. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder des Südens hängt maßgeblich von der Einbindung in den Welthandel ab. Die Zahl der Konsumentinnen und Konsumenten, die sich auch für das Schicksal der Menschen in den Herstellerländern der Produkte interessieren, müssen wir vergrößern. Auch die Produktpalette fair gehandelter Waren muss ausgeweitet werden, so Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.

5 Seite: 5 Georg Abel ist Bundesgeschäftsführer der VERBRAU- CHER INITIATIVE e.v. Im Interview gibt er einen Überblick über Ideen, Herausforderungen und Ergebnisse. Herr Abel, erläutern Sie kurz, was ist die VERBRAUCHER INITIATIVE e.v.? Wir sind der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt der vielfältigen Arbeit ist der ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherschutz. Als Lobby-Organisation treten wir für die ökologisch und sozial verträgliche Herstellung von Waren ein. Dabei setzen wir auf Informationen über Hintergründe von Produktionsbedingungen und Produkten. Nur informierte Verbraucher können ihre Macht mit dem Einkaufskorb ausüben. Warum ist der Faire Handel eine große Herausforderung? Der Faire Handel in Deutschland zeichnet sich durch eine breite Palette an Konzeptionen, Organisationen und Umsetzungen aus. Diese Vielfalt ist auf der einen Seite positiv, führt aber auch zu einem uneinheitlichen Bild in der Öffentlichkeit und gegebenenfalls zu Doppelarbeit. Wie kann hier Abhilfe geleistet werden? Ein Blick in unsere Nachbarländer zeigt, dass gemeinsame Marketing-Strategien zu einem verbesserten Marktauftritt und erhöhten Absätzen führen. Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. hat mit dem Projektauftrag Fairer Handel in Deutschland Wege in die Zukunft in den Jahren 2001 bis 2003 Marketing-Strategien zur Förderung von fair gehandelten Produkten in Deutschland entwickelt. Warum wurde die VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. mit der Kampagne fair feels good. betraut? Wir haben die Verantwortung für die Kampagne übernommen und sie in Kooperation mit TransFair e.v. und dem Weltladen-Dachverband e.v. sowie der finanziellen Unterstützung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung umgesetzt. Das Vorläuferprojekt hat die Notwendigkeit eines gemeinsamen, kommunikativen Daches gezeigt. Zugleich belegte eine repräsentative EMNID-Studie der VERBRAU- CHER INITIATIVE e.v. aus dem Jahr 2002, dass es erhebliche Potenziale für den Fairen Handel gibt. Dazu müssen jedoch die Informationsdefizite bezüglich Prinzipien, Siegel, Hintergründen, Produkten und Einkaufsstätten des Fairen Handels abgebaut werden. Als unabhängiger Verbraucherverband können wir die Rolle des ehr-lichen Maklers zwischen den unterschiedlichen Akteuren leichter wahrnehmen. Was waren die Kernziele der Kampagne fair feels good.? Frech, anspruchsvoll und mit Herz informierte die Kampagne über den Fairen Handel und regte zum Nachdenken an nachdenken über Fairness im Alltag sowie in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Sport. In Zeiten, in denen oft der Preis entscheidet, rückte die VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. eine andere Wertigkeit des Konsums in den Vordergrund. So drückte die Kampagne aus, dass Fairness ein positives Lebensgefühl ist, dass es Spaß macht und gut tut, fair zu sein auch beim Einkauf. Ist es der Kampagne fair feels good. gelungen, zum Erfolg des Fairen Handels beizutragen? Eine aktuelle, repräsentative Marktforschungsstudie belegt, dass sich die Einstellung der Verbraucher von 2004 auf 2007 positiv verändert hat. Die Grundgesamtheit der Befragten (die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren) beträgt etwa 65 Millionen haben davon 27,9 Prozent fair gehandelte Produkte gekauft. Bis zum Jahr 2007 konnten 6,2 Millionen neue Käufer hinzugewonnen werden. Das entspricht einem Zuwachs von 9,5 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im zweistelligen Umsatzwachstum wichtiger Akteure des Fairen Handels wider. Trans- Fair e.v. verzeichnet im Geschäftsjahr 2005/2006 ein Umsatzvolumen von rund 72 Millionen Euro. Darüber hinaus stieg die Zahl der Supermärkte auf rund , im Jahr 2003 waren es noch Natürlich sind die beschriebenen Fortschritte nicht allein auf die Kampagne fair feels good. zurückzuführen, sondern alle Akteure des Fairen Handels haben dazu beigetragen. Unbestritten hat aber die Informationskampagne fair feels good. den Fairen Handel mit ihrem frischen Auftritt und den Aktionen bei neuen Zielgruppen ins Gespräch gebracht und den Appetit" auf die Produkte deutlich erhöht.

6 Seite: 6 Was Verbraucher sagen... Die aktuelle Marktforschungsstudie zeigt, die Affinität und das Verständnis hinsichtlich des Fairen Handels sind bei den Verbrauchern gestiegen. Mehr zu den Ergebnissen finden Sie in der Rubrik Marktforschung auf Eine Marktforschungsstudie von Februar 2007 belegt, wie erfolgreich der Faire Handel in den letzten Jahren war. Parallel zur Laufzeit der Kampagne fair feels good. konnten 6,2 Millionen Verbraucher der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren seit Anfang 2004 als neue Käufer für den Fairen Handel gewonnen werden. Dieser Erfolg des Fairen Handels spiegelt sich auch in den kontinuierlich zweistelligen Umsatzzahlen in den letzten Jahren wider. Gekauft werden die fair gehandelten Produkte im Supermarkt, gefolgt von Bio- und Naturkostläden sowie den Biosupermärkten. Zur Käuferzielgruppe zählen überwiegend Frauen. Ein interessantes Potenzial für eine weitere Marktausweitung stellen 43,9 Prozent Unterstützer in der Einkommensgruppe von bis Euro dar. Auch in der Gruppe der Schüler befindet sich ein enormes Potenzial an Unterstützern. Das zeigen auch die Assoziationen mit dem FairTrade-Siegel. Verbraucher wissen, was Sie kaufen. 62 Prozent der Nennungen bezogen sich konkret auf die tatsächlichen Inhalte, für die der Faire Handel steht. Auch wurde nach Sympathie und Glaubwürdigkeit gefragt. In den Dimensionen: sympathisch, glaubwürdig, vorbildlich, unterstützenswert erreichte das Siegel zwischen 50 und 60 Prozent positive Nennungen Kauf fair gehandelter Produkte Zeitvergleich Insgesamt lassen die Ergebnisse der Marktforschung 2007 uns sehr zufrieden auf die in den Jahren 2003 bis 2006 geleistete Kommunikationsarbeit zurückblicken. Die Begleitung durch die Kampagne fair feels good. hat Grundlagen gelegt und Perspektiven eröffnet, die uns optimistisch in die Zukunft des Fairen Handels blicken lassen, so Volkmar Lübke von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v., der im Rahmen der mehrjährigen Kampagne fair feels good. unter anderem den Bereich Marktforschung betreute.

7 Seite: 7 Auf welche unternehmerische Leistungen von TransFair e.v. sind Sie besonders stolz? Seit drei Jahren befinden sich die FairTrade-Produkte auf starkem Wachstumskurs. Wir konnten das Sortiment gut ausbauen und durch die erfolgreiche Einführung neuer Produkte wie Rosen, Bananen, Wein oder Reis den Handel mit FairTrade-Produkten beleben. Handel und Industrie nehmen uns ernster. Mit Lidl konnten wir sogar den ersten Discounter für FairTrade öffnen. So sind wir weltweit die zweite Initiative, die eigenfinanziert die wesentlichen Ausgaben selber tragen kann. Wer dabei war... Wichtiger Partner ist TransFair e.v., die unabhängige Siegelinitiative mit Sitz in Köln, die seit 1992 in Deutschland für die Vergabe des FairTrade-Siegels verantwortlich ist. Das international einheitliche Siegel kennzeichnet fair gehandelte Produkte und erleichtert dem Verbraucher die Entscheidung am Ort des Verkaufs. In welchem Maße hat die Kampagne fair feels good. Einfluss auf das Wachstum des Fairen Handels? Die breite Informationsarbeit von fair feels good. hat zu einer besseren Wahrnehmung des vielschichtigen Fairen Handels geführt. Mit dem modernen Auftritt und neuen Akteuren hat fair feels good. dazu beigetragen, dass ethisch motiviertes Konsumverhalten ein gesellschaftliches Thema ist. Wie beurteilen Sie das laufende Geschäftsjahr? Es ist mit 90 Prozent Absatzsteigerung das beste Jahr seit der Gründung von TransFair vor 15 Jahren. Welche Themen werden TransFair e.v. zukünftig beschäftigen? Wir möchten die Absätze durch bessere Handelskooperationen und aussagekräftigere Verbraucherinformationen steigern. Auch werden wir in 2007 Produkte aus FairTrade-Baumwolle besiegeln. Damit öffnen wir das FairTrade-System über den Lebensmittelbereich hinaus für den gesamten Markt. Dieter Overath ist langjähriger Geschäftsführer TransFair e.v. und gibt im Interview einen Überblick der Entwicklung in den letzten Jahren.

8 Seite: 8 Was getan wurde... Das Thema Fairer Handel wird von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. schon seit vielen Jahren in unterschiedlicher Form bearbeitet. Mit der Kampagne fair feels good. sollten neue Zielgruppen auf vielfältige Weise auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht werden. Mailings, Plakataktionen, PR-Kampagne, Öffentlichkeitsarbeit etc. - viele Aktionen und Events wurden in den Jahren 2003 bis 2006 realisiert. Die Informationskampagne fair feels good. machte durch eigene Medien- und Öffentlichkeitsarbeit auf die Ziele des Fairen Handels aufmerksam. Dazu zählen 14 sendefertige Radiobeiträge, die je Beitrag bis zu 14 Millionen Hörer ( Hörer gestern ) erreichten. Die über Materndienste versandten Themen wurden in rund 35 Millionen Printexemplaren der Tagespresse und in Anzeigenblättern berücksichtigt. Die achtseitige Broschüre fair gewinnt. wurde bundesweit in 73 Stadtmagazinen und verschiedenen Umweltmedien in einer Auflage von über 4,3 Millionen sowie dem Mitgliedermagazin des Deutschen Jugendherbergswerks beigelegt. Mit verschiedenen regionalen Radiosendern und unterschiedlichen Printmedien wie FAZ, Süddeutsche Zeitung und taz wurden Medienkooperationen durchgeführt. Im Jahr 2006 lag der Fokus auf der Fußballweltmeisterschaft: In zahlreichen Printmedien, in lokalen Radiosendungen und unter konnten Verbraucher an der Verlosung von fair gehandelten Fußbällen aus Pakistan teilnehmen. Weitere Maßnahmen waren zum Beispiel die Verteilung von aufmerksamkeitsstarken Gratispostkarten (Auflage 1,6 Millionen) deutschlandweit in der Szenegastronomie. Anzeigen und Beilagen warben mehrfach im Reiseplan der Deutschen Bahn für den Fairen Handel. Eine renommierte deutsche Fluglinie verteilte an Bord Doppelpostkarten mit fairer Schokolade und Informationen rund um den Fairen Handel. Faire Betthupferl fanden Verbraucher zusammen mit Informationsflyern im DB NachtZug, in den maritim-hotels und VCH-Hotels Deutschland. 14 Monate fuhr eine IC- Lok im fair feels good. -Design quer durch die Republik. Immer wieder führten unterschiedliche Gewinnspiele die Teilnehmer auf und zahlreiche Medien unterstützten die Kampagne durch den kostenlosen Abdruck von Frei-Anzeigen.

9 Im Jahr 2006 ging die Informationskampagne fair feels good. neue Kommunikationswege Großflächenplakate warben bundesweit unter dem Motto: Fair hat s drauf! für den Fairen Handel ebenso wie über Spots auf allen Infoscreenflächen in U- und S-Bahn-Stationen sowie auf Flughäfen. Auch in den ICE- Zügen der Deutschen Bahn, in bundesweit 152 Kinos und an zahlreichen Universitäten wurden Verbraucher über Plakate auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht. Begleitet wurden die unterschiedlichen Aktionen mal durch Claus Theo Gärtner (Privatdetektiv Matula aus Ein Fall für zwei ), mal durch TV- und Sternekoch Matthias Ruta (VOX Kochduell). Auch die Darsteller des Kinofilms 7 Zwerge der Wald ist nicht genug unterstützten den Fairen Handel auf ihrer Kinotour. Seite: 9

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11 Wo wir waren... Seit dem Jahr 2003 hat sich die bundesweite Informationskampagne fair feels good. das Ziel gesetzt, die Verbraucher über Prinzip, Produkte und Hintergründe des Fairen Handels aufzuklären. Frech, anspruchsvoll und mit Herz wurden die Menschen informativ, aber auch emotional angesprochen. Es ist zum Ausdruck gekommen, dass Fairness auch beim Konsum ein positives Lebensgefühl ist und die Kampagne sprach die Verbraucher vor allem im Alltag an: in der Freizeit, beim Sport, auf Reisen, im Radio etc. Es mangelte nicht an Ideen und Engagement für den Fairen Handel.

12 Seite: 11 Wer für den Fairen Handel steht... Bundesministerin Heidemarie Wieczorek- Zeul brachte die zentrale Botschaft der Kampagne fair feels good. auf den Punkt. Wir wollen deutlich machen, dass jeder Einzelne durch sein tägliches Konsumverhalten die Lebensgrundlagen in den Entwicklungsländern verbessern und damit einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten kann. Heike Brentano, Schauspielerin: Mit fair feels good. haben wir eine Kampagne, die den Blick auf unser Konsumverhalten lenkt. Sie wirbt nicht für wieder etwas Neues, was wir jetzt auch unbedingt kaufen müssen, sondern sie fordert uns auf, einfach mal kurz inne zu halten. Ich brauche Kaffee? Welchen nehme ich? Ich kann mit meiner Entscheidung, welchen Kaffee ich kaufe, welchen O-Saft ich für die Kinder nehme, Weltpolitik machen. Ich kann eingreifen in den Kreislauf von Armut und Ausbeutung. Ich kann Familien ihre Existenz sichern. Die Kampagne fair feels good. wurde von Schirmherrin Franziska van Almsick und von vielen weiteren Prominenten aus Film, Funk und Fernsehen sowie Politik und Wirtschaft, Sport und Gesellschaft unterstützt. Sie alle haben die Botschaft des Fairen Handels in die breite Öffentlichkeit getragen. Erich Rutemöller DFB Ausbildungschef der Fußballtrainer: Die Förderung der Bildung ist eine der wichtigsten Aufgaben, die wir haben. Nur eine gute Grundlagenausbildung, ob im sportlichen oder schulischen Bereich, ermöglicht es jungen Menschen, ihr Potential voll auszuschöpfen. Der Faire Handel ist eine gute Sache, um diesen Gedanken auch in den Entwicklungsländern durchzusetzen und zu fördern. Ole Puppe Schauspieler: Ich engagiere mich für den Fairen Handel, denn lieber ständige Hilfe zur Selbsthilfe als gelegentliche Almosen. Ich kaufe fair gehandelte Produkte, denn fair fühlt sich gut an."

13 Seite: 12 Fairer Handel vor Ort Franziska van Almsick, Schirmherrin der fair feels good. -Kampagne, besuchte im Oktober 2005 Produzentenfamilien in der Dominikanischen Republik. Wo vorwiegend reiche Urlauber unter Palmen ihre Ferien genießen, hat der ehemalige Schwimmstar die andere Seite des westindischen Inselstaates kennen gelernt. Zusammen mit zwei weiteren prominenten Paten, Schauspielerin Nina Petri und Moderator und Schauspieler Ole Tillmann, überzeugte sich Franziska van Almsick vom sozialen und wirtschaftlichen Erfolg des Fairen Handels, der der armen Landbevölkerung zugute kommt. In Begleitung der örtlichen Koordinatoren des Fairen Handels machten sich die Prominenten einen Eindruck von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten und Kleinbauern. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel der Faire Handel in den vergangenen Jahren bewegt hat. Familien, die zuvor in Holzbaracken gelebt haben, können sich dank der sozial gerechten Löhne aus dem Fairen Handel ein richtiges Haus aus Stein leisten, so die ehemalige Schwimmerin.

14 Seite: 13 Ohne Bildung keine Zukunft Zusammen mit Marike de Peña, der FairTrade-Koordinatorin der Kooperative von Bananenproduzenten Banelino, besuchten Franziska van Almick, Nina Petri und Ole Tillmann unter anderem eine Schule, die mit den FairTrade-Prämien unterhalten wird. Ohne Bildung hast du hier keine Zukunft, erklärte de Peña. Der Schulbesuch sei für die Kinder der einzige Ausweg aus der Kinderarbeit und dem Leben auf der Straße. Die Kooperative finanziert auch die Unterrichtsmaterialien und den Transport der Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren. Wir kümmern uns intensiv um die Kinder, zahlen die Schulkleidung und auch ihre medizinische Versorgung, so die Koordinatorin. Die Prominenten waren tief beeindruckt vom Erfolg des Fairen Handels. Wir haben in der Dominikanischen Republik miterleben können, wie die Lebensbedingungen der Menschen aus dem Mehrwert von fair gehandelten Produkten verbessert werden, so Nina Petri. Wir können nun noch besser vermitteln, was den Fairen Handel auszeichnet und dass es sich lohnt, ein paar Cent mehr für die Produkte auszugeben.

15 Seite: 14 Shary Reeves Moderatorin (WDR): Kinder sind das Größte - egal, wo auf der Welt, ihnen sollte es gut gehen. Der Faire Handel hilft vielen Kindern in den Entwicklungsländern, etwas sorgloser leben zu dürfen. Deshalb: Kauft viele Produkte mit dem FairTrade-Siegel!" Andrea Suwa Schauspielerin: Ich finde, mit fair gehandelten Produkten können wir ein bisschen mehr Gerechtigkeit in die Welt bringen. Und das auf eine einfache Art, die Spaß macht und gut schmeckt. Jeder sollte mal fair gehandelte Produkte probieren. Ich hoffe, dass es in Zukunft immer mehr dieser Produkte gibt auch im Laden um die Ecke. Schirmherrin Franziska van Almsick Ich bevorzuge Kaffee aus Fairem Handel. Denn ich will, dass die Kaffeebauern gute Bedingungen haben und einen Mindestlohn bekommen. Jeder sollte diesen Kaffee einfach mal probieren: Der ist lecker und man tut etwas Sinnvolles. Mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten setzt man ein Zeichen gegen Ausbeutung von Menschen in den Entwicklungsländern. Gleichzeitig hat man, dank des TransFair-Siegels auf den Verpackungen, die Gewissheit, dass das Geld auch wirklich dort ankommt. Kerstin Kramer, Schauspielerin: Ich denke, wir können unsere Nahrungsmittel wie Schokolade, Kaffee oder Tee nur genießen, wenn wir wissen, dass andere Leute dafür nicht leiden müssen, weil sie keine Schuhe für ihre Kinder haben, weil sie keine Krankenhäuser haben etc. Ich finde es wichtig, dass wir von unserem Geld einen kleinen Teil abgeben an Leute, die es wirklich brauchen, dass wir ihnen zu einem besseren Leben verhelfen.

16 Seite: 16 Wer unterstützte... Ein erklärtes Ziel von fair feels good. war die Kooperation mit Unternehmen. Denn der Anstoß zu mehr Fairness im Alltag braucht engagierte Partner um möglichst viele Menschen zu erreichen und sie davon zu überzeugen, dass sich mehr Fairness auch beim Konsum lohnt. Mit unterschiedlichen Unternehmen wurden vielfältige Kooperationen durchgeführt. Dazu zählen Sonderkonditionen für Marketingmaßnahmen (Deutsche Bahn AG, CityCards, Freiplakatierungen u.a. durch awk, Boomerang und Stroer), Produktsponsoring zur ersten fairen Bio-Pasta-Party (Rapunzel Naturkost), das Angebot von fair gehandelten Fuß- und Beach-Volleybällen im Naturkosthandel (Kooperation mit dem bio Verlag) und viele weitere Aktionen. Einige Geschäftsführer haben wir gebeten, uns zu sagen, warum Ihnen das Engagement für fair feels good. wichtig war: Horst Ermert, VCH Hotels Deutschland - Hotelkooperation GmbH Das Handeln nach christlichen Leitlinien und die sich aus dem Leitgedanken des Verbandes Christlicher Hoteliers ergebende Aufforderung zu besonders aufmerksamer Gastgeberschaft gilt es, gegenüber den Gästen immer wieder erfahrbar zu machen. Die Unterstützung der Aktion fair feels good. beinhaltet für uns die Möglichkeit, auf einfachem Wege zu vermitteln, was wir unter christlich-sozialem Engagement verstehen: über das Angebot und den Genuss ausgezeichneter Produkte einen kleinen Beitrag zur Linderung von Not und Armut in der Welt zu leisten. Dieses Signal haben unsere Gäste sehr gut verstanden und durch positive Weitergabe honoriert. Peter Riegel, Peter Riegel Weinimport GmbH Als ökologisches Unternehmen unterstützen wir unterschiedliche Projekte, die dazu beitragen die Umwelt zu schützen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in den Entwicklungsländern zu verbessern. Die Kampagne fair feels good. ist wie ein verlängerter Arm unseres Unternehmens, der dazu beiträgt, Fairen Handel bekannter zu machen und Menschen zu helfen. Stefan Kuhlow, INFOSCREEN GmbH INFOSCREEN trägt durch seine Standorte im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs ein hohes Maß an sozialer Verantwortung. Deshalb unterstützen wir soweit möglich mit unserem Werbemedium immer wieder gerne gemeinnützige Initiativen und zeigen deutschlandweit auf INFOSCREEN die Informationskampagne fair feels good., um unsere Zuschauer für soziale Themen zu sensibilisieren. Frank Lüske, Biolüske Supermarkt Kochstudio fair feels good. passt voll in das Biolüske-Konzept. Wenn sich die Kunden genauso wie die Produzenten fair behandelt fühlen, wird nachhaltiger Erfolg eintreten. Wer sich gut fühlt, engagiert sich, packt an und ist stolz auf seine Arbeit. Und unsere Kundinnen und Kunden möchten Waren, die ihnen ein gutes Gefühl geben. Dies ist eine Grundlage für positive Entwicklungen beim Produzenten wie beim Konsumenten.

17 Seite:17 Tom Speck, GEPA - The Fair Trade Company Im Laufe der Kampagne fair feels good. gab es einen enormen Aufschwung für den Fairen Handel, der auch für die GEPA spürbar war. fair feels good. war mit ein Meilenstein, da zum ersten Mal die Regierung in diesem Umfang den Fairen Handel unterstützt hat, etwas, das vorher bereits andere europäische Regierungen getan hatten. Dies ist ein Mosaikstein zum großen Wachstum des Fairen Handels. Ich wünsche mir, dass solche Aktivitäten nach einer Auswertung kein Einzelfall bleiben, sondern dass auch weitere solche Kampagnen möglich sind, damit sich der Faire Handel auch in Zukunft so gut entwickeln kann. Gordana Hess, Purpur Kinder.Spiel.Versand GmbH Purpur ermöglicht Kindern eine lebendige Entwicklung, damit sie erfolgreich IHREN Weg gehen. Die Unterstützung der Kampagne fair feels good. ist eine Selbstverständlichkeit, denn überall auf der Welt sollen mutige, aktive und selbstbewusste Kinder heranwachsen und Ihre Zukunft ein Stück weit selbst gestalten können. Klaus Wilmsen, Qualitätssicherung/Umweltschutzbeauftragter, Karstadt Warenhaus GmbH Der Handel ist als Mittler zwischen Industrie und Verbraucher gefordert, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten, der sowohl soziale als auch ökologische und ökonomische Aspekte enthält. Die fair gehandelten Produkte bieten eine ausgezeichnete Qualität und ermöglichen gleichzeitig den Produzenten in den Ländern des Südens bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Daher sind sie ein selbstverständlicher Bestandteil in unserem Sortiment. Eisabeth Vass, MediaCom München GmbH MediaCom sieht es gemeinsam mit Magic Poster als Verpflichtung an, soziale Verantwortung zu übernehmen und zu leben. Unser Beitrag zur Kampagne fair feels good. war daher selbstverständlich. Der Faire Handel bedarf auch in Zukunft großer Aufmerksamkeit und wenn es uns möglich ist, steuern wir gern etwas zur Verbesserung der Rahmenbedingungen bei. Thomas Gutberlet, Vorstand für Sortiment und Marketing, tegut... tegut... führt fair gehandelte Produkte aus der Überzeugung, dass jeder am Wertschöpfungsprozess Beteiligte dazu befähigt sein sollte, weitere Leistungen erbringen zu können. Über das Bezahlen des Preises ermöglichen wir, das Neues entsteht und wie es entsteht; wir wirken nicht in die Vergangenheit und entlohnen Geschaffenes, auch wenn wir oft diesen Anschein haben. Die Kooperation mit fair feels good. war für uns selbstverständlich.

18 Seite: 18 Wie wir auftraten... Die Kampagne fair feels good. klärte über Prinzip, Produkte und gesellschaftspolitische Hintergründe des Fairen Handels auf und regte zum Nachdenken an. Sie bot daher für die zahlreichen Fair Handels- Akteure verschiedene Materialien zur Information an, die zum Teil auch noch verfügbar sind. Seit November 2003 zeigte die Kampagne auch im Internet Präsenz. Sukzessive wurden alle Kooperationspartner und ihre Projekte sowie die Paten der Kampagne vorgestellt. Ein wichtiger Punkt galt natürlich dem Fairen Handel und der Darstellung seiner Prinzipien und Produkte sowie einer Auswahl an Erfolgsgeschichten und der Publikation aktueller Marktforschungsergebnisse. Nicht fehlen durften immer wieder aktuelle Gewinnspiele, wie z.b. die faire Einkaufsralley. Der Adventskalender 2006 bot 24 Tage lang täglich Informationen über den Fairen Handel, ein kulinarisches Gericht zum Nachkochen vom TV-Koch und Paten Matthias Ruta und natürlich auch die Möglichkeit interessante Preise zu gewinnen, wie z.b. das Poster zum Kinofilm 7 Zwerge Der Wald ist nicht genug mit Originalunterschrift der Hauptdarsteller.

19 Seite: 19 Zusätzlich informierten die Internetseiten nicht nur Journalisten auf einen Blick über die Aktionen aller Fair Handels-Akteure. In der Rubrik Presse wurden sämtliche Mitteilungen rund um den Fairen Handel veröffentlicht. Unter finden Sie auch 2007 noch ausführliche Informationen über Ziele, Hintergründe, Materialien und Aktionen der Kampagne weiterhin frech, anspruchsvoll und mit Herz. Diese Intention wird besonders deutlich auf den Postern und Plakaten. Die aufmerksamkeitsstarken Slogans Ich will mehr!, Ich will`s anders! und Ich brauch s immer öfter! mit dem Zusatz Konsum gegen Armut regen zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten an. fair feels good. bietet solange der Vorrat reicht noch zahlreiche Print- Materialien an. Diese können Sie bequem gegen Versandkosten bestellen unter: www. fair- feels- good. de Kalender fair seitiger Kalender im klassischen Taschenformat mit Informationen rund um den Fairen Handel Broschüre Fair gewinnt. 8 Seiten über faire Produkte, Einkaufsorte und FairTrade-Kriterien Themenheft Fairer Handel 32 Seiten für Multiplikatoren zu Siegel, Strukturen und Akteuren Verschiedene Plakat-Sets mit inhaltlichen Ausführungen geeignet im A2-Format für Außen und im A1- Format für Innen Postkarte Ich bin dabei im 10er- Pack Aufkleber im DIN A5-Format für die Ladentür

20 Seite: 20 Was verbirgt sich hinter Weltladen Die Weltläden in Deutschland sind 30 Jahre alt, haben sich jedoch ihre jugendliche Frische bewahrt. Das Programm Weltladen 2006 ist ein Beleg dafür. Markus Frieauff war Koordinator des Programms Weltladen 2006 des Weltladen-Dachverbandes e.v. und erzählt eine Erfolgsgeschichte. Wie alles begann... Als sich Mitte der 70er Jahre die ersten Weltläden im Weltladen- Dachverband zusammenschlossen, sah das nach einer Mission Impossible aus: Neue Handelswege mussten erschlossen werden, die den Kleinbauern aus der so genannten Dritten Welt eine Chance eröffnen sollten, an einem gerechteren Welthandel teilzunehmen. Es ging um Bewusstseinsbildung beim Kunden und darum den Bauern aus dem Süden eine Stimme zu geben. Inzwischen sind viele Anfangswiderstände überwunden und der Faire Handel hat sich etabliert. Die Kunden entdeckten neben ihrem ökologischen Gewissen Werte wie Fairness, Gerechtigkeit und Respekt als Grundlagen für Einkaufsentscheidungen. Eine große Chance für die Weltläden, denn Glaubwürdigkeit und Qualität sind seit langem Maximen ihres fairen Handelns. Kleider machen Läden Der Weltladen-Dachverband, mit inzwischen fast 500 Mitgliedsläden, ist einer der Meinungsführer im Fairen Handel. Im Rahmen der Kampagne fair feels good. entwickelte er das Programm Weltladen Es sollte allen Weltläden ermöglichen, neue Kundenkreise anzusprechen, ohne an Identität zu verlieren. Ein durchdachter Media-Mix wurde erarbeitet: vom Internetauftritt über Plakate und Flyer bis hin zur Kundenzeitschrift Welt & Laden. Im Mittelpunkt standen dabei immer die Inhalte der Marke Weltladen Fairness, Gerechtigkeit und Respekt stilvoll und zeitgemäß präsentiert und glaubwürdig positioniert. Den Weltläden sollte es zukünftig darum gehen, die Neukunden zu fairführen anstatt durch hohe Informationsbarrieren vom Einkauf abzuhalten. In der Vergangenheit hielten Zeigefinger und Moralappelle zu viele interessierte Neukunden vom Erstkontakt ab. Heute 2007 gehen die Weltläden offener auf den Kunden zu und vermitteln die positiv besetzte Faszination des Fairen Handels. Der einfache Umgang mit dem neuen Image macht es auch für kleine Läden interessant sich als Teil einer Bewegung zu positionieren und Wiedererkennungswert zu schaffen. Das Programm Weltladen 2006 macht die Läden fit für die Zukunft.

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