Berufsbegleitender Masterstudiengang HdBA Stand: Arbeitsmarktorientierte Beratung (M.A.)

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2 an der HdBA Weitere Informationen: Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) Seckenheimer Landstr Mannheim Mannheim/Schwerin, Entwicklungsstand:

3 Inhaltsverzeichnis 1. Wichtige Fakten im Überblick Ziel Zielgruppe Zulassung Qualifikationsprofil Inhalt des Studiums Schwerpunkt - Arbeitsmarktorientierte Beratung Beratungsverständnis Perspektiven der Beratung Struktur des Studiums Anhang Übersicht der Module (Curriculum) Übersicht der Module (Tabelle)

4 1. Wichtige Fakten im Überblick Bezeichnung Abschluss: Regelstudienzeit: Studienform: Zuordnung des Studiums: Master of Arts (M.A.) 5 Semester (120 ECTS) Teilzeit Weiterbildend Aufnahme des Studienbetriebs: Oktober 2015 Sprachen: Studienort: Deutsch/ Englisch Mannheim/Schwerin/Kooperationshochschulen 1.1 Ziel Das Studium fokussiert die wissenschaftlich fundierte Entwicklung von Beratungskompetenzen im Tätigkeitsfeld Arbeitsmarkt. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, eine professionelle Beratung unter Zuhilfenahme inhalts- und prozessorientierter Konzepte und wissenschaftlicher Methoden zu sichern, indem disziplinäres Wissen sowohl transversal angewendet als auch praxisbezogen verknüpft wird. Der Studiengang bereitet auf folgende Handlungssituationen vor: Unterstützung einer am Arbeitsmarkt tätigen Organisation als Expertin/Experte in den Leitthemen Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik, Management und Führung sowie Bildung und Beruf Wissenschaftliche Evaluation, Weiter- und Neuentwicklung von Instrumenten und Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und Begleitung der Implementierung Zielgerichtete Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer am Arbeitsmarkt tätigen Organisation zur Förderung der Professionalität in der Beratung 1.2 Zielgruppe Der Studiengang richtet sich an berufstätige Akademikerinnen und Akademiker, die bereits im Kontext arbeitsmarktorientierter Beratung tätig sind und ihre Beratungskompetenz über eine Verknüpfung mit den Themenbereichen Bildung und Beruf, Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik sowie Management und Führung ausbauen wollen. 1.3 Zulassung Für das Studium des Masterstudiengangs sind die Voraussetzungen einer mindestens zweijährigen Tätigkeit in der BA und eines ersten berufsqualifizierenden Studienabschlusses zu erfüllen. 3

5 2. Qualifikationsprofil Die Basis zur Beschreibung des Kompetenzprofils bilden die beruflichen Handlungsfelder, in denen die Absolventinnen und Absolventen aktiv sein werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BA erbringen Dienstleistungen im Bereich der Arbeitsförderung im Sinne des dritten Sozialgesetzbuches. Die Absolventinnen und Absolventen unterstützen eine am Arbeitsmarkt tätige Organisation als Expertin/Experte in den Themenbereichen Bildung und Beruf, Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik sowie Management und Führung. Innerhalb dieser Tätigkeit führen sie wissenschaftliche Evaluationen, Weiter- und Neuentwicklungen von Instrumenten und Maßnahmen der BA durch und begleiten die Implementierung. Über eine zielgerichtete Führung von Arbeitsgruppen oder Abteilungen einer am Arbeitsmarkt tätigen Organisation fördern sie die Professionalität in der Beratung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie politischen Entscheidungsträgern. Die in diesen Tätigkeitsfeldern notwendigen Kompetenzen und Fertigkeiten werden innerhalb des Masterstudiengangs entwickelt. Daraus ergibt sich für die Absolventinnen und Absolventen folgendes Kompetenzprofil: Im Bereich der Fachkompetenzen haben die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs umfassendes und detailliertes Wissen über die/den Beratene/n und ihre/seine Bezugssysteme. Neben diesen, eine professionelle Beratung inhaltlich fundierenden, Elementen ergeben sich prozessorientierte Anforderungen der Beratung, die dem Spezifikum der Kontext- und Zielgruppenabhängigkeit der Beratung Rechnung tragen. Dieses prozess- und inhaltsorientierte Wissen entstammt den verschiedenen Fachwissenschaften: Wirtschaftswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaft sowie Psychologie. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, die Besonderheiten ihres Fachgebietes terminologisch und thematisch zu definieren und entwickeln darüber Expertise in Spezialbereichen. Sie sind darüber hinaus in der Lage, dieses Wissen reflektiert und disziplinübergreifend (transversal) anzuwenden. Die Absolventinnen und Absolventen können im Rahmen der entwickelten Sozialkompetenz herausgehobene Positionen in Organisationen bekleiden und Arbeitsgruppen oder Abteilungen leiten. Sie sind in der Lage, aufgabengerechte Arbeitsstrukturen zu installieren, die Leistungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu beurteilen und deren fachliche Entwicklung gezielt zu fördern. Für die Ergebnisse ihrer Organisationseinheit übernehmen sie die Verantwortung, sie kommunizieren diese adressatengerecht und vertreten sie im fachlichen Diskurs. Die Absolventinnen und Absolventen entwickeln innerhalb des berufsbegleitenden Studiums ein hohes Maß an Selbstkompetenz. So können sie eigenverantwortlich und selbstgesteuert Projekte durchführen, verschiedene Verfahren beurteilen und geeignete Vorgehensweisen auswählen. Sie sind in der Lage, die Anforderungen anwendungs- oder forschungsbezogener Aufgabenstellungen zu analysieren, notwendige Kompetenzen zu identifizieren und eigenständig relevantes Wissen zu erschließen. 4

6 Auf der Grundlage eines fundierten Wissens und Könnens haben die Absolventinnen und Absolventen Methodenkompetenzen erworben, um wissenschaftliche Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Sie können Ideen für die Lösung strategischer, forschungsbezogener oder anwendungsnaher Probleme von Arbeitsmarktorganisationen generieren. Dabei transferieren sie bestehendes Wissen auf komplexe Aufgabenstellungen und begründen erarbeitete Lösungswege unter Abwägung von Alternativen. Diese Konzipierungsexpertise ermöglicht es ihnen, Lösungsansätze auch für neue Situationen mit unvollständiger Informationslage zu entwickeln. Sie kennen die jeweils verwendeten Forschungsmethoden, können deren Leistungsfähigkeit beurteilen und tätigkeits- und aufgabenspezifisch anwenden. 3. Inhalt des Studiums Die BA hat als dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales zugeordnete Behörde die Aufgabe der Arbeitsförderung in Umsetzung und Anwendung des dritten Sozialgesetzbuchs. In diesem Sinne trägt die BA aktiv Verantwortung für die Gestalt und die Gestaltung des Arbeitsmarktes. Ihr Aufgabengebiet erstreckt sich von der Berufs- und Arbeitgeberberatung über die Unterstützung der Prozesse der Berufsausbildung sowie der beruflichen Weiterbildung bis hin zur Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Darüber hinaus sorgt sie für die Umsetzung der Chancengleichheit von Männern und Frauen sowie die Überwindung behinderungsspezifischer Nachteile. Auch die Gewährung von Entgeltersatzleistungen und Leistungen zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen gehört in das Ausgabengebiet der Bundesagentur für Arbeit. 1 Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) bietet seiner Trägerin im Sinne der Schnittstellenposition zur Wissenschaft akademische Studien- und Weiterbildungsangebote. Die akademische Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Hochschule ermöglicht eine kritische und reflektierte Gestaltung von Lehre, Studium und Forschung in den Themenfeldern Arbeitsmarkt, Bildung und Beratung Schwerpunkt - Arbeitsmarktorientierte Beratung Der Masterstudiengang ergänzt das akademische Angebot der HdBA um ein wichtiges Element, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit innerhalb ihrer Arbeitsaufgabe dabei unterstützt, den Akteuren auf dem Arbeitsmarkt in einer zunehmend komplexer und unübersichtlicher werdenden Arbeitswelt Orientierung zu bieten. Zur Umsetzung dieses Aufgabenportfolios steht die Förderung von arbeitsmarktorientierten Beratungskompetenzen und damit die Sicherung von Professionalität in der Beratung im Mittelpunkt der Ziele der Bundesagentur für Arbeit und ihrer Hochschule. 1 Vgl. BA (2013): BA Antworten auf Fragen der Zukunft, S Vgl. HdBA (2012): Grundordnung. 5

7 3.2 Beratungsverständnis Zur Abstimmung auf eine einheitliche Definition und Abgrenzung des Begriffs Beratung sowie zur Positionierung der Hochschule in der wissenschaftlichen Diskussion ist die Entwicklung eines gemeinsamen Beratungsverständnisses unabdingbar. In die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld der Beratung fließt eine Vielzahl unterschiedlicher disziplinärer Zugänge. An der HdBA sind dies im speziellen die Wirtschaftund Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Psychologie sowie die Rechtswissenschaften. Ziel der Formulierung eines Beratungsverständnisses ist es, als eine allgemeine Grundlage das Wirkungsumfeld der Beratung zu definieren und abzugrenzen, um darauf aufbauend Spezialisierungen und Schwerpunkte sowohl disziplinär als auch interdisziplinär systematisieren zu können. Professionelle Beratung ist ein strukturierter Kommunikationsprozess, der sich im lebensund arbeitsweltlichen Umfeld vollziehen kann. Innerhalb des Beratungsprozesses findet zwischen den Beratenen (Kundinnen/ Kunden) und den Beratenden (Beraterinnen/Beratern) über einen längeren Zeitraum eine ergebnisoffene Interaktion statt. Im Mittelpunkt des Beratungsprozesses befinden sich die Beratenen als Person, Gruppe, Organisation oder Netzwerk. Diese können sowohl zu den Kreisen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als auch zu den Arbeitgeberorganisationen sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern gehören. Die Kundinnen und Kunden sind umgeben von Bezugssystemen, die sie direkt oder auch indirekt beeinflussen. In der arbeitsmarktorientierten Beratung sind im Besonderen die Bezugssysteme Bildungs- und Beschäftigungssystem sowie der Arbeitsmarkt von Bedeutung. Die Beratenden haben die Aufgabe die inneren Strukturen und Wirkungsmechanismen der Beratenen zu analysieren. Darüber hinaus haben sie ein Verständnis der Funktionsweise der, die Beratenen umgebenen, Bezugssysteme und verschaffen, über eine Informationsaufbereitung und vermittlung, Transparenz über die Interaktionsräume zwischen der Kundin/dem Kunden und ihrer/seiner Bezugssysteme. Diese Transparenz äußert sich darin, dass die Beratenen in die Situation versetzt werden, die Funktionsweise der Bezugssysteme und die sie betreffenden Wirkungskanäle zu verstehen und diese Informationen mit den Ergebnissen der begleiteten (Selbst-)Reflektion zu verknüpfen. Auf dieser Informationsgrundlage aufbauend wird über professionelle Beratung verantwortungsvolles Handeln gefördert. Beispielsweise zielt die Berufs- und Bildungsberatung darauf ab, dass die Individuen über eine begleitete Selbstanalyse eigene Potenziale erkennen und diese mit Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten verknüpfen können. Durch entwickeln die Individuen bildungs- und berufsbiografische Gestaltungskompetenz, die ihre Möglichkeiten zur Bildungsbeteiligung und ihre Integrationschancen am Arbeitsmarkt erhöhen. Ausgangspunkt des Beratungsprozesses kann eine als nicht optimal wahrgenommene Ausgangssituation ( Problem, Konflikt ) sein, die innerhalb des Beratungsprozesses in einen erwünschten Zielzustand überführt wird. 3 Dabei gestaltet sich der Beratungsprozess jedoch nicht als Aneinanderreihung der aus der Medizin abgeleiteten Schritte Diagnose, Indikation und Verschreibung, sondern als Prozess einer iterativen Strategiefindung zur Problemlösung. Dabei kann Beratung, auch ohne einen definitiven Auslöser, als ein 3 Vgl. Rübner, M. & Sprengard, B. (2011): Beratungskonzeption der Bundesagentur für Arbeit. S. 9. 6

8 langfristig begleitender Prozess implementiert werden, was die Möglichkeit zu Tage fördert, die Kundin oder den Kunden sowohl vergangenheits-, gegenwarts- als auch zukunftsgerichtet in der Komplexität seines Kontextes zu erfassen. 4 In einem kooperativ gestalteten Beratungs-prozess übernehmen sowohl die/der Beratende als auch die/der Beratene Verantwortung. Die Ziele der Beratung erstrecken sich dabei über mehrere Betrachtungsebenen, die nicht selten konfliktär zueinander bestehen. Neben dem Ziel auf Mikroebene, eine Gestaltungskompetenz der Individuen im Sinne einer professionellen Arbeitnehmerberatung zu sichern, ergeben sich auf der Mesoebene weitere Zielsetzungen, die die Beratung von Arbeitgeberorganisationen betreffen. Makroökonomisch spielen neben sozialpolitischen auch bildungs-, beschäftigungs-, und arbeitsmarktpolitische Ziele eine Rolle. Beispielsweise kann professionelle Beratung danach streben, die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes langfristig zu unterstützen oder die Effektivität und Effizienz des Bildungssystems auszubauen. Aber auch sozialpolitische Ziele, wie soziale Integration von bestimmten Gruppen, können Ziele der Beratung sein 5. Als Abgrenzung zu anderen sozialen Dienstleistungen, die nicht in diesem Beratungsverständnis enthalten sind, geht das hier zu Grunde gelegte Verständnis von Beratung über die reine Vermittlung von Informationen (wie z.b. in der medizinischen Vorsorgeberatung) hinaus und schließt keine direkte Intervention im Sinne einer Handlungsvorgabe als Expertenlösung (wie z.b. in der klassischen Unternehmensberatung, Steuerberatung) mit ein. 3.3 Perspektiven der Beratung Die Perspektive Bildung und Beruf bietet einen wissenschaftlichen Einblick in das Bildungssowie Beschäftigungssystem als Kontexte von Beratung. Neben der Analyse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als Zielgruppe einer Bildungs- bzw. Berufsberatung wird das Fundament für eine arbeitgeberorientierte Beratung gelegt. Empirische und theoretische Ansätze werden dazu genutzt, ein Verständnis der Wirkungsweise von Bildungs- und Beschäftigungssystemen sowie beruflicher Arbeitsmärkte zu entwickeln. In den vertiefenden Modulen der Perspektive werden die Veränderungen von Arbeitsprozessen aufgezeigt und Möglichkeiten der Personal- und Kompetenzentwicklung als Fundament einer arbeitgeberorientierten Beratung diskutiert. Die Perspektive Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik bietet einen wissenschaftlichen Einblick in die Bezugssysteme Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit mikro- und makroökonomischen Konzepten, werden empirische Analysen dazu genutzt, die Funktionsweise des Arbeitsmarktes und die Wirkung arbeitsmarktpolitischer Instrumente zu verstehen. In den vertiefenden Modulen der 4 Vgl. Ertelt, B. J. & Frey, A. (2012): HR zwischen Anpassung und Emanzipation: Beiträge zur Entwicklung einer eigenständigen Berufspersönlichkeit. Peter Lang. S. 108f. 5 Vgl. Schiersmann, C.& Haas, M.& Weber, P. C. & Paulsen, B. (2012): Beratungsqualität in Bildung, Beruf und Beschäftigung: Kompetenzprofil für Beratende. W. Bertelsmann Verlag. S. 9. 7

9 Perspektive stehen die Analyse regionaler Arbeitsmärkte und Auswirkungen demografischer Veränderungen auf die Akteure des Arbeitsmarktes sowie organisations- bzw. personalökonomische Betrachtungen von Anreizsystemen im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Perspektive Management und Führung bietet einen wissenschaftlichen Einblick in die Wirkungsmechanismen innerhalb von Organisationen und Netzwerken als Zielgruppe und Kontext von Beratung. Mithilfe aktueller theoretischer und empirischer Forschungsergebnisse werden Management- und Führungsansätze in Organisationen und Netzwerken thematisiert und die Spezifika des Managements öffentlicher Verwaltung diskutiert. In den vertiefenden Modulen der Perspektive erfolgt eine Betrachtung von ressourcenorientierter Personalarbeit und Führung sowie des strategischen Managements und organisatorischen Wandels. 4. Struktur des Studiums In dem Studiengang wird das Themenfeld der Beratung mit den Perspektiven Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik, Management und Führung sowie Bildung und Beruf verknüpft. Diese Struktur ermöglicht die Entwicklung einer Beratungskompetenz, die ein tiefgreifendes inhaltliches Verständnis der/des Beratenen, ihrer/seiner Bezugssysteme und der Interaktionsräume fördert und mit dem Spezifikum der Beratung, abhängig von dem Kontext und der Zielgruppe gestaltbar sein zu müssen, verknüpft. Die Pflichtmodule des ersten und zweiten Semesters (Module: 02, 03, 04, 07, 08, 09) und die Wahlpflichtmodule des dritten und vierten Semesters (Module: 12, 13, 14, 17, 18, 19) in den drei Perspektiven legen den inhaltlichen Grundstein für die Entwicklung von Professionalität in der Beratung. Beispielweise ist für eine arbeitsmarktorientierte Beratung das Verständnis der Funktionsweise des Arbeitsmarktes und die kurz- und langfristige Wirkung unterschiedlicher arbeitsmarktpolitischer Instrumente zentral von Bedeutung. Darüber hinaus stellen auch ein Verständnis der Wirkungsmechanismen in Organisationen und Netzwerken, ihre Implikationen für Management- und Führungsansätze sowie ein Überblick über aktuelle Entwicklungen im Beschäftigungs- und Bildungssystem relevante inhaltliche Grundlagen dar. In der Struktur des Studiengangs ist vorgesehen, dass die Studierenden in jeder der drei Perspektiven grundlegendes Wissen aufbauen und darauf aufbauend ab dem dritten Semester zwei Vertiefungen in den Perspektiven wählen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung wird durch das parallel stattfindende Studium der Forschungsmethoden unterstützt (Module: 05, 10, 15). Ein besonderes Spezifikum der Beratung ist, dass diese in Abhängigkeit von dem Kontext und der Zielgruppe variabel gestaltbar sein muss. Zur Umsetzung dieses Spezifikums in der Studienstruktur ist daher eine begleitende übergreifende Betrachtung notwendig, die die entwickelte inhaltliche Expertise in den Rahmen des Tätigkeitsfeldes Beratung als Beratungsprozess setzt (Module: 01, 06, 11). 8

10 Im vierten Semester werden die Studieninhalte wissenschaftlich und praxisorientiert verknüpft. Auf der einen Seite lernen die Studierenden in dem Modul 16: Internationaler Theorie-Praxis-Transfer eine ausländische am Arbeitsmarkt agierende Organisation kennen und haben die Möglichkeit, die Gesamtheit der entwickelten Kompetenzen im Praxiskontext zu reflektieren. Auf der anderen Seite kann im Forschungsprojekt (Modul: 20) eine komplexe Beratungssituation unter Zuhilfenahme der Fachkompetenzen einer gewählten Studienvertiefung und den entwickelten Methodenkompetenzen analysiert und durch eine projektförmige Gruppenarbeit transdisziplinär bearbeitet werden. Das Studium wird durch die im fünften Semester zu erstellende Masterarbeit (Modul: 21) abgeschlossen. Die Arbeit ist in der Form eines Forschungs- oder Entwicklungsprojekts zu erstellen und innerhalb des Kolloquiums (Modul: 22) zu verteidigen. 9

11 Bildung und Beruf Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik Management und Führung Berufsbegleitender Masterstudiengang 5. Anhang 5.1 Übersicht der Module (Curriculum) Semester 22 ECTS Masterarbeit Kolloquium Semester Internationaler Theorie-Praxis Transfer Lebenslanges Lernen Anreize & Organisationsökonomik Strategisches Management & Change Forschungsprojekt 24 ECTS (4/5) 3. Semester Themenfelder & Akteure in der Beratung 11 Zukunft der Arbeit Regionale Arbeitsmärkte & demografischer Wandel HRM & Leadership 14 Forschungsmethoden ECTS (4/5) 2. Semester 25 ECTS (5/5) Ziele, Mittel und Methoden der Beratung 06 Berufsbiografien im internationalen Vergleich 07 Institutionen, Search & Matching 08 Organisation & Netzwerke 09 Evaluation 10 CH 1. Semester Professionelle Beratung 01 Berufliche Arbeitsmärkte 02 Arbeitsmarktmodelle 03 Public Governance & Public Management 04 Statistik ECTS (5/5) Wahlpflicht Pflicht 10

12 5.2 Übersicht der Module (Tabelle) Nr. Modultitel Semester LP Pflichtmodule 01 Professionelle Beratung Berufliche Arbeitsmärkte Arbeitsmarktmodelle Public Governance & Public Management Statistik Ziele, Mittel & Methoden der Beratung Berufsbiografien im internationalen Vergleich Institutionen, Search & Matching Organisation & Netzwerke Evaluation Themenfelder & Akteure in der Beratung Internationaler Theorie-Praxis Transfer Masterarbeit Kolloquium 5 2 Wahlpflichtmodule 12 Zukunft der Arbeit Regionale Arbeitsmärkte & demografischer Wandel HRM & Leadership Forschungsmethoden 15A Empirische Sozialforschung B Ökonometrie Lebenslanges Lernen Anreize & Organisationsökonomik Strategisches Management & Change Forschungsprojekt

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