Brandschutz im ausgebauten Dach

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1 Brandschutz im ausgebauten Dach Allgemeines Der bauliche Brandschutz ist eines der umfangreichsten Kapitel im deutschen Bauordnungsrecht. Baustoffe müssen so gewählt werden, daß die Anforderungen des vorbeugenden Brandschutzes erfüllt sind. Die Einhaltung der Brandschutz-Anforderungen wird im Baugenehmigungsverfahren zumindest bisher streng überwacht. Die Brandschutz-Vorschriften sollen vor allem der Entstehung von Bränden vorbeugen, Brände auf bestimmte Abschnitte begrenzen und Flucht- und Rettungswege vom Feuer freihalten und dadurch auch den Löschangriff der Feuerwehr ermöglichen. Die brandschutztechnische Einstufung von Baustoffen und Bauteilen wird ausführlich in der deutschen Brandschutz-Norm DIN 4102 geregelt. Die Musterbauordnung (MBO) und die darauf basierenden Landesbauordnungen enthalten darüber hinaus ausführliche Anforderungen für die verschiedenen Bauteile und die in diesen Bauteilen verwendeten Baustoffe. Um die Komplexität des Gesamtthemas kurz zu umreißen, wird in der Abbildung 1 eine Übersicht dargestellt, die eine Einordnung der hier behandelten Thematik erlaubt. Neben der Fülle der Einzelthemen/Vorschriften etc. sind auch die teilweise weitergehenden Auffassungen der Sachversicherer zu berücksichtigen, da hierdurch auch eine Reduzierung der Prämienzahlungen ermöglicht wird. Unterschiedliche Aussagen in den verschiedenen Landesbauverordnungen (LBauO) erschweren darüberhinaus eine Gesamtdarstellung. Im vorliegenden Fachbeitrag wird der Versuch unternommen, neben einigen Grundlagen, die zum Gesamtverständnis erforderlich sind, vom Grundsatz her das steildach-relevante Wissen im vorbeugenden Brandschutz, das Regelwerk und einige Ausführungsdetails zusammenzutragen. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht erhoben werden. Da die Ausführungen lediglich einer Groborientierung dienen sollen, ist in der Praxisanwendung immer auch auf die Regelwerke insbesondere auf den Brandschutzatlas [5] zurückzugreifen. Im folgenden werden einige wichtige brandschutztechnische Begriffe der DIN 4102 und der Landesbauordnungen erläutert. Abb. 1: Grundsatzforderungen und Einzelanforderungen zum Brandschutz in der Musterbauordnung GRUNDSATZFORDERUNGEN Öffentliche Sicherheit oder Ordnung dürfen nicht gefährdet werden Der Entstehung und Ausbreitung von Schadenfeuern muß vorgebeugt werden EINZELANFORDERUNGEN Lage auf dem Grundstück und zur Nachbarbebauung Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen Größe und Schutz der Brandabschnitte Lage und Gestaltung der Rettungswege Betrachtungsbereich: Geneigtes Dach

2 1. Einleitung 1.1 Baustoffklassen nach DIN [1] Eines der wichtigsten Kriterien für die Beurteilung von Baustoffen ist ihr Verhalten im Brandfall. Die brandschutztechnische Einstufung von Baustoffen erfolgt nach DIN Dort wird unterschieden zwischen nicht brennbaren Baustoffen (Baustoffklasse A) und brennbaren Baustoffen (Baustoffklasse B). Die Einstufung in Baustoffklassen erfolgt entweder mit genormten Brandversuchen nach DIN oder bei entsprechend bewährten Baustoffen anhand einer Klassifizierung in DIN (siehe Tabelle 1). Die Wahl nichtbrennbarer Baustoffe ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erfüllung von Brandschutzanforderungen an Bauteile. Sie ist allein jedoch noch nicht ausreichend, wenn das Brandverhalten des aus den Baustoffen hergestellten Bauteils nicht den Anforderungen genügt. So haben z. B. ungeschützte Bauteile aus dem nichtbrennbaren Baustoff Stahl keinen Feuerwiderstand. 1.2 Feuerwiderstandsklassen nach DIN [2] Bauteile bestehen aus Baustoffen. Die brandschutztechnische Einstufung eines Baustoffes läßt jedoch noch keinen Schluß auf das Brandverhalten eines Bauteils zu. Bauteile werden daher entweder durch Klassifizierung nach DIN oder aufgrund von Brandversuchen nach DIN in Feuerwiderstandsklassen eingestuft. In der Prüfung nach DIN wird die Zeit ermittelt, die das Bauteil dem Feuer widersteht, ohne seine Funktion, z. B. Tragfähigkeit und/oder Raumabschluß, zu verlieren. DIN unterscheidet 5 Feuerwiderstandsklassen. In Abhängigkeit von der Einstufung der verwendeten Baustoffe bezüglich ihrer Brennbarkeit nach DIN werden an die Feuerwiderstandsklasse die Kurzzeichen A, AB oder B angefügt (siehe Tabelle 2). In der Musterbauordnung und in den Landesbauordnungen finden sich die in der Tabelle 3 aufgeführten Bezeichnungen. Das europäische Regelwerk wird hier nicht betrachtet (siehe Tabelle 3). 1.3 Bauaufsichtliche Anforderungen Die Brandschutz-Anforderungen an Bauteile sind in den Bauordnungen der Bundesländer, den zugehörigen Durchführungsverordnungen, Verwaltungsvorschriften und -richtlinien festgeschrieben. Obwohl bei der Neufassung der Landesbauordnungen Anfang der 90er Jahre von der Arbeitsgemeinschaft der für das Bauwesen zuständigen Minister und Senatoren der Bundesländer (ARGEBAU) erneut eine Musterbauordnung (MBO, letzte Fassung vom Juni 1996) [3] erarbeitet wurde, unterscheiden sich die Vorschriften der einzelnen Bundesländer weiterhin in gravierenden Details. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Wohngebäude und Gebäude vergleichbarer Nutzung. Für andere Bauten, z. B. Versammlungstätten, Krankenhäuser und Industriebauten, gelten darüber hinaus in den einzelnen Bundesländern spezielle Verordnungen. Die meisten Landesbauordnungen unterscheiden bei der Festlegung von Anforderungen im Bereich von üblichen Mauerwerksbauten, d. h. unterhalb der Hochhausgrenze von 22 m, nach 5 Gebäudeklassen (siehe Tabelle 4). Die Tabellen 5 bis 9 enthalten die wichtigsten brandschutztechnischen Anforderungen der Musterbauordnung, Fassung , für tragende Bauteile, Trennwände, Brandwände, Decken und Treppenraumwände. auf einen Bick. Die Bauordnungen aller 16 Bundesländer nehmen im wesentlichen darauf Bezug. Da alle entsprechenden Bauteile auch im ausgebauten Dachgeschoß auftreten können, wurde der Vollständigkeit wegen das gesamte Tabellenwerk hierzu zusammengefaßt. 1.4 Weitergehende Anforderungen der Sachversicherer Die langjährige Erfahrung der Feuerversicherer zeigt, daß neben den Anforderungen der Bauordnungen weitere wichtige Aspekte die Brandsicherheit von Gebäuden beeinflussen. Besonders günstig wirkt sich dabei in allen Fällen die Verwendung nichtbrennbarer Baustoffe aus. Im Wohnungsbau werden in den Prämienrichtlinien der Sachversicherer die folgenden Bauartklassen unterschieden (siehe Tabelle 10). Analog gibt es entsprechende Einstufungen für Fertighäuser (siehe Tabelle 11). Die Einstufungen gelten nur für Gebäude mit harter Bedachung, z. B. Dachziegel, Dachsteine, Schiefer, Faserzement. Im Industriebau unterscheiden die Sachversicherer in ihren Prämienrichtlinien ebenfalls drei Bauklassen (siehe Tabelle 12). Ebenfalls auf Grundlage ihrer Schadenserwartungen stellen die Feuerversicherer über die Bauordnungen hinausgehende Anforderungen an die Brandwände (siehe Tabelle 13). 2. Vorbeugender Brandschutz im ausgebauten Dachgeschoß 2.1 Brandentwicklungen im Dachbereich Die Abbildung 2 zeigt exemplarisch 6 Fälle von Brandentwicklung im Dachgeschoßbereich Fall 1: Der Primärbrand breitet sich vom darunterliegenden Geschoß ins Dachgeschoß aus. Fall 2: Der Wind verursacht einen Brand, Übertritt über die Brandschutzwand. Fall 3: Strahlende Wärme und Flugfeuer übertragen den Brand auf das Nachbardach. Fall 4: Wie 3 aber Primärbrand im Geschoßbereich mit Austritt aus Fensteröffnung. Fall 5: Flugfeuer und herabstürzende brennende Trümmer führen zum Brandüberschlag auf Flachdach. Fall 6: Wind treibt Primärbrand auf die über der Austrittsöffnung liegende Dachfläche. In allen dargestellten Fällen ist der Feuerwiderstand, der den Aufenthaltsbereich der Menschen umgebenden Bauteile, von Bedeutung für eine ausreichend bemessene Flucht- oder Rettungschance.

3 mit einem Nachweis durch ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis über eine Prüfung nach DIN , mit einer Zustimmung im Einzelfall der Obersten Baubehörde (des Staatsministeriums des Innern) = Ausnahmefall. Bedachungen werden als weiche Bedachungen bezeichnet, wenn sie weder im Katalog DIN , Abschnitt 8.7 aufgeführt sind noch der Nachweis erbracht wurde, daß sie die Anforderungen der Prüfung nach DIN erfüllt haben (Prüfzeugnis) und an anderer Stelle [5]: Während die im Katalog der DIN aufgeführten Bedachungen unabhängig von der Dachneigung als widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme gelten, gibt die Prüfnorm DIN zwei Anwendungsbereiche hinsichtlich der Dachneigung an: 15 und 45. Deshalb ist bei Bedachungen mit einer Prüfung nach DIN zu beachten, für welche Dachneigung das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis gilt. Die Prüfung nach DIN wird auch auf Lichtplatten, Lichtbänder etc. angewendet, für welche harte Bedachung nachzuweisen ist. Abb Zum Begriff der harten Bedachung Gegen strahlende Wärme und Flugfeuer widerstandfähige Eindeckungen werden als harte Bedachung verstanden. In DIN sind einige harte Bedachungen aufgeführt, die aus künstlichem oder natürlichem Stein bestehen. Dachsteine, Dachziegel, Faserzementerzeugnisse und Naturschiefer sind hier zu nennen. Diese Baustoffe verhindern/verzögern eine Brandübertragung von der Eindeckebene in das Innere des Gebäudes. Zur Erfüllung der Anforderungen führt der Brandschutzatlas [5] nachstehende Möglichkeiten an: Verwendung von Bedachung, die allgemein gebräuchlich und bewährt sind = klassifizierte Bedachungen nach DIN , Abschnitt 8.7, 2.3 Systematik des vorbeugenden Brandschutzes Die Abbildung 3 veranschaulicht, daß erst im Zusammenwirken unterschiedlicher Elemente eine entsprechende Feuerwiderstandsklasse erreicht wird, die Einzelmaterialien an sich sind nur zur Erzielung dieser Feuerwiderstandsklasse bei entsprechendem Aufbau geeignet. Alle brandvorbeugenden Überlegungen folgen zunächst der Prämisse, Menschen die Flucht und Rettern einen befristet sicheren Zugang zu ermöglichen, und in zweiter Linie, Werte zu schützen.

4 3 Ausführungsdetails zum vorbeugenden Brandschutz 3.1 Brandwandausbildungen im Bereich der Dacheindeckung 3.2 Dachöffnungen Abb. 3 Abb. 5 Abb. 4 Abb. 6 Abb Regelkonstruktionen und ihre brandschutztechnische Einordnung Die Abbildung 4 zeigt beispielhaft drei Regelkonstruktionen mit ihrer brandschutztechnischen Einordnung. Abb. 7

5 3.3 Zweiter Rettungsweg Abb. 9

6 Tabelle 1 Baustoffe werden in DIN nach ihrem Brandverhalten in folgende Baustoffklassen eingeteilt BAUSTOFFKLASSE BAUAUFSICHTLICHE BENENNUNG A B A1 A2 B1 B2 B3 nichtbrennbare Baustoffe brennbare Baustoffe schwerentflammbare Baustoffe normalentflammbare Baustoffe leichtentflammbare Baustoffe (unzulässig am Bau) Tabelle 2 Benennung von Bauteilen nach DIN am Beispiel der Feuerwiderstandsklasse F 90 BAUSTOFFKLASSE NACH DIN BENENNUNG KURZBEZEICHNUNG wesentliche Teile übrige Bestandsteile A A Feuerwiderstandsklasse F 90 und aus F 90-A nichtbrennbaren Baustoffen A B Feuerwiderstandsklasse F 90 und in F 90-AB den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen B B Feuerwiderstandsklasse F 90 F 90-B Tabelle 3 Anforderungen der Musterbauordnung und der Landesbauordnungen und zugehörige Feuerwiderstandsklassen nach DIN und DIN (Mindestanforderungen fett gedruckt) BENENNUNG/ ANFORDERUNG NACH MBO FEUERWIDERSTANDSKLASSE NACH DIN feuerhemmend F 30-B, F 30-AB, F 30-A feuerhemmend und in den tragenden Teilen aus nichtbrennbaren F 30-AB, F 30-A Baustoffen feuerhemmend und aus nichtbrennbaren Baustoffen F 30-A feuerbeständig F 90-AB, F 90-A feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen F 90-A

7 Tabelle 5 Erforderliche Feuerwiderstandsdauer von tragenden Wänden, Pfeilern und Stützen nach 25 MBO Gebäudeklasse Wohngebäude Wohngebäude und andere Gebäudeart freistehende Wohngebäude 1 Gebäude Wohnungen 1 Wohnung 2 Wohnungen 2 Wohnungen Gebäudehöhe geringe Höhe mittlere Höhe Höhe des obersten Aufenthaltsraum h 7 m h 7 m h 7 m Aufenthaltsraums bzw. in max. 2 Geschosses Geschossen h 22 m Normalgeschosse - feuerhemmend feuerhemmend feuerbeständig (F 30-B) Kellergeschosse - feuerhemmend und wesentl. Teile nichtbrennbar (F 30-AB) oberste Geschosse von Dachräumen Aufenthaltsraum und Wohnung im Dachraum (F 30-B) feuerbeständig (F 90-AB) feuerhemmend (F 30-B) feuerhemmend (F 30-B) 1 sowie andere freistehende Gebäude ähnlicher Größe und freistehende landwirtschaftliche Betriebsgebäude. (F 90-AB) feuerbeständig (F 90-AB) feuerhemmend (F 30-B) bauliche Anlagen und Räume besonderer Art und Nutzung siehe entsprechende Sonderbauverordnungen bzw. Verwaltungsvorschriften

8 Tabelle 6 Erforderliche Feuerwiderstandsdauer und Ausführung von Trennwänden nach 27 MBO. Gebäudeklasse Gebäudeart freistehende Wohngebäude 1 Wohngebäude Wohngebäude und andere Gebäude Wohnungen 1 Wohnung 2 Wohnungen 2 Wohnungen Gebäudehöhe geringe Höhe mittlere Höhe Höhe des Aufenthlatsraum in h 7 m h 7 m h 7 m obersten max. 2 Aufenthaltsraums Geschossen h 22 m Erfordernis - Zwischen Wohnungen sowie zwischen Wohnungen und fremden Räumen Normalgeschosse - feuerhemmend (F 30-B) feuerbeständig (F 90-AB) Oberste Geschosse von Dachräumen - feuerhemmend (F 30-B) Kellergeschosse - feuerhemmend (F 30-B) feuerbeständig (F 90-AB) Zwischen Aufenthaltsräumen ohne Beleuchtung durch Tageslicht und anderen Räumen ( 46 (2) MBO) Ausführung - - Bis zur Rohdecke oder bis unter die Dachhaut 2 Öffnungen unzulässig 3 bauliche Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung Siehe entsprechende Sonderbauverordnungen bzw. Verwaltungsvorschriften 1 sowie andere freistehende Gebäude ähnlicher Größe und freistehende landwirtschaftliche Betriebsgebäude. 2 gilt auch für Trennwände zwischen Wohngebäuden und landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden sowie dem landwirtschaftlichen Betriebsteil und den Wohnteil eines Gebäudes. 3 Öffnungen können gestattet werden, wenn die Nutzung des Gebäudes dies erfordert und sie mit mindestens feuerhemmenden, selbstschließenden Abschlüssen versehen sind oder der Brandschutz auf andere Weise sichergestellt ist. 4 Sicherung von Öffnungen in feuerbeständigen Trennwänden.

9 Tabelle 7 Wesentliche Anforderungen und Ausführung von Brandwänden nach 28 MBO Gebäudeklasse Gebäudeart Wohngebäude Wohngebäude und andere Gebäude Wohnungen 2 Wohnungen 2 Wohnungen Gebäudehöhe geringe Höhe mittlere Höhe Höhe des obersten Aufenthaltraums h 7 m h 7 m h 7 m h 22 m Erfordernis: 1 Brandwände sind zu errichten Wandbauart Ausbildung im Dachbereich Bauart und Ausführung von Brandwänden (BW) 1. Zum Abschluß von Gebäuden, bei denen die Abschlußwand bis zu 2,5 m von der Nachbargrenze errichtet wird, es sei denn, daß ein Abstand von mindestens 5 m zu bestehenden oder nach den baulichen Vorschriften zulässigen Gebäuden gesichert ist. 2. Zur Unterteilung ausgedehnter Gebäude und bei aneinandergereihten Gebäuden auf demselben Grundstück in Abständen von höchstens 40 m; größere Abstände können gestattet werden, wenn es die Nutzung des Gebäudes erfordert und wenn keine Bedenken wegen des Brandschutzes bestehen. feuerbeständige Brandwand Wände zulässig Brandwände sowie Wände, die anstelle von Brandwänden zulässig sind, sind bis unmittelbar unter die Dachhaut zu führen. angebaute landwirtschaftliche Betriebsgebäude auf demselben Grundstück 3. Zwischen Wohngebäuden und angebauten landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden auf demselben Grundstück sowie zwischen dem Wohnteil und dem landwirtschaftlichen Betriebsteil eines Gebäudes, wenn der umbaute Raum des Betriebsgebäudes oder des Betriebsteiles m³ ist. Überdachführung 30 cm oder in Höhe der Dachhaut Abschluß mit einer beidseits 50 cm auskragenden feuerbeständigen Platte. Darüber dürfen brennbare Teile des Daches nicht hinweggeführt werden. Bei weicher Bedachung: Überdachführung 50 cm. feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen, dürfen bei einem Brand Standsicherheit nicht verlieren, müssen die Verbreitung von Feuer auf andere Gebäude oder Gebäudeabschnitte verhindern, dürfen nicht von Bauteilen mit brennbaren Stoffen überbrückt werden, Bauteile dürfen nur soweit eingreifen, daß der verbleibende Wandquerschnitt feuerbeständig bleibt. Für Leitungen, Leitungsschlitze und Schornsteine gilt dies entsprechend. 1 gilt nicht für seitliche Wände von Vorbauten wie Erker, die nicht mehr als 1,5 m vor die Flucht der vorderen oder hinteren Außenwand des Nachbargebäudes vortreten, wenn sie von dem Nachbargebäude oder der Nachbargrenze einen Abstand einhalten, der ihrer eigenen Ausladung entspricht, mindestens jedoch 1 m beträgt.

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12 Tabelle 10 Bauartklassen von Wohngebäuden nach den Prämienrichtlinien der Sachversicherer Bauartklasse I J Außenwände: Massiv (z. B. Mauerwerk), Stahlbetonskelett mit Ausmauerung Bauartklasse II J Außenwände: Holzfachwerk (ausgemauert) Stahl- oder Betonskelett mit nichtbrennbarer vorgehängter Fassade (Trapezblech) Bauartklasse III J Außenwände: Holzkonstruktion Tragwerk und/oder Fassade Holz oder brennbar (hierzu zählt auch Stahlblech mit brennbaren Isolierungen) Die Einstufungen gelten nur für Gebäude mit "harter" Bedachtung (z. B. Dachsteine, Dachziegel, Faserzement, Schiefer). Tabelle 11 Fertighausgruppen nach den Prämienrichtlinien der Sachversicherer Gruppe 1 J Bauart: In allen Teilen (einschließlich der tragenden Konstruktion) aus feuerbeständigen Bauteilen Gruppe 2 J Bauart: Tragende Konstruktion aus Stahl, Holz, Leichtbauteilen oder dergleichen. Außenwände innen und außen mit mindestens feuerhemmenden, nichtbrennbaren Baustoffen ummantelt bzw. verkleidet. Gruppe 3 J Bauart: Wie Gruppe 2, jedoch ohne feuerhemmende Ummantelung bzw. Verkleidung Die Einstufungen gelten nur für Gebäude mit "harter" Bedachtung (z. B. Dachsteine, Dachziegel, Faserzement, Schiefer).

13 Tabelle 12 Bauartklassen von Industriegebäuden nach den Prämienrichtlinien der Sachversicherer Bauteile Bauartklasse R Bauartklasse N Bauartklasse Z Tragwerke Pfeiler, Stützen, tragende Außen- und Innenwände Nichttragende Wände feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen (F 90-A) feuerhemmend oder aus nichtbrennbaren Baustoffen ( W 30 oder aus A-Baustoffen) feuerhemmend ( F 30-B) oder Gebäude überwiegend aus nichtbrennbaren Baustoffen Gebäude überwiegend aus nichtbrennbaren Baustoffen Dachtragwerke feuerhemmend ( F 30-B) feuerhemmend ( F 30-B) oder Gebäude überwiegend aus nichtbrennbaren Baustoffen Dachschalung Dachunterseite feuerhemmend und aus nicht brennbaren Baustoffen (F 30-A) keine unterseitig angebrachten brennbaren Baustoffe keine besonderen Anforderungen keine besonderen Anforderungen keine besonderen Anforderungen - keine besonderen Anforderungen - keine besonderen Anforderungen Bedachung hart hart keine besonderen Anforderungen Tabelle 13 Über die Musterbauordnung hinausgehende Anforderungen der Feuerversicherer an Brandwände Die Mindestdicke von Brandwänden aus Mauerwerk muß 24 cm betragen. Diese Anforderung ist mit Mauerwerk aus Ziegeln nach DIN 105 problemlos zu erfüllen. Brandwände müssen bei feuerbeständigem Dach mindestens an dieses anschließen. Bei nicht feuerbeständigem Dach müssen Brandwände mindestens 30 cm über das Dach, bei Sheddächern über die Shedspitze hinausragen. Brandwände müssen unversetzt durch alle Geschosse geführt werden. Dachöffnungen müssen von Brandwänden mindestens 5 m entfernt sein. Brandwände dürfen weder von brennbaren Baustoffen noch von nicht feuerbeständigen Baustoffen überbrückt werden. Literatur [1] DIN Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Baustoffe; Begriffe, Anforderungen und Prüfungen, [2] DIN Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Baustoffe; Begriffe, Anforderungen und Prüfungen, [3] MBO = Musterbauordnung, Fassung [4] DIN Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Zusammenstellung und Anwendung klassifizierter Baustoffe, Bauteile und Sonderbauteile, [5] Brandschutzatlas, Josef Mayr (Hrsg.), Feuer-Trutz GmbH, Wolfratshausen 1995 [6] Regelgerechte Bauausführung im Dachdeckerhandwerk, Jürgen Lech (Hrsg.), WEKA Fachverlage GmbH, Augsburg 1996

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