Zeitschrift für Bildung und Kultur

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1 Zeitschrift für Bildung und Kultur Gewaltfreie Kommunikation Gesunder Schulorganismus Schülerpraktikum Landwirtschaft Vom Wachsen im Schulgarten Südafrika- ein Zwischenbericht marcstein Ein pädagogischer Klassiker Hetze und Langeweile Anthroposophische Tiermedizin Das geheime Deutschland im Film kostenlos - zum Mitnehmen No.7 November Mai 2008

2 Inhalt marcstein Editorial 1 Wir haben unser Kind kaum wiedererkannt 2 Gesunder Schulorganismus 4 Die zitternde Freude 6 Wachsen wird es von alleine 8 Interview mit einer Ehemaligen 9 Worte sind Fenster oder Mauern 10 Vier Schritte 11 Aidskinder in Südafrika 14 Die Christengemeinschaft stellt sich vor 15 Hetze und Langeweile m 1 Von Olaf Koob Erfolgreichere Pädagogik m 5 oder bessere Elternhäuser Von Laura Krautkrämer Es lebe das Geheime deutschland m 7 Von Ika Schier Die Fußwaschung m 9 Von Judith von Halle Die pädagigische Provinz m 11 Von Johann Wolfgang von Goethe Denkanregungen m 16 Tipps und Termine 16 s Sparkasse. Gut für die Schulen. Anzeigen schalten in:

3 Editorial Liebe Leserin, lieber Leser Worte können Fenster sein, die uns eine Welt öffnen, oder Mauern, an denen jedes Gefühlt zerschellt. Wir sorgsam sind wir in dem, was wir sagen zu unseren Kindern, unseren Lebenspartnern, unseren Mitarbeitern oder Kollegen? Wie schnell wird aus einer Mücke ein Elefant, aus einer vorschnellen Antwort ein jahrelanger Konflikt. Gewaltfreie Kommunikation und Konfliktbearbeitung ist ein zentrales Themen, das wir in zwei Berichten einer Schulveranstaltung in diesem Heft ansprechen. Frei kann ich über meine Gefühle und meine Bedürfnisse nur sprechen, wenn ich meine eigene Mitte kenne und aus dieser heraus immer wieder Kraft und Ruhe schöpfe. Die Arbeit im Garten ist für viele Menschen hierfür ein bewährter Weg. Lesen Sie, wie und warum nicht nur aus diesem Grund die Schüler der Waldorfschulen Landwirtschaft und Gartenbau im Laufe ihrer Schulzeit kennen lernen, nicht immer begeistert, aber intensiv. Im marcstein Teil finden Sie passend zum Thema einen Beitrag des Arztes Dr. Olaf Koob zum aktiven Sich-Finden zwischen Hetze und Langeweile, und auch die Buchbesprechung zur anthroposophischen Tiermedizin kann eine Tür sein auf diesem Weg. Ohne Re-ligion, ohne Rückbezug zur geistigen Welt schließlich ist der Mensch ein heimatloses Wesen auf dieser Erde. Diesen Bezug mag der eine in magischen Landschaften der Dichtung finden, der andere in Berichten unmittelbarer Visionen zum Leben Christi. Wichtig ist vor allem, dass man sich auf den Weg macht und dass wir unseren Kindern und Mitmenschen auf diesem Weg helfen. Inhaltlich spannt sich damit ein weiter, hoher Bogen über die Beiträge dieses Heftes, mit dem wir hoffen, Ihnen wieder eine anregende Lektüre zu bieten. Wenn Sie unsere Arbeit am mosaique aktiv fördern wollen und in Zukunft kein neues Heft verpassen wollen, dann möchten wir Sie auf unser neues Förderabonnement hinweisen. Gegen eine Spende in selbst gewählter Höhe schicken wir Ihnen 2 Hefte pro Jahr direkt ins Haus. Es grüßt Sie herzlich aus der Redaktion Stephan Rex Vater an der Waldorfschule Aachen mosaïque No.7 November Mai 2008

4 Vom Sinn und Nutzen des Landwirtschaftspraktikums der 9. Klasse Wir haben unser Kind kaum wieder erkannt Von Christian von Wernsdorff Oh nein!!! Zwei Wochen malochen, überhaupt keine Zeit mehr für mich, und dann immer mit so vielen auf einem Haufen - ohne Handy, ohne Kino, ohne Beauty-session, ohne Chips und chillen, ohne, usw. Zur Ankunft in Bollheim geht es erstmal auf einen Trecker-Anhänger, mit dem eine Runde um das rund 60 Hektar große Gelände gedreht wird. Obwohl es sich bei der fast zwanzigjährigen Tradition der Aachener Waldorfschule, mit der jeweiligen 9. Klasse ins Landwirtschaftspraktikum zu fahren, eigentlich herumgesprochen haben dürfte, dass es im Rückblick für die meisten eine tolle und intensive Zeit war (viele sagen: die schönsten Wochen der Schulzeit), bleibt es doch für den ein oder anderen ein richtiger Angang, sich so gründlich aus allem Gewohnten und Bequemen herauszuwagen. In den ersten Jahren des Landwirtschaftspraktikums ging es noch zum Hof Wörme in die Nähe von Hamburg, und dort noch recht spartanisch zu. Viel näher an Aachen und mit einigen Annehmlichkeiten wie mehreren warmen Duschen ausgestattet ist der Hof Bollheim bei Zülpich, der nun seit vielen Jahren schon unser Ziel ist. Wie einst in Wörme wird auch hier biologisch-dynamisch gearbeitet. Der Hof strebt wirtschaftliche Autarkie an, er produziert seine Düngemittel überwiegend selbst und hat sich die Sorten-Vielfalt zum Ziel gesetzt: Ein arbeitsintensives Wirtschaften, aber reichhaltig und erfüllend. Die innere Verbundenheit mit der Arbeit ist in jedem Bereich auch für die Schüler spürbar: Arne, der Gemüsebauer ist seinen roten Rüben ebenso verbunden wie Klaus seinen Kühen, Christian den Futterrübenfeldern, u.v.m. Zur Ankunft in Bollheim geht es erstmal auf einen der beiden Trecker-Anhänger, mit denen eine große Runde um das rund 60 Hektar große Gelände gedreht wird. Diese Bollheim-Rundfahrt macht Spaß, großes Geschuckel und erste Berührungen mit dem Element Erde, Herdengefühle an Bord des Hängers Am Ende der beiden Arbeitswochen wird diese Runde wiederholt: Voller Selbstachtung betrachten die Neuntklässler dann von oben, wie viele Tonnen Rüben sie geerntet haben, wie viele Meter Rote Beete; sie folgen den Spuren verschiedener Geländepflege-Projekte oder Baumaßnahmen, an denen sie beteiligt waren, Gewächshausarbeiten und vieles mehr. Diese Traktorplus-zwei-Anhänger-Rundfahrt macht Bollheim zu einer Art Rahmenerzählung. Was liegt dazwischen? Im Wesentlichen wird den ganzen Tag gearbeitet; im 3- Tage-Rhythmus wechseln sich Stall-, Feld-, Küchen und Hofgruppe ab. Daneben gibt es sehr begehrte Extraangebote, jeweils nur für einige wenige Schüler: die Käserei, die Backstube, das Melken der Kühe. Hier mitzumachen heißt noch früher aufstehen als alle anderen, besonders die Backstube ist da gnadenlos. Aber die Gerüche und die fast andächtige Arbeitsatmosphäre bei diesem noch echten Bäcker mit hohem Berufsethos, das macht alles wett. Voll cool war s beim Bäcker, bei Klaus und den Kühen nicht minder. Auch die Käserei ist spannend, doch liegen die damit verbundenen Gerüche nicht jedem Was es nicht gibt bei diesem Landwirtschaftspraktikum ist: Arbeit verschieben, umgehen oder liegen lassen. Undenkbar, eine Kuh einfach ungemolken zu lassen, und für jeden nachvollziehbar von wirtschaftlichem Schaden, nur jede zehnte Rübe zu ziehen oder die Tomaten im Gewächshaus zu Wurfgeschossen umzufunktionieren. Natürlich geschieht das alles in Ansätzen, und der Null-Bock-Virus ist auch in Bollheim aktiv. Aber es 2 mosaïque No.7 November Mai 2008

5 gibt da typische Phasen in diesen zwei Wochen, einen vorhersehbaren Verlauf: Der Tiefpunkt, Lustlosigkeit, Schlafmangelerscheinungen nach etwa einer Woche; Maximal-Amplitude dieser Schwingung nach unten: der Samstagnachmittag. Abendliches Grillen oder Ähnliches fängt hier manchen Frust wieder auf. Am Sonntag geht s dann nach Bonn ins Haus der Geschichte, um anschließend die lang ersehnte Pizza mit endlich unbiologischem Belag zu ergattern. Ärgerlicherweise haben sonntags die Supermärkte zu - übrig bleiben da für sonstige Gelüste nur Büdchen, Tankstellen u.ä. Wiederaufnahme der Arbeit am Montag - Beginn der zweiten Woche. Und nun hält eine neue Erlebnisqualität Einzug: Die Arbeit beginnt Spaß zu machen, es wird spürbar, wie gut der Kontakt mit der Erde tut. Die Entdeckung ganz anderer Seiten bei den Mitschülern färbt das soziale Leben neu ein. Das Beisammensein im großen Pulk erfährt nun mehrheitlich Wertschätzung. Und wenn es dann nach zwei Wochen zu Ende ist, würden doch einige tatsächlich gern noch weitermachen - und fahren mit Sicherheit zum nächsten Hoffest, denn mit Bollheim verbinden einige inzwischen geradezu heimatliche Gefühle. Die Entdeckung ganz anderer Seiten bei den Mitschülern färbt das soziale Leben neu ein. Mit Bollheim verbinden einige inzwischen geradezu heimatliche Gefühle. Woran liegt diese Umwertung vom Arbeitslager (Bemerkung vor der Abfahrt im Bus) zu einer Zeit, die es voll gebracht hat...? Bei allen individuell unterschiedlichen Facetten des Erlebens wirkt doch eine gemeinsame Grundlage des Landwirtschaftspraktikums: die Schüler erleben im Hof Bollheim einen sinnvollen und sinnreichen Zusammenhang des Wirtschaftens, der von der Achtung gegenüber Erde, Pflanzen- und Tierwelt getragen ist. Diese Grundhaltung prägt auch den Umgang der Hofgemeinschaft miteinander. In Bollheim mitzuarbeiten, hat etwas tief Befriedigendes, was auch die Schüler in unterschiedlicher Ausprägung erleben. Ein weiteres wichtiges Element ist der Gruppenprozess, der sich durch das dichte Miteinandersein rund um die Uhr ergibt. Nicht ohne Stimmungstiefs und dramatische Höhepunkte, - wie manchmal an Massenhysterien erinnernde Gefühlsaufwallungen (schwerpunktmäßig im Mädchenzimmer ) - haben den Einzelnen und die Gruppe an innere Grenzbereiche geführt, in denen nun seelische Umschmelzungsprozesse stattfinden können, zu denen es ohne diese Grenzerfahrung vermutlich gar nicht oder biographisch erst wesentlich später kommen würde. Wir haben unser Kind kaum wieder erkannt konnte man nach der Rückkehr aus dem Landwirtschaftspraktikum von mehr als nur einem Elterhaus hören: Ausgeglichener, kooperativer, aufmerksamer für das, was zu tun ist, mit wertschätzendem bzw. kritischen Blick auf hochwertige bzw. substanzarme Nahrungsmittel. Frischer, wie seelisch gelüftet kam unser fünfzehnjähriger Jugendlicher aus dem Landwirtschaftspraktikum zurück. Haus Bollheim ist einer von nur noch sehr wenigen Höfen in Deutschland, die ein Landwirtschaftspraktikum für jeweils eine ganze Klasse (und nicht nur für eine handvoll Schüler) anbieten. Für die Hofgemeinschaft bedeuten diese Zeiten jedes Mal eine besondere Belastung. Wir Kollegen der Aachener Waldorfschule sind sehr dankbar, dass Haus Bollheim uns dennoch diese Möglichkeit bietet! Christian v.wernsdorff ist Französisch- und Deutschlehrer an der Aachener Waldorfschule. Er hat das Landwirtschaftspraktikum in drei aufeinander folgenden Jahren begleitet mosaïque No.7 November Mai 2008

6 Ein Parlament für die Freie Waldorfschule Aachen Gesunder Schulorganismus Von Christina Hellenthal An wen wende ich mich eigentlich, wenn ich: mich engagieren will, eine Idee habe und für die Umsetzung Unterstützung benötige, konstruktive Kritik üben möchte, eine pädagogische Frage habe, Hilfe benötige, usw.? Eine Gruppe von fünf Eltern und Lehrern fuhr nach Essen um eine Sitzung des dortigen Schulrats besuchen. Wer kennt an unserer Schule die Wege, Ansprechpartner, Arbeitskreise und Verantwortlichen, um verlässlich diese oder ähnliche Fragen zu beantworten? Beginnt nicht in den meisten Fällen mit einer Frage zugleich die Suche nach dem richtigen Adressaten? Und wer hilft bei der Suche? Wie können wir gemeinsam an Klarheit gewinnen und damit das Schulleben für Schüler, Lehrer und Eltern transparenter gestalten? Unter dem ungewöhnlichen Namen Gesunder Schulorganismus hat sich an der Aachener Waldorfschule eine Gruppe gebildet, die versucht, neue Wege zu gehen und gemeinschaftlich eine Lösung zu finden. Doch wie ist es überhaupt dazu gekommen? Es begann vor zweieinhalb Jahren, als ein Artikel aus der Erziehungskunst der Ausgabe März 2005 großes Interesse im Elternrat erregte. Geschrieben von H.W. Colsman, beschäftigte er sich mit dem Dialog von Eltern und Lehrern. Colsmans Erfahrungen basieren auf der seit mittlerweile 35 Jahren betriebenen Praxis an der Freien Waldorfschule in Essen. Dort findet im monatlichen Turnus ein so genannter Schulrat statt. In ihm bündeln sich alle die Schule betreffenden Informationen und werden von hieraus weitergeleitet. Entscheidungen, die das gemeinsame Schulgeschehen betreffen, werden hier diskutiert und mehrheitlich gefällt. Wie setzt sich der Essener Schulrat zusammen? Aus jeder Klasse werden für drei Jahre ein Elternvertreter und ein Stellvertreter gewählt; am Schulrat teilnehmen können beide, stimmberechtigt ist aber jeweils nur einer. In gleicher Anzahl werden aus dem Kollegium Lehrer in den Schulrat gewählt. Die Moderation übernehmen ein Lehrer, gewählt aus dem Kollegium, und ein Elternvertreter, gewählt von den Elternvertretern, gemeinsam für jeweils ein Schuljahr. Hinzu kommen noch der Geschäftsführer und die Vorstandsmitglieder, in der Regel immer langjährige Schulratseltern und - lehrer, welche mit der Geschichte der Schule wohl vertraut sind. Und was hat das nun mit uns in Aachen zu tun? Angeregt durch den Artikel in der Erziehungskunst entbrannte im Elternrat eine angeregte Diskussion. Haben wir eigentlich einen solchen Raum? Einen Ort, an dem alle informiert werden, alle gehört werden und gemeinschaftlich Lösungen auf schulrelevante Fragen gefunden werden? Darüber wollten wir ins Gespräch kommen und luden Schüler, Lehrer und Vorstandsmitglieder im Oktober 2005 zu einem ersten Treffen ein. Ein kleiner Kreis von vier Elternvertretern hatte diesen Abend vorbereitet. Es ging zunächst darum nachzufühlen, ob die Gefühle, die nach dem Lesen des Artikels im Elternrat entstanden waren, auch in Vorstand und Lehrerschaft verstanden und empfunden wurden. In Gruppenarbeit wurden daher Fragen zum subjektiv gefühlten Ist-Zustand der Schule gestellt. In Anlehnung an den Artikel wurde nach den gesunden Bereichen im Schulalltag und den Krankheitssymptomen gefragt; nach der Wirkung der Zusammenarbeit der Gremien; nach der Zufriedenheit mit der Wahrnehmung der persönlichen Interessen und abschließend nach Möglichkeiten, die Zufriedenheit in der Schulgemeinschaft zu verbessern. mosaïque No.7 November Mai 2008

7 Aus den vielen Antworten ergaben sich drei Kernthemen, die zu den nächsten Treffen in den Mittelpunkt gerückt wurden: Vertrauen - In welchen Bereichen vertrauen wir einander, wo nicht? Kommunikation Welche unterschiedlichen Kommunikationswege gibt es? Strukturen Wie ist unsere Schule strukturiert, wie transparent haben wir diese Strukturen gestaltet; wie werden diese Strukturen gelebt? In Rollenspielen, Diskussionsrunden und offenem Austausch erarbeiteten wir gemeinsam in mehreren Treffen die Themen. Bei allen Teilnehmern wuchsen dabei das Vertrauen und das Gefühl, gemeinsam für die Schule einen wichtigen Weg eingeschlagen zu haben. Erst beim fünften Treffen kehrten wir zu unserem Einstieg zurück. Wäre eine Art Schulparlament, besetzt mit Delegierten der Lehrer, Eltern, Vorstände und Schüler nicht eine sinnvolle und notwendige Ergänzung unseres Schullebens? Doch die Gedanken hierzu waren uns viel zu theoretisch. Wir wollten erfahren, wie solch ein Parlament gelebt wird. Daher luden wir zunächst Vertreter des Essener Schulrats zu uns nach Aachen ein. Ein Lehrer- und ein Elternvertreter kamen und beantworteten anhand vieler Beispiele unsere zahlreichen Fragen. Da uns auch dies noch nicht anschaulich genug war, wuchs im Anschluss an diesen informativen Abend der Wunsch, einen Schulrat in Aktion zu erleben. Und so durfte schließlich am 30. August 2007 eine Gruppe von fünf Eltern und Lehrern nach Essen fahren und eine Sitzung des dortigen Schulrats besuchen. Was das Besondere dieses Abends war? Eine Atmosphäre von Vertrauen begleitete ihn. Keine Gruppen, sondern Delegierte saßen gemischt beieinander. Die von den Moderatoren angekündigten Beiträge waren sehr gut vorbereitet. Elternvertreter hatten Informationen aus ihren Klassen an Elternabenden abgefragt und gaben das Meinungsbild der Klassenelternschaft nun im Schulrat wieder. Der Vorstand gab einen aktuellen Bericht ab, und auch hierzu hatten die Elternvertreter zusätzliche Informationen vorab schriftlich erhalten, um die Klasse zu informieren und ein Meinungsbild abzufragen. Zwei Lehrer stellten ein von Ihnen entwickeltes Konzept zur Neugestaltung der Mittelstufe vor. Mit Enthusiasmus vorgetragen und sehr anschaulich beschrieben, gab es allen Eltern und Lehrern das Gefühl, teilhaben zu können an diesem ganz neuen Gedanken. Beide Lehrer boten an, das Konzept in den entsprechenden Mittelstufenklassen auf Elternabenden vertiefend darzustellen. Bei uns als Gästen hinterließ der Abend einen tiefen Eindruck. Die Stimmung war wohlwollend, informativ und konstruktiv. Der Schulrat vermittelte den deutlichen Eindruck, von allen Lehrern, Eltern und Vorstand - getragen zu werden. Unser Empfinden war, dass sich hier Eltern und Lehrer auf Augenhöhe begegnen, um gemeinsam Themen des Schullebens zu bearbeiten. Eine Woche nach unserem Besuch in Essen fand unser nächstes Treffen des Gesunden Schulorganismus statt. Die begeisterten Eindrücke konnten hautnah geschildert werden und beeindruckten auch die Zuhörer in Aachen. Unser letztes Treffen am 5. September endete einstimmig bei allen Beteiligten mit dem Gedanken: Ja, einen Schulrat, ein Parlament, könnten wir uns auch an unserer Schule gut vorstellen. Und somit sind wir nun auf dem Weg; ein kleines Stück liegt bereits hinter uns. Wir haben eine gemeinsame Basis gefunden für eine weiterführende Diskussion des Themas Schulrat an der Freien Waldorfschule Aachen. Die eigentliche Arbeit fängt aber jetzt erst an. Wie, auf welche Art und Weise wollen wir dies umsetzen? Wir wissen es noch nicht, wir haben viele Ideen aber noch kein fertiges Konzept. Denn dazu brauchen wir alle: Eltern, Lehrer, Vorstände und Schüler. Gemeinsam wollen wir prüfen und erarbeiten, ob und wie unser Parlament Wirklichkeit werden kann. Christina Hellenthal ist Mutter an der Aachener Waldorfschule und Mitglied des Vorbereitungskreises Gesunder Schulorganismus Die Mitfahrer aus Essen und die Teilnehmer der Gruppe Gesunder Schulorganismus werden auf den kommenden Elternabenden, Vorstandssitzungen und in den Konferenzen über den aktuellen Stand berichten und weitere Fragen beantworten. Am Mittwoch, 21. November 2007 um 20 Uhr findet unser nächstes Treffen im Konferenzraum der Schule statt. Wir freuen uns über jeden der uns unterstützen und mit seinen Ideen zur Umsetzung beitragen möchte! Literaturempfehlung: IN GUTER VERFASSUNG! Hans Wilhelm Colsman Menon Verlag, 2005 ISBN Therapeutische Chirophonetik, Biographiearbeit, Kunsttherapie als Tätigkeitsschwerpunkte Therapeutische Praxis für Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsbildung Lessingstr Düren mosaïque No.7 November Mai 2008

8 Ein Zwischenbericht Aidskinder in Südafrika von Helga Quick Früh morgens am 25. Mai. Ich bin in Johannesburg angekommen und will nun ein Jahr ehrenamtlich hier mit schwerkranken und sterbenden Kindern in einem Hospiz in Soweto, South Western Township arbeiten. Soweto liegt 32 km von meinem Wohnhaus in Johannesburg entfernt und ist mit 2,5 Mio. Einw. auf mehr als 100 km 2 die zweitgrößte Stadt Südafrikas mit einer fast ausschließlich schwarzen Bevölkerung. Hier gibt es noch sehr viele Bezirke, in denen sich die Wellblechoder Holzhütten aneinanderreihen, kaum Bäume oder andere Pflanzen zu sehen sind, doch die meisten Kinder gehen in einen Kindergarten oder die Schule. Zur Vorbereitung hatte ich ein 2-wöchiges Praktikum im Kinderhospiz in Berlin gemacht - hier ist der Kontakt zu Südafrika entstanden sowie eine Ausbildung zur Schwesternhelferin und Englisch gelernt. Damit ich hier leben kann, unterstützen mich meine Familie, Freunde und der Rudolf-Steiner-Kindergarten in Aachen. Es kam dann alles etwas anders, und meine Berufung als Waldorferzieherin hat mich wieder eingeholt. Das Hospiz unterhält auch eine Tagesstätte fuer Aidswaisen in Soweto, in der von morgens 7 Uhr bis Uhr, 97 Kinder im Alter von 2-6 Jahren, altersgetrennt in 3 Gruppen, betreut, gefördert, verköstigt und gepflegt werden. Viele dieser Kinder haben keine Eltern mehr, leben bei der Grossmutter, bei Verwandten oder mit der kranken Mutter, die von den Erzieherinnen, nach der Arbeit mit den Kindern, auch betreut werden. Die meisten der Kinder leben in Blechhütten zu viert oder mehr Personen unter erbärmlichen Verhältnissen, oft ohne Essen am Wochenende, im Winter zu kalt und im Sommer zu heiss. Auf inständiges Bitten der Direktorin - und da im neuen Hospiz in Soweto noch nicht so viele Kinder zu betreuen waren - habe ich meine Arbeit in der Tagesstätte begonnen. Die Erzieherinnen hier sind nur sehr dürftig ausgebildet und als ich die Not der Kinder erlebte, morgens vor dem Frühstück 1,5 Std. still am Tisch zu sitzen, ohne etwas zu tun zu haben, Hunger zu haben nach allem, nach Spiel, nach Bewegung, Trost, Liebkosung, nach Anerkennung, Beachtung, Förderung und nicht zuletzt nach Obst und Essen überhaupt, war für mich klar, dass ich zuerst hier helfen wollte. In den Monaten seitdem ist nun doch schon viel passiert: Die Kinder dürfen morgens, wenn sie kommen, bis zum Frühstück draußen spielen oder Freitags beim Brötchen backen helfen, Mittwochs beim Obst schneiden fürs Müsli (alle Zutaten bringe ich mit, da das Hospiz dafür kein Geld hat), schnitzen, malen, oder auch drinnen im Kaufladen oder in der neuen Puppenecke spielen. Sie tun das mit einer tiefen Leidenschaft. Ich habe einen Tages- und Wochenrhythmus mit den Erzieherinnen erarbeitet, einen Stuhlkreis eingeführt und Gruppenspiele. Einiges wird sich erst noch entwickeln; hier geht eine andere Zeit. Diese Woche ist in einer Nacht die Mutter von 2 Kindern aus unserer Tagesstätte gestorben. Die Familie wohnt in einer der Hütten, die Eltern und die drei jüngsten Kinder, 1 Jahr, 2 und 6 Jahre alt. Es gibt dort ein Doppelbett, eine Kochgelegenheit und einen Schrank. Der sechsjährige Sohn wollte die Mutter wecken, aber sie wachte nicht auf. Mit einer Kollegin wollte ich dann die Kinder abholen. Als wir die Hütte betraten, waren die Kinder schon bei einer Tante. Die Leiche lag auf dem Boden und war mit einer Decke zugedeckt. mosaïque No.7 November Mai 2008

9 Ich konnte die sehr dünnen Beine und einen gewölbten Bauch erkennen. Sie ist an Aids gestorben, wie so viele Menschen hier, und, wie ich später erfuhr, war sie schwanger. Jeden Tag sterben in Soweto 200 Menschen, auch viele Kinder. Manchmal bedrückt es mich sehr tief, doch dann bin ich mit den tollen Kindern zusammen und Hoffnung und Freude sind groß. Außerdem scheint fast jeden Tag die Sonne, das macht auch froh. Viele interessante aber auch traurige Erlebnisse haben mich bisher begleitet und ich darf an einer anderen Kultur, die mich fasziniert, teilhaben. Die Menschen hier sind sehr freundlich und offen, ja stolz, wenn man sich für sie interessiert. An 2 Nachmittagen in der Woche bin im Hospiz und spiele und arbeite mit Kindern von 3-14 Jahren, manchmal trage und wiege ich die Babys. Doch hierüber schreibe vielleicht ein andermal mehr. Wer an meiner Arbeit interessiert ist, kann mir das in einer Mail mitteilen, denn ich sende jeden Monat eine Rundmail. Wer mir bei meiner Arbeit finanziell helfen möchte, hier meine Kontonummer: SK Aachen, BLZ.: Kto. Nr.: Und für Menschen, die etwas über das Hospiz erfahren möchten : Helga Quick Ist Waldorfkindergärtnerin aus Würselen K l e i n a n z e i g e n Yoga & Meditation Kurse im Kashmir-Yoga und Meditation für Anfänger. Ort: im innenraum, Yogaschule im Frankenberger Viertel, Leslie-Lilli Kauertz, Ac: Land Rover Defender 110, Bj.99, 125 TKm, VB 13T Feng Shui Chinesische Astrologie Momente des Glücks Gartenplanung Anne Rosa Wangnick Consulting Klavier-Querflöten-und Blockflötenunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene jeden Alters, auch Gruppenunterricht möglich, erteilt in Aachen Dipl.Musikpädagogin. Kreative, gezielte und individuelle Förderung entsprechend der pers. Voraussetzungen und Bedürfnisse des Schülers und Freude an der Musik sind mir ein besonderes Anliegen. Iris Angerhofer Tel: Grafik Kunst Musik Brauchtum Sozialsponsoring DTP Internet Liz van Eys ehabilitationsanträge auf den Punkt gebracht Liz van Eys alle Kostenträger) Rehabilitationsanträge auf den Punkt gebracht (alle Kostenträger) Mutter-Vater-Kind-Rehabilitation seit April 2007 Pflichtleistung Gesetzlicher Krankenkassen «Engagement» Abbildung: Puppenbrunnen in Aachen, Krämerstraße. Gestiftet von der Aachener Bank zum 75-jährigen Bankjubiläum im Jahr utter-vater-kind-rehabilitation eit April 2007 Pflichtleistung Gesetzlicher Krankenkassen für die Region Wir sind jederzeit für Sie da kompetent und engagiert: Im persönlichen Gespräch in einer unserer 18 Geschäftsstellen in Stadt und Kreis Aachen, Jülich und Eupen sowie per Telefon, Homebanking oder im Internet. Aachener Bank Hauptstelle Theaterstr Aachen Tel /462-0 Fax Geschäftsstellen in Stadt und Kreis Aachen, Jülich und Eupen (Belgien) mosaïque No.7 November Mai

10 Gartenbau und Gartenbauunterricht Wachsen wird es von alleine Von Dorothea Bauer Vor einem gedeckten Tisch sitzend, in freudiger Erwartung, sich die Delikatessen einverleiben zu können, bremst bei vielen Menschen ein Tischgebet vor dem rücklichtslosen Zugriff auf die Nahrungsmittel Ein Tischgebet, in dem sich bedankt, Segen erbittet, oder einfach die Gemeinsamkeit gepflegt wird. Die einen ertragen es und zählen bis 10, andere versinken in Erfurcht vor den geschenkten Gaben. In der Realität steht vor jedem Essen ein langer Weg des Werdens - schon vor der Zubereitung in der Küche. Das ist ja nur der letzte Schritt. Begonnen hat es vor einiger Zeit auf dem Feld, im Garten, auf dem Baum oder auf einem Hof. Oft können Jahre zwischen Aussaat und Ernte liegen. Wochen sind es aber immer. Eine lange Zeit! Bestimmt länger als selbst der längste Spruch. Im Gartenbauunterricht ist die lange Wartezeit zwischen Aussaat und Ernte eine echte Herausforderung. Auch eine pädagogische, da auf den Egoismus der Kinder einfach nicht gebaut werden kann und will. Schnellen Genuss, das gibt es nicht. Alles dauert seine vorgegebene Zeit. Helfen kann man nur durch die richtige Bearbeitung des Bodens und die richtige Pflege der Pflanzen. Wachsen wird es von alleine. In der 6. Klasse beginnt der Gartenbauunterricht. Die Schüler sind in einem Alter, in dem die Seele immer deutlicher erwacht, in dem Sympathie und Antipathie von grundlegender Bedeutung werden. Manchmal auch bedrohlich bedeutend und so bestimmend, dass ein Miteinander schon mal schwierig wird. Gartenbau in diesem Alter? Nicht so einfach - nicht für die Schüler, denn die zu gießenden Pflanzen fragen nicht nach dem persönlichen Befinden des Gießers. Sie brauchen Wasser - jetzt! - nicht für den Boden und die Pflanzen, die manchen Fehltritt verzeihen müssen - und auch nicht für den Lehrer, denn die Emotionen sind mächtig. 90 min pro Woche ist der Garten Arbeits- und Erlebnisraum für die Schüler der 6. bis zur 8. Klasse. In dieser Zeit wird umgegraben, gehackt, gesät und gepflanzt, die Kulturen gepflegt und der oftmals aussichtslos erscheinende Kampf mit dem Unkraut aufgenommen. Die Bäume und Sträucher werden geschnitten, es wird im schönen Schulgelände gearbeitet und vieles andere mehr; eben alle Aufgaben, die der Jahreslauf verlangt, die der Garten verlangt. Alle Arbeiten sind nötig und ertragen oft nicht mal einen kurzen Aufschub. Ist die Aufgabe in der einen Stunde nicht gemeistert worden, kann es schon zu spät sein. Das Handeln hat ganz reale Folgen und eben auch das Nicht-Handeln! Der Jahreslauf, das Wetter, die Pflanzen selber und leider auch die dauernd veränderten Ferienzeiten geben Notwendigkeiten vor, welche die Arbeit bestimmen. Ach ja die Ferien: Also die Osterferien waren dazu da die Saat auszubringen, die Sommerferien für das Heu und die Herbstferien für die (Kartoffel) Ernte. Von wegen Erholung! Dem Wetter gilt sicher das Hauptaugenmerk. Manche Idee, was heute im Garten getan werden sollte, verschwindet wieder in der Schublade, weil die Erde zu nass oder zu trocken ist (ja, auch zu trocken hat es mal gegeben!) Bei Regen kann ja gut draußen gearbeitet werden, aber die Bodenstruktur setzt Grenzen. Einen zu nassen Boden umzugraben schadet. Den Grenzen und Anforderungen, die das Wetter die Jahreszeit, Boden und Pflanzen stellen, steht viel Freiheit und Möglichkeit der Eigeninitiative gegenüber. Welche Pflanzen angebaut werden sollen, ist dabei nur eine Freiheit. Der größte Freiraum ist sicherlich aber die Möglichkeit des Gespräches miteinander, - während der Arbeit, versteht sich. Aber auch das Gespräch mit dem Lehrer ist eine wichtige Freiheit. Man weiß ja wo er steckt: In seinem Garten - ist doch klar. Der sich wiederholende Jahreslauf mit Aussaat, Pflege und schließlich Ernte kann von den Schülern drei Jahre lang mit immer mehr Verständnis durchlebt werden. Der Ernte ist stets ein langer miterlebter Weg vorausgegangen. Und nach diesem langen Weg können die Kartoffeln endlich zubereitet, und schließlich aufgegessen werden. Ganz ohne Tischgebet, denn das hatten wir ja schon. Dorothea Bauer unterrichtet Gartenbau an der Aachener Waldorfschule 8 mosaïque No.7 November Mai 2008

11 Zehn Fragen an eine Ehemalige Mir selber Ziele setzen Name: Theda Lücken-Girmscheid Geburtsdatum: Beruf: Bauingenieur, Dr.-Ing. Waldorfschulabschluss: 1993 Abitur: Welches Ereignis aus Ihrer Schulzeit haben Sie in besonders guter Erinnerung? Die praktische angewandte Mathematik während des Feldmesspraktikums hat mir besonders gut gefallen. Es war schön, draußen die Landschaft zu vermessen und danach die Ergebnisse am Tisch aufzuarbeiten, zu rechnen und ein Ergebnis zu erhalten. Ferner erinnere ich mich noch gut an die Grundsteinlegung der Aachener Waldorfschule und den ersten Spatenstich. Es war toll, mit dabei zu sein und zu erleben, wie eine Schule aufgebaut wird, wie eine Schulgemeinschaft entsteht. Bei der Schuleinweihung habe ich auch das erste Mal in einem Orchester mitgespielt. Darauf war ich sehr stolz. Ich spiele auch heute noch in einem Orchester. 2. Woran erinnern Sie Sich nur ungern? Das Landwirtschaftspraktikum mochte ich nicht so gerne. Die körperliche Arbeit gefiel mir nicht so gut, trotzdem war es ein tolles Erlebnis auf dem Bauernhof zu sein. Ich habe auch nicht so gerne lange Aufsätze für die Epochenhefte geschrieben. 3. Was hat Sie in Ihrer Schulzeit besonders gut auf das Leben vorbereitet? Da kann ich vieles aufzählen. Besonders wichtig finde ich, dass ich gelernt habe, mir selber Ziele zu setzen, mich ohne äußeren Druck zu motivieren. Durch die vielen unterschiedlichen Fächer, besonders die HKU Fächer (Handwerklichkünstlerischer Unterricht) und Eurythmie, und die besondere Methodik habe ich eine breit gestreute Ausbildung erhalten, ohne mich zu früh auf ein Fach zu spezialisieren. Nicht nur das denkerische Wissen, sondern auch die handwerklichen Fähigkeiten haben bei mir eine Offenheit gegenüber Neuem und Unbekanntem gefördert. Ich habe nicht nur stur auf einen Abschluss hin gelernt. Wichtig für mich persönlich war auch, dass Mädchen und Jungen gleich erzogen wurden und das gleiche gelernt haben. So war es für mich ganz selbstverständlich, meinen Neigungen nachzugehen und Ingenieurin zu werden. 4. Was haben Sie vermisst oder welche Ausbildungsinhalte hätten Sie sich zusätzlich gewünscht? Ich hätte gerne mehr Informatikunterricht gehabt, aber damals war dieses Fach noch sehr neu. 5. Gibt es eine bestimmte Altersstufe, in der Sie besonders gern oder auch ungern die Schule besucht haben? Ich bin in der fünften Klasse in die neu gegründete Waldorfschule eingeschult worden. Bis zur Pubertät bin ich sehr gerne in die Schule gegangen. Bedingt durch einen Umzug war ich dann zwei Jahre in der Waldorfschule in Göppingen. Dort war es schwer, in die Klassengemeinschaft integriert zu werden. Als ich dann zum Ende der 12. Klasse zurück in meine alte kam, habe ich mich wieder sehr wohl gefühlt. 6. Welche Erfahrung aus Ihrer Schulzeit ist für Sie heute noch besonders wichtig? Die Jahresarbeit war für mich prägend. Ich habe die vier Elemente als Kupferreliefs getrieben. Die Auseinandersetzung über einen längeren Zeitraum mit einem Thema, das Zeitmanagement, die Selbstmotivation war eine gute Vorbereitung für meine Doktorarbeit. Natürlich sind auch die Fremdsprachenkenntnisse wichtig - ich lebe seit 2½ Jahren mit meinem Mann in Neuseeland. 7. Welche Rolle hat für Sie die lange Klassengemeinschaft gespielt? Bedingt durch den Umzug war ich nicht so viele Jahre in einer Klasse, die Rückkehr in die alte Klasse war für mich leicht und angenehm. 8. Was würden Sie an der Waldorfschule Aachen ändern, wenn Sie einen Tag lang das Sagen hätten? Eigentlich nicht viel. Manchmal hätte ich mir eine bessere Organisation gewünscht, vor allem die Regelung des Vertretungsunterrichtes wäre da zu nennen. 9. Wie sieht Ihre Zukunftsperspektive aus? Mein Mann und ich planen unsere Rückkehr nach Deutschland. Ich werde im Planungsbüro von Hochtief in Essen im Brückenbau arbeiten. In einigen Jahren kann ich mir auch gut eine Arbeitsstelle an einer Hochschule vorstellen. Während der Promotionszeit habe ich als Assistentin an der Uni Studenten betreut. Das hat mir gut gefallen. 10. Würden oder werden Sie Ihre Kinder auf eine/diese Waldorfschule schicken? Ja, auf jeden Fall, wenn die Anfahrtswege nicht zu lang sind. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder in der von Elektronik und Medien geprägten Welt lernen, mit ihren Händen zu arbeiten, in der Eurythmie ihren Körper erfahren und in Ruhe aufwachsen können. Die Fragen stellte Ada-Sophia Luthe, Geschichtslehrerin und Klassenbetreuerin der 13. Klasse mosaïque No.7 November Mai 2008

12 Ein Trainingstag zur gewaltfreien Kommunikation Worte sind Fenster oder Mauern (nach Marshall Rosenberg) Von Mechthild Tannigel Allzu oft habe ich in der Klassengemeinschaft beobachtet, dass Worte nicht mehr die Brücke schlagen von Schüler zu Schüler oder von Schüler zu Lehrer und natürlich umgekehrt, sondern eine Trennungslinie aufrichten. Meine Betroffenheit darüber und die Schilderung meiner Wahrnehmung an einem Elternabend der 9. Klasse haben es ermöglicht, dass Eltern und Lehrer gemeinsam einen Trainingstag in der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, einem international bekannten Konfliktmediator und trainer, für die Jugendlichen der nun 10. Klasse organisiert haben. In Räumlichkeiten außerhalb der Schule wurden die Schüler im Verlauf eines 8-stündigen Arbeitstages in unterschiedlichen Übungen sensibilisiert für die Unterscheidung von Wahrnehmung und Urteil. In der Terminologie Marshall Rosenbergs ging es um ein bewußteres Unterscheiden und Umgehen mit der sog. Wolfssprache, die zur Eskalation und in einen Teufelskreis führen kann (wir finden diese Sprache nicht zuletzt in der Weltpolitik, aber auch in Krimis etc. wieder) - und der sog. Giraffensprache (dem Säugetier mit dem größten Herzen), die zukunftsorientiert versucht, bei aller Differenz der Beteiligten im Kontakt zu bleiben. Ein konkreter Konflikt, der sich im Verlauf des Trainingstages ergab, wurde nicht endgültig aufgelöst. Wir erlebten, dass das auch nicht unmittelbar sein kann, denn hinter unserer verletzenden Sprache stecken oft unsere in der Kindheit und Jugend erlittenen Verletzungen, die über Jahre noch keine Heilung gefunden haben (z.b. ich wurde früher oft mit Worten lächerlich gemacht ) oder Bedürfnisse, die wir uns nicht klar machen (z.b. ich möchte mich sicher fühlen ). Gewaltfreie Kommunikation hat viel mit Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis zu tun, also dem Forschen in der eigenen Biografie. In dem Maße, in dem ich also mit mir selbst, meinen eigenen Gefühlen und Urteilen vertraut bin, diese liebevoll annehmen kann, bin ich eher in der Lage, mich meinem Gegenüber zuzuwenden. Das bedeutet die Urteile des anderen zu hinterfragen. Pellets, Solar & mehr Für die Zehntklässler war es nach meiner Einschätzung nicht immer einfach, sich für die geforderte Eigenwahrnehmung zu öffnen. Auch das Zuhören und dabei das eigene Urteil zurückzuhalten, stellte eine Herausforderung dar. Und der Umgang mit Konflikttrainern statt mit Lehrern war ebenso gewöhnungsbedürftig. Die meisten Schüler erlebten, dass die neuen Kommunikationsmuster durchaus alltagstauglich sein können - vielleicht erfolgreich anzuwenden im Umgang mit unbequemen Eltern und nervigen Lehrern. Ein nachfolgender Trainingsabend mit Eltern der 10. Klasse war sehr intensiv, erhellend und erfrischend. Die Frage, ob diese Giraffensprache überall und zu jeder Zeit angewendet werden kann, wurde eingehend bewegt. Zwar ist das Konzept der gewaltfreien Kommunikation zutiefst universell, jedoch, wie alle wertvollen Konzepte, durchaus flexibel und situationsadäquat einzusetzen. Dabei kann es vor allem nicht darum gehen, bestehende Differenzen der Gesprächspartner zu nivellieren. Für die Eltern und Lehrer gilt es nun zusammen mit der Klasse weiter zu üben, in Eigenregie und vielleicht an ungewöhnlichen Orten. Es wurden schon Ideen dazu entwickelt. In einer 2. Klasse habe ich von diesem Trainingstag erzählt. Wie überrascht war ich, dass die Kinder spontan von sich aus die neuen Kommunikationsformen im Kern formulieren konnten. Stärken wir die Kinder doch in dieser gesunden und zutiefst menschenwürdigen Form der Begegnung: dem Gespräch. Das heißt für uns alle, umlernen und Konflikte als Chance zu begreifen. Mechthild Tannigel ist Englischlehrerin und Betreuerin der 10. Klasse der Aachener Waldorfschule 10 mosaïque No.7 November Mai 2008

13 Gewaltfreie Kommunikation im Klassenzimmer Vier Schritte Von Regina Osman Ein gutes Wort, so schnell gegeben. Ein einzig liebes gutes Wort. Klingt in so manchen Menschenleben Wie wahre Wunderweise fort. A. Hoffmann Im Rahmen eines Projektes der 10. Klasse zur lösungsorientierten Kommunikation fand am ein öffentlicher Vortrag in der Aula mit den Dozenten Gabriele Reinwald und Martin Rausch statt. Beide sind Mediatoren und Kommunikationstrainer nach der Methode von Dr. Marshall Rosenberg. Ihre überraschend simple wie einleuchtende Kernaussage lautete: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jede Zu bzw. Abwendung gegenüber meinem Mitmenschen bleibt nicht ohne Folgen im Gemüts- und Sinneszustand desjenigen. Geht man den Weg der Sensibilisierung der eigenen Sprache, erweitert man zwangsläufig seine Selbstwahrnehmung, reflektiert genauer und wird authentischer. Die dargestellte Vier-Schritte-Methode zur gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg gliedert sich in: Beobachtung - Gefühl Bedürfnis Bitte. Am Anfang steht die wertneutrale Beobachtung einer Konfliktsituation. Aus Du brüllst mich immer an wird Du sprichst mit lauter Stimme. Das Erfassen und Beschreiben einer Situation ohne subjektiv wertend zu sein, ist eine diffizile Aufgabe. Wäre die Beobachtung verknüpft mit einer Wertung, liegt es in der Wahrnehmung des Empfängers auf Grund unseres Sprachgebrauchs, der den Vorwurf konditionierte, immer zuerst die Kritik hören zu wollen. Aus der Beobachtung entwickelt sich im zweiten Schritt das Gefühl, welches beschreibt, was das Beobachtete in mir auslöst. In der Beschreibung des Gefühls wird darauf verzichtet Du-Botschaften bzw. Schuldzuweisungen zu verschicken. Es wird einzig in der Ich-Form gesprochen. Eine heikle Übung, zumal man es vermeiden soll, sich in einer Opferrolle darzustellen. Im dritten Schritt wird das aus Punkt 1 und 2 gewachsene Bedürfnis geschildert: Was ist mir wichtig? Was hätte ich gerne? Wie schon in der Beschreibung der Emotion ist es wichtig sein Bedürfnis deutlich zu nennen, da niemand die Hoffnung haben darf, der Gesprächspartner wisse, was im eigenen Kopf vor sich geht. Je klarer das Bedürfnis formuliert ist, umso klarer kann die Reaktion sein. Als vierter Schritt wird die zur Veränderung beitragende Bitte formuliert. Was kann der andere tun, um meine Bedürfnisse/Anliegen zu erfüllen bzw. was kann ich für ihn tun? Grundsätzlich gilt für Empfänger und Sender: einfühlsam empfangen ohne Kritik bzw. Schuldzuweisungen zu hören. mich selbst aufrichtig mitteilen ohne zu kritisieren. Das obige Beispiel könnte demnach folgenden Verlauf nehmen: 1. Du sprichst mit lauter Stimme 2. Wenn ich dies höre fühle ich mich betrübt 3. Weil es mir wichtig ist, dass wir in einem angenehmen, vertrauensvollen Tonfall miteinander kommunizieren. 4. Darum bitte ich dich eine andere Lautstärke zu wählen. Und? Lust bekommen auf eine kleine, aber in ihrer Auswirkung höchst angenehme Veränderung der Gesprächskultur? Alles Gute auf dem Weg der täglichen Übung! R.Osman ist Mutter an der Aachener Waldorfschule Rechtsanwältin Dr. Sabine Stolten Baurecht, Mietrecht, Immobilienrecht als Tätigkeitsschwerpunkte Aachen-Walheim Sperberweg 2 Tel.: / Fax: / mosaïque No.7 November Mai 2008

14 Zur Vielfalt des Religionsunterrichtes an der Freien Waldorfschule Die Christengemeinschaft stellt sich vor Irene v.wedemeyer Jeder Schüler, jede Schülerin an der Freien Waldorfschule Aachen nimmt von Klasse 1 bis 12 an einem der vier angebotenen Religionsunterrichte teil. Wer aus einer katholisch oder evangelisch orientierten Familie kommt, für den ist die Wahl von vornherein klar: er oder sie besucht den katholischen oder evangelischen Religionsunterricht. Kinder aus Familien, die sich an keine kirchliche Gemeinschaft gebunden fühlen, obwohl ihnen die christlichen Werte doch wichtig sind, können den freichristlichen Religionsunterricht wählen, der von Lehrern der Waldorfschule erteilt wird. Als eine vierte Möglichkeit gibt es den Religionsunterricht der Christengemeinschaft, der nun doch wieder in einem kirchlichen Zusammenhang steht. Wer aber ist diese Gemeinschaft? Die meisten Menschen haben noch nie davon gehört. Ich möchte Ihnen die Christengemeinschaft ein wenig bekannt machen. Vielleicht mag der eine oder andere Leser sich angesprochen fühlen. Viele Menschen möchten heute in einer mehr freien und individuellen Weise leben und sich an keine religiösen Vorgaben halten. Wer sich aus bisherigen Bindungen an eine Kirche gelöst hat oder nie in einer solchen war, mag sich aber möglicherweise doch im Grunde seines Herzens nach einer irgendwie anderen, neuen christlichen Gemeinschaft sehnen. Vielleicht hegt der eine oder andere die stille Frage, ob es nicht auch eine Gemeinschaft von Menschen geben könnte, die ein christlich sakramentales Leben pflegen, ohne dass die innere Freiheit des Einzelnen irgendwie beeinträchtigt wäre. Es könnte eine Gemeinschaft sein, in der ein Kind eine christliche Taufe empfangen kann, ohne dass es dadurch seine freie Entscheidung über seinen späteren religiösen Weg verliert. In diesem Sinne möchte die Christengemeinschaft wirken durch die sieben Sakramente in erneuerter Form: Durch die Taufe der Kinder kann ihre Seele angeregt werden, auf der Erde in ihrem Denken, Fühlen und Wollen die Liebe zu allen Wesen zu entwickeln. In der Sonntagshandlung, dem Kindergottesdienst ab dem Schulalter, wird der Impuls der Taufe weitergeführt. Die Kinder können allmählich verstehen, dass Christus der Lehrer der Menschenliebe ist. Durch die Konfirmation können die Vierzehnjährigen den Übergang in die Jugend als geheiligten Augenblick erfahren und sich für ihr weiteres Leben ermutigt fühlen. Menschenweihehandlung ist der zunächst fremd klingende, aber doch sehr stimmige Name für unseren Abendmahlsgottesdienst. Die traditionelle Beichte ist weiterentwickelt zu einem Sakrament der Ich-Stärkung, der Erkraftung der innersten Impulse des einzelnen Menschen. Die Heilige Ölung wird den Sterbenden gespendet. Sie hilft ihnen, in tiefem Frieden ihr Leben zu vollenden. Die Priesterweihe kann in gleichberechtigter Weise von Männern und Frauen empfangen werden, die sich ihr ganzes Leben lang in den Dienst der Sakramente stellen wollen. Die Trauung schließlich heiligt den Entschluss zur Ehe zwischen Mann und Frau und stärkt die Verbundenheit auch in schwierigen Zeiten durch die Kraft Christi. Die Christengemeinschaft begegnet allen anderen kirchlichen und nichtkirchlichen religiösen Wegen mit Liebe und Respekt. Sie hat nicht den Anspruch, die alleinselig-machende Kirche zu sein. Sie möchte einfach da sein und offen sein für alle, die eine lebendige Beziehung zu Christus durch die erneuerten Sakramente suchen. Jeder, der es will, darf ihren Segen als Kraftquell für den anstrengenden Alltag empfangen. Jeder, der es will, kann die Sakramente nach und nach auch in ihren Einzelheiten verstehend begreifen lernen. 12 mosaïque No.7 November Mai 2008

15 Die Christengemeinschaft wurde im September 1922 gegründet durch eine Gruppe von Theologen und Theologinnen unter der Leitung von Friedrich Rittelmeyer. Rudolf Steiner, der 1919 die Freie Waldorfschule ins Leben gerufen hatte, stand den Begründern der Christengemeinschaft mit umfassend spirituellem und praktischem Rat zur Seite. Ihm, der auch profunde Kenntnisse der katholischen und evangelischen Tradition hatte, sind die Ausgestaltungen der kultischen Formen in Wort, Bild und Handlung zu verdanken. Heute ist die Christengemeinschaft in vielen Städten Deutschlands, Europas und weltweit vertreten. Ihre Mitglieder und auch viele ihrer Freunde und Interessenten bringen in freier Selbsteinschätzung die nötigen finanziellen Mittel auf. Die Leitung der Christengemeinschaft besteht aus sieben Hauptverantwortlichen aus dem Kreis der Priesterschaft und hat ihren Sitz in Berlin. In Aachen ist die Gemeinde der Christengemeinschaft in der Nähe des Tierparks am Krautmühlenweg 6a zu finden. Sie hat etwa 70 Mitglieder und eine größere Anzahl Freunde und Interessenten. Im Jahre 2001 hat sie ein altes Fabrikgebäude der ehemaligen Krautmühle zu ihrem Gemeindezentrum umbauen können. In innerer Hinwendung zu dem Wesen des Erzengels Michael hat sie diesem Gebäude den Namen MICHAEL-KIRCHE gegeben. Alle Gottesdienste und Veranstaltungen wie Gesprächskreise, Vorträge und Konzerte sind öffentlich. Besonders die Kinderfeste, die zu Advent, Weihnachten, Dreikönig, Ostern, Pfingsten, Michaeli und Sankt Martin gefeiert werden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Irene v.wedemeyer ist seit Advent 1998 in der Gemeinde Aachen als Priesterin in der Christengemeinschaft tätig. In einigen Klassen der Waldorfschule Aachen erteilt sie den Religionsunterricht für die Christengemeinschaft. Anzeigen schalten in: Krankengymnastik Klassenfahrten Vereinsfahrten Betriebsausflüge Urlaubsreisen Flughafentransfers 2 Imageanz. A6 quer (77 x 58 mm) Mit Nachhilfe zu guten Noten Vaalser Str Aachen Tel.: 0241/ > Auf die Nachhilfe-Profis vom Studienkreis kann man sich verlassen. Bei uns lernen Schülerinnen und Schüler im kleinen Team: Damit die Noten stimmen. Über zwei Gratis-Probestunden informiert der Studienkreis vor Ort. 14-mal in Aachen und Umgebung Tel [frei] > waldorfschule-aachen.de Klein- und Fernreisebusse mit 8,13,16,19, 22, 24, 34, 40, 50, 54, 56 Plätzen Rollstuhlbusse Programmausarbeitung für Gruppen und Vereine Philipsstraße Aachen Tel.: / Fax: / mosaïque No.7 November Mai 2008

16 Eine Buchbesprechung zu Das weiße Abendkleid von Victoria Wolff Die zitternde Freude Von Stephan Rex Die zu Unrecht vergessene deutsche Schriftstellerin Viktoria Wolff liebte das mondäne Leben und kannte sich in der Modewelt bestens aus. Als Journalistin arbeitete sie für anspruchsvolle Modemagazine. Ihr Roman Das weiße Abendkleid erschien Ende der 30er Jahre unter Pseudonym in der Baseler Nationalzeitung. Es geht um ein Abendkleid aus schwerer weißer Seide. La joie tremblante, so nennt der Pariser Couturier Partout dieses Kleid, das jede Frau verändert, die es trägt. Die vier Frauen, deren Lebensentwürfe und flüchtige Episoden wir in diesem richtig schönen (Frauen) Schmöker kennen lernen, sind das junge aufstrebende Mannequin Sonja Putilev, der schwedische Filmstar Anne Lund, die aus Wien nach Paris geflüchtete Medizinstudentin Ilka Wahla und die reiche Kaufmannsfrau Maria Barthold. Alle geraten durch Zufall für einen Abend an dieses Kleid. Durch dieses einzigartige Couture-Kleid stellen sie sich und ihr bisheriges Leben in Frage. Sie kommen in Gesellschaften, in denen sie sonst nie gewesen sind. Im Filmset, in Modeateliers, in Künstlerclubs, im Theater und auf Bällen treffen sie auf Männer, die sie sonst nie kennen gelernt hätten. Es kommt zu ungeahnten Situationen und Reaktionen, bei denen ihnen das Kleid ein bisher nicht gekanntes Selbstbewusstsein verleiht. Männer verlieben sich in sie, womit sie in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet haben. Ein rundum gut erzähltes, einfühlsam erzähltes Buch. Es gibt viele wunderbare, zum Nachdenken anregende und ermutigende Textstellen; der Roman steckt voller kluger Lebensweisheiten! Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und ich verstehe gut, wenn es Lust macht, sich demnächst einmal ein besonderes, ein atemberaubendes Kleid anzuschaffen... Victoria Wolff Das weiße Abendkleid Aviva Verlag, 2006 Gebundene Ausgabe, 277 Seiten, ISBN ,00 Euro Stephan Rex ist Vater an der Waldorfschule Aachen rhythmus Mit Rhythmus und Balance das den körperliche Herausforderungen und seelische des Lebens Gleichgewicht begegnen. zu fi nden. WELEDA Arzneimittel und Körperpfl egeprodukte helfen individuell, balance rhythmus Mit Rhythmus und Balance den Herausforderungen des Lebens begegnen. WELEDA Arzneimittel und Körperpfl egeprodukte helfen individuell, balance das körperliche und seelische Gleichgewicht zu fi nden. Informationen zur WELEDA: Dialog-Telefon / , Montag bis Freitag 9 16 Uhr, Anzeige Rhythmus-sw.indd :19:47 Uhr Anzeige Rhythmus-sw.indd 1 Informationen zur WELEDA: Dialog-Telefon / , Montag bis Freitag 9 16 Uhr, :19:47 Uhr 14 mosaïque No.7 November Mai 2008

17 Förderabo Um Mosaique auf eine solidere finanzielle Basis zu stellen und um Ehemalige sowie Freunde der Freien Waldorfschule Aachen über das Geschehen an der Schule informieren zu können, bieten wir ab sofort den Service eines Förderabos an, mit dem man seine Wertschätzung der Zeitung kundtun kann und durch die Lieferung nach Hause keine Ausgabe verpasst! Ich möchte die Schulzeitung der Freien Waldorfschule Aachen MOSAIQUE unterstützen. Dazu erhält der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Aachen e.v., Aachen, von mir eine zweckgebundene Spende. Bitte beachten sie, dass es aus rechtlichen Gründen leider nicht möglich ist Spendenquittungen an die Eltern der derzeitigen Schulkinder auszustellen. Mein gewünschter, jährlicher Förderbeitrag: 10,00 20,00 anderer Betrag, Bitte buchen Sie einmal jährlich den oben genannten Betrag von folgendem Konto ab : Kontoinhaber: Bank: Kontonummer: BLZ: schicken Sie die Mosaique bitte an folgende Adresse: Name, Vorname: Straße, Nr.: PLZ, Ort: -adresse: Coupon ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse schicken: Bitte senden Sie mir als Dankeschön zwei mal pro Jahr druckfrisch und gratis die Mosaique ins Haus. Waldorfschule Aachen Stichwort Mosaique Förderabo Anton-Kurze-Allee Aachen oder per Fax: Ich erhalte Mosaique auf anderem Wege und benötige daher keine Zusendung. Ort, Datum Unterschrift mosaïque No.7 November Mai 2008

18 Tipps & Veranstaltungen November 2007 So Uhr Hallo Mama, jetzt koche ich! Kochnachmittag für Kinder ab 8 Coole Snacks aus aller Welt mit BioFair-Zutaten Vaalser Str. 447, Fon: Di Uhr Vortrag von Rosemarie Scheuren Lebensquell Wasser Wohlbefinden und Leistung steigern mit Zukunftstechnologie Spende für baobab-children-foundation Ghana/Afrika erbeten Saal Freie Waldorfschule Aachen Mi 21 Treffen Gesunder Schulorganismus So Uhr Hallo Mama, jetzt koche ich! Backnachmittag für Kinder ab 8 Pralinen und Plätzchen vom Feinsten Vaalser Str. 447, Fon: So Uhr Konzert im Advent Die Instrumentallehrer und ihre Schüler spielen von Peter Tschaikowski die Nussknackersuite und von Georg Friedrich Händel die Wassermusik Saal Freie Waldorfschule Aachen Februar 2008: So 03 FR 22 Sa 23 So 24 März 2008: Kinderzug des Aachener Karnevals mit Beteiligung der Waldorfschule Aachen Aachen Innenstadt Klassenspiel der 12. Klasse Saal Freie Waldorfschule Aachen Sa Uhr Öffentliche Schulfeier Saal Freie Waldorfschule Aachen Dezember 2007 So Uhr Stell dir vor, ein Engel... Eltern-Kind-Aktion im Ludwig Forum Jülicher Str Sa Uhr Weihnachtskonzert Junger Chor Aachen Heilig Kreuz, Pontstraße Sa Uhr Premiere Mit dir sind wir vier Uhr Theaterstück für Menschen ab 6 DasDaTheater, Liebigstraße April 2008: Fr 25 Sa 26 So 27 Alle Angaben ohne Gewähr Holes von Louis Sachar Klassenspiel der 8. Klasse Saal Freie Waldorfschule Aachen Informationen zu den Veranstaltungen unter: Impressum mosaïque erscheint zweimal jährlich im Mai und im November Herausgeber: Freie Waldorfschule Aachen e.v. Anzeigen schalten in: Verantwortlich für diese Ausgabe: Christian von Wernsdorff Jeder Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder; eine Übereinstimmung mit der Meinung der Redaktion kann aus seiner Veröffentlichung nicht abgeleitet werden. Anzeigen: Martha Heinen Redaktion: Stephan Rex / Christian von Wernsdorff Fotos: Freie Waldorfschule Aachen Umschlag und Layout: Jann Cürten Vertrieb: kostenlose Verteilung in Aachen und Umgebung Gerd Schmidt / Gotthardt Walter Auflage: 5000 Anzeigenschluss für mosaique Nr. 8: 15. April 2008 Anschrift der Redaktion: Redaktion mosaique Freie Waldorfschule Aachen Anton-Kurze-Allee 10, Aachen Telefon: , Telefax: Verlag MARCSTEIN-GmbH, Veldnerweg 19, Schwäbisch Hall Tel Verantwortlich für Auswahl, Titel und sinnwahrende Kürzung der MARCSTEIN-Beiträge (Paginierung mit vorangestelltem»m«). Inhalt verantwortet der Autor. Satz und Druck: Siller Print Factory, 16 mosaïque No.7 November Mai 2008

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