Woher kommt das Wissen?

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1 Best Practice Ausgabe Das Kundenmagazin von T-Systems Woher kommt das Wissen? Mit Web 2.0 Tools reisen Mensch und Idee durch den virtuellen Raum. Wie Unternehmen durch Social Media die Weisheit der Masse für sich nutzen.

2 Unser Cloud Prinzip: Einfach hoch- und runterfahren. Cloud-Services von T-Systems: So skalierbar waren Clouds noch nie. We enable dynamic sourcing. SAP aus der Cloud Reagieren Sie schnell und flexibel auf jede Veränderung mit der Nummer 1 für Cloud-Services in Europa*. Mit Dynamic Services von T-Systems können Sie Ihre Cloud so individuell konfigurieren, wie es Ihr Geschäft benötigt. Passen Sie mit uns Rechen-Power, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten und sogar Applikationen wie beispielsweise SAP jederzeit Ihren Bedürfnissen an. So nutzen Sie nur, was Sie brauchen. Und zahlen nur, was Sie nutzen. Mehr über unsere Cloud-Angebote unter: * IDC Insight, March 2011, IDC #QL54T, Vol. 1, Tab: Vendors; Download unter:

3 editorial 3 Foto: T-Systems Dietmar Wendt, 51, ist seit März dieses Jahres als Geschäftsführer bei T-Systems verantwortlich für den Bereich Sales. Wissen finden, austauschen und zu neuen Ergebnissen zusammenzuführen wird für Unternehmen immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Neben einem effizienten Knowledge- Management ermöglichen innovative Collaboration-Tools aber vor allem neue Formen der Zusammenarbeit unter Kollegen, mit Zulieferern und Konkurrenten oder mit Kunden und Verbrauchern. Ganzheitliche Collaboration statt Service-Stückwerk Für 57 Prozent der Befragten einer McKinsey-Studie ist ein beschleunigter Wissensaustausch der größte Vorteil von Collaboration-Tools. Mehr als die Hälfte von 3200 Führungskräften gaben Ende vergangenen Jahres an, ihre Kommunikationskosten mit Web-2.0-Technologien zu reduzieren, und fast 40 Prozent von ihnen konnten ihre Reisekosten senken. Wo immer ich in meinen ersten drei Monaten mit T-Systems Kunden sprach, kam das Thema schnell auf UCC. Wie vernetze ich meine Einkäufer? Wie arbeite ich effizienter mit Kunden und Partnern zusammen? Wie erfahre ich schneller, was meine Kunden tagesaktuell interessiert und kann sofort darauf reagieren? Schon 2010 zählte Unified Communication & Collaboration (UCC) Analysten zufolge zu den Top-Unternehmensinitiativen weltweit. Dass der Markt um die Implementierung von Collaboration- Lösungen in kürzester Zeit ein Volumen von 10 Milliarden Euro* erreichen würde, hat dann aber doch etwas überrascht. Ob Unternehmen dabei ein, zwei oder bereits ein halbes Dutzend Werkzeuge einsetzen, vom Instant Messaging zum Web Conferencing, von der Tele-Presence bis zum virtuellen Projektraum es mangelt nicht an innovativen Tools und Technologien. Vielmehr geht es darum, einzelne Anwendungen zu einer übergreifenden UCC-Gesamtlösung zu integrieren. Erst dann lässt sich das Potenzial von UCC auch ausschöpfen und damit Agilität und Wettbewerbsfähigkeit deutlich optimieren. Als herstellerunabhängiger ICT-Provider beraten und unterstützen wir unsere Kunden, geeignete Werkzeuge auszuwählen, sinnvoll zu bündeln und diese mit ihren Geschäftsprozessen zu verknüpfen. Denn Tools, die sich nicht technisch gewinnbringend in vorhandene Infrastrukturen integrieren und betreiben lassen, nutzen niemandem. Mit dem Ziel, Unternehmen die bestmögliche Lösung für ihre unternehmerische Herausforderung anzubieten, gehen wir auch neue Wege: aktuell testen wir Open-Source-Lösungen wie ezuce. Können solche offenen Kommunikationslösungen alle Funktionalitäten bieten, die Anwender brauchen? Wir werden es für Sie herausfinden. Lesen Sie in unserer Titelgeschichte, mit welchen Angeboten unterschiedlichste Unternehmen welche Erfahrungen machen, wie sich die Szenarien interner Team Collaboration mit Cross Company und Mass Collaboration verbinden lassen und welche Schrittfolge aus Sicht von Don Tapscott zum Unternehmenserfolg in einer vernetzten Wirtschaft führt. Herzlichst Ihr Dietmar Wendt *Quelle:

4 4 inhalt AUSGABE collaboration Fotos: Corbis, Laif, Natalie Bothur, Andy Ridder, PR Titel: Corbis; Illustration: Zsolt ausgewählt 06 News-Ticker International. Daimler betreibt Multimedia-Archiv als Private Cloud... die Stadt Barcelona setzt auf IT-Management in ihren 96 Vorschulen... US-Energieversorger Osisoft nutzt Smart Metering Lösung von T-Systems... Flughafen Alicante lagert IT-Betrieb komplett aus... IMPRESSUM Best Practice Das Kundenmagazin von T-Systems Herausgeber Thomas Spreitzer, T-Systems-Marketing Gesamtverantwortung Gina Duscher Projektmanagement Tatjana Geierhaas Chefredaktion Thomas van Zütphen (V. i. S. d. P.) Organisation Liane Schönefeld Art Direction Jessica Winter Chef vom Dienst Stefan M. Glowa (Ltg.), Anja Sibylla Weddig Schlussredaktion Dr. Gunila Gleuwitz Autoren dieser Ausgabe: Anja Feldmann, Steffan Heuer, Sibylle Hofmeyer, Roger Homrich, Silke Offergeld, Matt Sloan, Thomas van Zütphen Verlag HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, ein Unternehmen der GANSKE VERLAGSGRUPPE Harvestehuder Weg 42, Hamburg Tel. (040) , Fax (040) Geschäftsführung Dr. Kai Laakmann Objektleitung HOFFMANN UND CAMPE Christian Breid Herstellung Claude Hellweg (Ltg.), Oliver Lupp Litho Einsatz Creative Production, Hamburg Druck NEEF + STUMME premium printing GmbH & Co. KG, Wittingen Copyright 2011 by T-Systems Nachdrucke nur mit Quellen angabe und Belegexemplar. Der Inhalt gibt nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder. Fragen zu Inhalt, Versand oder Bestellungen ISSN X Print Best Practice kompensiert Id-Nr bewegen 10 Wenn aus Einzelkämpfern globale Teams werden Collaboration. Im Unternehmen der Zukunft arbeiten Angestellte wann, wo und wie viel sie wollen. Büropräsenz ist nichts Arbeitsergebnisse alles. Wurden Unternehmensstrukturen bisher pyramidisch gemanaget, arbeitet das Enterprise 2.0 weitgehend ohne Hierarchien in Netzwerken. Und die reichen weit über das eigene Werkstor hinaus. Firmeninterne Zusammenarbeit, Cross Company Collaboration und das Ausschöpfen der Wisdom of the Crowd verlangen nach einer soliden Strategie und Sicherheitskonzepten. Damit Unternehmen eine übergreifende Gesamtlösung aus Unified Communication & Collaboration (UCC) zur Produktivitätssteigerung nutzen können. 18 Arbeiten 2.0 Grafik. Vom Instant Messaging bis zur Videokonferenz, vom virtuellen Projektraum bis zu Open Source Plattformen, modernste Collaboration-Tools schaffen neue Kooperationsformen für Mitarbeiter, Partner und Kunden. Mit Effekten auf nahezu alle Unternemensbereiche. Kosta Grammatis und Roarke Horstmeyer (r.) aus der Best Practice Reportage kennen keine Angst jedenfalls nicht die, dass ihnen Ideen und Innovationen gestohlen werden.

5 Nach den Verhandlungen über das geplante Outsourcing setzt E.ON CIO Edgar Aschenbrenner (l.) auch bei dessen Umsetzung auf T-Systems Global Account Executive Jürgen Fohs. 5 erfahren 20 Ein Tag im Leben eines... Reportage. CEO Kosta Grammatis, 25, arbeitet in Boston, Los Angeles, Rio, Athen und Berlin mitunter am selben Tag. Grenzen zwischen Zeitzonen, Endgeräten und Standorten spielen für die Generation der im Internet Aufgewachsenen kaum mehr eine Rolle. 26 Vordenker Co-Creation. Für Unternehmen, die Ideen und Geschäftsprozesse gemeinsam erzeugen wollen, hat der Kanadier Don Tapscott ein Pflichtenheft aufgesetzt. Um die im globalen Web potenzierte Kreativität auch wirklich auszuschöpfen. 28 Smarter Fiskus Öffentliche Finanzen. Mit der Ein führ ung von Produkthaushalten erschließt sich das Land Nordrhein- West falen auf Basis betriebswirtschaftlicher SAP-Software Sparpotenziale und lässt den Steuerzahler profitieren. 30 Gastbeitrag Anja Feldmann. Runter vom Elfenbeinturm empfiehlt die Wissenschaftlerin der TU Berlin Kollegen in Forschung und Unternehmen. Ein Weg, auf dem sie schon gute Erfahrung macht. 32 CIO Talk im Hause E.ON Edgar Aschenbrenner. Der CIO von Europas größtem Strom- und Gasunternehmen über Finessen beim Outsourcing, virtuelle Zusammenarbeitsformen und IT im Umfeld neuer Energien. 36 Ein ganz Neuer Markt Automotive. In Zukunft werden wir Autos nutzen, ohne sie zu kaufen. emobility taugt für den All tag, und Fahrzeughersteller treten als Mobi litäts anbieter auf. Das Internet als Trans porthilfe in neue Geschäftsmodelle. Daimler CIO Dr. Michael Gorriz sieht in Elektroautos wie dem Smart fortwo electric drive (Abb. unten) schon heute eine reale Alternative für urbane Verkehrsräume. Dem dort weiter steigenden Bedarf an Mobilität müssen Autos mit umweltverträglichen Antriebstechnologien gerecht werden. 40 Interview Car & Customer IT. Daimler CIO Dr. Michael Gorriz schaut nach vorn: Konzepte wie car2go und car2gether sind Nutzungs- Szenarien der Zukunft, die hochleistungsfähige IT brauchen. So wird Mobilität immer und überall verfügbar. 42 Magna cum laude Application Management & Modernization. Mit AMM bezieht der österreichischkanadische Automobilzulieferer Magna SAP-Applikationen aus der Cloud von T-Systems und reduziert seine Kosten. 44 Inside Telekom Qualitätsführerschaft. Kommt die ICT-Fabrik, die IT- und TK-Lösungsbausteine in immer gleicher Güte herstellt? Dr. Ferri Abolhassan, T-Systems Leiter Production, über Zuverlässigkeit in time, quality & budget. 46 Fragebogen IT-Security. Wie sicher ist Ihre Unternehmens-ICT? Können Security-Lösungen Spareffekte erzielen? Und wie schützen Passwörter, Chipkarten oder biometrische Verfahren Unternehmenswissen und Geschäftsprozesse? Ihre Antworten interessieren uns mit Sicherheit. VIDEO Schon gesehen? BEST PRACTICE ONLINE Schon gelesen? TWITTER Schon verfolgt? BEST PRACTICE AUFS HANDY Themen der kommenden Ausgabe vorab unter Best Practice c e

6 6 ausgewählt NEWS TUNING FÜR DAIMLER-DATENBANK Daten weltweit für Journalisten zugänglich zu machen, sie aber gleichzeitig zuverlässig zu schützen, ist die Aufgabe der Daimler Multimedia-Archiv Datenbank Der Automobil-Konzern feiert in diesem Jahr den 125. Geburtstag des Fahrzeugs mit Gasmotorenbetrieb. Das bedeutet eine Rekordzahl an Zugriffen von internationalen Agenturen und Redakteuren auf Bestände, die von historischem Bildmaterial bis zu Videos reichen. Im Dezember 2010 hatte Daimler den Betrieb an T-Systems übertragen. Die ICT-Experten unterzogen innerhalb weniger Wochen einer Generalüberholung: Angefangen mit der Migration in eine neue Systemlandschaft über das komplette Redesign der Anwendungsumgebung wurde das Multimedia-Archiv als Private Cloud neu aufgestellt. Eine maßgeschneiderte Tier3-Sicherheitsarchitektur schützt die Daten. So hatte der Autobauer von Beginn des Jubiläumsjahres an die Hände frei für die Feierlichkeiten: Denn die komplette Infrastruktur Internet-Zugang, Rechenleistung und Storage liefert der ICT-Dienstleister zu. Kontakt: Katalanische Justiz von Digitalisierung gefesselt Ob mit Handschellen, Fußfesseln oder ohne wenn die Justiz der autonomen spanischen Region Katalonien in Zukunft mutmaßliche Kriminelle zu Vernehmungen oder Prozessen vorlädt, wird sie Arbeitsstunden pro Jahr sparen und darüber hinaus Seiten Papier. Möglich macht es die von T-Systems entwickelte Plattform e-justicia.cat, über die alle Gerichte ihre Vorladungen digitalisiert zur Polizei schicken. Mit Hilfe des Justice System Innovation and Transformations Centre der Telekom-Tochter entwickeln die spanischen Justizbehörden schon länger unterschiedliche Strategien, um sich fit fürs Informationszeitalter zu machen. So sollen Arbeitsabläufe mit moderner ICT auch neu organisiert werden. Der Fokus liegt insbesondere auf der Vernetzung der verschiedenen Akteure. Dabei ist EJIS, das Programm für die Interoperabilität und Sicherheit der Justiz, das wichtigste Teilprojekt des Modernisierungsplans der Obersten Justizbehörde, des Justizministeriums und der Generalstaatsanwaltschaft. Das Ziel: Informationen künftig in Echtzeit auszutauschen und das Papieraufkommen über elektronische Prozessakten zu minimieren. Können Anwälte Zivil- und Wirtschaftsklagen heute schon elektronisch einreichen, sollen demnächst komplette Verfahren über die T-Systems Plattform abgewickelt werden und so die Arbeit von mehr als Nutzern in 49 Dienststellen erleichtern. Kontakt:

7 7 STARKER FINGERABDRUCK Das Marktvolumen für biometrische Authentisierungsmaßnahmen steigt in Deutschland einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zufolge bis zum Jahr 2015 um mehr als 30 Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro. Einer der Trendsetter ist die Finanz Informatik, der IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie bietet ihren Kunden für deren Mitarbeiter ab sofort ein biometrisches Authentisierungsverfahren von T-Systems an. Die Mitarbeiter identifizieren sich beim Log-in zukünftig außer über ihr Passwort auch mit ihrem Fingerabdruck. So kann das Unternehmen auf sichere Weise die Zugangsberechtigung der Mitarbeiter zu ihren ICT-Anwendungen und Geschäftsdaten prüfen. Chipkarten, die verloren oder entwendet werden können, sind nicht mehr nötig. Der USB- Fingerscanner sowie die Software kann ohne zusätzliche Server-Infrastruktur betrieben und bei Hardwaredefekten einfach ausgetauscht werden. Bis Ende des Jahres wollen die deutschen Sparkassen ihrer rund Arbeitsplätze mit Fingerabdruck-Scannern ausstatten. Vorgesehen ist eine solche starke Authentisierung insbesondere dann, wenn die Institute auf die Einmalanmeldung, das so genannte Single-Sign-on, setzen. Kontakt: IT in der Vorschule ein echtes Talent Wer tobt auf dem Trampolin? Wer möchte lieber malen? Will ein anderer buchstäblich auf die Pauke hauen? Nur ein halbes Dutzend Kleinkinder zu beaufsichtigen, ist schon nervlich und organisatorisch eine Herausforderung. Gleich mehr als 7000 Drei- bis Sechsjährige frühzeitig an ihre Begabungen heranzuführen ist eine Aufgabe, der sich die Stadt Barcelona bis 2012 stellen will. Dazu wird die Zahl der staatlichen Vorschulen in der Stadt auf 96 beinah verdoppelt. Unterstützt wird die Verwaltung der Metropole dabei von T-Systems: Der deutsche Dienstleister baut das IT-System auf, das die technische Grundlage für das integrierte Management der Escoles Bressol bildet. Damit wird nicht nur die Verwaltung der Vorschulen schneller und schlanker, auch die Kommunikation mit den Eltern wird einfacher: Sie können in Zukunft Informationen über die Schulen, aber auch über ihre Kinder abrufen. Denn die sollen in den Escoles Bressol schließlich nicht nur beaufsichtigt werden, sondern auch etwas lernen. Kontakt: IT-Sicherheit stärkt Liquidität Fotos: Daimler AG (2), istockphoto (2), Deutsche Telekom AG/Michael Weyh Mit Bürgen, einer Kaution oder einem Bankaval sichern Unternehmen weltweit regelmäßig ihre Geschäfte ab. Solche Sicherheiten aber belasten die Liquidität des Geschäftspartners hier springen Kautionsversicherer ein. In Italien will jetzt das Unternehmen S2C diesen Markt aufrollen, der 2009 zwischen Mailand und Rom ein Volumen von mehr als 520 Millionen Euro umfasste. Um ihre IT-Infrastruktur auf den strategischen Schritt vorzubereiten, schlossen die Kautionsspezialisten eine strategische Partnerschaft mit T-Systems: Die Telekom-Tochter baut die nötige IT-Architektur auf und ist für Serversysteme, Datenbanken und Schnittstellen, Hard- und Software sowie die operativen Prozesse verantwortlich. Dem Start-up hält das den Rücken frei, um in einem komplexen Markt schnell Fuß zu fassen. Denn der IT-Dienstleister verfügt über die entsprechende Expertise in der Versicherungs- IT, mit Kunden angefangen von der Allianz oder DAK bis zur italienischen Reale Mutua Assicurazioni. Und weil Sicherheit eine große Rolle spielt, sorgt eine auf Double Take laufende Datenbank des IT-Dienstleisters für ein ständiges Backup aller Services und Prozesse. Die Lösung des Weltmarktführers im Bereich Daten-Replikation kombiniert Realtime Backup mit einem automatischen Failover, der die Hochverfügbarkeit aller Daten bei Ausfall eines Systems gewährleistet. So haben die Mitarbeiter von S2C auch mobil - immer und überall - einen zuverlässigen Zugriff auf ihre aktuellen Systemdaten. Kontakt:

8 8 ausgewählt NEWS ALICANTE S ICT ready for take-off Der Flughafen von Alicante ist einer der größten spanischen Airports und geht, was seine ICT-Systeme betrifft, auf der iberischen Halbinsel als Pionier voran: Die staatliche Betriebsgesellschaft Aena hat den IT-Betrieb komplett an T-Systems übertragen. Alicante ist damit einer der ersten spanischen Flughäfen, der seine ICT einem einzigen Provider übergibt. Die deutschen Spezialisten sorgen dafür, dass betriebswichtige Daten rund um die Uhr an sieben Tage pro Woche verfügbar sind genauso wie das Servicepersonal, das Störungen jederzeit abwenden kann. Allerdings war gleich der Start des Systems ein Härtetest: Zeitgleich wurde das neue Terminal des Airports eröffnet, das die Anzahl der Passagiere auf 20 Millionen pro Jahr verdoppelt. Jetzt befindet sich Alicante in guter Gesellschaft für ihre pünktlichen Take-Offs und Landings nutzen bereits 52 Flughäfen weltweit IT-Lösungen von T-Systems. Kontakt: IT-Kostenschnitt kühl kalkuliert Die Cofely Refrigeration GmbH in Lindau ist einer der führenden Anbieter für energieeffiziente, industrielle Kältetechnik in Deutschland. Vor allem als Spezialist für die Kälteerzeugung in Rechenzentren sorgt das Unternehmen bundesweit dafür, dass nicht nur die Mitarbeiter großer Unternehmen, sondern auch deren Serveranlagen einen kühlen Kopf bewahren. Als es Anfang 2010 galt, Cofely Refrigeration in die Prozess- und SAP-Systemlandschaft der Muttergesellschaft in Köln einzubinden, mussten vor allem die Prozesse im Rechnungswesen und Controlling harmonisiert und an die Abläufe der Cofely Deutschland GmbH angepasst werden. Innerhalb eines Jahres führte die Telekom-Tochter T-Systems die sichere Migration aller Daten durch und brachte gleichzeitig das veraltete System auf den neuesten Releasestand. Damit profitiert Cofely Refrigeration wie das zum französischen Energieversorger GDF Suez gehörende Mutterunternehmen Cofely Deutschland GmbH auch ab sofort von der ständigen Modernisierung des Systems durch AMM (Application Management & Modernization). Und auch die kühle Kalkulation seiner IT-Betriebskosten ging für die Kältetechnik-Experten auf: So wurden die Ausgaben allein durch den Umzug des Systems auf die gemeinsame SAP-Kernplattform fast halbiert und weitere Synergien dank eines Shared Service Centers für Mutter und Tochter erzielt. Kontakt:

9 9 Fotos: Raul Urbina, Fotolia, istockphoto Vom Stromzähler direkt ins SAP Immer mehr der knapp 40 Millionen Privathaushalte in Deutschland werden sukzessive mit digitalen Stromzählern ausgerüstet. Eine Grundvoraussetzung für das Energienetz der Zukunft, in das der Strom immer häufiger dezentral eingespeist wird und ebenso für flexible Tarife, die besser auf das Verbrauchsverhalten abgestimmt sind. Haushalte mit digitalen Zählern auszurüsten ist eine Sache aber wie kommen die Datenmassen vom Zähler zu den Energieversorgern? Den nötigen Kanal für die Datenflut baut T-Systems gemeinsam mit dem US-Unternehmen Osisoft: Dabei wird die Infrastruktur des Spezialisten für Echtzeitdaten eng mit der Plattform Smart Metering & Home Management verzahnt. So können die Verbrauchsdaten der elektronischen Zähler fertig aufbereitet direkt in die SAP-Systeme der Versorger eingespeist werden. Messstellen- und Verteilnetzbetreiber sowie Energielieferanten erhalten die komplette Dienstleistung aus einer Hand. Das ist heute schon ein erster Schritt in Richtung des intelligenten Stromnetzes von morgen. Kontakt: Saubere Technik: Stromnetz denkt mit Das Stromnetz der Zukunft ist grün und muss mitdenken : Energie aus erneuerbaren Ressourcen wird zumeist dezentral erzeugt. Um ihren Anteil zu vergrößern, braucht es ein Smart Grid, ein intelligentes Netz, das Angebot und Nachfrage automatisch verknüpft. Als Wegbegleiter des Umbaus der Energiewirtschaft von fossilen auf erneuerbare Ressourcen haben sich jetzt T-Systems und das Münchner Unternehmen GreenCom Networks zusammengetan. Ziel ist es, so GreenCom-Geschäftsführer Dr. Christian Feißt: Endkunden und dezentrale Erzeuger aktiv einzubinden, die Effizienz im Stromsystem zu erhöhen sowie das Zusammenspiel konventioneller und erneuerbarer Erzeugung sicherzustellen. Denn ein intelligentes Netz braucht Informationen, um entscheiden zu können, wann und wo Energieerzeuger und Verbraucher wie viel Energie einspeisen oder entnehmen. Dazu müssen sowohl Endkunden mit digitalen Zählern mit der Fähigkeit zur Datenübertragung (Smart Metering) ausgerüstet werden als auch die dezentrale Energieerzeugung bedarfsgerecht gesteuert werden. Die dazu nötigen intelligenten Mess- und Kommunikationslösungen werden die Cleantech-Experten von GreenCom Networks jetzt gemeinsam mit der Telekom-Tochter entwickeln. Kontakt: Genau gemessen, exakt gezahlt Auf die Kilowattstunde genau? Schon heute erhalten viele Kunden der Strom-Versorgungsunternehmen ihre Abrechnungen nicht mehr einmal am Ende des Jahres, sondern in kurzen, überschaubareren Zeitabständen und entscheiden sich immer häufiger für variable Tarife. Voraussetzung: die genaue Ermittlung des Verbrauchs. In Rheinland- Pfalz und im Saarland haben T-Systems und der Messstellenspezialist VOLTARIS nun die Basis geschaffen für das Stromnetz von morgen: Mit elektronischen Zählern und einer zentralen Kommunikationsbox machen die Unternehmen das Auslesen und Steuern von über Stromzählern zukunftsfähig. Die Deutsche Telekom bringt neben mehreren tausend Servicekräften ein lückenloses Kommunikationsnetz sowie ihre langjährige Erfahrung im Umgang mit Massendaten in die Partnerschaft ein. So erhält VOLTARIS die Verbrauchsdaten künftig im Viertelstundentakt und kann sie in Echtzeit an die Kunden weiterleiten. Unsere Stadtwerkekunden können wir auf diese Weise schnell und wirtschaftlich unterstützen, sind sich Karsten Vortanz und Peter Zayer, Geschäftsführer der VOLTARIS, sicher. Und der Vorteil für die Endkunden: Sie können ihr Energie-Verbrauchsverhalten zeitnah an den exakten Rechnungsdaten orientieren, und die Zeit von Nachzahlungen oder Rückerstattungen hat für Endkunden und Versorgungsunternehmen ein Ende. Zukünftige Entwicklungen wie Home Automation (Smart Home) und Smart Grid sind mit der VOLTARIS Smart Metering Plattform ebenfalls möglich. Kontakt:

10 10 bewegen COLLABORATION Lesen Sie hier wie neue Kooperationsformen Innovationen schneller in den Markt bringen, wann Team-, Cross Company- oder Mass Collaboration für Unternehmen Sinn macht, wie Shell mit dem Web 2.0 Tool SharePoint Kosten spart und seine Effizienz steigert. Best Practice 03 l 2010

11 11 WEISHEIT DER MASSE In der Hierarchie hat alles seine Ordnung. Jeder kennt seine Aufgabe, weiß, wer der Chef ist. Diese Linienorganisation war viele Jahrhunderte typisch für Unternehmen. Dann kam Andrew McAfee, prägte den Begriff des Enterprise 2.0 und sang das Loblied auf Collaboration. Illustration: Zsolt Fazekas/loadedconcept Vier Wochen im Web, weit mehr als 100 Ideen und eine einzige schwierige Entscheidung über die Open Innovation Plattform Crowdspring bat Best Practice Kreative auf der ganzen Welt um Illustrationsvorschläge zu diesem Artikel. Für wen sich die Redaktion entschieden hat, lesen Sie auf S.14. Best Practice 03 l 2010 Fotos: Corbis; Illustration: Zsolt Fazekas

12 12 bewegen COLLABORATION Collaborative Decision Making Virtual Project Space Messaging Auf dem Sprung in die vernetzte Weltwirtschaft von morgen brauchen Unternehmen ein neues Betriebssystem, um besser zusammenzuarbeiten und Wert zu schöpfen ohne altes Denken in starren Kommandostrukturen. Seine Forderung versteht der kanadische Unternehmer und Management-Professor Don Tapscott als elementare Voraussetzung dafür, dass Unternehmen im Wettbewerb der Zukunft erfolgreich bleiben. Denn in Zeiten, in denen Twitter & Facebook Börsenkurse und Markenimage unmittelbar beeinflussen, müssen Unternehmen das Wechselspiel mit den Social Media beherrschen (s. Portrait S. 26). Mit ähnlichen Prognosen heizt auch der deutsche Enterprise 2.0-Experte Willms Buhse in seinen Workshops regelmäßig die Diskussionen an. In zehn Jahren denken Unternehmen nicht mehr in Abteilungen, sondern in Projekten. Vernetzte Wissensarbeiter erbringen dann 80 Prozent der Wirtschaftsleistung. Angesichts von Unternehmensstrukturen, die nach Jahrhunderten noch immer klar hierarchisch und in Abteilungen aufgebaut sind, kommt der Gründer der Beratung doubleyuu für viele etwas zu forsch daher. Doch Buhse setzt noch einen drauf: Bis 2020 haben Digital Natives Probleme gelöst, von denen 100 Jahre lang Gene rationen von Mitarbeitern ausgebremst wurden Offene Kommunikation, statt Stille Post flache Strukturen anstelle starrer Hierarchien Wissensherrschaft, statt Herrschaftswissen. Collaboration-Tools erhöhen Marktanteile Insbesondere junge Unternehmen haben sich schon vor einem Jahrzehnt aufgemacht und stellen althergebrachte Organisationsmuster in Frage. Das erfolgreichste Beispiel heißt Google. Gerade mal 13 Jahre alt, rangieren die Suchmaschinenpioniere mit einem Börsenwert von rund 200 Milliarden Euro auf Platz 10 der weltweit wertvollsten Unternehmen. Google nutzt wie kaum ein anderes Unternehmen das Wissen und die Kreativität seiner Mitarbeiter, um in kurzen Abständen neue Produkte auf den Markt zu bringen. Der Erfolg basiert neben der Genialität seiner Gründer auf Enterprise 2.0 und Collaboration. Google veranstaltet unter anderem regelmäßig Entwicklertage, an denen die eigenen Kernentwickler sich intensiv mit der externen Entwickler-Community austauschen. Mit gemeinsamem Denken oder kollektiver Intelligenz steigern Unternehmen die Qualität und das Tempo von Projekten deutlich, bestätigt Web-2.0-Vordenker Andrew McAfee, Professor an der Harvard Business School in Boston. Über Austauschplattformen tauschen Mitarbeiter untereinander, mit Partnern, externen Entwicklern und Kunden Wissen aus oder führen Projekte durch. Social Media kann das Paradigma einer Zusammenarbeit sehr vieler Menschen ermöglichen und dadurch kollektive Kräfte freisetzen, die neue Optionen für die Steigerung der Unternehmensergebnisse eröffnen. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung von Gartner hervor ( Employing So cial Media for Business Impact: Key Collective Behavior Patterns, 3. Februar 2011). Referenz Frankfurter Flughafen Ein Großflughafen ist eine Kleinstadt, in der unterschiedliche Aufgabenfelder eng aufeinander abgestimmt sein müssen. Am Frankfurter Flughafen sind alle an der Flugabwicklung Beteiligten über eine Datendrehscheibe miteinander verbunden. Aktuelle Flugdaten oder Passagier-, Gepäck- und Frachtinformationen stehen in Echtzeit jedem Teilnehmer entsprechend seiner Rolle zur Verfügung. Änderungen in den Abläufen lassen sich kurzfristig anpassen. Ohne eine Lösung für CROSS COMPANY COLLABORATION wäre eine Zusammenarbeit nur mit erheblich höherem Zeitaufwand möglich.

13 13 Interview ecommerce: Einzigartige Erfahrung Der eigene Farb-Mix, unterschiedlich große Füße oder das Paar ganz persönlicher Schnürsenkel der Sportausrüster NIKE steuert Millionen möglicher Ideen seiner Kunden direkt in die eigene Produktion. Erfahrungen von Christian Möhring, NIKEeCommerce-Verantwortlicher für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Studie basiert auf einer zehn Monate dauernden Erfassung und Analyse des geschäftlichen Wertbeitrags aus rund 200 Social Media-Cases. Gartner zufolge setzte sich das zweistellige Wachstum der Software-Einnahmen für die Team- Collaboration auch 2010 fort. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 17,3 Prozent auf ein Marktvolumen von insgesamt 774 Millionen Dollar ( Market Share Analysis: Team Collaboration and Web-Conferencing Software, Worldwide, 2010, 29. April 2011). Laut der Studie The State of Collaboration Software Implementations 2011 von Forrester Research, Inc., vom März 2011, investieren Unternehmen derzeit in die Bereiche Desktop Videoconferencing (33%), Unified Communications (32%), Instant Messaging (30%) und Web Conferencing (31%). Ergebnisse einer McKinsey-Umfrage zeigen, warum Web-2.0-Aktivitäten in Unternehmen auf der Agenda weit oben stehen. Das Beratungshaus hatte Ende 2010 mehr als Führungskräfte aus verschiedenen Branchen zum Thema Web 2.0 befragt. Es sei statistisch erwiesen, dass Collaboration-Tools die Marktanteile von Unternehmen erhöhen, bestätigt McKinsey. 57 Prozent der Befragten hoben den schnelleren Wissenszuwachs durch Web-2.0-Technologien hervor. Gut die Hälfte konnte auch ihre Kommunikationskosten verringern und fast 40 Prozent der Befragten ihre Reisekosten senken. Der beschleunigte Wissensaustausch im Unternehmen und mit Partnern ist demnach einer der wesentlichen Vorteile von Collaboration Tools. Inzwischen vernetzen sich immer mehr Unternehmen in drei Richtungen. Sie bringen auf verschiedene Abteilungen und Standorte verteilte Mitarbeiter über Unified Communications- und Web-2.0-Anwendungen zu Projektteams zusammen. Im nächsten Schritt erweitern sie Team Collaboration zu Cross Company Collaboration, indem sie sich firmenübergreifend mit Zulieferern, Partnern oder sogar mit dem Kunden vernetzen, erklärt Hagen Rickmann, bei T-Systems Geschäftsführer des Bereiches Service und somit auch verantwortlich für das Innovation-Management. Wer mit Kunden und Anwendern direkt an Produkten arbeitet, geht noch einen Schritt weiter und nutzt Mass Collaboration, um die Wünsche der späteren Käufergruppe schon in der Entwicklung zu verarbeiten. Virtuelle Unternehmensnetzwerke werden dominie ren Web 2.0-Prinzipien anzuwenden ist notwendig, da der Druck von innen und außen von Mitarbeitern, Kunden und Markt steigt. Manche Branchen glänzen durch Produktlebenszyklen von wenigen Monaten. Um dem standzuhalten, werden sich Unternehmen Partner suchen. Es geht darum, bisher getrennte Arbeit in der Wertschöpfungskette neu zu organisieren und zu einer gemeinsamen Dienst leistung zusammenzuschweißen, sagt Detecon-Berater und Collaboration- Experte Dr. Christian Krämer. Wie erfolgreich ist Ihre ecommerce Plattform, auf der Kunden ihre Schuhe, Taschen oder Shirts selbst designen? NIKEiD spricht eine sehr spezielle Zielgruppe an, daher ist Customization ein Nischenbereich unseres Geschäfts, der jedoch enorme Zuwächse zu verzeichnen hat. Konsumenten sehnen sich in der heutigen Zeit noch mehr nach Individualität und Einzigartigkeit, die sie durch ein NIKEiD Produkt bekommen können. Dann ist NIKEiD so etwas wie ein ecommerce-dino was war Ihre Zielsetzung vor zwölf Jahren? Die Idee entstand bereits vor 1999, in einer Zeit, in der noch niemand an die vielfältigen Personalsierungsmöglichkeiten von Produkten im Internet dachte. NIKEiD enstand aus dem Grundgedanken der Marke Nike heraus: To bring innovation und inspiration to every athlete* in the world. *If you have a body, you re an athlete. Im Internet lässt sich die Idee von NIKEiD schnell umsetzen. Welcher Aufwand steckt aber dahinter, den Produktionsprozess darauf abzustimmen? Erst ITC machte es möglich, NIKEiD als ein funktionierendes Geschäftsmodell zu etablieren. In der Tat ist der Produktionsprozess sehr aufwendig. Wir profitieren allerdings von unseren Erfahrungswerten der vergangenen Jahre, in denen wir NIKEiD und die damit verbundenen Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt haben. Stichwort Social Software müssen Unternehmen selbst bei Massenprodukten ihre Kunden immer frühzeitiger ins Boot holen? Grundsätzlich würde ich die heutigen Möglichkeiten von Customization als Chance für Unternehmen und besonders für Marken bezeichnen. Im Idealfall entsteht eine ganz besondere Nähe zur Marke bis hin zur Markenloyalität. Link: Christian Möhring ist einer der Gastreferenten beim T-Systems Symposium Collaboration am 27. Oktober Weitere Informationen und Voranmeldungen zur Veranstaltung erhalten Sie unter Fotos: Corbis, PR; Illustration: Zsolt Fazekas

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