Technical Whitepaper: BlueSystemCopy für SAP

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1 Technical Whitepaper: BlueSystemCopy für SAP Version: 1.0 Stand: April 2013 Autor: Empirius GmbH Internet:

2 Inhalt Einleitung... 3 Executive Summary... 4 Technischer Überblick... 5 Installation... 6 Pflege und Wartung... 6 Unterstützte Umgebungen und Voraussetzungen... 6 Server... 6 Clients... 6 SAP- Systemtypen... 6 Vorbereitung einer Systemkopie... 7 Einstellungen des Zielsystems... 8 Beispiel für ein Tabellenset... 9 BDLS Aufbau von Sekundärindizes (BDLS.config) Durchführung der BDLS für ein logisches System UserExits SAP UserExits für Aktionen im SAP R/3 (nur Zielsystem) OS UserExits für Aktionen auf Betriebssystemebene Einplanung und Ressourcenchecks Transparenz und Revisionssicherheit Empirius 2 / 15

3 Einleitung Die Zahl der SAP-Systeme, die in Unternehmen eingesetzt werden, steigt ständig an. Auch die Zahl der Projekte, die für einen begrenzten Zeitraum ein SAP-System für ihre Arbeit benötigen, wächst. Das wiederum bedeutet, dass der Administrationsaufwand für die SAP-Landschaften in Summe wächst. Personelle IT-Ressourcen, speziell im SAP-Umfeld, sind rar und teuer. Das zwingt Unternehmen, verstärkt zu automatisieren. Die Lösung heißt softwaregestützte end-to-end Automation Mit der oben genannten Tatsache steigen auch die Anforderungen, für Tests und Projektarbeit qualitativ hochwertige Daten zur Verfügung zu stellen: Die Zahl der Systemkopien nimmt zu. Systemkopien sind ein aufwändiger Prozess, der aus einer Vielzahl kleiner Schritte besteht. Wird ein Schritt vergessen, kann das bedeuten, dass die Systemkopie wiederholt werden muss und mehrere Tage Arbeit vergebliche Mühe waren: knappe Ressourcen sind gebunden. Softwaregestützte Automation steht für höchste Qualität und Zuverlässigkeit, sollte aber auch für Einfachheit in Bedienung und Pflege stehen. Und im Idealfall die Möglichkeit bieten, das Automationstool in übergeordnete Workflows zu integrieren. Die optimale Automation ist dann erreicht, wenn die Systemkopie in die täglichen IT-Businessworkflows integriert ist und die SAP-Basis nur noch im Fehlerfall reagieren muss Empirius 3 / 15

4 Executive Summary Im Rahmen der Qualitätssicherung Ihrer SAP Landschaft werden SAP Systemkopien immer mehr zur alltäglichen Anforderung. Der dahinterstehende, manuelle Vorgang hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt: Der Prozess ist aufwendig, fehleranfällig und muss über verschiedene Abteilungen koordiniert werden. Das war und ist unsere Motivation, diesen aufwendigen Prozess bestmöglich zu optimieren, über Abteilungen und IT-Disziplinen hinweg. Wir nennen dies Ende-zu-Ende Automatisierung. Bereits seit 2005 automatisieren wir diesen Prozess und haben uns seither nicht auf dem Erreichten ausgeruht, sondern maßgebliche Innovationen eingebracht, z.b. die direkte native Integration neuer Technologien wie SnapShots und Clones. Herstellerübergreifend das ist das entscheidende, damit Sie auch morgen frei entscheiden können, welche Technologien Sie einsetzen. Der Praxis-Einsatz bei Ihnen als Kunden hat auch eine weitere Innovation hervorgebracht: Nicht nur Systemkopien auf bestehende SAP Systeme Refresh, sondern das Neuerstellen von SAP Systemen inklusive Ihrer Daten im Rahmen einer Systemkopie. Anstatt ein System erst neu zu installieren und dann zu kopieren, clonen Sie es einfach mit BlueClone. Das finden Sie nur bei uns! SAP-Vorgänge vereinfachen schafft Freiräume und spart Zeit Ende-zu-Ende Automatisierung Technologie-Führerschaft System-Refresh und BlueClone 2013 Empirius 4 / 15

5 Technischer Überblick BlueSystemCopy basiert auf Client-/Server-Technik Der Server-Teil der Software wird auf einem BlueSystemCopy-Server installiert und steuert darüber alle an der Systemkopie beteiligten Server. Der BlueSystemCopy-Server kann entweder ein dedizierter (virtueller) Server sein oder aber der Serverteil wird auf einem bereits vorhandenen Server (Solution Manger) zusätzlich installiert. Der Client-Teil (GUI) übernimmt zentral die graphische Aufbereitung, und Verwaltung aller Systemkopien. Er wird auf den Windows-Arbeitsplätzen der SAP-Administratoren installiert, die die Systemkopien durchführen. Alle variablen Daten werden auf dem zentralen BSC-Server abgelegt, so dass die Informationen allgemein zugänglich sind und neue Versionen des GUI schnell und einfach installiert werden können. Systemanforderungen Die Installation der GUI kann auf jedem Microsoft-basierendem Arbeitsplatz erfolgen. Die Serverkomponente kann wegen der geringen Anforderungen beispielsweise auf dem Solution Manager mitlaufen. Elementar für die Serverkomponente ist SSH im Bereich Unix/Linux bzw. Powershell bei einer Windows-Installation. Minimale Anforderungen der GUI und die Serverkomponente bezüglich Plattenplatz und Performance. Das folgende Schaubild ist ein schematischer Überblick: 2013 Empirius 5 / 15

6 Installation Der zeitliche Aufwand für die Installation beträgt weniger als einen halben Manntag. In diesem Aufwand ist die Zeit für das Aufbereiten eines Jobs für eine Systemkopie sowie eine Einweisung enthalten. Für die Vorbereitung des BlueSystemCopy Servers gibt es eine Checkliste, an Hand derer der Server vorbereitet wird. Pflege und Wartung Patches und neue Releases werden nur auf dem zentralen Server eingespielt, was ein Minimum an Zeitaufwand bedeutet. Einfache Softwarepflege und Wartung durch zentralen Server Unterstützte Umgebungen und Voraussetzungen für den Einsatz von BlueSystemCopy: Server SAP R/3 Release 4.6 bis Release 7.30 (ABAP, Java und DoubleStack) Datenbanken: Oracle bis 11g und DB2 bis 9.7, MaxDB, MSSQL Betriebssysteme: Linux, Unix oder Windows OpenSSL SSH-Server (Linux/Unix) Powershell 2.0 (Windows) Clients Microsoft mit installiertem Microsoft.NET-Framework 2.0 oder höher mit SP2 SAP- Systemtypen unterstützt werden alle NetWeaver-basierenden Systemtypen Empirius 6 / 15

7 Vorbereitung einer Systemkopie Um eine Systemkopie durchzuführen, muss ein Job angelegt werden. Dafür sind im GUI verschiedene Eingaben erforderlich: Angaben zu Quell- und Zielsystem Art des Backup: Disk oder Tape spezifizieren der Tabellen bzw. Tabellensets, die auf dem Zielsystem beibehalten werden sollen individuelle Tabellensets Integration individueller Schritte BDLS Im Rahmen der Installation werden Templates (Musterjobs) mit ausgeliefert, andererseits kann jeder einmal angelegte Job in ein Template umgewndelt werden. Ein einmal angelegter Job kann ohne Modifikationen dauerhaft für die gleiche Systemkopie verwendet werden. Er muss lediglich kopiert und erneut submitted werden. Ein einmalig angelegter Job kann ohne Modifikation dauerhaft für die gleiche Systemkopie verwendet werden Dazu wählt man den Auftrag aus, klickt auf Neuer Auftrag und wählt die Funktion Markierten Auftrag kopieren. Der auf diese Art ausgewählte Auftrag wird mit allen Parametern angezeigt. Wenn keine Änderungen erforderlich sind (die gleiche Kopie soll ein weiteres Mal durchgeführt werden), kann im nächsten Schritt der Reiter Auftrag starten gewählt werden und entsprechend der zeitlichen Vorstellung eingeplant (Datum und Uhrzeit) werden Empirius 7 / 15

8 Einstellungen des Zielsystems Die Konfigurationsparameter machen den Unterschied zwischen den SAP- Systemen aus. Die Konfiguration wird in einer Vielzahl von Tabellen gespeichert, die nach dem Datenbankrefresh aufwändig wieder hergestellt werden müssen. Dieser Prozess kann durch Sicherung der betreffenden Tabellen erheblich vereinfacht werden. In der ausgelieferten Version sind umfangreiche Tabellensets enthalten, wie das folgende Bild zeigt. Vorkonfigurierte Tabellensets durch Mausklick selektieren Einpflege einer beliebigen Tabellenanzahl Um welche Tabellen es sich im Detail handelt, kann über die Funktion dynamische Hilfe abgefragt werden: Dynamische Hilfe anklicken und den Cursor über das jeweilige Tabellenfeld bewegen. Erweiterung um kundenindividuelle Tabellensets Tabellensets werden als Text-Dateien aufgebaut und auf dem BSC-Server abgespeichert. Beim Start des GUI werden diese individuellen Tabellensets ebenfalls mit angezeigt Empirius 8 / 15

9 Beispiel für ein Tabellenset Name: ISH.tab Inhalt: Aufbau eines kundenspezifischen Tabellensets # Tabset für is/h-med, Stand # RN1_EXPORDERH RN1_EXTEND_ORDER RN1_F4APRI_HLP RN1_F4CORD_HLP RN1_FIELD RN1_GRID_ME_PUMPRATE RN1_IS* Der genereiche Tabellenname RN1_IS* impliziert alle Tabellen, die mit genau dieser Buchstabenkombination beginnen Empirius 9 / 15

10 BDLS Die Umsetzung logischer Systemnamen nach einer Systemkopie ist eine zeitintensive Tätigkeit. Sie kann erst nach erfolgreichem Abschluss der Systemkopie begonnen werden und ist, je nach Datenbankgröße, mit langen Laufzeiten verbunden. Integration und Performanceoptimierung von BDLS Ziel sollte es daher sein, mit geeigneten Mitteln diesen langlaufenden Prozess in einen Kurzläufer zu verwandeln. Dies hängt aber in starkem Maße von der Größe der Datenbank ab. Im BSC GUI gibt es einen speziellen Reiter, der bei der Optimierung des BDLS-Laufes unterstützt: Möglichkeiten, die in sinnvoller Kombination zu einer erheblichen Zeitreduzierung führen können: Aufbau von Sekundärindizes (BDLS.config) Der Aufbau eines Sekundärindizes ist für große Tabellen sinnvoll. Obwohl es Zeit benötigt, führt es in der Praxis zu Laufzeitverkürzungen von bis zu 70%. Drastische Reduktion von Zeit und Aufwand 2013 Empirius 10 / 15

11 BlueSystemCopy nutzt für den Aufbau der Sekundärindizes eine spezielle Datei: BDLS.config. In dieser Konfigurationsdatei können Regeln für den Umgang mit (theoretisch) jeder Tabelle hinterlegt werden. Standardmäßig wird eine Datei ausgeliefert, die angepasst werden kann. Darüber hinaus bietet BlueSystemCopy die Möglichkeit, individuelle Configfiles für die BLDS anzulegen. Welche Configfile in welchem Job hinterlegt wird, wird mit der Eingabe (siehe Screenshot) Eigenen Zusatzregeln für BDLS, Dateiname: gesteuert. Die in diesem Feld angegebene Datei muss dann in Verzeichnis /basis/etc/ abgelegt werden. Es wird dann nur diese Datei für die Optimierung der BDLS verwendet. Somit kann für jeden Kopierjob eine eigene Configfile hinterlegt werden und es startet ein individueller BDLS-Lauf. Durchführung der BDLS für ein logisches System BlueSystemCopy kennt die logischen Systemnamen des Quell- und Zielsystems und alle Mandanten und startet, wenn man diesen Button anklickt, die BDLS über alle Mandanten hinweg. Soll die BDLS nur in bestimmten Mandanten ausgeführt werden, können diese Mandanten in diesem Feld angegeben werden (Positivliste). Im Umkehrschluss heißt das: In nicht angegebenen Mandanten werden die logischen Systemnamen nicht umgesetzt. Eine Verknüpfung mehrerer Angabe ist möglich, wobei zu beachten ist, das nur eine Configfile verwendet werden kann Empirius 11 / 15

12 UserExits Individuelle Automationsschritte werden über verschiedene UserExits integriert. Hierbei wird zwischen zwei UserExit-Varianten unterschieden: SAP UserExits für Aktionen im SAP R/3 (nur Zielsystem) Kundenindividuelle Anpassungen auf Betriebssystemebene und im SAP Beispiele Bereinigungsjobs, z.b. Adressbereinigung bei Usern Sicherungsjobs, z.b. für Conigma CCM, Conigma QCOPY, Conigma DEVSYNC oder den Transportmanager von Realtech OS UserExits für Aktionen auf Betriebssystemebene Beispiele Starten des Restore vom Band Starten der FlashCopy / Snapshot Benachrichtigungsskripte ( , SMS) Integration von UserExits an unterschiedlichen Stellen durch modularen Aufbau Empirius 12 / 15

13 Einplanung und Ressourcenchecks Die Durchführung der Kopie kann entweder sofort beginnen oder für einen beliebigen späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Höchste Präzision auf Knopfdruck Der Kopierauftrag wird unmittelbar nach der Eingabe und bei einer zeitversetzten Durchführung auch nochmals direkt vor der Durchführung auf Plausibilität geprüft. Dabei werden umfangreiche Ressourcenchecks durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Kopie auch wirklich durchführbar ist. Geprüft werden beispielsweise Erreichbarkeit der beteiligten Systeme die Plattengröße im Zielsystem die Kompatibilität der Datenbank-Versionen 2013 Empirius 13 / 15

14 Transparenz und Revisionssicherheit Sowohl die einzelnen Schritte als auch alle Ergebnisse der Systemkopie werden in einer Protokolldatei dokumentiert. Dieses Vorgehen, vor allem die Ausführlichkeit, garantieren eine hohe Transparenz und Nachvollziehbarkeit sowohl gegenüber einer möglichen Revision als auch im Fehlerfall. Wenn man im GUI auf den Reiter Protokolldatei klickt, sieht man auch während des Kopiervorgangs in übersichtlicher Form den genauen Fortschritt der Systemkopie Empirius 14 / 15

15 Kontakt Empirius GmbH Klausnerring München Tel.: Empirius 15 / 15

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