alumni Mai 2011 Edito Die Alumni Ihr Kalender in der Wolke Bindeglied zwischen den verschiedenen Generationen Liebe Master-Studierende,

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1 Mai 2011 Edito Die Alumni Bindeglied zwischen den verschiedenen Generationen Liebe Master-Studierende, Nachdem wir Ihnen im September 2010 einen Brief gesandt haben, wählt der Hochschulverein heute den elektronischen Weg, um Ihnen ein ausgezeichnetes Semester zu wünschen, das ja für einige zugleich den Studienabschluss bedeutet. Mit dem vorliegenden möchten wir Sie über die Neuigkeiten unseres Vereins und der Universität auf dem Laufenden halten. Dafür wird jeder Fakultät Platz reserviert. Wie bereits in unserem ersten Brief angekündigt, stellt der Hochschulverein jedem Master- Studierenden, dank seiner elektronischen einen direkten Zugang zu seiner Internet-Plattform zur Verfügung. So ist es Ihnen möglich, von allen Vorteilen dieser Innovation zu profitieren. Aber welche Möglichkeiten werden Ihnen angeboten? Diese Frage beantwortet Ihnen nachstehend mit praktischen Anleitungen David Claivaz, Vorstandsmitglied. Mireille Kurmann-Carrel Präsidentin Ihr Kalender in der Wolke Die geht mit einem Online-Kalender einher, der mit dem Computer oder dem Smartphone synchronisiert werden kann. Eine einmalige Gelegenheit, eine Cloud Computing-Lösung einzurichten, mit der alle strategischen Daten gesichert und jederzeit abgerufen werden können. Möchten Sie weiterhin Ihr gewohntes System nutzen, begeben Sie sich am besten in den FAQ-Bereich der Alumni -Plattform unter der Adresse: unifr.ch. Haben Sie jedoch gerade Adresse erhalten und denken darüber nach, diese Gelegenheit zu nutzen, um Ihre Tools zu optimieren, finden Sie nachfolgend einige Tipps und Tricks eines Vielnutzers: Ich bin ein Arbeitsplatz-Nomade, der verschiedene voneinander unabhängige Infrastrukturen nutzt und für die Datenverwaltung in der Cloud ganz auf sich alleine gestellt ist.

2 Ihr Kalender in der Wolke Vielleicht gehören Sie aber einer Organisation an, die hier besser vorgesorgt hat: Folglich lohnt sich der Hinweis, dass die in den meisten Unternehmen eingesetzten mit Microsoft Outlook kompatiblen Lösungen mit Ihrem Alumni -Kalender synchronisiert werden können. Wie üblich in solchen Situationen: Kontaktieren Sie bitte Ihren Systemadministrator. Müssen Sie jedoch für Ihre Vereinigung oder Ihren Klub einen gemeinsamen Kalender bereitstellen, könnten Ihnen folgende Ratschläge helfen, beträchtlich Zeit zu sparen: Ich habe mich dafür entschieden, für die Verwaltung meiner s auf meinem Computer unter Windows 7 Thunderbird zu nutzen (http://www.mozillamessaging. com/de/thunderbird): Ich rate Ihnen, für die Verwaltung des Alumni -Kalenders das Add-On Lightning zu verwenden (https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/lightning/). Steht Thunderbird bereit, muss zuerst der Kalender heruntergeladen und danach Thunderbird geöffnet werden, um Lightning als Add-On zu installieren (Menu Extras>Add-ons ). Diejenigen, die sich gewohnt sind, mit Outlook zu synchronisieren, wird die Schnelligkeit und Stabilität des Thunderbird Kalenders überraschen. Last but not least: Mit Lightning ist es sehr einfach, gleich mehrere Google- Kalender zu synchronisieren. Dank der Synchronisation sind Termine, die ich an meinem Computer eintrage, sofort auf der Cloud verfügbar: Personen, mit denen ich meinen Alumni -Kalender teile, erfahren in Echtzeit, wie sich meine Terminplanung gestaltet. Wenn diese Personen dazu berechtigt sind, können sie ebenfalls Termine eintragen, die wiederum umgehend auf meinem PC erscheinen. Die Nomaden-Informatik ist natürlich undenkbar ohne Smartphone. Ich habe mich für ein iphone entschieden, aber selbstverständlich ist ein unter Android dem Google OS laufendes Telefon noch viel einfacher synchronisierbar. Mit dem iphone muss entsprechend konfiguriert werden, bevor der mit der -Adresse verbundene Kalender hinzugefügt werden kann. Das iphone erstellt automatisch einen neuen Kalender, der zum Standard-Kalender und zum Kalender, der allenfalls mit dem PC synchronisiert werden soll, hinzugefügt wird (wobei dieser unnötig wird, sobald man mit der Cloud Technologie arbeitet). Das System ist so einfach, dass ich anfänglich gar nicht sicher war, ob die auf dem iphone eingetragenen Termine wirklich synchronisiert werden schliesslich habe ich bemerkt, dass das kleine Verbindungsicon oben am Bildschirmrand blinkt, wenn sich die Termine in die Wolke verschieben. Leider ist es (noch) nicht möglich, offene Kalender anderer Benutzer oder zusätzliche Kalender zu synchronisieren: Man kann jedoch via Safari (dem Webbrowser von iphone) unter der Adresse de auf Kalender zugreifen. Die Anzeige ist für Smartphone-Bildschirme optimiert und es ist ganz einfach, sich über die Zeitplanung jener Personen zu informieren, die ihre Alumni - oder Google -Kalender für Sie geöffnet haben. Die ganze Vorrichtung (Thunderbird oder iphone) ist sehr stabil und leistet auch noch unerwartete Dienste: Vor nicht allzu langer Zeit musste ich mein Notebook für mehrere Wochen in die Reparatur geben und habe meinen Kalender weiterhin mit dem Online-Agenda-Service der Alumni -Plattform bewirtschaftet, ohne Zeitverlust und in aller Sicherheit, da sich alle auf meinem Computer enthaltenen Daten schon auf der Plattform befinden und auf dem Ersatzgerät keine Daten abgespeichert wurden. David Claivaz, Alumni Vorstandsmitglied

3 Dominik Scherrer und die Justiz Was motiviert Sie, jeden Morgen an die Arbeit zu gehen? Und im Gegenzug, was gefällt Ihnen weniger gut? Einerseits geht es um eine sehr interessante und verantwortungsvolle Arbeit. Man befindet sich im Herzen der Justiz, und das ist etwas sehr Stimulierendes. Andererseits bearbeite ich zahlreiche schwere Fälle, die menschlich ziemlich belastend sein können. Dominik Scherrer verfügt über eine grosse und vielfältige Erfahrung in der St. Galler Justiz. Seit kurzem amtet er als Kantonsrichter in St. Gallen, nachdem er zuvor viele Jahre als Gerichtspräsident erster Instanz tätig war steigt Dominik Scherrer ins Berufsleben ein. Als Rüstzeug dazu besitzt er ein an der Uni Freiburg erworbenes Rechts-Lizentiat. Seither hat er unzählige Gerichtsverhandlungen in Rorschach am Bodensee geleitet. Begegnung mit einer 54jährigen Persönlichkeit, die sich an die ersten Schritte ausserhalb der Alma Mater erinnert, und die einen überzeugenden und zuversichtlichen Blick auf ihr neues Amt wirft. Sie sind seit dem 1. August 2010 St. Galler Kantonsrichter. Wie kamen Sie zu diesem Amt? Vor allem dank einer guten Ausbildung und einer vielseitigen Erfahrung an den verschiedenen Gerichten, an denen ich tätig war. Zudem konnte ich mich auch auf ein gutes Beziehungsnetz stützen, besonders in den politischen Kreisen. Haben Sie Politik betrieben? Ja, in der CVP habe ich mehrere Ämter bekleidet, vor allem als Präsident der Sektion Rorschach und als Stadtrat in der gleichen Stadt. Seit der Übernahme des Richteramts habe ich mich allmählich von der Politik zurückgezogen. Ich finde, dass man nicht gleichzeitig Richter und Politiker sein kann. Können Sie uns ein Beispiel geben? Ein Ehepaar, das sich um die Obhut seiner Kinder streitet. Solche Fälle können manchmal emotional sehr belastend sein. Dabei muss immer eine gewisse Distanz bewahrt werden. Persönlich finde ich emotionalen Rückhalt in meiner Umgebung, vor allem in meiner Familie. Sind solche Fälle neu für Sie? Nicht wirklich. In unserer Arbeit muss man oft Massnahmen ergreifen, die auf das Leben der Menschen, deren Fälle wir behandeln, eine starke Wirkung haben. Neu ist hingegen die grössere Tragweite unserer Entscheide. Wir haben somit eine grosse Verantwortung. Welche Ratschläge würden Sie den Studierenden mitgeben, die den Schritt ins Berufsleben tun? Die beste Voraussetzung, eine attraktive Arbeit zu finden, ist eine möglichst umfassende Ausbildung. Die Praktika sind dabei ein wichtiger Bestandteil. Man darf sich

4 bei der Arbeitssuche nicht entmutigen lassen, wenn Türen sich schliessen. Der Anfang kann schwer sein. Ich erinnere mich, dass ich für die erste Stelle, für die ich mich nach der Universität beworben habe, eine Absage erhielt. Wenn ich heute daran denke, war dieses Scheitern eher ein Glücksfall. Mein beruflicher Weg hätte eine ganz andere Richtung genommen. Betrachtet man die Entwicklung der Berufswelt: Welcher Unterschied besteht zwischen damals, als Sie Ihr Studium beendeten, und der heutigen Zeit? Seit einigen Jahren ist die Konkurrenz in der Berufswelt weit grösser. Es gibt im juristischen Bereich mehr Berufe und mehr Arbeitsplätze, aber auch viel mehr Kandidatinnen und Kandidaten. Manchmal braucht es mehrere Umwege, um sein Berufsziel zu erreichen. In der Tat sind viele Berufswege schwieriger geworden, dagegen hatten wir nicht die gleichen Möglichkeiten, im Ausland zu studieren oder zu arbeiten. Es war damals sehr selten, dass man ein Semester im Ausland absolvieren konnte. Interview: Pierre Koestinger Die Bedeutung der Ethik in der Justiz Dominik Scherrer betrachtet das von der Universität Freiburg lancierte Ethikprojekt als echten Gewinn: «Ich finde es sehr gut, dass die Universität Freiburg sich für den Schwerpunkt Ethik entschieden hat. Diese Fragen sind sehr aktuell, was uns die letzte Wirtschaftskrise klar gezeigt hat. Es entspricht einem echten Bedürfnis, den Menschen ins Zentrum der Anliegen zu setzen.» Für Dominik Scherrer beruht die Ethik auf dem Gleichgewicht all unseren Tuns. Die Ziele dürfen nicht vom Egoismus diktiert werden, sondern müssen in einer breiten Überlegung wurzeln. «Das Recht ist nicht Selbstzweck», schlussfolgert Dominik Scherrer. «Man muss versuchen, die schwachen Menschen zu schützen, gehe es um Sozialschwache, Psychischschwache oder Andere. So müssen zum Beispiel in den Rechtsverfahren vor allem die Kinder geschützt werden und es muss ihnen jedmögliche Hilfe angeboten Vernetzung auf Lebenszeit Eine persönliche und in der Schweiz einmalige Dienstleistung des Hochschulvereins der Universität Freiburg für seine Mitglieder: Exklusive -Adresse und Agenda Abgesicherte und modulierbare Plattform Dies ist erst der Anfang! Eine Exklusivität für Mitglieder des Hochschulvereins der Universität Freiburg

5 Dissertation wann, wo, wie, was? Kurz vor Ende des Studiums kommt immer die Frage auf: was jetzt? Darauf gibt es grundsätzlich verschiedenste Antworten: in die Ferien fahren, in die Praxis einsteigen oder mit einer Dissertation beginnen. Der Stellenwert einer Dissertation ist in der Schweiz nicht mehr derselbe wie früher und unterscheidet sich auch von den Nachbarländern. Während es für eine akademische Karriere weiterhin unerlässlich und für eine Stelle in der Verwaltung oft auch erwünscht ist, hat der Doktortitel im Bereich der anwaltlichen Tätigkeit an Bedeutung verloren. Stattdessen setzen vor allem grosse Wirtschaftskanzleien vermehrt auf den Titel des Magister Legum (LL.M.), der innerhalb eines Jahres oft an einer angelsächsischen Universität erlangt wird. Unternehmen ziehen oft Juristen mit Berufserfahrung auf dem Gebiet den Trägern eines Doktortitels vor. Eine absolute Antwort auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt eine Dissertation zu verfassen ist, gibt es nicht. Während es die Einen für unvermeidlich halten, vor der Dissertation praktische Erfahrungen zu sammeln, sehen Andere einen erheblichen Vorteil darin, sofort nach dem Studium mit einer Dissertation anzufangen, da man zu diesem Zeitpunkt noch voll und ganz im universitären Denken lebt. Die richtige Lösung hängt darum vor allem von den individuellen Präferenzen ab. Es ist also ratsam, diese Ratschläge zu missachten und nach dem Studium das zu machen, was gerade für passend befunden wird. Hat man vorübergehend genug von der Uni, so ist ein Einstieg in die Praxis sicherlich eine gute Idee. Umgekehrt empfiehlt es, sich die Dissertation direkt nach dem Masterabschluss zu verfassen, wenn die Trennung von der Uni schwer fällt. Um den Entscheid, eine Dissertation zu verfassen, fällen zu können, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst ist ein Notendurchschnitt von mindestens 4.75 im Master of Law nötig, um zur Dissertation zugelassen zu sein. Weiter muss die Freude am Recherchieren und Schreiben gross sein. Wer die Dissertation nur aufgrund des Doktortitels machen möchte, sollte es besser sein lassen. Vielmehr muss man bereit sein, zwei bis vier Jahre zu investieren, in denen man nebst der Freude am wissenschaftlichen Arbeiten vor allem Durchhaltewillen mitbringen muss. Denn es gilt auch in Krisensituationen, die während dieser Zeit häufig vorkommen können, an seiner Arbeit festzuhalten. Um eine Dissertation verfassen zu können muss auch die finanzielle Lage stimmen. Geeignet ist eine 50% Stelle als Assistent an der Uni oder eine andere teilzeitige Tätigkeit. Interessant sind aber auch Förderprogramme, wie das des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Sie ermöglichen vor allem einen Forschungsaufenthalt im Ausland und stellen dafür Stipendien zur Verfügung. Ob, wann, wie und wo ein Doktortitel erlangt werden soll, muss jeder für sich entscheiden, auf sein Gefühl hören und insbesondere weniger aufgrund der akademischen Karriere den Entscheid fällen, sondern viel mehr, aufgrund der ungebrochenen Freude am Forschen und dem Willen sich intensiv auf ein spezifisches Rechtsgebiet zu konzentrieren. Hussein Noureddine Jonas Vetter

6 Neue Masterprogramme und neue Allianzen Im vergangenen Jahr hat die Fakultät ihr Angebot an Masterprogrammen erhöht und einen weiteren Kooperationsvertrag mit einer renommierten ausländischen Universität geschlossen. So startete zum Herbstsemester der neue Master of Arts in Business Communication. Dieser fokussiert auf die Besonderheiten der Wirtschaftskommunikation und betrachtet dabei insbesondere die Möglichkeiten der Neuen Medien. In einem multidisziplinären Ansatz werden sowohl die Aspekte der Informations- und Kommunikationswissenschaften betrachtet als auch Spezialisierungen in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Ethik und Volkswirtschaftslehre oder Information ermöglicht. Dieser neue Master richtet sich mit vielen Vorlesungen an frankophone Studenten; die späteren Berufsfelder sind vielfältig und umfassen alle möglichen Tätigkeiten im Bereich der internen und externen Unternehmenskommunikation, im Bereich der Public Relations und der Investor Relations oder auch im Marketing. In diesem Newsletter wird noch detaillierter über das Programm berichtet. Vereinbart wurde vor kurzem auch eine Kooperation zwischen unserer Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit der École de Management der Universität Straßburg. Mit der Wirtschaftshochschule der größten Universität Frankreichs wurde ein Doppeldiplomabkommen abgeschlossen, das es ab dem Herbst 2011 Studierenden erlauben wird, innerhalb von zwei Jahren an zwei renommierten Universitäten zu studieren und zum Abschluss sowohl den Titel Master of Arts in European Business der Universität Freiburg als auch den Titel Master of Science in International and European Business der EM Straßburg. Das integrierte Programm umfasst ein Programm von 120 ECTS und baut im ersten Jahr auf der Struktur des Freiburger Master in European Business auf. Das zweite Studienjahr verbringen die Studierenden dann in Straßburg, wo sie auch die Möglichkeit haben, nach den Studienmonaten ein Firmenpraktikum zu absolvieren. Das neue Doppeldiplom tritt damit zu den bereits bestehenden Kooperationsabkommen unserer Fakultät, wie sie etwa im Bereich der Volkswirtschaftslehre in einem Doppeldiplomabkommen mit Rennes in Frankreich und Tampere in Finnland bestehen. Insgesamt bietet damit die Fakultät sieben verschiedene Masterprogramme an, wobei die Wahlmöglichkeiten durch Spezialisierungen, Doppeldiplome sowie die Mobilitätsprogramme noch weitaus größer sind. Damit bestehen für die Studierenden immer mehr Optionen, eher breit orientiertes Wissen in den Masterprogrammen durch vertiefte Spezialprogramme zu ergänzen und sich somit noch klarer am Arbeitsmarkt zu positionieren, was zunehmend auch für Studierende attraktiv ist, MASTER OF ARTS IN EUROPEAN BUSINESS and Dual Degree Programme with EM Strasbourg Business School die ihren Bachelorabschluss an einer anderen Universität in der Schweiz oder im economics and social Ausland sciences erlangt haben. UNIVERSITY OF FRIBOURG / FACULTY OF ECONOMICS AND SOCIAL SCIENCES Mehr Informationen: Nathalie Koenig, Pérolles 2 - Bd de Pérolles

7 Das Internationale Jahr der Chemie 2011 von Katharina M. Fromm 1911, nur 10 Jahre nach der Einführung des ersten Nobelpreises, hat Marie Curie als erste Frau den Chemie-Nobelpreis erhalten, nachdem sie ihn 1903 im Fach Physik mit ihrem Mann geteilt hatte. Sie ist damit die bis heute einzige Frau, die zwei Nobelpreise erhielt, und das noch in zwei naturwissenschaftlichen Disziplinen. Anlässlich dieses 100jährigen Jubiläums erklärte die UNO das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Chemie. Die offizielle, internationale Eröffnung fand im UNESCO-Hauptquartier in Paris am 27. und 28. Januar statt, in der Schweiz am 15. Februar in Bern. Auf der ganzen Welt werden über das Jahr verteilt etliche Aktivitäten organisiert. Ziele der Aktionen sind es, die Beteiligung der Chemie an unserem heutigen Lebensstandard besser zu vermitteln, bei den jungen Leuten das Interesse an Chemie zu wecken und eine positive Grundstimmung für eine kreative Chemie für die Zukunft zu kreieren. Auch in Freiburg ist einiges los zum Jahr der Chemie. Unter der Federführung des Departements Chemie fanden und finden zahlreiche Aktivitäten statt. Im Januar zählten wir den Rekord von über 500 Schülern aus Orientierungsstufen des Kantons Freiburg, die sich, auf zwei Experimentalvorlesungen verteilt, einen Eindruck von Chemie machten. Am Berufsforum START präsentierten Mitarbeiter des Departements Chemie während 6 Tagen Ausstellungsversuche, Informationsmaterialien und Thermokarten als Geschenke. Im März stand der Auftaktvortrag zu den Chaim Weizmann Lectureships an, der von der Chemie-Nobelpreisträgerin 2009, Prof. Ada Yonath vom Weizmann Institute gehalten wurde. Im April präsentierte sich die Freiburger Chemie mit ihrer energierelevanten Forschung an der schweiz-weit bekannten Messe Energissima und im Mai trifft man uns an einem Stand der Fête de Pérolles, hoffentlich ohne Regen. Im Juni 2011 geht es dann dem Höhepunkt der Freiburger Aktivitäten zum Jahr der Chemie entgegen. Es beginnt mit einem Luftballonwettbewerb am 1. Juni. Wer einen Ballon mitsamt Karte findet, sollte unbedingt damit am 18. Juni zum grossen Fest der Chemie ans Departement Chemie kommen. In der Woche vom 14. bis 18. Juni gibt es bei uns Vorträge für Jung und Alt, Gross und Klein zu ganz verschiedenen Themen: Wollen Sie wissen, warum wir altern und welche Prozesse in uns dabei passieren? Dann kommen Sie am Mittwoch, 15. Juni zum Vortrag von Bernd Giese. Stellen Sie die Frage nach dem Leben und seinem Zusammenhang mit Wasser, so ist der Vortrag vom Wetterfrosch Mario Slongo spannend. Und falls Sie gerne Schokolade essen, sollten Sie sich den Beitrag von Alexandre Sacerdoti von Chocolats Villars auf keinen Fall entgehen lassen. Wann immer Sie kommen in der Woche vom Juni, die Vorträge finden um 17h15 im grossen Hörsaal des Departements Chemie, Chemin du Musée 9 (Campus Pérolles) in Freiburg statt. Jeweils nachher gibt es einen Apero. Mehr Informationen: Katharina Fromm, Dept Chemie, Chemin du Musée 9, 1700 Fribourg,

8 Projekt-Unterstützung Informations-Sitzung Der Hochschulverein der Universität Freiburg und das Departement für Sprachen und Literaturen haben am 2. Dezember 2010 eine gemeinsame Sitzung über die beruflichen Perspektiven organisiert, die sich ausser dem Lehrerberuf den Studierenden der Philosophischen Fakultät, der Sprachen und benachbarten Disziplinen bieten. Olivier Curty (Unifr), Dr. Alexander Dafflon (Direktor des Freiburger Staatsarchivs), Mathias Halter (Chef für Waffenkontrolle und Abrüstungspolitik, Bern) und Thierry Waser (Verantwortlicher der Buchreihen beim Peter Lang Verlag) haben rund 60 Studierenden ihre Tätigkeit und ihren Berufsbereich vorgestellt und die anschliessenden Fragen beantwortet. Das darauf folgende Aperitif ermöglichte informelle Kontakte. Der Präsident des Departements für Sprachen und Literaturen dankt dem Hochschulverein, den Studierenden durch diese Informations-Sitzung die verschiedenen beruflichen Laufbahnen aufgezeigt zu haben, die sich nach einem Studium an der Philosophischen Fakultät bieten. Studienreise Der Hochschulverein der Universität Freiburg hat eine Studienreise nach Neapel, die von der Philosophischen Fakultät organisiert wurde, unterstützt. 27 Studierende haben während 5 Tagen intensive und bereichernde Erfahrungen auf kultureller wie persönlicher Ebene ausgetauscht. Für die letzten Tage stand Pompeji auf dem Programm, wo die Studierenden mit einem Führer die Landesbibliothek besuchen und Manuskripte von Apuleio, Dante, Petrarca, Boccaccio, Boiardo bis Leopardi bewundern konnten. Diese 5 Tage waren gefühlsgeladen, und die Reiseveranstalter danken dem Hochschulverein herzlich, dazu beigetragen zu haben. Indem sie zu Fuss durch Neapel gingen, haben sie von der Piazza del Plebiscito über die Piazza Dante zur Via die Tribunali die berühmte Kapelle San Severo besucht, in der die Plastik Cristo velato des Künstlers Giuseppe Sanmartino besichtigt werden kann. Der Besuch des unterirdischen Neapels hat alle tief beeindruckt.

9 Agenda Treffen in Zürich Am findet im Restaurant Vis à Vis in Zürich ein Alumnitreffen statt. Bei diesem Treffen wird Herr Dr. iur. Patrick Krauskopf einen Vortrag zum Thema: Weko: Millionenbussen, Hausdurchsuchungen, Kronzeugen und Gefängnisstrafen halten. Herr Dr. iur Patrick Krauskopf hat an den Universitäten Freiburg und Berkeley studiert. Er ist Anwalt in einer renomierten Zürcher Kanzlei und Vizedirektor sowie Chef International Affairs, Wettbewerbskommission Weko Jahr der Chemie Fête de Pérolles Freiburger Woche der Chemie Vortragsreihe Série de Conférences grand public Chemin du Musée Fest der Chemie Der Hochschulraum Schweiz ist seit der Gründung der Universität Basel 1460 kontinuierlich gewachsen und das Resultat historischer und kultureller Befindlichkeiten. Das zeigt sich auch im Hochschulartikel der Bundesverfassung und im geplanten Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG). Sie sorgen gemeinsam für einen funktionierenden und zukunftsgerichteten Hochschulraum von hoher Qualität. Hochschulen, gerade Universitäten, sind nicht nur Orte der Ausbildung, sondern Orte der Bildung. Neben den vom Arbeitsmarkt verlangten Fähig- und Fertigkeiten tragen sie auch viel zur Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen bei. Gerade die Universität Freiburg tut dies vorbildlich. Urs Schwaller Ständerat FR Impressum : Responsables : Monique Monney-Vix Alumni Laure Schönenberger Ruffieux Layout : 2 parutions annuelles - tirage 1000 ex. Association des Amis de l Université de Fribourg Miséricorde Fribourg

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