Agrarsoziale Gesellschaft e.v.

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1 Agrarsoziale Gesellschaft e.v. Resolution für die ländliche Entwicklung Exkursionen der ASG-Tagung in Cottbus Freiwillige Selbstkontrolle Nachhaltigkeit H Jahrgang Nr. 04 Juli/August 2006

2 ASG-Herbsttagung 23./24. November 2006 Ländliche Räume zwischen Lissabon-Strategie, leeren Kassen und Metropolregionen P r o g r a m m Donnerstag, Foren und Exkursion (parallel) Mitgliederversammlung Vortrag Europäische Regionalpolitik und Lissabon-Strategie Leitlinien der Gemeinschaft für den Förderzeitraum Constanze KREHL Abgeordnete des Europäischen Parlamentes, Mitglied und Berichterstatterin im Ausschuss für regionale Entwicklung Freitag, VORTRAGSTAGUNG Mit Volldampf an der Nachhaltigkeit vorbei Zur Lissabon-Strategie und deren Fixierung auf Wirtschaftswachstum, Innovation und Vollbeschäftigung PD Dr. Uta von WINTERFELD Wuppertal Institut, Wuppertal Vernachlässigt und abgekoppelt? Ländliche Räume zwischen Lissabon-Strategie und Metropolregionen Dr. Karl-Peter SCHÖN Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn Der Rand der Verantwortungsgemeinschaft Ländliche Räume und die Neuinterpretation des Gleichwertigkeitsziels Univ.-Prof. Dr. Ulf HAHNE Universität Kassel, Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Nähere Informationen und Anmeldung bei: Agrarsoziale Gesellschaft e.v. Tagungsort: Postfach 1144 Clarion Hotel Göttingen Kasseler Landstr. 45 Fon (0551) Göttingen Fax (0551)

3 Inhaltsverzeichnis 1 ASG 2 Resolution: Vorrang für die ländliche Entwicklung! ASG-Tagung in Cottbus: Exkursionen vermitteln hohe Lebensmittelqualität 3... Region Spreewald, Brandenburg 7... Wojewodschaft Lubuskie, Polen Liberecer Kraj/Nordböhmen, Tschechien 14 ASG-Veranstaltung: Kleinkredite ein Instrument zur Unterstützung von KMU Agrarpolitik 17 Agrarpolitik mit der Kanzlerin: Ohne viel Worte 19 Interview mit Jean Ziegler: Der Kapitalismus ist schuld am Hunger Landwirtschaft 21 Neue Aufgabenbereiche für Genossenschaften 23 Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften: Zoonosen im Blickpunkt 24 BAG der Landwirtschaftlichen Familienberatungen und Sorgentelefone: Internationale Tagung zu Generationskonflikten 24 Wissenschaftsrat: Konzentration auf sechs Agrarforschungsstandorte Ländlicher Raum 25 Das Verhältnis zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen als Herausforderung für die Regionalentwicklung 30 Bürgerschaftliches Engagement in Liener 34 Offene pommersche Dorfkirchen 37 Forschungsvorhaben: Freiwillige Selbstkontrolle Nachhaltigkeit in Region und Stadt 41 Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude: Projekt Rimhorn 43 Ausstellung: Jagd in der Lüneburger Heide Termine Europäische Biomassetage der Regionen 45 Messetrio RENEXPO, IHE HolzEnergie und reconstruct Personalien 45 Gerd Sonnleitner als DBV-Präsident bestätigt 45 Heinz-Christian Bär mit Max-Eyth-Denkmünze in Silber ausgezeichnet Für Sie gelesen 46 Organisatorische und technologische Innovationen in der Landwirtschaft 46 Regionen Aktiv: Neue Wege in der Regionalförderung? 47 Ohne Menschen keine Wirtschaft Für Sie gesurft 48 Foto Titelseite: I. Fahning ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

4 2 ASG Resolution: BLG Vorrang für die ländliche Entwicklung! Ländliche Räume sind Heimat von 56 Mio. Menschen und damit 68 % der Bevölkerung. 57 % der Wirtschaftsleistung wird im ländlichen Raum erbracht, er ist mit fast 23 Mio. Arbeitsplätzen ein bedeutsamer Wirtschaftsstandort. Daher darf die Entwicklung ländlicher Gebiete außerhalb der Ballungszentren nicht aus den Augen verloren werden. Vor diesem Hintergrund begrüßen der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Deutsche Landkreistag (DLT), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), die Agrarsoziale Gesellschaft (ASG) und der Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG), dass es zu einem Kompromiss der EU-Staats- und Regierungschefs zur Finanzierung der ländlichen Entwicklung für die Jahre 2007 bis 2013 gekommen ist. Allerdings sehen sie mit Sorge, dass es zu Mittelkürzungen im Bereich der Agrarpolitik zu Lasten der ländlichen Entwicklung kommt. Im Vergleich zur aktuellen Situation drohen Kürzungen von bis zu knapp 40 % der Gelder. Für die ländliche Entwicklung stehen damit in Deutschland im neuen Förderzeitraum 2,1 Mrd. an EU-Mitteln weniger zur Verfügung als im Zeitraum 2000 bis Deshalb fordern die Verbände Bund und Länder auf, bei der nationalen Mittelverteilung alle Optionen zur Umschichtung der Gelder in die ländliche Entwicklung zu nutzen. Die massiven Sparmaßnahmen bei der ländlichen Entwicklung sind mit den Zielen der Nachhaltigkeit, die sich die EU selbst gesetzt hat, nicht vereinbar. Viele Bemühungen für eine Stabilisierung ländlicher Räume durch die Stärkung der ländlichen Zentren, für Arbeitsplätze in ländlichen Räumen und für mehr Umweltschutz in der Agrarpolitik sind ernsthaft gefährdet. Mit dem Budget für die ländliche Entwicklung fördert die EU beispielsweise die regionale Vermarktung von Qualitätsprodukten, die Schaffung auch außerlandwirtschaftlicher Arbeitsplätze, die Dorferneuerung, die Erarbeitung und Umsetzung von regionalen und örtlichen Entwicklungskonzepten oder die Honorierung von Naturschutzleistungen. Des Weiteren sollen auch wichtige Aufgaben aus der Umweltpolitik wie Zahlungen im Zusammenhang mit dem europäischen Biotopverbund Natura 2000 und örtliche Maßnahmen des Hochwasserschutzes mit Hilfe der Mittel für die ländliche Entwicklung finanziert werden. Diese hätte damit zukünftig wesentlich mehr Aufgaben mit deutlich weniger Geld umzusetzen. Dieser Widerspruch ist ohne nationale Umschichtungen nicht lösbar. Die ländliche Entwicklung in Deutschland ist für Zukunftsaufgaben wie die Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten für die Bewohner der ländlichen Räume, Einkommensalternativen für die Landwirtschaft und Strategien gegen die Entleerung ländlicher Regionen sowie die Behebung von Infrastrukturdefiziten von zentraler Bedeutung. Ohne Wachstum und Arbeitsplätze in der Fläche gibt es keinen Aufschwung. Die Verbände plädieren deshalb für ein nationales Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. Dies könnte kostenneutral aus den Agrarmitteln der EU finanziert werden. Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag zu einer ausreichenden Absicherung und gleichgewichtigen Entwicklung städtischer und ländlicher Räume bekannt. Gemeinsam werden die Verbände auf die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung drängen. Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Josef Göppel, MdB, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) e.v. Landrat Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages gez. Dr. Boß Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften Dr. Hans-Hermann Bentrup, Vorsitzender des Vorstandes der Agrarsozialen Gesellschaft e.v. Berlin, den Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

5 ASG 3 ASG-Tagung in Cottbus: Exkursionen vermitteln hohe Lebensmittelqualität Region Spreewald, Brandenburg Die Exkursion A* hatte zum Ziel, die qualitativ hochwertige Nahrungsmittelproduktion im Spreewald kennen zu lernen. Vorgestellt wurden neben drei landwirtschaftlichen Betrieben, einem Fischzuchtbetrieb und zwei Verarbeitungsbetrieben auch Aktivitäten der grenzübergreifenden Wirtschaftsförderung für Landwirtschaft und ländlichen Raum. Ökologische Höfegemeinschaft Gut Ogrosen Das Gut Ogrosen wird in Form einer Höfegemeinschaft bestehend aus vier selbstständigen Betrieben nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Die Betriebe wirtschaften in den Bereichen! Ackerbau und Milchviehhaltung,! Milchschafhaltung,! Ziegenhaltung und! Gemüsebau. Gut und Partnerbetriebe sind Mitglieder im Anbauverband Gäa e.v. Eine große Bedeutung hat die eigene Verarbeitung von Milch und Fleisch, wofür auf dem Gutshof zwei Molkereien sowie eine Schlachtstätte zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird aus eigenem Getreide zweimal wöchentlich Brot gebacken. Alle Erzeugnisse der vier Betriebe sind im Hofladen erhältlich. Zugekaufte Waren wie Obst, Säfte, Wein, Honig, Nudeln, Gebäck u. v. m. vervollständigen das Sortiment. Vermarktet werden die Produkte des Gutes auch über den Lieferservice Ogrosener Landkiste, den der Gemüsebaubetrieb organisiert. Milchschaf- und Ziegenhof sind regelmäßig auf verschiedenen Märkten, z. B. in Berlin, vertreten. Sämtliche Mähdruschfrüchte werden über die Erzeugergemeinschaft Biokorntakt vermarktet. Diese arbeitet mit einem Qualitätsmanagementsystem, das alle Bereiche von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die Lagerung bis zur Belieferung der Kunden erfasst. Zur Erhaltung und Wiederherstellung der Tiergesundheit werden im Milchviehbetrieb das Milchsäureprodukt Kanne Fermentgetreide und homöopathische Mittel eingesetzt. Zusammen mit ca. 40 anderen Landwirten aus der Region engagiert sich der Betriebsleiter des Gutes, Lütke Schwienhorst, im Arbeitskreis Gentechnikfreier Spreewald. Genetisch veränderte Organismen (GVO) könnten die Existenz des Ökobetriebes gefährden, da die Produkte bei einer Verunreinigung mit GVO von über 0,9 % nicht mehr als Bioprodukte verkauft werden können. Frühstück auf dem Gut Ogrosen Hofladen Schafstall * Die Exkursion wurde am 1. Tag von Dieter Irlbacher, Geschäftsführer des Spreewaldvereins, und am 2. Tag von Hans-Joachim Kohlase, 1. stellv. Vorsitzender des Spreewaldvereins, begleitet. Fotos: I. Fahning Ostfriesische Milchschafe ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

6 4 ASG Schafkäseherstellung Da das räumliche Potenzial des Gutes, auf dem zzt. etwa 15 Personen, zwei Auszubildende und zeitweise Praktikanten arbeiten, noch nicht vollends ausgeschöpft ist, sind weitere Betriebsgründungen geplant. In einem bereits teilweise renovierten Landarbeiterhaus sollen künftig Gäste Ferien auf dem Biohof machen können. Konventionelle Landwirtschaft Zwei der besuchten landwirtschaftlichen Betriebe sind aus ehemaligen LPGen hervorgegangen. Gemeinsam ist beiden, dass ein Schwerpunkt der Produktion auf der Erzeugung von Milch liegt. Die Betriebe halten jeweils ca. 200 Milchkühe und haben eine Quote von 1,3 bzw. 1,5 Mio. kg Milch. Beide vermarkten ihre Milch an die Molkerei Alois Müller GmbH & Co., was die Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards insbesondere hinsichtlich Fütterung und Hygiene voraussetzt. Die Agrargenossenschaft Neu Zauche betreibt darüber hinaus Ochsenmast, Futter- und Marktfruchtanbau. Das Grünland der Agrargenossenschaft befindet sich fast ausschließlich im Biosphärenreservat Spreewald. Gemäß einer Selbstverpflichtung bewirtschaften die Landwirte dieses im Schutzgebiet extensiv und verzichten auf mineralische Düngung, Herbizide sowie Umbruch bzw. Grünlanderneuerung. Seinen Roggen vermarktet der Betrieb seit 2005 an eine Bioethanolgroßanlage. Rekultivierung durch Landwirtschaft 20 Personen bewirtschaften den ha LN umfassenden Landwirtschaftsbetrieb Zinnitz-Groß Jehser (GmbH) in der Bergbaufolgelandschaft des Förderraumes Kittlitz, wo bis 1996 Rohbraunkohle gefördert wurde. Auf dem Betrieb gibt es neben Milchkühen rund Mastschweine und 80 Sauen. Sowohl in der Schweineals auch in der Rinder- und Milchproduktion hat sich der Betrieb für Qualitätsmanagement entschieden, im Bereich der Feldwirtschaft ist es in Vorbereitung. Die ehemaligen Tagebauflächen sollen wieder in den bestehenden Naturraum eingebunden und für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bzw. zur naturnahen Erholung genutzt werden. Trotz umfangreicher Kultivierungsmaßnahmen sind die Böden nach wie vor stark degeneriert. In mehreren Studien und regelmäßigen Bodenuntersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die bewirtschafteten Flächen, auch Aschekippen, keine Schadstoffe enthalten und somit eine qualitativ hochwertige Brotgetreideerzeugung möglich ist. Während der Boden bis auf Phosphor alle Pflanzennährstoffe enthält, fehlen ihm Bodenleben, organische Substanz und Humus. Betriebsleiter Wolfgang Sawade sieht es als seine Aufgabe an, dies Rekultivierte Fläche: Luzerneanbau auf einem Pflugkippenschlag, auf dem Asche verkippt wurde, im Hintergrund eine Sanddorn- und Ölseidenhecke Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

7 ASG 5 dem Boden in jahrelanger Bewirtschaftung zuzuführen. Auf einem Teil der Flächen stellt die Erosion eine große Gefahr dar, weshalb sie immer mit Bewuchs bedeckt sein müssen. Die Bearbeitung ist wegen der Bodenerosion durch Wind bei Trockenheit und des schnellen Einsinkens der Maschinen bei Nässe nur an wenigen Tagen möglich. Für diese Standorte eignet sich v. a. der Anbau von Luzerne als tief wurzelnder Pionierpflanze, der 10 % Weidelgras beigemischt wird. Forellen im Bypass des Kühlwasserkreislaufs Peitzer Teichwirtschaft mit Räucherei für Süßwasserund Seefisch Rund um Peitz besitzt die Fischzucht eine bis in das 16. Jahrhundert zurückgehende Tradition. Zum Unternehmen der Peitzer Edelfisch Handelsgesellschaft mbh gehören ha Teichwirtschaften in Brandenburg und Sachsen sowie Warmwasserfischzuchtund Netzgehegeanlagen, zwei Verarbeitungsbetriebe, mehrere Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomien. Die Peitzer Teiche bilden mit einer Fläche von ha das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands. Hier werden Karpfen (Hauptfisch), Schleie, Welse und Zander sowie Satzfische aufgezogen. Im Herbst werden kg Fisch pro m3 Wasser (= pro ha) geerntet. Im Bypass des Kühlwasserkreislaufs des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde liegt die Warmwasserfischzuchtanlage. Ihre Jahresproduktion beläuft sich auf knapp 200 t Satzfisch und ca. 50 t Forellen. Darüber hinaus werden hier auch Störe, Satzaale und weitere Fische gezüchtet. In Raddusch betreibt das Unternehmen eine Räucherei, in der von September bis Mai ca. 30 Personen arbeiten. Pro Jahr produziert der Betrieb ca t Fertigware. Wärmerückgewinnung und neueste Maschinen für die Haltbarmachung sowie für die Verpackung ermöglichen eine energiebzw. zeitsparende Produktion von hochwertigem Räucherfisch. Überwiegend handelt es sich um Seefisch, der tiefgekühlt in Raddusch ankommt. Neben Heilbutten, Rotbarschen und Sprotten werden auch Fische aus den eigenen Teichen, wie Forellen und Karpfen, geräuchert. Die Räucherei wendet das HAC- CP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Point) an, ein System zur Selbstkontrolle und Analyse möglicher Gefahrenquellen, das für Händler und Verbraucher einen Schutz darstellt. Seit 2005 kooperiert die Peitzer Edelfisch Handelsgesellschaft mit ihrer einstigen Konkurrentin Deutsche See GmbH & Co. KG. Unter der Marke Peitzer Fisch vertreibt dieser Fischgroßhandel die Erzeugnisse aus der Radduscher Räucherei. Sprotten und Heilbutt warten auf das Räuchern ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

8 6 ASG Körbe für die Gurkenernte Gurkengläser In der RABE-Museumsstube Auf dem Fließ Agrargenossenschaft Neu-Zauche Verarbeitung und Vermarktung von Spreewald-Gemüse Die RABE Spreewälder Konserven GmbH in Boblitz verarbeitet mit 55 fest Angestellten sowie 50 Saisonarbeitskräften jährlich etwa Tonnen Gemüse. Konserviert werden neben Gurken mehrere für den Spreewald typische Gemüsesorten wie Meerrettich, Kürbis, Weiß- und Rotkohl. Sowohl die Gemüserohware als auch die Kräuter stammen aus der Spreewaldregion, so dass die Firma mit der von der EU geschützten geographischen Angabe Spreewälder Gurken sowie Spreewälder Meerrettich werben darf. Außerdem besitzt der Betrieb das Zertifikat zur Verwendung des Logos der regionalen Dachmarke Spreewald. Die Vermarktung erfolgt u. a. über einen Online-Shop, einen Werksverkauf und das Rabennest, in dem Gerichte aus der Region angeboten werden. Auf dem Wasserweg zu Gasthaus und Senfmanufaktur Zwischen zwei Spreewald-Fließen (Kanälen), nur per Kahn erreichbar, liegt das Gasthaus Kaupen No. 6 in einem für den Spreewald typischen Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert. Neben dem Gasthaus führen die Inhaber die Spreewälder Senfmanufaktur, in der seit 1946 meist etwas schärfere Senf- und Meerrettichprodukte entstehen. Sie verarbeiten frische, ökologisch angebaute Erzeugnisse aus der Region. Durch die Verwendung naturbelassener, nichtentölter Senfsaat sowie den Verzicht auf (synthetische) Konservierungsstoffe sind ihre Senfvariationen reich an ätherischen Ölen, die eine heilende und verdauungsanregende Wirkung besitzen. Grenzüberschreitende (Land-)Wirtschaftsförderung Das Deutsch-Polnische Eurozentrum (DPE) unter dem Dach der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Spree- Neiße in Guben, organisiert die wesentlichen Aktivitäten der grenzüberschreitenden Wirtschaftsförderung des Landkreises. Das zweisprachige Team kooperiert mit polnischen Behörden und Einrichtungen, was die Wege durch die Instanzen für Unternehmen, die grenzüberschreitend kooperieren oder investieren wollen, verkürzt. Neben Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten wird konkrete Hilfestellung bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten, dem Verfassen von Anträgen oder durch die Begleitung von Unternehmen nach Polen geboten. Umgekehrt wurden bereits auch Polen, die Ferienunterkünfte auf dem Land anbieten, nach Deutschland eingeladen. Neben einer individuellen Beratung bekamen diese die Möglichkeit, Ferienunterkünfte im Spreewald zu besichtigen. fa Die ausführlichen Exkursionsberichte sind auf der ASG- Website unter zu finden. Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

9 ASG 7 Wojewodschaft Lubuskie, Polen Landwirtschaft im Wandel der Zeit Zielona Góra (Grünberg) sowie fünf sehr unterschiedliche landwirtschaftliche Betriebe waren das Ziel der Exkursion B* in die Wojewodschaft Lubuskie. Ein Weinberg und ein Winzerhaus aus dem Jahr 1818 erinnern in Zielona Góra an die ausgedehnten Rebflächen, die einst etliche Anhöhen rund um die Stadt bedeckten. Charakteristisch für die Region ist heute der hohe Waldanteil mit 49 % der höchste in Polen und der trotz äußerst geringer Niederschlagsmenge große Gewässerreichtum. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten sich neben individuellen kleinbäuerlichen Wirtschaften groß angelegte Staatsbetriebe, die Anfang der 1990er Jahre im Rahmen des Übergangs von der Plan- zur Marktwirtschaft per Gesetz wieder aufgelöst bzw. privatisiert wurden. Inwieweit der Beitritt des Landes in die EU eine Umstellung für die landwirtschaftlichen und verarbeitenden Betriebe bedeutet, wurde u. a. an den besichtigten Betrieben deutlich. Genossenschaftliche Produktion, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte Die vor acht Jahren gegründete Molkerei Nowa Wieœ östlich von Frankfurt/Oder ist Teil einer einer landwirtschaftlichen Genossenschaft mit eigener Verarbeitung und Vermarktung. Zur Genossenschaft gehören ha Land, Mastschweine sowie 150 Milchkühe mit einer jährlichen Leistung von durchschnittlich l pro Kuh. Neben der Molkerei, in der alle zwei Tage l Milch zu Butter, Quark, Sahne und Konsummilch verarbeitet werden, betreibt die Genossenschaft einen Schlachthof und neun Geschäfte bzw. Imbissstuben. Im Gegensatz zum Schlachthof, für den eine EU- Zulassung angestrebt wird, ist diese für die Molkerei nicht erforderlich, weil die Vermarktung sämtlicher Molkereiprodukte in den eigenen Geschäften erfolgt. Mit insgesamt rd. 95 Beschäftigten ist die 1961 gegründete Genossenschaft der größte Arbeitgeber der Region. Zielona Góra Zielona Góra Milchverarbeitung Molkerei Nova Wieœ * Dr. Georg Moskwa, Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, und Marek eromski, Vizemarschall der Wojewodschaft Lubuskie, Zbigniew Waligóra, Marschallamt Lubuskie Fotos: C. Elbel/J. Westphal Quarkherstellung ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

10 8 ASG Fischwirtschaft Karp Verwaltungsgebäude Fischwirtschaft, Sägewerk und Fremdenzimmer Die seit 1993 als GmbH geführte Fischwirtschaft Karp bewirtschaftet mit 20 Angestellten über 600 ha Teich- bzw. Seefläche, führt ein Sägewerk und vermietet Fremdenzimmer. 90 % der gezüchteten Fische sind Karpfen, der Rest ist Beifang verschiedener Fischarten. Pflegemaßnahmen wie das Trockenlegen, Entschlammen, Kalken und Düngen (z. B. mit Mist) der Teiche dienen der Produktion von Naturnahrung und der Bekämpfung von Parasiten. Aufgrund der extensiven Bewirtschaftung und geringer Niederschlagsmengen sind die Erträge niedrig. Die Vermehrung und Aufzucht der Karpfen findet auf natürlichen Weg und ohne Hormongaben statt. Da es in der Region viele Fisch fressende Tiere gibt, bewacht ein Mitarbeiter die Laichteiche. Nach polnischem Gesetz ist der sog. Kontrollabschuss von Kormoranen, Graureihern und Fischottern in Teichwirtschaften erlaubt. Die Karpfen erreichen nach drei Jahren die Marktreife. Überwiegend werden sie in Polen meist lebend vermarktet oder in der angeschlossenen Gastronomie verwendet. Zzt. besteht nur ein geringes Interesse, die Vermarktung der Karpfen z. B. nach Deutschland auszuweiten, weil der Großhandelspreis in Polen über dem deutschen liegt. Dies lässt sich u. a. dadurch erklären, dass polnische Subventionen mit dem EU-Beitritt abgeschafft wurden und EU-Agrarumweltmaßnahmen noch nicht greifen. Traumberuf Landwirt Zusammen mit fünf Mitarbeitern bewirtschaftet der 60-jährige Józef Rapcewicz, von Beruf Maschinenbauingenieur, seit zehn Jahren 180 ha Land, das er von der staatlichen Agraragentur kaufte. Er hält 70 Milchkühe mit weiblicher Nachzucht. Die aus Dänemark stammenden Rinder (95 % HF, 5 % Simmentaler) stehen in einem etwa 100 Jahre alten Stallgebäude aus der deutschen Zeit und haben eine Leistung von l/jahr. Die Betriebsfläche umfasst rd. 30 ha Wald, 50 ha Grünland und 100 ha Ackerland auf für die Wojewodschaft typischen ertragsschwachen Sandböden. Als Futtergrundlage für die Rinder werden Luzerne, Mais und andere Getreidesorten angebaut. Schwierigkeiten hat der Betrieb, bei der Fütterung im Sommer ein ausgewogenes Eiweiß-Energie- Verhältnis sicherzustellen, da die Luzerne ein Überangebot an Eiweiß mit sich bringt. Der Vertrieb der Milch erfolgt über einen Zusammenschluss aus mehr als 100 Erzeugern, der v. a. an die Molkerei Müller in Dresden liefert. Zukünftig soll die Milch von einer italienischen Firma abgenommen werden. Für die Zukunft hat Rapcewicz den Bau einer Jauchegrube sowie die Modernisierung der Fütterungstechnik geplant. Für ihn hat sich die finanzielle Situation seit dem EU-Beitritt eher verbessert, da es vorher kaum Investitionsbeihilfen, auch nicht zur Bestandssicherung, gab. Heute kann er Mittel aus verschiedenen Fonds beantragen. Teichzulauf Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

11 ASG 9 Ökologischer Beerenobstbaubetrieb mit Vermarktungsproblemen Der Beerenobstbaubetrieb von Anna und Andrzej Kusiemczy ist seit 1990 nach ökologischen Richtlinien zertifiziert und gehört Ekoland, dem größten ökologischen Anbauverband Polens, an. Sukzessive wurde der Betrieb von 3 ha auf heute rd. 80 ha (60 ha Eigentum, 20 ha Pachtland) erweitert. Da sich die Felder in extremer Streulage (65 Einzelflächen im Umkreis von 40 km) befinden, treten sowohl technische als auch bürokratische Probleme auf. So ist z. B. Anna Kusiemczy einen Großteil ihrer Arbeitszeit damit beschäftigt, Förderanträge zu stellen. Die überwiegend schwarzen und roten Johannisbeeren, Aroniabeeren (Apfelbeeren, eine Züchtung aus der ehemaligen UdSSR) und Erdbeeren werden von 100 bis 150 Saisonarbeitskräften geerntet gelang es allerdings nicht, alle Erdbeeren zu ernten, weil die Arbeitskräfte nicht ausreichten. Ein weit größeres Problem stellt die Vermarktung der Früchte dar. Obwohl der Betrieb von vornherein auf den Export ausgerichtet und z. B die Obstreinigungsanlage den EU-Vorschriften entsprechend umgebaut wurde, kämpft er seit dem EU-Beitritt Polens und wegen der Importe aus Drittländern wie China oder Tunesien mit erheblichen Absatzschwierigkeiten. 25 t schwarze Johannisbeeren lagern im Kühlraum des Betriebes und müssen vernichtet werden, wenn sie nicht binnen 18 Monaten einen Abnehmer finden. Modernste Landwirtschaft durch ausländisches Kapital Den Abschluss der Exkursion bildete die Besichtigung eines ehemaligen staatlichen Großbetriebes, der nach 1990 mit dem Kapital einer holländischen Aktiengesellschaft neu aufgestellt wurde. Das Unternehmen besteht aus drei Bereichen: einem Futtermittelwerk, einer Schweinemastanlage und dem Bereich Ackerbau/Rinderhaltung. Es zählt rd. 200 Mitarbeiter, wobei im Futtermittelwerk mehr als die Hälfte beschäftigt sind. In den Bereichen Schweinemast und Ackerbau/ Rinderhaltung arbeiten 35 bzw. 40 Personen. Letzterer umfasst ha landwirtschaftliche Nutzfläche und Stück Vieh (550 HF, 380 Limousin und vielfältige Gebrauchskreuzungen aus beiden Rassen), davon 300 Milchkühe. Für die Fütterung wurden in einem Teil der bis zu 70 Jahre alten Gebäude Laufställe eingerichtet und mit Transponderstationen ausgestattet. Seit 1995 hat sich die Milchleistung pro Kuh von auf l/jahr erhöht, was auf die fortschrittliche Haltungsform und die engmaschige tierärztliche Betreuung der Rinder zurückgeführt wird. In Kooperation mit Wissenschaftlern und Veterinärmedizinern finden betriebsinterne Versuche mit Kraft- und Mineralfuttersorten statt. Momentan wird z. B. eine Studie durchgeführt, die zeigen soll, ob zusätzliche Selengaben die Fruchtbarkeit beeinflussen. Die landwirtschaftlichen Flächen verfügen über eine kombinierte Beregnungs- und Düngungsanlage, in der Wasser mit Gülle aus der Schweinemast gemischt werden kann. 100 ha der Nutzfläche liegen im Odertal und zeichnen sich durch schweren, nährstoffreichen Boden aus. Neben Mais (700 ha) erfolgt auf den meist 50 ha großen Schlägen der Anbau von Raps, Weizen, Roggen sowie Triticale. Das nicht direkt verfütterte Getreide kommt im Futtermittelwerk zum Einsatz. Während die Fleischrinder an einen polnischen Schlachthof geliefert und im Land vermarktet werden, wird die Milch an die Molkerei Müller vermarktet. ce Mechanische Unkrautbekämpfung in Erdbeeren Moderer Großbetrieb ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

12 10 ASG Liberecer Kraj/Nordböhmen Agro bílá Fleckvieh Vorbereitung der Käseformen Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelverarbeitung standen im Mittelpunkt der Exkursion C*. In der Region um Liberec (Nordböhmen) wurden produzierende und verarbeitende Betriebe besichtigt und die Themen Lebensmittelqualität und europäischer Wettbewerb mit Experten vor Ort diskutiert. Landwirtschaft hält Arbeitskräfte in Mittelgebirgslage Die böhmische Mittelgebirgsregion war neben ihrer landwirtschaftlichen Nutzung lange durch eine auch heute noch florierende Glasindustrie und die Textilherstellung geprägt. Gegenwärtig dominieren Autozulieferbetriebe den Arbeitsmarkt rund um Liberec und produzieren für Autohersteller weltweit. Es gibt so gut wie keine Arbeitslosigkeit und die gut ausgebildeten Kräfte wandern aus der Landwirtschaft in die Autofertigung ab. Der Landwirtschaftsbetrieb Agro bílá a.s. ist mit ha LN und 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größeren Arbeitgeber der ländlichen Region am Rande des Böhmischen Paradieses. Der wichtigste Betriebszweig ist die Milcherzeugung mit etwa 500 Fleckviehkühen und einer durchschnittlichen Milchleistung von kg pro Jahr. Durch Investitionen in neue Maschinen und soziale Programme kann der als Aktiengesellschaft organisierte landwirtschaftliche Betrieb Arbeitskräfte in der verkehrstechnisch schlecht angebundenen Region halten. Für eine erfolgreiche Vermarktung nutzt Agro bílá den direkten Kontakt zu den Abnehmern. Dies gilt sowohl für den Verkauf der Milch an die Molkerei als auch für den Absatz des Getreides, von dem ein Teil direkt an Bäckereien verkauft wird. Durch die EU-Mitgliedschaft Polens kann der Betrieb zahlreiche Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen, es müssen aber gleichzeitig mehr Qualitäts- und Umweltauflagen erfüllt werden. Erstmals hat der Betrieb wegen der Überschreitung der Milchquote um kg Sanktionen zu befürchten. So arbeitet die Milchwirtschaft derzeit zwar kostendeckend, aber aufgrund der Milchquote ohne Gewinne. Alle Betriebe in Tschechien hätten seit dem 1. Mai 2005 mit z. T. stark sinkenden Erzeugerpreisen zu kämpfen, so Betriebsleiter Jiri Sames. Er bemängelt besonders den Konkurrenzdruck aus dem Nachbarland Polen, das durch die Einsparung von Sozialabgaben bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln einen Preisvorteil von 30 % erzielen könne. Edamer light mit 30 % Fett Fotos: M. Busch * Begleitet wurde die Exkursion von Thaddäus Ziesch, Christlich Soziales Bildungswerk Sachsen e.v. (CSB), und Jan Hanzl, Öffentlich Nutzbringende Gesellschaft Ländlicher Raum (ÖNG), Liberec (Tschechische Republik) Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

13 ASG 11 Edamer und Butter für den tschechischen Markt In der Region verarbeitet die Privatmolkerei Plastcom a.s. täglich kg Milch aus einem Umkreis von 70 km. Spezialisiert hat sich der Betrieb mit 45 Mitarbeitern auf die Edamerproduktion. Neben einer eigenen Dachmarke produziert die Molkerei für unterschiedliche Marken der Handelsketten, die sie beliefert. Butter wird auch als Regionalmarke gehandelt. Die Produktpalette soll um Light-Produkte erweitert werden und die Produktion von Frischkäse (Feta) ist in Planung. Ein kleiner Teil der Produktion wird bereits nach Arabien exportiert. Was die Lebensmittelqualität anbelangt, so habe der EU-Beitritt keine wesentlichen Neuerungen für die Milchwirtschaft gebracht, betont Ing. Pavel Sviták. Allerdings musste in Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz und bauliche Maßnahmen zur Einhaltung strenger Hygienevorschriften sehr viel investiert werden. Die Erleichterung des Warenverkehrs über die Grenzen bringe ganz andere Probleme für die Molkerei mit sich. Große internationale Molkereien kauften vermehrt in Tschechien Milch zu höheren Preisen als regionale Molkereien und belieferten als Konkurrenten die großen Handelsketten damit zu Dumpingpreisen. Perspektivisch möchte die Molkerei auf dem slowakischen Markt Fuß fassen. EU-Fördermittel sollen jetzt erstmals beantragt werden, damit auch die Molke im Betrieb weiterverarbeitet werden kann. Spezialmehle und modernste Mühlentechnologie Die im Familienbesitz befindliche Mühle Perner am Fluss Iser produziert Mehle, die höchsten Ansprüchen genügen müssen. Nur so hat es der Betrieb an die Spitze der tschechischen Produzenten von Backmehlen geschafft und beliefert auch zwei große Bäckereien für Karlsbader Oblaten. Da die alte Technologie nicht zufriedenstellend arbeitete, wurde die Mühle gerade erst bei laufendem Betrieb innerhalb von acht Tagen umgebaut, so dass nun modernste Schweizer Mühlentechnik zum Einsatz kommt. Einen Produktionsausfall konnten wir uns nicht leisten sagt Ing. Jiri Brzon. Die Mühle läuft rund um die Uhr und die Großabnehmer werden bei Bedarf auch sonntags beliefert. Das gegenwärtige Sortiment umfasst 30 Produkte. Seit dem EU-Beitritt bestimmt der Kunde die Qualität und die Mühle Perner hat darauf entsprechend reagiert. Ing. Brzon sieht die Stärke des Unternehmens darin, nicht zu groß zu sein und flexibel auf die Nachfrage der Kunden nach verschiedenen Qualitäten reagieren zu können. Mit traditionellen Backwaren und Spezialgebäcken setzt Großbäckerei auf mehrere Standbeine In der Bäckerei Jizerské pekárny werden monatlich etwa 900 t Back- und Konditoreiwaren erzeugt. Täglich werden 15 betriebseigene Verkaufsstellen sowie 700 Kunden in Nordböhmen beliefert. In Dresden wird gemeinsam mit einer tschechischen Schlachterei eine Filiale für Backwaren und böhmische Wurstspezialitäten betrieben. Da die Nachfrage nach diätetischen Backwaren in Tsche- Lieferfahrzeug der Molkerei Plastcom a.s. Mühle Perner Absacken des Mehls Moderne Mühlentechnik Traditionelle Backwaren ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

14 12 ASG Herstellen von Hörnchen Sauerteigbrote beim Aufgehen Obstmosterei und -brennerei Obstbrandherstellung chien stetig steigt, hat die Bäckerei einen Schwerpunkt auf die Herstellung glutenfreier Backwaren gelegt. Auch Bioprodukte sind im Angebot. Der technische Leiter Stefan Mlich ist stolz auf die bewährte und individuelle Qualität der Produkte. Er verwendet alte Rezepturen auch mit neuen Rohstoffen, da die Leute auf dem Land ihre traditionellen Backwaren immer noch zu schätzen wüssten. Mit Hilfe eines Qualitätsmanagementsystems werden sowohl die nationalen als auch die Vorgaben der EU-Verordnungen für den Gemeinsamen Markt seit dem EU- Beitritt Tschechiens problemlos eingehalten und auch die Lieferanten der Bäckerei sind nach EU- Normen zertifiziert. Insgesamt setzt der Betrieb auf eine Diversifizierung der Produktpalette, um so auf dem europäischen Markt bestehen zu können. Auch wenn eine Existenz ohne die Vermarktung über internationale Handelsketten nicht möglich ist, soll doch der Aufbau eigener Handelsgeschäfte weiter vorangetrieben werden. Edelbrände und Most für den Erhalt von Streuobstwiesen 2002 gründete das Ehepaar Dana und Stanislav Kuèera die Obstmosterei und -brennerei in Køižany. Dort, wo die geschichtliche Entwicklung viel kaputt gemacht hatte, wollen sie regional wirtschaften und die typischen Streuobstwiesen erhalten. Jährlich werden 140 t Obst in der Mosterei und 140 t Obst in der Brennerei verarbeitet. Während die Obstbrände nur in Dienstleistung hergestellt werden, werden die Apfelund Birnensäfte für den Verkauf produziert. Der EU-Beitritt brachte den Kuèeras die Möglichkeit, Maschinen und andere Waren bei den europäischen Nachbarn zu kaufen. Seit 2005 arbeiten sie mit dem sächsischen Familienunternehmen Linke Fruchtsäfte zusammen und tauschen ihre Waren aus. Das kleine regionale Streuobstnetzwerk wurde erst kürzlich mit Mitteln des LEADER+-Programms zum Aufbau der Obstverarbeitung gefördert. Flugblätter werben auf tschechischer und deutscher Seite für die Wertschätzung alter Obstsorten der Region Liberec. Experten äußern sich zum europäischen Wettbewerb Bei einem Informationsaustausch in Liberec erklärten die beiden tschechischen Experten David Novák und Vítìzslav Kverka die Bedeutung von Erzeugergemeinschaften in Tschechien und die Aktivitäten der Agrarkammer. Erzeugergemeinschaften ermöglichen Landwirten im harten EU- Wettbewerb sowohl auf der Absatz-, als auch auf der Einkaufseite einen höheren Gewinn und sie haben in Böhmen eine lange Tradition. Das Preisdiktat der großen Handelsketten gab 1998 den Impuls zur Gründung neuer landwirtschaftlicher Handelsorganisationen. Heute werden mehr als 30 % der Milch in Tschechien über Erzeugergemeinschaften verkauft. Beim Fleisch und beim Getreide zeichnet sich bereits eine ähnliche Entwicklung ab. Nach Nováks Einschätzung werden schon bald das internationale Geschäft und die Zusammenarbeit von Erzeugern über Ländergrenzen hinweg stark an Bedeutung gewinnen, da auch die milchverarbeitenden Betriebe und die Handelsketten international agierten. Beratung und Information für Landwirte bietet die staatlich organisierte Agrarkammer Tschechiens auf regionaler Ebene. In ihr sind neben dem Bauernverband und dem Unternehmerverband verschiedene andere nichtstaatliche Agrarinstitutionen assoziiert. Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

15 ASG 13 Auch LEADER+-Aktionsgruppen sollen sich in Zukunft anschließen. Die Agrarkammer berät u. a. in Förderangelegenheiten und betreut Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raums. Besonders aufgrund der hohen EU-Hygiene- Standards habe es in den letzten Jahren einen Investitionsschub in der Landwirtschaft gegeben, so Vítìzslav Kverka. Er schätzt, dass die heutige Anzahl an Betrieben sich auch mittelfristig halten kann. Als Erfolg bezeichnet Kverka, dass Maßnahmen zur umweltgerechten Landbewirtschaftung im Kraj Liberec großflächig etabliert werden konnten. Neue Ansätze sieht der Vertreter der Agrarkammer bei Bioprodukten und der Weiterverarbeitung von Milch und Fleisch zu regionalen Spezialitäten auf hohem Qualitätsniveau. Verkostung von Obstsäften Ernährungsbildung in der deutsch-tschechischen Grenzregion Auf dem Weg nach Tschechien wurde das Ernährungs- und Kräuterzentrum des Klosters St. Marienstern als ein Beispiel überregionaler Zusammenarbeit des Christlich Sozialen Bildungswerks Sachsen e.v. (CSB) in der Oberlausitz besucht. Vom historischen Hortulus des Abtes Walahfrid Strabo bis zum Garten der Sinne bietet der Schau- und Lehrgarten des Bildungszentrums eine große Vielfalt gärtnerischer Gestaltung und zahlreiche Möglichkeiten themenorientierter Erlebnispädagogik. Silvia Ulrich (Dipl. oec. troph.) und Antje Meiser wollen mit ihrer Bildungsarbeit gesunde Ernährung mit gesunden Produkten in der Region verankern. Jährlich nehmen Schülerinnen und Schüler sowie viele interessierte Laien, Familien und Senioren am Projektunterricht im Garten und im Lehr- und Schaukabinett des Zentrums teil. Hier werden auch Veranstaltungen und Ausstellungen im Rahmen des Erzeuger- Verbraucher-Dialoges durchgeführt. Gerade bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird deutlich, dass Fast- und Convenience Food bereits ein transnationales Phänomen sind, sagt Silvia Ulrich. Sie hat im Rahmen des Projektes Ernährungserziehung und -bildung von Kindern und Jugendlichen in der Euroregion Neiße (unterstützt durch die EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III A) an deutschen und tschechischen Schulen eine Befragung zu den Ernährungsgewohnheiten in 6. bis 10. Klassen durchgeführt und einen ähnlichen Trend in beiden Ländern hin zu hoch verarbeiteten Lebensmitteln und zu einer reduzierten Esskultur nachweisen können. In einem unterscheiden sich die Kinder allerdings noch: Was das Lieblingsessen anbelangt, bevorzugen tschechische Kinder auch heute noch den Sonntagsbraten, während die deutschen längst die internationale Nudel an die erste Stelle setzen. sk Kloster St. Marienstern Heilziest hilft gegen Mückenstiche ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

16 14 ASG ASG-Veranstaltung: Kleinkredite ein Instrument zur Unterstützung von KMU Spätestens seit die Vereinten Nationen das Jahr 2005 unter das Motto Kleinkredite stellten, wird das Thema auch hierzulande vermehrt wahrgenommen. Die Erfahrungen der letzten 30 Jahre in Entwicklungsländern haben gezeigt, dass Menschen mit Hilfe von Kleinkrediten erfolgreich kleine Betriebe aufbauen und damit einen Weg aus Armut und Hunger finden können (s. LR 01/05, S. 50f.). In Europa beschränkt sich das Angebot von Kleinkrediten südlicher Prägung noch auf eine Marktnische, aber die Zahl derjenigen wächst, die keinen oder nur einen sehr begrenzten Zugang zu Finanzdienstleistungen haben. Bei einer Veranstaltung der Agrarsozialen Gesellschaft e. V. am 28. und 29. Juni 2006 in Hannover wurden verschiedene Modelle der Kleinkreditvergabe in Europa vorgestellt und ein überregionaler Austausch auf Expertenebene darüber ermöglicht. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III C mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und der niedersächsischen Staatskanzlei durchgeführt. Diese Gemeinschaftsinitiative fördert eine interregionale, grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union. Unter dem Titel Hanse- Passage arbeitet die ASG mit 15 Regionen aus Frankreich, den Niederlanden, Deutschland (Niedersachsen und die Hansestadt Bremen), Polen und Lettland zusammen. Niedersachsen läge sehr viel an der Unterstützung transnationaler Zusammenarbeit mit niedersächsischer Beteiligung und die Staatskanzlei habe die Aufgabe, diese Arbeit im Lande zu koordinieren, erläuterte die Vertreterin der Staatskanzlei Sabine Scholz. 24 Teilnehmende aus den beteiligten Regionen sowie aus Thüringen, Hamburg und Großbritannien kamen zu der Veranstaltung, die in den Räumlichkeiten der NBank stattfand. Dr. Sabine Johannsen, Mitglied des Vorstandes der NBank, erläuterte in ihrer Begrüßung den europäischen Gästen die Bedeutung der landeseigenen Bank für die wirtschaftliche Entwicklung des Bundeslandes. Mikrokredite in Deutschland Joop Kramer, Projektleiter, gab zunächst eine Einführung in das Projekt und berichtete über die bisherigen Arbeitsschritte. Die beiden folgenden Beiträge zeigten die Situation in Deutschland. Christoph Kneiding, Deutsches Mikrofinanz Institut, stellte die Kreditnachfrager in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Aufbauend auf die im Rahmen seiner Dissertation bei der Untersuchung zweier Existenzgründunginitiativen erworbenen Erkenntnisse, charakterisierte er die typischen Nachfrager nach Kleinkrediten in Bezug auf Kreditvolumen und -konditionen sowie die Bedürfnisse jenseits des Fremdkapitalbedarfs. Diese hätten negative Erfahrungen mit ihren Hausbanken gemacht, entweder weil ein Kredit abgelehnt worden und/oder weil die Betreuung durch die Banken unzureichend war. Bei den meisten Interessentinnen und Interessenten liegt der Kreditbedarf zwischen und ž, was der europäischen Definition von Kleinkrediten entspricht. In den ersten Jahren nach der Betriebsgründung besteht ein verstärkter Kreditbedarf zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen und zur Betriebs- Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

17 ASG 15 Foto: Cornelia Klaus Teilnehmer/-innen (von links nach rechts): Jean-Philippe Belland (FR), Jeroen Akse, Joop Kramer (beide NL); Nicolas Lizart (FR, vorn); Hedwig Boerrigter (NL), Helen Howard (UK), Frits Ronda (NL), Thomas König (DE), Céline Lepoire (FR), Ajit Peters, Henk Kuiper (beide NL) erweiterung. Gerade in dem Zeitraum nach Betriebsgründung bewerten die Interessierten die unkomplizierte Vermittlung sowie eine schnelle Verfügbarkeit von Kleinkrediten als besonders wichtig. Dr. Arnd Kölling, NBank, stellte den Kleinkreditansatz aus der Sicht einer Bank dar. Die NBank bietet als landeseigene Bank ein Kleinkreditprogramm über das Hausbankenprinzip an. Das derzeitige Angebot unter dem Titel Niedersachsen-Kleinkredit befindet sich in einer Pilotphase. Die Akzeptanz seitens der Banken und der Kreditnehmer wird über die Fortsetzung nach 2007 entscheiden. Gerade die Hausbanken haben in der Vergangenheit bei vergleichbaren Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sehr zurückhaltend reagiert, weil sie einen hohen Arbeitsaufwand befürchteten. Dennoch kamen beide Referenten zu dem Schluss, dass das Kleinkreditangebot hierzulande eine Marktnische mit Potenzial ist. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie hilfreich die Betrachtung dieses Finanzierungsinstrumentes aus Sicht der Kreditnehmer einerseits und der Banken andererseits war. Die ASG stellte die Ergebnisse ihrer Studie über Kleinkredite in Niedersachsen, die Bestandteil des Hanse-Passage-Projektes ist, vor. Ein Angebot an Kleinkrediten ist in Niedersachsen nur sehr eingeschränkt vorhanden. Neben dem o. g. Niedersachsen- Kleinkredit bietet lediglich der Göbi-Fonds in Göttingen Kredite für Existenzgründer im Raum Göttingen zu günstigen Konditionen an. An diesem Programm sind die örtliche Sparkasse sowie Stadt und Landkreis Göttingen beteiligt, indem sie über Bürgschaften Kreditausfälle weitgehend absichern. In naher Zukunft wird auch die Gründerinnen-Consult in Hannover Kleinkredite anbieten können. So werden in Niedersachsen wie auch in anderen Bundesländern am häufigsten die Zuschussmöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit von Existenzgründern genutzt. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Kleinkreditangebote als nachhaltig in Bezug auf ihre ökonomischen und vor allem sozialen Aspekte zu bewerten sind. Da üblicherweise das Kreditangebot mit einem weit reichenden Beratungs- und Qualifizierungsangebot für Existenzgründerinnen und Existenzgründer kombiniert ist, spielt die soziale Komponente eine herausragende Rolle. Ein ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

18 16 ASG Fazit direkter Zusammenhang zum ökologischen Nachhaltigkeitsaspekt ist nicht abzuleiten. Bei einer Unterstützung von Kleinkreditangeboten durch öffentliche Institutionen besteht die Möglichkeit, einmalige Zuschüsse, z. B. in Form von Sozialleistungen, als Einlagen in einen revolvierend arbeitenden Fonds zu überführen. Somit sind diese finanziellen Mittel über einen längeren Zeitraum für mehrere Empfänger zugänglich. Kleinkredite stellen damit eine Möglichkeit zum mehrfachen Einsatz öffentlicher Mittel dar. Dieses Beispiel sollte insbesondere in Zeiten schrumpfender öffentlicher Haushalte häufiger Anwendung finden, so das Resümee des Beitrages. Mikrokredite in Europa: Markt mit Potenzial In der Veranstaltung wurde die Variationsbreite des Instrumentes Kleinkredit auf europäischer Ebene deutlich. Kleinkreditprogramme unterscheiden sich in Europa im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Anbieter, die Kreditkonditionen und die Zielgruppen. Erfolgreiche Kleinkreditprogramme kombinieren das Finanzierungsangebot mit Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für die Begünstigten. In diesem Merkmal entsprechen die europäischen Kleinkreditangebote dem Vorbild, das in Bangladesh entwickelt wurde. Einig waren sich die Teilnehmer in der Einschätzung, dass die Nachfrage nach Kleinkrediten mit nicht banküblichen Sicherheiten wachse und ein Markt mit regionalen bzw. lokalen Besonderheiten vorhanden sei. Wenn wir anerkennen, dass die derzeit geläufige Form von Kleinkrediten in einem sog. Entwicklungsland entstand und es auch in Industrieländern anwendbar ist, dann haben wir eine neue Qualität von Know-how-Transfer erreicht, unterstrichen die Organisatoren der Veranstaltung. Die Beiträge von zwei großen nationalen Mikrofinanzierern und Repräsentanten von Hanse-Passage-Regionen aus Frankreich und Großbritannien beleuchteten die europäische Dimension des Tagungsthemas. Helen Howard, Yorkshire and the Humber, Großbritannien, arbeitet beim Prince s Trust. Prinz Charles gründete den Fonds vor 30 Jahren mit seinem Entlassungsgeld aus der Militärzeit und ist seitdem Vorsitzender dieser Einrichtung. Der Prince s Trust versteht sich als karitative Einrichtung, die sich landesweit für benachteiligte gesellschaftliche Gruppen einsetzt. Zielgruppe sind vor allem junge Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, Langzeitarbeitslose, Behinderte und Menschen mit Migrationshintergrund, die keine Chance haben, den Kredit einer Bank für ihre Existenzgründung zu bekommen. Howard berichtete von einer derzeitigen Rückzahlungsquote der Kredite von 57 %. Der Trust müsse allerdings in Zukunft professioneller arbeiten und strebe deshalb eine Rückzahlungsquote von mindestens 60 % an. Jean-Philippe Belland, ADIE (Association pour le droit à l initiative économique), Regionalstelle Haute Normandie, berichtete von Rückzahlungsquoten von über 90 %. Diese Quoten würden erreicht, weil sich die Kreditnehmerinnen und -nehmer bei Vertragsabschluss verpflichteten, auch im Falle eines Scheiterns der Existenzgründung den Kredit zurückzuzahlen. Der ADIE gehöre mit Kreditverträgen zu den größten Mikrofinanzierern in Europa. Martin Jung, Evers & Jung, Hamburg, Mitglied im Vorstand des European Microfinance Network, berichtete ergänzend über Entwicklungen in anderen europäischen Ländern. Spanien beispielsweise gelte derzeit als das EU-Land mit der höchsten Wachstumsrate in Bezug auf Neugründungen durch Mikrofinanzierer. Der spanische Markt verspreche ein großes Potenzial. In Finnland gehöre die staatliche FINNVERA zu den ältesten und größten Anbietern von Mikrodarlehen. Allein 2005 wurden mittels Kleinkrediten und Bürgschaften neue KMU mit insgesamt Arbeitsplätzen unterstützt. Ein Besuch des Unternehmerinnen-Zentrums Hannover ergänzte das Programm. Die Geschäftsführerin der Gründerinnen-Consult GmbH, Cornelia Klaus, erläuterte die Aufgaben und Ziele des Zentrums und die Einbindung in das Existenzgründungsnetzwerk Hannover. Die Gründerinnen-Consult durchläuft derzeit das Akkreditierungsverfahren, um künftig selbst Kleinkredite anbieten zu können. kö Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

19 Agrarpolitik 17 Agrarpolitik mit der Kanzlerin: Ohne viel Worte beleuchtet von Rainer Münch Moderieren statt Machtwort Bundeskanzlerin Angela Merkel ist wahrlich nicht zu beneiden. Kaum ist sie nach fast neun Monaten harter Regierungstätigkeit einige Sommerwochen aus dem Haus, tanzen auch schon die Mäuse im heimischen Berlin auf dem Tisch. Die einen sprechen von Lebenslügen und fordern ein stärkeres soziales Profil ihrer Partei, die anderen wollen angesichts zaghaft sprudelnder Steuerquellen auf die - beschlossene - Mehrwertsteuererhöhung verzichten und die Dritten trauern öffentlich den Zeiten nach, in denen ein Kanzler mit einem Basta sagte, wo s langgeht. Und was macht die aktuelle Bundeskanzlerin, nachdem sie von den Höhen der Dolomiten in die Niederungen der Hauptstadt zurückgekehrt ist? Spricht kein Machtwort, obwohl ihr das von Volkes Stimme in Form der Zeitung mit den vier großen Buchstaben und den weithin sichtbaren Schlagzeilen nahegelegt worden ist. Redet vielmehr von Phantomdiskussionen, ruft dazu auf, Kurs zu halten und räumt ein, dass es auf wesentliche Fragen wie etwa den demographischen Wandel noch keine ausreichenden Antworten gebe. Wen wundert s, dass das gemeine Wahlvolk, dem einfache Antworten auf komplizierte Sachverhalte allemal lieber sind als unbequeme Fragen und Wahrheiten, etwa wenn es um die künftigen Gesundheitskosten eines jeden einzelnen geht, mit Liebesentzug reagiert und die einstige Hoffnungsträgerin in der Beliebtheit unsanft hat abstürzen lassen. Die wiederum könnte in all dem einen Anlass zu Schwermut sehen, wenn nicht... ja wenn nicht eine kleine, aber stolze Minderheit ihr unbeeindruckt von jeglichen Zweifeln die Treue hält. Zu sehen war dies auf dem so genannten kleinen Bauerntag des Deutschen Bauernverbandes vor einigen Wochen in Magdeburg. Zwar erreichte die Euphorie vermutlich geschlechtsbedingt nicht ganz die schwindelerregenden Höhen wie beim Besuch des deutschen Landfrauentages vor Jahresfrist in Rostock, als zudem noch eine gewisse Vorfreude die Anwesenden ergriffen hatte. Dennoch versetzte der Besuch der Berliner Dame die ansonsten hartgesottenen Bauernverbandsdelegierten in lange Zeit nicht gekannte Hochstimmung. Erinnerung Dies scheint umso erstaunlicher, als die Äußerungen Merkels in Magdeburg dazu nicht unbedingt einen Anlass boten. Zwar wandte sie sich wie vom DBV im Vorfeld unmissverständlich gefordert gegen eine vorzeitige Reformdiskussion in der europäischen Agrarpolitik. Ihr Satz, Was vereinbart ist, gilt erst einmal, lässt allerdings einiges an Interpretationsspielraum für etwaig erforderliche, vorzeitige Kursänderungen. Auch die von der Kanzlerin erneut mit Nachdruck vorgebrachte Idee der nationalen Kofinanzierung der EU-Direktzahlungen dürfte nicht die Ursache für die Begeisterung gewesen sein, immerhin hat Präsident Sonnleitner ein solches Ansinnen in der Vergangenheit wiederholt als Schnapsidee abgetan. Um zu verstehen, warum die Bauern dennoch der Kanzlerin stehend applaudierten, lohnt ein Blick in die jüngere Bauerntagsgeschichte hatte ein gewisser Gerhard Schröder seinen Besuch beim damaligen Bauerntag in Cottbus zum Anlass genommen, dem Landvolk zu zeigen, wo der Barthel den Most holt. Dies wiederum war darüber wenig erfreut und wollte ihrerseits unmissverständlich zeigen, dass sich bis dato noch jede Regierung um des lieben Friedens halber wesentliche Forderungen des Bauernverbandes sehr schnell zu eigen gemacht hatte. Das Resultat des denkwürdigen Cottbusser Kanzlerbesuchs war bekanntlich eine jahrelange Sprachlosigkeit zwischen dem damaligen Regierungschef und der Bauernlobby und wie böse Zungen behaupten - als Höhepunkt des Scharmützels und späte Schrödersche Rache gar die Ernennung einer gewissen Renate K. zur Landwirtschaftsministerin... Vor diesem Hintergrund wirkt ein auf Harmonie bedachter Auftritt einer Bundeskanzlerin auf einem wenn auch kleinen Bauerntag wie Balsam auf einst geschundene Bauernseelen, noch dazu, wenn deren Fortschritte im Umweltschutz von der Kanzlerin ebenso gepriesen werden wie ihre Bedeutung für intakte ländliche Räume. Wenn Wirtschaft schon 50 % Psychologie sein soll, geht Landwirtschaft über diesen Wert allemal kräftig hinaus... ASG Ländlicher Raum Juli/August 2006

20 18 Agrarpolitik Positionswechsel Auch auf Bauernverbandsseite ist man fest entschlossen, sich die gute Laune nicht trüben und wenn möglich keine Dissonanzen mit der stärksten Regierungsfraktion aufkommen zu lassen. Da werden im Sinne des großen Ganzen auch schon mal alte Positionen über Bord geworfen. Beispiel Gentechnik: Zwar hat sich der Bauernverband insgesamt nie als Speerspitze der Gentechnik-Befürworter verstanden. Dennoch war die von Rot-Grün geschaffene verschuldensunabhängige, gesamtschuldnerische Haftung dem Verband von Beginn an ein gewaltiger Dorn im Auge, machte diese Haftungsregelung aus seiner Sicht doch jeglichen Anbau transgener Pflanzen für interessierte Landwirte zum unkalkulierbaren Risiko. Inzwischen bezweifelt Sonnleitner die Notwendigkeit einer Änderung der Haftungsregelung, stellt den Nutzen der grünen Gentechnik zum gegenwärtigen Zeitpunkt sogar insgesamt in Frage. Damit hat sich der Präsident flugs der neuen Linie der Koalition angeschlossen, die da lautet: Grünes Licht für die Forschung in Deutschland, aber weiterhin deutliche Zurückhaltung gegenüber einer kommerziellen Nutzung. Diese leichten Rochaden haben dem DBV- Präsidenten in den eigenen Reihen im Ansehen allerdings nicht geschadet. Mit einem Anteil von knapp 95 % der Delegiertenstimmen, die damit auf ehemaligem DDR-Territorium fast Honeckersche Ausmaße annahmen, wurde Sonnleitner in seinem Amt bestätigt. Der 57-jährige, der in seiner Freizeit einen 100-ha-Veredlungsbetrieb in Ruhstorf im Landkreis Passau bewirtschaftet, schickt sich an, seinen 27 Jahre regierenden Vorgänger in punkto Amtszeit zu folgen Sonnleitner steht mittlerweile bereits seit annähernd 10 Jahren unangefochten an der Spitze des DBV. Unfassbares geschieht Unter den vier Vizepräsidenten, von denen immerhin drei in Magdeburg nahezu reibungslos neu gewählt wurden, fällt vor allem der Brandenburger Udo Folgart aus der Reihe. Weniger, weil er einstmals einer LPG vorstand und inzwischen einen 1400-ha-Betrieb mit Milchviehhaltung, Ackerbau und Direktvermarktung westlich von Berlin leitet, der nach wie vor aus dem westdeutschen Strukturrahmen fällt. Vielmehr dürfte Folgart seit Menschengedenken der erste Funktionär des Bauernverbandes sein, der ein politisches Mandat für die SPD innehat. Der studierte Landwirt gehört als Abgeordneter der brandenburgischen SPD-Landtagsfraktion an. Immerhin ist Folgart zumindest bislang parteilos; das mag es manchem Delegierten in Magdeburg erleichtert haben, für ihn zu stimmen, am Ende waren es immerhin gut 90 %. Neue Zeiten beim Bauernverband... Kein Geheimnis Erwartungsgemäß nichts an Schwung verloren hat die Debatte um die Transparenz staatlicher Zahlungen. Ebenso wenig überrascht, dass sich diese Diskussion auf die Landwirtschaft fokussiert, trotz der vom Bauernverband und bislang auch von Minister Seehofer mit mehr oder weniger Nachdruck vertretenen Forderung: Wenn Transparenz, dann für alle. Zwar mutet es jedem, der nur halbwegs Einblick in die Gestaltung der EU-Direktzahlungen hat, etwas merkwürdig an, warum gerade dieser Bereich in den Mittelpunkt rückt, wo doch ansatzweise bereits jetzt und in spätestens wenigen Jahren bei Erreichen der regional einheitlichen Flächenprämie die Höhe der Zahlungen an jeden Betrieb auf den Euro genau eingeschätzt werden kann, wenn man nur weiß, über wieviel Fläche er verfügt und wie hoch das regionale Prämienniveau liegt beides ist beileibe kein Geheimnis und leicht zu ermitteln. Fruchtlose Umverteilungsdiskussion Die Vermutung liegt daher nahe, dass es nicht in erster Linie um eine berechtigte Forderung nach Transparenz bei staatlichen Transfers geht, sondern um eine Änderung bei der bisherigen Verteilung der Mittel. Auch dafür mag es gute Gründe geben. Allerdings scheinen Zweifel angebracht, ob eine nach welchen Kriterien auch immer zu erfolgende Umverteilung tatsächlich zu gerechteren Ergebnissen führen würde. Zu befürchten wären viel mehr neue Ungerechtigkeiten und Kriterien, die zudem schwer zu kontrollieren oder zu verwalten wären, von der ökonomischen Sinnhaftigkeit ganz zu schweigen, wie etwa eine wie auch immer geartete Bindung der Zahlungen an Arbeitskräfte. Langfristig dürften daher eher Bestrebungen von Erfolg gekrönt sein und im Interesse der Betroffenen sowie der Steuerzahler liegen, die nicht auf eine fruchtlose Umverteilungsdiskussion setzen, sondern darauf, Zahlungen an die Landwirtschaft an die Erbringung von konkreten Gegenleistungen zu binden, wie es beispielsweise bei Agrarumweltprogrammen im Rahmen der zweiten Säule der Fall ist. Dabei können die Betroffenen allerdings zu Recht Vertrauensschutz für eine gewisse Zeit einfordern und auf Verlässlichkeit politischer Zusagen pochen, auch wenn die Halbwertszeit von Agrarpolitik wie zuletzt immer kürzer geworden ist. Juli/August 2006 Ländlicher Raum ASG

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