Liebe Kolleginnen und Kollegen,

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2 Vorwort Liebe Kolleginnen und Kollegen, Liebe Kolleginnen und Kollegen, Am 15. September waren Landtagswahlen in Bayern. Der Landesverband Bayern hatte im Vorfeld der Wahlen die politischen Parteien gebeten, zu berufspolitisch relevanten Themen Stellung zu nehmen. Die Fragen waren von der Arbeitsgruppe Politikdialog ausgearbeitet worden und bezogen sich auf die Themen Wohnungsbau, gesamtschuldnerische Haftung, öffentliche Vergabe von Planungsleistungen VOF-Verfahren, Wettbe- werbs wesen Architektur, ländlicher Raum/strukturschwache Gebiete, Mehrwertsteuer für Bauleistungen, Honorarordnung und Duales Studium. Die Antworten der Parteien, die uns eine solide Grundlage für weitere Kontakte und Gespräche zu berufspolitischen Themen bieten, haben wir für Sie zusammengestellt und auf der homepage des BDB Bayern veröffentlicht nach dem Motto: nach der Wahl ist vor der Wahl. In unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft zum forum baucultur wird die neue Geschäftsstelle des BDB Bayern eingerichtet werden - der Landesverband Bayern hat dann eine feste Adresse in München, in der Erika-Mann-Straße. Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Artikel Geschäftsstelle im Heft. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bald persönlich in den Räumen des forum baucultur und in unserer Geschäftsstelle begrüßen zu dürfen. Ihre Marion Bartl Die seit längerer Zeit lockere Verbindung zwischen dem BDB Bayern und dem Institut für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg wurde nun durch eine Kooperation mit dem IfBBA dem Institut für Baurecht und Baubetrieb erweitert. Das IfBBA fördert den interdisziplinären Dialog zwischen Architekten, Ingenieuren, Betriebswirten und Juristen in regelmäßigen Veranstaltungen zu aktuellen Themen. Durch diese Kooperation gewinnen wir eine attraktive Plattform für den Austausch rund um das Bau- und Architektenrecht. Mit der Partnerschaft im forum baucultur, die zum geschlossen wurde, stehen allen Mitgliedern des BDB Bayern Kontakte mit den anderen Partnern und Teilnahme an deren Fachveranstaltungen sowie attraktive Räumlichkeiten für Treffen, Geschäftstermine, Weiterbildungen, Arbeitssitzungen u.v.m. zur Verfügung. BDB-Nachrichten 3/2013 3

3 Inhalt Herausgeber: BDB-Nachrichten München Michael Götz, Matthias Manghofer Verlag: Gebr. Geiselberger Mediengesellsch. mbh Anzeigenabteilung Tel.: 0 89 / Redaktion BDB-Nachrichten: Dipl.-Ing. Georg Gaßner Tel.: / , Fax: Architekt Christoph Messow Architektin Christa Schicker Redaktion Landesverband: Architektin Marion Bartl Architekt Mario Mirbach Freie Redakteure: Architekt David Meuer Dipl.-Ing. (FH) Milko Falke Dipl.-Ing. Franz Sogerer Dieter Schacherl Innenarchitektin Ursula Beigler Architekt Heinz Künzer Dipl.-Ing. Klaus Schneider Erscheinungsweise: vierteljährlich Redaktionsschluss für nächste Ausgabe: Titelbild: Parkgarage in Grünwald, südlich von München gelegen. Bildrechte: KESSEL AG BDB-Nachrichten 3/2013

4 Inhalt 3 Vorwort 6 Ehrenvorsitzender Heinz Künzer Die mutigen Beschlüsse des Baumeistertages 2013 werden umgesetzt! 7 Neues aus der Bayerischen Architektenkammer von David Meuer 8 Einladung zum Seminar Was ist neu HOAI BDB Bayern - Bezirksgruppentermine BG München BG Bamberg BG Bayreuth BG Würzburg 10 Mitgliederversammlung der BG München 13 Landesverband Bayern: BDB-Bayern Geschäftsstelle Stellenausschreibung für die Geschäftsstelle 15 Beiträge der Bayerischen Bezirksgruppen: BG Bayreuth BG Deggendorf BG Regensburg BG Ingolstadt BG Würzburg BG Bamberg 26 BDB Bayern schließt Kooperation mit der Hochschule Augsburg 28 BaustellV: 13. Forum für Koordinatoren im Bauzentrum München 29 Neues aus der Bayerischen Ingenieurekammer Bau Übergangsregelung für die Listeneintragung bei KfW-Förderprogrammen Energieeffizienzpakt unterzeichnet 33 Die hohe Kunst des Tunnelbaus Projekt Mittlerer Ring Südwest 34 Impressum 35 BDB Nachrichten Journal BDB-Nachrichten 3/2013 5

5 BDB-Kompakt Landesverband. Bayern Mehrwert Die mutigen Beschlüsse des Baumeistertages 2013 werden umgesetzt! Liebe Kolleginnen und Kollegen, der BDB-Bayern schafft in diesem Jahr noch die wichtigsten Grundlagen um Beschlüsse des Baumeistertages vom Mai 2013 umzusetzen. Die mutigen Beschlüsse in Münster beenden die Struktur der Fachreferate und ermöglichen eine angemessene Erhöhung der Beiträge. Delegierte aus Landesverbänden und Bezirksgruppen waren in satzungsändernder Mehrheit für die neue flexible Struktur. Diese Beschlüsse wurden sehr gut durchdacht und gründlich vorbereitet. Die AG Zukunft des BDB-Bund und des BDB-Bayern formulierten dieses seit Jahren diskutierte Thema zu der konsensfähigen Beschlussvorlage, die Bewährtes stärkt und uns das Neue ermöglicht. Unsere berufspolitischen Themen und Belange sind so für die öffentliche Diskussion viel schneller und kompetenter zu bearbeiten. Mitgliedsbeiträge mussten erhöht werden, um die ehrenamtliche Arbeit von der reinen Verbandsverwaltung zu entlasten. Die Mittel sollen für bezahlte Kräfte und eigene Geschäftstellen der Landesverbände verwendet werden. Die Beschlüsse sind gefasst, jetzt gilt es alles erfolgreich umzusetzen. Der Vorstand erwartet dafür die starke Unterstützung aller Mitglieder. Das ist Pflicht, nicht der Beginn wird belohnt, sondern allein das Durchhalten. Mehr Geld bringt nicht allein schon mehr Qualität und Erfolg. In Zeiten größter Knappheit hatten wir oft große Erfolge. Geld allein kann niemals Loyalität, Engagement und Ideen ersetzen. Und Qualität ist nie Zufall. Es ist Ergebnis klarer Regeln, anspruchsvoller Ziele und gründlicher zuverlässiger Arbeit. Aber die bisherige Finanzausstattung war zu gering, um den Berufsverband weiterhin leistungsfähig zu halten. Dennoch werden sich einige ältere langjährige Mitglieder fragen, warum war der BDB früher ein starker in der Öffentlichkeit viel beachteter Bund von großer berufsständischer Bedeutung, können es Jüngere nicht auch leisten? Jüngere werden die Frage stellen, brauche ich einen Berufverband? Es gibt die Architekten- und Ingenieure- Kammern. Die kümmern sich um den Berufsstand. Diese Fragen zum Strukturwandel und Beitragserhöhung werden leider einige Mitglieder veranlassen, den BDB zu verlassen. Delegierte des Baumeistertages, die mutig entschieden haben, werden sich vorher mit ihren Bezirksgruppen besprochen und das Mandat für Ihre Stimmabgabe erhalten haben. Darum erwarte ich viel Konsens und nur sehr wenige Austritte. Brauchen wir die Berufverbände, Architekten- und Ingenieure-Kammern dienen dem Berufsstand? Diese Frage bleibt, ich will die Antwort versuchen. Die Berufsverbände der Architekten kämpften lange für den gesetzlichen Schutz der Bezeichnung Architekt. Mit Landtagsbeschluss 1971 entstand die Bayerische Architektenkammer. Die Vertreterversammlung, Vorstand und die Ausschüsse bilden sich aus gewählten Kolleginnen und Kollegen der Architektenverbände. Sie prägen den Geist, setzen die Schwerpunkte der berufspolitischen Arbeit. Bei der Bayerischen Ingenieurekammer - Bau ist es auch so. Das Baukammergesetz vom Mai 2007 führte beide Kammern in einem Gesetz zusammen. Das ist für den BDB die Vorstufe der großen Baukammer. Der BDB als Verband für Architekten und Ingenieure ist in den beiden Kammern vertreten. So haben wir das Privileg, unseren Berufsstand mit den Architekten- und Ingenieure-Kammern selbstständig zu verwalten und können damit auf die politischen und auch wirtschaftlichen Bedingungen unserer Berufsausübung Einfluss nehmen. Also, die Antwort ist, wir brauchen die Berufsverbände sehr. Die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich ständig. Das erfordert unsere höchste Aufmerksamkeit. Wir wollen nicht nur auf diese Bedingungen reagieren, wir wollen unsere berufliche Zukunft aktiv selbst gestalten. Wir haben es oft bewiesen, wie wichtig die hartnäckige Standhaftigkeit über lange Zeit ist. Wir haben auch erlebt, wie Architekten und Ingenieure, ihre Kammern und Verbände, in aller Unterschiedlichkeit, sehr hervorragend zusammengehalten haben, wenn es um die gemeinsamen Interessen des Berufsstandes ging. Es ist so wahr, wir sind keine Lobbyisten aber als Berufsverbände müssen wir versuchen alles zu ändern, was dem Berufsstand schadet. Kolleginnen und Kollegen können einzeln nur über Berufsverbände ihren Anliegen eine Stimme geben. Die Antwort zur Frage, können die jüngeren Funktionsträger ebenso viel leisten wie ihre Vorgänger ist klar. Sie können das, nur anders. Darum haben wir die neue Struktur. Bitte auch nicht vergessen, dass wir Vorgänger auch die Jüngeren waren in der Zeit unserer höchsten Leistungen. Wer an Zukunft denkt, der darf nicht in Altersstrukturen denken, nicht älter werden gleich mit nachlassen der Kräfte verbinden. Nur Persönlichkeiten gestalten Zukunft. Die neue Organisations-Struktur ohne Fach-Referate ist in Gefahr, weil feste Zuständigkeiten fehlen. Mitarbeit fordern können jetzt nur im BDB-Bund das Präsidium, Vorstände der Landesverbände und der Bezirksgruppen. Sie haben jetzt die Verantwortung aus der flachen Hierarchie heraus die aktiven Kompetenzgruppen zu formen die das angestrebte Beraterkonzept erfüllen. Das Beraterkonzept ermöglicht es Kolleginnen und Kollegen, je nach Thema und Interesse, an Projekten zu arbeiten, zeitlich begrenzt, ohne an ein gewähltes Amt gebunden zu sein. Das bewegt jüngere Mitglieder sicher mehr zur Mitarbeit. Die neue Struktur gibt die Chance, den Verband an das Tempo der Zeit anzupassen. Das ist : schnell, flexibel, und immer erreichbar sein, nicht teuer sein, alles können sollen, ständige Fortbildung, für das was man kann reichlich zertifiziert sein, jung aber mit langjähriger Erfahrung. Das im Beruf, daneben die Pflichten für die Familie. Vielleicht noch Sportverein und Hobby. Manche haben einen guten Job, nur wenige einen sicheren. Freiberufler kämpfen von Auftrag zu Auftrag und Angestellte von einem Jahresvertrag zum nächsten. So stellt sich heute oft die Welt für unsere jüngeren Mitglieder dar. Bleibt da Zeit für ehrenamtliches Engagement? Ich hoffe es sehr. Es ist viel zu tun. Es ist die Zeit der Mitmacher, nicht der Zuschauer. Vorwärts schauen, trotz Gegenwind. Wer dem Gegenwind den Rücken zudreht und meint es ist Rückenwind, der ist im Irrtum. Am Beginn braucht es immer viel Mut und am Ende viel Glück. Das wünsche ich unserem BDB. Heinz Künzer 6 BDB-Nachrichten 3/2013

6 Bayerische Architektenkammer Stammtisch Junge Architekten Vierteljährlich im Dürnbräu (Dürnbräugasse 2, München) Ins Leben gerufen und organisiert von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Junge Architekten bietet der Stammtisch neben einem unterhaltsamen Abend insbesondere jungen Architekten eine Plattform zum persönlichen Erfahrungsaustausch sowohl untereinander als auch mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe, die gerne ihr Wissen an jüngere Kollegen weitergeben. Denn gerade der Start ins Berufsleben stellt junge Kollegen vor zahlreiche Fragen sei es zur Selbstständigkeit, zur Büroorganisation, zum Planungsablauf, zur praktischen Umsetzung etc. die im alltäglichen Arbeitsleben nicht ausreichend geklärt werden können. Im Rahmen des Stammtisches besteht quartalsweise die Gelegenheit, solche Fragen in ungezwungener Atmosphäre anzubringen und zu klären. Im Vorfeld können gerne thematische Anregungen an die Mitglieder der Arbeits- gruppe gerichtet werden, um die Abende noch konkreter gestalten zu können. Der nächste Termin wird über die Kammerhomepage, den Newsletter und über Facebook bekannt gegeben. Wenn Sie ganz sicher informiert werden wollen, dann schicken Sie bitte einfach eine an den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, David M. Meuer, unter Ich und die Arbeitsgruppe freuen uns auf viele interessante Gespräche mit Ihnen. David M. Meuer Neues aus der Bayerischen Architektenkammer Bei der Vertreterversammlung am 28. Juni 2013 berichtete der Kammerpräsident Lutz Heese über die Tätigkeit des Vorstandes im 1. Halbjahr Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die jüngst beschlossene Novellierung der EU-Richtlinie zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen, die erstmals auch die berufliche Praxis, wie sie im Baukammergesetz vorgeschrieben ist, regelt. Im Mittelpunkt der Ausführungen stand aber die HOAI 2013, die am 7. Juni 2013 mit knapper Mehrheit im Bundesrat beschlossen wurde. Kammerpräsident Heese informierte die Versammlung sowohl über den bis zuletzt spannenden Verlauf des politischen Meinungsbildungsprozesses als auch über die wesentlichen inhaltlichen Neuerungen der Honorarordnung. Im Anschluss an die Berichte der Vorstandsmitglieder informierten Vizepräsident Hans Dörr und Thomas Lenzen, Geschäftsführer Architektur und Technik, die Vertreter ausführlich über den aktuellen Stand der Instandsetzung des Altbaus an der Waisenhausstraße 4 sowie deren Finanzierung. Nach der Mittagspause wurde intensiv und durchaus kontrovers über mögliche Änderungen der Satzung der Bayerischen Architektenkammer diskutiert. Im Mittelpunkt der Überlegungen stand die Frage, wie die angemessene Vertretung der Interessen aller Kammermitglieder, unabhängig davon, ob sie freischaffend tätig oder abhängig beschäftigt sind, sichergestellt werden kann. Dabei zeichnete sich ab, dass die bisherige Regelung, nach der mindestens je ein Drittel der Vorstandsmitglieder freischaffend bzw. nicht freischaffend tätig sein muss, beibehalten werden sollte. Doch zeigte sich auch, dass der Meinungsbildungsprozess, z. B. zur Frage der Zahl der Mitglieder des Vorstands oder zur Definition der einzelnen Tätigkeitsarten, noch nicht abgeschlossen ist; hier bedarf es zunächst weiterer Erörterungen in den zuständigen Ausschüssen und Arbeitsgruppen. Zum Thema RPW verabschiedete die Vertreterversammlung einstimmig folgende Resolution: Resolution der 5. Vertreterversammlung der XI. Wahlperiode der Bayerischen Architektenkammer Die Vertreterversammlung spricht sich nachdrücklich dafür aus, die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) im Bereich der Maßnahmen des Freistaats Bayern spätestens zum 1. Oktober 2013 mit der Maßgabe einzuführen, dass die Regelung des 8 Abs. 2 Satz 1 RPW 2013 in folgender Fassung eingeführt wird: Bei der Umsetzung des Projekts ist einer der Preisträger unter Berücksichtigung der Empfehlung des Preisgerichts mit den weiteren Planungsleistungen zu beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht. Im Übrigen werden die RPW 2013 unverändert übernommen. Unsere ehrenamtlichen Mitglieder in den AGs und Ausschüs - sen freuen sich sehr über Reaktionen und Anregungen zu Themen und Aktionen. Kontaktieren Sie einfach das BDB-Mitglied im entsprechenden Ausschuss oder in der entsprechenden AG. Oder wenden Sie sich an die gewählten Vertreter in der Vertreterversammlung. Wer das ist, finden Sie ganz einfach auf der Homepage des BDB Bayern (www.bdb-bayern.de) heraus. Oder Sie melden sich direkt bei der Landesvorsitzenden. Wenn Sie diese nicht zu sehr belasten wollen, dann können Sie sich mit allen Fragen und Themen zum BDB in der Bayerischen Architektenkammer auch an mich wenden. David M. Meuer (BG München) Telefon: BDB-Nachrichten 3/2013 7

7 BG München 8 BDB-Nachrichten 3/2013

8 BDB Bayern Bezirksgruppentermine München Vorstandssitzungen und Fachgespräche im Hofbräuhaus, Platzl 9, München (Marienplatz U- und S-Bahn) Seminar neue HOAI 2013 Freitag, ab Uhr Referent RA Jan Woelfert, Fachanwalt. Siehe gesonderte Einladung im Heft. Für alle BG s Veranstaltungsort: Erika-Mann-Str. 11 an der S-Bahn-Station Hackerbrücke Aufgrund der Hochwasserlage im Juni musste die Veranstaltung SPRINT IM DIALOG in Für alle BG`s Kooperation mit dem BDB Landesverband Bayern abgesagt werden. Diese Veranstaltung wird nun am 15. November 2013 nachgeholt. Einladungen gehen Ihnen in Kürze per zu. Bitte beachten Sie auch die Informationen auf der Internetseite unter Vorstandssitzung mit anschließender Jahresabschlussfeier im Hofbräuhaus München. Montag, Uhr Persönliche Einladung folgt per Post. Franken/Bamberg Oktober bis Dezember 2013 Bayreuth Energieeffizienz Experten Seminarreihe Zertifizierter Passivhaus Planer Kurs & EnerPHit Plus Kurs. Bei Interesse Kontaktaufnahme mit Rhön Passivhaus Institut - Architekt Dieter Jandausch Ingenieurereferent BG Bamberg, , vorzugsweise via unter Bei Interesse Kontaktaufnahme mit Dr.-Ing. Hans-Günter Schneider, Tel.: 0921/33399, siehe auch Baustellbesichtigung Neubau Lagerhalle BAT, Freitag, Uhr in Bayreuth November 2013 geplant Halbtägiges Seminar, zum Thema Baustellenverordnung und Arbeitsschutz mit Baumeister Friedrich Hornik, Vizepräsident BDK Weihnachtsfeier im Bräuwerk in Neudrossenfeld, Montag, Uhr Bustransfer ab Bayreuth geplant Würzburg Kontakt über Geschäftsstelle Tel.: 0931/ , Veranstaltungsort: Würzburg im Ratskeller, Gäste sind immer herzlich willkommen Martini-Gans-Essen BDB-Weihnachtsfeier QualitätsVerbund Planer am Bau wird international Erstes Mitglied aus Österreich tritt QualitätsVerbund bei Meissl Architects aus Seefeld/Tirol schließt sich dem TÜV Rheinland QualitätsStandard an Die Architekten Carola und Alexander Meissl aus Seefeld hatten schon lange eine Möglichkeit gesucht, ihre Büroorganisation von einer unabhängigen Institution prüfen zu lassen. Eine ISO-Zertifizierung schied nach reiflicher Überlegung aufgrund des hohen Aufwands aus. Im Juni 2013 stieß Alexander Meissl dann auf der Suche nach Unterstützung im Marketingbereich auf die Bau-Consultants Dr.-Ing. Knut Marhold und Dr.-Ing. E. Rüdiger Weng und darüber zum QualitätsVerbund Planer am Bau. So etwas hatte ich schon lange gesucht, so Meissl. Ein persönliches Treffen in Stuttgart überzeugte den Architekten aus Seefeld, der auch noch ein Büro in Wien hat nicht nur von den Beratern, sondern auch vom QualitätsManagement-System. Nach seiner Rückkehr stellte er das Konzept gleich seinen Mitarbeitern vor, die ebenfalls sofort Feuer und Flamme waren. Noch am selben Tag ließ er sich die Mitgliedsunterlagen schicken und unterschrieb den Vertrag. Meissl Architects ist damit das erste österreichische Mitglied im QualitätsVerbund Planer am Bau. Nach Erarbeitung der einheitlichen QM-Standards sollen zunächst das Seefelder Büro, in einem weiteren Schritt dann auch die Filiale in Wien zertifiziert werden. Der QualitätsVerbund Planer am Bau berät Architektur- und Ingenieurbüros bei der Einführung eines QualitätsManagement-Systems nach dem TÜV Rheinland-QualitätsStandard Planer am Bau. Dieses von Architekten und Ingenieuren mit entwickelte Qualitätssiegel ist für Planer eine Alternative zur Zertifizierung nach ISO 9001, da es schlanker, kostengünstiger und effizienter sowie branchenspezifisch auf die Bedürfnisse von Planungsbüros zugeschnitten ist. Da es sich um ein anerkanntes QM-System handelt (QZ Planer am Bau ist als Marke eingetragen beim Deutschen Patent- und Markenamt), wird es auch von öffentlichen Auftraggebern bundesweit anerkannt. Initiatoren sind die langjährig erfahrenen Bauingenieure Dr.-Ing. Knut Marhold und Dr.-Ing. E. Rüdiger Weng. BDB-Nachrichten 3/2013 9

9 BG München Mitgliederversammlung der BG München am Natürlich fand unsere Mitgliederversammlung im bekanntesten Wirtshaus in München, im Hofbräuhaus am Platzl, statt. Dieses Mal benötigten wir drei Räume, da die Teilnahme der Mitglieder und deren Gäste in den letzten Jahren stabil zugenommen haben. Neu ist auch, dass wir infolge der stetig zunehmenden Aktivitäten der BG München, eine Assistentin des Vorstandes gewinnen konnten. Vorsitzender Christoph Messow begrüßt die Anwesenden und eröffnet die Versammlung, gibt die Tagesordnung bekannt. Durch Abstimmung wurden zwei Nichtmitglieder (Elisabeth Schuster und Herr Pommers (stellvertretend für ein erkranktes Mitglied)) mehrheitlich zugelassen. Vorsitzender Christoph Messow Geschäftsbericht des Vorsitzenden Christoph Messow Bundesebene: Allgemeiner Rückgang der Mitgliederzahlen Vorbereitung und Durchführung der Mitgliederforen zur Zukunft des BDB Weitreichende Entscheidungen auf dem Baumeistertag 2013 in Münster Mitarbeit im AHO zur Novellierung der HOAI (HOAI-Novellierung ist am im Bundesrat verabschiedet worden) Starke Lobbyarbeit durch unseren Präsidenten Wagner und Hauptgeschäftsführer Barton Unter anderem über die Ergebnisse der Delegiertenversammlung auf dem Baumeistertag 2013 in Münster über den Entfall der Referate zugunsten von flexibleren Arbeitsgruppen über die Auflösung des Bildungswerkes e. V. in Berlin zur Stärkung der Fortbildungen vor Ort (bei den Mitgliedern) über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von 190,- e auf 320,- e (Vollzahler) Das Ziel ist, die berufspolitische Arbeit zu stärken und die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Dies geschieht durch u. a.: Abgabe von Verwaltungsarbeiten durch die Ehrenamtlichen Errichtung von Geschäftsstellen in Ballungsgebieten Öffentlichkeitsarbeit durch geschultes Personal Verstärkung von Fortbildungen vor Ort usw., d. h. professionelles Arbeiten durch die Entlastung der Ehrenamtlichen zur Steigerung der produktiven inhaltlichen Arbeit. Wir bitten um die Zeit und Ihr Vertrauen und sind uns bewusst, dass wir im kommenden Jahr Rechenschaft darüber ablegen müssen und werden. Landesverband Bayern Allgemeiner Rückgang der Mitgliederzahlen Damit Verlust von einigen Delegiertenstimmen Dennoch ist Bayern ein starker und geschätzter Landesverband, wie wir an den Präsidiumsmitgliedern Schneider und v. Wittke sehen können (v. Wittke ist neu gewählter Vizepräsident für Finanzen im Bund) Unter anderem starke Vor- und Zuarbeit zu den Arbeitsgruppen Zukunft BDB des Bundes Organisation und Durchführung der BAU 2013 Weitere Informationen finden Sie in den BDB Nachrichten München Bezirksgruppe München Die Mitgliederzahl der BG beläuft nach dem Stand vom auf 299, das ist eine Abnahme um 20 Mitglieder gegenüber Jan Damit verlor die BG München eine Delegiertenstimme. Dennoch ist die BG München mit ihren Kontakten und aktiven Vorstandsmitgliedern ein willkommener und gefürchteter Gesprächspartner im Landes- und Bundesverband. Veranstaltungen und Messen: IKOM 2013 (Falke, Kopff) Planung IKOM 2014 (ggf. durch LV Bayern) Mitwirkung an der BAU 2013 (Messow) Seminare mit RAe Dr. Maier/Woelfert (Schicker) Fachforum mit Fa. SPRINT (wegen Hochwassers verschoben, Messow) Isar-Floßfahrt anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der BG München (Schacherl, Lisa Schuster, Assistentin) Baumeistertafel im Anschluss an die JHV (Sogerer) Jahresabschlussessen (Sogerer) Assistentin Lisa Schuster, Schatzmeister Dieter Schacher 10 BDB-Nachrichten 3/2013

10 BG München Als Nachrücker werden Franz Sogerer, Yvonne Wellner und Wilhelm Batz gewählt. Klaus Schneider gratuliert den erfolgreichen Kandidaten und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit auf Bundesebene. Verschiedenes und Schlusswort des Vorsitzenden Zur Beitragserhöhung: Verbandsarbeit: linkes Bild: Schatzmeister Dieter Schacherl rechtes Bild: Kassenprüfer Klaus Maier Baumeistertag in Münster (Teilnehmer Messow, Schicker, Gaßner, Meuer, Falke, Schacherl mit Stimmrechtsübertragung) Kleiner bayerischer Baumeistertag in München (Messow, Meuer) Vertretung des LV Bayern auf Veranstaltungen der LBK, BayAk, BayIKaBAU, Stadt München, etc. Mitglied im Kontaktkreis der Münchner Architektenverbände (Helmut Aschl, Meuer) Mitglied im Bildungswerk Bayern e. V. etc. Abschluss: Herr Messow bedankt sich bei der Vorstandschaft für ihre engagierte und ehrenamtliche Mitarbeit in jeder Hinsicht. Ohne diese Einsatzfreude wäre dieses Pensum in der BG München, so wie wir es seit Jahren leisten, nicht machbar gewesen. Gedenken an die Verstorbenen: Auch ein Gründungsmitglied, Zoltan Kiss, war unter den Verblichenen. Infolge mehrer Wortmeldungen aus dem Kreis der Mitglieder, dass die BG München wegen des Kassenstandes keine zusätzlichen Gelder bräuchten und eine Erhöhung um ca. 70 % unzumutbar sei, begann Messow die Erläuterung aus dem Ergebnisbericht des AK Zukunft BDB. Selbst für den Vorstand der BG München sei es nicht mehr machbar, administrative Arbeiten zu erledigen, da dies eine 400-Euro-Kraft übernehmen kann. Damit hat der Vorstand für die wichtigen Angelegenheiten den Kopf frei, zudem wird der Vorstand infolge der Beitragserhöhung den Mitgliedern in irgendeiner Form den Mehrwert des BDB (z. B. durch Zuschüsse für Weiterbildungen) wieder zukommen lassen (der Vorstand diskutiert noch intern über verschiedene Möglichkeiten). Vorstandsmitglied der BayIKaBAU, Alexander Lyssoudis, berichtete über die jährlichen Beitragserhöhungen in seiner Kammer, dass diese mit der Einrichtung einer umfangreichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeits-Abteilung wesentliche Erfolge erzielt hat. Präsidiumsmitglied Klaus Schneider erläutert, dass der BDB in den Landesverbänden ähnliches vor hat und vieles mehr. Bericht des Kassenprüfers Unser Kassenprüfer Klaus Maier berichtet, dass die Buchungsunterlagen vollständig sind und alle Aus- und Eingänge nachvollziehbar sind. Es wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Prüfung führten Hermann Hampele und Klaus Maier durch. Klaus Maier lobte die ordentliche Buchführung des Schatzmeisters Dieter Schacherl. Die Entlastung des Vorstandes wurde von Präsidiumsmitglied Klaus Schneider beantragt. Die Entlastung des Vorstandes wurde mehrheitlich beschlossen. Der Vorstand ist somit entlastet. Wahlen Wahlleiter: Klaus Schneider Vorschlag nachfolgende Wahlen mit Akklamation durchzuführen. Bedenken dagegen gab es keine. Die Wahl durch Akklamation ist somit genehmigt. Delegierte: Die sechs Delegierten wurden en block keine Gegenstimmen und mit 1 Enthaltung gewählt: Christoph Messow, Christa Schicker, Dieter Schacherl, Georg Gaßner, David M. Meuer, Milko Falke. Alle gewählten Kandidaten nahmen die Wahl an. linkes Bild: Referent für Architekten David M. Meuer rechtes Bild: Präsidiumsmitglied Klaus Schneider Schlussworte des Vorsitzenden: Die BG München wird mit Austritten etlicher Mitglieder rechnen müssen, so wie der gesamte BDB. Die Teilnehmer der diesjährigen JHV haben die Begründung für die Erhöhung der Beiträge gehört und schenken dem Vorstand ihr Vertrauen. Die nicht teilgenommenen Mitglieder werden über die BDB Nachrichten München informiert; sie haben jedoch die lebhafte Diskussion nicht mitbekommen. Die Sitzung wurde mit großem Applaus der Mitglieder beendet und der kulinarische Teil beginnt. BDB-Nachrichten 3/

11 BG München Baumeistertafel Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung der BG München, die im Erkerzimmer des urigen Hofbräuhauses stattfand, versammelten sich die Mitglieder an die herrschaftlich gedeckten Tafeln. Die hervorragend gewählten Räumlicheiten mit Tratition gefülltem Ambiente, welche direkt an einem der schönsten Plätze Münchens, am Platzl liegt, gab der Baumeistertafel des 60 Jahre alten BDB in München den angemessenen Rahmen. Das abwechslungsreiche Buffet im Nebenzimmer begeisterte durch traditionelle Speisen wie Bratensülze (welche regen Absatz fand), Schweinebraten, aber auch vegetarische Gerichte und Beilagen. Treuenadel an Dipl.-Ing. (FH) Günther Hespe für 50 Jahre Mitgliedschaft Nach dem Hauptgang, ehrte unser Vorsitzender Christoph Messow die langjährigen Mitglieder mit Ehrennadel und Urkunde im Rahmen für ihre Treue. Bemerkenswert war, welche Persönlichkeiten und welche ausgeprägte Schaffenskräfte die Mitglieder im Laufe der Jahrzehnte entwickelt haben. Sie stellen gute Vorbilder aus unserem Verband für unsere jungen Mitglieder dar. Die BG München kann sich sehen lassen. Es tut gut zu sehen, was alles mit Ausdauer, Fleiß, Berufserfahrung und vielen anderen guten Eigenschaften möglich ist. Treuenadel an Dipl.-Ing. (FH) Hans Metz für 60 Jahre Mitgliedschaft Präsidiumsmitglied Dipl.-Ing. Klaus Schneider, Treuenadel an Dr. Phil., Dipl.-Ing. Hanns Michael Küpper für 25 Jahre Mitgliedschaft, Vorsitzender Architekt Christoph Messow Treuenadel an Dipl.-Ing. Alois Aschl für 60 Jahre Mitgliedschaft Das Miteinander und die gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung der Generationen, die Toleranz, gegenseitige Akzeptanz, die Erfahrung der Älteren, das Hervorkommen der Jüngeren mit neuen Ideen und anderen Herausforderungen, wurde an diesem Abend deutlich. Bei der harmonischen, herzlichen und auch lustigen Konversation an den Tischen wurde deutlich, dass der Gesprächsstoff nie ausgeht und hier eine Gemeinschaft mit bester Substanz besteht. Nach einer Auswahl von süßen Nachspeisen klang der kulinarische Teil des Abends mit einer Käseauswahl langsam aus. Treuenadel an Dipl.-Ing. Helmut Aschl für 40/45 Jahre Mitgliedschaft Elisabeth Schuster Georg Gaßner 12 BDB-Nachrichten 3/2013

12 Landesverband Bayern BDB-Bayern Geschäftsstelle Der Landesverband wird Partner im forum baucultur samt Sitz der Geschäftsstelle Der Landesverbandsvorstand freut sich zusammen mit dem Geschäftsführer des forum baucultur Christoph Maier, einen Kooperationsvertrag geschlossen zu haben. Wir freuen uns sehr auf unseren neuen Partner BDB Bayern. Gerade durch die Vielzahl der Mitglieder bieten sich neue, spannende Felder der Zusammenarbeit zum Wohle einer ganzheitlichen Betreuung von Bauaufgaben, so Christoph Maier, Geschäftsführer des forum baucultur. München. Den Netzwerkpartnern steht ein sehr besonderer Raum im skygarden zur Verfügung. Hier treffen sich die Partner zum Gespräch, zur gemeinsamen Fachveranstaltung, zum Geschäftstermin. skylounge Das komplette forum baucultur im skygarden, mit allen Räumen, Bar und Lounge als Tagungsort ideal geeignet. Anbindung an Küche und abgetrennter Raum für Buffet. v. l: Walter v. Wittke, Mario Mirbach und Marion Bartl mit Christoph Maier Der BDB-Bayern und seine Mitglieder ist nun als Partner für sämtliche Räumlichkeiten des Forums nutzungsberechtigt. Durch die Partnerschaft im forum baucultur eröffnen wir unseren Mitgliedern ein breites Spektrum an neuen Kontakten und Begegnungen. Im außergewöhnlichen Ambiente des skygardens bietet sich unseren Mitgliedern die Möglichkeit, bei rechtzeitiger Anmeldung Konferenz- oder Besprechungsräume für Geschäftstermine zu buchen und auch die Räumlichkeiten zum Aufenthalt während eines Münchenbesuches kostenlos zu nutzen. Wir freuen uns sehr auf die neue Partnerschaft und auf die Möglichkeiten und Chancen, die damit verbunden sind, so die einhellige Meinung der drei Landesvorsitzenden Marion Bartl, Mario Mirbach und Walter von Wittke. gleismeer Ideal für die Konferenz oder die Arbeit in Arbeitsgruppen mit 8-16 Teilnehmern bis hin als Seminarraum für bis zu 20 Teilnehmer. Mitten in den Gleisen, die Züge bringen ständige Bewegung. gleismeer groß Die Räume hacker und gleismeer miteinander verbunden, ideal für die Konferenz mit bis zu 20 Teilnehmern und als Seminarraum für bis zu 50 Teilnehmer in Reihenbestuhlung oder bis zu 20 Teilnehmer mit Tischreihen hintereinander. Gleichzeitig hat der Landesverband auf Empfehlung der BG München einen Büroraum innerhalb der Nutzungseinheit angemietet, mit dem Ziel eine in Vollzeit besetzte Geschäftsstelle zu betreiben. Beachten Sie bei Interesse zur Mitarbeit die in dieser Ausgabe abgedruckte Stellenausschreibung. Konferenzräume am Arnulf-Park, München in unmittelbarer Nähe zur Hackerbrücke Das forum baucultur im skygarden ist ein Netzwerkprojekt von Akteuren rund um das Produktfeld Bau und Immobilie in BDB-Nachrichten 3/

13 Landesverband Bayern mediascape Ideal für interaktive Zusammenarbeit. Bis zu sechs Laptops können gleichzeitig angeschlossen und abwechselnd per Knopfdruck auf zwei große Screens projeziert werden. Anfahrtsbeschreibung BDB-Bayern Stellenausschreibung Der BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V. stellt den bundesweit größten Berufsverband mit rund Mitgliedern und vertritt in Bayern die Interessen von knapp Architekten und Ingenieure. Für unsere Geschäftsstelle in München suchen wir eine kompetente und engagierte Persönlichkeit als Referent/in innerhalb der Geschäftsstelle in Voll- oder Teilzeit. Ihre Aufgabengebiete umfassen: Mitgliederverwaltung und Mitgliederinformation Terminverwaltung und -koordination Inhaltliche und organisatorische Planung, Koordination und Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit Umsetzung von Marketing- und Kommunikationsstrategien unter Einbeziehung sozialer Netzwerke Inhaltliche, redaktionelle und grafische Umsetzung von Internetauftritt und Publikationen Vorbereitung und Organisation der Veranstaltungen des BDB Ihr Profil: Ausbildung und Berufserfahrung im Wirtschafts- oder Bauingenieurwesen und/oder Öffentlichkeitsarbeit/Marke ting, gerne mit entsprechenden Branchenkenntnissen Kommunikationsstärke und ausgeprägte Teamkompetenz sehr gute Kenntnisse in MS Office und Grafikprogrammen hohes Maß an Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Engagement Unser Angebot: Wir bieten Ihnen eine vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe bei leistungsgerechter Vergütung mit vielen Möglichkeiten für eigenverantwortliches Arbeiten. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen sowie Angaben zu Ihrer Gehaltsvorstellung und Ihrem frühest möglichen Eintrittstermin bis zum an die Landesvorsitzende Marion Bartl, Architektin BDB T M Oberer Markt Obergünzburg 14 BDB-Nachrichten 3/2013

14 BG Bayreuth Beiträge der Bezirksgruppe Bayreuth Viele Städte und Gemeinden stehen vor der Aufgabe, ehemalige Kasernengelände einer neuen Nutzung zuzuführen. In Bayreuth wird auf dem Gelände der ehemaligen Markgrafenkaserne ein Logistikzentrum errichtet. Herr Spindler von der GEWOG-TES hat uns am 17. Mai dankenswerter Weise über das Baugelände geführt. Regenrückhalte-System aus Kunststoffrigolenelementen, das in einer Bauzeit von nur sechs Wochen errichtet werden konnte. Die Speicherkörper haben Abmessungen von max. 76,00 m x 15,20 m und bestehen aus Kunststoffkörpern, die in einer Kunststoffbahn eingeschweißt sind. Die beiden Behälter sind nunmehr mit Erde überschüttet und können auch mit Schwerlastverkehr überfahren werden. Eine größere Beteiligung wäre wünschenswert gewesen. Die Sanierungsarbeiten an der Stadtkirche in Bayreuth gehen langsam zu Ende. Dies war eine Gelegenheit für den BDB, sich am 14. Juni den Stand der Arbeiten noch einmal anzusehen. Mit einem Aufwand von ca. 12,5 Millionen Euro wurden die tragenden Bauteile der historischen Stadtkirche seit den Schäden im Jahre 2006 grundlegend ertüchtigt. Herr Schindler (Mitte) mit Teilnehmern Für die Erschließung des Geländes, auf dem die bestehenden Fahrzeughallen und Gebäude eine neue Nutzung bekommen, mussten u. a. ca m 2 Straßen und Gehwege neu erstellt werden. Eine zentrale Baumaßnahme hierfür ist die Rückhaltung des anfallenden Niederschlagswassers. Es dürfen nur 500 l/s in den öffentlichen Kanal eingeleitet werden, die angeschlossenen Flächen ergeben jedoch max l/s. Die Differenz muss deshalb zwischengespeichert werden. Hierfür war zunächst ein offenes Erdbecken mit einer Bauzeit von sechs bis acht Monaten vorgesehen. Man entschied sich jedoch für ein Stadtkirche Bayreuth Erdüberschüttetes Regenrückhaltebecken Herr Hanfstingl (rechts) mit Teilnehmern BDB-Nachrichten 3/

15 BG Bayreuth In einem letzten Bauabschnitt wird nun der Innenraum neu gestaltet: Der Altarraum wird weiter ins Kirchenschiff gerückt und nach längerer Diskussion mit dem Landesamt für Denkmalpflege wird die Markgrafengruft zugänglich gemacht. Die 25 kulturhistorisch bedeutenden Särge der Bayreuther Markgrafen aus dem 17. und 18. Jahrhundert können durch eine Verglasung der Gruft zukünftig betrachtet werden. An dieser Stelle sei noch einmal Herrn Hanfstingl vom Staatlichen Bauamt herzlich gedankt für seine umfangreiche Präsentation der durchgeführten Baumaßnahmen und seine Führung! Eine wohl einzigartige Einrichtung entsteht z. Z. im idyllischen Ort Waischenfeld im Herzen der Fränkischen Schweiz: ein Forschungscampus für das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS). Vom IIS ist u. a. das MP3-Format entwickelt worden. Ab Frühjahr 2014 sollen dort bis zu 47 junge Wissenschaftler aus aller Welt für einige Wochen gemeinsam an der Lösung von Forschungsproblemen arbeiten. Dankenswerter Weise hat uns der bauleitende Architekt, BDB- Kollege von Wintzingerode über die Baustelle geführt und die Baumaßnahme erläutert. Die einmalige Einrichtung, dass Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen über mehrere Wochen gemeinsam forschen und eng zusammen leben, geht auf den ehemaligen Leiter des Fraunhofer Instituts in Erlangen Prof. Gerhäuser zurück. Um einen zentralen Gemeinschaftsraum gruppieren sich vier 2 bis 3-geschossige Gebäudeflügel mit Büro-, Labor- und Schlafräumen. Die Schlafräume haben bewusst die Qualität einer Klosterzelle (nur besser ausgestattet), weil der Gemeinschaftsgedanke großgeschrieben Kollege von Wintzingerode (links) mit dem Vorsitzenden werden soll. Uns hat die Idee dieses Forschungscampus sehr fasziniert! Es ist schade, dass nur wenige Kollegen die Zeit gefunden haben, um an dieser Baustellenbesichtigung teilzunehmen. Die aktuellen Veranstaltungen finden Sie auch auf unserer Home apage unter Aktuelles. Dr. Hans-Günter Schneider Fraunhofer Forschungscampus in Waischenfeld 16 BDB-Nachrichten 3/2013

16 BG Deggendorf Jahreshauptversammlung der BG Deggendorf Deich-Flickwerk ärgert Baumeister Deggendorf: Merklich tief vom Besucher der Technischen Hochschule waren die Mitglieder des Bundes der deutschen Baumeister, Architekten und Ingenieure, die sich im Anschluss der Besichtigung im Restaurant Ruderhaus zur Jahreshauptversammlung trafen. Vor allem Dipl. Ing. (FH) Friedrich Hornik aus Metten hatte die TH imponiert. Er eröffnete die Versammlung und erzählte den Anwesenden vom deutschen Baumeistertag, der am 29. Mai in Münster stattfand. Anschließend würdigte die Vorsitzende der BDB-Bezirksgruppe Deggendorf, die Architektin und Baubiologin Ulrike Samberger, Architekt Klaus Kratzer für seine 40-jährige Mitgliedschaft. Im Fokus der Jahreshauptversammlung der Baumeister stand natürlich die schwere Hochwasserkatastrophe, die den Landkreis heimgesucht hat. So will der Verein sich umse- Baumeistertreffen im Ruderhaus: Architekt Dipl.-Ing. (FH) Lothar Schneider, Vorsitzende Ulrike Samberger, Baumeister Friedrich Hornik (Geschäftsstelle Deggendorf), Dipl.-Ing. (FH) Anton Halser, Architekt Dipl.-Ing. (FH) Christian hen und gegebenenfalls auch betroffene Bauunternehmen unterstützen. Am stärksten ärgerten sich die Hartung, Architekt Anton Kratzer Baumeister über die für sie Mitverantwortlichen des Isar- Donau und Isar schließlich den Dammbruch aus, meinte Hornik. Überall haben die neuen Deiche gehalten nur die alten Dammbruches bei Fischerdorf. Sie sind der Meinung, dass die Stelle. an der der Deich brach, schon seit über 20 Jahren ein Flickwerke nicht. So habe diese Katastrophe nicht nur den Menschen in der Region, sondern auch viele Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und Wildhasen getroffen. Viele davon sind in den Fluten ertrunken. Die Baumeister fordern hier ein schnelles Umdenken von Regierung und Umweltverbänden. Die Architektouren 2013 der bayerischen Architektenkammer stellte Ulrike Samberger vor. Mit dabei sind auch die Innensanierung der Kirche mit Ausstellungsraum von Frontenhausen sowie die Sanierung der Deggendorfer Grabkirche Peter und Paul. Beide wurden von ihrem Deggendorfer Architektenbüro vorgenommen, so Samberger, und gehörten zu den bayernweit 279 offenen Türen am Samstag und Sonntag 29. und 30. Juni. Bauherrin bei der Grabkirche sei die Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt unter fachlicher Begleitung des Bischöflichen Baureferats der Diözese Regensburg. Der Altarraum wurde vom Künstler Josef Sailstorfer neu gestaltet. Architektin Dipl.-Ing. (FH) Ulrike Samberger (Vorsitzende) ehrt Architekten Klaus Kratzer für 40 Jahre Mitgliedschaft in der BG Deggendorf Flickwerk gewesen sei. Die Gefahr war bekannt. Doch durch gegenseitiges jahrelanges Hickhack von Behörden, Regierungen und den Naturschutzverbänden sei es nie zu der dort dringend erforderlichen Hochwasserschutzmaßname gekommen. So löste die ungünstige Hochwasserkonstellation von Rund Mitglieder gehören dem Bund der deutschen Baumeister an, davon bayernweit etwa Der Deggendorfer Verein zählt 20 Mitglieder. Willkommen sind alle Architekten, Bauingenieure, Baumeister sowie auch Studenten, erklärte Friedrich Hornik. Da in diesem Jahr das Deggendorfer Volksfest ausfällt, wollen sich die Mitglieder erst am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Baumeister wieder treffen. Friedrich Hornik, Geschäftsstelle BG Deggendorf Fotos: Gerd Bachmeier, Freier Journalist BDB-Nachrichten 3/

17 BG Regensburg Berichte aus der Bezirksgruppe Regensburg Hochwasser, Welterbetag, Kaisersaal, Landesfotoschau und Besuch aus China Die BG Regensburg präsentiert sich in der Welterbestadt in historischem Umfeld Welterbetag in Regensburg Ein ereignisreicher Sommer liegt hinter uns in Regensburg. Während die Hilfskräfte versuchen die Wassermassen zu zähmen und Keller zu sichern, finden hinter den mobilen Deichen die Veranstaltungen zum Welterbetag (trotzdem) statt. Das Fest droht fast unterzugehen nicht in den Wassermassen sondern in der Flut an Nachrichten über Pegelstände der Donau. Eine Delegation der chinesischen Stadt Binzhou besuchte uns mit dem Ziel, eine langfristige und partnerschaftliche Städtefreundschaft aufzubauen. Besonderes Interesse liegt dabei auf dem Austausch auf wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und kulturellem Gebiet. Binzhou, die Stadt am gelben Fluss ist eine rasant wachsende Stadt mit 3,6 Millionen Einwohnern in der ostchinesischen Provinz Shandong. Die Stadt plant in näherer Zukunft Im Rahmen des Festprogramms durfte sich auch der BDB am Welterbetag beteiligen. Mit Unterstützung der Firma Flexijet präsentierte der BDB ein modernes Werkzeug zur Erstellung eines 3D-Aufmaß. Die interessierten Zuschauer konnten das Gerät live in Aktion beim vollautomatischen Aufmaß des historischen Kaisersaals am Haidplatz in Regensburg beobachten. Dabei wurden Funktionsweise und Nutzen der Technik erklärt. Delegation der Stadt Binzhou den Neubau eines Hafen- und Logistikzentrums für Binnenschifffahrt. Zusätzlich soll eine Stadterweiterung für eine weitere Million Einwohner entstehen. Stellv. Bürgermeister Joachim Wolbergs und Stefan Vogl beim 3D- Aufmaß im Kaisersaal Im Kaisersaal kam dabei die Indoor Variante zur Ausführung. Bis aufs kleinste Detail wurden hier die historischen Wandreliefs dreidimensional aufgemessen und ins CAD übertragen. Die spektakuläre Aufmaßmethode im Freien wird mit Hilfe eines Modell-Helikopters ausgeführt. Dieser konnte aufgrund der Windverhältnisse aber leider nicht starten. Besuch aus China Unter der Organisation unseres Kollegen Ludwig Vanderpoorten fand ein Deutsch-Chinesisches Treffen statt, das der BDB- Regensburg offiziell begrüßen und begleiten durfte. Die Gäste wurden in Regensburg von Herrn Bürgermeister Weber, sowie von Vertretern des Amtes für Wirtschaftsförderung und des Stadtplanungsamtes empfangen. Vertreter der Bayernhafen Gruppe führten die Besucher durch das Hafengelände in Regensburg und hielten Wissenswertes über den Ausbau von Wasserstraßen bereit. Die RMD Wasserstraßen GmbH informierte die Gäste in München über Möglichkeiten ökologischer Energiegewinnung. Die Delegiertengruppe, bestehend aus Repräsentanten der Stadtverwaltung von Binzhou, der Gesellschaft für ausländische Beziehungen und Leiter der Hafenverwaltung, zeigte sich begeistert über die deutsche Kultur und bewunderte den Umgang mit unserer historischen Stadt. Sie bedankten sich herzlichst für die Gastfreundschaft während ihres Deutschlandaufenthalts. Die Eindrücke aus unserer Stadt werden den 18 BDB-Nachrichten 3/2013

18 BG Regensburg Den Sonderpreis für das beste Architekturfoto erhielten: 1. Platz 2.Platz Titel: Pfeil und Bogen Titel: Reflection Frau Dr. Gertrud Wächter Frau Sabine Schneider Bürgermeister der Stadt Binzhou beim Überreichen des Gastgeschenks, ein chinesischer Scherenschnitt, an Ludwig Vanderpoorten, Berater des Landesvorstandes, BG Regensburg Gästen noch lange im Gedächtnis bleiben und wohl zu noch mehr Begeisterung für die deutsche Kultur in China führen. Herr Vanderpoorten reist als Vertreter des BDB noch dieses Jahr nach Binzhou, um den Kontakt zu den neu gewonnenen Freunden zu vertiefen. Ludwig Vanderpoorten und Peter Schewe bei der Prämierung der Sieger im Bereich Architekturfotografie Vorankündigungen Landesfotoschau Der BDB Regensburg stiftet für die diesjährige bayerische Landesfotoschau den Sonderpreis Bestes Architekturfoto. Die Landesfotoschau wird präsentiert vom DVF Bayern und der Fotografischen Gesellschaft Regensburg. Im Juli fand die Jurierung des Wettbewerbs statt. Dabei durften Ludwig Vanderpoorten und Peter Schewe, im Namen des BDB Regensburgs, die Sieger der Sparte Architekturfotografie prämieren. Diese werden nun, zusammen mit den besten Fotografien aller Themengebiete, zwei Wochen lang im Donau-Einkaufszentrum ausgestellt. Die Ausstellung wird am 28. September 2013 mit Vernissage eröffnet und ist anschließend bis zum 12. Oktober werktäglich von 9.30 bis geöffnet. Der Eintritt ist frei. Wir möchten den Siegern herzlich gratulieren und bedanken uns bei allen Teilnehmern. Der 6. Regensburger Baumeistertag findet am 25. Oktober 2013 an der Hochschule Regensburg statt. Das aktuelle Programm und weitere Information wird in Kürze bekannt gegeben und ist dann auf unserer Webseite unter Aktuelles zu finden. Die nächste Filmreihe ARCHITEKTUR im KINO ist auch schon in Planung und wird, wie schon in den Jahren zuvor, Anfang des neuen Jahres 2014 ab Ende Januar beginnen. Zwischenzeitlich werden Sie bei facebook.com/architekturim- KINO über Architekturbeiträge im TV, im NETZ und vor ORT informiert. Wir freuen uns hier auch über Ihre Beiträge und rege Diskussionen. Volker Schmidt Öffentlichkeitsarbeit BDB Regensburg BDB-Nachrichten 3/

19 BG Regensburg BDB Mitglieder weltweit Australien Nach Abschluss der Schule, des Studiums oder der Ausbildung zieht es viele deutsche Jugendliche für ein Jahr ins Ausland. Weg von Zuhause, andere Länder, andere Menschen, andere Lebensgewohnheiten, kurz die volle Ladung Lebenserfahrung. Die Lieblingsziele der meisten sind Australien oder Neuseeland. Diese Länder machen es ausländischen Jugendlichen besonders leicht einzuwandern und sich ihre Reise durch Nebenjobs zu finanzieren. Work and Travel nennt man das. Die unkomplizierte Einreise ist natürlich nicht der einzige Grund für einen Trip nach Australien. Es locken endlose Sandstrände, die Weiten des Outback, pulsierende Metropolen und etwa 340 Sonnentage im Jahr. Der berühmte Australian Way of Life tut sein Übriges um eine entspannte Auszeit zu garantieren. Auch ich, Architektur Bachelor Absolvent der HS Regensburg, seit drei Jahren Mitglied in der BDB Bezirksgruppe Regensburg, hab mich für das andere Ende der Welt entschieden. Natürlich freue auch ich mich auf die atemberaubende Natur und den Kontakt zu Einheimischen sowie anderen Reisenden. Was mich aber v. a. anlockt ist die Architektur. Dies mag zunächst verblüffen, da über australische Architektur nur wenig bekannt ist in Europa. Zu Unrecht! Zeitgenössische Architektur Down Under Hört man die Begriffe Architektur und Australien gleichzeitig, so denkt man meist an das Opernhaus in Sydney. Der spektakuläre Schalenbau des dänischen Architekten Jørn Utzon symbolisiert das Land wie kein anderes Gebäude. Setzt man sich jedoch näher mit der Thematik auseinander, stellt man fest, dass die australische Architektur seit geraumer Zeit selbstbewusst aus dem Schatten des Opernhauses heraustritt. Mit einfachen und natürlichen Materialen, simplen Formen und erhöhtem Augenmerk auf die Nachhaltigkeit und die Anpassung an den Ort schafft sie sich eine ganz eigene Identität. Bedeutendster Protagonist der zeitgenössischen Architekturbewegung ist Glenn Marcus Murcutt. Im Gegensatz zu vielen anderen weltberühmten Architekten sucht er nicht den großen Maßstab und die spektakuläre Form. Sein Fokus liegt auf Einfamilienhäuser eingebettet in die Landschaft, oder in urbane Umgebungen. Natürliche und lokale Materialien, leicht veränderbare und reversible Konstruktionen sowie konsequente Nutzung von Sonne, Schatten und Wind sind sein Rezept seine Inspirationen die traditionellen Bauweisen der Pazifikinseln sowie einfachen Siedlungsbauten früher aus tra- lischer Siedler. Mit dieser naturverbundenen Art gilt er als Pionier der heutigen Nachhaltigkeitsdebatte. Er hält Lehrstühle und Gastprofessuren auf der ganzen Welt, wodurch er versucht seine Botschaft von der Low-Tech Nachhaltigkeit zu verbreiten. Für seine Verdienste als Pionier dieser Bewegung wurde er neben zahllosen Preisen 2002 auch mit dem Pritzker-Preis für Architektur ausgezeichnet. Während meiner voraussichtlich einjährigen Reise ist es mein Ziel, neben anderen Arbeiten auch einer praktischen Tätigkeit in einem Architekturbüro nachzugehen. Die rechtlichen Grundlagen für meinen Aufenthalt bildet das Work and Travel Programm. Work and Travel Das Konzept ist einfach, der Name Programm. Man finanziert seine Reise durch Arbeit vor Ort. Das Betätigungsfeld ist groß: Land- und Viehwirtschaft, Hotel- und Gaststätten, Einzelhandel, Tourismus etc. Natürlich kann man auch in einem Beruf arbeiten in dem man ausgebildet ist. So werde ich versuchen, durch exzessives Bewerben eines Tages auch eine Praktikumsstelle in einem Architekturbüro zu bekommen. Hierfür habe ich bereits über 70 Internetseiten australischer Architekturbüros recherchiert. Die meisten über die gelben Seiten und das Royal Australian Institute of Architects. Für die Einreise benötigt man ein Working Holiday Visum. Es kann online beantragt werden und wird innerhalb von 48 Stunden ausgestellt. Jährlich vergibt die australische Regierung ca solcher Visa. Ich beginne die Reise mit einem Starterpaket eines Reiseanbieters. Für wenige Hundert Euro erhalte ich Betreuung in den ersten Tagen vor Ort, Hilfe bei der Beantragung der Steuernummer, eine australische SIM Card, australisches Bankkonto, Zugang zu online Jobcentern etc. Fortsetzung folgt Im kommenden Jahr werde ich an dieser Stelle über meine Erfahrungen berichten. Ich will dabei einen kleinen Einblick geben in die Arbeitsweise australischer Architekten sowie in den Städtebau. Natürlich versuche ich auch möglichst viel über den Berufsstand, das Studium und die Arbeitsbedingungen der Kollegen Down Under herauszufinden. Meine persönlichen Erfahrungen mit Land und Leute werden dabei auch nicht zu kurz kommen. Thomas Kastl BG Regensburg 20 BDB-Nachrichten 3/2013

20 BG Ingolstadt Espace + goût Raum und Geschmack Was Architektur und Küche gemeinsam haben. Bilder von links nach rechts: Bürogebäude Kraftwerk Zolling; Im Vordergrund Renate Tittes (Raumgestalterin Feng Shui) und Heike Fritzen (jüngstes BDB Ing.-Mitglied, Architektin); Susanne Krämer (Beyer und Dier) und Thomas Krämer (pbb) Nein, es ging nicht, wie man meinen könnte, um Kücheneinrichtung, als die geladenen Gäste der Bezirksgruppe Ingolstadt des BDB (Bund Deutscher Baumeister), Architekten, Ingenieure und Baumeister, sich im Gasthaus Stark in Wolkertshofen zu einem 6-Gänge-Menü und einem Vortrag mit dem Thema espace & goût Raum und Geschmack zusammenfanden. Herr Josef Stark persönlich, Inhaber und Küchenchef des gleichnamigen Gasthauses in Wirklichkeit nicht nur ein einfaches Wirtshaus, sondern auch ein gehobenes Restaurant und fast noch ein Geheimtipp für Menschen, die gern zu vertretbaren Preisen gut essen hatte das Gourmet-Menü der Elementarküche höchstpersönlich zubereitet und auch mühelos eine genauso kreative und schmackhafte fleischlose Variante für die an diesem Abend anwesenden Vegetarier kreiert. Serviert wurden 2x3 Gänge - zuerst die Zutaten (Elemente) im Einzelnen, dann das fertig zubereitete Gericht. Diese Art des Kochens, die Elementarküche, fokussiert den Genießenden auf die Zutaten und deren Wirkung im Zusammenspiel: Was löst der Geschmack aus? Wo schmecke ich? Kann ich durch eigenes Experimentieren mit den Elementen meinen Geschmack finden? Und hier findet sich auch der Zusammenhang zwischen Küche und Architektur: Erst durch die sorgfältige Auswahl der Materialien und das Wie der Verwendung, sowie die genaue Betrachtung der gegebenen Voraussetzungen und schließlich eben durch das Zusammenspiel all dessen entsteht das geschmackvolle Endprodukt das Menü oder das Bauwerk. Auf was es hierbei abseits der Küche im Architekturbüro alles ankommen kann, darüber referierte dann vor Servierung des Hauptganges Herr Prof. Dipl.-Ing. Architekt Gunther Benkert von der Fakultät Architektur und Bauingenieurswesen der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg- Schweinfurt. Anhand eines von Anwesenden entworfenen und geplanten Bürogebäudes in einem Kraftwerk bei Zolling wurde das Zusammenspiel der Zutaten der Architektur ausführlich veranschaulicht. Fazit des gelungenen Abends: Für jegliche Art der Gestaltung ist ein bewusster Umgang mit den zur Verfügung stehenden Produkten und Ressourcen notwendig. Die Kunst des Entwerfens liegt darin, die Zutaten zu kennen und deren Wirkung zu verstehen. Im Zeitalter von Fastfood, Fertigprodukten und Lösungen von der Stange ist die Sensibilisierung des Geschmacks eine wichtige Aufgabe. Und auch zukunftsorientierte Architektur und Tragwerksplanung besteht aus der Rückbesinnung auf das Wesentliche: auf die kluge Komposition von wenigen, dafür hochwertigen Materialien kurz: zurück zum guten Geschmack zu finden. Walter Muck Vorsitzender BG Ingolstadt Beirat im Landesvorstand Bayern Bilder von links nach rechts: Professor der Architektur Gunther Benkert; Walter Muck, Josef Stark (hinten) und seine Kochcrew; Hauptgang - Zweierlei vom Rind - Bäckle & Filet - auf Schrobenhausener Spargel an Schupfnudeln BDB-Nachrichten 3/

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