Das neue Malpaket "Ikarus" für den Kunstunterricht

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1 Das neue Malpaket "Ikarus" für den Kunstunterricht Künstlerisches Malen mit dem Deckfarbkasten K12 Mit Pelikan wird Malen zum Erlebnis: Kein Wunder, dass unsere Pelikan Deckfarbkästen seit vielen Generationen beliebte und zuverlässige Begleiter von Schülern sind - im Kunstunterricht wie auch zu Hause. Mit seiner Figur des Ikarus - die den Traum vom Fliegen symbolisiert - hat der französische Maler Henri Matisse in seiner unverwechselbaren Art ein Kunstwerk mit besonders intensiver Farbgebung geschaffen. Pelikan Deckfarben helfen ihnen dabei, mit ihrer Klasse ebenso farbintensive Ergebnisse zu erzielen. Mit dem Original Deckfarbkasten K12 und seinen brillanten, kräftig deckenden und lichtbeständigen Farben lässt sich das Unterrichtsthema Ikarus in Grundschulen, aber auch hervorragend in weiterführenden Schulen einsetzen. Interessant hierbei sind die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die dem Lehrenden eine differenzierte Unterrichtsweise ermöglichen. Der klassische Kunstunterricht demotiviert Schülerinnen und Schüler oft durch die Bildpräsentation eines Künstlers. Dabei stellt eine Kopie des Bildes eine unlösbare Aufgabe für Schüler dar. Wir möchten einen anderen Weg vorschlagen, indem wir den Schülerinnen und Schülern erst nach der eigentlichen Aufgabe ein Bild von Matisse vorstellen. Wenn die abschließende Bildbetrachtung auf die Ergebnisse gelenkt wird, steht das eigentliche Künstlerbild ohnehin nicht mehr im Mittelpunkt. Das Besondere daran ist: die Kinder setzen sich mit der Arbeitsweise eines berühmten Künstlers auseinander, indem sie in ihren eigenen Arbeiten ähnliche Farbwirkungen wie dieser erzielen. Aufgrund ihrer besonders brillanten Farbqualität eignen sich Pelikan Deckfarben außerordentlich gut für diese Unterrichtseinheit. Benötigte Materialien für die Ikarus-Unterrichtseinheit: Deckfarbkasten K12, Zeichenblock und Pinsel von Pelikan. Ablauf der Unterrichtseinheit "Ikarus" Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sich die vorliegenden Unterrichtsinhalte beliebig kombinieren lassen. Eine freie Gestaltungsweise führt bei den Schülerinnen und Schülern oft zu den schönsten Ergebnissen, Hilfestellungen können und sollen aber bei Bedarf immer gegeben werden.

2 Schritt 2 und 3 können in Einzel- oder Gruppenarbeiten erfolgen. Wir stellen hier beide Methoden vor. 1. Laden Sie die Schablonen und den Text "Ikarus" aus dem Internet herunter. Einzelarbeit: 2. Präsentieren Sie der Schulklasse die Figur Ikarus als Puzzle, indem Sie Kopien der Ikarus-Figur verteilen, und die Kinder die Teile ausschneiden lassen. 3. Jedes Kind legt aus den einzelnen Teilen des Ikarus neue verschiedene Figuren. Gruppenarbeit: 2. Präsentieren Sie der Schulklasse die Figur Ikarus als Puzzle, durch Auflegen ausgeschnittener Teile auf einem Tagesprojektor. Diese dienen der Klasse als "Schaustück" für alle. Möglich ist auch das Verteilen einer Kopie pro Gruppe. Diese wird dann in der Gruppe ausgeschnitten. 3. Die Klasse bzw. Gruppe legt aus den Teilen neue Figuren, assoziiert und diskutiert über Vorschläge. Weiteres Vorgehen: 4. Mit dem Pelikan Deckfarbkasten K12 und einem breiten Borstenpinsel teilen die Kinder ein DIN A3 Blatt in 3 farbige Flächen. (Siehe untere Abbildung) - Schwarz: DIN A 4 Fläche für Ikarusfigur - Gelb: für ca. 6 Sterne - Rot: für einen etwa daumennagelgroßen roten Punkt 5. Auf ein weiteres DIN A3 Blatt legen die Schülerinnen und Schüler einen blauen Hintergrund an. Unterschiedliche Blautöne können dabei kombiniert werden. Schematische Verteilung der Farben auf dem DIN A3 Blatt Der Pelikan Deckfarbkasten im Einsatz. Für den Hintergrund können unterschiedliche Blautöne kombiniert werden. 6. Durch Abmalen vom Overhead-Projektor oder durch Schablonieren der schon vorhandenen Puzzle-Teile überträgt jedes Kind auf der vorbereiteten schwarzen Fläche sein eigenes Ikarus- Puzzle auf festes Zeichenblockpapier (am besten mit einem Bleistift). 7. Stellen Sie den Schülerinnen und Schülern anhand der Vorlagen unterschiedliche Sternformen vor. Die Kinder entwerfen dann 6 eigene Sterne auf der gelben Fläche. 8. Jetzt kommt der rote Punkt ins Spiel, der später im Bildaufbau integriert werden soll. Er ist etwa daumennagelgroß und hat eine besondere Bedeutung: Matisse symbolisierte damit ein Herz. Bei Ihren Schülern kann der rote Punkt aber durchaus eine andere Bedeutung haben. In einem Gespräch lassen sich u.u. verschiedene Aspekte des roten Punktes betrachten: a. Bedeutung (Fußball/Blume etc.) b. Farbwirkung (Kontrastfarbe kalt/warm) c. Auffälligkeit (Bildmitte/am Rand/auf der blauen Fläche etc.)

3 d. Substitution (Würde eine andere Farbe die gleiche Wirkung erzielen?) 9. Die Kinder arrangieren die einzelnen Teile auf der blauen DIN A3 Fläche neu und kleben sie auf. Die Ergebnisse können von den Schülern präsentiert werden. 10. Alternativ kann zu Beginn des Unterrichts die Geschichte "Der Fall des Ikaros" vorgelesen werden. Danach gestalten die Schüler, nach den Vorbereitungen wie beschrieben, die Geschichte bildlich aus. Tipp: Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher Ihren Einstieg aus und kombinieren Sie unsere Materialien entsprechend den Möglichkeiten Ihrer Schüler. Im Anschluss finden Sie weitere Differenzierungsmöglichkeiten. Unterrichtliche Möglichkeiten / Differenzierungsmöglichkeiten Möglicher Einstieg: Alle Puzzle-Teile (auch Sterne und Punkt) werden präsentiert, über eine mögliche Verwendung kann gemeinsam gesprochen werden. oder: Die Ikarusfigur kann als ganze Figur genutzt werden. Anlass für eine Diskussion kann die Verwendung des roten Punktes sein. oder: Die beiliegende Geschichte wird ganz oder teilweise vorgelesen. Danach können die Schüler die Geschichte bildlich umsetzten oder zu Ende führen. Möglicher Arbeitsauftrag: Auf dem blauen Untergrund soll ein Gegenstand oder eine Figur gepuzzelt und aufklebt werden. Alle Teile können sich berühren, sollten aber nicht übereinander geklebt werden. oder: Eine, in einer Kleingruppe entwickelte, Figur wird übernommen und aufgeklebt. Die Sterne können an beliebigen Stellen platziert werden. Der rote Punkt sollte innerhalb der Figur angebracht werden. Erweiterter Arbeitsauftrag: Finde einen Titel für dein Bild! Erfinde eine eigene Geschichte zu deinem Bild!

4 Mit einem Beispiel möchten wir diesen Arbeitsauftrag ergänzen. Im Unterricht entstand folgende Geschichte, die mit einem Bild aus unserem Materialsatz ergänzt wurde: "Der Detektiv Der großartige Detektiv hat schon jeden Fall, den er bekommen hat, gelöst. Nun hat ihn ein Maler, der den Detektiv bewundert, gemalt. Der Detektiv soll auf diesem Bild über einen sehr kniffligen Fall nachdenken. Der Maler hat ihn auch mit Sternen gemalt, weil für den Maler der Detektiv einfach der größte ist. Der Maler hat den Detektiv in seiner persönlichen Form gemalt, mit seiner Pfeife, seinem roten Pickel auf der Wange und seinem französischen Hut." Die vorliegenden Materialien ermöglichen vielfältige Variationen von Bildinhalten. Durch den Austausch von Sternen oder eine veränderte Lage der Ikarus-Puzzleteile ändert sich, wie in unserem Beispiel, ganz einfach der Gesamteindruck. Eine andere Anordnung der Puzzleteile oder der Austausch von Sternen lässt die Figur anders aussehen. Zum Schluss noch ein weiteres Schülerergebnis: Der Taucher "Der Taucher Auf meinem Bild sieht man einen Taucher, der seit Jahren die "rote Perle der Wahrheit" sucht. Er sah eine Kammer, da tauchte er rein und sah einen Sternenhimmel, wo in der Mitte die Perle war. Als er die Perle hatte, band er die an seine Halskette. Seit dem Tag log er automatisch nicht mehr." Der Fall des Ikaros Dädalos war ein genialer Mann. Architekt, Bildhauer, Ingenieur und Erfinder, alles in einer Person. Überall lobten die Menschen seine Werke. Er hatte den Athenern zum Beispiel die Axt aus Eisen geschmiedet - ein Meisterwerk!

5 Doch Dädalos lud Schuld auf sich. Er hatte ein schlimmes Verbrechen, einen Mord, begangen. Deshalb musste er eines Tages aus der Stadt Athen fliehen. Zusammen mit seinem Sohn Ikaros irrte er im Land umher und fand schließlich auf der Insel Kreta einen Zufluchtsort. Dem König Minos, der dort herrschte, kam der große Meister gerade recht. Er gab Dädalos den Auftrag, für den Minotaurus, das grässliche Monster des Königs, ein sicheres Quartier zu schaffen. Dädalos hielt, was sich König Minos von ihm versprach. Er baute das berühmte Labyrinth - einen Irrgarten, aus dem der Künstler selbst kaum wieder herausfand. Wie sollte das dann dem Minotaurus gelingen? Mit den Jahren bekamen Dädalos und sein Sohn Ikaros Heimweh nach Athen. Sie baten den König um ein Schiff. Aber Minos dachte gar nicht daran, die beiden ziehen zu lassen. Er hielt Vater und Sohn wie Gefangene auf der Insel fest. Natürlich hatte er die Rechnung ohne den Erfinder gemacht. "Wenn Land und Wasser versperrt sind", rief Dädalos seinem Sohn zu, "dann steht uns nur noch die freie Himmelsluft offen." Sprach's und begann, am Strand liegende Federn zu sammeln. Viele Federn mussten es sein. Schweigend ging er nach Hause. Dort band er die Federn mit Leinenfäden an lange Holzstäbe und formte mit Hilfe von Wachs große Flügel - für sich und Ikaros je ein Paar. Dann stiegen die beiden auf einen hohen Berg an der Küste. Dädalos probierte die Flügel aus, und als der erste Flugversuch geglückt war, legte er auch seinem Sohn die Schwingen an. Er umarmte Ikaros und ermahnte ihn noch einmal: "Flieg nicht zu tief. Das Wasser wird deine Flügel benetzen und immer schwerer machen, bis du in die Tiefe gezogen wirst. Flieg aber auch nicht zu hoch. Die heißen Strahlen der Sonne werden das Wachs deiner Flügel schmelzen. Du wirst abstürzen. Folge mir einfach nach, und wir werden sicher die Heimat erreichen." Dädalos und Ikaros schwangen sich in die Lüfte wie zwei riesige Vögel. Sie ließen Kreta hinter sich. Fischer, die sie über das Meer fliegen sahen, hielten sie für Götter. In schnellem Flug ging es voran. Die beiden Inseln Samos und Delos wurden überflogen und schon lag das Festland, die Küste Griechenlands, vor ihnen. Da war Ikaros nicht mehr zu halten. Voll Übermut schlug er immer schneller mit den Flügeln, schwang sich höher und immer höher der Sonne entgegen. Da passierte es: Das Wachs seiner Flügel schmolz. Von der Sonnenhitze aufgelöst, flogen die Federn in alle Himmelsrichtungen davon. Verzweifelt ruderte der Junge mit seinen Armen in der Luft. Doch für Ikaros gab es keine Rettung, er stürzte ins Meer. Hilflos musste Dädalos mit ansehen, wie sein Sohn in den Wellen ertrank. Er selbst erreichte sicher Griechenland. Doch Dädalos wurde seines Lebens nicht mehr froh. Seiner Erfindung gab er die Schuld am Tod seines Sohnes. Einsam und verbittert starb er Jahre später. Quelle: "Hallo Welt" Das große Jugendjahrbuch: Luft ist Leben; 1989 Domino Verlag Günther Brinek, München Lebenslauf: Henri Matisse Henri Émile Benoît Matisse wurde am in Le Cateau-Cambrésis (Nordfrankreich) geboren schenkte ihm seine Mutter, während der Genesung von einer Blinddarment zündung, einen Malkasten. Als er daraufhin zu malen begann, gab er 1890 seinen Anwaltsberuf auf und ging nach Paris. Dort studierte er Malerei und festigte sein Können durch das Kopieren alter Meister. Von Paul Gaugin, Paul Cézanne und Vincent van Gogh beeinflusst, fand Matisse bald seinen eigenen künstlerischen Weg. Henri Matisse beschränkte sich meist auf wenige, aber dafür besonders reine Farben. Die interessante Farbwirkung erzielte er dabei durch die Beziehung der Flächen zueinander. Später nahmen die reinen Farbflächen in seinen Arbeiten einen immer stärkeren Stellenwert ein.

6 Anfangs belächelt, später bewundert wurde Matisse vor allem wegen seiner leuchtenden Scherenschnitte, die er als bettlägeriger alter Mann anfertigte. Henri Matisse starb am 3. November 1954 in Nizza. Für weitere Informationen über Matisse und Ansicht seiner Werke empfehlen wir: Den Original "Icarus" finden Sie auch unter

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