Sehr geehrter Hausherr, sehr geehrter Herr Präsident Spoun, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mädge,

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1 Sehr geehrter Hausherr, sehr geehrter Herr Präsident Spoun, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mädge, sehr geehrter Herr Vizepräsident Keller, vor allem aber liebe Studentinnen und Studenten, an die sich in erster Linie diese kurze Ansprache richten soll. Ich möchte heute Morgen von dem leisen Neid, der aufrichtigen Anerkennung und der hochgesteckten Erwartungen sprechen, die mich an diesem Tage bewegen. Bevor ich dies tue, möchte ich mich aber herzlich für die Einladung zu Ihrer Startwoche bedanken. Und dazu auch noch in der schönsten Stadt der Welt, wie ich gerade gelernt habe. Wissen Sie, ich komme aus Hamburg und da fällt mir dann doch der Spruch meines alten Freundes, des Oberbürgermeisters der ebenso schönen Stadt Haifa in Israel ein. Wenn der Gäste begrüßt, dann weist er immer auf Folgendes hin: Es ist unbestritten, dass Jerusalem die schönste Stadt der Welt ist, sagt er dann immer, aber Haifa ist die schönste Stadt in Israel. Nun können Sie das in jede Richtung drehen wie Sie wollen. Ich trete hier in große Fußstapfen und bin mir wohl bewusst, dass ich Ihnen weder die Aura eines ehemaligen US-Präsidenten noch die in jahrzehntelanger politischer Aktivität verinnerlichte Rhetorik eines Parteivorsitzenden anbieten kann. Zumindest meine persönliche Auffassung für einige Fragen, die für Sie jetzt und in der Zukunft von Bedeutung sein sollten, will ich aber offen darlegen. Zuerst also zum leisen Neid. Er speist sich vornehmlich aus einem Vergleich mit meinem eigenen Studienbeginn im Jahre 1957, also vor mehr als einem halben Jahrhundert. In dieser grauen Vorzeit gab es in meinem Heimatland Nordrhein-Westfalen gerade mal drei Universitäten: die in Bonn, die in Köln und die in Münster. Und da ich aus finanziellen Gründen Fahrstudent sein musste, gab es überhaupt keine Auswahl mehr, es musste Köln sein. Und selbst das bedeutete in der Regel, morgens den Zug um Uhr zu erwischen und abends gegen Uhr nach Hause zurückzukehren. Aus diesen drei sind heute in Nordrhein-Westfalen 13 Volluniversitäten geworden und eine ähnliche Entwicklung hat ja auch in anderen Bundesländern stattgefunden, gerade die noch junge Leuphana hier in Lüneburg ist ja ein Beispiel für diesen Weg, der übrigens noch längst nicht an sein Ende gelangt ist. Welche Vielfalt im Angebot gegenüber meiner eigenen Studienzeit nein im Wirtschaftswunderland meiner Jugend war längst nicht alles besser. Ich habe mich damals an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät mit ihren mehr als 3000 Studierenden eingeschrieben. Es hat keinerlei Studienberatung, keine Einführungsvorträge, geschweige denn propädeutische Tage oder so eine fabelhafte Einrichtung wie Ihre Startwoche gegeben. Das Einzige, was man mir in die Hand gedrückt hat, war ein einfacher Zettel, auf dem die Pflichtvorlesungen und Pflichtübungen aufgeschrieben waren und von da an mussten wir alleine klar kommen. Und da soll bei mir kein leiser Neid aufkommen, wenn ich die vorzüglichen Bedingungen sehe, unter denen Sie jetzt Ihr Studium aufnehmen können? Natürlich gab es 1957 auch kein BaföG. Es gab nicht einmal Darlehensmodelle. Dafür gab es aber Vorlesungsgebühren, Seminargebühren, Semestergebühren, von denen man sich dann teilweise über Sonderprüfungen wieder befreien konnte. Schlimmer noch und auch wichtiger denke ich in unserer verknöcherten Universitätshierarchie war interdisziplinäres Arbeiten ebenso unbekannt wie interaktives Arbeiten in Gruppen, wenn ich von gaaanz wenigen Seminaren einmal absehe. Angestrengtes Zuhören in überfüllten Räumen Herr Präsident bei uns wurden die Hauptseminare von

2 2 zwischen 400 und 500 sogenannten Seminarteilnehmern besucht und selbstverständlich gab es auch keine elektronischen Hilfsmittel und an die Standardliteratur war in einer ständig überfüllten Bibliothek kaum heranzukommen. Ich bin also ein bisschen neidisch auf Sie, und wenn ich nicht so viel zu tun hätte, würde ich gerne auch noch einmal studieren. Eins aber hat vor fünfzig Jahren viele dieser Nachteile wieder aufgehoben: auch bei durchschnittlicher Begabung, auch ohne glänzendes Examen wurde man vom Arbeitsmarkt für Akademiker mit Kusshand aufgenommen. Die Frage nach Ihren eigenen beruflichen Zukunftsaussichten haben Sie sich wohl bereits mehrfach gestellt. Ich habe sie mir überhaupt nicht stellen müssen, denn es gab nicht einmal den Begriff Akademikerarbeitslosigkeit, von der Realität ganz zu schweigen. Für mich ist damals also die Universität auch in ganz unmittelbarem Sinn Alma Mater also nährende Mutter gewesen. Und hier werden möglicherweise Sie mich beneiden. Vom Neid zur Anerkennung. Diese Anerkennung muss zunächst Ihrer neuen akademischen Heimat gelten und das ganz rückhaltlos. Im Laufe meines Lebens habe ich mit Hochschulen in Deutschland und ihrer Entwicklung immer wieder zu tun gehabt. Ich habe mich an amerikanischen Universitäten ein wenig umgeschaut und meine Tochter arbeitet gerade in Oxford und in London an ihrer Doktorarbeit. Das hat mir auch den Blick über die Grenzen ein wenig geöffnet. Und zwei Mal habe ich in meinem Leben an Innovationen im Hochschulbereich mitwirken dürfen haben wir an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg einen Ergänzungsstudiengang für Kulturmanagement aufbauen können, den ersten in der Bundesrepublik Deutschland, der mittlerweile viele Nachfolger gefunden hat und dort lehre ich auch heute noch. In zwei Wochen beginnt mein 24. Jahr und ich freue mich wieder drauf. Und vor 10 Jahren haben wir über die Zeit-Stiftung den ersten Jahrgang der Bucerius-Law-School in Hamburg begrüßen dürfen, daraus ist in einem Jahrzehnt eine akademische Institution geworden, auf die man wirklich stolz sein kann. Vor diesem Hintergrund blicke ich also auf die Leuphana. Was hier in wenigen Jahren auf die Beine gestellt worden ist, kann nur anerkannt, ja, bestaunt werden. Die klare Gliederung in College, Graduate School und Professional School steht hierfür ebenso wie vielfältige didaktische Innovation oder eben dieses fabelhafte Großprojekt Innovationsinkubator. Natürlich, liebe Studierenden, hat hier in Lüneburg einiges Baustellencharakter. Das aber ist bei jeder Neuerung so und solange die Baustelle einem wohlüberlegten Plan entspringt, ist sie spannend und nicht behindernd. Freuen Sie sich also darauf, dass Sie zentraler Bestandteil dieses Innovationsprozesses sind, und akzeptieren Sie bitte bereitwillig die damit verbundenen Vorläufigkeiten und auch Veränderungen. Wie ich aus eigenem Erleben weiß, macht es allen Beteiligten Freude an einer Pionierphase mitgearbeitet zu haben, diese Erfahrung gegenüber anderen offensiv zu vertreten und später mit Befriedigung daran zurückzudenken. Mit diesem Großprojekt Innovationsinkubator ist aber auch ein weiterer Wesenszug der Leuphana angesprochen, nämlich die gewollte wechselseitige Befruchtung zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft. Nun wird das nicht gleich in ein Silicon Valley einmünden das ist so ein bisschen wie die schönste Stadt der Welt denn dafür fehlen dann vielleicht doch einige Voraussetzungen, beispielgebend aber kann und so hoffe ich wird es wirken. Und die hier von der EU zur Verfügung stehenden Gelder das ist wirklich gut angelegtes Geld. Ich habe schon auf Haifa hingewiesen, ich bin seit langen Jahren an der Universität in Haifa aktiv, davon 6 Jahre als Vorsitzender des Verwaltungsrates. Dort in Israel ist diese Grundidee des Innovationsinkubators seit vielen Jahren realisiert und die ungemein segensreichen Wirkungen, sowohl für die Wirtschaft wie für die Wissenschaft, kann man

3 3 aus allen Statistiken und internationalen Vergleichen ablesen. Es ist den Initiatoren dort nicht darum gegangen, unter dem Deckmantel der Wissenschafts- oder Technologieförderung regionale Strukturen zu konservieren oder sie gar zu subventionieren. Es ging und geht ausschließlich um Neuerung, d. h. um Neugründung und nicht um Töpfchenwirtschaft. Und genau das ist auch hier der richtige Ansatz, also viel Freude und Erfolg all denen, die an diesem Großprojekt mitarbeiten dürfen. Meine Anerkennung gilt aber gerade auch Ihnen, liebe Studentinnen und Studenten. Sie wollen sich also auf das Abenteuer Lüneburg einlassen und haben davon bin ich überzeugt vernünftig gehandelt. Sie werden rasch merken, dass ein derartiges Abenteuer Sie in besonderer Weise herausfordert. Es kann Sie aber auch in besonderer Weise befriedigen und davon werden Sie lange zehren. Diese Anerkennung ist aber auch mit Erwartungen, ja, Bitten an Sie verknüpft. Gerade diese Bitten, und es sind deren fünf, entspringen meiner ganz persönlichen Sicht. Ich kann nur hoffen, dass sie in allen Punkten der Position der Hochschulleitung entsprechen, ich weiß es nicht ganz genau, aber wie gesagt, ich hoffe das. Meine erste Bitte: Machen Sie sich zunächst klar, dass eine Hochschule nicht in erster Linie dazu da ist, mindestens nicht dazu da sein sollte, Ihnen Wissen zu vermitteln. Information und Wissen, das sind sicherlich Rohstoffe, die Sie für Ihre Erkenntnis und für Ihr Urteil zwingend benötigen. Diese Rohstoffe können Sie sich aber häufig genug selber und außerhalb des eigentlichen Studienbetriebes beschaffen. Die Zeit also, die Sie einsetzen müssen, um sich verlässlich über Skripten, Bücher, Datenbanken oder elektronische Publikationen sachkundiger zu machen, das ist gut angelegte Zeit. Sie ist jedoch nicht der eigentliche Schwerpunkt Ihres Studiums. Dieser Schwerpunkt, dem sich übrigens auch alle guten Hochschullehrer verpflichtet fühlen, besteht vielmehr darin, Ihnen näher zu bringen, wie Sie mit diesem Wissen methodisch umgehen, Zusammenhänge herstellen, Widersprüche aufdecken, an Ihrem und fremdem Wissen begründet zweifeln und Neues denken. Mit anderen Worten: Bleiben Sie neugierig und lassen Sie sich jeden Tag darauf ein, Denken zu lernen. Genau das meint nämlich Alma Mater, also nährende Mutter wirklich. Meine zweite Bitte: Behalten Sie Ihr Wissen und Denken nicht für sich, sondern nutzen Sie jede Gelegenheit, es der kritischen Prüfung durch Dritte zu unterwerfen. Die Wissenschaftler selbst, die nennen das Peer-Review und diese ist in der Tat eine ganz wesentliche Voraussetzung für eine ehrliche akademische Arbeit. Das verlangt von Ihnen zweierlei. Erstens die rechtzeitige und endgültige Einsicht, dass es Wahrheit nicht gibt, sondern nur das Streben nach derselben. Diese Einsicht wird gerade in der Gegenwart in erschreckender Weise von all denjenigen in Frage gestellt, die unter Bezug auf reine Glaubenssätze, also auf nicht überprüfbare Axiome, letzte Wahrheiten postulieren und dann unter aus meiner Sicht perverser Berufung auf die Meinungsfreiheit auch noch Artenschutz für ihre Position verlangen. Es bedarf der intellektuellen Redlichkeit, das zu durchschauen, sich davon freizuhalten. Und es bedarf des Mutes, sich gegen diesen Marsch zurück hinter die Aufklärung anzugehen. Entwickeln Sie diesen Mut zur intellektuellen Redlichkeit, auch in dem Bewusstsein, dass er die eigentliche ethische Herausforderung für jeden wissenschaftlich Denkenden darstellt. Zweitens: Entwickeln Sie aber auch den Mut, sich anderen Positionen zu stellen. Die Universität, aber auch die Studentenschaft selber werden Ihnen genügend Gelegenheit zu Diskussion und Meinungsstreit bieten. Nutzen Sie diese Chance, vor allen Dingen

4 4 in diesem - wie ich finde wunderbar angelegtem Erstsemester, also die Chance, in andere Fachbereiche mit hinein zu hören. Warum? Es ist zwingend notwendig, sich mit unterschiedlichen Wegen zu Erkenntnis auseinanderzusetzen und den bequemen Trott im eigenen ausgetretenen Pfad zu vermeiden. Es gibt noch einen anderen Grund, warum Sie systematisch lernen sollten, zu streiten. Auch nach Ihrer Studienzeit wird Ihnen nämlich ein angelegter Vorrat an Denken und Wissen überhaupt nichts nützen, wenn Sie ihn nicht an die Frau oder an den Mann bringen können. Meine dritte Bitte an Sie: Bemühen Sie sich um Sachkunde aber vermeiden Sie es um jeden Preis, zum Fachidioten zu werden. Albert Einstein ist ja heute Morgen populär, wie ich gelernt habe, also ich biete Ihnen auch Albert Einstein an. Er hat 1952 Folgendes gesagt, ich zitiere: Es ist nicht genug, den Menschen ein Spezialfach zu lehren, dadurch wird er zwar zu einer Art benutzbarer Maschine, aber nicht zu einer vollwertigen Persönlichkeit. Überbetonung des kompetitiven Systems und zu frühzeitiges Spezialisieren unter dem Gesichtspunkt der unmittelbaren Nützlichkeit töten den Geist, von dem alles kulturelle Leben und damit schließlich auch die Blüte der Wissenschaften abhängig ist. Zitat Ende. Den kritischen Blick Einsteins auf die unmittelbare Nützlichkeit kann man dabei nicht genug unterstreichen. Nützlich? Nützlich, das sind Sie am Ende immer nur für andere. Darum sollte es Ihnen aber nicht gehen, sondern immer nur um die Entwicklung Ihrer eigenen vielseitigen unverwechselbaren Persönlichkeit. Sie, diese entwickelte Persönlichkeit und dazu der Wille und die Fähigkeit zu führen und zu verantworten, das und nichts anderes wird übrigens später auch den Ausschlag für Ihren beruflichen Erfolg geben. Das wird Ihnen jeder ernst zu nehmende Personalberater gerne bestätigen. Meine vierte Bitte: Hängen Sie die akademische Messlatte für sich nicht zu niedrig. Ob Sie Lüneburg beispielsweise mit einem College-Abschluss verlassen oder nicht, das ist natürlich Ihre ureigene durchaus ehrenvolle Entscheidung. Und gerade die Leuphana tut ja mehr als jede andere Hochschule, die ich kenne, um einen derartigen Abschluss für Sie und das Berufsleben so attraktiv wie möglich zu machen. Und dennoch sollten Sie sich auf die nächste Stufe ob das nun die Graduate School hier ist oder ein Masterstudium irgendwo anders, ob das nun unterbrochen wird durch eine berufliche Tätigkeit oder nicht, einlassen, Sie sollten sich auf die nächste Stufe einlassen, wann immer das irgendwie möglich ist. Ich sage das nicht, weil ein zusätzlicher akademischer Grad sich auf Bewerbung und Visitenkarte besser macht, ich sage es deshalb, weil Sie nach meiner Überzeugung nur so Ihre Wissens-, Denk- und Urteilspotentiale voll ausschöpfen können. Und das hilft Ihnen ja nicht nur beruflich weiter, sondern auch in Ihrer eigenen Reifung und Entwicklung. Geben Sie also Ihrer Studentenzeit die richtige Strecke auf Ihrem Lebensweg. Auf ihr zu lange zu verweilen, das wäre vertrödelte Zeit. Sie möglichst kurz zu halten aber, könnte sich als voreilig herausstellen. Meine fünfte und letzte Bitte an Sie, liebe Studentinnen und Studenten: Ihr Fleiß und Ihre Energie haben Sie mehr als alles andere bisher getragen und werden dies auch weiterhin tun. Fleiß, Energie und Leistungsbereitschaft, das alles sind keine Ihnen verliehenen Privilegien, auf die dann irgendein Dritter Anspruch haben dürfte, oder für die sie sich auch noch schämen müssten, aber: diese Eigenschaften werden, so hoffe ich, Ihnen zu einer herausgehobenen Position in der Gesellschaft verhelfen. Das ist gut so

5 5 und braucht von Ihnen nicht versteckt zu werden. Daraus erwächst aber aus meiner festen Überzeugung auch die Pflicht, sich um die Entwicklung dieser Gesellschaft zu kümmern. Wohl bemerkt es geht hier nicht um zurück geben oder sogar zurück zahlen, wer so argumentiert und das geschieht ja nicht nur in der Politik allzu häufig, verwechselt Ursache und Wirkung, argumentiert übrigens häufig genug aus einem Neidkomplex heraus. Es geht vielmehr darum, sich der gesellschaftlichen Bedingungen und seiner Existenz auch während der Studienzeit bewusst zu bleiben. Diese Bedingungen nun verändern sich, ob man daran mitwirkt oder nicht. Und da dem so ist, möchte ich Sie auffordern, mitzuwirken. Eine freie Gesellschaft, in der wir, Gott sei Dank, leben, hat hier nicht zu bestimmen, an welchem Punkt diese Mitwirkung anzusetzen hat. Ob das nun studentisches, politisches, musisches oder soziales Engagement ist, den Punkt wählen Sie selbst, aber bitte wählen Sie einen. Ich habe hier das Beispiel, heute Morgen auf der Fahrt hierher gelernt, von den besonderen Programmen, die diejenigen vor sich haben, die in der Pädagogik, oder wie das heute heißt, Lehrerbildung, studieren. Fabelhaftes Programm. An der Law School in Hamburg haben wir ein ganz ähnliches, jetzt seit fünf Jahren, in Zusammenarbeit mit der Hamburger Bürgerstiftung treffen sich bis zu 50 unserer Studenten mit Obdachlosen, um die dann in rechtlichen und administrativen Fragen zu beraten. Sie sehen, der Phantasie sind für Ihr Engagement keine Grenzen gesetzt. Soweit also zu Neid, Anerkennung und Erwartung. Bei Ihnen wird nun unbestimmte Neugierde, sowie bei einigen von Ihnen vielleicht auch leises Bangen diesen Tag mitbestimmen. Bitte, machen Sie sich nicht zu viele Gedanken. Packen Sie es einfach an. Die Nase sitzt immer vorne im Gesicht, das war eine der ganz einfachen Lebensweisheiten, die ich von meiner Mutter mitbekommen habe, und in diesem Sinne wünsche ich der Leuphana, all ihren Forschenden und Lehrenden, und vor allen Dingen Ihnen, liebe Erstsemester, viel viel Freude und viel, viel Erfolg. Dankeschön.

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