Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.v.

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1 Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.v. Mareke Wieben Vorstandsbevollmächtigte

2 Mehr als Effizienz Ein anderer Umgang mit Ressourcen

3 Anstieg der Weltbevölkerung Laut UNO Schätzung bis Ende des Jahrhunderts Mrd. Herausforderungen Ressourcenverbräuche Tragfähigkeit von Ökosystemen Klimawandel etc.

4 Problem Klimawandel Point of no return mit nicht beherrschbaren Risiken Max. 2 O C Erderwärmung bis 2100 Treibhausgas-Emissionen müssten weltweit bis 2050 um mindestens 50 % sinken, in Industrieländern sogar um 80 % (jeweils gegenüber 1990) Emissionsreduktion muss im Laufe der 2010er Jahre einsetzen, ansonsten keine realistische Aussicht auf Zieleinhaltung Nach wie vor steigen die Emissionen

5 Problem Ressourcenverbrauch 19. August 2014: Der Tag, an dem unser ökologischer Fußabdruck unsere jährlich erneuerbaren Ressourcen übersteigt

6 Problem Ressourcenverbrauch Mein Verbrauch an mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in DE (80 Lebensjahre, Datenbasis 2008) Beispiel Bausektor Quelle: BGR

7 Weiter so geht nicht Die Menschheit verbraucht 50 % mehr Ressourcen, als die Erde langfristig bieten kann Viele Ökosysteme sind bereits überbelastet oder irreversibel geschädigt Sollten die gegenwärtigen Trends anhalten, wären bereits im Jahr 2030 zwei Erden notwendig, um den Ressourcenhunger von Homo sapiens zu decken

8 Effizienzgewinn als Lösung? Rebound + Backfire Effekte Einsparung durch Energieeffizienzsteigerungen nicht oder nur teilweise verwirklicht Überkompensation durch gesteigerte Bedürfnisse Erhöhte Nachfrage durch verbilligte Produkte Moralische Selbstlegitimierung Haltbarkeit oder Lebensdauer verkürzt

9 Fazit: Effizienz reicht nicht Allein mit technischer Effizienz und relativen Reduktionen werden Klima- und Ressourcenziele nicht erreicht Zusätzlich Veränderungen jenseits von Effizienz notwendig Technik- Fortschrittsgläubigkeit weicht einem ganzheitlicheren Betrachtungsansatz

10 Mehr als Effizienz

11 Mehr als Effizienz Beispiel Ressource Energie

12 Fazit: Umdenken nötig Klimawandel: Nicht zu viele Menschen, sondern zu viel Konsum! Forscher widerlegen, dass ein gebremster Anstieg der Weltbevölkerung den Klimawandel aufhalten könnte Ergebnis der Studie: Konsum ändern statt Geburtenkontrolle Afrika, Länder südl. Sahara Anteil am Wachstum der Weltbevölkerung Anteil an Zunahme der CO2-Emissionen 18,5% 2,4% USA 3,4% 12,6%

13 Fazit: Umdenken nötig Suffizienz muss mehr Bedeutung bekommen Verstärkung eines anderen, nachhaltigeren Konsumverhaltens Effiziente Suffizienz: viel Einsparung, wenig Verzicht Attraktive Alternativen zum Konsum (z.b. mehr Lebensqualität, freie Zeit) Psychologische Hürden überwinden Diskussionsprozesse verstärken Frage ist nicht ob, sondern wie!

14 Fazit: Umdenken nötig Konsistenz muss mehr Bedeutung bekommen Einsatz nachhaltiger Technologien Nachhaltiges Design Neue Produkte Andere Materialien Andere Produktionsmethoden Technischer Fortschritt braucht Zeit Einsparpotenziale begrenzt Zusätzlich Suffizienz nötig

15 Fazit: Umdenken nötig Ein anderer Weg: Naturangepasste Kreislaufsysteme

16 Fazit: Umdenken nötig Beispiel Ökoeffektivität

17 Warum denken Unternehmen um? Unternehmen möchten auch noch in Jahrzehnten ihre Produkte aus Materialien herstellen. Nur gibt es sie dann noch in ausreichender Menge zu akzeptablen Bedingungen? Materialkosten heute teilweise über 45% der Gesamtkosten des Unternehmens Anforderungen an Nachhaltigkeit steigen Heute umsteuern, Prozesse + Veränderungen beherrschen und damit Wettbewerbsvorteile schaffen!

18 Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.v. Das Informations- und Kontaktnetzwerk der Wirtschaft zu Umweltmanagement und Nachhaltiger Entwicklung. Praxisorientierter Erfahrungsaustausch über Branchengrenzen hinweg.

7. Einheit Nachhaltigkeit

7. Einheit Nachhaltigkeit 7. Einheit Nachhaltigkeit Wachstum Wachstum (umgefähre Werte) 7 6 5 4 3 2 1 400 350 300 250 200 150 100 50 Bevölkerung (Mrd.) BIP (Int. $, 100 Mrd.) 0 1750 1800 1850 1900 1950 2000 0 Grenzen des Wachstums

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