Wohnangebote für Personen mit einem hohen Unterstützungsbedarf: Die Situation in Österreich im internationalen Spiegel

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1 Wohnangebote für Personen mit einem hohen Unterstützungsbedarf: Die Situation in Österreich im internationalen Spiegel Inklusion für alle! Mag. Tobias Buchner Universität Wien Institut für Bildungswissenschaft

2 Agenda 1. Wohnen und hoher Unterstützungsbedarf Dienstleistungen & Struktur Datenlage Thesen 2. UN-Konvention 3. Best Practice

3 Vorab: Personen mit einem hohen Unterstützungsbedarf?!

4 Wohnen und hoher Unterstützungsbedarf

5 Typen von Dienstleistungen im Bereich Wohnen der Behindertenhilfe Vollbetreutes Wohnen (Nachtdienst) Teilbetreutes Wohnen (kein Nachtdienst, Morgen- und Abenddienst) Mobile Begleitung (stundenweise Unterstützung)

6 Zusammenhang von Dienstleistung und Wohnform Wohnheim Wohnhaus WG Vollbetreutes Wohnen Wohnhaus WG Teilbetreutes Wohnen Selbstständigkeit Eigene Wohnung Kleine WG Familie Mobile Begleitung

7 Datenlage Datenlage zum Bereich Behinderung mangelhaft Betrifft große Bereiche des Feldes Verschiedene Definitionen von Behinderung Föderale Gliederung Behindertenhilfe Studien und Finanzierung Bereich Wohnen Schlechte Qualität von Daten Daten liegen nur fragmentiert vor Blickwinkel behinderter Personen?! Alter? Geschlecht?

8 Daten zur Situation von Personen mit einem hohen Unterstützungsbedarf im Bereich Wohnen

9 Wohnheim Wohnhaus WG Vollbetreutes Wohnen Wohnhaus WG Teilbetreutes Wohnen Selbstständigkeit Eigene Wohnung Kleine WG Familie Mobile Begleitung

10 Quellen für Erhebung Sozialberichte der Länder Bedarfs- und Entwicklungspläne der Länder Homepages von Trägerorganisationen Homepages der Sozialbereiche der Länder Persönliche Kommunikation Sozialreferenten GeschäftsführerInnen Führende MitarbeiterInnen Erhebung aller BL bis auf Oberösterreich

11 Kategorien Einrichtungsgröße 5-10 BewohnerInnen BewohnerInnen BewohnerInnen BewohnerInnen Über 100 BewohnerInnen

12 Vollbetreutes Wohnen und Einrichtungsgröße Österreich (ohne OÖ) Einrichtungsgröße Anzahl Gesamt Prozent 0-10 BewohnerInnen BewohnerInnen BewohnerInnen BewohnerInnen BewohnerInnen

13 Kategorie 100+

14 Kategorie 100+ Kombination von Wohnort und Arbeitsplatz Unbestimmte Anzahl an Mehrpersonenzimmern Geographische Randlagen Schlechte öffentliche Verkehrsanbindung

15 Vollbetreutes Wohnen und Einrichtungsgröße Österreich (ohne OÖ) Einrichtungsgröße 50+ BewohnerInnen 34 Prozent (aller Personen vollbetreutes Wohnen) 20+ BewohnerInnen 54

16 Vollbetreutes Wohnen und Einrichtungsgröße Österreich (ohne OÖ) Einrichtungsgröße Prozent (aller Personen vollbetreutes Wohnen) %

17 Thesen zum Status Quo

18 Thesen: Policy-Ebene Enthospitalisierung vs. Deinstitutionalisierung Regionale Bedeutung von Großeinrichtungen Großeinrichtungen als Überlaufbecken Überzeugung von pol. EntscheidungsträgerInnen 4-Jahres-Zyklus-Denken Teilbetreut vs. vollbetreut Creaming -Effekt

19 Thesen: Träger-Ebene Qualität der Dienstleistung Stationäre Besitztümer (Schädler 2009) Wohnhäuser als Cash Cows Unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten in Bundesländern

20 Thesen: NutzerInnen Mangel an verfügbaren Plätzen Schwache Lobby

21 Normalisierung?! Selbstbestimmung?! Teilhabe?!

22 Situation im Lichte der UN- Konvention

23 Artikel 19: Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft a) Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben

24 Artikel 19: Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft b) Menschen mit Behinderungen Zugang zu einer Reihe von gemeindenahen Unterstützungsdiensten zu Hause und in Einrichtungen sowie zu sonstigen gemeindenahen Unterstützungsdiensten haben, einschließlich der persönlichen Assistenz, die zur Unterstützung des Lebens in der Gemeinschaft und der Einbeziehung in die Gemeinschaft sowie zur Verhinderung von Isolation und Absonderung von der Gemeinschaft notwendig ist

25 Wege zur Inklusion/Best Practice

26

27 JAG-Modell Unterstützte Entscheidungsfindung Strenge Kontrolle der Dienstleistung Supervision und Fortbildung der AssistentInnen Bis zu 240h/Woche, aber: individualisierte Stundenzahl Kleine WGs/Einzelwohnungen NutzerInnen als MieterInnen

28 Danke für die Aufmerksamkeit.

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