Schule an der Karlstraße

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1 Schule an der Karlstraße Karlstraße Delmenhorst Telefon FAX Medienkonzept Der Computer sowie andere digitale Geräte (z. B. Digitalkamera, Handy) gehören zum alltäglichen Leben fast aller Schülerinnen und Schüler unserer Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler bringen ihre Erfahrungen aus der häuslichen Umgebung, aber auch aus anderen alltäglichen Begegnungen mit. Vielfach ist der Umgang jedoch zufällig. Er unterliegt häufig keiner Kontrolle und stellt keine systematische Lernanforderung dar. Die Ausgangslage bringt es aber mit, dass wir in der Regel auf Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zurückgreifen können. Schulische Aufgabe ist es hier nun grundlegende Kompetenzen aufzubauen. Die Beliebtheit des Mediums gilt als gute Voraussetzung dazu. Zunächst einmal gilt es zu klären, welche Dimensionen der Medienkompetenz zugrunde liegen, um davon ausgehend Unterricht zu gestalten. Nach Aufenanger beinhaltet die Medienkompetenz folgende Dimensionen: Handlungsdimension: - Informationsbeschaffung - Internetrecherche - Texte schreiben - Selbstständiges Arbeiten Kognitive Dimension: - Symbole verstehen - Informationen selektieren - Lernen durch Übung Affektive Dimension: - Medien genießen - Medien begreifen Soziale Dimension: - Kommunikation erleben - Interaktives Arbeiten - Eigenverantwortung stärken

2 Ästhetische Dimension: - Mit Medien gestalten - Funktion - Form Ethische Dimension: - Medien beurteilen - Sinnvoller Medieneinsatz - Auswirkungen Siehe auch: Aufenanger, Stefan: Kinder mögen Medien - Medien mögen Kinder. In: medien concret, 2004, S Betrachtet man die vielfältigen Dimensionen, sieht man bereits, das Kompetenzvermittlung in diesem Bereich nicht bedeuten kann mit den Schülerinnen und Schülern eine Stunde mit dem Computer zu arbeiten. Vielmehr durchdringen diese Dimensionen umfassend den Unterricht. Insofern wird das Medienkonzept in verschiedene Bereiche aufgeteilt werden und fortgeschrieben werden müssen. Für den Umgang mit dem Handy liegt hier nun bereits eine Handyordnung vor. Dessen Inhalte sind in Flyer Form gestaltet und werden zurzeit in den Klassen bearbeitet. Zum Bereich Computermedium haben wir in unserem Schulkonzept bereits Aussagen gemacht, die hier nun Ergänzung erfahren sollen. Die Ausstattung mit Computern in jedem Klassenraum (Altgeräte von Firmen) ermöglicht es, die Schülerinnen und Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler in die Bedienung eines Computers einzuführen und diese Kompetenz zu sichern bzw. weiterzuentwickeln. Die Bearbeitung und der Ausdruck von Texten bei schreibmotorischen Schwierigkeiten können hier erfolgen wie auch die Bearbeitung pädagogisch sinnvoller Lernspiele. Auch das Präsentieren von Digitalfotografien auf dem Bildschirm oder die Möglichkeit zu scannen, verhilft im Unterricht zu einem schnellen und sinnvollen Umgang mit Foto- und sonstigem Bildmaterial. Der zu den Schulfachräumen zählende Computerraum mit sieben Arbeitsplätzen erlaubt ganzen Klassen eine parallele Nutzung eines PC und auch Nachforschungen im Internet. Der Beamer als Präsentationsmittel in der Klassenarbeit steht aufgrund mangelnder Projektoren noch in den Anfängen. Hier sehen wir aber vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der unterrichtlichen Tätigkeit, wie aber auch beim Einsatz in der Elternarbeit. Der Einsatz von Notebooks im Unterricht ermöglicht eine viel beweglichere Arbeitsform, als dies mit den zum Teil sehr alten von Firmen ausgemusterten Computern in den Klassen möglich ist. Der Einsatz in den Gesprächsrunden am Tisch oder der Arbeitsphase in Gruppen oder Einzelarbeit am Tisch oder im Differenzierungsraum erweitert die unterrichtlichen Möglichkeiten erheblich. Die angefangene Vernetzung über W-LAN am Standort Karlstraße bedarf der qualitativen Verbesserung, damit das Internet störungsfrei in allen Klassen und Therapieräumen genutzt werden kann. Wie sehen aber nun die Einsatzmöglichkeiten konkret aus? Schwerpunkte bzw. Zielsetzungen bei der Arbeit am Computer direkt sind:

3 Umgang mit dem Computer erlernen - selbständige Nutzung: Ein- und Ausschalten, Programme starten und schließen - benötigte Programme kennen und finden - Umgang mit der Maus - Umgang mit dem Drucker - Verwenden des Schreibprogramms Unterrichtsinhalte wiederholen und üben - Lernspiele zum Lesen, Schreiben und Rechnen - Spiele zur Förderung der Wahrnehmung - (Ab-) Schreiben eigener Texte - Lernspiele zu verschiedenen Sachthemen (passend zum Sachunterricht / Vorhaben) Nutzen des Computers als Hilfsmittel - Verfassen und Gestalten von Texten - Sammeln von Informationen (Internet Recherche) - Kontakt zu ausländischen Partnern (Comenius Projekte) Computer als Freizeitbeschäftigung - Spiele (allein oder mit einem Partner) - Internet (mail und Chat) Computer und Gefahrenwelt - Behandlung der ethischen Dimension des Mediums in vielfältigen Gesprächsrunden Computer und Spezialbedienung - Für Schülerinnen und Schülern, die nur mit Hilfe von Spezialtastaturen oder anderen Hilfsmöglichkeiten einen Computer bedienen können, ist eine spezielle Förderung auch im Rahmen eines Therapieangebotes zu geben. Hilfestellung bei der Gewährung von Geldern (Krankenkasse) ist zu leisten. Erfahrungsgemäß verbessert der oben genannte Einsatz aus folgenden Gründen die Qualität des Unterrichts: - Möglichkeiten der Differenzierung/ individuelles Lernen - Mehrdimensionale Lernförderung - Soziales Lernen wird gefördert durch Partnerarbeit/ kooperatives Lernen - Erhöhte Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler - Förderung von Konzentration, Ausdauer und Selbstständigkeit - Attraktive Form zur Gestaltung von Schülerinnen und Schülerprodukten - Steigerung der Medienkompetenz und Eigenverantwortung im Umgang mit Informationen - Verbesserter Einschätzung der Gefahren im Netz Eine entsprechende mediale Ausstattung wird aber auch von den Kollegen genutzt. Hier sind zu nennen: Präsentation von Ergebnissen (Fortbildung, Feste, Projekte) Fotos/Filme von Klassenaktivitäten in der Schule auszustellen Informationen bei Elternveranstaltungen plakativ und informativ darzubieten

4 im Internet zu recherchieren Unterrichtsmaterial herzustellen mit Kooperationspartnern zu kommunizieren (z. B. Comenius Projekte) Software Nicht alle auf dem Markt zu kaufende Lernsoftware ist für den Einsatz in unserer Schulform geeignet. Folgende Kriterien sind an die Lernsoftware zu stellen: - übersichtliche Gestaltung - einfache Bedienung und Steuerungsabläufe, ggf. auch über Taster evtl. Sprachausgabe bei Aufgabenstellung - unterschiedlich einstellbare Schwierigkeitsgrade (z B Geschwindigkeit, Bearbeitungszeit, Art und Umfang der Aufgaben) - Verständliche Rückmeldung (Fehler und Erfolg) Als Office Programm kommt entweder Open Office zur Anwendung oder aber Microsoft Office. Für die Freizeitgestaltung kommen eine Vielzahl von Spielprogrammen in Frage. Zu den oben bereits genannten Kriterien kommt hier aber noch das Verbot von Gewaltspielen jeglicher Art. Internet Das Internet ist zu einem nicht mehr weg zudenkenden Medium in unserer Gesellschaft geworden. Unseren Schülerinnen und Schülern begegnet dieses Medium an vielen Orten. Sie bringen zum Teil Erfahrungen von zu Hause mit, oder aus dem Bekanntenkreis. Neben den oben bereits genannten Einsatzbereichen im Unterricht (Recherche, ), bekommt aber das Internet auch bei der Freizeitgestaltung eine immer größere Bedeutung. Die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler nutzen dies zur Informationsgewinnung, treffen sich in Chaträumen, besuchen Musikforen. Gerade beim Umgang mit diesem Medium benötigen unsere Schülerinnen und Schüler eine verstärkte Begleitung, um den Gefahrenquellen nicht ausgeliefert zu werden. Die zu Anfang genannte ethische Dimension muss hier in zahlreichen Gesprächsrunden und Demonstrationsrunden Unterrichtsthema sein. Die Einführung eines auf unsere Schülerinnen und Schüler abgestimmten Internet Führerscheins sollte vorangetrieben werden. Das Internet ist für die nicht lesenden Schülerinnen und Schüler schwerer zu erschließen. Hier bietet sich das kostenlose Programm Webspeech (download: an das eine Internetseite in eine Sprachausgabe um leiten kann. Homepage lautet die Adresse unserer Homepage. Hier präsentieren wir uns mit unserer Arbeit, informieren über unsere Schule im Allgemeinen und über aktuelle und vergangene Projekte. Über zahlreiches Bildmaterial wollen wir zum einen auch unsere Schülerinnen und Schüler für diesen Internetauftritt interessieren zum anderen aber auch von der Vielfalt der Arbeit berichten. Der Umzug der Seite zu einem leistungsstärkeren Anbieter steht an, damit wir auch Filmmaterial besser in die Seite einbinden können.

5 Digitale Fotografie Die Schülerinnen und Schüler erlernen den Umgang mit dem Fotoapparat und können dann selbstständig mit diesem Medium arbeiten. In vielen Fällen bringen sie Vorerfahrungen aus dem Elternhaus mit, die sie anwenden können. Wenn sie alle Symbole kennen gelernt haben, sind sie sicher in der Anwendung und beginnen begeistert ihre Aktionen. Die Foto AG der Schule bietet hier vielfältige Möglichkeiten der Übung. Durch die Entscheidung über das Motiv wird ihre Wahrnehmung in mehrfacher Hinsicht geschult. Es gilt ein gewähltes Objekt oder eine Person zur Bildbegrenzung in die richtige Beziehung zu setzten und dies auch unter dem Einfluss von Bewegung nicht aus dem Blick zu verlieren. Dies müssen sie dann mit ihrer Motorik verbinden, denn die Haltung und Handhabung des Mediums ist vorgegeben. Mit diesem Wissen und den erworbenen Fertigkeiten begeben sie sich in die soziale Dimension und halten Alltagsaktivitäten wie auch Feste, Feiern und Klassenfahrten im Bild fest. Die digitale Fotografie bietet mit den Möglichkeiten der Bildbearbeitung vielfache Gestaltungsmöglichkeiten von der Umrahmung eines Fotos über das Einfügen von Text bis zur völligen Verfremdung, sodass die Schülerinnen und Schüler kreativ werden können. Die gewonnene Medienkompetenz im Umgang mit dem Fotoapparat und der Bildbearbeitung erfordert nun auch Kenntnisse zum Schutz von Personen und dem Recht am eigenen Bild. Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihr Tun zu beurteilen und können das Medium Fotoapparat für sich nutzen und sinnvoll einsetzen sowohl in der Schule als auch in ihrer Freizeit. Digitales Filmen Darstellendes Spiel und Filmarbeit fördern die Fähigkeit, persönliche Ausdrucksformen zu finden und zu erweitern. Dabei bietet der digitale Film ein technisches Maximum an Bearbeitungsmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler können Techniken, Effekte etc. ausprobieren, nötigenfalls verwerfen, ohne das es Folgen auf die Rohfassung hat. Diese kann jederzeit neu bearbeitet werden, bis ein gewünschtes Ergebnis erreicht ist. Des Weiteren tragen diese Tätigkeiten zu sozialem Lernen bei: Bilder und Szenen werden gemeinsam entwickelt und aufgezeichnet. Die Schülerinnen und Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler können sich einbringen und selbst darstellen; zugleich müssen sie die technischen Maßgaben und sozialen Regeln bei der Erarbeitung beachten. Im Vordergrund der Filmarbeit stehen einerseits die Gestaltung und das anschließende Betrachten geeigneter Szenen. Andererseits erfolgt das Erlernen des sachgerechten Umgangs mit den erforderlichen technischen Medien (Kamera, Stativ, Fernseher). Aus diesem Grund muss der Kunstunterricht digitale Gestaltungsformen einbeziehen. Im weiteren müssen Schülerinnen und Schülerinnen und Schülerinnen und Schüler die technische Handhabung von einfachen Programmen erlernen. Der Präsentation der Arbeitsergebnisse der öffentlichen Vorführung des eigenen Films kommt hier eine besondere motivierende Bedeutung bei.

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