Lukas 24,13-35 / bes. V. 29 Familiengottesdienst mit KTH 27. April.2008 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 1

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1 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 1 Liebe Gemeinde! Wie Fliegen in dem Netz einer Spinne, so waren die zwei Jünger, Kleopas und sein Freund, gefangen von der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, ja Verzweiflung, weil Jesus ans Kreuz genagelt worden war und gestorben ist. Gebannt waren sie von ihren traurigen Gedanken. Die Kinder haben uns das vorhin deutlich gemacht. Alles umsonst, Ich kann nicht mehr wer kennt nicht diese Worte und Gedanken? Streit in der Familie, Ärger am Arbeitsplatz, wo man sich vergeblich bemühte. Aber Gott will nicht unsern Untergang, sondern unser Leben. Gott will nicht unsere Zerstörung, sondern unser Heil. Die Resignation weicht der Hoffnung. Jesus war mit den beiden Jüngern unterwegs. Er ist auferstanden. Das neue Leben Jesu ist die Garantie für unser neues Leben. Das ist schwer zu verstehen. Die Jünger konnten es auch nicht glauben. Sie haben Jesus gar nicht erkannt. Es dauerte lange. Einige Kinder haben es schon verstanden. Zugegeben - bis das vom Ohr in den Kopf geht und dann vom Kopf ins Herz und vom Herz wieder in den Kopf und in die Hände und Füße, das dauert seine Zeit. Seite - 1 -

2 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 2 Bei den beiden Emmaus-Jüngern dauerte es bis zum Abend. Sie spürten, dass in ihrem Herzen etwas zu brennen anfing. Sie konnten nicht genug davon hören, was der Fremde, in dem sie Jesus noch nicht erkannt hatten, ihnen erzählte. Dann machten sie etwas ganz wichtiges. Sie sagten:»bleib doch bei uns! So kann bei uns ein Gebet beginnen. Wir könne beten und Jesus sagen: Ich möchte, dass Du bei mir bist. Die beiden Jünger damals nötigen ihn, bei ihnen zu übernachten, als sie an ihrem Haus in Emmaus angelangt sind. Der Fremde tritt ein. Beim Essen übernimmt er die Rolle des Gastgebers. Er segnet das Brot und bricht es. Da blitzt das helle Licht der Erkenntnis bei den beiden auf! Es ist Jesus! Er lebt! - Es ist gut, dass die Jünger Jesus nicht haben weiter ziehen lassen. Sonst hätten sie über die Worte Jesus noch lange diskutieren können, aber sie wären nicht zum Glauben gekommen. Deshalb ist es wichtig, zu beten, und Jesus zu bitten, dass er wirklich bei uns ist. Er soll bestimmen. Oft gibt es Streit beim Spielen, weil mehrere bestimmen wollen. Oft sind dann alle traurig. Als die beiden Jünger Jesus gebeten haben, bei ihnen zu bleiben, und ihn bestimmen ließen, da erkannten sie ihn. Dann wurden sie froh. Seite - 2 -

3 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 3 Plötzlich war der Punkt da, wo sie Jesus erkannten. Da konnten sie glauben. Solch ein Zeitpunkt ist für jeden wichtig, auch wenn wir schon lange versuchen als Christen zu leben, aber eher noch unsicher und zweifelnd sind. Wenn wir mit unseren Zweifeln im Gespräch und Fragen nach Jesus sind und merken, dass so ein Punkt da ist, wo wir uns entscheiden müssen, dann dürfen wir Jesus nicht weiter ziehen lassen. Erst wenn wir Jesus in unser Leben eingeladen haben und zum gewissen Glauben gefunden haben, können wir uns wirklich als Christen bezeichnen. Das heißt nicht, dass dann alle Zweifel für immer ausgeräumt sind, aber dass wir getragen sind von der Gewissheit, dass Jesus lebt und bei uns ist. Als die Emmaus-Jünger es klar erkennen, dass es Jesus ist, da ist Jesus auch schon verschwunden. Vorher, als er sichtbar mit ihnen auf dem Weg war, erkannten sie ihn nicht. Die Erfahrung ist nur einen Moment lang und im Rückblick Erkennen sie ihr Erleben als eine deutliche Erfahrung mit dem Auferstandenen Jesus. Sie haben ihn gesehen, ohne ihn zu erkennen. Als sie ihn nicht mehr sehen, haben sie erkannt, dass er lebt. Viele Christen, die ich kenne, haben gerade im Rückblick erkannt, wo Gott sie in ihrem Leben gesegnet hat, lange bevor sie selber zum Glauben gekommen waren. Glauben bedeutet nicht, mit einer ständigen ü- Seite - 3 -

4 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 4 bersinnlichen Erfahrung zu leben, sondern gewiss und fröhlich zu sein, dass Jesus lebt und mit uns geht. Freude verdoppelt sich, wenn man sie teilt. Deshalb sind die beiden Jünger zurück nach Jerusalem gegangen. Sie wollten den anderen Jüngern davon erzählen, was sie erlebt hatten. Als sie in Jerusalem ankommen, wird ihnen von den anderen berichtet, dass Jesus dem Simon erschienen ist und sie erzählen von ihrem Erlebnis. Kennzeichnend für einen Christen ist seit dem ersten Osterfest, dass er nicht bei seiner persönlichen Glaubensgewissheit stehen bliebt, sondern dass es ihn in die Gemeinde zu den anderen Christen zieht und er im gegenseitigen Austausch andere im Glauben stärkt und selber Glaubensstärkung erfährt. Die Emmaus-Jünger hörten, dass nicht nur sie eine solche Erfahrung mit Jesus gemacht hatten. Vielleicht hätten sie sich sonst später gefragt, ob das alles nur Einbildung war. Aber da waren andere, die Ähnliches erfahren hatten. Sie berichten von ihren eigenen Erfahrungen und ihrer geschenkten Gewissheit und sind so ein Zeugnis und eine Hilfe für die, die noch Zweifeln. Die kurze, intensive Gottesbegegnung gibt genügend Kraft für die Nacht, für den Marsch ohne Abendessen, für den Weg in der Dunkelheit, sie reicht um andere zu ermutigen. Ein Licht war an- Seite - 4 -

5 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 5 gezündet, das leuchtete. Das strahlt und funkelt und glitzert, die Freude über die Auferstehung Jesu. Gemeinsam erfahren die Jünger es immer wieder. Sie sind zusammen. Gemeinsam glauben sie an Jesus. Sie spüren: Jesus ist bei ihnen. Jesus lebt. Er ist nahe. Er ist mit auf dem Weg. Das reicht aus, um Dich und mich durchzutragen. Wenn du losgehst, bist du nie allein! Die Freude ist entflammt und niemand kann sie auslöschen! Amen. Seite - 5 -

6 Unterwegs mit den Emmausjüngern St.Markus 6 Herzliche Einladung zum Kirchkaffee im Anschluss an den Gottesdienst. Der nächste Gottesdienst: Donnerstag, Himmelfahrt, 1. Mai um Uhr Am Sonntag 4. Mai feiern wir unseren Gottesdienst zusammen mit vielen anderen Christen im Rahmen des Christivals auf der Bürgerweide (Plätze auf den Rängen der Christival Arena) ab Uhr Termine: Freitag, 2. Mai bis Uhr Verteilaktion des Christival auch bei uns im Stadtteil. Es werden Gemeindeglieder zur Unterstützung gesucht. Die Kollekte unseres letzten Gottesdienstes bestimmt für das Waisenhaus Berega erbrachte 654 Euro. Die heutige Kollekte ist bestimmt für das Christival Für die Predigtreihe 3:16 ab Pfingsten gibt es Andachtsbücher am Büchertisch.Laden Sie zur Predigtreihe ein. Jeder, der zum ersten Mal in den Gottesdienst kommt erhält ein kleines Büchlein geschenkt. Bestattet wurde: Martha Pape, 89 Jahre, Bad Harburg, früher Klaus-Groth-Str /Habenh. Landstr. Johannes Wacker, 82. Jahre, Ottjen-Alldag-Str. Seite - 6 -

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