Der Friede Gottes, die Gnade Jesu Christi und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

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1 Predigt: Der Friede Gottes, die Gnade Jesu Christi und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! "Der Predigttext für den heutigen Sonntag steht 1. Kor 15,12-20." Gebet: "Gott, gib uns deinen Heiligen Geist und leite uns nach deiner Wahrheit. AMEN." Liebe Gemeinde! Also, ich weiß nicht Auferstehung? Klingt jetzt nicht richtig logisch! Und mit meinen Augen habe ich so etwas noch nie gesehen! Oder etwa jemand von Euch? Und überhaupt rein biologisch ist das meines Wissens nicht zu beweisen! Zellen die einmal tot sind, können nicht später wieder Nährstoffe austauschen und wieder leben das geht nicht! Naja, ich lasse ja noch zu, dass Jesus ein besonderer Gottesmensch war. Mag er irgendwie auferstanden sein damals. Aber wir heute? Wir auch auferstehen? Das ist einfach nicht denkbar und too much! So oder so ähnlich brodelte es schon damals in Korinth. Christen aus der Gemeinde dort hatten ihre Zweifel an der Auferstehung. Die Auferstehung Jesu Christi haben sie als Wunder akzeptiert. Aber an die Auferstehung aller Menschen konnten sie nicht glauben. Und so allzu viel hat sich da bis heute meiner Einschätzung nach nicht verändert: Gerade mit unserer wissenschaftlichen Denkweise stoßen wir bei der Auferstehung schnell an unsere Grenzen. Was tun? Zunächst erst mal das vorneweg: Beweisen können wir da gar nichts. Aber wer, die Auferstehung sei Unsinn, der kann es auch nicht beweisen. Strategien gegen den Zweifel an die Auferstehung: 1. Strategie: Singen und Gottes Größe feiern Und das haben wir vorhin getan, ja wir tun es heute den Tag mit Frühstück und Posaunen, mit Ostereiern und Gebeten. Und den Liedvers vorhin, vor der Predigt fand ich besonders passend dafür. Fürs Singen und damit Gottes Größe feiern: Er ist erstanden, hat uns befreit, dafür sei Dank und Lob allezeit. Uns kann nicht schaden, Sünd oder Tod. Christus versöhnt uns mit unserem Gott. Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.

2 Sünd ist vergeben, halleluja. Jesus bringt Leben halleluja. Ostern ist eben nicht nur die Auferstehung von Jesus Christus. Ostern ist mehr: Ostern ist neues Leben für uns. Ostern ist Befreiung, dass auch der vermeintlich größte Feind des Lebens, nämlich der Tod besiegt ist. Ostern ist Befreiung aus der Lähmung, wenn wir schuldig geworden sind. Genau diesen Zusammenhang, nämlich dass Ostern mehr ist als nur die Auferstehung Jesu, das macht Paulus im 1. Kor Brief Kap 15,12-20 deutlich: Christen in der Gemeinde haben ihre Zweifel nicht so sehr an der Auferstehung Jesu Christi, sondern eher an der Auferstehung von uns allen. Und Paulus holt jetzt nicht die Posaune raus und singt und feiert gegen die Zweifel an. Er ist eher der rationale Typ. Hören wir auf seine Strategie, wie er den Zweifeln an die Auferstehung der Toten entgegentritt: >>> 1. Kor 15,12-20 lesen (Basisbibel) Paulus macht mit seinen logischen Argumenten klar: Willst Du echt das Kind mit dem Bade ausschütten?! Willst Du echt, dass mit diesem einen Zweifel an die Auferstehung der Toten der ganze Glauben flöten geht?! Und er argumentiert so er sieht da eine Verkettung der Glaubensthemen: A) Christus wurde vom Tode auferweckt das ist unsere Verkündigung. B) Wenn Gott in Christus den Tod besiegt hat, dann hat Gott für uns alle den Tod besiegt Auferstehung der Toten! C) Und wenn Gott diese Macht über den Tod hat, dann hat er auch Macht, uns von allem anderen zu befreien. So wie es das Lied singt: Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserem Gott. So baut Paulus die Verkettung der Glaubensthemen auf und fährt dann fort: Wenn Ihr Zweifelnden weiterhin daran festhaltet, dass es keine Auferstehung der Toten gibt, dann sprengt Ihr das mittlere Kettenglied auf und die ganze Kette ist in Gefahr:

3 Wenn Ihr an der Auferstehung der Toten zweifelt, dann zweifelt Ihr eigentlich auch an der Auferstehung Jesu Christi. Und wenn Ihr daran zweifelt, dann hat Gott nicht mehr die Macht, uns von allem anderen zu befreien. Und so würde man das Kind mit dem Bade ausschütten. Der ganze Glaube wäre hinfällig. So spitzfindig und logisch und überzeugend Paulus da argumentiert, mir ist es zu negativ orientiert: Mir es jetzt klar, dass ich meinen gesamten Glauben aufs Spiel setzte, wenn ich die Auferstehung der Toten nicht mitdenke. Aber ich merke, ich brauche an dieser Stelle nicht nur Logik, sondern mehr. Ich möchte die Auferstehung vom Herzen her plausibel, einleuchtend nachvollziehen können. Was könnte uns dabei helfen, mit dem Herzen zu sehen, dass Gott der Herr über Leben und Tod ist, dass er mein Leben in der Hand hat, dass er neues Leben schenkt und die Macht hat, mich aus den unguten Zusammenhängen zu befreien? Eine weitere Strategie: Melina Melina, eine Freude für Eure Familie. Ein Sonnenschein und Glückgriff, eine Blüte und ein Freudenschrei. Wenn Gott Melina das Leben schenkt. Wenn Gott in der Taufe Ihr Leben annimmt, ist das nicht der schönste Erweis, dass Gott das Leben will. Und würde das dann nicht für alle Menschen gelten? Und würde Gott dann nicht auch den Tod in seine Schranken weisen? Ich bin nicht Gott, aber wenn schon neues Leben, dann für alle und alles. Wenn es Melina gibt, und wenn Narzissen und Osterglocken schon ihr neues helle Gelb zeigen Von diesem Staunen her kann ich begreifen, dass Gott mehr kann als das, was mein Verstand begreifen kann. Und dann solltet Ihr Eltern von Melina einfach weiterpredigen von dem wunderbaren Leben!

4 Und dazu eine weitere Geschichte, eine weitere Strategie für die Auferstehung: Stellt Euch vor, im Bauch einer Mutter wachsen Zwillinge heran. Und stellt Euch vor, sie können schon sehen und fühlen und denken und sich im Bauch unterhalten. Und stellt Euch vor, die Zwillinge machen sich Gedanken über ihr Leben: Sag, ist es nicht wunderbar, dass wir leben? Aber ja! Und schau, über diese Schnur werden wir versorgt mit allem, was wir brauchen! Die Liebe unserer Mutter muss riesengroß sein! Wirklich! Sie teilt sogar ihr Leben mit uns! Und als die Zwilinge sehen, dass sie älter werden und alles sich an ihnen verändert, da machen sie sich weiter ihre Gedanken im Bauch: Heißt das dann etwa, dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald zu Ende geht? Ja, das wird so kommen. Wir können nicht hier bleiben. Alle vor uns sind auch schon gegangen! Aber ich will gar nicht gehen! Wir haben keine Wahl. Die Zeit ist irgendwann reif! Ob es ein Leben nach der Geburt gibt? Ich bin da unsicher und habe Angst! Immerhin werden wir unsere Lebensschnur verlieren! Ja, und andere sind hier auch schon raus und keiner ist zurückgekommen! Nein, die Geburt ist das Ende! Aber wenn mit der Geburt alles aus wäre, welchen Sinn hätte dann unser Leben hier im Bauch und womöglich gibt es dann gar keine Mutter, die sich um uns kümmert? Aber es muss doch eine Mutter geben! Wo sollte sonst unser Leben herkommen? Und wie sollten wir hier am Leben bleiben? Hast Du je eine Mutter gesehen? So glauben und zweifeln die beiden Zwillinge im Bauch weiter. Schließlich kommt der Moment der Geburt. Als sie ihre Welt des Bauches verlassen haben, schreien sie und öffnen neu die Augen. Und wirklich was sie sehen übertrifft ihre kühnsten Träume! Christ ist erstanden, hat uns befreit, dafür sei Dank und Lob allezeit. Uns kann nicht schaden, Sünd oder Tod. Christus versöhnt uns mit unserem Gott.

5 Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd ist vergeben, halleluja. Jesus bringt Leben halleluja. AMEN. Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus. AMEN.

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